Sicarius

Bildschen

Wie gut, dass Bagdadsoftware schon immer nicht nur aus Spielen, Spielen und Spielen bestand. Da fällt es gar nicht so sehr auf, dass auch der heutige Eintrag eigentlich nur ein Füller ist während ich im Hintergrund weiter Stunde um Stunde in das Geheimprojekt stecke. Andererseits war es aber auch mal wieder Zeit für neue Bilder:

Multiwinia

Mir ist wirklich schleierhaft warum ich bislang weder zu Darwinia noch zu Multiwinia: Survival of the Flattest ein Signaturbild gemacht habe. Dabei hatte ich doch schon zu DEFON: Everybody Dies keines angefertigt.

Zu Beginn war mein Plan jedoch Command & Conquer: Red Alert 3 als Grundlage zu nutzen. Dafür stehen die offiziellen Schriftarten auch im Netz zum Download bereit, aber mir fiel irgendwie kein wirklich schönes Motiv ein. Der Comicstil des Covers gefällt mir nicht und auf Screenshots sieht das Spiel einfach nach nichts aus. Deshalb ging der Kampf der Echtzeitstrategiegiganten am Ende zugunsten Multiwinia: Survival of the Flattest aus, nachdem es bei den Bagdadsoftware NOCAs 2008 schon nicht die Trophäe mit nach Hause nehmen konnte.

Hands Up!

Hands Up!

In meiner Not, ich hatte schon über eine Stunde mit Garry’s Mod rumgespielt ohne auf eine gute Idee zu stoßen, hatte ich mich an JakillSlavik gewandt. Seine Antwort (O-Ton):

Wenn eine Waffe auf jemanden gerichtet wird, Nahaufnahme und dahinter (hinter der Waffe, man schaut über Kimme und Korn) irgendwas sauwitziges -> ein Ameisenlöwenwächter der grad Kuchen isst (nagut, witziger darf‘s schon sein :P)

Witziger ist es am Ende auch geworden! Besonders natürlich durch meine Beschreibung, die so dämlich ist, dass sie vermutlich trotzdem nicht lustig erscheint. Man muss sich das Bild aber auf jeden Fall in voller Größe bei deviantART anschauen. Auf dem obigen Thumbnail erkennt man nicht wirklich viel.

Und zum Abschluss nun ein wirklich absolut 100% selbstgemachtes Bild. Das ist so perfekt, dass es schon bald in den Wohnungen von Prominenten jeden Picasso oder Van Gogh ersetzen wird (ein Klick darauf führt zur großen Fassung bei deviantART):

The Church of MS Paint

In diesem Sinne bis Montag!

PS: Jörg Langer sucht derzeit freiwillige Betatester für das Geheimprojekt. Mehr Infos und die Kontaktadresse gibt es drüben bei JörgSpielt. Wenn ihr Zeit habt, wisst wann ihr die Klappe halten solltet und wirklich etwas dazu beitragen wollt: Bewerbt euch!

Sicarius

HaDes VII

Und schon wieder ist ein Monat vergangen. Echt schlimm wie überraschend das immer kommt. Aber dennoch gibt es auch heute wieder eine neue Folge des Podcasts:

Die Sendung ist langatmig, kompliziert und braucht einiges an Aufmerksamkeit beim Hören. Die Aufnahme an sich hat deshalb schon zwei Stunden verschlungen – vom Editieren dieser zwei Stunden Material fang ich erst gar nicht an. Aber dafür ist das Thema wirklich interessant und gibt, soweit es uns in diesem begrenzten Rahmen möglich war, ein paar Einblicke in die Funktionsweise und den Aufbau einer CPU.

Und da ich insgesamt mit der Folge zufrieden bin, ich muss nur wirklich langsam meinen Dialekt in Griff bekommen, wie immer noch die genauen Details zur Folge:

Zu Wort kommen: Christoph „Sicarius“ Hofmann und Tobias „Rondrer“ R.

Technische Daten: 34:04min lang; 96kbit Qualität; 23,41MB groß; Aufnahme mit Skype und Pamela for Skype; Editierung mit Adobe Soundbooth CS4

Musikcredits nach Reihenfolge:
Brian Conrad, Sue Kasper, Justin McCormick – SimCity 2000 – Track 47 (Komplett)
Brian Conrad, Sue Kasper, Justin McCormick – SimCity 2000 – Track 31 (Auszug)
Alexander Brandon – Deus Ex – DuClare Chateau (Auszug)

Die nächste Folge gibt es voraussichtlich am 23.03.2009. Thema oder Gast stehen jedoch noch nicht fest.

PS: Vergangen Freitag habe ich Post aus Hamburg erhalten, die nicht nur den Fragebogen zum Studium enthielt, sondern natürlich auch das Zeugnis. Auf diesem stehen aber keine Noten, sondern nur die Themengebiete die ich bearbeitet habe und am Ende dann noch „Der Lehrgang wurde erfolgreich abgeschlossen.“ mit zwei Unterschriften von hochrangigen Leuten, von denen ich noch nie gehört habe. Die nächste Bewerbung kann also kommen :).

Kessy

Füller ohne Tinte

Normalerweise verbitte ich es mir ja hier als Füllmaterial verwendet zu werden nur weil ihr doofen Webseitenbesucher ohne zwei Einträge pro Woche nicht überleben könnt. Aber auf dem Bild bin ich so gut getroffen, dass ich mal eine Ausnahme mache:

Kessy im Winter

Und mehr gibt es heute hier nicht zu sehen. Also geht und macht was Sinnvolles. Zum Beispiel mir Leckerli kaufen oder mir den Bauch kraulen!

PS: Gerüchten zufolge gibt es am Montag dann die nächste Folge des Podcasts. Aber das wisst ihr nicht von mir!

Sicarius

Nichtstudent

„Sie haben eine neue Nachricht im HAF smartLearn-Campus erhalten“ – Eine Mail mit diesem Betreff habe ich die letzten 14 Monate öfters bekommen und eines hatten sie alle gemeinsam: Jede habe ich mit Spannung erwartet und jedes Mal lief mir ein kalter Schauer über den Rücken wenn ich sie im Postfach erblickt habe. Als ich am 10.02.09 um 18:14 wieder solch eine E-Mail in meinem Postfach vorfand, war die Anspannung jedoch wesentlich größer, denn es sollte die letzte Mail dieser Art werden. Ob es wirklich so war, wusste ich jedoch zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht, denn den Inhalt der Nachricht sieht man in dieser E-Mail nicht. Gehofft hatte ich es jedoch.

Am 05.02.09 ging die Lösung zur 14. und letzten Einsendeaufgabe über den smartLearn Campus zu meiner Studienleiterin raus und seitdem war Stille. Erst am 10.02.09 um 11:30 kam die Nachricht, dass der Anhang fehlt und ich ihn doch bitte nachreichen sollte. Was waren das anstrengende vier Stunden bis ich endlich Feierabend hatte und der Aufforderung nachkommen konnte. Da gerät das Blut in Wallung und man fühlt sich an die Schulbank zurückversetzt zu dem Moment als der Lehrer gerade die Korrekturen der letzten Schulaufgabe verteilt. Der einzige Unterschied ist, dass das heutige Ergebnis tatsächlich wichtig war. Am 13.02.09 (passenderweise ein Freitag) lief mein Studium aus und wenn die Lösung so richtig falsch gewesen wäre, wäre die Zeit zur Korrektur äußerst knapp geworden.

Die HAF wirbt zwar „kostenlos um 6 Monate verlängern“, aber ich bezweifle, dass sich das auf die 112,- Euro monatliche Studiengebühren bezieht. Außerdem wäre es einfach richtig ärgerlich gewesen die 14 Monate nicht einzuhalten. Besonders nachdem ich euch, die Besucher von Bagdadsoftware, deshalb auch noch mit solch einem Eintrag abgespeist hatte.

Aber „natürlich“ war all die Sorge umsonst. Wie schon dreizehn Mal zuvor, hatte ich auch die letzte Einsendeaufgabe gemeistert. Zwar nicht perfekt, aber auch keines meiner schlechtesten Ergebnisse. Und so bin ich seit Samstag offiziell kein Student mehr. Zwar fehlt mir noch meine Teilnahmebestätigung (ein richtiges Zeugnis gibt’s in diesem Lehrgang nicht), aber das wird sicher bald eintreffen. Deshalb ein kleiner Rückblick auf meine Erfahrungen mit der Hamburger Akademie für Fernstudien. Zwar werde ich für die HAF selbst auch noch einen eigenen Fragebogen ausfüllen (gibt 50 Euro), aber in einer Zeit, in der man sich doch ständig weiterbilden sollte, ist es doch immer gut zu wissen was einen so erwartet. Deshalb hier eine Übersicht über was ich überhaupt machen musste, eine kurze Meinung von mir zur Aufgabe, wie ich abgeschnitten habe und, wenn vorhanden, ein Link zum entsprechenden Eintrag in dem ihr meine Lösung findet:

Einsendeaufgabe 0: Selbstporträt (03.01.2008) – Wie der Name schon sagt, musste ich mich meiner Studienleiterin kurz vorstellen. Nichts Überwältigendes aber ein wirklich netter Einstieg. Das Ergebnis fand meine Studienleiterin auch gut – bis auf ein paar Kommata.

Einsendeaufgabe 1: Nachrichtenjournalismus (31.12.2007 [Aufgabe 2b]) – Als Einstieg ins richtige Studium ging es natürlich um die Nachricht und die dreiteilige Einsendeaufgabe drehte sich dementsprechend um Analyse und Schreiben einer solchen. Die Aufgaben an sich fand ich gut gemacht, allerdings bin ich mit der Korrektur unzufrieden. Zwar habe ich gut abgeschnitten, aber der Begleittext zur Korrektur ist ein Werk aus Textbausteinen, das überhaupt nichts mit dem zu tun hat, was man eigentlich geschrieben hat. Das merkt man nicht nur an der enthaltenen Kritik, das konnte ich auch nachprüfen weil die erste Einsendeaufgabe (sonst keine) mit Lösung vollständig im Internet zu finden ist – inkl. Korrekturtext. Und der ist dort fast 1:1 der gleiche wie ich ihn erhalten habe. War aber zum Glück der einzige Vorfall dieser Art während des Studiums soweit ich das erkennen konnte.

Einsendeaufgabe 2: Bericht, Feature, Report, Recherche – In Teil 1 musste man aus einer großen Anzahl an Meldungen die erste Seite einer Zeitung zusammenbauen (nein, keine nackte Frau dabei). Keine so wichtige Aufgabe wenn ich mir die Korrektur so anschaut. Aber viel falsch machen konnte man dort eigentlich auch nicht. Für Teil 2 musste hingegen ein Feature über ein Museum verfasst werden. Dafür habe ich mir eine Sonderausstellung im Senckenbergmuseum in Frankfurt am Main rausgesucht. Außer das ich im Infokasten nicht die Eintrittspreise und Internetadresse des Museums dazugeschrieben habe, war das Ergebnis auch gut.

Einsendeaufgabe 3: Interview – Recht – Ethik (24.01.2008) – Das berühmte Interview mit JakillSlavik. Was hatte ich davor einen Bammel. Besonders weil das Studienheft irgendwie für meinen Geschmack teilweise zu sehr in Predigten verfällt anstatt wirklich etwas Lehrhaftes zu erzählen. Aber dafür stellt die dazugehörige Einsendeaufgabe zum ersten Mal im Studium eine richtige Herausforderung dar. Umso mehr bin ich dann doch stolz auf das Ergebnis. Auch der Korrekturtext liest sich wie eine 1+*.

Einsendeaufgabe 4: Grundlagen der Reportage und des Porträts (25.02.2008) – Als ich das erste Mal gelesen hatte, was die Einsendeaufgabe sein würde, wusste ich sofort was ich als Themengrundlage nehmen würde. Da macht das Arbeiten gleich viel mehr Spaß, als wenn man ein uninteressantes Thema vorgegeben bekommt. Zwar war ich zu Beginn etwas unsicher was eine Reportage genau ist und auch das Studienheft war da keine große Hilfe, aber meine Studienleiterin stand mir hilfsbereit zur Seite und das Ergebnis gefiel ihr (mir sowieso) am Ende dann auch richtig gut wie man im Eintrag nachlesen kann.

Einsendeaufgabe 5: Reportage II (07.04.2008) – Mein erster Ausrutscher. Zwar musste ich die Aufgabe nicht noch einmal machen, da die Grundlagen wohl vorhanden waren, aber begeistert war Fr. Hacks absolut nicht. Was ich auch verstehen kann, den ich stimme ihr voll zu. Aus dem Thema hätte man einfach mehr machen können. Aber aus Zeitmangel habe ich einfach irgendetwas hingeschludert und dafür die Quittung bekommen. Das Studienheft war aber auch wieder nicht das Beste. Zwar werden haufenweise ausgezeichnete Reportagen darin abgedruckt, aber Werke von anderen oberflächlich zu analysieren funktioniert zumindest bei mir nicht um wirklich daraus etwas zu lernen. Vor allem sind das durchweg eben Reportagen von absoluten Vollprofis, die den Begriff „Reportage“ teilweise sogar erfunden haben. Das ist schon stilistisch einfach eine wahnsinnige Herausforderung.

Einsendeaufgabe 6: Das Porträt II (15.05.2008) – Auch hier war das Studienheft wieder sehr irreführend. Darin kommt es so rüber als müsste man für ein Porträt unbedingt mal einen Tag mit der porträtierten Person verbringen. Das habe ich auch zuerst versucht, aber alle angeschriebenen Personen haben abgelehnt. Da habe ich mich dann hilfesuchenden an eine meiner Mitstudentinnen gewandt, die mir dann auch weiterhelfen konnte (Stichwort „kalt schreiben“) und sogar am Ende noch einmal über meine Porträt von Will Wright drüber gelesen hat. Das Ergebnis gefiel dann auch meiner Studienleiterin wie man am Kommentar erkennen kann.

Einsendeaufgabe 7: Journalistischer Stil – Redigieren – Mal wieder eine zweigeteilte Aufgabe mit Vorlagen. Im Prinzip musste man einfach einen Bericht analysieren und einen Schreiben. Außer einem unschönen Stilfehler („Ein stillstehender LKW kann niemand zusammenstoßen“) war das Ergebnis auch okay. Der Korrekturtext war auch nicht besonders lang (der kürzeste in den 14 Monaten).

Damit war auch schon die Halbzeit erreicht. Der Witz beim Fernstudium ist, dass man nicht alle Unterlagen sofort zugeschickt bekommt. Stattdessen erfolgt der Versand abschnittsweise. Im Studiengang „Journalist/in“ sind es zwei Lieferung zu je sieben Heften. Standardmäßig ist der Termin für die zweite Lieferung sieben Monate nach der ersten (weil man pro Heft einen Monat Zeit hat), aber auf Wunsch lässt sich der Termin sowohl nach vorne als auch nach hinten verschieben. Hat auch wunderbar funktioniert da es einen Link im smartLearn Campus dafür gibt. Einfach den Wunschtermin abgeschickt und zwei bis drei Werktage später hatte ich den Hinweis in der E-Mail, dass der Termin entsprechend angepasst wurde. Und tatsächlich kam das Paket dann auch in der Woche, für die ich es bestellt hatte. Abgesehen davon habe ich den Betreuungsservice der HAF nie gebraucht und bin dementsprechend zufrieden damit.

Einsendeaufgabe 8: Sprachvorbilder – Das Feature (26.06.2008) – Auch hier war das Studienheft mir persönlich etwas vage in der Definition. Das liegt aber auch in der Natur der Sache, da die drei Größen „Bericht“, „Feature“ und „Reportage“ doch einen fließenden Übergang darstellen und man leicht von einem ins andere rutschen kann. Aber dank Bagdadsoftware, die meisten Artikel sind Features, war es für mich schon vorher klar. Die Themenwahl ergab sich auch recht schnell. Das Ergebnis konnte meine Studienleiterin jedoch nicht ganz überzeugen. Ihr ging es teilweise nicht tief genug und an anderer Stelle bemängelte sie fehlende Erklärungen. Aber der Korrekturtext war bei weitem nicht so negativ wie bei Einsendeaufgabe 5 und als ich ihr die erweiterte und korrigierte Fassung, die es hier auf Bagdadsoftware geschafft hat, gezeigt habe, war sie auch etwas positiver in ihrer Rückantwort.

Einsendeaufgabe 9: Magazingeschichten, Reports, Kommentare u. Glossen – Mal wieder ein Vorgebenes Thema (Kommentar zu einem Bericht schreiben). Dementsprechend ist das Ergebnis auch relativ langweilig ausgefallen. Daran war aber einfach das Thema schuld (Besuch von irgendeinem Deppen in Hamburg). Auch Fr. Hacks bemängelte fehlende Ironie und zu viel Sachlichkeit aber war ansonsten zufrieden. Das Studienheft war dieses Mal wieder okay mit vielen nützlichen Beispielen und anständigen Übungsaufgaben.

Einsendeaufgabe 10: Kulturjournalismus (08.09.2008) – In diesem Studienheft macht sich besonders bemerkbar wie ignorant der ganze Studiengang gegenüber neuen Medien ist. Statt alltägliche Dinge zu besprechen, werden hier Opern, Bühnenstücke und dergleichen als Beispiele hergenommen. Aber Kritiken habe ich auf Bagdadsoftware bis dahin auch schon ein paar gebracht, deswegen war es nicht besonders schwer ein entsprechendes Thema zu finden und eine anständige Kritik zu verfassen. Und so kurz das Ergebnis geworden ist, so richtig gut ist es am Ende auch geworden.

Einsendeaufgabe 11: Bildjournalismus – Hier geht es um die Arbeit eines Bildjournalisten und wie man mit so einem Fuzzi zusammenarbeitet. Ich gebe zu, dass ich von dem Heft nicht viel verstanden habe. Die Lösung zur Einsendeaufgabe „Erklären sie, wie sie sich die Arbeit mit einem Bildjournalisten vorstellen.“ war dann auch etwas ignorant und engstirnig von mir verfasst. Das hat Fr. Hacks aber nicht weiter gestört. Sie hat mir einfach noch einmal wesentlich verständlicher erklärt worum es eigentlich ging und hat die Sache abgehakt. Fand ich gut!

Einsendeaufgabe 12: Rundfunkjournalismus (20.11.2008) – Hier ging es darum einen O-Ton Bericht zu verfassen, der dann im laufenden Programm abgelesen und gesendet werden kann. Dank des Podcasts und meines gesprächsgewandten Gast in Folge 6 natürlich einer meiner leichtesten Übungen. Ich habe aber natürlich das Gesagte im Schriftlichen mehr als nur ein bisschen aufbereitet (es durfte auch nur 5 Minuten lang sein). Da ist es kein Wunder, dass der Korrekturtext dann wieder sehr positiv ausgefallen ist. Aber auch das Studienheft fand ich in diesem Fall richtig gut. Ich habe einiges gelernt was ich seitdem versuche im Bagdadsoftware Podcast zu beherzigen und der Autor hat sich auch wirklich darauf konzentriert verständlich rüber zu bringen was das A und O ist ohne dreitausend nichtssagende Beispiele zu bringen.

Einsendeaufgabe 13: Fersehjournalismus – Fernsehen mag isch ned! Dementsprechend gefiel mir auch das Thema nicht (ein Exposee schreiben). Das Endergebnis ist dann auch nichts worauf ich stolz bin, auch wenn Fr. Hacks eher positiv in ihrem Korrekturtext klang. Ein Problem war aber auch wieder das Studienheft. Darin ist genau eine einzige Seite über das Exposee zu finden und der größte Teil ist ein nichtssagendes Beispiel. Viel zu wenig um überhaupt zu verstehen, was ein Fernsehexposee überhaupt sein soll.

Einsendeaufgabe 14: Lokaljournalismus – Die Aufgabe selbst hatte nicht viel mit Lokaljournalismus zu tun (einen fehlerhaften Bericht umschreiben). Das war aber verständlich, da auch das Studienheft an sich mehr darauf aus ist dem angehenden Journalisten zu erklären wie es da so abläuft. Durchaus ein wichtiger Punkt, da hier das Sprungbrett für den Einsteiger liegt. Da ich da aber gar nicht erst hin will, war es zwar ganz interessant die ganzen Sachen zu erfahren und so den Lokalteil des Main Echo in einem etwas anderen Licht zu sehen, aber richtig interessiert hat es mich nicht. In der Lösung zur Einsendeaufgabe hat man das aber natürlich nicht gemerkt. Die Verkehrsunfallstatistik für Schleswig-Holstein habe ich souverän widergegeben. Zu gut sogar, denn Fr. Hacks bemängelte, dass ich den Leser etwas aus den Augen verloren habe und die Konsequenzen für ihn nicht ganz verständlich rübergebracht habe. Aber insgesamt war sie auch mit der letzten Ausgabe sehr zufrieden.

Und damit sind wir in der Gegenwart angekommen. Das war, wofür ich die letzten 14 Monate jeden Monat 112,- Euro bezahlt habe. Insgesamt war das Geld auch gut investiert meiner Meinung nach. Der größte Kritikpunkt sind die Studienhefte, die mir in vielen Fällen zu engstirnig verfasst waren und das Thema nicht wirklich richtig rübergebracht haben. Aber trotzdem habe ich beim Durcharbeiten sehr viel gelernt und mich denke ich auch durch das zusätzliche Wissen weiterentwickelt und meine Texte verbessert. Als bestes Beispiel ziehe ich dafür die Games Convention-Berichte für JörgSpielt heran. Zwischen denen von 2007 und denen von 2008 liegen wirklich Welten in Sachen Stil, Qualität und natürlich Länge. Klar, einiges davon hätte sich auch ohne Studium sicherlich durch Bagdadsoftware ergeben, aber ich muss mir gegenüber ja auch irgendwie die Investition von 1568,- Euro rechtfertigen. Lasst mir also meine Illusionen.

Über Fr. Maria Hacks als meine Studienleiterin kann ich mich auch nicht beschweren. Wenn ich ein Problem hatte, konnte ich sie kontaktieren und hatte innerhalb von 24 Stunden eine verständliche Antwort. Und auch ihre Korrekturen und Korrekturtexte waren für mich wirklich hilfreich und vor allem verständlicher als die Studienhefte. Und sie war auch immer offen für meine, teils ungewöhnlichen Themen. Aber dafür ist sie ja auch neben ihrer Tätigkeit als Medizinjournalistin Studienleiterin.

Das System mit dem smartLearn Campus hat auch wunderbar funktioniert. Die einzigen Ausrutscher waren bei der ersten und bei der letzten Einsendeaufgabe bei denen entweder die Datei gefehlt hat oder Fr. Hacks sie nicht öffnen konnte. Zwar bietet der Campus noch wesentlich mehr wie ein Forum oder eine Übersicht über die Mitstudierenden, aber der Studiengang ist nicht wirklich stark besetzt bei der HAF weshalb ich mich im Forum überhaupt nicht beteiligt habe und über die Kontaktliste nur Fr. Werren (Apothekerin) kennengelernt habe. Das war jedoch wirklich ein Glücksfall. Nicht nur hat Kessy damit einen weiteren Fan gewonnen, wir konnten uns auch wirklich effektiv gegenseitig helfen.

Und damit ist auf diesen fünf Seiten eigentlich alles gesagt, was mir über das Studium gerade einfällt. Ich würde es auf jeden Fall wieder machen und wenn ihr sonst noch etwas wissen wollt, dann fragt einfach in den Kommentaren.

Sicarius

Play Sic Play!

Versprechen sollte man halten, deswegen ohne weitere Umschweife zwei „Angespielt“-Berichte:

U-Bahn Simulator v1.20 (Screenshots)

Um die Antwort vorweg zu nehmen: Nein, der U-Bahn Simulator hat überhaupt nichts mit den schrecklichen Werken Bagger Simulator oder Landwirtschafts-Simulator der astragon Software GmbH zu tun. Viel mehr hat sich der Titel aus dem U-Bahn-Addon Berlin Subway für Microsofts Train Simulator zu einem Vollpreisspiel weiterentwickelt. Damit dürfte auch klar sein, was den Spieler erwartet: Eine Hardcoresimulation über das U-Bahnfahren.

Bist du zu blöd, bist du hier falsch

Das „Spiel“ versucht auch nicht von diesem Image wegzukommen. Es gibt kein Tutorial oder anderweitige Einführungsmissionen oder gar Kampagne und auch das Handbuch hilft einen nicht wirklich dabei überhaupt aus erst einmal aus einer Station herauszufahren. Stattdessen wird dort erwähnt wie wichtig es ist die Klimaanlage während der Fahrt angeschaltet zu lassen – sonst gibt es Punktabzüge!

Beim ersten Start dauert es also einige Zeit bis man herausgefunden hat welche Hebel den in welcher Stellung stehen müssen damit der Motor anläuft und einen das grüne Signal nicht mehr drohend anstarrt. Die einzigen Zugeständnisse an Einsteiger sind eine handvoll Statusmonitore, die unter anderem die Entfernung und Farbe des nächsten Signals anzeigen und ein paar Realismuseinstellungen. Störungen am Zug lassen sich hier genauso deaktivieren wie der Schichtbetrieb in dem zusammen mit dem Spieler auch noch andere, KI-Gesteuerte Züge auf den Gleisen unterwegs sind.

U-Bahn fahren = *gähn*

Das Lernen und stufenweise Erhöhen des Realitätsgrades ist dementsprechend der einzige Motivationsfaktor des Spiels. Der Spieler erstellt zu Beginn nur ein Szenario. Dazu wählt er einen Streckenabschnitt der Verbindung New York nach New Jersey, legt den Wochentag und den Zeitplan fest und besteigt einen der drei unterschiedlichen Züge, die sich jedoch alle gleich anfühlen und fahren. Danach lässt ihn die Simulation alleine. Und hier kommt das Kernproblem der Simulation zum tragen: U-Bahn fahren ist langatmig und langweilig.

Am Anfang macht es auch etwas Spaß mit den vielen Optionen herumzuspielen und zu versuchen pünktlich an den einzelnen Stationen anzukommen. Die meiste Zeit fährt man jedoch durch die immer gleichen Tunnel und versucht die Geschwindigkeitsbegrenzung einigermaßen einzuhalten um nicht aus einer Kurve zu fliegen. Selbst die Freude über die wenigen Situationen, an denen man wirklich einmal den Untergrund verlässt und ans Tageslicht gelangt, wird durch die schlechte Grafik geschmälert. Und dennoch geht hier die Performance selbst auf starken Rechner teils massiv in die Knie.

Auch von der Möglichkeit an den Stationen auszusteigen oder durch den Zug zu laufen, wird man schnell Abstand nehmen. Hat man einmal die hässlichen Figuren und die generelle Bewegungslosigkeit der gesamten Szenerie betrachtet, lässt man es dann doch bleiben und freut sich schon fast über den Zeitdruck, unter dem man als U-Bahn Fahrer steht.

Fazit

Ich bin einfach nicht die Zielgruppe für solche Spiele. Natürlich habe ich versucht unter der Simulation das Spiel zu finden und die ersten paar Versuche erfolgreich meinen Dienst zu tun waren durchaus interessant und spaßig, aber auf Dauer fehlt mir einfach die Motivation. Im Train Simulator konnte man zumindest noch die schöne und detailreiche Landschaft genießen während man im Halbschlaf am Steuer saß. Aber hier geht es von einem grauen Tunnel zu einer detailarmen und fast menschenleeren Station zur nächsten. Der einzige Moment in dem man merkt, dass hier wirklich etwas passiert, ist an den Stationen wenn sich die Zahlenanzeigen „Einsteiger“ und „Aussteiger“ in Richtung „0“ bewegen. Die vielen kleinen Programmfehler, wie der Mix aus Deutsch und Englisch an allen Ecken, sind da gar nicht einmal das größte Problem des Spiels.

Obwohl die Simulation also ziemlich akkurat ist, empfehle ich selbst Simulationsfanatikern dann doch besser zu Train Simulator und dem Addon Berlin Subway zu greifen. Alle anderen investieren die 29,95€ hingegen in sinnvollere Dinge wie ein paar Tickets für die Münchner S-Bahn oder so.

Die Gelddruckerei

U-Bahn Simulator: World of Subways Vol. 1 – New York Underground „The Path“, so der komplette Titel des Spiels, stellt im Prinzip nur ein Grundgerüst dar. Ein Addon, dass unter anderem „hochrealistische“ Unfälle und eine Zugwaschanlage ins Spiel einbaut, ist bereits für weitere 12,95€ zum Download verfügbar. Der nächste Erweiterungspack, der die U7 in Berlin simulieren wird, kommt auch bald und dem sollen noch viele weitere Erweiterungen folgen.

Saints Row 2

Saints Row war 2006 auf der Xbox 360 ein geradezu frecher, aber vielleicht gerade deshalb auch guter GTA: San Andreas-Klon, der viele Fans fand. Teil 2 ist nun, vier Monate nach den Konsolenfassungen, für den PC erschienen und muss sich selbstverständlich wieder dem großen Konkurrenten GTA IV gegenüberstellen.

Vorweg jedoch noch ein wichtiger Hinweis: Der Titel wurde von der USK mit „Keine Jugendfreigabe“ bewertet und ist trotzdem bei uns nur in einer äußerst stark geschnittenen Version auf dem Markt. So wurden viele Gewaltdarstellungen und Minispiele entfernt. Die internationale Version ist hingegen indiziert und deshalb nicht Bestandteil dieses Berichts!

„Aldä, siehst du scheiße aus!“

Technisch gewinnt Saints Row 2 dabei absolut keinen Blumentopf. Die Texturen sind detailarm und matschig und die ganze Welt wirkt äußerst Grau. Und doch ist die Performance der PC-Version ähnlich schlecht wie die von GTA IV ohne auch nur annähernd so gut auszusehen. Speziell beim Auto fahren kommt noch hinzu, dass es vor allem bei hohen Geschwindigkeiten sehr viele nervige Nachladeruckler gibt. Dabei hat man als Spieler bereits mit der Steuerung der Vehikel an sich zu kämpfen.

Während das Laufen und Schießen mit der Tastatur und Maus noch einigermaßen gut von der Hand geht, muss zum Fahren auf jeden Fall zum Gamepad gegriffen werden. Der Grund ist, dass die Steuerung der Fahrzeuge komplett auf ein digitales Steuerkreuz ausgelegt ist, führt jeder Tastendruck auf der Tastatur zu einem vollen Einschlag in die jeweilige Richtung. Das sich die Fahrzeuge generell mehr wie Seifen als Autos oder Motorräder anfühlen, macht die Sache nicht besser.

Zum Gamepad greifen ist jedoch einfacher gesagt als getan, denn auch in dieser Hinsicht wurde beim PC-Port massiv geschludert. Beste Aussichten auf Erfolg haben Besitzer eines Xbox 360 Controllers. Das wird in den meisten Fällen korrekt erkannt und funktioniert. Alle anderen werden mit dem gesamten Fehlerspektrum von nicht erkannten Controllern bis hin zu nicht änderbaren Tasten konfrontiert. Und doch macht Saints Row 2 Spaß. Sehr viel Spaß sogar.

„Aldä, is das krass!“

Anders als GTA IV legt Saints Row 2 dabei weder einen besonderen Wert auf Realismus noch auf eine tiefe Geschichte. Im Gegenteil sind die Charaktere austauschbar und klischeebehaftet. Stattdessen ist das gesamte Spiel ganz klar auf „Fun“ ausgelegt. Das Fahren auf der falschen Straßenseite wird hier genauso mit der zweitwichtigsten Währung des Spiels (neben Geld) „Respekt“ belohnt, wie das Werfen von Passanten.

Ja, richtig gelesen. Passanten lassen sich aufnehmen und durch die Gegend werfen. Hinzukommen noch Aktionen wie Autosurfen oder das Entführen von Beifahrern, die man einfach so und jederzeit in der Spielwelt absolvieren kann. Aber auch daneben gibt es noch haufenweise Nebenmissionen und Nebentätigkeiten. Poker spielen ist da noch die normalste Variante. Neben den üblichen Taximissionen kann man unter anderem in einen Abschleppwagen einsteigen und „Falschparker“ mit nach Hause nehmen und noch vieles mehr. Die Möglichkeiten die Saints Row 2 abseits der Hauptmissionen bietet, sind wesentlich größer und vor allem spaßiger als die langweiligen Paketlieferungen, Bowlingspiele oder Polizeiverfolgungsjagden in GTA 4. Und dank sechs gegnerischen Banden, die es gilt bis zum Ende des Spiels zu unterjochen, gibt es auch während dem Fortschreiten in der Geschichte massig Abwechslung. Und das war noch nicht alles.

„Aldä, fette Klamotten!“

Saints Rows Stärke gegenüber GTA: San Andreas waren besonders die umfangreichen Optionen zur Individualisierung des eigenen Charakters und Heims. Saints Row 2 baut darauf auf und erweitert die Optionen sogar noch. Bereits die Charaktererstellung steht einem Rollenspiel in nichts nach. Von den Körpermaßen über die Irisgröße bis hin zur Stirnhöhe lässt sich hier alles verändern.

Im Spiel gilt es dann den eigenen Charakter von der Unterwäsche bis zur Baseballkappe in den vielen verschiedenen Shops der Stadt möglichst modisch auszustatten. Das Aussehen der eignen Gangmitglieder legt der Spieler genauso fest. Und auch das eigene Zuhause und der Gangunterschlupf dürfen, natürlich gegen Bargeld, individuell eingerichtet werden. All das ist jedoch nicht einfach nur Zierde, es beeinflusst hingegen die Stilwertung und diese sorgt dafür, dass der Spieler für einzelne Aktionen mehr Respekt erhält.

Um das Paket abzurunden, enthält Saints Row 2 auch umfangreiche Multiplayeroptionen. Neben einem Koop-Modus für zwei Spieler, können sich bis zu 12 Spieler gegenseitig im Deathmatch bzw. Team-Deathmatch die Rübe wegblasen oder im Teammodus „Strong Arm“ eine Serie von Minispielen absolvieren.

„Aldä, des Fazit!“

Ich glaube man merkt schon, dass ich von Saints Row 2 begeistert bin. Es ist zwar technisch nicht nur im Vergleich zu GTA IV eine schlechte Portierung, aber spielerisch gleicht es diesen Makel mehr als aus. Alleine die schiere Menge an Möglichkeiten seine Zeit zu verbringen sind der Wahnsinn. Was war ich überrascht, als ich ein Auto mit Beifahrer geklaut habe und plötzlich die Entführungsminimission gestartet ist. So etwas gab und gibt es in der GTA-Serie einfach nicht. Und weil es mir eben soviel mehr Spaß macht in Stillwater unterwegs zu sein, ertrage ich die technischen Schwächen wesentlich bereitwilliger als bei GTA IV, dass abseits der netten Geschichte und der Wahnsinnsgrafik Saints Row 2 nichts entgegenzusetzen hat. Und da in meinem Buch Spielspaß über Realismus steht, ist für mich Saints Row 2 der ganz klare Gewinner dieses Schlagabtauschs und eine Empfehlung für alle, die es genauso sehen.

Saints Row 2 setzt auf Steam als Kopierschutz. Aufgrund der Indizierung steht jedoch nur die deutsche, geschnittene Version zum Download bereit und es nicht möglich eine legal im Laden erworbene PEGI- oder US-Version auf einem deutschen Steamaccount zu aktivieren!

PS: Morgen ist mein letzter Tag als Student! Mehr dazu höchstwahrscheinlich am Montag.

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