Sicarius

Mass Effect 2

Montag war ein Tag, den ich vielerlei Hinsicht so hoffentlich nicht mehr mitmachen und den ich mit Jörg noch ausführlich analysieren muss. Aber gut, aus eurer Sicht war um Mitternacht der sehr umfangreiche Test online – die unschönen Details hinter den Kulissen sind da unwichtig:

Test zu Mass Effect 2 – Um mal aus dem Nähkästchen zu plaudern: es stand längere Zeit tatsächlich eine Wertung von nur 8.5/10 im Raum. Aber nach einigen ausführlichen Wertungskonfernzen und viel „drüber schlafen“ hat der Titel dann doch am Ende noch seine verdienten 9.5/10 erhalten. Die Bagdadsoftware-Wertung war hingegen von Anfang an klar: 5 von 5 Sics. Ja, Mass Effect 2 ist noch mehr als schon der erste Teil ein 3rd-Person-Shooter und weniger ein traditionelles Rollenspiel und die Levels sind schon fast so linear wie ein Call of Duty: Modern Warfare 2. Und das Ende ist im Vergleich zum letzten Level von Teil 1 eher lasch. Doch in den gut 26 Stunden, die ich bis zum Ende gebraucht habe, habe ich mich wirklich keine Sekunde gelangweilt. Man rast ständig von einem einzigartigen Schauplatz zum nächsten, führt sehr gelungene Dialoge mit fantastisch aussehenden Charakteren und lässt sich von der gelungenen Atmosphäre ins Spiel hineinziehen. Eben wie schon Teil 1 nur ohne die unterirdischen Nebenmissionen und vielen anderen sinnvollen Verbesserungen. Außerdem ist es die erste Fortsetzung, bei der euch die eigenen Entscheidungen im ersten Teil tatsächlich spürbar verfolgen. Darunter auch sehr viele kleine, die ich schon wieder vergessen hatte. Das ist absolut kein Vergleich zum reinen Übernehmen der alten Gruppe wie es beispielsweise in der Das Schwarze Auge-Trilogie damals möglich war. Von daher auch von Bagdadsoftware eine klare Kaufempfehlung! Allerdings: wenn ihr Teil 1 noch nicht durchgespielt habt, solltet ihr das vorher nachholen. Es lohnt sich nicht nur wegen dem furiosen Finale. Ihr könnt euren Charakter dann auch in Teil 3 weiter benutzen (sollte er das Ende des zweiten Teils überleben).

Auf Seite 4 des Tests findet ihr übrigens ein von mir vertontes Video. Einen ausführlichen Kommentar dazu spare ich mir. Nur soviel: ich muss noch viel Üben! Im Laufe des heutigen Donnerstags geht außerdem noch ein zweiter Artikel zu Mass Effect 2 von mir online gehen:

Mass Effect 2 Kompendium – An den Erfolg meines Dragon Age Kompendium (derzeit über 56.000 Aufrufe) wird es bestimmt nicht anknüpfen können. Dazu ist das Spiel dann doch zu oberflächlich und bietet zu wenig Inhalte, die es sich lohnt in einem Tipps & Tricks-Kompendium aufzulisten. Viel Arbeit war es aber natürlich trotzdem und wenn es auch nur halb so gut ankommt, wäre es schon ein riesiger Erfolg.

Und das war im Prinzip die GamersGlobal-Mass-Effect-2-Woche von meiner Seite aus. Sieht so vielleicht nach mächtig wenig aus, waren aber zwei sehr harte Wochen für mich. Und natürlich geht es auch gleich weiter – von Erholung kann keine Rede sein. Mit was genau, weiß ich selbst zwar noch nicht. Aber es sind schon zwei Spiele im Gespräch. Das eine heißt glaube ich Naturüberraschung Zwoa und das andere hat so einen mittelalterlich angehauchten Namen. Hat wohl irgendetwas mit Drachen zu tun und ist auch ein Nachfolger bzw. eigentlich ein Prequel. Und dann ist da auch noch so ein Report über eine Leeranstalt, den ich dank JakillSlavik in der zweiten Februarwoche mitsamt einem Interview machen werde.

Aber alles zu seiner Zeit. Jetzt gebe ich erst einmal ab bis Montag. Wenn nichts schief geht und mein Gast entsprechend Zeit hat, dann endlich mit Folge 18 des Bagdadsoftware Podcast. Welches Thema? Lasst euch überraschen!

Sicarius

Filler, die 2.000te

Es nervt euch sicherlich schon massiv, dass ich euch ständig nur vertröste oder gar nicht selbst einen Eintrag schreibe. Doch ein Tag hat leider nur 24 Stunden und GamersGlobal nun einmal höchste Priorität. Das Ergebnis werdet ihr heute um Mitternacht bewundern können. Dann geht drüben mein Test zu Mass Effect 2 online. Und auch Mittwoch und Donnerstag wird es voraussichtlich dazu noch weitere Artikel geben. Aber die schreiben sich leider alle nicht von selbst, weshalb ich euch heute nicht einmal mit einem sinnlosen Bild abspeißen kann.

In diesem Sinne bitte ich um Entschuldigung und hoffe, dass ich euch zumindest kommenden Montag mit einer neuen Folge des Podcasts beglücken werde.

JakillSlavik

Mondzeit

Zurzeit läuft aus spieletechnischer Sicht das Jahr 2010 mit voller Kraft an, sodass es nicht weiter verwunderlich ist, dass ihr mich heute wieder lest. Den Webmaster ein weiteres Mal wegen GamersGlobal zu entschuldigen, versuche ich erst garnicht, denn um ihn wortwörtlich zu zitieren bleibt ihm selbst dazu „Keine Zeit“ :laughing: Daher springe ich direkt mal ins Geschehen und erkläre euch, was ihr jetzt erwarten dürft.

Für mich persönlich läuft gerade die etwas weniger entspannte Studienzeit an, gepaart mit Praktikasuche und sonstigen Dingen. Dennoch versuche ich mich in meiner Freizeit gerade an einem sozialen Projekt, dass in vielen Foren einfach als „Role Playing“ bekannt ist. Hierbei entwirft jeder Teilnehmer einen eigenen Charakter, den man selbst in einer Geschichte mit anderen ’spielt‘, indem man von den (gemeinsamen) Erlebnissen berichtet. Je nach Abmachungen und Regeln kann dies natürlich unterschiedlicher machen und verkomplizieren. Im Folgenden könnt ihr nun meine bisherige Charakterplanung (sehr ausführlich) lesen.

Vorwort

Lest meine Worte aufmerksam, denn der Strom der Zeit wird euch schon bald erfasst und euresgleichen vertilgt haben. Eure eigene Zeit ist zu bald vorbei, eure Spuren in der Geschichte werden vom Wind der Zeit verweht. Daher habt ihr nicht das Privileg auch nur eines der folgenden Worte jemals wieder zu vergessen.

Lest also die Worte einer der wenigen Überlebenden, lest die Wahrheit. Vergesst, was für Geschichten die Straßen eurer Städte beherrschen. Vergesst die alten Schriften, auf denen versucht wurde uns dämonenhafte Wesen zu beschreiben. Vergesst also alles, was ihr bisher zu wissen geglaubt habt.

Nehmt die Wahrheit auf, niedergeschrieben von mir, der vermutlich letzten Succubus…

Wer ich bin

Auf meinem Bernstein-farbigen Geburtsarmreif erscheint bei jedweden Gedanken über meine eigene Existenz eine Reihe von sternförmigen Lichtern, die für mich unsere alte Schrift Typia darstellen. In eurer Sprache spricht man meinen Namen Omnia Liadan aus. Aufgrund der menschlichen Bequemlichkeit im Vorzug auf einprägsame Namen, kennt oder fürchtet man mich unter dem Kürzel ‚Lia‘.

Alter

Bald vollende ich meine 22 hundertste Mondzeit (2135 Mondzeiten bin ich genesen um genau zu sein), was in der menschlichen Zeitrechnung in etwa 157 Planetenbahnen um die Sonne entspricht. Gleichzeitig kann man von meinem Alterungsprozess sagen, dass meine hundertsten Mondzeiten eurem Alter gleichen. Ihr könntet mich also durchaus für eine unschuldige junge Maid am Anfang ihrer zwanziger Blüte halten, es wäre aber töricht diesen Irrtum nicht rechtzeitig einzusehen. Es wäre gar tödlich für euch, mich nicht mit einigen Abstand zu betrachten. Denn auf meine Art und Weise habe ich selbst für eine Succubus meines Alters schon zu viel erlebt, (…)

Was meine Tätigkeiten sind

Ich habe mich dazu herabgelassen in euren größeren Gemeinden meine Dienste derart eurer pervertierten und kümmerlichen Körperlichkeit zu widmen und damit mein Geld zu verdienen. Mein Beruf ist somit euer Verlangen, eure Lust und mein wirtschaftlicher Gewinn, mein Wohlstand, sofern dies in eurer Gesellschaft möglich ist…

Mir wurde schon des Öfteren angeboten, mir meine herausragenden Fähigkeiten die störenden Teile der menschlichen Rasse auszumerzen, nach Aufträgen vergüten zu lassen. Aber dieses Vergnügen lasse ich mir von eurer Dekadenz nicht schmälern. Ihr mögt meinen Körper kaufen können, nicht aber meine Seele. Einen Leib, der mir zu Lebzeiten mehr als verhasst war, zu beobachten, wie er nach brutaler Heimtücke blutend leblos zu Boden fällt (…) Es gibt nichts Befriedigenderes…

Merkmale meines Geschlecht und mein Aussehen

Zweifelsohne kann ich für mich feststellen, dass ich durchaus weiblicherer Natur als Damen vom menschlichen Schlage, obwohl uns optisch nicht viel unterscheidet. Auch wenn mein Leib nicht den üppigen Konturen eurer Bauernfrauen gleichen mag, ist mein verhältnismäßig zarter und sehniger Körper von natürlichem Reiz für euer beider Geschlecht und abseits davon eine tödliche Waffe. Was mich auszeichnet ist mein natürlich pechschwarzes Haar mit einigen orange- und dunkelroten Strähnen und darüber hinaus meine, hinter langen dunklen Wimpern ruhenden, hell braun leuchtenden Augen. Meine Pupillen sind nicht rund, sondern minimal zu Schlitzen verformt. Als Tochter des Mondes hat jedwede Art von Mondlicht Einfluss auf mein Äußeres. Inwiefern? Oh, das herauszufinden dürfte für euch interessant werden. (…)

Was ich bin

Obwohl mein Aussehen schon genug für mein Wesen sprechen sollte, hier noch ein paar Worte über mich. Denn auch, wenn mich ein Großteil meines Kundenstammes fürchtet und ihren persönlichen Anreiz daraus zieht (…), so gibt es auch einige Ausnahmen darunter, die mich zu gern als „Miststück“ und der Machart verteufeln. Wenn ich recht überlege, gibt es durch mein Zutun nicht mehr so viele von ihnen, obwohl sie wohl Recht hatten (…) Im allgemeinen Umgang mit der Umwelt, Fauna und Flora, sind die Succubi, wie auch unsere geliebten, wie gehassten Gegenstücke, die Incubi, eine Seelenbad der Gelassenheit. Im Zusammenspiel eines Gegensatzpärchens herrscht innerhalb unserer Reihen aber keine sanfte Liebesbeziehung, sondern viel mehr inniger Krieg, was eure Form heißer Leidenschaft, wie einen lächerlich kalten Schauer auf meiner Schulter erscheinen lässt.

Meine besonderen Charaktermerkmale

Anders als für meine Art üblich, habe ich gelernt mich anzupassen und mir eine ruhige Miene zugelegt, die ich auch aufrichtig lebe. Bei meinen Tätigkeiten, meinem Beruf und dem Töten gehe ich somit durchweg mit einigem Kalkül vor, wobei das auf brausende Temperament einer Succubus jederzeit unvermittelt in mir durchschlagen und Personen in der näheren Umgebung in Mitleidenschaft ziehen kann. Leiden welcher Art, fragt ihr euch? Das lässt sich nicht immer eindeutig vorher bestimmen.(…)

Mitgeführte Gegenstände

Normalerweise trage ich selten etwas dabei, was ihr als Waffe verstehen würdet. Was Einen jeden unserer Art allerdings immer begleitet, sind unsere beiden Bernstein-Armreife: Das Geburtsarmreif um das rechte Handgelenk und das Zeremonienarmband um das Linke, beide könnten nicht abgelegt werden. Diese mysteriösen Gegenstände würdet ihr nicht begreifen, selbst wenn ich versuchen würde hier die passenden Worte zu finden. Die Vorsteher sind sich übrigens darüber selbst uneins.

Vorgeschichte und Wissenswertes für euer Überleben

Wie ihr merkt, ist unsere Ansicht über die eigene Existenz und unsere Mentalität unterschiedlich der Euren gegenüber. Meine Abstammung lässt mich leicht dazu neigen von unserer Überlegenheit zu sprechen, doch die seelischen Wunden haben mich gelehrt, jedwedes Geschöpf als Feind zu betrachten und einen Feind unterschätzt man nicht. Ich bin euer Feind. Es wäre klug für euch das zu berücksichtigen und meinen Grundsatz zum Euren zu machen.

Unsere Herkunft war der, um euren Planeten kreisenden Mond. Eigentlich lebten wir an keinem festen Ort, denn wir waren eine Art „wanderndes Volk“, und zogen seit Millionen von Mondzeiten in der Dunkelheit umher. Für euch also immer auf der Schattenseite der Mondes. Dies taten wir, weil die Resonanz unserer Heimat nur in vollständiger Dunkelheit mit uns mit schwang. Unsere Körper und unsere Herzen reagierten auf diese Resonanz, sodass die Umgebung und wir miteinander verbunden waren. Die Sinnlichen unserer Art waren sogar in der Lage die Umgebung nach den eigenen Wünschen anzupassen. Jedweder Art von Wünschen. Mit der Zeit formten wir unsere Welt vollständig nach unseren Bedürfnissen – lasterhaft und von Trieben bestimmt. Wir hatten unser Gebiet in einen nebligen roten Farbschleier getaucht. Wir lebten also nicht mehr ganz in Dunkelheit und hatten so unsere Welt noch stimulierender gemacht. Unsere Körper passten sich diesen Umständen wiederum an: Unsere Pupillen wurden schärfer und verformten sich zu welchen, die jenen von Reptilien stark glichen. Unser Hautton änderte sich und wir hatten nun nicht mehr blasse, sondern kräftige Hautfarbe. Auf eurem Planeten reflektieren unsere Haut und unsere Augen das Mondlicht mit einem leichten Rotschein. In diesen Momenten erscheinen wir für euch als das, was wir sind: Dämonen.

Unser Volk sagte über unser Alter, dass wir ‚Mondzeiten genesen‘ sind. Die ursprüngliche Bedeutung hierfür ist, dass unsere Vorsteher des Volkes davon ausgegangen sind, dass wir eines Tages in das größere Wohl unserer Umwelt übergehen, wenn wir die Schwelle zwischen Leben und Tod überschreiten. So wie wir unsere Heimat geformt haben, haben wir sie auch geehrt in dem Wissen oder viel mehr in dem Glauben, eines Tages mit Teil dieser Landschaft zu werden und das unsere Vorfahren die gegenwärtige Umwelt bildeten. Ein Gegensatzpaar von uns kann unter der sehr seltenen Voraussetzung, wie gegenseitige Emotion, bei euch Liebe genannt, nur jeweils ein Kindesgegensatzpaar zeugen und gebären. Dadurch ist unsere geringe Anzahl immer gleich bleibend, bei bösem Blute untereinander eher geringer geworden. Dieses Regelnetzwerk an Gegensätzen schreiben unsere Vorsteher, dem größten Paar an Gegensätzen zu: Licht und Schatten. Tag und Nacht.Der Sonne und dem Mond, unserer Heimat.

Obwohl wir im Vergleich zu euch sehr langsam altern, werden wir in etwa nur 63 hundert Mondzeiten alt, was zwar immer noch bedeutend mehr Genesungszeit ist, als ihr in Lebensjahren habt, jedoch heißt das auch, dass ich schon bereits ein gutes Drittel meiner Zeit hinter mir habe. Für diesen Umstand bin ich aber auch dankbar, denn ich bin Euresgleichen so überdrüssig.

Meine Abneigung rührt von unserer gemeinsamen blutigen Vergangenheit her, kurz nachdem wir auf euren Planeten gezogen wurden. Ich war damals kaum mehr als dreihundert Mondzeiten genesen. Die Vorsteher deuteten in der Planetenkonstellation das baldige Ende unserer eigenen Art voraus und da euer Planet im Schatten des Mondes für einige Zeit zu verschwinden drohte, sahen wir eine Chance für unser Überleben:

In euren Schriften ist dieses Ereignis als Sonnenfinsternis zur Zeit eurer Glaubenskriege bekannt. In Wirklichkeit ist so ein Phänomen für uns nichts Ungewöhnliches, da es regelmäßig auf verschiedenen Teilen eures Planeten auftaucht, nur befanden wir uns erstmals auf eurer Äquator-ebene. Da unser Volk bei Verpassen dieser Möglichkeit sich eines Nachts selbst ausgelöscht hätte, und unser Paradies uns niemals das Überleben hätte garantieren können, beschlossen wir bei dieser einen Sonnenfinsternis den Schatten des Mondes mit unserer Resonanz soweit auszudehnen, dass wir euren Planeten erreichen und uns einfach eurer Heimat zu bemächtigen konnten.
Was wir nicht hatten wissen können: Das ihr existiert. Das ihr uns zahlenmäßig weit überlegen wart. Das Dreiviertel unserer gesamten Rasse die Reise über den Mondschatten nicht überlebte, sondern von den Resonanzturbolenzen im Feuer des Planeten verbrannt wurde. Aber das war nichts im Vergleich dessen, was uns erwartete, als wir mitten in einen der größten Glaubenskriege eurer Geschichte platzen. Wir waren Gefallene und aufgrund nun folgenden Mondlichtes in unserer Dämonengestalt vor euren Augen gestrandet. Von euch vor-verurteilt und abgeschlachtet durch eure von der Inquisition getriebenen Kriegsmaschinerie.

Wir löschten noch einige Tausende von euch aus, als das Morgenlicht die Nacht durchtrennte. Wir kämpften, nun ohne Dämonenwaffen, nur noch mit blutigen Krallen und erbeuteten Klingen weiter. Der finale Sturm eurer Nachhut tilgte unseren kümmerlichen aber tapferen Rest zum Abend hin. Innerhalb einer Nacht und eines Tages war somit mein Volk fast um seine Existenz gebracht. Irgendwie hatte ich überlebt, legte mit letzter Kraft mit Hilfe meines Zeremonienarmreifs Schilde um mich und verbarg mich in den Leichenbergen. Ich hoffe immer noch jeden Tag, dass einige Wenige ihren Stolz in der Aussichtslosigkeit ebenso aufgaben wie ich und an das Überleben unserer Spezies dachten. Es müsste nur ein Incubus sein, den ich um Seinetwillen lieben könnte. Nur ein Einziger.

So viel zu Mission Impossible Staffel 6. Ich kann die Serie trotz ihres Alters immer noch uneingeschränkt empfehlen – zumindest, wenn ihr nicht erwartet, dass alle zwei Sekunden etwas in die Luft fliegt. Staffel 7, das finale Jahr, kommt leider erst im März auf DVD raus. Zeit also mal wieder etwas anderes zu schauen. Und nach Rücksprache mit meinem persönlichen Berater Jakill Slavik, habe ich mit Battlestar Galactica begonnen. Die Mini-Serie und die ersten fünf Folgen sind bereits abgearbeitet. Zeit, sich ein wenig über Kleinigkeiten an den Charaktere aufzuregen und so zu verdeutlichen, dass die Serie durchaus sehenswert ist. Vorweg: Ich habe vom Original bis heute nicht eine komplette Folge gesehen. Es ist mir also entsprechend vollkommen egal ob Starbuck nun eine Frau ist. Mein Geschmack ist Katee Sackhoff sowieso nicht. Aber fangen wir bei dem Charakter an, der mich am meisten aufregt:

Dr. Gaius Baltar (James Callis)

Ja, er hat eine geile Tussy im Kopf. Das kann einen Mann durchaus ein wenig aus der Fassung bringen. Aber der Typ ist so komplett ohne einen Funken Disziplin, dass er mir mittlerweile mächtig auf den Geist geht. Ich mag gut reden haben, ich wohn schließlich schon seit 25 Jahren neben der Kirche und lass mich vom Glockenleuten dementsprechend schon lange nicht mehr ablenken. Aber in den paar Monaten, seit denen er die Dame schon mit sich herumträgt, hätte er sich sicherlich auch schon ein wenig dran gewöhnen müssen. Stattdessen versaut er immer noch jeden Dialog nur weil die Cyborg-Tussy ihm die Brüste ins Gesicht hängt.

Und dann war da ja noch die absolute Logiklücke, bei der er quasi zugibt, dass er keinen Cylons-Detektor hat und es anscheinend niemanden interessiert. Hallo? Ihr habt wegen dem Vollidioten ein Crewmitglied zurückgelassen? Es mag nur ein PR-Mensch gewesen sein und sich im Nachhinein als völlig richtig erwiesen haben. Aber von letzterem weiß nur der Zuschauer! Und dass er ständig mit sich selbst redet, sollte auch mal jemanden komisch vorkommen…

William Adama (Edward James Olmos)

Er gefällt mir eigentlich ganz gut. Klar, auch er ist oft nicht mehr als ein wandelndes Klischee. Aber er musste bislang nicht viel mehr sein als der erfahrende Kommandeur. Da ist den Drehbuchautoren vermutlich zu Beginn noch nicht wirklich eingefallen, wie sie seinen Charakter kaputt machen könnten. Mal abwarten.

Number Six (Tricia Helfer)

Selbst 7of9 war ein weniger offensichtlicher Zuschauerfänger. Die hatte wenigstens was an im Gegensatz zu Miss Nummer 6 (welch passender Name…). Natürlich hat solch ein Aussehen inklusive knapper Kleidung einige Vorteile. Anders lässt sich das Verhalten von Herrn Baltar schließlich nicht erklären. Aber ich hoffe doch, dass sich die Dame im Laufe der Zeit doch noch zu mehr entwickelt als nur zur „Ultimate Sex-Machine.“ Ich bin vor allem darauf gespannt zu erfahren, was eigentlich ihre Motivation ist. Ja, sie will den Herrn Doktor offensichtlich manipulieren und unbedingt ein Baby haben. Aber logisch ist ihr Verhalten bislang absolut nicht.

Laura Roslin (Mary McDonnell)

Eine typische Film-Frau als Präsident und einem Milchbubi als rechte Hand. Und dann hat sie auch noch Krebs. Da fühlt man richtig, wie einem die Emotionen aufgedrängt werden. Aber hey, mit einem Mann hätte man natürlich nicht solch eine herzzerreißende Szene mit dem kleinen Kind hinbekommen können. Zumindest nicht so offensichtlich. Es hat nur gefehlt, dass sie dem Mädchen ein rotes Kleid anziehen. Dann wäre die Symbolik perfekt gewesen. Liebe Filmemacher: Wenn ihr schon so emanzipiert sein wollt und völlig zu Recht Frauen in Führungsposition darstellt, dann lasst doch bitte die Finger von den alten Klischees. Das macht sonst alles nur kaputt. Danke.

Sharon Agathon (Grace Park)

Ein Cylon-Schläfer – das sagt eigentlich schon alles. Unlogisch wie Hölle. Die gesamte zweite Folge der ersten Staffel, in der sie erstmals aktiv wurde, konnte ich nur mit dem Kopf schütteln. Da sind die Cylons schon so schlau und haben Ahnung von Infiltration und Sabotage und dann programmieren sie so einen Mist zusammen. Allein die Szene auf kleinen Schiff in der sie verzweifelt versucht „H2O Positiv“ auszusprechen, ist so dermaßen lächerlich.

Und warum hat sie überhaupt den letzten Sprengsatz ausgerechnet dort untergebracht? Ich mein, sie schafft es offensichtlich unbemerkt (!) in den Wassertank des Schiffs einzubrechen und fünf Sprengsätze zu legen. Das allein ist schon eine Logiklücke sonders gleichen. Gibt es da keine Sensoren, die überprüfen was da eigentlich im Wasser drin ist? Es könnt schließlich auch so mal von irgendwas vergiftet sein. Aber ich Schweife ab – vielleicht gibt es ja einen speziellen Wartungszugang oder so. Getrunken hätte ich das Wasser auf jeden Fall nicht mehr, nachdem sie mit ihrem Plastikraumanzug da drin herumgeschwommen ist. Wer weiß was da alles für Bakterien dran klebten.

Der Punkt ist: wenn sie es schafft einen Sprengsatz da anzubringen und damit das größtmögliche Problem auszulösen. Wäre es dann nicht sinnvoller den letzten z.B. in den Munitionsvorrat zu schmeißen und die Galactica auf einen Schlag so gut wie zu vernichten? Aber nein, der Autor hat natürlich mitgedacht: wenn das Wasser weg ist, wird nach Neuem gesucht – und das mit Boomers Schiff. Klingt logisch, ist aber völlig ineffektiv aus Cylonsicht!

Von ihrer Kopie auf Caprica fang ich erst gar nicht an zu reden…

Kara Thrace (Katee Sackhoff)

Das typische Mannsweib. Ich mag bislang weder den Charakter noch die Person, die ihn darstellt. Alles viel zu eindimensional, berechenbar und aus zig anderen Serien und Filmen bekannt. Und die Sexszene mit ihr war äußerst schwer zu ertragen – was allerdings auch für alle anderen Sexszenen gilt. Amis halt…

Lee Adama (Jamie Bamber)

Oh Gott, oh Gott. Der Typ soll der zweitbeste Pilot der Menschheit sein? Ich wusste nicht, dass man mit einem Stock im Arsch eine Viper fliegen kann. Für mich ist er bislang der Keanu Reeves des Battlestar-Galactica-Universums. Keanu kann auch nur einen einzigen Gesichtsausdruck. Nur hatte er bislang das Glück größtenteils Rollen zu spielen, wo dieser Gesichtsausdruck auch passte. Ich verstehe aber natürlich woher Lee kommt. Vadda hochrangiger Offizier, Bruder war prinzipiell auch im Militär – vermutlich hat die ganze Familie aus Generationen von Militärs bestanden. Da muss man sich anpassen und eben die ganze Zeit dämlich aus der Wäsche guggen. Ich hoffe, dass er so früh wie möglich mit Kara ins Bett steigt. Vielleicht löst sich dann ein wenig von seiner Anspannung.

Das waren also nun meine subjektiven Ersteindrücke zu den Charakteren von Battlestar Galactica. Wie gesagt, meckere ich eigentlich nur, weil ich die Serie bislang ganz gut finde. Was ich gesehen habe, macht auf jeden Fall Lust auf mehr – auch wenn die CGI-Effekte für eine Serie von 2005 doch stark zu wünschen übrig lassen. Selbst Star Trek: Enterprise (2001) sah 100mal besser aus. Abgesehen davon, bin ich mir sicher, dass im Laufe der Zeit sich die Charaktere auch noch weiterentwickeln und etwas dreidimensionaler werden. Selbst aus Troy wurde schließlich noch ein anständiges Crew-Mitglied trotz ihrer lächerlichen „Ich spüre was!“-Anfälle zu Beginn. Aber wo bleibt denn da der Spaß, wenn ich mit meinem Kommentar so lange warten würde?

PS: Am Montag wird es aller Voraussicht nach keine neue Podcastfolge geben. Auch der darauffolgende Donnerstag ist eher unrealistisch als Veröffentlichungstermin. Rechnet also ausnahmsweise erst am 01.02. mit Folge 18.

Sicarius

Werbepost

Muss mich kurz fassen – immer noch voll im Stress. Deswegen heute nur eine Runde Werbung:

Test zu Might & Magic: Clash of Heroes – Jetzt ist es raus, das lange gehütete Geheimnis um meinen ersten Test zu einem DS-Titel. Und um dem ganzen die noch überraschendere Krone aufzusetzen, gibt es von Bagdadsoftware sagenhafte 5 von 5 Sics. Was anderes könnte ich gar nicht geben. Solange ich das Modul dahatte, habe ich sogar eher den DS mit aufs Klo genommen als den iPod. Am Ende hatte ich über 30 Stunden in den Titel versenkt und keine Minute bereut. Man könnte natürlich sagen, dass das nicht viel zu heißen hat. Ich bin schließlich einer der wenigen auf dieser Welt, der Puzzle Quest: Challenge of the Warlords tatsächlich durchspielte. Aber das würde das Spiel massiv abwerten. Es ist so viel mehr als nur ein einfacher Puzzle-Quest-Klon. Die Kämpfe erfordern tatsächlich Köpfen und selbst wenn man verliert, was durchaus oft passiert, startet man den Kampf sofort wieder neu. Wer einen DS hat und etwas mit Rundentaktik anfangen kann, kommt meiner Meinung nach an dem Spiel genauso wenig vorbei wie an Final Fantasy: Tactics.

Angetestet zu Command & Conquer 4: Tiberian Twilight„Der Webmaster schaut sich ein Command & Conquer an? Das kann ja nichts werden!“ werden Skeptiker jetzt sagen. Nicht ganz zu Unrecht, bin ich doch dafür bekannt schon nach fünf Minuten das Zeitliche zu segnen. Aber genau hier kommt mir die radikale Umstellung der Spielmechanik im vierten Teil der Serie zugute. Wie beispielsweise Warhammer 40.000: Dawn of War II vor ihm, verzichtet nun auch EA auf Basisbau. Dass man damit auch gleichzeitig das ewige Ärgernis „Sammler“ heimlich still und leise aus dem Weg schafft, gibt allerdings niemand offen zu. Von Bagdadsoftware gibt es jedoch nur ein „Gut“ als Einschätzung, obwohl ich durchaus meinen Spaß hatte. Das Problem ist Warhammer 40.000: Dawn of War II. Dort gab es letztes Jahr bereits größtenteils das, was hier als neu verkauft wird – sogar grafisch um Welten besser. Selbst einen Koop-Modus hatte der Relic-Titel! Da muss sich EALA also noch ganz schön ins Zeug legen, wenn sie mich im März vom Hocker hauen wollen. Wobei es am einfachsten mit einer richtig guten Kampagne mit einem fulminanten Abschluss der Tiberium-Saga gelingen würde. Kane ist schließlich immer noch mit der coolste Bösewicht wos gibt!

Bis Montag!

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