Sicarius

In die Ferne sehen

Während euch JakillSlavik vergangen Donnerstag unterhalten hat, gab es im Gegenzug bei GamersGlobal wieder was von mir zu lesen:

Vorschau zu Quake Live – Die Ersteinschätzung von Bagdadsoftware stimmt mit der bei GamersGlobal überein. Ist also „Sehr gut“. Ich werde sicherlich dann auch den Test dazu schreiben, wenn es denn endlich soweit ist :).

Test zu Wallace & Gromit in Fright of the Bumblebees – Ja, dieses Review lag schon lange bei der Korrektur. Wie kommt ihr nur darauf? Zumindest wurde es durch den Release der Xbox360-Fassung jetzt wieder etwas aktuell. Die Bagdadsoftware-Wertung ist auf jeden Fall 3 von 5 Sics, aber auch nur, weil ich ein großer Wallace & Gromit-Fan bin. Ohne die Lizenz wäre sowohl hier als auch bei GamersGlobal die Wertung ganz klar noch niedriger ausgefallen.

Der nächste Test liegt selbstverständlich bereits bei Jörg zur Korrektur. Ab heute steht aber natürlich erst einmal die E3 im Mittelpunkt. Bin sehr gespannt darauf. Nicht nur darauf was es alles für mich auf GamersGlobal zu tun gibt, sondern natürlich auch wie die „Wiederauferstehung“ der einstigen Supermesse aussieht. Wird es wieder eine Rückkehr zur alten Stärke? Boothbabes, übertrieben große Stände und massig exklusive Enthüllungen so wie es das letzte Mal 2006 war? Wir werden es wohl schon bald erfahren. In den Pre-E3 Events gab es zumindest bislang keine großartig tollen Enthüllungen aus meiner Sicht. Einzig Warhammer 40.000: Space Marine von Relic Entertainment wirkte im Trailer cool (und nutzt anscheinend die Engine von Dawn of War 2), aber das kommt natürlich wieder nur für Konsole. Gehen wir deshalb über in ein anderes Medium – das des Films bzw. heute eher des Fernsehens:

The CompanyThe Company – Eine dreiteiliger TV-Film über die CIA während des Kalten Krieges. Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Robert Littell ist er durchaus eine Empfehlung wert. Nicht nur wegen der hochkarätigen Besetzung vor und hinter der Kamera. Darunter Ridley Scott und Tony Scott als Produzenten und ein fantastischer Michael Keaton in der Rolle von James „Mutter“ Angleton – wohl eine seiner besten schauspielerischen Leistungen seiner Karriere.

Im Prinzip dreht sich der Film um drei Studenten, die nach ihrem Abschluss von der CIA angeworben werden und im Laufe der Zeit komplett andere Wege gehen. Natürlich hat das ganze viel mit Doppelagenten und dergleichen zu tun. Die Serie versucht aber auch an interessante Thema heranzugehen – im Vordergrund natürlich der Kalte Krieg. Die Kuba-Krise und die ungarische Revolution sind jedoch auch ein Thema. Natürlich reden wir hier aber immer noch von einem amerikanischen Machwerk. Obwohl also durchaus die CIA nicht immer im guten Licht dasteht, wird sie doch nur als die gute Organisation mit ihren kleinen Fehlerchen dargestellt während die Russen selbstverständlich wieder einmal das ultimative Böse sind. So bleiben am Ende nur die gröbsten Details von den Tatsachen übrig. Dennoch ist das Katz- und Mausspiel äußerst spannend inszeniert. Viel dazu bei trägt neben der guten Besetzung bis zum kleinsten Nebencharakter auch, dass viel Liebe zum Detail herrscht und offensichtlich die Produktionskosten nicht gerade niedrig waren. Da fahren keine auf Russisch getrimmten US-Armeepanzer durch die Ungarn, dass sind tatsächlich ausgewachsene T-34. Auch der Rest einer Szene ist zumindest augenscheinlich äußerst akkurat aufgebaut und echte historische Aufnahmen ergänzen sinnvoll die Handlung. Da fallen im Gegenzug die paar Computerelemente (Stichwort „Schiffe“) sowie das teils äußerst billige Alterungsmake-up natürlich stark auf. Außerdem hat sich ein paar Mal jemand ein wenig gehen lassen. Besonders die Invasion von Kuba passt eher zu einem billigen Actionfilm als dem eher gemächlichen Rest der Filme, die dominiert sind von starken Bildern und anspruchsvollen Dialogen.

Dennoch kann ich die drei TV-Filme nur wärmstens allen empfehlen, die auf Filme wie Der Staatsfeind Nr. 1, Serien wie 24 oder generell auf Agenten-/Spionage-Thriller stehen und zugunsten einer spannenden Geschichte über ein paar Details hinwegsehen können. Anders als bei Der Staatsfeind Nr. 1 solltet ihr aber für die über 4 1/2 Stunden Laufzeit Sitzfleisch mitbringen. Neben den zwei großen Actionszenen in Kuba und Ungarn im zweiten Teil, geht es die meiste Zeit eher gemächlich zu. Was jedoch wiederum die klare Stärke der Mini-Serie ist.

XIII - Die Verschwörung XIII – Die Verschwörung – Ich habe erst vor kurzem erfahren, dass diese zweiteilige TV-Serie basierend auf den gleichnamigen Comics gibt. Da mir auch der dazugehörige Cel-Shaded-Shooter von 2003 mit dem fiesen Cliffhanger gefallen hat, musste ich mir natürlich einmal anschauen was es mit dem Werk auf sich hat – und wurde insgesamt nicht enttäuscht.

Es sei allerdings vorweg erwähnt, dass der Zweiteiler sich doch teilweise stark von der Vorlage entfernt. Die Geschichte wurde in die heutige Zeit übertragen, einige Charaktere ausgetauscht, ihre Namen geändert oder haben gar eine Geschlechtsumwandlung durchgemacht und solche Sachen. Wen solche Aspekte massiv stören, der braucht erst gar nicht weiterlesen. Grund genug den Zweiteiler nicht zu mögen gibt es aber leider auch so noch. Darunter ein paar dicke Storylöcher und hirnrissige Szenen, bei denen ich wirklich nur mit dem Kopf geschüttelt habe (Stichworte „SD-Karte“ und „Schulterdurchschuss mit sofortiger Todesfolge“).

Und doch hat die teilweise äußerst verwirrend erzählte Geschichte um eine Geheimorganisation und der Rachefeldzug von Nr. 13 ihren Reiz. Zum einen durch eine gelungene Darstellung von Nr. 12 durch Val Kilmer, zum anderen natürlich weil gekonnt mit den typischen Elementen solcher Filme gespielt wird – darunter natürlich das ultimative Rätselraten um die Identität von Nr. 1. Leider schießt sich der Zweiteiler aber auch hier wieder ins Knie und hält den Zuschauer stellenweise für äußerst vergesslich. So werden euch unnötig oft in Rückblenden alte Szenen noch einmal in Erinnerung gerufen, die man garantiert nicht innerhalb der letzten fünf Minuten vergessen hat. Auch das Ende ist mir ein zu großer Wink mit dem Zaunpfahl gewesen. Hier hätte etwas Zurückhaltung die Spannung auch darüber hinaus erhalten.

Abschließend lässt sich XIII – Die Verschwörung wohl am besten mit Die Bourne Identität vergleichen. Nicht nur was die Art wie er gefilmt wurde und aufgebaut ist betrifft, auch die Geschichten ähneln sich stark. Daran ist aber natürlich nichts auszusetzen, da größtenteils gut kopiert wurde und die Macher durchaus verstanden haben den Zuschauer durchweg am Rand seines Stuhls zu halten. Die Oberklasse erreicht er durch seine Fehler für mich zwar nicht, aber bis auf die zwei erwähnten Szenen (Stichwörter), fühlte ich mich doch in den knapp drei Stunden gut unterhalten.

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6 Kommentare

Bourne Identität war an der Comicvorlage von XIII angelehnt, deshalb kam der Film zeitgleich mit dem Spiel auf den Markt. Die N-Zone hatte zum Launch groß darüber berichtet.

hm? Ich hab gedacht der Film hätte auf dem gleichnamigen Buch basiert und der Comic sei von eben diesem Buch inspiriert.
Und laut Wikipedia lag zwischen Bourne Identität und dem XIII-Spiel mehr als ein Jahr dazwischen.

Das hatte ich auch gedacht, aber soweit ich informiert war, war die Schnittmenge von Buch und Film bei Bourne, lediglich der Agent mit verlorenen Gedächtnis. Zwar kann man nun auch sagen, dass Bourne ansonstens auch nichts mit XIII gemeinsam hat, in der N-Zone stand in einem kleinen Sonderkästchen, sowas wie dass der Staatsputsch der XX Verschwörer, als Parabel diente. Also dass in der Bourne der Drill der Agenten und deren "Lizens zum Töten" (könnte man es nennen) ein Angriff auf Amerikas Verfassung symbolisieren, ähnlich einer Aushebelung. Das klingt beim Nachlesen weit hergeholt.

Angesichts der Buchvorlage von 1980 und dem ersten Comic von 83 stimme ich dem eher zu, was du schreibst.

wobei ich nicht behaupten kann ahnung zu haben, hab weder das buch noch den Comic gelesen… Wär aber bestimmt beides interessant… hmmmm….. *driftet zu amazon ab*

Ich habe den Comic gelesen, weil ein Kumpel von mir alle alten "Lumpen" aus Frankreich, dann noch DC und Marvel sammelt….Aber auch nur deswegen, weil William Vance mein absoluter Favorit seit ' Bob Morane ' ist!(Hatte das Bob Morane Intro als Eingangsmarsch zum Abitur :laughing:)

achja, Bob Morane an die TV-Serie kann ich mich noch Dunkel erinnern ;)

aber die XIII Comics kosten 12€ pro Stück… die Spinnen doch. Und das für 48Seiten

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