Sicarius

Unerkannte Fehler

Erinnert ihr euch noch an den einen Eintrag vor bald zwei Jahren? Ihr wisst schon, den 7 1/2 Seiten langen. Er begann mit einer total sinnlosen Geschichte und einem Bild von Kessy. Wie, ihr habt keine Ahnung was ich meine? Natürlich den berühmtberüchtigten 500. Eintrag! Damals wurde das aktuelle Content Management System eingeführt, sowie die neue Navi-Leiste auf der rechten Seite, in der seitdem unter anderem die neusten Kommentare angezeigt werden. Dazu schrieb ich damals:

Die Besucher finden euer Geschreibsel nun auch, wenn es unter Eintrag 235 gemacht wurde.

Tja, 186 Einträge später musste ich feststellen, dass diese Aussage bis vor kurzem nicht ganz korrekt war. Zwar finden die Besucher euer Geschreibsel unter Eintrag 235 tatsächlich in der Kommentar-Übersicht wieder – ihr konntet jedoch bislang gar keinen Kommentar mehr unter Eintrag 235 sowie dem Großteil der restlichen 498 Einträge vor Nr. 500 verfassen! Der Versuch führte zu einer Fehlermeldung. Dank Rondrer ist das Problem aber nun behoben und ihr könnt ab sofort tatsächlich unter jeden der derzeit 686 Einträge einen Kommentar pflanzen.

Schon irgendwie ein kleines Armutszeugnis, dass der Fehler fast zwei Jahre lang unbemerkt blieb. Also: Kommentiert mal mehr den alten Scheiß! :D

Weitere Neuigkeiten in eigener Sache gibt es in Hinblick auf den Podcast. Was vermutlich nur wenige wussten: seit Anbeginn der Zeit gab es nicht nur für die Einträge einen RSS-Feed, sondern auch für den Podcast. Diesen hatte ich jedoch nie publik gemacht. Nun habe ich in einem Anfall an Arbeitswut mal das Script aktualisiert (gab in den zwei Jahren so einige Updates) und auch gleich mal die Angaben verbessert. Da war zum Beispiel noch die Rede vom UCF Podcast. Für die wenigen unter euch, die tatsächlich die Adresse kannten, ändert sich nichts. Alle anderen sollten ab sofort im IE7+, Firefox und Opera eine Meldung angezeigt bekommen, in der sie entweder den Einträge- oder den Podcast-Feed abonnieren können.

Wem das zu umständlich ist, für den habe ich eine kleine Extraseite in die Navi-Leiste unter dem Punkt Feeds eingefügt. Zudem steht der Bagdadsoftware Podcast ab sofort auch in iTunes zum Anhören und Downloaden zur Verfügung. Also hopp: Abonnieren und die Folgen bewerten!

Warum dort derzeit allerdings nur eine von 26 Folgen mit Beschreibung ist, konnte ich bislang noch nicht herausfinden. Zumindest die ersten 10 Folgen haben eigentlich im ID3-Tag eine Beschriftung hinterlegt…

Als nächstes steht „erneut“ ein Update des Content Management Systems auf dem Plan. Nein, Rondrer – nicht mit MySQL. CuteNews wird mittlerweile leider auch nicht mehr offiziell weiterentwickelt. Es gibt jedoch eine von Fans aktualisierte Version mit dem Namen UTF-8 Cutenews. Besonders wegen den darin enthaltenen Security Fixes will ich die unbedingt endlich mal einbauen. Ist allerdings nicht ganz so einfach, weil ich in CuteNews natürlich schon gut rumgepfuscht hatte, um es überhaupt mit Captcha, Kommentarübersicht und all dem Kram zum Laufen zu bringen. Aber gut, das wird schon irgendwann. Und vielleicht schaffe ich es dabei auch endlich die Automatik für das Update der Spalte „rumgesabbel“ in der linken Navi-Leiste einzubauen. Das ist leider derzeit immer noch Handarbeit.

Und während ich jetzt gespannt darauf warte, ob nun ein paar der uralten Einträge einen Kommentar erhalten, entlasse ich euch auch schon wieder bis Montag. Sauft morgen Nacht nicht zuviel und bitte zeigt alle halbstarken Asozialen an, die meinen sie müssten unbedingt irgendwas kaputt machen in ihrem Vollrausch!

Sicarius

Konsolen

Es ist mal wieder soweit: ein Monat neigt sich dem Ende zu und der Ruf nach einer neuen Folge des Bagdadsoftware Podcasts wird laut. Wie gut, dass sie bereits fertig ist ->

Meine Gäste in der neuen Folge sind Vin und Carsten, zwei GamersGlobal-User und echte Konsoleros. Aber keine Angst, wir wärmen nicht noch einmal die Diskussion PC vs. Konsolen aus Folge 15 auf. Damals wurde im Prinzip schon alles gesagt. Stattdessen werfen wir einen Blick auf die aktuelle Konsolengeneration mit dem klaren Fokus auf Xbox 360 und die PlayStation 3. Wie haben sie sich seit Release gemacht, wie ist der derzeitige Stand und wo wird es noch hingehen.

Mehr gibt es dazu an dieser Stelle eigentlich auch nicht zu sagen, weshalb ich euch nun mit den Details zur aktuellen Folge in die neue Woche entlasse:

Zu Wort kommen: Christoph „Sicarius“ Hofmann, Nico „Vin“ H., Carsten „Carsten“ F.

Technische Daten: 31:26 min lang; 96kbit Qualität; 21,59 MB groß; Aufnahme mit Skype und Pamela for Skype; Editierung mit Adobe Soundbooth CS4

Musikcredits nach Reihenfolge:
Brian Conrad, Sue Kasper, Justin McCormick – SimCity 2000 – Track 47 (Komplett)
Brian Conrad, Sue Kasper, Justin McCormick – SimCity 2000 – Track 31 (Auszug)
Frank Klepacki – The Legend of Kyrandia – Pool Of Sorrow (Komplett)

Weiterführende Links:
Vin – Nicos User-Profil bei GamersGlobal
Carsten – Carstens User-Profil bei GamersGlobal

Folge 22 wird Ende Mai zum Download bereitstehen; ein Thema oder einen Gast habe ich dafür aber noch nicht.

Azzkickr

Vorurteile

Eigentlich könnt ihr die Überschrift gleich wieder vergessen – sie ist nämlich nicht mehr wirklich aktuell. Ursprünglich wollte ich hier einen ausführlichen Artikel über Vorurteile schreiben und erklären, weshalb ich mich in AMD/ATI und Die Siedler 7 getäuscht habe, aber das Ganze wurde dann zu komplex und entsprach zudem nicht meinen persönlichen Qualitätsansprüchen. Dennoch die Kurzfassung: in Anbetracht des günstigen Kaufpreises von 70 Euro bin ich sehr, sehr positiv von meiner AMD Radeon 5670 überrascht. Sie ist sehr leise, sehr klein, braucht keinen Netzteilstromanschluss und ist vergleichsweise leistungsstark. Ich konnte bisher jedes Spiel in 1920×1080 und maximalen Details flüssig spielen, dass auch auf meiner heiligen Geforce 8800GTX (sie ruhe in Frieden) ruckelfrei lief.

Lediglich bei Die Siedler 7 wurde ich dazu gezwungen (diverse höherwertige Optionen sind gesperrt), auf niedrigen bis mittleren Details zu spielen. Dies erklärt auch meine anfänglich Enttäuschung über die – in dieser Einstellung in der Tat nicht sehr hübschen – Spielgrafik. Was meine Kritik am Spielerischen angeht, habe ich mich jedoch sehr geirrt. Zwar habe ich mich nur mit der Demoversion befassen können, jedoch mittlerweile sehr ausführlich. Genauer gesagt gibt’s jede Menge Vollversionen, mit denen ich mich nicht so lange und vor allem interessiert auseinander gesetzt habe. Und so wurde aus meiner anfänglichen Enttäuschung inzwischen regelrechte Begeisterung. Das Spiel bietet vielfältigste taktische Möglichkeiten und die KI spielt – ganz im Gegenteil zu Teil 6 – wirklich auffallend gut. Es geschah vor einigen Tagen sogar, dass ich zusammen mit meinem Kumpel (der ja quasi nur zukuggen und diverse Vorschläge machen konnte) vier Stunden lang zu zweit vor dem PC gesessen bin und wir drei Partien gegen die Demo-KI (Prinzessin Zoe) gespielt haben. Wir haben sie allesamt verloren… und dennoch reichlich Spaß gehabt, auch er als Zuschauer. Zwar wünsche ich mir nach wie vor einen sechsten Teil mit funktionierender KI und komplexerer Wirtschaft, Teil 7 stellt sich aber als Überraschungskandidat heraus und verbindet alte Siedlerstärken mit Komponenten von Die Siedler von Catan – sehr gut!! Da war ich alter konservativer Hase wohl doch etwas zu skeptisch gegenüber Veränderung ^^.

Was gibt’s aktuell noch? Nun, ich habe Call of Duty: Modern Warfare 2 durchgespielt und bin auch hier im Großen und Ganzen recht positiv angetan. Das Spiel setzt Maßstäbe in der Inszenierung, bietet solide Technik und jede Menge Action. Viel mehr ist es in meinen Augen aber auch nicht. Die – äußerst skurrile – Geschichte wird erbärmlich erzählt und wirkt aufgesetzt. Die bekannte Flughafenmission ist unnütz wie ein Kropf und einfach nur ekelhaft. Ich war noch nie so kurz davor, ein Spiel wegen einer solchen unmenschlichen Szene zu boykottieren. Versteht mich nicht falsch, mir ist schon klar, was diese Mission darstellt, bzw. darstellen will: die Grauen und Schrecken des Terrorismus, des Krieges und schmutziger Machtkämpfe. Nur: diese Komponente passt einfach nicht in ein Spiel, dass sich sonst keine Mühe gibt, eine seriöse und wirklich emotionale Handlung zu erzählen. Die Charaktere bleiben blass, es entsteht keine Bindung zwischen Spieler und Spielfigur(en). Und so empfinde ich die Flughafenmission nur als Mittel um Aufmerksamkeit zu erhaschen, die Verkaufszahlen anzukurbeln. Und genau DAS ist das wirklich ekelhafte an dieser Mission. Trotz dieser widerlichen Mission ist Call of Duty: Modern Warfare 2 ein sehr spaßiger und äußerst kurzweiliger Shooter, der nach rund sechs bis sieben Stunden in einem ebenso unerwarteten wie erbärmlichen Cliffhanger mündet. Für die 20 Euro ist das Spiel aber allemal empfehlenswert. Zumal ich seit letzter Woche auch den Online-Modus angetestet habe (im Übrigen ist es das erste Mal seit Counterstrike 1.X [vor geschätzten 10 Jahren], dass ich wieder im „Weltnetz“ zum Spielen unterwegs bin). Und dieser Online-Modus stellt sich als durchaus suchterregend heraus. Zwar verstehe ich als Einsteiger nach wie vor nicht alle Mechanismen (und ein Tutorial fehlt auch leider), aber es ist dennoch sehr motivierend und auch fordernd, sich auf die Jagd nach neuen Auszeichnungen und Gegenständen zu begeben. Spätestens vor diesem Aspekt, sollte sich jeder für 20 Euro diesen Shooter zulegen.

Wer hingegen ein Spiel erleben will, das wirklich emotional ist, wirklich eine packende, moralisch-philosophische angehauchte Geschichte erzählt und dies so gut und intensiv, dass man als Spieler nachhaltig davon geprägt wird, der sollte sich sofort (!) eine Playstation 3 mitsamt Heavy Rain kaufen. Das habe ich noch an dem Tag, an dem es im Briefkasten gelandet ist acht Stunden am Stück gespielt – ohne Pinkelpause und ohne etwas zu essen und zu trinken. Für jemanden, der sich in den letzten Monaten mehr durch Spiele quälen musste, ist das äußerst bemerkenswert. Eines der verschiedenen Enden habe ich mittlerweile auch erreicht. Und ich habe jetzt schon den Drang, es nochmals zu spielen, weil die eine oder andere Szene eher suboptimal verlaufen ist und ich gerade im wichtigen Endkampf meine erste Auseinandersetzung verloren habe – mit schwerwiegenden Folgen. Aber dazu mehr in meinem Bericht, den ich hoffentlich demnächst anfertigen werde. Aber das Fazit ist jetzt schon klar: es gab wohl noch kein Spiel das eine glaubwürdigere, emotionalere und ergreifendere Geschichte erzählt als Heavy Rain. Und die oft umstrittene Steuerung passt nach meinem Dafürhalten ganz genau zu diesem Spiel! -> Kaufen, Kaufen, Kaufen!! (oder leihen, so wie ich :smile:)

Sicarius

Zwei Spiele – nicht mehr!

Schon wieder eine Woche rum und die Liste bei MobyGames ist immer noch nicht komplett abgearbeitet. Was mach ich nur den ganzen Tag? Spiele spielen natürlich, damit ich sie überhaupt hinzufügen kann:

Cobra CommandCobra Command – Diesen iPhone-Titel habe ich nur wegen Rondrer. Er war vor ein paar Tagen bei FreeAppADay zu haben und Rondrer hat mich drauf hingewiesen. Und wenn es schon kostenlos ist, dann muss ich es mir natürlich auch mal herunterladen und anschauen. Gekauft hätte ich mir den Titel, wie so oft, sonst nicht.

Das Spiel ist eine Umsetzung des Arcade-Automaten von 1984, womit wir schon beim größten Problem sind: es ist bockschwer. In den hinteren Reihen wird jetzt vermutlich wieder geflucht von wegen „Die heutige Jugend ist gar nichts mehr gewohnt!“, aber ihr wisst, dass mich eine Herausforderung immer mehr reizt als alles andere. Und doch gibt es nichts schlimmeres, als wenn man jede Sekunde des Spiels auswendig lernen muss, um endlich das Level zu schaffen. Zumindest geht das Auswendiglernen einfach, denn das Spiel ist ein interaktiver Film. Nein, Azzkickr – nicht wie Urban Runner, sondern eher wie Rebel Assault.

Während im Hintergrund ein Anime-Film der alten Schule abläuft (sprich viele Explosionen, stark verschwommes Bild und schlechte Animationen), ist im Vordergrund das Cockpit eures Helikopters drübergelegt. Ziel ist es nun zum Levelende zu gelangen, indem ihr alles abschießt was euch im Film entgegenfliegt. Wie bei solchen Titeln gewohnt, habt ihr natürlich nur ein paar Sekunden Zeit dafür. Eine Millisekunde gezögert und euch geht unweigerlich ein Leben verloren. Schlimmer noch: ihr müsst die unabbrechbare Explosion eures Helikopters anschauen – zum geschätzten 10.000mal. Da helfen selbst die drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade nichts, weil sie nur darüber entscheiden, wie viele Treffer die Gegner aushalten. Und das ist tatsächlich das Geringste eurer Probleme. Erst einmal zu checken, ab wann ein Gegner überhaupt verwundbar ist oder diese blöden „Weiche nach links, nach rechts und unten aus“-Sequenzen machen euch wesentlich mehr zu schaffen.

Vorteil der detailgetreuen Arcade-Umsetzung: Sie ist sehr kurz. Es gibt nur 10 Level und wenn ihr sie endlich mal auswendig kennt, seid ihr keine 30 Minuten beschäftigt. Wobei der Wiederspielwert bei null liegt. Wie gesagt: Ihr fliegt nur einen Film nach und der verändert sich nie.

Bagdadsoftware meint: Falls es tatsächlich Fans des Spiels gibt, werden diese sich über eine gute Umsetzung freuen, die definitiv besser ist als die SEGA CD-Fassung von 1992. Alle anderen vergessen gleich wieder, dass es das Spiel jemals gab und spielen lieber das Original Battlezone.

Ninja BladeNinja Blade – Ihr habt von diesem Spiel nie gehört? Wundert mich leider nicht, auch wenn es vom nicht unbedingt unbekannten Studio From Software (Armored Core-Serie, Lost Kingdoms) gemacht wurde. Der Titel erschien 2009 nur für Xbox 360 und ging schon damals mächtig unter. Vom Release der PC-Version vor einigen Wochen hat man sogar überhaupt nichts mitbekommen. Schlechtes Marketing würde ich sagen. Aber dafür habt ihr ja Bagdadsoftware – wir berichten euch von den nicht beachteten Perlen dort draußen und dazu gehört Ninja Blade definitiv. Als die Ankündigung der PC-Version war, habe ich mich tatsächlich gefreut – was bei mir heutzutage leider nicht mehr ganz so oft vorkommt. Aber nun zum Spiel:

In kurz: Ninja Blade ist Devil May Cry mit Ninjas und einem etwas mehr Down-to-Earth-Helden. Während Dante Eiswürfel pinkelt, macht Ken einfach nur stylish seine Arbeit – in diesem Falle Tokyo vom „Alphawurm“ befreien, einem sich schnell vermehrenden Parasiten der die Infizierten in Mutanten umwandelt. Wer schreit da Resident Evil? Wir reden hier nicht von langsam schlürfenden Zombies! Selbst die Zombies in Ninja Blade können fiese Sprungattacken und machen verdammt viel Schaden. Doch die spielen trotzdem nur eine Nebenrolle in den neun Missionen und sind für die Metzelei zwischendurch. Kern des Spiels sind die Level-5-Infizierten. Haushohe Spinnen, ewig lange Sandwürmer-Imitate, raumhohe Schnecken und vieles mehr. Und genau hier liegt der zentrale Unterschied zu Devil May Cry: Müsst ihr euch dort immer von Areal zu Areal kämpfen und habt es vornehmlich mit Standardgegnern zu tun, sind die Missionen in Ninja Blade ein durchgängiger Bosskampf.

Wie ihr euch das vorstellen müsst? Nun, es gibt da so eine Erfindung, die nennt sich Quick Time Event. Ninja Blade setzt zwar nicht ganz so extrem wie Heavy Rain darauf, kann sich aber wohl hinter Fahrenheit auf dem dritten Platz der Spiele mit den meisten Tastendrückereien einreihen. Aber wie bei Heavy Rain, sind die QTE so gut in das Spiel integriert, dass sie nicht stören. Die Trennung zwischen QTE und normalen Geschnetzel läuft entsprechend fließend ab. Ähnlich Spidermans „Spider Sense“ seht ihr kurz eine Nahaufnahme von Ken und wisst sofort: ah, jetzt geht ein QTE los. Deren Schwierigkeitsgrad ist unabhängig vom normalen Spiel einstellbar und sogar in der PC-Version werden ganz groß und in der Mitte des Bildschirms die nötigen Tasten angezeigt. Und geht doch mal etwas schief, müsst ihr nicht neu laden oder so nerviger Kram. Nein, Prince of Persia-ähnlich wird die Zeit einfach zurückgespult und ihr versucht es gleich noch einmal. So stressfrei müssen QTE sein, um zu funktionieren.

Interaktiver Film

Lohn aller Mühen ist ein voller Action gepacktes und äußerst rasantes Spielerlebnis, bei dem man sich keine Sekunde langweilt. Am Anfang des Levels wird der Hauptinfizierte vorgestellt und er verfolgt euch bis ans Ende durch Geschicklichkeits-Einlagen, Standardgegner, nicht minder beeindruckende Zwischengegner und natürlich dem finalen Bosskampf. Immer mit dabei: drei verschiedene Arten von Schwertern (langsam, schnell und mittel) und ein großer Wurfstern (kann Feuer auspusten, explodieren und andere lustige Sachen), die sich alle im Laufe des Spiels in mehreren Stufen verbessern lassen und so neue Kombos freischalten. Auch Kens Aussehen darf verändert werden. Und lasst euch nicht täuschen: es mag nur neun Missionen geben, aber eure zehn Stunden seid ihr trotzdem beschäftigt – beim ersten Mal sowieso. Aber, wir wollen natürlich auch nicht die Schwächen verheimlichen. Es hat schließlich durchaus einen Grund, warum es nur wenige kennen und es derzeit nur eine Metacritic-Wertung von 66 (Xbox 360) bzw. 61 (PC) hat.

Größter Kritikpunkt ist die Grafik, die an Devil May Cry 4 nicht einmal ansatzweise herankommt. Die Bossmonster sehen zwar cool aus, aber der Rest ist höchstens noch annehmbar. Bitmapfeuer, detaillose Texturen, abwechslungsarme Umgebungen dominieren das Bild. Die geschmeidigen Animationen können da nur wenig retten. Auch die Steuerung mit der Tastatur, wenn auch nicht katastrophal, ist dem Gamepad klar unterlegen. Zumindest der Xbox-360-Controller wird aber unterstützt und wie erwähnt, zeigt das Spiel in fast allen Situationen beide Tastenbelegungen vorbildlich auf dem Bildschirm an. Und dann wäre da natürlich auch noch die Story, die so vollkommen belanglos und uninteressant ist, dass man sie beim fröhlichen Geschnetzel gar nicht weiter beachtet. Ja, es geht natürlich darum, dass die Parasiten die Stadt belagern und nur Ken verhindern kann, dass die USA die Stadt mit der Atombombe plättet. Und dann hat auch noch Kens Vater ihn verraten und so – aber die ganze Sache bleibt das ganze Spiel hindurch flacher als flach und dient nur als Verschnaufspause zwischen den Levelabschnitten. Zumindest sind die einzelnen Levels sehr abwechslungsreich inszeniert. Rasen wir in Mission 3 noch über eine Autobahn, geht es in Mission 4 in ein infiziertes (fliegendes) Flugzeug.

Bagdadsoftware meint: Gebt dem Spiel unbedingt eine Chance! Wenn ihr auch nur ein bisschen was für hirnlose Prügler übrig habt, investiert die nicht einmal 25 bzw. 35 Euro (lt. OkaySoft – gibt es sicherlich auch noch billiger). Ihr werdet sehr gut unterhalten werden, das verspreche ich euch!

Das waren natürlich nicht die einzigen Titel, die ich endlich mal gezockt habe, aber ich brauche ja auch noch etwas für kommende Einträge :wink: . Am Donnerstag begrüßt euch an dieser Stelle jedoch Azzkickr. Er wird euch voraussichtlich über Die Siedler 7, Call of Duty: Modern Warfare 2 und seiner ATi Radeon 5670 berichten – oder wie toll das Zähneputzen in Heavy Rain ist. Lasst euch also überraschen.

Am Montag erwartet euch dann, wenn alles glatt läuft, Folge Nr. 21 des Bagdadsoftware Podcast – mit zwei brandneuen Gästen. Bleibt gespannt!

Ein herzliches ‚Miep‘ an die werte Bagdadsoftware Leserschaft,

Wie Sicarius bereits im Montagseintrag dieser Woche angekündigt hat, gibt es heute nach langer langer Zeit wieder einen Gastbetrag von mir. Wirklich, es war doch eine lange Zeit, sie fliegt nur so ins Land.

Ursprünglich hatten der Webmaster und ich uns darauf verständigt, dass dieser Eintrag eine Zusammenfassung diverser ausgeliehener Filme von Sicarius wird. Die Bandbreite erstreckte sich hierbei von aktuellen Filmen, wie [b]District 09[/b], über eine zweite Meinung zu [b]Punisher – War Zone[/b] und andere zum Teil auch ältere Filme, zum Beispiel [b] X-Men Origins: Wolverine[/b] oder [b]Human Trafficking[/b]. Da ich – wie ihr jetzt bemerkt habt – scheinbar sehr sehr viele DVDs in letzter Zeit geschaut habe, fragt ihr euch sicherlich, was dann heute behandelt wird, wenn nicht eine ganze Aufzählung an Filmtiteln mit Wertungen und ob ich überhaupt noch dazu komme etwas zu spielen.

Ja, dazu komme ich noch, ich schaffe es sogar innerhalb von zwei Tagen die siebte Staffel [b]24[/b] samt Vorläufer Kinofilm [b]24 – Redemption[/b] und nebenbei das gleich vorgestellte Spiel zu genießen. Aber eins nach dem Anderen.

Zurzeit spiele ich vermehrt [b]Sacred 2 – Fallen Angel[/b] mit der Erweiterung [b]Ice and Blood[/b], worüber Sicarius einen ‚Angespielt‘ Eintrag zum Hauptspiel verfasst hatte. Anders als der Webmaster habe ich nun jedoch eine positivere Meinung, als es bei der ersten Präsentation bei ihm der Fall war. Das mag zum einen daran liegen, dass das Spiel, nicht nur durch die Erweiterung, sondern auch durch die zahlreichen Patches viele Verbesserungen bekommen hat. Die Erweiterung beinhaltet eine überschaubare Anzahl an hinzugekommenen Regionen, Gegnertypen und Missionen und liefert als Ausgleich dafür aber auch eine neue Klasse mit übersinnlichen Fähigkeiten: Den Drachenmagier.

Der Drachenmagier fügt sich ohne Probleme in das bereits typische Team aus Hau-drauf-Krieger, Area_of_Effect Magierin und Fernkämpferin ein. Die Seraphim als magisch begabte Nahkämpferin im Stile eines Paladins, der Inquisitor als Mischung aus Totenbeschwörer und Flüchesprecher und der oft nur kritisch beäugte Cyborg-ähnliche Tempelwächer sind alles Mischklassen, die in irgendeiner Form auch in aktuellen MMORPGs auftauchen. Bislang hat Sacred 2 jedoch eine Kategorie gefehlt und dies war die Druidenklasse. Viel mehr als das ist der Drachenmagier jedoch auch, da er ebenfalls diverse AoE Fertigkeiten besitzt wie die Hochelfe (AoE).

Im Weiteren orientiere ich mich an Sicarius‘ Eintrag.

Abseits vom technischen Aspekt und Gameplay gelingt es doch Sacred 2 natürlich nicht, weder mit noch ohne Erweiterung eine fesselnde Geschichte aufzubauen. Da ich persönlich ein Vertreter der Auffassung bin, dass dies in Hack’n’Slay spielen nicht derart möglich ist, wie es in Action-Adventures oder reinen RPGs der Fall ist, lasse ich hier Raum für eine Diskussionsbasis. Vorher muss ich jedoch auch noch untermauern, dass ich niemals von Diablo besonders berührt, geschweige denn verführt wurde. Da hat bei mir bis jetzt immer noch Ascaron Entertainment mit ihrem Titel die Nase vorne. Die aktuelle Geschichte um die mysteriöse T-Energy, die dem Mittelalter angehauchten Szenario erste Spuren von Technologie und Science Fiction einhaucht, ist allerdings auch nicht ganz mein Geschmack.

Im Fokus setzt dieses Spiel statt auf eine Mass-Effect Storyline natürlich auf das Niedermähen von ganzen Gegnermassen, deren Zahl und Ausmaß durch die Patches eher noch zugenommen, denn abgenommen haben. Zwar wird man nicht ständig von einer Horde Gegner überrannt, vor allem in Städten ist das weniger der Fall, aber in Grenzregionen kann es gerne mal passieren, dass die ein bis zwei Wach-NPCs nicht so zügig mit den Zwischengegnern, kleinen Bossen und deren Mobs fertig werden und man erst tiefer in das NPC Territorium, bevor man eine kurze Verschnaufpause hat.

Das Spiele Design ist sehr gut geraten: Die Gegner sind abwechslungsreich und sinnvoll an die vielen unterschiedlichen Umgebungen angepasst. Neben klassischen Wüstenregionen mit Skorpionen, Spinnen und Skarabäen, gibt es auch einen Maschinenkern, mit T-Mutanten, einer Cyborg-Rasse, welche außer Kontrolle geraten zu scheint. Es werden wegen den Aspekten Fernkampf, Nahkampf, Magie und der Spielewelt verscheidenste Taktiken vom Spieler gefordert. Wenn man dem Bruch mit dem tradierten Mittelalter Setting skeptisch entgegen steht, kann man sich genauso fragen, was Elfen und Frauen mit Laserflügeln (Seraphim) nicht nur in diesem Spiel verloren haben. Um auf die Vorbehalte gegen den Tempelwächter einzugehen, der wahrlich untypisch bis unpassend ist […], so ist seine Aufgabe zum Einen ein unterstützender Charakter in Parties zu sein und zum Anderen erinnern seine Angriffsfertigkeiten, jenen des Kampfzwerges aus [b]Sacred: Underworld.[/b] Im Grunde hat der Zwerg von damals nun ein neues Aussehen und einen weiteren Fertigkeitenbaum bekommen.

Sacred 2 ist aber im Gegensatz zum Vorgänger Sacred und Sacred: Underworld wesentlich dynamischer gestaltet. Die Steuerung und die Grafik sind ein Quantensprung. Eine freie Tastenbelegung, sowie ein umfangreiches Short-Cut Menü, dass sogar noch einmal eine Aufwertung bekam. So kann man nun ein Waffenset, einen Skill, respektive eine Combo und zwei Tränke mehr arrangieren. Ein sinnvoller Schritt für etwas, das ebenfalls als ?Diablo-Killer“ verschrien wurde. Ich selbst empfinde es schon nicht mehr als reines Hack’n’Slay, da es Bewegungsabläufe eines Tabula Rasa oder Guild Wars aufweist, das heißt aber auch, kein Springen, Schwimmen, Klettern oder Tauchen.

Das übersichtliche Questlog mit dem einfachen ?Pathfinding“ ist auch nur mit einem zustimmenden Kopfnicken von mir zu bewerten. Nachteilig empfinde ich nur, dass einige Quests, welche unter-oder oberhalb der Charakterposition sind, auf der Karte auf der falschen Ebene auch angezeigt werden, sofern sie nicht direkt ausgewählt wurden. Die Anzahl der Quests ist jedoch nicht dermaßen unübersichtlich, dass es nicht zu schaffen wäre, alle abzulaufen. Allein schon die Item-Belohnungen sind mehr als verlockend und ausgleichend.

Sämtliche Vorbehalte gegen die sich wiederholende Sprachausgabe, die teils unsinnig spielende theatralische Musik und die manchmal unvorteilhafte Kamera-Perspektive sind beziehungsweise waren berechtigt. Bei der Musik wurde jedoch nach gebessert, jedoch nicht vollständig und auch dem Helden kann jetzt die Zunge beschnitten werden. Gleichzeitig hat man noch die Anzahl der zu Klopfenden Sprüche erhöht. Probleme mit der Kamera sind im Gameplay und Grafikmenü Geschichte, da sie nach den eigenen Vorstellungen justiert werden, jedoch erfordert dies einige Testphasen.

Fast zum Abschluss muss ich richtig Stellen, dass Sacred 2 sich am Kampf-/ Combo-/ Runensystem vom Vorgänger angelehnt hat, jedoch taktisch bessere Entscheidungen eingebaut wurden. Im Kampfsystem ist es möglich auch als Magier guten Nahkampf- und Fernkampfschaden auszuteilen, da Zauberstabkämpfer die Fähigkeit erhalten Energiebälle zu verschießen und der Basisschaden für Zauberstäbe aus dem Intelligenz- und Geschicklichkeitswert und nicht mehr durch die Stärke errechnet wird. Dieses Beispiel ist nur eines von Vielen, die durch Updates eingebaut wurden. Das Combosystem ist nun komplett unabhängig vom NPC Combomaster, welcher zum einfachen Schmuckhändler und Runentauschhändler degradiert wurde. Das Einrichten von Skillkombinationen ist nun von dem Aufbau der eigenen Spielfigur, da Combos nicht gleichermaßen von jeder Klasse oder Spielweise genutzt werden. Ebenfalls ermöglicht das Runensystem auch noch mehr Flexibilität, da es durch das Zusammenspiel von Fertigkeiten und Runen möglich ist, den Schaden von Zaubern und Kampfaspekten zu steigern ohne ein Telefonbuch an Runen anlegen und einlesen zu müssen. Zu guter Letzt erhält man durch ein Belohnungssystem für investierte Fertigkeitenpunkte Aufwertungsmöglichkeiten für die Skills in dem Aspekt, die von der Investition profitierten. Dadurch kann man nochmals den Schaden der bevorzugten Angriffe steigern ohne durch höhere Beschwörungs- oder Ruhezeiten bestraft zu werden.

Wie Sicarius warnt, kann ich allerdings auch nur warnen: ?Leider ist das Spiel, trotz bereits eines großen Patches und eines Hotfixes, immer noch sehr fehlerbehaftet.“, wobei ich das ?sehr“ an dieser Stelle ganz streichen würde. Ich habe sehr viel gespielt und bis jetzt erst zwei ?verbuggte“ Quests entdeckt. Ebenfalls ist der Multiplayer-Modus jetzt ?laggfrei“, läuft stabil und vorallem synrhon. Das Speichersystem funktioniert im Kampagnenmodus auch hervorragend. Grafikfehler sind sowohl mit, als auch ohne GFX Texturen der Collector’s Edition nicht aufgetreten.

Das Spiel ist weiterhin Sacred, keine Frage. Jedoch ist es weit mehr, als bloß mehr von allem, aber auch kein Meilenstein. Egal wie euphorisch sich mein Test lesen mag, Fakt bleibt, dass wir hier ein Hack’n’Slay mit ausgefeilter Welt und Charakterentwicklung haben. Ein gewöhnungsbedürftiges Setting, einer guten Grafik und dürftigen Geschichte. Dennoch wage ich mich vor und gebe dem Spiel nun in der zweiten Meinung vier Sigs.

4 von 5 Sics

Im Folgenden ein kurzes Review über die Siebte Staffel zu 24. Was bis jetzt von mir an Vorwissen vorausgesetzt wird ist nur, dass Jack Bauer ein Spezialagent ist, der für eine Behörde namens CTU (Counter Terrorist Unit) gearbeitet hat. Jede Staffel erzählt 24 Stunden in Echtzeit im Leben von Jack Bauer und handelt zumeist von einem oder mehreren terroristischen Anschlägen gegen die vereinigten Staaten. In der Serie werden neben Terrorismus Themen, wie Korruption, Rassismus und Folter behandelt. Die siebte Staffel beginnt beispielsweise mit einem Gerichtsprozess gegen Jack Bauer, weil er sich gegen Vorwürfe rechtfertigen muss, Menschenrechte durch Folter verletzt zu haben. Da die Folter benutzt wurde, um an Informationen zum Aufenthaltsort von Terroristen, Bomben oder Ähnlichen zu gelangen, ist es eine ethische Frage, ob in diesen Fällen der Zweck einmalig die Mittel heiligt oder dadurch selbst Bruch mit dem eigenen Wertesystem begangen wird.

Die siebte Staffel von [b]24[/b], samt Vorläufer handelt um einen fiktiven afrikanischen Staat namens Sangala. Ex-Bundesagent Jack Bauer hat zwischen den Ereignissen von Tag 6 und Tag 7 dort versucht den Foltervorwürfen zu entkommen und sich zurückzuziehen (Redemption). Doch durch einen Militärputsch ist er gezwungen das Land zu verlassen. Während das Prequel Eindrücke von Sangala liefert und einen Jack Bauer, der im Vergleich zur Serie relativ unentschlossen neben sich steht, greift die siebte Staffel diese Schwäche auf und zieht einen Vorteil für sich. Während in den vorherigen Staffeln die Geschichte durch Nebencharaktere mühsam aufgebauscht werden musste, schwebt der Konflikt direkt zu Beginn in den Fokus der Zuschauer. Ebenfalls ist der erste große Gegenspieler für Jack Bauer innerhalb der ersten zehn Minuten aufgedeckt. Interessant ist auch der Umstand, dass dieser bereits in einigen Tailern enthüllt wurde und im Gegensatz zu vorherigen Handlungsweisen tut die Regie nicht so, als kenne keiner der Zuschauer den Vorspann. Unsinniges, weil überflüssiges An-der-Nase-herumführen fällt also ebenfalls weg und diese Linie führt sich auch diesmal fast bis zum Ende konsequent durch.

Die Serie gerät von der ersten Sekunde an in volle Fahrt und erst nach der ersten überstandenen Katastrophe blickt man einen kurzen Moment zurück. Bis jetzt wurden noch nicht die üblichen 24-Fehler begangen mit aufgesetzten Wendungen in der Geschichte oder teils unlogischen Zusammenhängen. Ebenfalls schmiegen sich die weiteren Bedrohungen des Tages wunderbar in das Gesamtkonzept ein. Es bleibt sogar zwischendurch Zeit für einige selbst ironische Situationen für das Drehbuch oder die Hauptcharaktere. Jack Bauer hat eine Auseinandersetzung mit einem hochrangigen FBI-Agenten, der Jack bis dato nur von Akten her kennt. Dennoch provoziert er Jack und beschreibt genau was Jack machen wird: ?Was jetzt? Bauen Sie sich vor mir auf, Rollen mit den Augen und schlagen mich dann zusammen?“

Dies und andere recht eindeutige Dialoge sind ein Freudenfeuer für Fans der Serie. Ich persönlich muss zugeben, dass ich nicht ganz unvoreingenommen bin, mich die vorherigen Staffeln jedoch eher verschreckt haben. Mit Staffel 7 war ich etwa bis zu 80% der Serie zufrieden. Doch die letzte Wendung im Main-Plot, war einfach zu fadenscheinig. Die Erklärungen gut gemeint, aber vollkommen – man verzeihe mir den Ausdruck – ‚affig‘. Schlimmer noch gibt es massive Brüche mit logischen Verknüpfungen aus Staffel 5 und 6, was einfach nicht passieren darf, kurz bevor man eine Auflösung erwartet. Es sind mittlerweile nur noch die letzten zwei Stunden zu sehen und der Rest der Geschichte bleibt halbherzig. Es wird wieder versucht einen Cliffhanger aufzubauen, jedoch ebenfalls nur halbherzig, da scheinbar auch die Regie selbst diesem Vorgehen überdrüssig erscheint. Selbst ich als Fan muss sagen: Ich möchte einen Abschluss; Etwas Befriedigendes oder einen Schlussstrich zu dem Übermenschen Jack Bauer. Die Staffel endet, wie immer, mit einem ungewissen Schicksal für Jack Bauer, einem Blick in die Bundesbehörde und einem politischen Auftritt im Weißen Haus. Eine leichte Hoffnung, dass doch alles gut geworden ist, bleibt zurück, man wird weiterhin bei der Stange gehalten als Zuschauer.

Wer den Trailer jetzt zu Staffel 8 schaut, wird sich nicht wundern, dass alles wieder Mal einfach so weitergeht. Jedoch wird natürlich die Zwischengeschichte erneut nicht erzählt. Daher keine Bewertung meinerseits, weil einerseits Vorbelastung durch meine 24-Sucht und andererseits meine herbe Enttäuschung gegen Ende hin, einer einigermaßen vertretbaren Wertung widersprechen. Allein der 80% wegen möchte ich diese Staffel nur ausdrücklich empfehlen, nicht vorm Ende selbst warnen, aber vor der Fahrt zur Zielgeraden hin. Frischlinge, wie Veteranen werden enttäuscht sein.

Wie bereits im Vorwort zu Staffel 7 und Prequel angedeutet, hat 24 die doppelte Erzählebene gerade in dieser Form besonders angeregt. Teilweise sogar überreizt. Ständig werden Fragen aus der Vergangenheit und aus vergangen Folgen in den Raum gestellt. Wann ist Folter vertretbar? Ist die Frage danach überhaupt vertretbar? Gerne wurden derartige Diskussionen genutzt um einige Minuten in der Erzählung verstreichen zu lassen. Gegen Ende steht an jedoch mit der Frage allein da. Womit kann man leben? In einer Gesellschaft ist die Frage, wie weit ein einzelner mit einer Situation umgehen jedoch zweitrangig. Die Überlegungen, die die 7. Staffel anregen soll, werden zu keinem Ergebnis gebracht, noch wird das Thema in irgendeiner Form sauber bearbeitet. Man stellt sich auf Jacks Seite, hört ihn als Propheten. Die Gegenseite bekommt Situationen, wird jedoch entweder wortwörtlich Niedergeschossen oder handelt gegen Ende selbst wie Jack. Ein netter Ansatz, der jedoch in der Achten Staffel dann doch auch zu einem befriedigen Ende führen sollte.

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