Sicarius

It’s a Rant!

Was guggst du so? Was willst du den? Wie, es ist schon wieder genug Zeit verstrichen und ein neuer Eintrag muss her? Die Stammbesucher schaffen es doch nicht einmal en Kommentar zu verfassen momentan und dann kommst du daher und sagst mir, ich solle schon wieder einen neuen Eintrag veröffentlichen? Immer nur Stress. Ist echt schlimm mit euch Besuchern…

Über was soll ich den schreiben? Zum Zocken komm ich momentan doch eh nur eingeschränkt wegen den vielen anderen Sachen die mich im Reallife davon abhalten. Wenn der Grund wenigstens eine Freundin wäre aber ne – die einzigen Chicks mit denen ich mich beschäftige, haben Federn und legen Eier. Sind aber auf der anderen Seite relativ pflegeleicht und nach Beendigung der „Beziehung“ essbar.

Ich müsste vielleicht auch mal, wie bei Webcomics üblich, so Füller einbauen. So was wie:

„Ich musste heute ein Heilmittel für AIDS finden, eine Katze aus einem Baum retten und einer alten Dame über die Straße helfen – darum konnte ich keinen Eintrag verfassen!“

Würde mir aber wahrscheinlich eh keiner glauben. Wir sind hier schließlich aufm Land. Die alten Damen haben 20 Jahre Zeit um über die Straße zu gehen bevor ein Auto kommt, unsere Stubentiger fällen die Bäume um ans Vogelnest zu kommen anstatt hochzuklettern und gegen AIDS kann dir jeder Nachbar tonnenweise Rezepte für irgendwelche Hausmittelchen geben.

Ja, wir haben nicht so komische Probleme wie Städter oder zu-weit-von-der-nächsten Vermittlungsstelle-weg-wohner-und-deshalb-kein-DSL-Haber. Dafür haben wir so komische Halbstarke an der Bushaltestelle „abhängen“, dabei wissen die wahrscheinlich gar nicht, wie man korrekt Fleisch abhängen lässt. Einige haben mittlerweile sogar schon ein billiges Auto (Nein, mein Opel Corsa A gehörte nicht zu dieser Kategorie) und meinen sie wären jetzt die absoluten Kings mit ihren 500 Watt Lautsprechern, die bei voller Lautstärke die Karre auseinandernehmen. Und trotzdem, und das ist die Sache, die ich wohl auch in 40 Jahren nicht verstehen werde, finden sich immer noch Mädels, die sich „freiwillig“ dazugesellen. Aber gut, ich habe davon ja eh keine Ahnung und es ist auch ihr Leben. Da seit heute ja auch wieder die Schule losgeht, sind diese Hupen wahrscheinlich auch nicht mehr so oft dort anzutreffen. Ich behaupte jetzt nicht, dass ich zur Elite der Gesellschaft gehöre aber ich hoffe doch inständig, dass ich zumindest ein bisschen über diesen Typen stehe.

Ob die Zugehörigkeit zur „Elite“ überhaupt so toll ist, wage ich zu bezweifeln. Da muss man wahrscheinlich viel zuviel auf jede Nebensächlichkeit achten. Da bin ich doch froh, dass ich mir auch mal die unteren Regionen in der Öffentlichkeit zurechtrücken kann, ohne mich dafür schämen zu müssen.

Hey! Wer hat da eben „Kein Wunder, dass du kein Mädel hast!“ gerufen? Ich hab’s genau gehört! Ruhe im Kuhstall, die Kuh hat Durchfall!

Man muss (oder kann – für alle diejenigen, die sich zu nichts zwingen lassen wollen) immer stolz auf seine Herkunft sein! Wer sich dafür schämt und sich womöglich für Andere noch verstellt, ist ein total armes Schwein! Schon allein der eigene Dialekt, den sich viele absichtlich abgewöhnen, ist ein wahres Geschenk. Und ich rede hier von einem richtigen Dialekt wie Bayrisch oder Schwäbisch und nicht von gruppenspezifischen Gelaber wie 1337 oder Ghettogerappe. Klar schäme ich mich ein klein wenig dafür, dass unser lokaler Dialekt zuviel von den doofen Hessen beeinflusst wurde aber mein Stolz darauf diese Sprache zu beherrschen, hebt das dann doch wieder auf. Ich finde es auch toll, dass ich in der Lage bin die meisten anderen Dialekte zu verstehen. Ich bemitleide die Personen, die sich Filme wie „Wer früher stirbt, ist länger tot“ (Ja Jackie, du hast mir den empfohlen. Darfst dir ruhig auf die Schulter klopfen und dich dreimal im Kreis drehen) auf Hochdeutsch schauen müssen. Da geht in meinen Augen noch viel mehr Atmosphäre verloren als bei der Synchronisation einer amerikanischen Produktion ins Deutsche. Das ist als würde eine britische Produktion ins amerikanische übersetzt. Aber bevor mir hier wieder jemand elitäre Ansichten vorwirft: Lieber Hochdeutsch reden als Österreicher sein oder so!

So, da habt ihr euren Eintrag. Kessy ist der Meinung, dass er lang und gut genug ist – zumindest liegt sie schon wieder faul auf meinem Sessel rum und schläft. Hofft, dass mir für den nächsten Eintrag wieder ein sinnvolles Thema einfällt!

Stimme aus dem Off: „Wird der Webmaster irgendwann wieder aus seinem Drogentrip erwachen? Wird die arme Kuh keinen Durchfall mehr haben? Werden Tante Emmas Hausmittelchen dabei helfen? Wird Oma Inge die Straße überquert haben, bevor in 19 Jahren der LKW vorbeifährt? All das und mehr garantiert nicht im nächsten Eintrag! Schalten sie also auch das nächste Mal wieder ein, wenn es heißt: „Die wirren Gedanken des Webmasters oder Drogenkonsum – die Muse des modernen Schreiberling!“

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16 Kommentare

huiiiii ein no-brainer *__*
zufällig hast du ganz am Ende einen Zeichenfehler, der aussieht wie ein smiley-chan „.“ < ^_^> lalelulelolelulelooooo

Ich liebe Bauerndörfer ! Umso mehr hasse ich es aber, wenn auch in diesen so idyllischen Landschaften unsere verrottete, anti-autoritär erzogene Kackjugend Einzug hält. (ich hoff mal, dass das durch den Spamfilter kommt :) )

Und ich liebe Dialekte. Und deswegen mag ich auch die Leute nicht, die ihn sich abgewöhnen. Muss also in beiden Punkten dem Webmaster zustimmen.

„Man muss immer Stolz auf seine Herkunft sein“ -> jawohl. Besser aber noch „man KANN“. Sonst hört es sich nach Zwang an :)

Nur das mit den Österreichern teile ich net. I mog die Schluchtekacker :)

Ich muss dir da wie immer widersprechen ;)
Meine Herkunft ist nichts auf das Ich stolz sein kann. Ich hab es in keinster Weise beeinflusst und es war wohl mehr oder weniger „Zufall“ wo ich geboren wurde.
Ich bin stolz auf Dinge die ich vollbracht hab. Ich bin stolz auf meine Ideal, auf die Weise wie ich die Welt sehe. Aber ich bin bestimmt nicht stolz auf meine Heimat.
Das selbe mit dem Dialekt. Der Dialekt ist ein erkennungsmerkmal einer lokal begrenzten Gruppe. Er verdeutlicht Zusammengehörigkeit. Aber wenn ich auf Leute treffen, die den Dialekt nicht teilen sollte ich mich anpassen um mit ihnen besser Kommunizieren zu können. Es gehört für mich zur Bildung dazu sowohl den Dialekt als auch ein mehr oder weniger reines Hochdeutsch sprechen zu können. Denn wo ein Dialekt bei Gleichgesinnten Zusammengehörigkeit symbolisiert passiert das Gegenteil in einer heterogenen Gruppe.

Und dann noch zu den Halbstarken an der Bushaltestelle: Mit denen wurde bestimmt alles gemacht aber ganz sicher wurden sie nicht anti-autoritär erzogen! Ich halte von aa-Erziehung auch nichts, aber dies Ghetto-Kinder sind eher Produkt einer vernachlässigten Erziehung, die nur aus rumgeschreie besteht. Aa-Erziehung ist schon lange so gut wie tot.

naja, falsch verstandene antiautoritäre erziehung könnt man wohl sagen. bei manchen zumindest.

ich find dialekte auch toll. und klar sollte man sich auch als schluchtenkacker mit ’nem muschelschubser verständigen können – aber „reines hochdeutsch“ ist da doch gar nicht notwendig.
ich hab mir mein fränkisch ja auch mehr oder weniger abgewöhnt, ganz automatisch. das kommt zwar auch automatisch wieder, wenn ich daheim bin und die leute mit mir auch fränkisch reden – aber wenn man so die ganze zeit unter schwaben, norddeutschen, hessen und sonstigem gesocks ist, übernimmt man dann doch irgendwann das allgemeine halb-geschwäbel.. das frrrränkische rrrrollende rrrrr werd ich wohl allerdings nie los. ich kann gar kein normales deutsches r. ist aber eigentlich gut für die meisten fremdsprachen, außer französisch :)
stolz bin ich jetzt auch net direkt auf meinen dialekt, aber ich mag ihn. auch wenn gewisse leute sich gelegentlich mal kaputtlachen..

ich mag „richtiges“ bayerisch gern (und übrigens haben wir wer früher stirbt ist länger tot neulich auch geguckt, ohne untertitel – es waren dabei 1 schwabe, 1 badener, 1 münsterländer und meine wenigkeit – und ich musste nur gaaanz selten mal was übersetzen. unser berchtesgadener fast-ösi hat anscheinend schon einiges bewirkt mit seinem dialekt, der in den letzten jahren schon sehr viel weniger geworden ist, den er aber wohl auch nie ganz wegkriegen wird, selbst wenn er’s versucht), die meisten österreichischen dialekte, und berlinerisch besonders gern.. fränkisch natürlich auch :) nur sächsich und sowas find ich recht schrecklich, aber zumindest noch lustig..
und mit meinen pseudo-hessisch-kenntnissen aus’m kahlgrund konnt ich auch schon einige male glänzen, als ich z.b. wusste, was mein hessischer kumpel mit ’ner „koldern“ (wie auch immer man das schreibt..) meint, und für was das autokennzeichen HU steht, und sowas.

außerdem heißt das, ruhe im kuhstall, der ochs hat durchfall. jawohl!

@ Ron

also ich weiss natürlich nicht, ob GENAU DIE jugendlichen in gunzenbach an der haltestelle anti-autoritär erzogen wurden, aber ich bin mir absolut sicher, dass dieser (fürchterliche) Art der (Nicht-)Erziehung noch heute, bzw. gerade (?) heute existiert.

Ich habe es schon allzu oft miterlebt, dass Jugendliche und sogar auch Kinder beleidigend oder gar leicht gewaltätig gegenüber ihren eigenen Eltern werden und die haben nix besseres zu tun, als das genervt zu ignorieren bzw. mit einem unwirksamen „hör auf damit“ abzutun.

Meine Mutter sitzt im Supermarkt an der Kasse… es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht solche Szenen passieren…

Und ich kann mir sehr wohl vorstellen, dass diese Kinder bzw. Jugendlichen dann genau diejenigen sind, die auch außerhalb ihrer vier Wände aggressiv sind. Ganz einfach weil ihnen nie die Grenzen aufgezeigt wurden.

Zu der Sache mit dem Stolz will ich jetz nichts mehr sagen. Wir haben da eben komplett unterschiedliche Meinungen. Ich finde, man kann sehr wohl stolz auf die Herkunft sein. Nicht im Sinne von „ich bin besser, weil ich aus XY komme“, sondern einfach in dem Sinne über gewisse kulturelle Eigenheiten zu verfügen, die die Welt so interessant machen. Deswegen bin ich auch stark dafür, diese Eigenheiten zu schützen und zu pflegen (siehe Dialekt)

Gut, ich muss zur Abwechselung mal Hundert von Hundert möglichen Punkten an Rondrer vergeben, weil ich absolut seiner Meinung bin.

Herkunft -> zufällig
Dialekt -> Sprachbarriere

Bei dem Film hat es mich zwar nicht wirklich gestört, wie die Menschen reden, da die Atmosphäre sicherlich ohne Dialekt gelitten hätte. Dennoch Tod den Mundarten und Dialekten *G*

tod den dialekten? niiiiiix!

dann könnt ich mich überhaupt nicht mehr über so lustige sachen wie schwäbische schimpfwörter amüsieren. z.b. ist die steigerung von volldackel – na was wohl? – ja richtig, der halbdackel. und nochmal ne stufe härter ist dann der grasdackel.

von so sachen wie der butter, das tunnél usw. mal ganz zu schweigen. und wer von euch kann „’s bräschtlingsgsälz is babele“ ins hochdeutsche übersetzen?

ich finds einfach nur cool :)
wenn wir die dialekte abschaffen, können wir auch gleich alle anfangen, nur noch englisch oder esperanto oder chinesisch zu reden. aber das wär doch langweilig, oder?

Keine Ahnung was es heißt. Im FiSi ist vor ein paar Tagen auch ein Streit über das Thema ausgebrochen und einer meinte dabei Dialekte wären „Prollig“.

Kurz etwas Werbung: Die Endphase der Wahl nähert sich! Morgen Abend, spätestens aber am Sonntag werden die Lokale geschlossen! Letzte Chance um Jakill auf den ersten Platz zu hieven oder soll doch lieber Jar Jar Binks das Zepter von Herrn Stoiber übernehmen?

ich hätte nichts gegen eine gemeingültige Weltsprache, die fast jeder versteht und spricht. Da würde ich es sogar auf mich nehmen und chinesisch lernen ;)

hm.. prollig find ich allenfalls ruhrpötterisch :)

chinesisch- nee danke. wenn ich mal drüber nachdenk, wie oft ich die namen von meinen mitbewohnern nachbabbeln musste, bis die mal halbwegs mit der aussprache zufrieden waren..
manche suchen sich sogar ’nen amerikanischen/europäischen rufnamen aus, weil ihre namen sonst so arg verhunzt werden..

übrigens.. ich fand wer früher stirbt ist länger tot voll toll.

däden sie evenduell mit mir vögeln? — also ned, gell?
mal gucken ob der spamfilter mich jetzt filtert..

und was ich auch noch sagen bzw. singen wollt:
und immer deine freunde, ihr nehmt doch alle drogen..
schon das neue ärzte-lied gehört bzw. video geguckt? bademeister dot com, ab 22 uhr auch in der unzensierten version :)

erstmal das Woertchen „babbeln“ -> hilfe
zweites :wie kann man sich nur so mit Sprache „auseinandergesetzt“ haben und dann gleichzeitig so festgefahren sein, dass man meint jedes Stueck Fingernageldreck, sei teil der Kultur und muss daher als Kulturgut bewaht werden? /doh
und zuletzt: aerzte -> hilfe

verdammt, „babbeln“ mag ich ja eigentlich auch nicht. ich häng zuviel mit meinem hessischen kumpel rum – dabei spricht der eigentlich recht hochdeutsch.

wieso jetzt eigentlich festgefahren?

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