Sicarius

Vom Sport zu Spielen

Deutschland hat tatsächlich gerade noch so nach über sieben Jahren mal wieder das Viertelfinale erreicht. Nach der Schlappe gegen Weißrussland hatte ich schon schlimmstes befürchtet. Mal schauen ob es heute Abend noch gegen die Schweiz reicht. Die spielen dieses Jahr zwar sehr stark, zutrauen würde ich es aber unserem Kader. Ob es dann noch weitergeht? Gute Frage. Unser Gegner wird höchstwahrscheinlich Tschechien heißen, die mit den Finnen sicherlich die Platte putzen werden. Und mit den Tschechen ist nicht zu spaßen. Aber hoffen wir das Beste. Interessanter wird heute Abend ab 20:15 jedoch das Spiel Russland gegen Kanada. Ich hatte ursprünglich getippt, dass sie sich erst im Finale begegnen werden. Dementsprechend rechne ich dem Sieger aus diesem Match hohe Chancen aus am Ende auch den WM-Titel mit nach Hause zu holen. Mein Tipp? Russland. Die spielen dieses Jahr saustark, während sich die Kanadier in der ersten Gruppenphase bereits einen Patzer gegen die Schweiz geleistet hatten. Aber nun genug von der Eishockey-WM. Es interessiert ja doch niemanden, wobei die Medienpräsenz mittlerweile etwas angestiegen ist durch unseren Einzug ins Viertelfinale.

Falls ihr euch gewundert habt, warum JakillSlavik am Montag den vierten Teil seiner epischen Geschichte veröffentlicht hat: Am Wochenende hab‘ ich mir mal wieder eine saftige Erkältung eingeholt. Sonntag lief die Nase wie bekloppt und den gesamten Montag und den gesamten Dienstag habe ich so gut wie vollständig im Bett verbracht. Das erlaubte es mir nachts um 3 Uhr fast alle bisherigen Folgen von =3 bei YouTube anzuschauen. Ja, der Dank gebührt mal wieder JakillSlavik, der mich ursprünglich darauf aufmerksam gemacht hat. Wer es nicht kennt, klickt am besten diesen Link. In kurz: Ray William Johnson befasst sich seit einer halben (Internet-)Ewigkeit in jeder Folge mit drei der aufmerksamkeitserregendsten YouTube-Videos der Woche, stellt sie vor und macht sie durch seine Kommentare noch lustiger als sie sowieso schon sind. Simples Prinzip, aber dank des sympathischen Moderators eine klare Empfehlung für alle, die zwei Mal pro Woche vier bis fünf Minuten Zeit übrig haben. Das könnt ihr euch sogar ganz einfach merken, weil er den gleichen Updatezyklus wie Bagdadsoftware hat. Nur um ungefähr ein paar Stunden verschoben, weil er in New York wohnt – wie anscheinend 90% aller anderen interessanten YouTube-Video-Macher, weshalb sie auch immer gegenseitig in ihren Videos auftauchen…

Heute konnte ich mal wieder längere Zeit aus dem Bett und habe mal wieder für MobyGames ein bisschen was getan. Darunter endlich mal die finale Version von Silent Hunter 5: Battle of the Atlantic längere Zeit gespielt (kannte vorher nur die noch schlimmere Vorschau-Fassung). Ihr erinnert euch vielleicht noch, dass Mick Schnelle bei GamersGlobal das Spiel mit fantastischen 3.0/10 Punkten abgewatscht hat – zu Recht, wie ich an dieser Stelle gerne noch einmal betone. Vor kurzem erschien zwar Patch 1.2, doch besser geworden ist dadurch wieder nichts. Beispiele gefällig?

Auf meiner zweiten Feindfahrt begegne ich einem Geleitzug vor der Ostküste von England. Wir befinden uns noch im Jahr 1939, dementsprechend ist nur ein Zerstörer mit dem Verband unterwegs. Soweit so gut. Ich warte bis es Nacht ist und nähere mich Überwasser dem Verband. Der Zerstörer sieht mich allerdings – warum weiß vermutlich nicht einmal Ubisoft – und hält frontal auf mich zu. Ich schieße auf gut Glück zwei Torpedos und versenke das Schiff. Etwas unwahrscheinlich, aber nicht ganz unrealistisch.

Nun ist der Geleitzug also ein gefundenes Fressen für meine restlichen neun Torpedos – denkste! Ich bin bis auf einen Kilometer längsseits des Verbands und begehe den Fehler die KI die Berechnung zu Überlassen. Selbst ein Baby könnte schließlich in dieser Situation die Tanker versenken. Sie haben nicht mitbekommen, dass ihr Geleit zerstört wurde, fahren immer noch ihren gleichen Kurs und halten ihre Geschwindigkeit. Das kann ein Blinder mit einem Krückstock! Tja, nur eben nicht die KI von Silent Hunter 5: Battle of the Atlantic. Alle neun Torpedos gehen vorbei.

„Das stimmt doch gar nicht! Ich habe zwei Schiffe versenkt!“ – Korrekt, du hast zwei Schiffe versenkt, KI – Weil sie zufällig zwei Reihen weiter hinten den Weg des Torpedos kreuzten!. Und jetzt sag mir nichts von wegen „Das war so geplant!“. Wenn ich dir ein Ziel vorgebe, dann hast du gefälligst dieses Ziel auch zu versinken und kein anderes! ARGH!

Da saß ich also. Der perfekte Geleitzug, mindestens 100.000 Tonnage und kein einziger Torpedo mehr übrig. Um wenigstens noch etwas herauszuholen, habe ich eben mit meinem Deckgeschütz 3-4 Stück versenkt. Dann kamen aber auch schon die Flugzeuge und ich habe mich auf den Heimweg nach Kiel gemacht, um meine Vorräte aufzufüllen. Lief auch alles super und ging dank Zeitbeschleunigung aus der Hölle auch sehr schnell, nachdem ich die Flugzeuge hinter mir gelassen hatte. Daheim in Kiel also aufgefüllt und den Befehl geben GERADEAUS aus dem Hafen zu fahren. In der vagen Hoffnung, dass meine Leute dazu in der Lage sind, habe ich derweil auf der Karte den Rückweg nach England ausgekundet.

Plötzlich schrillen die Alarmglocken und mein Wachoffizier schreit mir Meldungen ins Ohr von wegen „Kompressor zerstört. Torpedorohre zerstört. Alles zerstört.“ Ich schalte also um auf die Außenkamera und muss mit Erstaunen feststellen, dass es die KI tatsächlich geschafft hat das Typ VII-Boot QUER in den Kanal zu stellen. Da ist jeder Kommentar zu viel. Zum Glück erschien dann auch gleich das „Game Over“ auf dem Bildschirm und ich habe das Spiel zügig verlassen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Kauft euch derzeit lieber Silent Hunter 4: Wolves of the Pacific und haut die entsprechenden Mods drauf oder wartet noch ein Weilchen, bis die Mod-Community auch mit dem neusten Teil soweit ist. Sobald es nämlich funktioniert, ist das Spiel schon richtig genial und sieht vor allem bombastisch aus! Leider reicht das bislang noch nicht aus…

In diesem Sinne mache ich mich nun dran Silent Hunter 5: Battle of the Atlantic und den famosen Sandkasten Just Cause 2 endlich bei MobyGames zu verewigen. Am Montag gibt es hingegen die nächste Folge des Podcasts, da ich nächstes Wochenende unterwegs bin. Gast und Thema stehen zwar immer noch nicht fest, aber das wird schon.

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