Free Realms

Wie der geneigte Leser bereits wissen dürfte, befindet sich Herr Webmaster Sicarius im GamersGlobal-Dauerstress, was mir die Ehre verschafft diesen Montagseintrag übernehmen zu dürfen (= ich hab’s mir aufschwatzen lassen…).
Da ich sonst nicht allzu viel Interessantes zu erzählen hab, will ich euch einen kleinen Einblick in ein Spiel geben, was den größten Teil meiner doch sehr eingeschränkten Gaming-Zeit der letzten Wochen eingenommen hat: Free Realms.

Kinderspiel?!?
Free Realms hat eigentlich alles, was mich normalerweise dazu bewegen würde das Spiel nicht mal mit der Kneifzange anzufassen: Es ist bunt (aber zum Glück nicht so rosa wie Hello Kitty Online), es zielt auf einer sehr junges Publikum ab und es ist ziemlich asiatisch angehaucht. Daher hab ich es auch lange Zeit einfach ignoriert bis ich dann auf verschiedenen Webseiten (vor allem Massively) gelesen hab‘, dass auch „gestandene Männer“ ihren Spaß damit haben könnten. Da das Spiel, wie der Name schon ein wenig andeutet, kostenlos ist, hatte ich nichts zu verlieren und habe es einfach mal ausprobiert.
Los geht es, wie bei den meisten Rollenspielen, mit der Charaktergenerierung. Die Rassenauswahl ist äußerst beschränkt, es besteht lediglich die Wahl zwischen komischen Feen-ähnlichen Wesen genannt Pixies und Menschen. Nachdem man seine Klasse gewählt, sein Aussehen angepasst und sich einen entweder generierten oder eigenen (der allerdings erst freigeschaltet werden muss) Namen ausgesucht hat, könnte es eigentlich auch schon losgehen…

Firefox, übernehmen Sie
… wenn da nicht noch der Client Download wär. Dieser ist allerdings mit 60MB von moderater Größe und befindet sich daher je nach Internetanbindung mehr oder weniger schnell auf dem eigenen Rechner. 60MB? Für ein ganzes MMORPG? Nicht wirklich. Das ist nur der Anfang um direkt mit dem Spiel loslegen zu können. Während des Spielens werden dann alle weiterhin benötigten Inhalte je nach Bedarf nachgeladen, was aber erfreulicherweise meist im Hintergrund geschieht und den Spiefluss nicht negativ beeinflusst. Für Spieler mit langsamer Internetverbindung könnte dies allerdings zum Hemmnis werden, da fehlen mir die Erfahrungswerte. Das Spiel an sich läuft ähnlich wie Quake Live komplett im Browser ab, was man im Vollbildmodus aber natürlich nicht merkt.

Schaffe, schaffe, Häusle baue.
Nachdem man im Spiel ein kurzes Tutorial in einem vom Rest der Welt abgetrennten Startgebiet absolviert hat, kann man beginnen die Spielwelt zu erkunden und sich seinen Berufen zu widmen. Diese sind zentraler Bestandteil des Spieles, denn so etwas wie Klassen oder Charakterlevel gibt es nicht, beides findet sich aber im Berufssystem wieder. So gibt es neben „klassischen“ Rollenspielberufen wie Bergbauer, Schmied oder Koch auch kampfbetonte Berufe wie Krieger, Magier, Ninja und Bogenschütze aber auch ausgefallene Berufe wie Kart-Fahrer, Postbote oder Haustiertrainer. In jedem dieser Berufe kann man Erfahrungspunkte sammeln und so bis zum Maximallevel 20 aufsteigen. Eine Begrenzung auf eine gewisse Anzahl an Berufen gibt es nicht, man kann immer nach Lust und Laune das machen was einem im Moment Spaß macht.
Das Kampfsystem in den entsprechenden Berufen ähnelt dem anderer MMORPGs (allen voran World of Warcraft), allerdings ist es doch sehr vereinfacht so hat man auf dem höchsten Level insgesamt nur 4 Fähigkeiten. Die Kämpfe finden auch nicht in der freien Welt statt, sondern sind alle Instanziiert. Die Gegner, die in der Wildnis herumlaufen, dienen lediglich als Instanzportale, die man auch immer aktiv betreten muss. So kann es nicht vorkommen, dass man beim umherlaufen von irgendwelchen Tieren angegriffen wird. Dahingegen werden die meisten anderen Berufe in Form von Minigames gespielt. So muss man zum Gemüseernten oder Bergbauen ähnlich wie bei Bejeweled auf einem Spielfeld voller verschiedener Symbole versuchen möglichst lange zusammenhängende Ketten gleicher Symbole zu bilden um diese damit zu entfernen. Das Kochen und Einschmelzen der so gewonnenen Rohstoffe geschieht dann in Minispielen, die ähnlich ablaufen wie Cooking Mama. Das Kart-fahren, indem man leider im Moment noch keine Erfahrungspunkte und Levels sammeln kann (was aber per Patch nachgeliefert werden soll), ist im Grunde ein Mario Kart-Klon zu dem es ansonsten nicht viel zu sagen gibt. Das letzte Spiel im Spiel ist ein ausgewachsenes Trading Card Game, was quasi als eigenständiges Spiel enthalten ist. Dazu Details zu liefern würde den Rahmen dieses Artikels bei weitem sprengen, daher verzichte ich darauf.

Questen, questen, questen
Die meiste Zeit verbringt man, wie bei so vielen anderen Rollenspielen auch, mit dem Erledigen von Quests. Diese gibt es auch in Free Realms zahlreich, an jeder Ecke hat irgendwer eine Aufgabe für den Spieler parat. Neben diesen allgemeinen Quests gibt es auch für jeden Beruf eine lange Questreihe, die einen fast ohne jegliches „grinden“ auf den Maximallevel hebt. Da aber nur in den Berufsquests zu den Kampberufen gekämpft werden muss sind fast alle Aufgaben sogenannte „FedEx Quests“, also Quests bei denen man von einem NPC zum nächsten geschickt wird. Dies artet teilweise schon sehr aus, sodass man nur noch am hin-und herlaufen zwischen zwei Lagern ist. Da hilft es zumindest, dass die Welt nicht besonders groß ist (grob geschätzt so groß wie ein einziges großes Gebiet aus World of Warcraft) und das Reisen zwischen verschiedenen Gebieten sehr angenehm ist. Sobald man das erste Mal ein neues Gebiet betritt erhält man einen „Warpstone“ mit dem man sich jederzeit von jedem Punkt der Karte aus wieder in dieses Gebiet teleportieren kann.

Upgrade NOW!
Auch wenn das Spiel an sich kostenlos ist, ist Sony Online Entertainment natürlich trotzdem kein reiner Wohltäter und will selbstverständlich an dem Spiel auch Geld verdienen. Dies soll durch zwei verschiedene Einnahmequellen vonstattengehen: Premium-Accounts und einem Ingame-Item Shop. In letzterem kann man im Austausch gegen Station Cash (welches gegen Echtgeld gekauft werden muss) verschiedenste Items kaufen, von einfachen Heiltränken über Schwerter bis hin zu Haustieren. Diesen Shop kann man zwar jederzeit über einen Button im Menü erreichen, aber abgesehen davon wird im Spiel nicht ständig versucht einen dazu zu bringen dort etwas zu kaufen. Ganz im Gegensatz zur Premium-Mitgliedschaft. Diese wird einem nicht nur durch einen großen „UPGRADE!“ Button in der unteren rechten Ecke des Bildschirm angepriesen, sondern man wird im ganzen Spiel permanent damit konfrontiert. Viele NPCs geben nur Premium Mitgliedern Quests und auch viele Minigames, Ressourcen-Nodes und auch 5 der 13 Berufe sind für Spieler der kostenlosen Variante nicht benutzbar. Selbst viele Items, die man im Lauf des Spielens findet, können nur von Premium-Spielern benutzt werden. Wenigstens sieht man dies den jeweiligen Objekten direkt an, ohne sie anklicken zu müssen. Auch wenn das doch teilweise sehr nervig sein kann, muss man trotzdem sagen, dass man als normaler Spieler doch sehr viel des Spieles erleben kann (laut SOE 60% des kompletten Inhaltes) und auch der Preis der Premium-Mitgliedschaft ist mit $4,99 pro Monat doch noch relativ billig im Vergleich zu den Abo-Preisen anderer MMORPGs.

Fazit
Abschließend bleibt zu sagen, dass man sich von dem kindlichen Look des Spieles nicht abschrecken lassen sollte. Wer ein komplexes und forderndes Spiel erwartet wird enttäuscht werden, aber für eine kleine Runde Abwechslung zwischendurch taugt das Spiel auf jeden Fall. Ich persönlich sah das Spiel anfangs sehr skeptisch, doch aus „ich schau mal 10min rein“ sind doch teilweise 1-2 Stunden am Stück geworden, da Free Realms doch eine gewisse Anziehungskraft und Suchtfaktor hat. Eine Premium-Mitgliedschaft ist mir das zwar nicht Wert, dafür ist dann doch zu schnell die Luft raus, aber ich kann nur jedem, der mit dem Genre ein bisschen was anfangen nur empfehlen einfach mal reinzuschauen (Und wenn auch nur um die ein oder andere Runde des auch enthaltenen Tower-Defense Minigames zu spielen).

An diesem Donnerstag muss ich leider doch erstmalig einen unabgesprochenen Filler einbauen. Zufälligerweise passt der gewählte Titel „Walpurgisnacht“ hierfür noch einigermaßen, auch wenn ich ihn eigentlich in meinen Artikel einbetten wollte. Nächsten Donnerstag wird dieser Teil jedoch mit Sicherheit nachgereicht. Aus beruflichen Gründen muss ich morgen jedoch früher als erwartet aufbrechen und werde es daher nicht bis zur Deadline schaffen. Im Anschluß an meinen morgigen Termin bin ich – inklusive des Wochenendes – im hohen Norden unterwegs und werde nach dem Ausflug hochstwährscheinlich gut zweieinhalb Tausend Kilometer hinter mir haben.

Genau wie der Webmaster folgt nun das provisorische Fillerbild, dass schon einen Eindruck auf den Artikel geben soll. Ich entschuldige mich nochmals und verweise auf nächste Woche.

FF

Bild auf DeviantArt ansehen

Sicarius

Warcraft III

Da mein Gast nächste Woche keine Zeit hat (AC/DC in Dublin – war in drei Minuten ausverkauft), gibt es ausnahmsweise schon heute:

Wie Warcraft III? Das ist doch ein alter Schinken! Stimmt. Zwar noch nicht ganz so alt wie Starcraft, aber trotzdem schon sieben Jahre auf dem Markt. Und doch wird es noch sehr viel gespielt. Unter anderem von meinem Gast Fabian, der nach der GTA4-Folge nun bereits zum zweiten Mal die Ehre hat im Podcast aufzutreten. Mit seinem 4on4-Team hatte er es Anfang des Jahres geschafft einige Zeit auf dem ersten Platz der Europa-Realm-Ladder zu verweilen. Also auf jeden Fall ein kompetenter Gast.

Allerdings haben wir uns nicht einfach wieder hingesetzt und uns 20 Minuten die Ohren gegenseitig vollgelabert. Stattdessen wurde die Aufnahme während des Spielens gemacht. Für alle Warcraft III-Besitzer kommt der heutige Podcast also am besten zur Geltung, wenn ihr das dazugehörige Replay herunterladet (49 KB, Rechtsklick -> Ziel speichern unter…; Replay benötigt Version 1.23a des Spiels) und es nach der Einleitung startet. Alle anderen müssen im Gegenzug mit einigen „ähms“ und Pausen vorlieb nehmen. Die konnte ich natürlich nicht rausschneiden ohne dabei das Replay nutzlos zu machen, auch wenn es vermutlich nur ein Bruchteil von euch anschauen werden. Ein Video würde leider den Rahmen sprengen.

Das 17-minütige Match ist aber auch nicht sonderlich interessant. Da ich das Spiel schon lange nicht mehr gespielt hatte, wurde ich schon sehr bald von der KI (Schwierigkeitsgrad „Insane“) überrannt und wir haben das Match geschmissen. Zwar folgte danach ein Re-Match, aber das dauerte 50 Minuten weil ich auch hier Opfer der KI wurde und Fabian den Rest alleine machen musste. Das wollten wir euch dann doch nicht in Gänze zumuten. Aber keine Angst: Die Aufnahme werde ich sicherlich einmal im Rahmen einer Sondersendung zusammen mit dem Replay veröffentlichen. Während wir in der ersten Aufnahme mehr auf allgemeine Dinge eingegangen sind, was im Rahmen des Podcasts natürlich interessanter ist, haben wir bei der zweiten auch mehr das Spiel kommentiert.

Folge 11 ist auf jeden Fall ein interessantes Experiment gewesen. Mal schauen was sich in Zukunft noch daraus machen lässt. Mit Jackie eine Runde Counter-Strike zocken und sich dabei über das Spiel unterhalten? Rondrer die Vorzüge von Civilization erzählen lassen während er mich platt macht? Es würde die Folgen zumindest dynamischer machen. Die Hauptfrage ist allerdings: Ist so etwas ohne Videomaterial für euch überhaupt interessant? Euer Feedback wäre deshalb sehr hilfreich.

Nun aber zu den Details der Folge:

Zu Wort kommen: Christoph „Sicarius“ Hofmann und Fabian „Maverick“ K.

Technische Daten: 19:59min lang; 96kbit Qualität; 13,70MB groß; Aufnahme mit Skype; Editierung mit Adobe Soundbooth CS4

Musikcredits nach Reihenfolge:
Brian Conrad, Sue Kasper, Justin McCormick – SimCity 2000 – Track 47 (Komplett)
Brian Conrad, Sue Kasper, Justin McCormick – SimCity 2000 – Track 31 (Auszug)
Frank Klepacki – The Legend of Kyrandia – Pool Of Sorrow (Komplett)

Den nächsten Podcast gibt es selbstverständlich Ende Juli (vermutlich 27.07.2009). Wenn alles glatt läuft, stehen der Gast und das Thema auch bereits fest. Und damit gebe ich ab an JakillSlavik, der euch am Donnerstag mit der nächsten Folge seiner Eintragsserie über Photoshop-Magazine beglücken wird. Für ihn habe ich übrigens auch eine neue Eintrags-Kategorie eingeführt: die Gastbeiträge. Neben Jakills Einträgen findet ihr dort auch Kessys Geblubber, Azzkickrs kurzes Gastspiel und sogar Don Quichottes Vertretungshinweise.

PS: Was? Keine GamersGlobal-Werbung heute? Nun, diese Woche gab es tatsächlich im Kern nichts Neues von mir. Ich habe „nur“ je eine News zur Ankündigung von Der Patrizier 3, zur Veröffentlichung von America’s Army 3 und zur Veröffentlichung des Street Fighter 4 PC-Benchmarks geschrieben. Die restliche Zeit war ich mehr hinter den Kulissen tätig mit Steckbriefe anlegen, Screenshots hochladen und derlei Kram. Ich durfte aber auch unseren allerersten User-Report Wii-Fitnesstrainer im Vergleich, unseren Test zu Prototype, sowie das Interview mit Prof. Fritz redigieren und layouten.

Es folgt ein Auszug aus den Memoiren des Autors:

29. April 2009 Die Suche sollte heute endlich zu seinem Ende kommen. Mit einem derart positiven Ergebnis, war das Ende fast schon eine Heimreise und damit einer Odysee ähnlich. Ich war wieder bei Penelope angekommen.

So oder zumindest so ähnlich dokumentierte ich mir für mich, das Ende meiner monatelangen Recherche nach einer gewissen ‚Art‘ Photoshop Magazin. Hintergrund unzähliger Streifzüge durch Zeitschriftenläden oder – in der virtuellen Welt – Gestaltungsforen und anderen Plattformen, war mein Streben nach einem ‚durchschnittlichen‘ Heft. Es durfte nicht jungfräulich sein, aber gleichzeitig auch in keiner Konkurrenz mit den bisherigen vorgestellten Heften stehen. Möglichst ‚erfrischende Gedanken‘ musste es aber auch noch beherbergen, um sich in der Durchschnittlichkeit trotzdem noch den Vergleich hier unterziehen können. Natürlich ist die Idee zu dieser Eintragsserie erst nach meiner Zuwendung zu diesem Magazin entstanden, im Nachhinein hatte ich jedoch eine größere Auswahl und habe mich zurückerinnernd an den oben beschrieben Moment für dieses Werk entschieden: Eine Zeitschrift die vom Anspruch her genau zwischen die .psd und die DOCMA einzureihen ist. Penelope hört hier auf den Namen Advanced Photoshop.

Als „Magazin für den professionellen Photoshop-Anwender“ stand es zumindest in der Theorie der Zeitschrift fest, dass sie sich zum höheren Segment für Bildbearbeitung ansieht. Von den äußeren Merkmalen unterscheidet sich dieses Magazin jedoch kaum von dem bisherigen Schema: Knapp hundert Seiten, mindestens siebzig Prozent Workshops und dem Standardpreis von 9,90€ (allerdings monatliches Erscheinen). Advanced Photoshop erscheint im Sonic Media Verlag, welches intern mehr oder minder noch einen Konkurrenten hat und seit dem 20. Mai diesen Jahres noch mit der Photoshop Creative einen weiteren Photoshop Ableger für das „niedere Segment“ ins Rennen schickt. Die Unterschiede hier, liegen aber mal wieder im Detail. Nebensächlich sei erwähnt, dass hier ein Datenträger vorhanden ist.

Die Zeitschrift kann mit einigen Neuerungen in den Bereichen Design und Layout erheblich Vorsprung vor den bisher vorgestellten Heften anlegen. Doch um dies näher zu erläutern muss ich den Ausgangspunkt näher darstellen: Mit der „Kraft der Jugend“ könnte man es nennen – also einem größtenteils eher jüngeren wechselnden Autorenteam, kopiert Advanced Photoshop zwar den Stil der .psd, aber die Mitgliederzahl ist hier erheblich eingeschränkt. Das Team wird auf maximal sechs Schreiberlinge begrenzt und mittels Redaktion wird eine gewisse Balance eingehalten. Das heißt es werden Gegengewichte platziert. So konfrontiert man erfolgreiche ‚Newcomer‘ mit alteingesessenen ‚Hasen‘, welche für Adobe und andere namhafte Firmen schon erfolgreiche Werbekampagnen geleitet haben, wobei gleichzeitig insgesamt der Altersdurchschnitt sehr nach unten gedrückt (etwa in den Bereich 25-35 Jahre) wird. Vorteil dieser Maßnahme ist jener, dass einige der jüngeren Autoren bereits von den Vorarbeiten von Baumann&Co. profitieren und sich bereits ganz anderen Problemem widmen können. Etwa der Zeiteffiziens.

Ebenfalls bemüht man sich hier mehr darum, dass eine gewisse Thematik eingehalten wird, die sich nun endlich wirklich wie ein roter Faden durch das gesamte Heft zieht. Hier werden also erstmals die verschiedenen Workshops miteinander verbunden. Beispielsweise war in meiner ersten Ausgabe der Advanced Photoshop die retro-futuristische Art das Fundament. Aus Gründen der Straffung des Textes, spare ich mir an dieser Stelle jedoch ausführliche Definitionen, welche Epochen hier wiederbelebt wurden. Fakt ist es, dass ein Neuaufleben alter Zeiten gibt und dieses mit den aktuellen Trends geschickt verknüpft wird.

Einher mit dieser Verknüpfung geht aber der Kern der ‚Überdurschnittlichkeit‘, nämlich das Layout. Nun also begründet durch die kreative Jugend erklärt sich auch, warum in den Workshops nicht das standardisierte Kastensystem bei den Montagen verwendet wird: Text und Bildbeispiele werden auf die Darstellung angepasst. So werden wesentlich mehr Schritte einzeln erläutert und damit das Gesamtprojekt klarer für den Leser, während zeitgleich natürlich auch mehr Bilder, allerdings in verkleinerter Form gezeigt werden. Ein weiterer Pluspunkt diesen Systems ist es, dass sich die Eingriffe drastischer steigern, im Gegensatz zu den Beispielen in DOCMA und .psd. So wird erstmals immer mehr die Bildbearbeitung auch auf den dreidimensionalen Raum verlagert. Bei Baumann und Co. fokussierte man sich viel zu sehr auf den Photoshop an sich, so dass hier eine Grundlage für die spätere Weiterverarbeitung in andere Programme vorbereitet wird. Die gezeigten Arbeiten bleiben jedoch für sich genommen auch noch in der zweidimensionalen Welt stimmig. Anbei sei noch erwähnt, dass größtenteils alle Workshops mittels der beigelegten CD-Rom entweder komplett nachgestellt oder zumindest nachempfunden werden können. Einzig einige urheberrechtliche Gründe verhindern bei manchen Arbeiten die Direkte Nachahmung.

Letzten Endes leidet die Übersichtlichkeit aufgrund der kleinen Bilder. Auch die allgemeine Ordnung des Heftes ist auf den ersten Blick nur schwer nachzuvollziehen. Advanced Photoshop ordnet sich ganz der Progression unter und zieht somit aus dem großen Fortschritt in seiner Sparte natürlich auch Nachteile. Vorallem der noch nicht näher beschriebene Rest ist nicht ohne Grund genauso zweitrangig beschrieben, wie er im Heft selbst gehalten wird:

Den Anfang des Magazins macht eine Sammlung an kreativen und wirklich gut gelungenen Arbeiten und Neuigkeiten „aus aller Welt. Man möchte es einfach als ansehnlichen Augenzucker, als eine Art Verführung beim erstmaligen Durchblättern sehen. Aber die darauffolgende Serie über Echtwelttipps für die berufliche Entfaltung und das obligatorische Interview mit einem ’szenetypischen‘ Künstler kommen dann jedoch viel zu kurz in Anbetracht der nun von vorher optisch schön fortgesetzten Bilderreihe. Hier wurde sehr viel gestrauchelt, damit einige Seiten zu den vorher beschrieben „kreativ“-Seiten passen. Editorial und Redaktionsbeschreibungen halten sich besonders knapp, während Autorenwerdegang und -beschreibung sogar bei jedem Workshop nochmals mit mehr Informationen verdichtet werden.

Nichtsdestotrotz ist es vom handwerklichen Aspekt des Photoshops her, nicht allzu weit unterhalb von Doc Baumanns Heft einzuordnen. Im Bezug auf dem Übergang von Photoshop zu Cinema 4D und anderen Programmen, ist Advanced Photoshop meiner Meinung gar ein Pionier der Neuzeit. Mit aktiver Begeisterung jeden Monat einer eigenen Saison zu begegnen und wirklich eine Häufung an Meisterwerken der Bildbearbeitung, sowie mannigfaltigen Workshops vor Augen geführt zu bekommen, steht nur noch eine Frage im Raum: Leiste ich mir das auch wirklich jeden Monat, sowohl zeitlich als auch finanziell?

Als ich wieder zuhause war, sah ich Penelope von Freiern umgeben.

Spirit Wood Plank


Bei diesem Bild diente das ‚Crafting material‘ „Geisterholzplanken“ aus dem Rollenspiel GuildWars als Namensgeber. Dargestellt in der Originalaufnahme sind zwei Zimmertüren unseres Hauses, welche ich mittels Spiegel aus der Froschperspektive aufgenommen hatte. Angelehnt an einen Workshop aus Advanced Photoshop in dem beschrieben wird, wie man futuristische Objekte an Menschen hinzufügt (im Heftbeispiel waren es Kopfhörer mit Blitzen), habe ich zwei Teilbereiche übernommen. Diese Objekte sollten mehr oder weniger funktionstüchtig sein, also begann ich rustikaler zu denken. Ähnlich einem versunkenen Wrack, versetzte ich die Türen auf der Aufnahme mit Hilfe von Glaseffekten und einer Blautonkurve, mit besonderer Rücksicht auf die Türklinken, in einen submarinen Zustand. Um eine Betonung der Lampe im Hintergrund zu erreichen, benutzte ich denselben Trick, der bei den Blitzen im Heft angewandt worden war: Ich legte über das Glas eine kleine Nebelmaske wordurch die Farben, wie in Rauch gehüllt wirken. Zu guter Letzt beherzte ich deren Ratschlag zum Thema „Tätowierungen“ als verschiedene Zeichen noch die Haut der Trägerin des futuristischen Kopfhörers zierten, nämlich die des Wölbens. Minimal verzerrte ich damit das Gesamtbild um in etwa den Schein von Lichtbrechung, welche im Wasser sehr sichtbar auftritt, vorzutäuschen.

Sicarius

Quak0rn

Ich sehe schon, Bagdadsoftware verkommt zur verkappten Werbeplattform für GamersGlobal. Aber hey, vergangene Woche hatte ich schon wieder etwas mehr Luft, obwohl es natürlich auch da neues Material von mir gab:

Velvet Assassin – Das Spiel bekommt ganz klar 5 von 5 Sics. Es hat zwar seine spielerischen Macken, aber ich hatte in den acht Stunden definitiv mehr Spaß als mit Splinter Cell: Double Agent – das ich bis heute nicht durchgespielt habe. Fisher ist ein verwöhnter Macho, Violett fühlt sich hingegen menschlich an. Gut, wenn man ihr ins Gesicht schaut zerfällt die Illusion, aber die fantastischen Monologe und die bedrückende Atmosphäre der Level hat mich wirklich überzeugt. Außerdem hat das Spiel von mir einen Pluspunkt bekommen, weil die deutschen Soldaten selbst in der englischen Fassung korrektes Deutsch sprechen und Violett in süßem britischem Englisch. Da merkt man eben doch, dass ein deutsches Studio dahinter steckt. Kann es wirklich nur empfehlen!

Jörgs Kommentar bei Twitter dazu fand ich auch ganz amüsant: „Schön, dass mich unsere eigene Website überraschen kann: Aktuell mit Christophs Test zu Velvet Assassin, das ich nicht auf dem Radar hatte.“ Aber gut, in seinem Alter und bei dem ganzen Stress derzeit durch GamersGlobal darf man ruhig auch mal was vergessen :wink: .

Heutiges EA-Analystengespräch: 1,4 Millionen Sims 3 + mehr – Die erste Präsentation lief so gut und dann funktioniert der Webcast zur Breakout-Session nicht. Und genau da wurden natürlich Battlefield 3 und ein weiteres Need for Speed angekündigt. Da kommt man als Redakteur in Erklärungsnöte wenn die Ankündigung zuerst auf anderen Seiten aufpoppt. Aber so ist es eben. Dementsprechend dreht sich der Artikel hauptsächlich um die erste Konferenz. Ich fand die aber auch sehr interessant und wenn ich das Geld hätte, würde ich mir aufgrund des Ausblicks auf die nächsten Monate tatsächlich ein paar EA-Aktien kaufen. Die haben wirklich, aus finanzieller Sicht, einige nette Sachen auf Lager. Aber bevor ich mich wiederhole: Lest einfach den Text!

Außerdem hatte ich noch meine Finger im Left 4 Dead-Nachschub-Artikel und Test zu Zenonia mit drin. Beide durfte ich redigieren und layouten.

Und damit ist die Seite schon wieder so gut wie voll, ohne, dass ich irgendetwas interessantes Neues erzählt habe. Toll oder? Ich könnte einiges zu Prototype erzählen da ich es nicht teste. Aber der Titel ist mit hundertprozentiger Sicherheit schon sehr bald auf dem Index, da spar ich mir die Arbeit, wenn ich es sowieso dann wieder löschen muss. Eine zensierte deutsche Version wird davon nicht erscheinen. Da erzähl ich euch lieber meine Meinung zu den vier neuen Quake Live-Maps, die bereits im Rahmen der „6 Maps in 6 Weeks“-Aktion veröffentlicht wurden:

Hidden Fortress (Clan Arena, TDM , FFA) – Ich mag die Karte nicht. Viel zu verwinkelt und man muss zu stark aufpassen was von oben kommt. Das macht die Matches relativ langsam und oft stirbt man einfach nur, weil man einem Gegner ins Gesicht läuft und er schneller abdrückt. Die Teleporter sind ganz nett, aber insgesamt merkt man einfach, dass die Karte für Konsolen gemacht wurde (ursprünglich dc_07 auf der Dreamcast).

Sibera (CTF) – Gute CTF-Map vor allem dank der interessanten Nutzung von Eis als Bodenbelag an manchen Stellen. Mir gefällt auch, dass es viele verschiedene Wege zu und von den Flaggen weg gibt. Nur lässt sich die Flagge ein wenig zu gut verteidigen, da auch hier verwinkelte Gänge und enge Räume dominieren. Wer Ahnung hat kann so als Flaggenträger sehr lange ausharren. Das zieht die Matches etwas in die Länge – aber im Normalfall lässt man ja auch nicht erst zu, dass sich der Gegner mit der eignen Flagge verschanzt. Das Quad Damage sollte man jedoch deaktivieren. Es gehört einfach nicht auf eine CTF-Map.

Bloodlust (CTF) – Ich hasse Maps bei denen man in den Tod fallen kann. Aber auch sonst empfinde ich die Karte als viel zu groß und die Flaggenräume zu sehr abgeschottet. Und die engen Zugänge zu den jeweiligen Basen erlauben kein schnelles vorrankommen. Man stößt ständig mit eigenen Leuten oder Gegnern zusammen und Granaten haben hier Hochkonjunktur. Dafür konzentriert sich die Action eben auf den mittleren Raum mit besagtem Loch. Und obwohl ich nichts dagegen habe gefraggt zu werden, nervt es mich doch ungemein so vollkommen hilflos zu sterben.

Blood Run (Duel, TDM, FFA) – Die Map kennt man ein wenig aus dem Half-Life Mod Deathmatch Classic (allerdings ursprünglich aus Quake). Bin mir nicht ganz sicher ob sich viel geändert hat oder nicht, aber so wie sie jetzt in Quake Live ist, macht sie durchaus Spaß. Sie ist wieder ein wenig zu sehr verwinkelt für meinen Geschmack (wer schreit da Railgun-Sau?), aber für ein zünftiges 1on1 ist die Map tatsächlich besser geeignet als so manch andere die derzeit in diesem Spielmodus läuft. Sie ist angenehm klein, hat zwei dicke Hotspots mit dem Megahealth und der roten Rüstung und gibt dank zweier YA-Spots (Gelbe Rüstung) auch dem ungelegeneren Spieler noch die Chance sich zu pushen. MH und RA lassen sich nur schwer zusammen dominieren. Für FFA und TDM halte ich die Karte allerdings ungeeignet. Das ist wie 20 Mann auf q3_dm1 – da macht man auch ständig nur Spawnkills.

Diese Woche wird Courtyard Conundrum (CTF) veröffentlicht. Das Original kenne ich allerdings nicht, weshalb ich dazu noch keine Meinung habe. Ihr solltet aber auf jeden Fall Quake Live spielen, wenn ihr es noch nicht tut! Ich für meinen Teil gebe hingegen jetzt ab an unseren Photoshop-Experten JakillSlavik, der euch am Donnerstag mit Teil 4 seiner interessanten Serie über Photoshop-Magazine beglückt. Ihr könnt euch sicher sein, dass ich ihn zum Thema Grafikbearbeitung auch noch in einen der kommenden Podcasts zerren werde. Jedoch nicht in den nächsten und auch nicht in den übernächsten, denn: Ich habe tatsächlich bereits Gäste dafür! Ja, richtig gelesen: Ende des Monats kommt Folge 11 und es wird endlich wieder ein Gespräch statt eines langweiligen Sicarius-Monologs.

Nächste Seite »