Sicarius

Taxis und Könige

Das 1. Jahr (auch als Papierhochzeit bezeichnet) ist geschafft. So schnell kann es wie immer gehen und trotzdem war uns vermutlich nie langweilig. Wie auch? Beispielsweise haben wir in der Zeit 75% unseres derzeitigen Katzenbestands bekommen (Lyssi, Pichu und Jules). Und ja, wir haben uns immer noch ganz dolle lieb, wie man so schön sagt. Nicht, dass es euch etwas anginge aber ich will ja nicht so sein :smile: .

Nun aber genug mit der Gefühlsduselei. Ich habe mal wieder ein paar Spiele mehr oder weniger ausführlich gespielt. Die meiste Zeit zwar Dying Light (Hauptspiel durch, Addon mittendrin), darüber darf ich euch aber ja leider nichts erzählen (indiziert und so). Widmen wir uns also stattdessen ein paar mobile Spielen – wobei einer der Titel, wie ich leider erst im Nachhinein festgestellt habe (ich werde irgendwie immer nachlässiger…), auch auf dem PC verfügbar ist:

Crazy Taxi Gazillionaire (Herstellerbild)

Crazy Taxi Gazillionaire (01.06.2017; iOS, Android) – Ja, ich bin ein Hypokrit. Am 29.05.2017 habe ich mich unter anderem über Clicker Games aufgeregt und keine Woche später installiere ich mir nicht nur eins auf dem Smartphone – ich „spiele“ es auch noch bis zum (derzeitigen) Ende durch. Dabei ist es so unendlich langweilig und hat mit dem Original Crazy Taxi abseits von der Thematik überhaupt nichts zu tun.

Stattdessen tippt ihr stupide auf den Bildschirm, um euere Taxis zum nächsten Kunden fahren zu lassen und bei der Ablieferung Geld zu bekommen. Gleichzeitig sammeln eure Taxis auch automatisch Geld pro Sekunde – selbst wenn das Spiel nicht offen ist. Also heißt es Taxis freischalten und upgraden, um noch mehr Geld zu bekommen, um weitere Taxis freizuschalten und zu upgraden (kostet natürlich immer etwas mehr als das vorherige). Habt ihr genug Geld verdient, könnt ihr euer Unternehmen außerdem an die Konkurrenz verkaufen. Das resettet einen Teil eures Spielfortschritts, erhöht aber den dauerhaften Multiplikator (=noch mehr Geld pro Stunde). Und das wars. Mehr ist es nicht (plus etwas Werbung schauen jeden Tag für noch mehr Multiplikatoren). Und ich habe es trotzdem tatsächlich durchgespielt. Also ich habe nun alle 60 Taxis auf Level 999 bekommen.

Beim Christoph meint: Von mir gibt es gnadenlose 1 von 5 Sics und ich bitte euch inständig einen großen Bogen um diesen Mist zu machen. Dass ich so viel Zeit darin versenkt habe ist schon Schande genug. Vergesst einfach, dass das Spiel existiert und holt euch lieber das Original Crazy Taxi. Das ist mittlerweile auch für Smartphones kostenlos zu haben.

 

Reigns (Herstellerbild)

Reigns (11.08.2016; PC, iOS, Android) – Tinder für Könige. So einfach lässt sich das Spielprinzip zusammenfassen. Doch statt fescher Bräute und süßen Herren, gilt es Entscheidungen zu treffen indem ihr entweder nach links oder rechts wischt. Ziel des Ganzen? Möglichst lange überleben (eine Entscheidung pro Jahr) und damit König sein. Dazu gilt es die vier Mächte im Land (Kirche, Untertanen, Armee und Schatzkammer) im Gleichgewicht zu halten. Füllt sich bei einem der Balken komplett oder ist komplett leer, dann stirbt euer aktueller König und ihr übernehmt die Rolle des nächsten Regenten, der auf den Erfolgen oder Misserfolgen seines Vorgängers aufbaut. Zusätzlich gibt es diverse Pfade, die ihr in eurem Regentenleben durcharbeiten könnt, wenn ihr zum richtigen Zeitpunkt bei den richtigen Personen (oder Tieren) die passende Entscheidung trefft. Schafft ihr diese bis zum Ende durchzustehen, gibt es meist einen neuen Charakter, der euch fortan belästigt mitsamt einem neuen Stapel Karten oder spezielle Fähigkeiten. Gebt ihr beispielsweise Geld für eine Scheune aus, seid ihr für ein paar Jahre gegen jedwede Hungersnot geschützt. Es gibt wohl tatsächlich auch eine zentrale Geschichte und damit ein offizielles Ende aber das habe ich bislang noch nicht entschlüsselt :smile: .

Ihr müsst also immer genau abwägen, was ihr zu wem sagt. Fragt euch die Kirche nach Geld für eine neue Basilika aber eure Schatzkammer ist fast leer? Dann lieber ablehnen und Vertrauensverluste beim Papst hinnehmen statt von den Geschäftsleuten aus der Stadt vertrieben zu werden. Oder die Bevölkerung beklagt, dass der Preis für Brot zu hoch ist. Lehnt ihr ab, findet sie das logischerweise nicht so gut. Und dann führt euer Hund euch in den dunklen Wald zu einem Pilz – esst ihr ihn oder nicht? Und so weiter und so fort. Ein einfaches und schnell verständliches Spielprinzip (auch grafisch – es sind einfach nur Spielkarten mit Gesichtern).

Beim Christoph meint: Es ist nicht zu leugnen, dass das Spiel sich sehr schnell wiederholt. Was vor allem daran liegt, dass ihr neue Sachen nur freischaltet, wenn ihr eben zu den richtigen Zeiten die richtigen Antworten gebt. Das herauszufinden kann mitunter etwas dauern (und ggf. einen Blick ins Guide erfordern). Aber für Zwischendurch (das Tempo ist durch das Wischen definitiv sehr hoch) macht es immer mal wieder Spaß ein paar Regentenleben durchzugehen und neue Sachen freizuschalten (unter anderem auch verschiedene Todesarten). Für die drei Euro habt ihr mit dem ungewöhnlichen Spielprinzip garantiert ein paar Stunden Spaß.

Demnächst soll mit Reigns: Her Majesty übrigens ein Nachfolger erscheinen. Dieses Mal dürft ihr in die Rolle der Königin schlüpfen.

 

Ansonsten beschäftigt mich auf dem Smartphone weiterhin Magic the Gathering: Puzzle Quest sowie aktuell Cat Quest (kostet Geld und gibt es auch auf Steam) und Dynasty Warriors: Unleashed (Free-2-Play). Und damit gebe ich ab bis Montag!

Die Nase ist wieder komplett heile und hat zumindest zu einem Teil die gewünschte Besserung gebracht (Luft geht besser durch und Schnarchen ist weniger geworden aber nicht zu 100% weg). Ist also nun endlich Friede-Freude-Eierkuchen im Körper des Sicarius (und Erholung im Geldbeutel)? Leider nein. Die nächste Baustelle ist schon länger parallel offen aber mittlerweile bin ich einige Schritte weiter, weiß wo das Problem liegt und habe mit den ersten (leider teuren) Gegenmaßnahmen begonnen.

Der Leidensweg

Ein Platt- und ein Hohl(stinke)fuß

Ich hatte schon vor fast zwei Jahren erwähnt, dass ich mit den vor allem nachts mit den Zähnen knirsche und entsprechend eine Aufbissschiene trage. Dadurch werden aber natürlich nur die Zähne geschützt und nicht das grundlegende Problem gelöst. Gleichzeitig wache ich morgens immer wieder mit Verspannungen in der rechten Schulter auf und habe trotz nachweislich ausreichend Muskeln nicht so wirklich Kraft in den Armen. Also ging es erst einmal zum Orthopäden. Der hat mich gefühlt nicht großartig angeschaut, sondern nur festgestellt, dass mein linkes Bein um 0,7cm kürzer ist als das rechte und mir Einlagen (was bei der geringen Verschiebung theoretisch nicht notwendig ist) sowie Krankengymnastik verschrieben. Danach bin ich zusätzlich zu einem Osteopathen gegangen (80 Euro pro Sitzung wovon meine Krankenkasse immerhin für bis zu vier Sitzungen jeweils die Hälfte bezahlt hat). Beides (Krankengymnastik und Osteopath) haben auch kurzfristige Verbesserung gebracht aber die Verspannung kamen (und kommen aktuell noch) immer wieder.

Bei meiner bislang letzten Sitzung hat mich der Osteopath dann mal gefragt, ob ich eine Aufbissschiene tragen würde. Das habe ich selbstverständlich bejaht und da meinte er: Das könnte davonkommen und ich sollte die mal überprüfen lassen. Hörte ich zum ersten Mal diese Aussage. Wie soll, nur weil ich mit den Zähnen knirschen, mir die Schulter weh tun?! Passte aber natürlich mit dem Symptom zusammen (die Schmerzen/Verspannungen waren nach dem Schlafen am stärksten).

Die Diagnose

Meine reguläre Zahnärztin hat mich dann an eine andere Zahnärztin verwiesen, die sich wohl auf sowas spezialisiert hat und mich dann erst einmal richtig in die Mangel nahm. Darunter war auch ein einfacher Muskeltest, der mir massiv die Augen geöffnet hat: Ich habe meine Arme ausgestreckt und die Ärztin drückte mit aller Kraft drauf. War der Mund offen und die Zähne auseinander, konnte ich ihr problemlos Widerstand leisten. Aber kaum habe ich zugebissen (natürlich mit Watte zwischen den Zähnen zur Sicherheit), habe ich jedwede Kraft in den Armen verloren. Hatte ich absolut nicht erwartet diesen Zusammenhang. Sie hat dann noch ein paar weitere Sachen (u.a. verschobener Aufbiss) sich angeschaut und am Ende stand die Diagnose: Craniomandibulare Dysfunktion (CMD), sprich mit meinem Biss stimmt etwas nicht. Die Folge ist, dass mein Kiefer falsch schließt und da am Kiefer starke Muskeln hängen, wird durch dieses Problem auch der restliche Körper unsachgemäß belastet. Daraus resultieren dann so spaßige Dinge wie Ohrgeräusche (Tinnitus), Lichtempfindlichkeit, Schulter- und Nackenschmerzen, Verspannungen von Nacken und Schultern und noch dutzende weitere Sachen, von denen ich zwar nicht alle aber doch so einige habe.

Ihr könnt euch die Situation wie ein Getriebe voller Zahnräder vorstellen. Wenn das kleinste Zahnrad nicht mehr ganz so rund läuft, hat das ganze System ein Problem, welches sich mit unterschiedlicher Kraft auf die anderen Zahnräder verteilt. Da der Kiefer aber die ganze Zeit gegen diese Fehlstellung ankämpft (er weiß aufgrund des Kiefergelenks, welche Bissstellung für ihn richtig ist), wird im ganzen Körper Druck aufgebaut mit den entsprechenden Folgen. Dagegen hilft die normale, kassenfinanzierte Aufbissschiene aber nicht. Sie korrigiert nämlich nicht den Biss, sondern ist auf den aktuellen Biss angepasst und schützt so nur die Zähne. Man könnte sogar sagen, dass sie das Problem noch weiter verstärkt, weil der Kiefer die Zähne nicht weiter abschleifen kann, um seinen korrekten Biss zu finden.

Das sieht nicht ganz richtig aus…

Stellt sich natürlich die Frage nach der Ursache. Da wird es etwas schwammiger wegen dem Henne-Ei-Problem. Habe ich erst aufgrund von psychologischen Problemen (Stress verstärkt es definitiv) mit den Zähnen angefangen zu knirschen und aufgrund fehlender Aufbissschiene am Anfang die Zähne so versaut, dass die CMD entstanden ist? Oder ist das Knirschen der Zähne die Folge der CMD, weil sich beispielsweise durch falsch gemacht Füllungen (habe neun Stück plus zwei Implantate und eine Krone im Mund) die Bissfläche so verändert hat, dass der Kiefer nachhelfen will?

Die Behandlung

Die Zahnärztin hat mir dann im ersten Anlauf eine Sofort-Hilfe-Schiene (den Aqualizer für 16 Euro) gegeben. Wie der Name schon sagt, hat das kleine Plastikding Wasserkissen, die sich beim Aufbeißen entsprechend verformen. Sprich die Zähne sind weiter geschützt aber der Kiefer kann sich in die Position begeben, die er haben will. Damit lässt sich das Problem aber nicht endgültig beheben (ich habe das Ding schon nach ein paar Tagen verloren). Der nächste Schritt wäre eine Ausrichtung des Körpers durch einen Osteopathen gewesen sowie anschließend direkt (keine Umwege, kein Brötchen essen – wirklich direkt und selbst die Erschütterungen beim Autofahren können schon schlecht sein) die Anfertigung einer 1.600 Euro teuren 24-Stunden-Aufbissschiene gewesen. Seid ihr nicht insgesamt gerade, wird nämlich auch die Aufbissschiene wieder nur den schiefen Zustand fördern.

Bei dem Preis habe ich aber dann erst einmal kräftig geschluckt. Die Kasse bezahlt davon nämlich gar nichts (und auch meine Zahnzusatzversicherung hat mich nur mit großen Augen angeschaut). Entsprechend habe ich erst einmal nicht zugesagt und mich weiter informiert. Dabei sind Lysanda und ich auf einen Vortag von einem gewissen Prof. Dr. Winzen gestoßen, der sehr viel Interessantes zu erzählen hatte. Unter anderem, dass er den gesamten Körper betrachtet, die gesetzlich Versicherten im Blick hat (was Kosten angeht) und sein Ziel ist, dass der Patient am Ende der Behandlung abseits von 1-2 Zahnreinigungen im Jahr gar nicht mehr kommen muss weil im Normalfall der Körper alles Weitere regelt. Vor allem letzteres ist natürlich ein lobenswerter Ansatz.

Bisherige Maßnahmen

Und da der Hr. Professor seine Praxis in Frankfurt am Main hat, sind wir da mal hingetigert und ich habe auch schon die ersten 300 Euro ausgegeben (wie viel ich davon von meiner Zahnzusatzversicherung zurückkriege weiß ich noch nicht – haben meine Kostenbelege noch nicht bearbeitet). Die ersten 200 gingen schon für die erste Besprechung und umfangreiche Diagnose drauf. Dabei wurde unter anderem festgestellt, dass mein Problem eindeutig rechts ist und meine Kiefersehnen auf der Seite verkürzt sind und ich keinerlei Kraft entwickeln kann. Außerdem wurden zwei meiner Kronen (eine Implantat und eine andere) kritisch begutachtet (sind auch zwei absolute Problemzähne) sowie drei Füllungen für eine Erneuerung mit „gescheitem“ Material (weiß selbst nicht welches es ist – hatte bislang Keramik und Kunststoff) vorgesehen. „Gescheites“ Material deswegen – und das habe ich jetzt neu gelernt – weil bei Kunststoff und Keramik ein Kleber verwendet wird, der als Nahrung für Karies dient. Außerdem würden beim Aushärten die beiden Materialien noch zusammenschrumpfen, also den Zahn nicht tatsächlich 100% verschließen bzw. vor allem mittendrin noch Luft lassen. Das kann dazu führen, dass ich dort wieder Karies bildet sowie schlimmstenfalls, dass die Füllung bricht und den gesamten Zahn dabei auseinandernimmt (deswegen habe ich auch zwei Implantate…).

Der kleine (50-Euro-teure) Physiotherapeut

Es folgte eine professionelle Zahnreinigung und jetzt am Mittwoch werden die Füllungen ersetzt. Anschließend vermutlich die Implantatkrone und was mit der anderen Krone bzw. grundsätzlich mit dem stark beschädigten Zahn (hatte sowohl Wurzelbehandlung als auch Wurzelrestriktion) geschieht, steht derzeit noch aus. Die weitere Behandlung bringt nämlich alles nichts, wenn die Füllungen und Kronen weiterhin krumm und schief sind und damit am Ende des Tages trotz aller Maßnahmen dadurch das Problem wieder hochkommt. Wie gesagt: Schon wenige Millimeter zu viel oder zu wenig bringen den ganzen Körper aus dem Gleichgewicht.

Die weiteren Schritte

Sobald die Füllungen und Kronen aber soweit in Ordnung sind, kann es endlich an die eigentliche Behandlung gehen. Im Vorgriff dazu habe ich einen Frontzahnjig bekommen, der auch als „kleiner Physiotherapeut“ bezeichnet wird. Mit dem trainiere ich mehrmals täglich meinen Kiefer, um zum einen die Sehnen wieder zu verlängern und gleichzeitig die Muskelfunktionen zu normalisieren. Gefühlt ist es seitdem schon etwas besser geworden mit meiner Schulterproblematik. Der nächste Schritt ist dann auch hier erst einmal eine (vermutlich nicht ganz billige) 24-Stunden-Schiene, um den gesamten Körper vollends auszurichten und gerade zu bekommen und dann, ganz am Ende, die Bissfläche auf den korrekten Zustand anzupassen. Und wenn das dann passiert ist, sollten viele Probleme nach Adam Riese weg sein. Vielleicht nicht alle (speziell beim Tinnitus bin ich da noch nicht wirklich überzeugt, dass der bei mir davon kommt) aber wenn zumindest die Verspannungen weg sind und ich endlich wieder Kraft in den Armen habe, dann ist das schon einmal ein großer Erfolg.

Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden!

Es kann mir doch keiner erzählen, dass er tatsächlich bei der Menge an Serien, die mittlerweile jedes Frühjahr und jeden Herbst veröffentlicht werden noch mithalten kann. Binge-Watching sowie Staffeln mit „nur“ 6-12 Folgen (dafür zusammenhängend und 45-60min lang) hin oder her: Das ist selbst für Singles doch schon lange nicht mehr machbar. Da kann die Qualität noch so gut sein – ich werde nie im Leben die Zeit haben das meiste davon anzuschauen. Ja, 24 Staffel 8 habe ich auch immer noch nicht erledigt :smile:. Und wenn selbst für die bahnbrechenden Shows keine Zeit mehr bleibt, ist für die Geheimtipps erst recht keine Luft vorhanden. Ich weiß: Luxusprobleme und so. Schade ist es trotzdem.

Reden wir also heute mal über (aus meiner Sicht) so einen Serien-Geheimtipp, den ich nur dank Lysanda kennengelernt habe und den wir nun endlich zu Ende geschaut haben:

Box-Cover

Warehouse 13 (2009-2014; 64 Episoden [5 Staffeln], EV) – Die Prämisse ist, wie so oft, ziemlich simpel: In South Dakota steht ein riesiges, sich automatisch endlos erweiterndes Lagerhaus. Darin werden Artefakte mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten gesammelt. Meistens sind diese Fähigkeiten zwar auf den ersten Blick toll – wer will etwa nicht fliegen können -, haben aber eigentlich immer auch irgendwelche Nachteile und/oder können für böse Zwecke missbraucht werden (beispielsweise eine Schallplatte, die alle Zuhörer ins Koma versetzt). Wenn ihr also mal eine Legende, Mythos oder fantastische Geschichte gehört habt, in der ein Gegenstand von Relevanz war, dann könnt ihr stark davon ausgehen, dass es keine Geschichte war, sondern Realität und sich dieser Gegenstand nun im Lagerhaus befindet. Zum Beispiel der namensgebende Spiegel aus Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln oder Pandoras Box.

Das erste Lagerhaus wurde übrigens von Alexander dem Großen gegründet, um die Artefakte zu sammeln, die er auf seinen Eroberungsstreifzügen gefunden hat. Seitdem wurde das Lagerhaus immer wieder dorthin verlagert, wo derzeit die stärkste Macht herrscht (= größtmöglicher Schutz). Im aktuellen Fall (Lagerhaus Nr. 13) eben die USA (es ist halt eine amerikanische Serie, was will man machen :smile: ). Gesammelt und bewacht werden diese Artefakte von Geheimagenten, von denen aber offiziell niemand etwas weiß und auch nichts wissen darf.

Warehouse 13 (SyFy-Promobild)

Warehouse 13 beginnt mit der Rekrutierung von zwei solcher Agenten (Myka Bering und Pete Lattimer). Beide sind ehemalige CIA-Agenten mit speziellen Fähigkeiten. Myka hat eine hohe, logische Auffassungsgabe und Pete ein starkes Bauchgefühl. Mit ihnen taucht ihr als Zuschauer nun fünf Staffeln lang ab in eine „Welt voller endloser Wunder“, in der wie immer nicht immer alles ganz so rund läuft man aber das Beste daraus macht, um die Welt zu schützen. Artie (quasi Hausmeister des Warehouse), Leena (spirituelle Logistikern) und Mrs. Frederic (Chefin) sind die erfahrenen Warehouse-Mitglieder, die sie auf ihrem Weg begleiten. Außerdem kommen im Laufe der Staffeln noch drei weitere Agenten (und ein Hund) dazu.

Aufbau

Der grundlegende Aufbau der Serie ist das „Artefakt der Woche“-Prinzip. Artie hat mal wieder irgendwo einen Ping von irgendwoher bekommen, wo komische Sachen passieren und natürlich steckt irgendein Artefakt (meist von einer berühmten Persönlichkeit produziert) dahinter. Aber wie es sich heutzutage gehört, gibt es auch jeweils eine staffelübergreifende Geschichte und viel Charakterentwicklung (wesentlich mehr als beispielsweise in NCIS). Ein wirklich guter Mix, der super funktioniert und mich definitiv bei Laune gehalten hat. Man ist als Zuschauer quasi erst Neugierig darüber was heute das Artefakt so ist, bleibt weil einem die Charaktere ans Herz wachsen und möchte dann unbedingt wissen was das große Böse im Hintergrund ist. Es hilft, dass sich weder die Charaktere noch die Serie insgesamt total bierernst nehmen. Es ist ernst und spannend (inkl. viel Action), wenn es sein muss aber es gibt auch die lockeren Momente, in denen rumgealbert wird (sowie komische Weihnachtsfolgen). Und auch wenn die fünfte Staffel nur sechs Folgen hat: Die Serie wird tatsächlich soweit abgeschlossen. Also keine Angst, dass es mal wieder so ein Geheimtipp ist, der mittendrin einfach aufhört.

Warehouse 13 (SyFy-Promobild)

Gestört hat mich persönlich an der Serie nur die Qualität der CG-Effekte. Ja, es ist eine TV-Serie und damit das Budget eher übersichtlich (vor allem wenn man wegen den Artefakten so viele Effekte braucht). Aber wenn schon ein digitales Objekt die zentrale Hauptrolle spielt (besagtes Lagerhaus), dann sollte man doch zumindest da ein paar Euro mehr investieren. Und auch sonst gab es so einige Szenen, die etwas komisch aussahen. Klar: Das ist nichts Kriegsentscheidendes und die meisten werden es nicht einmal so stark bemerken wie ich. Ein bisschen hat es meinen Genuss aber dann doch gestört. Gebe ich offen zu. Immerhin gab es als Ausgleich haufenweise Gastauftritte von bekannten Star Trek-Gesichtern (Brent Spiner, Jeri Ryan, Kate Mulgrew, Rene Auberjonois, etc.). Muss wohl einfach so sein bei SciFi-Serien :smile: .

Beim Christoph meint: Mir hat die Serie sehr, sehr gut gefallen. Entsprechend gibt es trotz mittelmäßiger Computergrafiken und der extremen Honda-Werbung in den letzten Staffeln (Claudia fährt einen Toyota Prius und man erfährt öfters, dass dieser Bing als Suchmaschine im OSD benutzt) die vollen 5 von 5 Sics. Ich hätte sehr gerne noch 2-3 Staffeln mit Myka, Claudia, Artie & Co. geschaut. Material hätte es auch noch genug gegeben, um es weiter spannend zu machen (das ist der Vorteil von Artefakten). Der Vergleich mit Akte X und Indiana Jones passt da wirklich sehr gut auch was den Mix aus Bierernst und Lustig angeht. Außerdem lernt man auch gleich noch ein wenig was über diverse reale Geschichte, Legenden und Mythen. Quasi auch noch lehrreich das Ganze :smile: .

Solltet ihr also mal zwischen Game of Thrones und den gefühlt 10.000 Marvel-Netflix-Serien mal 2.688 Minuten Zeit haben, dann schaut euch unbedingt mal Warehouse 13 an. Ich kann es wirklich nur empfehlen. Wer einen kostenlosen Einblick haben möchte, der kann sich Warehouse 13: Grand Designs anschauen. Das ist quasi eine von Toyota gesponserte Folge, die als Webserie veröffentlicht wurde, technisch gesehen wohl irgendwo in Staffel 4 angesiedelt ist aber abseits der enthaltenen Charaktere keine Spoiler enthält oder Auswirkungen auf die Hauptserie hat.

Vor der Messe, ist nach der Messe heißt es so schön. Vergangene Woche waren es sogar zwei: QuakeCon 2017 und gamescom 2017. Erstere hat allerdings nicht allzu viele Neuigkeiten gebracht. Quake Champions ist in die Early Access-Phase eingetreten (und uns Beta-Tester wieder auf „0“ zurückgesetzt worden) und das Komplettpaket (alle Champions von heute und in Zukunft enthalten) kostet 30 Euro, Brink (2011!) ist überraschend und ab sofort Free-2-Play (ich stehe immer noch zu meiner 9.0/10!), die Veröffentlichungstermine für Skyrim VR, Fallout VR und DOOM VR sind bekanntgegeben worden (könnt ihr selbst googeln) und das war es auch schon neben der ersten Quake Champions-Weltmeisterschaft natürlich.

Kommen wir also lieber gleich zur gamescom 2017, die zumindest ein paar Neuigkeiten zu bieten hatte. Waren zwar nicht ganz so viele wie bei der E3 2017. Aber die ist ja erst rund zwei Monate her. Wie immer gehen die Links hauptsächlich zu den neusten Trailern. Zwar gibt es zu den meisten Sachen auch schon die Möglichkeit sie bei Amazon vorzubestellen aber ihr sollt ja nicht vorbestellen :smile: .

Age of Empires 4 (PC) – Es gab noch nichts zu hören oder zu sehen (Age of Empires: Definitive Edition stand im Vordergrund). Aber Microsoft hat das Flehen der Fans endlich erhört (bzw. den Erfolg von Age of Empires II HD in seinen Kassen gespürt) und mit Relic Entertainment immerhin eines der aktuell wohl erfahrensten Echtzeit-Strategieentwicklerstudios (nach Creative Assembly) beauftragt. Die Chancen für eine fulminante Rückkehr der Serie stehen also tatsächlich ganz gut.

ANNO 1800 (Herstellerbild)

ANNO 1800 (PC) – Nein, ich habe immer noch keinen Teil der Reihe wirklich signifikant lange gespielt. Ihr wisst doch: Die Siedler for Life! Aber in meinem Herzen ist auch weiterhin Platz für die schicke Grafik, die immense Komplexität der Simulation und den hohen Anspruch der Konkurrentenreihe. Außerdem kommt ja mittlerweile eh alles von Blue Byte :smile: . Was mir nicht ganz so gefällt ist die Tatsache, dass die Entwickler anscheinend keine eigenen Ideen mehr haben (reine Unterstellung meinerseits) und (ähnlich wie bei Might & Magic X: Legacy oder Might & Magic: Heroes VII) die Community stark mit in die Entwicklung einbeziehen wollen. Das kann gut gehen, oder eben nicht. Mal schauen…

Aquanox: Deep Descent (PC) – Ich habe den Kickstarter damals (2015) nicht unterstützt und was jetzt erstmals zu sehen war, bestätigt mich in der Vermutung, dass hier eine typische Nordic Games-Gurke zu entstehen scheint. Also ein Titel mit zu wenig Budget, zu wenig Zeit und gleichzeitig zu hohen Ansprüchen. Der Trailer ist lahm (und nein, nicht nur weil es unter Wasser spielt), die Berichte der Journalisten erschreckend und die angekündigten Features teilweise totaler Blödsinn wie der „Hardcore-Modus“. Immerhin sieht es halbwegs schick aus. Aber ein würdiger Schleichfahrt-Nachfolger? Da bin ich weiterhin EXTREM skeptisch.

Assassin’s Creed Origins (Herstellerbild)

Assassin’s Creed: Origins (PC, PS4, XONE) – Okay, weder eine Neuankündigung noch gab es wirklich signifikant neue Informationen. Aber der Cinematic-Trailer ist (wie bei fast allen Assassin’s Creed-Titeln) wieder richtig gut gemacht. Okay, inhaltlich passiert recht wenig aber dank Leonard Cohens „You Want It Darker“ im Hintergrund (natürlich perfekt mit den Bildern verwoben) gefällt mir das Ding extrem gut. Unbedingt mal anschauen, egal ob euch das Spiel auch nur die Bohne interessiert.

Biomutant (PC, PS4, XONE) – THQ Nordic (ehemals Nordic Games) hatte dieses Mal echt viel zu zeigen, muss ich sagen. Darunter auch diese komplette Neuankündigung, die im Gegensatz zu Aquanox: Deep Descent tatsächlich einen interessanten Eindruck macht. Das liegt natürlich vor allem am Setting: So viele Spiele mit Kung-Fu-Waschbären gibt es jetzt nicht. Schon gar nicht welche, die im Laufe des Spiels noch mutieren (radioaktiver Waschbär quasi). Open-World-Action-RPG klingt wie immer etwas schwammig aber der Trailer und das erste Gameplay sehen nicht nur sehr bunt, sondern durchaus sehr spaßig aus (wenngleich eben wie ein typisches Open-World-Action-Adventure). Und die Idee, ähnlich wie in Bastion, einen Erzähler eure Schritte kommentieren zu lassen könnte auch cool werden. Dass bei Experiment 101 ehemalige Entwickler von Just Cause arbeiten, stimmt mich zusätzlich positiv. Und zumindest der Trailer macht den Eindruck, dass THQ Nordic hier das ganze Geld reingesteckt hat, das bei anderen Projekten zu fehlen scheint.

Gravel (Herstellerbild)

Gravel (PC, PS4, XONE) – Keine Neuankündigung aber mehr Infos und ein genauerer Blick auf das neuste Werk der italienischen (Motorrad)-Rennspielveteranen bei Milestone (Bleifuss, WRC, MotoGP). Technisch mag es nicht zu begeistern, aber spielerisch sieht das arcadige Gameplay wieder sehr gelungen aus und der Fokus weg von einem Open-World-Titel hin zu einem etwas fokussierteren Karrieremodus kann dem Titel auch nur guttun. Für Offroad-Fans wird es garantiert wieder ein Geheimtipp werden, da bin ich mir schon so gut wie sicher.

Jurassic World Evolution (PC, PS4, XONE) – Es ist noch so gut wie nichts über dieses Spiel bekannt. Aber ich sage euch schon jetzt warum es der absolute Knaller wird: Jurassic Park-IP, Dinosaurier, Freizeitparkwirtschaftsimulation, Frontier Developments als Entwickler. Noch Fragen? Nein? Na also. Pflichtkauf!

SpellForce 3 (Herstellerbild)

SpellForce 3 (PC) – Noch ein Titel von THQ Nordic, den ich die ganze Zeit mit Argwohn betrachtet habe zumal es mit Grimlore Games auch noch von einem internen Entwicklerstudio gebastelt wird. Dass die Releaseversion unzählige Bugs haben wird, ist auf jeden Fall gesetzt. Aber immerhin: Der Rest macht mittlerweile (der Release ist im Dezember) dann doch tatsächlich einen guten Eindruck. Grafisch sieht es sowieso sehr gut aus aber mir geht es vor allem um das spielerische, was die Serie überhaupt erst so einzigartig und interessant gemacht hat (der Mix aus Echtzeitstrategie und Rollenspiel). Da scheinen die Entwickler nichts anbrennen zu lassen und im Gegenteil die Komplexität noch weiter zu erhöhen (ob das gut ist, wird sich zeigen). Aber Herausfordernd waren die ersten beiden Teile ja auch schon (vor allem die Addons zu Teil 1). Wenn die Geschichte passt (es spielt vor Teil 1), die mich persönlich natürlich am meisten interessiert (habe sogar die Bücher gelesen) und der Soundtrack genauso reinhaut wie der von Teil 2, dann könnte da doch tatsächlich zumindest ein Geheimtipp draus werden.

Phantom Doctrine (PC) – Was ist besser als Rundentaktik mit Aliens in der Zukunft? Rundentaktik im Kalten Krieg in der Vergangenheit. Das meine ich ernst: XCOM ist schön und gut aber ein Grund, warum damals die erste Ankündigung eines neuen XCOM (ihr wisst schon, der Titel, aus dem dann das mittelmäßige The Bereau: XCOM Declassified wurde) so interessant klang, war das 50iger Jahre-Setting. Mit Phantom Doctrine fallen jetzt zwar die Aliens weg und es geht in die 80iger, aber wenn trotzdem das kultige Spiongefeeling (also weniger Geballere und mehr Schleichaction) rüberkommt, dann bin ich definitiv sehr interessiert an diesem Titel. Die ersten Gameplay-Szenen machen auf jeden Fall schon einmal einen guten Eindruck und gehen in die richtige Richtung.

Secret of Mana (Herstellerbild)

Secret of Mana (PC, IOS, PS4, PSV, Wii) – Ob sich die Fans immer noch darüber streiten, ob es nun „Mona oder „Mana“ ausgesprochen wird? Egal. Ich habe es, wie so oft mangels Hardware, bis heute nicht gespielt. Aber ich kenne glaube ich abseits von Final Fantasy VII kein Japano-Rollenspiel, dass so extrem in den Himmel gelobt wird. Ob es unbedingt ein 3D-Komplettremake hätte sein müssen, darüber kann man sicherlich streiten. Wenn ich sowieso alles neu baue, hätte man auch einen komplett neuen Teil machen können. Aber es sieht schick aus und spielerisch ist es vermutlich sowieso über jeden Zweifel erhaben – zumindest, wenn man Japano-Rollenspiele und ihre Eigenheiten mag. Ich glaube auf jeden Fall nicht, dass hier ein Rohrkrepierer rauskommen wird.

X4: Foundations (PC) – X: Rebirth war bekanntlich nicht so der Brüller. Ja, man könnte sogar sagen, er war der letzte Scheiß (selbst nach 100 Patches). Schlimmer noch als Teil 3, der immerhin ein paar Fans gewinnen konnte (inklusive mir). Ob es nun der offizielle 4. Teil richten kann? Ich bezweifle es tatsächlich. Warum? Weil die Entwickler schon wieder eine Eier legende Wollmilchsau angekündigt haben statt sich einfach mal auf das Wesentliche zu konzentrieren. Was bringt mir es, wenn ich alle Schiffe im Universum selbst fliegen kann, wenn es keinen Spaß macht? Was bringt mir ein dynamisches Universeum, in dem die KI sich selbstständig ausbreitet und weiterentwickelt, wenn dann doch alles gleich aussehen wird? Was hilft mir es, wenn das Wirtschaftssystem bis zur letzten Schraube simuliert wird aber aufgrund 100.000 Bugs am Ende doch nichts funktioniert? Was bringt mir die geilste Grafik, wenn es selbst auf einem High-End-Rechner ruckeln wird? Ihr seht: Ich habe jede Hoffnung darauf verloren, dass Egosoft in der Lage ist die X-Reihe wieder auf die rechte Bahn zu bringen. Ich lasse mich zwar wie immer gerne vom Gegenteil überzeugen aber ich rate absolut jedem, selbst dem absoluten Hardcorefan, davon ab einen Kauf diesen Titels vor den ersten Tests auch nur in Erwägung zu ziehen.

 

Damit soll es das auch schon wieder von mir zum Thema gamescom 2017 (und QuakeCon 2017) gewesen sein. Wie habt ihr die Messe erlebt? Irgendwelche Überraschungen oder zumindest Highlights oder alles alter, langweiliger Käse?

Alle 13 Vitamine

Insgesamt gibt es nach derzeitigem Stand 13 organische Verbindungen, die offiziell unter dem Trivialnamen (Gegenteil von wissenschaftlicher Name) „Vitamin“ bezeichnet werden und wissenschaftlich anerkannt sind. Es gibt zwar hier und da auch noch weitere Bezeichnungen wie Vitamin S, Vitamin H oder Vitamin I – aber die werden entweder fälschlicherweise für anderes Verbindungen (also keine Vitamine) genutzt, sind mittlerweile veraltet oder schlicht Marketingsprech, um euch einen Bären aufzubinden (z.B. Vitamin Q). Das interessiert uns also alles nicht weiter.

Von diesen 13 offiziellen Vitaminen sind vier Stück von der fettlöslichen und neun von der wasserlöslichen Variante. Sprich sie vermischen sich entweder nur in Wasser oder nur in Öl. Viel wichtiger ist allerdings, dass nur die fettlöslichen Vitamine (mit Ausnahme von Vitamin B12) vom Körper langfristig gespeichert werden können. Bei den wasserlöslichen wird das überflüssige Material einfach kurzfristig über den Urin wieder ausgeschieden. Diese Info ist auch insofern wichtig, als dass der Körper auch entsprechend Öl und Wasser zur Verarbeitung braucht. Es bringt also überhaupt nichts euren Salat trocken und fettfrei zu genießen, denn erst der Schuss Olivenöl sorgt dafür, dass Vitamin D, Vitamin A & Co. tatsächlich verarbeitet werden können.

Die Vitamine

Vor zwei Wochen haben wir über das Vitamin C (wasserlöslich) gesprochen. Vitamin D (fettlöslich) hatten wir sogar schon im letzten Jahr „abgearbeitet“, genauso wie das Vitamin K (fettlöslich). Fehlen nach Adam Riese noch zehn Stück mit denen wir uns beschäftigen wollen: Vitamin A (fettlöslich), Vitamin E (fettlöslich) und Vitamin B (acht Stück – alle wasserlöslich). Und nein, mir ist aktuell nicht wirklich klar, warum bei Vitamin B alle einzeln aber beispielweise Vitamin K nur einmal statt zweimal zur Gesamtsumme gerechnet werden. Vielleicht finden wir es noch heraus :smile: .

Heute nehmen wir uns mal das Vitamin A vor, Retinol. Wenn ihr Eltern oder Großeltern hattet, die sich zumindest etwas um eure Ernährung gekümmert haben, habt ihr sicher schon einmal gehört, dass Karotten gut für die Augen sind. Das ist tatsächlich richtig und liegt an den Beta-Carotinen, die in einer großen Auswahl von Gemüse zu finden sind.

Die Zufuhr

Was aber haben Beta-Carotine nun mit Vitamin A zu tun? Nun, Beta-Carotine werden auch als Provitamin A bezeichnet. Was jetzt schon wieder Provitamine sind, fragt ihr euch? So werden die Vorstufen zu Vitaminen bezeichnet. Mit Provitaminen kann euer Körper überhaupt nichts anfangen, sondern muss sie (in Kombination mit anderen Bauelementen) erst zum eigentlichen Vitamin verstoffwechseln. So wird aus den Beta-Carotinen in eurem Gemüse am Ende das Vitamin A. Die Faustregel ist 1mg Vitamin A entstehen aus 6mg Beta-Carotin.

Vitamin A (25.000 IU pro Kapsel)

Das bedeutet aber nicht, dass dies der einzige Weg für euren Körper ist an Vitamin A zu kommen. In tierischen Produkten ist es bereits als „fertiges“ Vitamin A enthalten, muss also nicht erst großartig umgewandelt werden. Aber das ist nicht unbedingt ein Vorteil, denn es heißt der Körper kann am Ende dann doch Beta-Carotine besser verarbeiten als fertiges Vitamin A. Außerdem bekommt ihr in Sachen Menge über Gemüse unterm Strich doch noch mehr Vitamin A heraus als über die meisten tierische Produkte. Karotten beispielsweise liefern im rohen Zustand 850mcg auf 100g während im Eigelb nur 380mcg auf 100g enthalten sind. In Hühnerfleisch sogar nur maximal 25mcg auf 100g.

Minimum und Extrem

Aber wie immer gibt es eine Ausnahme: Leber. In Rindsleber sind beispielweise 7.744 mcg Vitamin A auf 100g enthalten. Lebertran hat sogar 30.000mcg auf 100g – aber wer trinkt schon 100g Lebertran jeden Tag? Da ist Schweineleber mit bis zu 42.000mcg auf 100g schon wahrscheinlicher. Zu viel ist trotzdem nicht gut, denn wie oben erwähnt gehört Vitamin A zu den fettlöslichen Vitaminen und wird vom Körper gespeichert. Blöd nur, dass dieser nicht wirklich in der Lage ist den Überschuss wieder abzubauen und so eine Überdosis ist genauso wenig lustig wie ein Mangel. Entsprechend vorsichtig muss man hier unter Umständen beim Thema Nahrungsergänzungsmittel sein je nachdem wie man sich tagtäglich ernährt.

Die DGE empfiehlt 800 (weiblein) bis 1000 (männlein) Mikgrogramm an Vitamin A pro Tag. Sprich mit 200-300g Spinat jeden Tag hättet ihr zumindest den DGE-Bedarf bereits gedeckt. Wie immer ist es aber natürlich zum einen die Frage, wie gut man sich tatsächlich daranhält. Essen wir wirklich jeden Tag 100-150g Karotten? Leber mögen auch die wenigsten in großen Mengen (wenn überhaupt). Und zum anderen sind es wie immer nur die Minimum-Werte, die nur verhindern, dass es zu bestimmten Krankheiten kommt. Der tatsächliche Bedarf ist wie immer etwas höher. Wir nehmen zum Beispiel jeden Tag 25.000 IU (Vitamin-A-IU mal 0,3 ergibt Mikrogramm), also 7.500mcg weil bei uns der Bioscan einen Mangel aufgezeigt hatte. Wir werden mal schauen was der nächste Bioscan bringt und dann vermutlich auf 10.000 IU (3.000mcg) reduzieren. Die sind laut Wikipedia bereits in mehreren Studien als völlig ungefährlich eingestuft worden.

Auswirkungen

Eine Überdosierung (Hypervitaminose) findet entweder bei langfristiger Einnahme von mehr als 15-30.000mcg pro Tag statt (gibt unterschiedliche Ansichten) oder bei kurzfristiger Einnahme von satten 200.000mcg am Tag. Da muss man also schon so einiges in sich reinschaufeln, um das zu erreichen. Damit zu spaßen ist trotzdem nicht: Haarausfall, Juckreiz, Leberstörungen, beschleunigter Knochenabbau und noch ganz viele weitere Symptome können durch Vitamin-A-Hypervitaminose auftreten.

Lustigerweise kann eine Hypovitaminose, also ein Vitaminmangel, zu ähnlichen Symptomen plus noch ein paar mehr führen (Eisenmangel, verringerte Sehschärfe, Nierensteine, Austrocknung von Haus, Haaren, Nägeln und Augen, etc.). Aber ich denke es ist recht einfach zu erkennen ob ihr zu viel oder zu wenig Vitamin A zu euch nehmt :smile: .

Und wie man an den Symptomen sieht, wird Vitamin A in so einigen Bereichen eures Körpers gebraucht. Ganz vorne natürlich zur Produktion der Sehpigmente der Netzhaut. Aber auch bei der Bildung von Haut und Schleimhäuten sowie die dadurch folgende Stärkung des Immunsystems und bei der Knochenbildung und – heilung. Es fördert auch die Umsetzung des Eisens aus dem Blut ins Speichereisen. Ganz wichtig aber für uns Männer: Es wird zur Herstellung von Testosteron benötigt und hat starken Einfluss auf unsere Spermien. Aber auch Frauen könne bei einem Mangel Probleme mit Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten bekommen.

Fazit

Eine gesunde Katze

Bis zum Bioscan hatten wir uns mit Vitamin A nur am Rande beschäftigt und nehmen es auch erst circa vier Monate zusätzlich ein. Dabei ist auch in unserem Standardgemüse (Brokkoli und Blumenkohl) nicht ganz so viel darin enthalten. Entsprechend war es gar nicht so sehr verwunderlich, dass wir laut Bioscan einen Mangel hatten. Andererseits nehme ich die Warnung vor einer Hypervitaminose hier durchaus ernster als beispielsweise bei Vitamin D, denn zum einen ist die Marge niedriger (die 15mg hat man mit zwei Kapseln à 25.000 IU schon erreicht). Und zum anderen kann der Körper wirklich überhaupt nicht richtig damit umgehen, was vor allem die langfristigen Folgen schlimmer macht.

Man sollte hier also schon wissen was man tut. So ist es aber mit allem. Selbst an zu viel Wasser trinken kann man sterben. Auch für Katzen ist Vitamin A nicht ungefährlich. Diese können es noch schlechter Abbauen als Menschen. Einer Katze Leber als Leckerlies zu verkaufen sollte man lieber gar nicht tun. Da gibt es besseres Fleisch/Trockenfleisch für. Das Futter ist da meist schon ausreichend Substituiert bzw. Leber ist billig und daher im Futter gerne schon enthalten.

Bevor ihr also anfangt Vitamin A zu substituieren, solltet ihr erst einmal schauen ob ihr wirklich einen Mangel habt (lässt sich gegen Bezahlung [20-25 Euro] mittels Blutprobe feststellen) und erst anschließend entweder die Ernährung dahingehend anpassen oder ein passendes NEM (wie immer bitte auf die Zusatzstoffe achten!) nutzen, um den Mangel mittelfristig (nicht kurzfristig) zu beheben.

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