Sicarius

Kingdom Hearts: Birth by Sleep

GamersGlobal ist seit gestern offiziell ein Jahr alt. Und zur Feier des Tages gab es einen Relaunch – wie es sich eben gehört. Aber dazu erfahrt ihr alles drüben. Wichtiger ist, dass mit dem Relaunch auch mein erster Test seit 2 1/2 Monaten online gegangen ist. Interessiert nur vermutlich niemanden, weil das Spiel leider exklusiv für die Sony Portable PlayStation erscheint. Dabei ist es so richtig gut…

Kingdom Hearts: Birth by SleepKingdom Hearts: Birth by Sleep – Um gleich die wichtigste Frage zu beantworten: Von Bagdadsoftware gibt es die vollen 5 von 5 Sics obwohl ich zu Beginn nicht so richtig warm werden wollte damit. Zum einen hatte ich mit der Kingdom Hearts-Serie noch nie irgendwas zu tun vorher. Sie war, ist und wird wohl auch vorerst Sony- und Nintendo-Konsolen vorbehalten bleiben. Zum anderen quält einen das Spiel, wie ich im Test auch schreibe, erst einmal eine halbe Stunde lang mit quasi nichts tun, bevor man endlich selbst Hand anlegen darf. Und dann waren die ersten Standardkämpfe sowie der erste Bossgegner im Prinzip nur langweiliges Buttongemashe. Von den Ladezeiten und der sich schnell wiederholenden Musik gar nicht zu sprechen.

Doch je weiter ich gespielt habe, desto mehr ist es mir ans Herz gewachsen. Nein, das ist der falsche Ausdruck. Je weiter ich gespielt habe, desto mehr wurde der „Jetzt erst recht!“-Teil meines Gehirns stimuliert. Stammleser wissen was ich meine. Das „Und wenn es mich dreihundert Jahre kostet: Ich spiele SWAT 4 ohne einen Zivilisten oder Teamkameraden zu verlieren durch – egal wie sehr es mich frustriert!“-Denken. Gut, auf dem Schwierigkeitsgrad „Normal“ hat man vornehmlich in den Bosskämpfen einiges zu knabbern und weniger dazwischen. Da motiviert anfangs eher die Hintergrundgeschichte dank der fantastischen englischen Sprachausgabe – Leonard Nimoy als Bösewicht ist die perfekte Besetzung! -, das Drumherum und natürlich das verdammt taktische und abartig stark individualiserbare Kampfsystem. Ach und in das Kommandobrett-Minispiel habe ich auch mehr Stunden versenkt als ich öffentlich zugegeben möchte.

Das Kampfsystem war es jedoch, das mich dazu veranlasst hat nach dem ersten Durchspielen die Schwierigkeit nach oben zu drehen und die ultimative Challenge zu suchen. Eigentlich der helle Wahnsinn. Die letzten vier Bossgegner sind schon auf normal nicht zu ertragen. Dass ich mehrfach kurz davor war, die PSP aus dem Fenster zu werfen ist im Fazit tatsächlich vollkommen ernst gemeint. Aber als Xehonart dann doch nach mehreren Stunden endlich im Dreck lag – was für ein geiles Gefühl. Also nächster Charakter und das ganze Spielchen gleich wieder von vorne – nur eben auf „Profi“ statt auf „Normal“.

Hier fängt das Spiel dann tatsächlich an von Anfang bis Ende zu glänzen. Auch, weil man die ersten 25 Minuten fast komplett überspringen kann. Hauptsächlich aber, weil jeder Standardkampf zu einem Kampf über Leben und Tod wird. Hier zeigt das Kampfsystem so richtig was in ihm steckt und das ist so unglaublich motivierend, weil es einfach funktioniert. Es ist keine nervige Spielmechanik, die man der Story wegen erträgt. Es ist der Hauptmotivator! Zu allem Überfluss wusste ich beim zweiten Durchgang auch wie ich es richtig einsetzen muss und konnte es nun vollständig ausschöpfen. Da hat mich die Hintergrundgeschichte nicht mehr so stark interessiert. Ich bin mehr von einem Boss zum nächsten gerauscht :).

Aber genug des Lobes. Davon gibt es schon in meinem Test genug. Mir bleibt nur noch einmal zu betonen: Wer eine PSP besitzt MUSS sich dieses Spiel kaufen. Leider gibt es von der Sorte nicht so viele…

Nun aber genug davon. Ich habe noch zu tun, denn am Samstag ist es endlich soweit: Die Laberecke 2010 findet statt! Dieses Jahr mit acht – in Worten ACHT – Teilnehmern (und zwei anständigen Mikrofonen)! Euch erwartet also am Montag eine neue Folge des Bagdadsoftware Podcast, die sicherlich nur als „AWESOME!“ bezeichnet werden kann.

Bis dahin ein schönes Wochenende!

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6 Kommentare

Ich weiß nicht so recht… Diesen Ansporn -> Jetzt erst recht, haben nicht soviele Gamer in dem Sinne. Wir hatten ja beim Laberpod vor 2 Jahren das Thema: "Was bringt dich dazu SWAT4 usw." :wink: und dass das eher weniger Spielern genauso geht. (Gleichzeitig schießt mir wieder die Frage in den Hinterkopf, ob wir nicht doch alle zu alt sind für Spiele, weil die heute "Spielerjugend" ja lausige Boss-Fights mehr oder minder gewöhnt ist, in dem Sinne ist KH dann doch außergewöhnlich….hmmm)

Wg. Podcast:
Ohje ohje, bitte nicht zu hohe Ansprüche an den Samstag stellen. ^^"

Ich erklär hier ja nur, warum es mir persönlich so viel Spaß macht. Die objektiven Argumente, warum es ein gutes Spiel ist, stehen ja schon im Test. :smile:

Und bitte eine etwas positivere Einstellung zu Samstag. Es kann nur fantastisch werden! :laughing:

Ja, da hast du auch wieder recht ~ =D

und zur Einstellung: ich …. fass …. es …. nicht….

du bist optimistischer als ich? bzw. du bist optimistisch und ich weiterhin pessimistisch-realistisch eingestellt? Q_Q

Alles wird Anders :wassat:

ach herrje, die mikrophone…. :smile:

ansonsten hätt ich gern mehr zum universum von KH gewusst, dein Text mach nämlich durchaus neugierig.

Aber les ich das richtig, dass du erst auf "leicht" gespielt hast? Oder hab ich den Absatz falsch verstanden.

Ich glaube aber auch nicht, dass ich zu den Personen gehöre, die ein Spiel (zumindest unmittelbar danach, = etwa 1 Jahr danach^^) nochmals durchspielen. Das hab ich nichtmal bei den großartigen und auch sehr variationsreichen Heavy Rain und Mass Effect 1 gemacht. Dafür hab ich jeden Planeten zu 100% erkundet… und bin auch in Teil2 schon wieder – mit großen Ermüdungserscheinungen – dabei, artig alle Planeten zu scannen.

Hätte ich diese "Motivation" doch nur bei meinen Hausarbeiten :laughing:

Falsch verstanden würd ich sagen. Ich hab auf "normal" angefangen und bin dann beim zweiten Durchgang auf "Profi" hoch. Gibt auch "Veteran" und das einfachste ist "Leicht".

Und wegen neu anfangen: Wenn du das Spiel nur mit einem Charakter durchspielst, hast du sehr viel verpasst. Nicht nur wegen der stark lückenhaften Hintergrundgeschichte, sondern auch spielerisch, weil die anderen Charaktere zu anderen NPCs Dimensionslinks herstellen können und du auch ganz anders spielen musst mit ihnen trotz natürlich überlappender Kommandos und der Möglichkeit prinzipiell jeden zum Magier zu machen.

Im Prinzip musste dir es einfach als ein großes 45 Stunden Spiel vorstellen, wo du halt erst nach 15 Stunden endlich den nächsten Charakter spielen darfst und erfährst was der so erlebt hat statt wie bei Call of Duty beispielsweise jede Mission zu wechseln.

Aber da von den Anwesenden hier sowieso vermutlich nie jemand eine PSP kaufen wird (mich eingeschlossen), ist das eigentlich auch relativ egal :smile:

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