JakillSlavik

Schrei der Frustration

Einen wunderschönen Montag wünsche ich allen Lesern von Bagdadsoftware, welche gerade wahrscheinlich wieder einen Rollenspiel-Filler, wie letzte Woche erwarten. Aber ihr könnt euch wieder beruhigen und die über den Kopf zusammengeschlagenen Hände sonst wo hin stecken, denn heute streift dieser Füller sogar das Medium Computer. Hört, hört! Außerdem kann ich euch damit vertrösten, dass der Webmaster heute gegen 18 Uhr (GMT+1) einen Test auf GamersGlobal veröffentlicht. Spekulationen hierzu möchte ich im Rückblick auf den letzten Podcast schüren.

Wie bereits einige von euch wissen, studiere ich seit September 2009 an der Universität Koblenz-Landau. Deshalb habe mir nach sorgfältiger Überlegung speziell für meine Informatik- und Zeichenkurse einen Laptop zulegen wollen. Unser Hardwarespezialist und Preisvergleichsguru Azzkickr der Schreckliche, mögen seine Gegner in CnC: Generals einen gnadenvollen Tod finden, hat mich hierbei – wie nicht anders zu erwarten war – sehr gut beraten und mir einen Laptop von Acer ans Herzen gelegt.

Frust-Management Teil 1)
Auslöser: Laptop Acer Aspire 8935G

Der Laptop ist, ohne zu sehr auf die inneren Werte einzugehen, seinen Preis mit ca. 900€ damals mehr als wert gewesen und ist es jetzt immer noch. Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung und den Möglichkeiten, die ich habe, ohne meinen Desktop PC zu missen. Angenehme Media-Tasten und allerlei weiterer Schnick-Schnack sind genau das, was ich erwartet habe, für das bequemen Arbeiten zu Hause und unterwegs. Doch damit mein Acer Aspire so läuft, wie er sollte, hatte ich einige Hürden hinter mich zu bringen und auch jetzt sind noch einige Mängel da.

Beim ersten Aufsetzen des Systems startete das vollständig vorinstallierte Windows Vista Home Premium fehlerlos, jedoch auch mit den üblichen Macken einer Vorinstallation: Unzählige von Software-Anbietern als Trial-Versionen installierte Programme, die das Hochfahren herrlich bremsten, waren etwas, womit man einfach rechnen musste. Was ich mir allerdings niemals ausgemalt hätte, war der enthaltene Fluch, genannt die McAfee Firewall. Die Firewall verstand sich so gut mit der Windows Firewall und Windows Defender, dass sie die Prozesse gleich einfach blockte und diese sich wiederum nicht mehr, wie gewöhnlich, über das Wartungscenter deaktivieren ließen. Diesen Umstand erfuhr ich jedoch erst später, als ich bereits unschuldig durch das Internet surfte, um meinen Laptop bei Acer zu registrieren. Seit der ersten Anmeldung gelang es mir nämlich nicht mehr die Registrierung erfolgreich durchzuführen. Logischerweise war dies bereits beim ersten Male aus Sicht der Acer Homepage erfolgreich geglückt, aber dennoch stellte der interne Dienst des 8935 G immer wieder die Forderung an mich, meinen Laptop doch endlich auf der Seite einzutragen. Auf der Suche nach neuen Treibern und Aktualisierungen zog sich das Gerät, da es quasi ungeschützt war, entweder im Universitätsnetzwerk oder einem anderen Ort trotz aller Absicherung dann zum Glück ’nur‘ Malware zu, die das System merklich bremste und viele Prozesse schlichtweg permanent ausfielen. Der Free Antivirus von Avira bekam nach einigen Tagen keine Verbindung mehr zum Update Server und wurde, während die McAfee Firewall weiterhin den vollständigen Schutz meines Systems versicherte, mittlerweile auch blockiert. Natürlich war die Anzeige nach meiner Überprüfung so nett, mir nicht zu melden, welche Prozesse im Einzelnen gerade von der Firewall als Sicherheitsrisiko eingestuft und somit gesperrt wurden. Der speziell an den Laptop angepassten Firewall Trial Version sei an dieser Stelle ironisch mein Dank ausgesprochen. Trotz aller Versuche das System zu reinigen, unzähligen Datenträgerüberprüfungen und dem Auslöschen sämtlicher McAfee und Malware Dateien, blieb mir nichts anderes übrig, als in Anbetracht dieses ‚kleinen Problemchens‘ gegenüber handfesten Trojanern oder Schlimmeren, doch das komplette System zurückzusetzen. Damit nicht genug erbrachte der ‚Rollback‘ dasselbe Problem mit der Registrierung, wie zuvor. Nach Rücksprache mit Acer wurde mir jedoch garantiert, dass das beigefügte Zertifikat mehr als ausreichend ist und der Support mir unter diesen Umständen ohne Einschränkungen natürlich auch online direkt zur Verfügung steht.

So zog die Zeit ins Land, ich nutzte den Laptop intensiv und in jedem Energiemodus, egal ob sparsam oder hochtrabend, bis eines Tages die Energiespartaste beziehungsweise die damit verbundene Software ihren Geist aufgab. Selbst nach Treiberaktualisierung, respektive Treiberreparatur und Neuinstallation trat das Problem weiter auf, wobei der von Vista angezeigte Energiesparmodus nun zeitlich die gleiche Akkulaufzeit erreichte, wie der Laptop zuvor im E-Modus mit aktivierter ePowerSmart Taste. Damit hatte dieser Fehler für mich insofern nur optische Auswirkungen. Als Konsequenz war der ‚Sprung‘ zwischen E-Modus und Höchstleistung aber scheinbar zu immens, da seit diesem Umstand, die Temperatur des Laptops gerne mal so weit an steigt, dass die Soundkarte Störgeräusche verursacht und das System teils sehr beansprucht. Außer Ausschalten und Abkühlen lassen ergab sich bisher noch keine Lösung.

Im Zusammenhang mit der Temperatur leidet der Laptop während der Hitzephase dann nach einiger Zeit auch an Leistungseinbußen im Photoshop oder in Spielen, wobei bei Letzteren die aktuelle ATI Mobility Radeon HD4670 bei einem Großteil nicht erkannt wird. Sowohl aktuelle Titel, wie auch Windows selbst verwehren sich das oder andere Mal. Selbst der offizielle Treiber in der Urfassung, sowie die Aktualisierungen hierzu, änderten nichts an diesem Umstand. Gerade bei Battleforge und Modern Warfare 2 fand ich das dann doch etwas enttäuschend. Allerdings muss ich hinzufügen, dass bei Battleforge mittlerweile keine Probleme dieser Art mehr auftreten, es sei denn der Laptop überhitzt sich insgesamt.

Auch wenn das Gerät wirklich sehr viele Mucken macht und mich mehr als einmal zur Verzweiflung gebracht hat, ist es mehr als zuverlässig, sobald man alle Kniffe raus hat und alles so konfiguriert hat, wie man es braucht. Sollten aber weitere Probleme auftreten, werde ich den Laptop definitiv einschicken und/oder reparieren lassen.

Frust-Management Teil 2)
Auslöser: Windows se7en Professional (64Bit)

Durch die Universität bin ich außerdem völlig kostenfrei in den Genuss eines Produkt-Keys zur 64-Bit Version von Windows se7en Professional gekommen. Obwohl mir auch hierbei Azzkickr fachmännisch zur Seite stand, war dieses Mal seine Stimme eine warnende. „Tu das nicht, Jackie.“ mahnte er einerseits und weil unsere Einstellung zu Windows se7en in etwa deckungsgleich ist (Seine Einschätzung könnt ihr hier nachlesen), meinte er nur noch: „Das Windows 8 ‚bald‘ kommt, ist eh ein offenes Geheimnis.“ Für meine Zwecke lohnt sich, so schön ich mir se7en auch reden möchte, der Umstieg wirklich noch nicht, aber gerade für mich waren das Design, die angepriesene Stabilität mancher Programme (nicht die, des OS selbst) und einige Updates für mein Grafiktablett bzw. Adobe CS4 64-Bit Programme entscheidend. Um das ganze abzurunden, ist meine noch frische Hardware noch wunderbar für diverse Spielereien offen. Ich erinnere mich an dieser Stelle immer noch an Rondrers Meinung zu RAM, den man nie genug haben könne, was sich gerade bemerkbar macht, wenn etwas ‚gerendert‘ werden muss. Aber dennoch, hatte ich so gut wie nie Zusammenbrüche bei XP und das bereits zu Service Pack 1 Zeiten, hatte keinen Grund umzusteigen und habe es jetzt wohl einfach nur getan, weil ich kostenlos das aktuelle Windows Betriebssystem bekommen hatte. Diese Position und Gegenpositionen haben aber im alten Eintrag von Azz genug Wellen geschlagen und bedürfen hier keiner Wiederholung.

Bei meiner Windows Sieben Installation, gestaltete sich zuerst einmal etwas völlig Sinnfreies als hinderlich: Obwohl der PC von der se7en DVD zur Installation booten sollte, wurde dies, sobald die DVD eingelegt war, nach Umstellung im BIOS nicht durchgeführt. Sowieso konnte während dieses Vorgangs in dem einfach weiter stur von der Festplatte gestartet wurde, auch nicht auf das BIOS zugegriffen werden, obgleich nichts passieren wollte. Datenträger, Laufwerk und weitere Faktoren wurden überprüft und machten allein schon das Gelangen ins Win7 Installationsmenü zu einem Kräftezerren. Nach Tricksen derart, wie sie Sicarius für die Installation auf die SSD an Tag gelegt hatte, kam ich auch über das Schema ‚Gewusst wie!‘ oder ‚Frag einfach Google!‘ nach intensiver Suche an mein Ziel.

Den Rest in Kürze: Da ich sämtliche Treiber zuvor auf 64 Bit Tauglichkeit abgeklappert hatte, verwunderte es mich, dass gerade meine aktuellen 64 Bit Grafiktablett-Treiber, Adobe CS4 und der Scanner herumzickten. Für Letzteren, den ich vor Langer Zeit von Sicarius erstanden hatte, gab es bereits für Windows Vista schon keinen Treiber mehr, jedoch lief dieser einwandfrei unter Home Premium mit dem XP Service Pack 3 Treiber, auch ohne Kompatibilitätsmodus. Leider kann ich das bis jetzt nicht für se7en bestätigen. Das es für das Abstellen der Benutzerkontensteuerung unter der 64 Bit Version auch wieder einiger Tricks bedurfte, wusste ich vorher zuerst nicht. Auf einem Leitfaden zur Behebung dieses Umstandes, werde ich an dieser Stelle jedoch nicht verweisen, ich sage nur, dass es sich unheimlich lohnt, wenn mit virtuellen Laufwerken arbeitet. Aufgrund der Nerven und der Zeit, die das Aufsetzen des Rechners mit Win7 verschlungen hat, muss ich leider zugeben, dass ich es schmerzlich bereue umgestiegen zu sein, da viele Teile der Benutzeroberfläche und die sowieso schon dürftigen Begründungen was ‚Neues‘ haben zu wollen, kein ausreichender Grund für die Mühe waren. Dennoch bin ich jetzt insofern froh, dass der Rechner mit Ausnahme des Scanners, funktionstüchtig ist.

So jetzt habe ich erstmal genug Frust abgeladen und kann euch nur bitten, diesen Text eigentlich als Warnung zu verstehen. Auch wenn ich kein Mensch bin, der sich besonders lange über derlei Dinge aufregen kann, möchte ich hiermit nachhaltig in Erinnerungen rufen, das genau das eintritt, womit man schlichtweg nicht rechnet. Bei einem Kauf eines Laptops aus der Acer Aspire Reihe oder beim Umstieg auf se7en sollte man also einfach alle Eventualitäten in Betracht zu ziehen, um nur noch in seltenen Fällen unglücklich überrascht zu werden.

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6 Kommentare

"Das es für das Abstellen der Benutzerkontensteuerung unter der 64 Bit Version auch wieder einiger Tricks bedurfte, wusste ich vorher zuerst nicht."
Versteh ich nicht, die ist doch proplemlos in 2-3 Klicks aus?!?

nein, ist es nicht, du kannst es auf stufe "niedrig" stellen, aber nicht ganz abstellen. Die Meldungen über die Freigabe kommen bei virtuellen Laufwerken und beim öffnen/freigeben von Ordnern im Netzwerk noch, obwohl selbst hierfür die Benachrichtung von mir ausgestellt wurde.

ich hab den text (noch) nicht gelesen,aber : mach dir nix draus. mir is gestern nacht mein pc verreckt. ich weiß noch nicht, was kaputt ist. Festplatte, Netzteil oder Mainboard. Vielleicht (oder: hoffentlich) auch etwas viel einfacheres. Auf jeden Fall bist du nicht allein ! :)

PS: Mein Angebot zum Verkauf steht natürlich immer noch ^^

das ist komisch. Ich hab die UAC auf "nie benachrichtigen" stehen, und seither keine einzige Benachrichtigung mehr bekommen. Auch nicht bei Netzwerkfreigaben oder beim erstellen/löschen virtueller Laufwerke.

Ich hatte es mir mit der Benutzerkontensteuerung ehrlich gesagt schlimmer vorgestellt nach den Erfahrungen bei Vista, aber Win7 ist da echt okay. Zwar vermisse ich einen Lernalgorithmus – z.B. muss ich immer noch bei jedem Start Fraps die Admin-Rechte erlauben -, aber solche Fälle sind wirklich nur noch die Ausnahm und nicht mehr die Regel.

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