Sicarius

Drachenzeit: Ursprünge

Es kommt heute eigentlich erst offiziell raus und trotzdem kann ich es schon nicht mehr sehen: die Rede ist natürlich von Dragon Age: Origins. Und doch kann ich das Thema immer noch nicht abhaken. Ihr wollt ja schließlich auch was von mir zu dem Thema lesen, wenn ich schon nicht Federführend den dazugehörigen Megatest verfasst habe – worüber ich ehrlich gesagt auch ganz froh bin. Ich bin hingegen für die begleitenden Sachen verantwortlich gewesen. Während die Origin-Stories bereits gestern Abend online gegangen sind, folgt heute ein umfangreiches HowTo-Special. Fast eintausend Screenshots habe ich nur dafür gemacht, um dann daraus unzählige Excel-Tabellen zu machen. Das war eine Arbeit, sage ich euch! Morgen folgt dann Jörgs und mein Weg durch das Spiel und Ende dieser oder Anfang nächster Woche vermutlich noch ein paar Worte zu den DLCs, die mit in der Packung sind.

Jetzt wollt ihr bestimmt auch meine persönliche Meinung zu Dragon Age: Origins wissen. Ganz ehrlich: mir hängt das Spiel derzeit echt zum Hals raus. Ich habe den letzten Monat einfach viel zu viel Zeit damit verbracht. Dementsprechend negativ würde vermutlich der ausführliche Durchgespielt-Bericht ausfallen :). Machen wir es deshalb ganz kurz: das Spiel ist weit davon entfernt perfekt zu sein, aber die PC-Version ist für Rollenspielfans auf jeden Fall ein Pflichtkauf – in der englischen Version. Die deutschen Stimmen sind teilweise echt grauselig. Müsste ich jedoch zwischen Risen und Dragon Age: Origins wählen, würde ich persönlich eher zu Risen greifen. Das hat einfach die schönere und liebevoller gestaltete Welt. Zudem dauert nicht jeder belanglose Dialog (Vorsicht: Übertreibung!) drei Stunden, genauso wenig wie die Kämpfe gegen Standardgegner.

Und obwohl Dragon Age: Origins meinen Alltag klar dominiert hat, blieb trotzdem noch Zeit einen zweiten Artikel „einzuschieben“:

Test zu Stalker: Call of Pripyat – Die Preview-Version, über die ich bekanntlich auch berichtet hatte, zeigte bereits einige gute Ansätze. Aber Abstürze im 30-Minuten-Takt und eine wirklich abstoßende Grafik ließen mich um den Zustand des Endprodukts bangen. Deses Mal wurde ich jedoch tatsächlich positiv überrascht und kann dem Spiel zu Recht eine Bagdadsoftware-Wertung von 4 von 5 Sics geben. Besonders die Einstellung „DirectX 10 mit dynamischer Objektbeleuchtung“ reißt in Sachen Grafik tatsächlich richtig was raus und hat mich von Beginn an positiver gestimmt. Klar, die Engine ist mittlerweile stark veraltet. Zwischen der DirectX 9- und DirectX 10-Darstellungen liegen aber in vielen Situationen trotzdem Welten. Viel wichtiger ist aber selbstverständlich, dass das gesamte Spiel nicht nur rund, sondern auch so viel besser als selbst S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Chernobyl ist. Die Bugfreiheit, der bessere Bedienkomfort, die lebendige Spielwelt – es passt nun fast alles. Ich habe nur den Besuch beim Reaktor vermisst. Der war einfach das Highlight des ersten Teils gegen das Pripyat nicht ankommt. Mein größter Kritikpunkt war jedoch das Ende. Ja, das Ende hat mich sogar regelrecht aufgeregt. Also richtig wütend gemacht. Ich rede hier von einem „den Controller in die Ecke schmeißen“-Aufregen. Dabei ist es weniger der subtile Cliffhanger, oder dass das Outro nur aus billigen Texttafeln besteht. Vielmehr stürzt das Spiel rund eine Stunde vor Schluss komplett ab. Gerade so als wäre den Entwickler nichts mehr eingefallen oder als mussten sie schnell fertig werden. Statt einem anständigen Abschluss wird eine überraschende Wendung gebracht, der eigentliche Hauptquest damit ohne den Spieler in einem Satz aufgelöst und das war es. Das ist kein befriedigendes Ende – das ist ein Schlag ins Gesicht. Aber gut, kaufen könnt ihr es trotzdem. Wie schon bei Bioshock ist eben der Weg das Ziel. Und der Weg ist wie im Test zu lesen angenehm lang, durchweg unterhaltsam und kostet nur 28 Euro.

In diesem Sinne: Peggle!

Print Friendly, PDF & Email
Tweet about this on TwitterShare on FacebookEmail this to someone

5 Kommentare

Das Ende regt mich auch jetzt noch auf. Nichtsdestotrotz sind die Spielstunden mit der finalen Version davor größtenteils richtig super und ohne viel Beanstandung gewesen. Deswegen würde eine 3/5 selbst nach meinen Definitionen einfach nicht passen.

So, jetz hab ich den Text gelesen. Was mich sehr interessiert, du aber leider nicht erwähnst: Wie schlägt sich DragonAge deiner Meinung nach gegen Drakensang. Wäre doch ein viel besserer Vergleich als mit Risen.

Ich hab' DragonAge natürlich nicht übersetzt, sondern mich nur am Namen orientiert und eine eigene Bedeutung für den Eintrag kreiert. Drachenepoche oder Drachenzeitalter oder was ähnliches passte einfach ned.

Drakensang ist näher an DragonAge dran, das stimmt und teilt sich zum Teil sogar einige Problem (um eine Erhebung herumlaufen…). Aber auch hier fällt meine Antwort zugunsten der deutschen Produktion aus mit ziemlich den gleichen Argumenten: glaubwürdigere Welt und weniger ermüdend langatmig – subjektiv kommt außerdem noch das Regelwerk hinzu, das bei Drakensang zudem nicht so stark versteckt wird wie bei DAO. Auch wenn ich am Würfelergebnis nichts ändern kann: mir gefällts trotzdem es auf Wunsch zu sehen und nachvollziehen zu können.

Aber ganz ehrlich: Drakensang kostet mittlerweile so gut wie nix mehr. Man kauft sich in dem Fall also einfach beides :smile: .

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

:smile: :sad: :wink: :tongue: :-x :roll: mehr »
*