Sicarius

WoW-Gejammer

Wie schon wieder Donnerstag? Ich hatte doch nicht einmal Zeit mir Gedanken über ein Eintragsthema zu machen vor lauter anderen Arbeiten *seufz*. Aber genau das ist der Grund, warum ich anfangs geplant hatte den Eintrag am Donnerstag zu streichen. Da ihr damit nicht leben wolltet, müsst ihr nun eben diese jammernden Einleitungen ertragen.

(Anm. d. Red.: Immer gut den Lesern die Schuld zu geben. Macht sie gleich viel loyaler du Depp. Und hör endlich auf zu heulen! Es interessiert niemanden und vertreibt nur die Leser. Oder willst du dich etwa auf Blogniveau hinab begeben? Außerdem ist doch jedem klar, dass du die Einleitung nur schreibst um Gelegenheit zu haben dir schnell ein Thema einfallen zu lassen…)

World of Warcraft: Secrets of Ulduar, besser bekannt als Patch 3.1 hat überraschend gestern die Live-Server erreicht. Während Rondrer sich bereits wieder der Sucht ergeben hat, habe ich noch mein Star Wars Galaxies-Abo laufen. Ach und natürlich keine Zeit. Trotzdem verfolge ich natürlich die Geschehnisse genauestens und habe mit viel Kopfschütteln die Patch Notes studiert. Wenn Blizzard seine derzeitige Linie weiter betreibt, wäre es eigentlich am sinnvollsten in drei oder vier Jahren erst wieder vorbeizuschauen. Dann sind die Entwickler vielleicht schon zum nächsten Projekt weitergereist und das Spiel ist außerhalb der Raids so anspruchslos geworden, dass man nach einem Abend Level 120 und fit für den Endgamecontent ist. Ich habe nichts dagegen Dinge komfortabler zu gestalten, aber ganze Questreihen zu entfernen nur damit die Leute schneller durch den „niederen“ Content kommen – ist das wirklich Sinn der Sache? Ist nicht der Weg das Ziel und nicht umgekehrt?

Der Sinn ist mir natürlich klar: Neueinsteiger und Twinks sollen so schnell wie möglich zum neuen Content kommen. Sie sollen möglichst sofort mit ihren Freunden spielen können. Das bindet Kunden. Gerade so als würden sich die Entwickler für ihren alten Content schämen, wird er einfach übersprungen. Nicht alleine bewältigbar gemacht (wenn er es nicht sowieso schon war) – nein, einfach entfernt. Aus den Augen, aus dem Sinn. Wenn es zum Wohle der Hintergrundgeschichte passiert, wie im Falle von Onyxia und der Rückkehr des Königs habe ich zwar etwas Verständnis. Aber World of Warcraft besitzt und wendet bereits Technologie an um zwei Spielern verschiedene Welten vorzugaukeln. Es ist so möglich NPCs zu verlagern ohne ganze Questreihen für alle anderen Spieler, die sie noch nicht erledigt haben hinfällig zu machen. Aber nein, stattdessen wird der Content einfach gestrichen.

Da ist der King einfach back ohne dass Neulinge überhaupt mitbekommen, dass er weg war. Wer zu spät kommt, verpasst das Beste. Nicht einmal die interessante Botschafter-Questreihe wurde zu Ende geführt. Nein – einfach Server rebootet und plötzlich steht ein Arschloch vor dem Thron in Stormwind. Und ja, König Varian Wrynn ist ein totales Arschloch. Ich gebe zu, dass ich seine Hintergrundgeschichte nur in Bruchstücken kenne und er vielleicht Gründe für sein aktuelles Verhalten hat. Dennoch hilft mir sein Auftreten im Trailer zu World of Warcraft: Secrets of Ulduar nicht dabei meine Meinung über ihn zu ändern. Neben seinem Auftreten ist meine Abneigung aber wohl auch in einer Befürchtung begründet. Blizzard erweckt in mir immer mehr den Eindruck Varian zurückzugebracht zu haben um den Status Quo wieder herzustellen damit rechtzeitig zum Release von WarCraft IV wieder offiziell Horde und Allianz sich gegenseitig die Schädel einschlagen können.

Ich bin kein Fan von diesem Zwist. Andere grölen den ganzen Tag im offiziellen Forum vom Blut und Morde und wollen nicht einmal den unsicheren Frieden der derzeit zumindest offiziell herrscht. Aber für mich ist die Geschichte des WarCraft-Universum schon lange über den langweiligen Konflikt Allianz vs. Horde hinweg gestiegen. Ich habe vor vier Jahren nicht nur eine Druidin gewählt, weil sie damals noch eine Außenseiterklasse darstellte und Nachtelfen schön anzuschauen sind. Mir gefiel auch die Idee, dass es hier eine Vereinigung gibt, die über dem ganzen Kriegstreibermist steht und tatsächlich verstanden hat was Zusammenarbeit bedeutet. Leider ist dieses Konzept nur äußerst selten in die Köpfe der Spieler durchgerutscht. Die meiste Zeit spucken sich Taurendruiden und Nachtelfendruiden genauso gegenseitig an wie gemeine Krieger – auch auf einem Rollenspielserver – und der Hass der NPCs beider Seiten auf einander spiegelt nur wieder, was die Spieler sehen wollen. Gegenseitig die Köpfe einschlagen bringt am Ende des Tages eben doch mehr Kunden als ein Blümchenspiel. Selbst der aktuelle Kritikerliebling Flower auf der PS3 nicht…

Nun entschuldigt mich. Ich muss noch in Quake Live einigen Leuten eine Rakete per Expresszustellung vorbeibringen. Oder doch lieber in Star Wars Galaxies die Imperiumsau raushängen lassen und ein paar Rebellen aus dem Weltraum blasen? Entscheidungen, Entscheidungen…

(Anm. d. Red.: Nichts da! Du hast noch einen Artikel fertig zu tippen und der Nächste wartet auch schon. Deine Mordgelüste kannst du wieder ausleben wenn die Arbeit getan ist!)

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