Sicarius

Lahmes Geblubber

Und da ist auch der Oktober schon wieder so gut wie rum. Leider ohne, dass ich es geschafft hätte die 12. Einsendeaufgabe (Einen Radiobericht verfassen) meines Studiums zu erledigen. Aber ich habe ja noch Zeit. Drei Aufgaben sind es insgesamt noch und bis 13.02.09 muss ich mein Studium sowieso noch bezahlen. Im Spieleherbst müssen eben Prioritäten gesetzt werden und in weniger als vier Wochen ist der für dieses Jahr auch schon wieder rum (Grand Theft Auto IV und Left 4 Dead am 21.11. [falls sich GTAIV nicht doch tatsächlich nach hinten verschiebt] – danach kommen nur noch Spätläufer wie Velvet Assassin am 26.11. oder Prince of Persia am 03.12.). Da kann ich dann auch langsam anfangen mir Gedanken über die diesjährige Verleihung der Bagdadsoftware NOCAs zu machen. Und nein, Fallout 3 wird garantiert nicht mein Rollenspiel des Jahres.

Es wird zwar bereits wieder von allen Medien in den höchsten Himmel gelobt, aber The Elder Scrolls IV: Oblivion wurde dies auch. Die Vergangenheit hat jedoch gezeigt, dass Bethesda einfach nicht in der Lage ist ein Rollenspiel mit wirklicher Seele auf den Markt zu bringen. Schon The Elder Scolls: Daggerfall (1996) war nicht mehr als ein Grafikblender bei dem auf der Rückseite der Packung nur mit Größenangaben geworben wurde. „Komplett in Deutsch (über 250.000 Wörter), „Spezial Effekte wie Light Sourcing“, „Mehr als 80.000qm²“, „5.000 Städte und Orte“ und so weiter und so fort war dort zu lesen, ohne das spielerisch wirklich viel dahinter steckte.

Damals wie heute hatten die Titel natürlich hier und da ihre Lichtblicke (in The Elder Scrolls IV: Oblivion zum Beispiel die Quest für die man in ein Gemälde steigt), aber dennoch scheint bei den Amerikanerin weiterhin noch nicht so ganz durchgedrungen sein, dass Größe und der damit nötige Automatismus beim Erzeugen der Welt, eben nicht immer alles ist.

Zum Glück gab es damals Das Schwarze Auge 3: Schatten über Riva und gibt es heute Gothic 3: Götterdämmerung (19.11.), Neverwinter Nights 2: Storm of Zehir (20.11.) und Two Worlds: The Temptation (05.12.) – eben Konkurrenten die vermutlich nicht einmal ansatzweise so viele Schachteln verkaufen werden wie Bethesdas Monster, aber inhaltlich und spielerisch mit höchster Sicherheit einfach besser sein werden.

Natürlich werde auch ich in Fallout 3 sicher viele Stunden verbringen. Auch wenn es angesichts der vorherigen Absätze verwundern mag, waren es bei The Elder Scrolls IV: Oblivion 65 Spielstunden (netto) bis ich absolut keine Lust mehr hatte und mir die ewig gleichen Level und Aufgaben mir am Ende auf den Keks gingen. Bis dahin war die Welt groß genug um mich über die laschen Quests und flachen Charaktere hinwegzutrösten. Ind ich halte die Collector’s Edition von Fallout 3 auch seit gestern in den Händen, aber meine Erwartungshaltung ist eben nicht wirklich hoch und lässt sich unter dem Begriff „Oblivion mit Waffen“ zusammenfassen – obwohl ich nicht einmal ein Fallout-Fanboy bin. Ich gebe hiermit nämlich offen zu, dass ich bis heute weder Teil 1, Teil 2 noch das Spinoff (Fallout Tactics) wirklich intensiv, geschweige den durchgespielt habe. Im Schrank stehen habe ich aber natürlich alle drei.

Am Montag gibt es dann wahrscheinlich die erste umfangreiche, fundierte und vielleicht positivere Meinung von mir in Bezug auf Fallout 3. Bislang (ungefähr ne Stunde bereits an der Oberfläche – siehe auch meine GamerCard) kann ich auf jeden Fall folgende Dinge mit Sicherheit sagen:

1. Die Verpackung der Collector’s Edition in Form einer Brotbox ist durchaus cool.
2. Das Artbook scheint halbwegs brauchbar zu sein.
3. Fallout 3 ist seit der Veröffentlichung von FlatOut: Ultimate Carnage im Juli endlich mal wieder ein Spiel mit Windows LIVE-Unterstützung (= Achievements).
4. Der Vault Boy Bobblehead (ein Art Wackeldackel in Form des ikonischen Charakters) ist schon irgendwie lustig.
5. Grafisch gibt es an Fallout 3 absolut nichts auszusetzen. Was ich bislang gesehen habe ist technologisch auf dem neusten Stand mit hoch aufgelösten Texturen, feinen Animationen und trotz post-apokalyptischer Welt definitiv mehr Farbe als im kackbraunen Far Cry 2
6. …aber vieles sieht wieder zu sehr nach Plastik aus…
7. …außerdem sieht man der Aussenwelt auch gleich wieder an, dass sie größtenteils von einem Algorithmus generiert wurde. Bislang allerdings doch ansprechender als die grünen Wiesen von The Elder Scrolls IV: Oblivion.
8. Der Anfang ist wirklich gut gemacht in Sachen Atmosphäre, Tutorial und voll integrierter Charaktererstellung mit den verschiedenen Stationen bis man 20 Jahre alt wird.
9. Das V.A.T.S.-System, bei dem das Spiel pausiert und einzelne Körperteile anvisiert werden können, ist auf dem PC definitiv vollkommen sinnlos. In der Zeit, in der ich reinzuzoome, das gewünschte Körperteil auswähle und dann Bestätigen drücke, habe ich buchstäblich 20 Gegner mit einem Headshot ins Jenseits befördert. Hoffentlich wird es bei schwereren Gegnern dann doch nützlicher…
10. 50 Achievements für die man nicht auf andere angewiesen ist!
11. Es ist bislang The Elder Scrolls IV: Oblivion mit Waffen. Wer die Szene erlebt, in der man aus dem Vault flieht und The Elder Scrolls IV: Oblivion gespielt hat, wird ein wahnsinnig intensives Deja Vú erleben. Gerade so als wäre der exakt gleiche Levelabschnitt wiederverwertet worden.
12. Wieder ein Ladebildschirm vor jedem Betreten eines Hauses…

Und da damit für heute alles gesagt ist, beende ich hiermit einfach den heutigen Eintrag mitten im

Sicarius

Podcast Folge Nr. 5

Wie versprochen gibt es heute die neuste Folge des Podcasts. Ungeplant wieder die üblichen 15 Minuten lang, erzähl ich ein wenig über Far Cry 2, die Microsoft Sidewinder X6, MotoGP 08 und gebe am Ende auch noch zwei Warnung aus (zu welchen Spielen verrate ich hier nicht :P ).

Produziert habe ich die Folge dieses Mal mit Adobe Soundbooth CS4, schließlich will ich auch die Programme nutzen, die ich für teures Geld gekauft habe. Und ich muss auch sagen, dass es im Vergleich zu Audacity schon wesentlich schöner zum Arbeiten ist und auch bessere Möglichkeiten der Bearbeitung bietet – auch wenn das Ergebnis wieder zu leise geworden ist und ich die Lautstärke nach oben drehen musste, was wiederum zu unschönen Geräuschen geführt hat. Das muss echt noch besser werden irgendwie… Aber nun die kompakten Daten:

Zu Wort kommt: Sicarius

Technische Daten: 14:58min lang; 96kbit Qualität; 10,29MB groß; Aufnahme und Editierung mit Adobe Soundbooth CS4

Musikcredits nach Reihenfolge:
Brian Conrad, Sue Kasper, Justin McCormick – SimCity 2000 – Track 47 (Komplett)
Brian Conrad, Sue Kasper, Justin McCormick – SimCity 2000 – Track 31 (Auszug)
Alexander Brandon – Deus Ex – DuClare Chateau (Auszug)

Die nächste Folge gibt es dann in gut einem Monat (sprich Ende November). Und da die Produktion dieser Folge ewig viel Zeit verschlungen hat, gebe ich ab bis Donnerstag!

Sicarius

Zock-O-Rama

Heute erscheint also Far Cry 2. Meine Kopie habe ich auch schon seit gestern, aber dazu gibt es dann mit hoher Wahrscheinlichkeit am Montag in der sechsten Folge des Bagdadsoftware Podcasts erste Eindrücke.

Am Dienstag ist hingegen das Paket mit der Adobe Creative Suite 4 Master Collection angekommen – das erste und wohl einzige Mal, dass ich meinen Studentenausweis für etwas Sinnvolles gebrauchen konnte. War zwar immer noch mehr als dreimal so teuer als eine Originalversion von Windows Vista, aber immer noch ein sehr großes Stück billiger als der normale Preis. Es ist aber schon krank, was professionelle Anwendungssoftware kostet. Da darf man sich schon fast nicht mehr über die Preise von Vollpreisspiele aufregen – aber nur fast.

Macht auf jeden Fall bereits einen guten Eindruck was sich so in den einzelnen Anwendungen getan hat. Vor allem beeindruckt mich, nachdem ich mir ein Einführungsvideos angeschaut habe, wie sehr doch die einzelnen Anwendungen miteinander verzahnt sind und nahtlos miteinander kommunizieren. Als würde man mit nur einem Programm arbeiten. Von dieser fließenden Interkonnektivität ist ein Microsoft Office noch sehr weit entfernt.

Aber da ich kein professioneller Grafiker bin, interessieren euch ja nur die Endergebnisse in Form von Signaturen und anderen Bildern. Mal schauen, was ich da in nächster Zeit vollbringen kann. In den Videos zu Photoshop waren schon einige nette Spielereien erklärt, die vielleicht zu einer qualitativ hochwertigen Umsetzung beitragen können. Versprechen tue ich aber natürlich wie immer nichts ;). Jetzt aber noch jeweils einen kurzen Angespieltbericht zu den drei neuen Titeln, die ich schon am Montag erwähnt hatte:

Brothers in Arms: Hell's HighwayNr. 57: Brothers in Arms: Hell’s Highway (Screenshots) – Die beiden vorherigen Brothers in Arms-Teile hatten, aus meiner Sicht, ein dickes Problem: Man musste bei jeder Gegnergruppe das gleiche Flankiermanöver ausführen um sie auszulöschen. Selbst wenn das komplette Gesicht aus der Deckung herausgeschaut hat, war der Gegenüber quasi unverwundbar. Das ist im dritten Teil der Serie, der die Geschichte um Matthew Baker und die 101st Airborne Division weitererzählt, endlich anders.

Kein Shooter!
Nun trifft man als Spieler auch alles, worauf man über Kimme und Korn zielt (Fadenkreuz wieder optional zuschaltbar). Das nimmt für den ein oder anderen vielleicht etwas Taktik aus dem Spiel, macht es aber gleichzeitig auch etwas schneller und ein wenig einsteigerfreundlicher. Auch das alte Lebenspunktesystem, bei dem man im gesamten Level nur eine bestimmte Anzahl an Treffer einstecken durfte, wurde ersetzt durch das mittlerweile übliche System der automatischen Regeneration. Aber ein reiner Shooter ist es dennoch weiterhin nicht. Deckung, Deckung, Deckung und den richtigen Zeitpunkt zum herausschauen und zielen wählen, sind immer noch integrale Bestandteile des Gameplays.

Das gilt jedoch nur für den eigenen Charakter. Wenn ein Gruppenmitglied stirbt oder gar ein ganzes Feuerteam ausgelöscht wird, ist das nun vollkommen egal. Deren Trefferquote ist immer noch ziemlich im Keller, Auswirkungen auf die Geschichte hat deren Tod nicht und nach einem Neustart oder im nächsten Level, stehen alle wieder munter beisammen. In den ersten beiden Teilen wurde man zumindest in der Statistik am Ende bestraft aber selbst das gibt es nun nicht mehr.

Spiel im Film
Das stört besonders, weil das ganze Spiel dieses Mal quasi eine einzige Zwischensequenz ist. Fast an jedem Checkpoint (Freies Speichern wieder nicht möglich) wird einem die Kontrolle genommen und die spannende Geschichte in sehr gut gemachten Sequenzen mit glaubwürdigen Charakteren und Schicksalen fortgeführt. Das ist natürlich auch ein Problem, denn nicht nur setzt die Geschichte massiv auf den Geschehnissen aus Brother in Arms: Road to Hill 30 und Brother in Arms: Earned in Blood auf, es ist auch nicht jedermanns Sache dauernd wieder aus dem Spiel gerissen zu werden.

Wer aber Metal Gear Solid mochte oder generell auf Spiele mit dicker Atmosphäre steht, der macht mit Brothers in Arms: Hell’s Highway nichts verkehrt. Wer aber einen wirklichen Taktikshooter sucht, der wird dieses Mal vermutlich stark enttäuscht sein.

LEGO Batman: Das VideospielNr. 58: LEGO Batman: Das Videospiel (Screenshots) – Es ist LEGO Star Wars/LEGO Indiana Jones im Batman-Universum. Sehr viel mehr gibt es dazu leider nicht zu sagen. Dadurch, dass dieses Mal auch keine Filmszenen parodiert werden, fehlt auch für nicht ganz so eingefleischte Batmanfans (wie mich) etwas der Bezug. Der übliche Slapstickhumor zündet dadurch nicht ganz so oft wie in den vorherigen Teilen. Außerdem wurde der Schwierigkeitsgrad im Vergleich zu LEGO Indiana Jones wieder ein Stück nach unten korrigiert. Das mag den Titel zwar wieder kindergerechter machen, unterfordert aber gnadenlos selbst den unerfahrensten Spieler.

„Same procedure as every year“
Am Gameplay an sich wurde auch nicht viel verändert. Man prügelt sich wieder durch die Level, sammelt „Studs“ ein und löst die kleinen Rätsel. Dafür gibt es nun statt verschiedenen Charakteren mit unterschiedlichen Fähigkeiten Anzüge für unsere beiden Protagonisten Batman und Robin. Diese erlauben Robin zum Beispiel an metallischen Oberflächen hinaufzulaufen oder Batman kurz durch die Luft zu segeln. Beide besitzen auch einen Bumerang mit dem sie Gegner und Levelobjekte anvisieren und zerstören können. Auch neu ist der Multiplikator, der sich erhöht, sobald man zwei oder mehr Gegner schnell hinter einander in Legoteile zerlegt. Für eine kurze Zeit bekommt man so wesentlich mehr „Studs“ und es ist einem nicht mehr ganz so egal ob man in den Kämpfen stirbt oder nicht.

Sobald das erste Kapitel (mit fünf Leveln) beendet wurde, bekommt der Spieler zusätzlich Zugriff auf die Bösewichte und darf nun mit der anderen Seite der Medallie durch teils bekannte und teils neue Level laufen.

Fazit
Insgesamt bleibt also festzuhalten, dass jetzt wirklich Zeit für eine Pause wäre. Natürlich macht das Spiel nichts wirklich verkehrt. Die Grafik ist wieder auf hohem Niveau, es gibt ein paar nette und sinnvolle Änderungen und das Spielprinzip macht immer noch eine Zeit lang Spaß, aber es ist doch einfach immer und immer wieder das gleiche. Egal ob jetzt auf der Packung ein Lichtschwert, eine Peitsche oder ein Fledermausbumerang zu sehen sind. Wer nicht genug davon bekommen kann oder Batmanfan ist, der kann aber auf jeden Fall wieder zuschlagen. Alle anderen rate ich hingegen eher zum Kauf von LEGO Star Wars oder LEGO Indiana Jones wegen dem höheren Lachfaktor und Schwierigkeitsgrad. Und Traveller’s Tale sollte nun wirklich eine längere, kreative Pause einlegen bevor sie noch ein LEGO Barbie auf den Markt werfen.

X3: Terran ConflictNr. 59: X³: Terran Conflict (Screenshots) – Wer gehofft hatte, dass die neuste Iteration der X-Serie einsteigerfreundlicher, weniger träge und generell einfach mehr wie Wing Commander Privateer wird, der muss weiter hoffen. Elite und EVE Online sind weiterhin besser geeignet für einen Vergleich.

Jetzt kapier ichs!
Dafür erwarten einem im Vergleich zu X³: Reunion nicht nur unzählige neue Sektoren, Schiffs- und Stationstypen, sondern auch viele praktische Komfortfunktionen (endlich das Interface mit der Maus bedienen!) und vor allem ein roter Faden, dem man auf Wunsch durch die spannende Geschichte um die Rückkehr der ursprünglichen Bedrohung in Form einer künstlichen Intelligenz (nein, leider nicht SHODAN), folgen kann. Abseits davon ist es aber immer noch ein X-Spiel mit den damit verbundenen positiven und negativen Seiten.

So steht einem immer noch von Beginn an ein riesiges und grafisch beeindruckend in Szene gesetztes Universum mit unzähligen Möglichkeiten offen. Man kann sich als Händler, als Polizist, als Pirat verdingen oder gar seine eigenen Fabriken errichten und als eigene Firma auftreten und selbst Piloten für seine Dienste anheuern. Es gibt so viel zu tun, dass man zu Beginn gar nicht so richtig weiß wo man anfangen soll.

Auf der anderen Seite stehen ewig lange Flugzeiten (trotz Autopilot und 600% Zeitbeschleunigung), eine so hoch realistische Lebens- und Handelsimulation, dass man schon fast ein BWL-Studium dafür benötigt und ein Auf und Ab im Schwierigkeitsgrad, dass einen schon früh in den Joystick beißen lässt – dessen Einsatz ich ganz klar empfehle. Zwar ist, wie in Freelancer, auch eine Mausflugsteuerung vorhanden aber für die volle Kontrolle über sein Schiff und seine Umgebung, benötigt man einen Joystick, eine Tastatur mit rund 500 Tasten, die Maus (um während dem Fliegen Elemente im HUD nutzen zu können) und einen dritten Arm um alles gleichzeitig bedienen zu können. Oder kurz: X³: Terran Conflict ist ein Spiel mit einer sehr langen Einarbeitungsphase und das Studium des Handbuchs ist quasi Pflicht.

Fazit
Wehrt man sich jedoch nicht dagegen, dann saugt einen das Spiel richtig ein und frisst die Stunden nur so auf. Die verfügbare Freiheit, und das kann ich nur noch einmal betonen, ist wirklich der helle Wahnsinn. Besonders das Handelssystem übt gerade wegen seiner hohen Komplexität einen sehr großen Reiz auf den Spieler aus. Selbst Details wie die Frage ob man vor oder nach einem anderen Händler an einer Station andockt hat teils starken Einfluss auf die Preise und die Warenverfügbarkeit. Auch Dinge wie Kriegsausbrüche und Piratenangriffe, die man nicht verhindern konnte wirken sich alle realistisch auf das Universum auf. Es ist eben jedes Schiff in einem Sektor kein bloßes Beiwerk um es dort voll aussehen zu lassen, sondern jedes davon hat seinen eigenen Flugplan, sein eigenes Ziel, sein eigenes Leben.

Was für ein stressiges Wochenende. AC/DC – Black Ice (die neue Platte rockt – buchstäblich!), X³: Terran Conflict (EVE Online für Einzelspieler), LEGO Batman („Same procedure as every year!“), Brother in Arms: Hell’s Highway (Endlich ein Brothers in Arms in dem man auch trifft auf was man zielt), MobyGames (zum Verfassungszeitpunkt war noch keiner der drei Einträge zugelassen), Frankfurter Buchmesse (bitte hier obligatorischen Bücherwitz einfügen) und, ich gebe es ganz offen zu, die ersten acht Folgen der ersten Staffel von Mission: Impossible (1966 – 1973).

Als Mitglied einer jüngeren Generation, kannte ich bisher nur die „Remake“-Serie, die in den US auch unter dem Namen Mission: Impossible lief (1988/89). Allerdings wurde sie bereits nach 35 Folgen abgesetzt. Bei uns ist diese dann ab 1991 wohl unter 300 verschiedenen Namen im Fernsehen gelaufen, aber am bekanntesten ist sie wohl unter dem Titel In geheimer Mission und ich muss sagen, dass ich sie in meiner jugendlichen Naivität bereits cool fand. Und sie ist es auch immer noch. Wir reden hier schließlich von einer Serie über eine Gruppe von Agenten – das ist doch in sich bereits die coolste Premise die ein Film oder eine Serie haben kann. Das macht es doppelt schade, dass sie immer noch nicht auf DVD raus ist.

Dies war auch der ausschlaggebende Grund, warum ich in meiner letzten Amazon UK-Bestellung dann zum 1966er Original gegriffen habe. Es gibt zwar auch eine deutsche Veröffentlichung, aber die kommt in Doppelboxen für 50 Euro pro Staffel. Im Vergleich zu den 20 Euro (ohne Versand) die ich für den Import pro Staffel bezahlt habe, verzichte ich gerne auf eine deutsche Tonspur, die ich sowieso nicht nutze. Und jetzt wo ich die ersten Folgen von Kobra, übernehmen sie! (Deutscher Titel der Originalserie – wer sich wohl diesen dämlichen Namen ausgedacht hat?) gesehen habe, verblasst ein wenig die nostalgische Erinnerung an die neuere Serie (zumindest bis es sie endlich auf DVD gibt).

Natürlich ist in technischer Hinsicht das Original nicht gut gealtert, aber in Star Trek – The Original Series lachen wir ja heutzutage ja auch über die rote/blaue/etc. Hintergrundbeleuchtung, die einem einen fremden Planeten vorgaukeln soll. Da schmunzelt man auch bei Mission: Impossible nur über die Tatsache, dass bei einem Zickenkampf sich deutlich der Kunstrasenteppich verschiebt oder ein angeblicher Computer, der weniger kann als ein Taschenrechner, 900 englische Pfund wiegt und eine Funkreichweite von 40cm hat. Auch so einige soziale Dinge sind heutzutage absolut lachhaft (Stichwort Frauen und eine sexuelle Ausstrahlung die sich auf das Filmen von Beinen in Strümpfen begrenzt), dafür passt jedoch einfach die Zusammensetzung der Folgen.

Wer Ocean’s Eleven, oder jeden anderen Film in dem die Ausführung eines Bankraubs im Mittelpunkt steht, kennt, der weiß welche Faszination und Spannung allein das Mitfiebern und die Frage was den schief gehen wird erzeugt – auch wenn am Ende natürlich immer das Team gewinnt. Und was Ocean’s Elven einmal in 112 Minuten auf die Leinwand bringt, packte Produzent Bruce Geller für 171 Folgen (7 Staffeln) jede Woche gekonnt in 60 Minuten. Besonders der Anfang jeder Episode ist immer wieder ein Genuss, nicht nur dank der charakteristischen Titelmusik von Lalo Schifrin im Hintergrund. Auch das immer gleiche Schema mit dem Erhalten des Auftrags zu Beginn über Tonbänder, Schallplatten und andere, teils absolut abstruse Abspieleinrichtungen, die sich an teils noch unwahrscheinlichere Orte finden, mit dem bekanntesten Spruch der Filmgeschichte „Your mission Mr. [Name des jeweiligen Agenten], should you decide to accept it, is to [und so weiter]“ und der Selbstzerstörung des jeweiligen Trägermediums am Ende wird einfach nie alt.

Ich kann sie also bislang nur absolut empfehlen – zumindest für diejenigen unter uns die über den teils hohen Lachfaktor solch alter Serien hinwegsehen können. Besonders weil in den ersten acht Folgen bereits vier Folgen dabei sind, die mich richtig vom Hocker gehauen haben. Eine davon, „Odds on Evil“, ist übrigens die mit dem Computer, der dort dazu benutzt wird mitzuhelfen einen Casinoboss um 1,5 Millionen zu erleichtern. Besonders das Abschlussmatch des Bösewichts gegen einer der Helden im Spiel Bakkarat ist nicht minder spannend wie das gepokere im 21. James Bond namens Casino Royale.

Und damit ist die DINA4-Seite auch schon voll. Finde ich auch gut so, denn mehr als einen flüchtigen Ersteindruck zu den drei oben genannten Spielen hätte ich aus Zeitmangel sowieso nicht bieten können – obwohl ich geplant hatte genau das zu tun. Vielleicht dann am Donnerstag :smile: .

Sicarius

T-Energydrink

Ohne große Atempause geht es hier derzeit bei Bagdadsoftware Volldampf voraus durch den Spieleherbst. Jeder Eintrag strotzt nur so vor heißen Spielethemen – und der heutige wird daran auch nichts ändern mit einem Angespieltbericht zu:

– Nr. 56: Sacred 2: Fallen Angel (Screenshots)

Mehr als drei volle DINA4-Seiten und doch nur die Hälfte gesagt. Irgendwie hatte ich zu Beginn der Angespieltberichte eher kürzere Texte im Auge. Aber hey: Ich will die Informationen loswerden und warum sollte ich mich zurückhalten? Die Berichte sind ja gerade dafür da, dass ich zwang- und formlos alles runterschreiben kann, was ich auf dem Herzen habe. Und solange ich was zu sagen habe und nicht 90% nichtssagendes Füllmaterial bringe werde ich das auch tun! Oder seid ihr da anderer Meinung?

Langsam wird es aber richtig eng in zeitlicher Hinsicht. Gestern die Veröffentlichung des sehr wichtigen „Echoes of Doom“-Patch (3.0.2) für World of WarCraft und LEGO Batman sowie Brother in Arms: Hell’s Highway sind auch schon auf dem Sprung in meinen Briefkasten. Da bin ich froh, dass sich Titel wie Saints Row 2 (Januar 2009) oder Silent Hill: Homecoming (2009) zumindest für uns PCler erst einmal auf nächstes Jahr verschoben haben. Mit Far Cry 2 (22.10.2008), Bully – Die Ehrenrunde (23.10.2008), Command & Conquer: Red Alert 3 (29.10.2008) und Fallout 3 (30.10.2008) sind wir alleine bis Ende Oktober schon erschlagen genug – vom November fang ich erst gar nicht an zu sprechen.

Zu allem Überfluss steht auch schon die fünfte Podcastfolge an und in Anbetracht der Spieleflut, werde ich dieses Mal vermuttlich wieder eine Soloshow abliefern mit kleinen Angespieltberichten und persönlichen Ausblicken auf den Rest des Monats. Da dieses Wochenende allerdings Buchmesse ist und ich dieses Jahr mal wieder dort ne Runde Geld verdienen gehe, wird die neue Folge voraussichtlich erst am Wochenende 24.10.2008 – 26.10.2008 produziert und veröffentlicht werden. Das ist dann auch hoffentlich genug Luft um darin zumindest zu Far Cry 2 schon ein paar Worte verlieren zu können.

Und damit seid ihr mich auch schon wieder los bis Montag :smile: .

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