Sicarius

Ablenkung vom Spielen

Ich bin auch in der StarCraft II-Beta! Toll gell? Bringt mir allerdings nicht viel. Nicht nur, weil ich sowieso nur auf die Schnauze bekommen würde. Ich bin auch wieder voll im Teststress – darunter ein Echtzeitstrategiespiel. Doch dazu am 16.3. um 0 Uhr mehr. Und am gleichen Tag, aber erst ab 17 Uhr (Embargos…), gibt es dann auch gleich den zweiten Test im März hinterher. Nur, damit ihr euch schon einmal geistig darauf einstellen könnt.

Star Trek Online, neben haufenweiser anderer Titel und damit leider auch MobyGames, müssen derzeit aber immer noch darunter leiden. Der Eintrag zu BioShock 2 ist beispielsweise immer noch nicht online, weil ich einfach nicht dazu komme die umfangreichen Credits zu adden – dieses Mal sogar doppelt wegen Xbox 360 und PC. Dementsprechend leider immer noch keine Hands-on-Erfahrungen von mir. Aber: eine DVD Zwischendurch geht immer. Werfen wir also heute mal wieder einen Blick über den Tellerrand in die andere Ecke der Unterhaltungsindustrie. Fangen wir mit dem Film an, bei dem ich an dieser Stelle nicht allzu stark ins Detail gehen darf:

Punisher: War Zone Punisher: War Zone – Er ist zwar nicht indiziert und zumindest im Verleih gibt es wohl auch in Deutschland die etwas, sagen wir „interessantere“ Fassung, doch die misshandelte Ladenversion habe ich mir Amazon UK sei Dank natürlich erst gar nicht angeschaut. Wer die Comics kennt, weiß warum. Deshalb nur so viel: Er ist kurzweilig und sowohl Ray Stevenson (Rome) als der Punisher und Dominic West (The Wire) als Jigsaw machen ihre Sache trotz den massiven Löchern im Drehbuch entsprechend gut. Ich finde die 2004er Verfilmung aber immer noch um Längen besser. John Travolta (Pulp Fiction) mag in den letzten Jahren nicht unbedingt die beste Zeit seiner Karriere erleben, einen saucoolen und glaubwürdigen Bösewicht kann er trotzdem immer noch spielen. Und Thomas Jane (Magnolia) IST der Punisher (zumindest für mich). Zwar kommt Ray Stevenson in Sachen Körperumfang wohl näher an die Comicvorlage heran, aber die Rolle des Familienvaters kann ich ihm beim besten Willen nicht abnehmen. Die Rückblenden kommen auch entsprechend schlecht rüber.

Der Rest ist viel Blut und Morde, der übliche Versuch dem Hauptcharakter so etwas wie Menschlichkeit zu verpassen und noch mehr Blut und Morde. Ich hoffe ja immer noch auf eine Punisher-Verfilmung, in denen der Held nicht auf hilfsbedürftige Frauen, Kinder, Opas, Omas oder so stößt und es ausschließlich um die wichtigen Sachen geht. Ich bezweifle, dass der Punisher immer diese zusätzlichen, stark an den Haaren herbeigeführten Gründe braucht um seinen Job zu tun und strafrechtlich Relevant ist er sowohl mit als auch ohne den Kram – also bitte beim nächsten Mal am besten einfach weglassen.

Bagdadsoftware meint: Wer die Comicfigur mag, kann ihn sich einmal anschauen. Dann ist aber auch schon wieder gut. Und wer weder Ray Stevenson noch Dominic West kennt, geht sofort die fantastischen HBO-Serien The Wire und Rome guggen!

Family Guy Presents: Something, Something, Something Dark Side Family Guy Presents: Something, Something, Something Dark Side – Wer Family Guy immer noch nicht kennt oder schlimmer noch, es nicht gut findet, stellt sich bitte in eine Ecke und schämt sich. Danke! Alle anderen haben hingegen den zweiten Teil der Star-Wars-Parodie vermutlich schon gesehen – und sind vermutlich insgesamt genauso enttäuscht wie ich. Ja, es ist immer noch ganz klar Family Guy. Es gibt ein paar richtig schöne Gags und Schläge unter die Gürtellinie, doch man hat das Beste tatsächlich schon im Trailer gesehen. Darunter die göttliche Szene wie sich der AT-AT das Bein hält. Genial! Sowieso ist die Schlacht auf Hoth der klare Höhepunkt des Films.

Gut, für mich war sie auch der Höhepunkt von Star Wars: The Empire Strikes Back. Der große Rest fand ich mehr so „meh“. Liegt wahrscheinlich vor allem daran, dass Luke Skywalker hier immer noch so unglaublich nervig rüberkommt. Fans, die jetzt „Blasphemie“ schreien, bitte ich ihre dazugehörige Meinung an whocares@ich.net zu schicken. Trotz der Unzulänglichkeiten des Films hatte ich einfach mehr von den Jungs bei Family Guy erwartet. Viele der Gags wirkten auf mich irgendwie wie gezwungen und oft auch überhaupt nicht lustig. Schon der Anfangsgag mit der Drohne im All hat mir nicht einmal ein Schmunzeln entlockt. Verstärkt wird das noch durch den zweiten Kritikpunkt, den ich jedoch schon bei Family Guy presents: Blue Harvest hatte: 60 Minuten sind für sowas einfach zu kurz. Da merkt man ständig wie verzweifelt versucht wird so viele Gags wie möglich unterzubringen und das macht für mich das Erlebnis nicht besser.

Staffel 7 zeigt jedoch, dass die Jungs und Mädels ihr Handwerk definitiv nicht verlernt haben. Vielleicht ist also tatsächlich das Ausgangsmaterial schuld. Gespannt auf Teil 3, Family Guy presents We Have A Bad Feeling About This, bin ich aber natürlich trotzdem. Ewok-Bashing ala Family Guy wird unter Garantie eine Gaudi.

Bagdadsoftware meint: Wer Family Guy kennt und mag, kommt um den Film auf keinen Fall herum. Alle anderen werden mit dem Werk wenig bis Garnichts anfangen können.

Battlestar Galactica Battlestar Galactica – Nach meinem ersten Eintrag dazu, muss ich natürlich auch so fair sein und euch mein Endurteil nach vier oder fünf Staffeln (ich weiß immer noch nicht, wie die offizielle Zählweise ist) mitteilen.

Als Gesamtpaket fand ich mich sehr gut unterhalten. Aber so richtig los ging es erst ab Staffel 2 Folge 6 („Home“). Flachte dann aber zu Beginn von Staffel 3 noch einmal massiv ab. Die ganze „New Caprica“-Storyline war in meinen Augen so total sinnlos und in Staffel 1 war irgendwie noch keine klare Richtung in den Charakteren zu erkennen. Doch danach – holla die Waldfee! – eine spannende Doppelfolge nach der anderen sag ich euch. Explosionen, Schlachten, Herz-Schmerz und vor allem natürlich das Rätselraten darum wer jetzt eigentlich die Final Five sind.

Das war meiner Meinung nach sowieso die Stärke der Serie: man war ständig am Grübeln und wurde auch entsprechend oft von den Drehbuchautoren in die Irre geführt. Die ganzen Visionen, dazu die Fragen wer jetzt eigentlich ein Cylon ist, wer eigentlich von was weiß und wie das alles zusammenhängt – da muss man erst mal durchblicken! Ich tu es vermutlich immer noch nicht, aber dafür habe ich ja JakillSlavik :). Die Hauptcharaktere haben sich im Laufe der Geschichte auch fast allesamt gut gemacht. Lee Adama ist für mich zwar immer noch ein Stock im Bobbes und Laura Roslin hat Gaius Baltar als der nervigste Charakter abgelöst, aber wie sich Nummer Sechs beispielsweise entwickelt hat (weg von der „Ultimate Sex Machine“) fand ich richtig super.
Das Finale war aber leider mal wieder eine Enttäuschung. Klar, es hat wieder viel Rums gemacht und die ganze Schlacht war schon spannend anzusehen. Doch die endgültige Auflösung ist nicht so mein Ding und für mich auch in vielen Aspekten einfach nur unlogisch. Und von der ersten Direktive haben die Hupen wohl auch noch nie gehört…

Bagdadsoftware meint: Sci-Fi-Fans und vor allem Liebhaber von Babylon 5 sollten nicht Lange über den Kauf der Komplett-Edition (derzeit nur in UK erhältlich) nachdenken. Die Serie braucht ein bisschen, bevor es richtig losgeht, aber dann wird man sehr gut unterhalten – und hat ständig viel zu Grübeln.

Und damit gebe ich ab bis Donnerstag!

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5 Kommentare

Ich habe schon überlegt, mir das Family Guy Ding zu holen, weil ich die Serie total geil finde.
Aber wenn du sagst als Fan sollte man zuschlagen… uiuiuii

OMG, wo ich grad das deutsche Cover seh… Der Titel is ja grauselig! Aber dass die deutsche Synchro von Family Guy schlecht ist, ist ja nix neues.

Deswegen hatte ich mich nach langem Überlegen dazu entschieden im Text nur den englischen Titel zu verwenden :).

"Family Guy präsentiert: Irgendwo, irgendwie, irgendwann auf der dunklen Seite" – das hat doch noch nicht einmal Ansatzweise irgendwas mit dem Originaltitel zu tun…

Zu Family Guy, da fand ich den Trailer eigentlich mal richtig "neu"…halt nich so die typischen StarWars Gags…aber wenn das wirklich nicht so dolle is = / hmpf

Zu BS:G hatte ich mit Sic lange geredet, jawohl RL mal…aber nyu der Schluß ist wirklich enttäuschend, dennoch ist es eben für mich eine Entwicklung, mit sovielen Wendungen, dass man die garnicht aufzählen kann, es sei denn, man ist fester Bestandteil des BS:G Wikis. Dolles Ding!

Punisher WarZone finde ich komischerweise besser als den von 2004, einfach weil der Typ eher aussieht wie Castle. Das nervige "Anti-Held muss sich vor dem Gesetz rechtfertigen und hat Tussi mit Kind an der Backe, die er vor bösen BigBoss schützen muss" Szenario…war erträglich. Letzten Endes musste er die Personen nicht ewig mit sich mitschleifen oder gar richtig beschützen. Positiv war auch, dass fast alle Nebencharaktere, die dem Punisher geholfen haben, das Zeitliche segneten…*spoiler warnung jetzt wohl zu spät* Warum? Weil der Punisher einfach keine typische Marvel Story mit Superheld und Helfershelfer ist, sondern aus dem Dreck kommt, der Dreck bekämpft.

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