Vier Tage sind vergangen, Zeit für einen neuen Eintrag. Ich schaue mal kurz auf meine Themenliste *tut so als würde er in einer riesigen Access-Datenbank mit abertausenden von Einträgen rummachen*. Ah da haben wir doch was *legt die zwei W20 wieder zurück in die Schublade*.

Nachtrag: Beim Schreiben des eigentlichen Eintrags hat sich plötzlich ein anderes Thema in den Vordergrund gedrängt. Das hättet ihr zwar nie gemerkt aber ich bin da natürlich so ehrlich und Lüge euch nichts vor. Es geht also heute nicht um das ursprüngliche Thema (das ist wieder zurück auf die Liste gewandert), von dem ihr natürlich jetzt nichts wisst (könnt natürlich gerne spekulieren), sondern um ein Buch:

Und zwar möchte ich eine kurze, subjektive Rezession zu „Die Jäger des Wüstenplaneten“ bringen, denn ich hatte es, wie zu erwarten, schon ein paar Tage nach dem Erhalt durch. „Subjektiv“, weil ich mir Büchern gar nicht erst versuche anzumaßen Ahnung davon zu haben was „gut“ oder „schlecht“ ist. Das überlasse ich den FAZ-Kritikern.

Wie bereits erwähnt, ist meine Erinnerung an „Die Ordensburg des Wüstenplaneten“ eher schwach aber dafür sind mir noch viele Dinge aus den Legenden in Erinnerung. Überraschenderweise musste ich feststellen, dass dies fast die wichtigeren Erinnerungen waren. Wie erkläre ich dies aber nun ohne zu spoilern? Eigentlich habe ich mit dem Hinweis auf die Legenden eigentlich schon fast alles gespoilert. Mmmh. Sagen wir einfach, dass mit diesem Buch viele Puzzleteile sowohl aus der alten Serie als auch den neuen Büchern plötzlich sehr viel Sinn ergeben. Dies ist auch in meinen Augen die große Stärke des Buches, da wirklich unzählige offene Fragen beantwortet werden.

Da sich die Geschichte über zwei Bücher erstreckt, ist „Die Jäger des Wüstenplaneten“ logischerweise eine reine Vorbereitung auf den großen Showdown. Eine Sache, die viele auch schon bemängelt haben weil sich dadurch das Ganze mehr auf die Charakterentwicklung beschränkt. Ich bemängele dies allerdings nicht. Im Gegenteil finde ich sogar, dass die Geschichte viel zu schnell erzählt wird. Die Jahre vergehen eigentlich nur so im Buch. Da hätte ich mir noch ein wesentlich tieferes Eindringen gewünscht, da sehr viele Handlungsstränge parallel ablaufen und alle gleichermaßen wichtig sind, da sie eng mit einander zusammenhängen. Ich denke vor allem als Kenner der Legenden finde ich den Aufbau des Buches trotzdem sehr gut. Auf den über 685 Seiten wird zuerst nur vage über das geredet, was dann im nächsten Buch das entscheidende Thema sein wird. Es fallen Andeutungen, kleinere Hinweise und manchmal wird sogar mit dem kompletten Zaunpfahl gewunken aber dennoch ist man sich eigentlich nie so ganz sicher ob es das wirklich sein kann, was man vermutet. Wahrscheinlich hat man als jemand, der nur die Frank Herbert-Bücher gelesen hat, dieses Erlebnis nicht. Deshalb empfehle ich tatsächlich die anderen Brian Herbert-Bücher vorab zu lesen – oder man verschwindet einfach wieder hinter seinem „Die neuen Bücher ham mir alles versaut!“-Gejammer und ignoriert das Buch.

< Einschub > Hier stand in der Rohfassung noch ein Absatz über diese Gruppe von Leuten (also die, die ihrer Kindheit nachrennen, nicht die, die verständlich begründet die Sachen nicht mögen) aber ich habe mir gedacht, dass ich dieses Thema für einen gesonderten Eintrag aufhebe. Da kann ich meinen „Unmut“, den ich ja bereits öfters eingestreut habe, viel besser und ausführlicher (= flamen bis der Wald abgebrannt ist) wiedergeben :). < /Einschub >

Für mich persönlich war es auf jeden Fall ein geniales Gefühl als dann in den letzten paar Kapitel endlich die Auflösung kam. Als quasi plötzlich alles nicht nur einen sondern DEN Sinn ergab. Natürlich führt diese Auflösung nur zum großen Cliffhanger aber gerade dies lässt für mich die Wartezeit auf „Sandworms of Dune“ unerträglich erscheinen. Ihr wisst gar nicht wie schwer es für mich ist mich zurückzuhalten und alles herauszuposaunen. Daran sieht man wie genial ich die ganze Sache finde und wie sehr ich wirklich an der Geschichte des Universums hänge.

Stilistisch und so ist die Sache eben im typischen Brian Herbert/Kevin J. Anderson-Stil (mehr geprägt von letzterem als von ersterem). „Alteingesessene“ mögen ihn wohl nicht (sonst würden sie ja nicht den ganzen Tag rumjammern) und er ist auch definitiv anders als Frank Herberts (wäre meiner Meinung auch schlimm wenn nicht) aber mich persönlich stört das nicht. Es war, wie die anderen, sehr angenehm zu lesen, verständlich und gut aufgebaut. Ich verstehe natürlich was die Brian Herbert-Gegner bemängeln (wie die fehlenden, tiefsinnigen Philosophien, die vor allem „Die Ordensburg des Wüstenplaneten“ geprägt haben) aber am wichtigsten ist ja sowieso, wie immer, nur der persönliche Unterhaltungswert und der ist für mich auch bei den neuen, vielleicht „seichteren“, Büchern voll gegeben. Außerdem ist des einen Leid des anderen freut aber dazu dann wohl mehr im separaten Eintrag irgendwann, sonst kippt das hier doch auf das andere Thema um.

Abschließend denke ich, dass für alle die SciFi mögen und bislang noch nicht das Wüstenplanet-Universum angefasst haben oder nur vor langer Zeit mal ein oder zwei Bücher gelesen haben, es jetzt definitiv an der Zeit ist ganz von vorne anzufangen (also bei den Legenden). Bis man alle dreizehn Bücher durchhat, ist Buch 14 entweder schon erschienen oder kommt zumindest bald (die englische Fassung erscheint schon am 7. August 2007).

Soviel also heute dazu, denn ihr solltet euch ja heute auch nur wieder an viel mehr Input gewöhnen. Erschlagen werde ich euch dann wohl nächstes Mal!

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5 Kommentare

Jaja, wieder die ADS-Kranke Jugend die gar nicht weiß was sie mit einem Buch anfangen soll…es ist schon schlimm heutzutage. :)

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