Sicarius

Woot?

Schon wieder ein Wochenende quasi rum? Wie die Zeit vergeht auch wenn man nichts arbeitet. Zum Glück HABE ich ja was gearbeitet. Und zwar habe ich mich mal wieder mit Azzkickr zusammengeschlossen und ein paar Veränderungen durchgeführt.

Gehen wir am besten vom Root aus vor: allgemoines/About ist rausgeflogen und wurde durch Privat ersetzt. Wenn jemand etwas wichtiges in Bezug auf BS.de geleistet hat, erwähn ich ihn in den Einträgen, da brauch ich keine Pseudoteamseite für. Im gleichen Atemzug ist allgemoines/WebCams geflogen. Keen hat sowieso schon lange kein neues Bild mehr online gestellt, deswegen hab ich seine Cam gekickt und mein aktuelles Bild sieht man nun direkt unter Privat.

Sowieso befinden sich alle Änderungen unter Privat. So wurde das Lager etwas überarbeitet (kleinere Thumbnails) aber die Fotos noch nicht aktualisiert. Das hat seinen Grund in der nächsten großen Änderung: die DVD-Liste wurde komplett neu aufgebaut (wieder Frontpage-Altlasten entfernt). Nur stimmt jetzt natürlich erst einmal mein Regal nicht mit dieser Sortierung überein. Aber kommt Zeit, kommt Rat.

Als letzte „Änderung“ gibt es eine neue Liste auf der Page: meine Spielesammlung. Wieder etwas mehr, womit ich endlich weltweit protzen kann :). Wird wohl auch zu höheren Google-Hits führen. Im Gegensatz zur DVD-Liste, ist die Spiele-Liste quasi noch Work-in-Progress. Wird sich auch so schnell nicht ändern.

Okay, das dürfte alles gewesen sein, denke ich. Also was lernen wir nun daraus? Lasst euch NIE mit Azzkickr ein…führt nur zu Arbeit!

Sicarius

Inländer im Ausland

Nachtzug fahren ist gar nicht so schlimm, wie man es sich gemeinhin vorstellen könnte. Klar, im Nachtzug in der Sitzabteilung zu sitzen ist nicht angenehm aber schon der Liegewagen ist vollkommen in Ordnung – zumindest wenn die bis zu fünf anderen im Abteil noch einigermaßen Anstand besitzen. Zumindest auf der Hinfahrt hatte ich in der Beziehung Glück und konnte einigermaßen gut pennen. Heute Nacht war das leider etwas anders. Ich hatte ein „Pärchen“ im Zimmer, wo der Herr schon mehr als nur leicht einen hinter der Binde hatte (Die Frage warum das Mädel gerade ihn als ihren Begleiter ausgesucht hat, gehört zu den letzten Mysterien der Menschheit). Dementsprechend war die Nacht eher durchdrungen von komischen Lauten und heftigem Geschnarche. Ich bemitleide aufrichtig jede Ehefrau, die das Ganzjährig mitmachen muss!

Warum ich überhaupt mit dem Nachtzug gefahren bin und wohin überhaupt? Das hatte ich zwar schon am 12.11.06 aber um den Eintrag hier ordentlich zu füllen, noch mal die Kurzfassung: Vorstellungsgespräch bei Blizzard Entertainment. Natürlich werde ich auch jetzt weiterhin meiner Philosophie treu bleiben und euch weder sagen auf welche Stelle ich mich überhaupt beworben hatte noch was ich dort vor Ort so erfahren habe. Was ich aber sicher verraten kann, ist das sie ihre Konferenzräume nach ihren Spielen benennen. Mein Interview fand z.B. in „The Lost Vikings“ statt. Dass diese Geheimnistuerei auch voll in Blizzards Interesse liegt, kann man vor allem daran sehen, dass man von außen keinerlei Hinweise auf Blizzard findet. Selbst wenn man sich zur schweren Sicherheitstür, die als Eingang fungiert, durchgekämpft hat, weiß man immer noch nicht ob man überhaupt richtig ist. Dies kann durchaus zu Verwirrung führen. Hier mal ne grobe Beschreibung:

Die Firma befindet sich in einem Gebäudekomplex. Geht man hinein, befindet man sich in einem Vorraum in dem nur Türen zu Aufzügen zu finden sind. Fährt man dann in das richtige Stockwerk, sieht man sich mit einem Raum konfrontiert in dem Links eine Hochsicherheitstür ist und Rechts eine Tür hoch zum Dach. Da mir solche Gänge auch von der Telekom bekannt sind, habe ich nach einmaligem probieren ob die Tür nicht auch so aufgeht, auch gleich die Klingel (mit eingebauter Kamera) entdeckt, die versteckt an der Seite hängt. Ein nachfolgender Bewerber scheint daran schon verzweifelt zu sein, hatte aber das Glück, dass gerade die Post kam. Dieses System zieht sich auch durch das ganze Gebäude. Schwarze Sicherheitstür folgt nach schwarzer Sicherheitstür. Total krank.

Der andere Bewerber war er ein netter Kerl. Da wir noch auf unsere Abholung warten mussten, haben wir uns ein bisschen unterhalten. Sogar zweisprachig. Er ist nämlich Niederländer gewesen und kann dadurch Englisch, Deutsch und Französisch. Da er aber sein Deutsch üben wollte (und ich viel zu wenig Französisch kann) und ein bisschen Praxis in Englisch mir auch immer gut tut, habe ich mit ihm eben Englisch geredet und er mit mir Deutsch. Vielleicht treff’ ich ihn ja wieder. In ~2 Wochen werd ich Bescheid gesagt bekommen obse mich wollen oder nicht. Aber selbst wennse mir einen Arbeitsvertrag anbieten, muss ich natürlich trotzdem den Schritt noch ausgiebig überlegen. Umso mehr, je näher die Möglichkeit rückt.

Klar, prinzipiell bin ich nicht dagegen abgeneigt, sonst hätte ich mich ja nicht beworben aber trotzdem muss dieser Schritt dennoch wohl überlegt sein. Erschwerend kommt ja noch dazu, dass ich ja schon ein Arbeitsverhältnis habe. Wäre ich Arbeitslos, würde mir die Entscheidung sicher einfacher fallen. Im Wartezimmer hing übrigens ein überlebensgroßes Bild der Dame aus StarCraft: Ghost. Saugeil. Aber ich glaub um das bei mir hier ins Zimmer zu hängen, müsste ich die Decke höher machen.

Gut, eigentlich wollte ich jetzt noch etwas auf Gothic 3 und die Sache mit den „Killerspielen“ eingehen aber da der Text bereits so lang ist, erzähl ich euch noch ein bisschen was über meine Eindrücke von Frankreich.

Dies war jetzt nicht mein erster Besuch in Paris aber beim ersten Mal war ich logischerweise noch von den vielen Sehenswürdigkeiten geblendet. Da ich diese aber damals alle abgeklappert hatte, konnte ich mich dieses Mal mehr auf die Stadt und die Vororte selbst konzentrieren. Dabei musste ich feststellen – es mag extrem klingen – das wir die Stadt im 2. Weltkrieg entweder nicht gut genug zugebombt haben oder beim Wiederaufbau einfach pfusch betrieben wurde. Eine Weltstadt stelle ich mir anders vor. Wer Frankfurt und seinen Hauptbahnhof (vor der Renovierung) kennt, weiß, dass solche Städte gerne abgesifft und eher weniger einladend daherkommen aber so schlimm wie Paris und Velizy-Villacoublay aussehen…

Allein der Gare de L’est ist so ein heruntergekommenes Loch, in dem es auch noch zieht wie Hechtsuppe (mehr noch als in jedem anderen Bahnhof). Absolut nicht geeignet für einen positiven Ersteindruck von Paris. Vielleicht wird das nächstes Jahr besser (Renovieren gerade) aber selbst außen rum ist es echt schlimm. Vor allem dem ganzen Metrosystem sieht man sein Alter an. Wer da mal in Offenbach mit der U-Bahn rumgedüst ist, kriegt fast klaustrophobische Zustände. Enge, ekelhaft weiß geflieste und lange Gänge. Züge, die ihre besten Jahre schon vor langer, langer Zeit gesehen haben und generell eine eher ausladende Ambiente. Apropos Ambiente. Da muss ich noch was zum Gare de L’est sagen: Wenn ich noch einmal diese komische Jingle höre, die vor jeder Ansage ertönt, DANN laufe ich mal Amok. Das ist schlimmer als Schnappi, Crazy Frog und wie sie alle heißen zusammen.

Velizy (~20min von Paris) ist auch nicht viel besser. Zwar ist die Stadt quasi schon als „Industrie-Stadt“ ausgeschildert aber dennoch wäre etwas weniger Beton und etwas mehr Glas sicher angebracht gewesen. Das einzige bunte, was ich dort finden konnte, war die McDonalds Filiale (direkt vor dem Blizzardgebäude :P ). Scheint auch sonst nicht viel los zu sein. Haben zwar massig Hotels, Pizzerien, Restaurants und ne Einkaufsmeile die zwei Straßenblöcke groß ist aber sonst ist da anscheinend ziemlich tote Hose. Aber für Firmen scheint der Standort wohl ideal zu sein. Alcatel, Sun Microsystems, die B. (ich kürze ab, weil ich den Namen vergessen habe :D ) Telecom uvm. haben dort riesige Grundstücke. Man könnte fast sagen, dass es dort quasi alles umgekehrt ist. Hier fahr ich ausm Dorf in die Stadt um zu arbeiten und dort fährt man aus der Stadt ins „Dorf“ um zu arbeiten.

Das schlägt sich auch entsprechend im Verkehr nieder. Sowohl die öffentlichen Verkehrsmittel als auch die Straßen an sich sind zu jeder Uhrzeit bis zum erbrechen voll. Die Franzosen scheinen hier aber auch wiederum keine Rücksicht zu kennen. Statt auf die nächste U-Bahn zu warten, die nur eine Minute später kommt, quetschen sich lieber alle in die rein, die gerade dasteht. Mit dem Bus ist es dasselbe. Da kann man nur noch den Vogel zeigen :).

Naja, soviel dazu. Jetzt muss ich mich hier erst einmal wieder auf den aktuellsten Stand bringen (einen Tag zu verpassen ist in der IT-Branche eine Ewigkeit!). Also bis denne.

Azzkickr

Azzkickrlie

Einleitung des Webmasters: Heute feiern wir eine Premiere auf Bagdadsoftware.de. Zum allerersten Mal, überlasse ich den Inhalt eines Eintrags einem „Fremden“. Ob sich das in Zukunft wiederholen wird? Keine Ahnung. Vor allem Jackie dürfte wohl auf diese Chance warten. Aber ob es mein Ego auf Dauer zulässt? Eher Unwahrscheinlich. Aber man soll ja niemals „nie“ sagen (schon gar nicht in der deutschen Fassung von Die Ritter der Kokosnuss). Nun lasse ich aber erst einmal Azzkickr zu Wort kommen (804 Wörter um Genau zu sein):

Der Spielzeit-Counter kommt bei knapp 70 Stunden zum Stillstand, das Outro läuft. Aber die Angabe ist verfälscht. Nicht mitgerechnet sind die unzähligen „Reloads“, die ich in den letzten Wochen durchführen musste. Insgesamt 144 angelegte Spielstände – allesamt mehrfach überschrieben – und realistische 150 Stunden Spielzeit. Das ist das Ergebnis dessen, womit ich die letzten Wochen verbracht habe und wofür ich selbst lebensnotwendige Dinge, wie z.B. Nahrungsmittelzunahme ausgelassen habe. In der Tat habe ich 2 Kilo abgenommen – ungewollt, dem Bann verfallen. Aber nicht nur durch die fesselnde Spielwelt, sondern auch durch mehrere Wutanfälle. Warum die Gothic 2 Gold Edition mit meinen Gefühlen Achterbahn gefahren ist und wieso es im Endeffekt das erste Spiel seit vielen, vielen Jahren ist, dass mich derartig gefesselt hat, soll im Folgenden erläutert werden.

Da wäre zum einen die Welt. Diese unbeschreibbare authentische Welt. Mit ihren dutzenden, eigenständigen und charakterstarken Bewohnern. Den abwechslungsreichen Landschaften und der unglaublichen spielerischen Freiheit. Hier ist die Welt nicht Mittel zum Zweck, sondern Hauptbestandteil des Spiels, worum sich alles dreht. Das „Skillen“ tritt in den Hintergrund, im Vorgrund steht es, Teil der Spielwelt zu werden, sich in sie einzuleben.

Zum Anderen die sehr gut designten Quests, die die Story stets gut vorantreiben und sehr gut mit den vorhandenen Charakteren verbunden sind. So gibt es zwar auch in Gothic 2 einfache „töte X Monster an Platz Y-Missionen“, da diese aber derartig gut mit den lieb gewonnenen Charakter verknüpft sind, erfüllt man sie gerne. Nicht primär wegen den zu ergatternden Erfahrungspunkten, sondern eher um den Personen und um der Welt einen Gefallen zu tun.

Aber auch das Skillsystem hat mich trotz, oder gerade wegen seiner Einfachheit überzeugt. Es ist sehr übersichtlich und man hat nie das schlechte Gewissen „falsch geskillt“ zu haben, wie zumindest ich es aus Diablo 2 kenne. Die eigentliche und sehr lobenswerte Eigenschaft von Gothic 2 ist aber, dass man diverse Fähigkeiten wie z.B. Diebstahl, Schlösser knacken, Alchemie, Schmieden lernen muss, um die Spielwelt in ihrem ganzem Umfang kennen zu lernen. (eine Tatsache, die auch mir einen bitteren Nachgeschmack verleiht, da ich es trotz 150 Spielstunden nicht geschafft habe ALLES zu entdecken).

Aber kommen wir nun zu den Schwachpunkten des Spiels. Und davon gibt es leider auch einige. Fangen wir bei dem schwerwiegendsten Problem an: der Steuerung. Diese ist – um es kurz zu sagen – an der Grenze zum Katastrophalen. Genauer gesagt: ungenau, träge, stur, Befehle ignorierend. Noch genauer: Waffenwechsel können nicht im seitlichen Laufen vollzogen werden, der Befehl dazu wird stellenweise gänzlich ignoriert, diagonales Laufen ist unmöglich, das Fokussieren der Gegner ist teilweise fatal (wenn eine 200 Meter entfernte harmlose Fleischwanze anvisiert, der direkt vor einem stehende Endgegner aber ignoriert wird), um Heiltränke zu sich zu nehmen muss man ins Inventar gehen – womit man unbeweglich und hilflos ist – und zu guter letzt müssen Animation häufig erst vollständig ausgeführt werden, bevor man eine weitere Aktion durchführen kann.

Während eben jene Steuerungsmacken häufig für einen Reload und meine Wutausbrüche waren (das erklärt die häufige Anzahl von Savegames), gab es aber auch Situationen in denen es gar nichts ausgemacht hat. Warum? Weil die KI der Gegner stellenweise auf das Niveau einer Einbauküche fällt. Sehr oft bleiben diese nämlich an Ecken und Kanten hängen und leiden unter einer katastrophalen Wegfindung. Paradebeispiel: Brücken. Genauer gesagt: die Brücke auf dem Felsen des Banditenlagers. Stillschweigend, lachend und mit Tränen in den Augen musste ich zusehen, wie acht Banditen rechts und links der Brücke den Abhang hinuntersprangen. Stillschweigend wegen der Faszination der Szene, lachend wegen der Lächerlichkeit der KI und weinend wegen der verlorenen Erfahrungspunkte. (mehrmaliges Nachladen brachte dasselbe Ergebnis. Und über die Brücke laufen und einen Kampf auf offenem Feld fordernd wäre mein sicherer Tod gewesen).

Aber es geht noch weiter. Nicht ganz so schwerwiegend, aber dennoch stimmungsbremsend verhält sich die Balance des Spiels. Während der Anfang äußerst schwer und Frust fördernd ist, gestaltet sich das Ende viel zu leicht. Wenn man vier der Fünf Drachen mit jeweils vier-fünf Schüssen erlegt und dabei nichtmal einen Schadenspunkt erleidet, ist definitiv etwas schiefgegangen. Generell bekommt man im Minental, sowie im Addon zu viele Erfahrungspunkte pro Gegner, was das eben angesprochene Problem zur Folge hat.
Ein weiteres und letztes Ärgernis der Balance: zu Beginn des Spiels sind die Laufwege viel zu lang. Da ist man schnell mehrere Minuten unterwegs, um sich eine Quest abzuholen, die einen wieder an das andere Ende der Welt schickt. Klarer Designpatzer. Nur am Rande seien hier die selten vorkommenden Abstürze erwähnt.

Nun gut. Trotzdem ist Gothic 2 Gold für mich ein erstklassiges, wundervolles Rollenspiel. Die einzigartige und äußerst authentische Welt lässt einen über die groben Patzer hinwegsehen und macht es – für mich – zum besten erhältlichen Rollenspiel. Innos sei Dank, dass mich Sicarius zum Spielen bewegt hat. Ich würde es bereuen, hätte ich diesen Meilenstein im Genre verpasst. Meine Hoffnungen auf einen Nachfolger, welcher die Schwächen ausmerzt scheinen allerdings (vorerst) auf Eis gelegt.

Abschließende Worte des Webmasters: Da ich mich bereits zu Genüge sowohl hier auf der Seite als auch in ICQ über sein Gemecker ausgelassen habe, lasse ich das jetzt einfach vorerst so stehen :). Noch einen schönen Sonntag!

Sicarius

Gedanken zum Freitag

Da mir nichts besseres einfällt momentan und Azzkickr einen Extra-Eintrag spendiert bekommt, setze ich heute die „Gedanken zum Wochentag„-Serie fort. Bevor wir uns allerdings dem Freitag widmen, möchte ich euch noch kurz etwas zeigen:

Ich hatte im allerersten Eintrag namens „Gedanken zum Mittwoch erwähnt, dass es eine DIN-Norm geben würde für die Wochentage. Die wenigsten werden mir das geglaubt haben aber nun habe ich endlich den Beweis gefunden -> hier klicken.

Genannt DIN1355, ist dort unter Punkt 1.3.2 genau die Reihenfolge und alles andere zur Kalenderwoche festgelegt. Woher genau dieser Scan stammt, ist mir nicht bekannt aber es scheint da mal ein Buch gegeben zu haben. Aber nun zurück zum Freitag.

Nach wem er genau benannt wurde, ist nicht völlig bekannt aber sich ist, dass er von einer germanischen Göttin abstammt. Zur Wahl stehen hier Freya und Frigga. Während letztere sich mit der Ehe und Mutterschaft beschäftigt, hat sich erstere die Liebe auf die Fahnen geschrieben. Freya ist allerdings aus mehreren Gründen wahrscheinlicher:

1. Das englische Friday.
2. Bei den Römern hieß der Tag „dies veneris“ oder Tag der Venus. Diese ist bekanntlich ja auch die Göttin der Liebe. Zusätzlich stammen davon die Namen der Franzosen (le vendredi), Italiener (il venerdě ) und Spanier (el viernes) ab.

Da der Freitag quasi schon Wochenende ist, gibt es für ihn auch einen entsprechenden Spruch:

„Freitag nach Eins macht jeder seins.“

Dieser weist schlicht und einfach darauf hin, dass man freitags nach 13:00 Uhr nicht erwarten darf, irgendwo noch einegeöffnete Behörde zu finden, weil die alle schon Feierabend gemacht haben (bei mir ist da normalerweise auch Schicht im Schacht). Dies scheint allerdings das einzig positive am Freitag zu sein, denn durch die Geschichte hindurch hat sich dieser Tag nicht gerade mit Ruhm bekleckert wenn man ihn auch teils unberechtigt missbraucht hat.

Vor allem im katholischen Glauben hat sich der Freitag als sehr Böse in den Köpfen der Menschen festgesetzt. Während im Islam der Freitag das ist, was bei den Christen der Sonntag darstellt, ist es für Christen ein Gedenktag an den Tod Jesu. Hier ist natürlich der Karfreitag der Haupttrauerfreitag. Außerdem sollen an einem Freitag Adam und Eva vom Apfelbaum genascht haben – wozu DAS führte, wissen wir ja.
Aber auch der Freitag, der 13. wurde hauptsächlich von den Christen verbrochen. Die 13 steht im christlichen Glauben nämlich für die 13 Jünger beim letzten Abendmahl. Die bringt deshalb Unglück, weil der 13. Jünger kein anderer als Judas Ischariot höchstpersönlich gewesen sein soll. Statistisch gesehen gibt es übrigens pro Jahr mindestens drei solcher Freitage. Es gibt aber auch noch einen Grund warum dieser Tag als Unglückstag bezeichnet wird. Schuld daran ist ein Franzose:

Am 13.10.1307 hat nämlich ein gewisser Philip IV., besser bekannt als König von Frankreich, gemeint er müsse mal wieder ein Massaker veranstalten. Er hat dazu in ganz Europa Tempelritter aufgegriffen und an diesem Freitag grausam abgeschlachtet.

Generell gilt allerdings, dass der Freitag regional unterschiedlich bewertet wird. Bis 1930 war im Norden z.B. der Freitag noch als Glückstag bekannt.

Zum Abschluss muss ich natürlich noch den berühmtesten Freitag der Geschichte erwähnen: den 25.10.1929 – Black Friday. Er steht sinnbildlich für den großen Börsenkrach als der Dow Jones tiefer als tief sank und den Beginn der Weltwirtschaftskrise besiegelte. Lustigerweise hat dieser Freitag damit eigentlich gar nichts zu tun. Im Gegenteil, denn an diesem Tag stieg der Dow Jones sogar wieder. Angefangen hat sowieso alles am 23.10.1929 mit einem Punktverlust von 20,66 Punkten aber erst der Black Monday und schlussendlich der Tragic Tuesday gaben dem Markt den Todesstoß mit einem Punktverlust von 38,33 am Montag und 30,57 am Dienstag, den 29.10.1929.

Aber obwohl dieser Freitag fälschlicherweise als Schwarzer Freitag bezeichnet wird, gab es tatsächlich Schwarze Freitage an denen an der Börse sehr viel Verlust gemacht wurde. Der allererste war angeblich am 24. September 1869 und betraf die Wall Street. Genauere Informationen sind mir nicht bekannt aber es sollen an diesem Tag wohl einige Goldspekulationen stattgefunden haben, die voll in die Hose gingen. Ein paar Jahre später traf es dann auch die Deutschen, denn am 9. Mai 1873 platzte die Spekulationsblase. Eine Spekulationsblase entsteht dann, wenn an einer Börse trotz bereits völlig überhöhter Preise eine Ware weiterhin eingekauft wird. Dies treibt den Preis in völlig surreale Höhen bis die Börsianer plötzlich sehen, dass die Ware gar nicht das Geld wert ist. Dann kauft keiner mehr die völlig überteuerten Sachen und der Kurs bricht dramatisch ein. Und auch am Freitag, den 13. Mai 1927 traf es uns, dieses Mal die Berliner Börse als plötzlich ein drastischer Kursverlust eintrat.

Soviel also zum Freitag. Tschüß!

Sicarius

Work Work Work

Seit Donnerstag nehme ich mir eigentlich schon jeden Tag vor, den Eintrag hier zu tipps0rn aber ihr wisst ja wie das ist, immer kommt irgendwas dazwischen. Deswegen geht es auch ohne weitere Umschweife weiter.

Okay, das war jetzt natürlich gelogen (was habt ihr den erwartet?) – eine Sache muss ich nämlich vorher doch noch berichten und zwar habe ich wieder von Blizzard gehört. Das letzte Mal war am 14.10., dass telefonische Vorstellungsgespräch. Nun haben sie mich zum persönlichen eingeladen. Ja, d.h. ich darf nach Frankreich runtertuckern. Vorher sollte ich aber dringend noch 3-4 Standard-Sätze mir einpauken damit ich auch die Fahrkarten kaufen kann, die ich da unten brauch (werde wohl, da die Hotels vor Ort alle ausgebucht sind, mit dem Nachtzug die Reise beginnen). Meine vier Jahre Schulfranzösisch sind ja schon etwas länger her…

Aber nun gut. Nachdem ich gestern wieder eine Ladung Games erhalten habe, habe ich mir gedacht mich heute mal einem Thema zu widmen, dass momentan aktueller ist als jedes andere:

Patches am Releasetag
(Leider ist dieser Artikel durch eine Unsachtsamkeit des Webmasters verloren gegangen und war auch im nicht mehr im Google-Cache zur Reaktivierung vorhanden :( .)

Gothic³ hat ja dafür gesorgt, dass dieses Thema extrem hochgepusht wurde aber dies lag wohl mehr am Hype weil die Taktik schon am Release Date einen Patch bereitzustellen, gibt es schon viel länger. Allein von den letzten Blockbustern gibt es etliche Titel die entweder schon am Releasetag einen Patch bekamen oder die in der Releaseversion quasi fast unspielbar waren. Ein paar Beispiele gefällig?

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