Sternhandwerk 2

(Ich entschuldige mich hiermit in aller Form für diese unfassbar schlechte Eintragsüberschrift, aber da der Webmaster das gerne mal macht und ich furchtbar unkreativ bin musste das jetzt einfach sein)

So ich bin also in der Starcraft 2 Beta (und ja, im gesamten Eintrag geht’s eigentlich nur darum damit anzugeben). Ich muss sagen, nach der allerersten Euphorie war ich darüber gar nicht so glücklich. Um zu erklären warum das so ist muss ich allerdings ein wenig weiter ausholen:

Obwohl ich schon lange ein riesiger Blizzard-Fanboy bin, ist Starcraft lange Zeit komplett an mir vorbeigegangen. Den Grund dafür kann ich gar nicht wirklich nennen, aber gekauft hab ich mir Starcraft + Broodwar erst nachdem Starcraft 2 angekündigt wurde um wenigstens mal die Story durchzuspielen und somit zu wissen um was es eigentlich geht. Aber selbst das hab ich bis heute nicht abgeschlossen (ist aber immer noch fest eingeplant vor dem SC2 Release zu schaffen, mal sehen ob das was wird…). Dass ich infolgedessen bis heute kein einziges Starcraft Online-Match bestritten habe sollte daher nicht weiter überraschen. Damit ist auch klar, warum ich mich selbst nicht wirklich für den geeignetsten Teilnehmer an einer reinen Online-Beta halte. Aber vielleicht macht mich gerade das zu einem guten Tester? Wer weiß…

So, jetzt hab ich schon rund 1300 Zeichen geschrieben ohne ein einziges Wort über das Spiel verloren zu haben :wink: .

Zuerst muss ich auf jedenfall die hervorragende Qualität loben, die Starcraft 2 in der Beta schon aufweist. Bei manch fertigem Spiel würde man sich wünschen, wenn es so „rund“ und ausgereift dastehen würde, wie dieses vermeintlich unfertige Werk. Daher scheint es in der Beta wohl auch hauptsächlich um das Balancing zu gehen, was auch die reine Ausrichtung auf Online-Matches erklären würde. Obwohl ich, wie oben erwähnt, nicht wirklich ein Starcraftler bin fühle ich mich aber trotzdem im Spiel selbst direkt „zuhause“. Starcraft 2 ist, von der Grafik abgesehen, sehr sehr stark an den ersten Teil angelehnt. Es würde mich absolut nicht wundern, wenn man mit alten Starcraft-Taktiken Erfolg haben könnte.

Aber obwohl ich durchaus schon von Starcraft-Veteranen gnadenlos überrannt wurde habe ich auch schon einige Erfolgserlebnisse erzielen können. Das bedeutet also entweder, dass das Matchmaking-System tatsächlich gut funktioniert, oder dass es ziemlich viele Nieten wie mich gibt :wink: . Das wird die Zeit zeigen, wie sich das entwickelt.

Und nun komme ich auch wieder auf den Punkt zurück, warum ich anfangs nicht wirklich glücklich über die Möglichkeit des Betatestens war es aber mittlerweile doch bin: Es macht einfach verdammt viel Spaß. Ich spiele fast ausschließlich Protoss und es gibt einfach nichts Befriedigenderes als mit einer Gruppe Immortals und Collossi eine gegnerische Basis in Schutt und Asche zu verwandeln. Was mir auch sehr entgegen kommt ist, dass man in SC2 (im Gegensatz zu Warcraft 3) auch defensiv erfolgreich sein kann. Wenn man in Warcraft 3 nicht von Anfang an möglichst viel mit seinem Helden in der Gegend rumkämpft hat man später gegen einen hochleveligen gegnerischen Helden einfach keine Chance. Klar bringt es auch in SC2 nichts, sich nur sinnlos einzuigeln ohne neue Resourcenfelder zu erschließen oder den Gegner auszukundschaften, aber man ist dabei nicht gezwungen ständig neues Kanonenfutter finden oder den Gegner ärgern zu müssen.

Zu Grafik, Sound und sonstigen technischen Einzelheiten, werde ich mich hier nicht äußern, da empfehle ich einfach mal bei YouTube das ein oder andere Video zu schauen, da bekommt man denke ich einen besseren Eindruck als wenn ich die Grafik subjektiv beschreibe.

Zum neuen Battle.net kann ich leider auch nicht viel sagen, da die meisten Features entweder noch nicht freigeschaltet sind oder ich sie mangels Leuten auf meiner Freundesliste nicht testen kann. Das was man (ausgegraut) aber schon erahnen kann sieht doch ziemlich vielversprechend aus.

Alles in allem wird Starcraft 2 wohl wie erwartet definitiv ein Pflichtkauf für alle, die mit Strategie und dem Setting auch nur teilweise etwas anfangen können und sich dabei online gegen andere richtig austoben wollen. Wenn dann auch noch der Singleplayermodus diesem hohen Standard gerecht werden kann bin ich wunschlos glücklich.

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5 Kommentare

Ein alter Bekannter, der Starcraft in der deutschen Bundesliga gespielt hat, sagte mir mal: Am einfachsten lernt man SC mit den Protoss. Daran habe ich mich gehalten und immer mit dem "Toss" gespielt. Zergs sind gut zum rushen da, aber ohne gescheite Buid-Order ist man da relativ schnell aufgeschmissen und man muss viel im Vorrausplanen in Bezug auf seine Larven.

Und ja, um den Schreiber zu befriedigen: Ich BIN neidisch, weil ich NICHT in der SC2 Beta bin. Manno 8)

Das ich Protoss spiel hat übrigens keinerlei taktische Gründe. Es ist aber so, dass irgendwie JEDER Terraner spielt (bis jetzt waren mindestens 80% meiner Gegner Terraner, der Rest war Protoss, bin bis jetzt nur auf einen einzigen Zerg getroffen) . Und die Zerg sind einfach… wääähhhh… Würd ich nie freiwillig spielen.

"Ich BIN neidisch, weil ich NICHT in der SC2 Beta bin. Manno 8)"
Mission accomplished!

Tjo, ich hab bis heute auch noch niemals, nicht mal für nen kurzen Moment, Starcraft gespielt. Grund war wohl hauptsächlich die miserable Grafik. Jetzt meint vielleicht der eine oder andere, dass Grafik bei Strategiespielen hintergründig ist – aber ich "sehe" das im wahrsten Sinne des Wortes etwas anders.

Dennoch: auf Grund der Tatsache, dass iwie keine sehr guten Strategiespiele mit Basisbau produziert werden die Frage an die Runde:

wäre Starcraft 2 etwas für mich?? Ist Basisaufbau da wirklich auch relevanter Teil des Spiels oder nur pseudomäßig aufgesetzt. Kann ich auch defensiv erfolgreich sein und mich einigeln und aus der Ferne und Luft kämpfen?

Kleiner Hinweis: in Generals ZH hab ich am liebsten den Aircraft-General gespielt (weiß nicht mehr genau wie er heißt).

Hmhm, schwierige Frage ;)
Starcraft2 mit Generals zu vergleichen ist schonmal ziemlich schwierig…
Basisbau ist definitiv wichtiger Teil des Spiels, genauso wie Resourcenmanagement. Man kann definitiv auch defensiv erfolgreich sein, aber komplettes einigeln dürfte trotzdem schwierig werden, da man doch zumindest die ein oder andere Nebenbasis braucht um Resourcenmäßig nicht ins Hintertreffen zu geraten und dann vom Gegner überrannt zu werden.
Aus der Luft kann man auch erfolgreich sein, allerdings natürlich nicht mit Generals Superwaffen und auch nicht mit Hit and Run Luftangriffen. Wenn dann nur indem man sich ne Flotte baut und den Gegner direkt angreift.
Nichtsdestotrotz ist Starcraft ein ziemlich schnelles Spiel und viele Matches werden durch Rushes in kürzester Zeit entschieden. Auch ist es um zu Gewinnen unerläßlich sich auf den Gegner einzustellen. Wenn man weiß, dass der Gegner hauptsächlich auf Flugeinheiten setzt, kann man ihn durch massenhaft Anti-Air in bedrängnis bringen. Passt dieser dann seine Taktik nicht an, siehts ziemlich schlecht aus.

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