Unter euch knistert der Boden bedrohlich?
Die Hölle ist vermutlich gefroren?
Der Himmel verfärbt sich schwarz?
Ihr sucht den Grund für all dies?
Dann seid ihr hier genau richtig.

Denn diesen Donnerstag – in diesem Eintrag genauer gesagt – hier exklusiv auf Bagdadsoftware gibt es zum ersten Mal etwas Neues! Genau in dieser dunklen Zeit haben sich zwei tapfere Recken von Bagdadsoftware durch das Echtzeit-Strategiespiel Command and Conquer: Alarmstufe Rot 3 (engl. Red Alert 3) im kooperativen Modus durchgeschlagen. Was sie während des Spielens im vergangen Monat erlebt haben, erfahrt ihr jetzt im ebenfalls kooperativ verfassten Eintrag:

„Ungeschnitten und unzensiert – Alarmstufe Rot 3 im Coop durchgespielt!“

von JakillSlavik und Sicarius Rondrer!


Ron: Also angefangen hat das Ganze auf dem Laberpod. Irgendwie kam beim Gespräch Alarmstufe Rot 3 zur Sprache und ich hab gesagt, dass ich es zwar schon länger besitze aber nur sehr wenig gespielt hab, weil das alleine doof ist.

JkS: Diese Worte waren eigentlich auch mehr an Sicarius gerichtet, der dann aber meinte, dass es einfach jetzt viel zu spät für diesen Titel sei. Damals zum Release haben Sicarius und ich allerdings die Kampagne schon einmal durchgespielt, da wir beide zuvor schon in der Beta unterwegs waren. Sicarius meinte scherzhalber noch, dass Ron ja mich fragen könne, doch das wurde von uns allen nicht so ernst genommen. Irgendwie rechnete keiner von uns, dass ich mich noch einmal durch drei skurrile Kampagnen mit schlechten Schauspielern in den Missionsbriefings quälen würde. Dazu später noch mehr. Dennoch nahm ich das Unterfangen zumindest in meinem Hinterkopf auf.

Ron: Nunja, und dann haben wir uns zusammengefunden, um das Spiel gemeinsam zum ersten bzw. zweiten Male durch zu spielen, nachdem Jackie mich relativ spontan zwei Wochen später darauf angesprochen hatte.

JkS: Als Kommunikationsplattform wählten wir Skype. Ich installierte meine RA3 Version, sowohl auf dem Laptop, als auch auf dem PC, was sich im Nachhinein als sehr geschickt herausstellte. Bereits beim ersten gemeinsamen Spielen musste ich herausfinden, dass das Spiel nicht unbedingt auf dem aktuellsten Stand sein würde, nur weil es der integrierte Patch-Downloader anzeigte, weswegen ich die erste Partie auf dem Laptop bestreiten musste, statt auf dem PC mit vollen Details und visuellem Schnick-Schnack.

Ron: Bei der Installation hatte ich hingegen keine Probleme, da das Spiel schon seit lang in installiertem Zustand bei mir in Steam vor sich hin schlummerte und dementsprechend auch immer auf aktuellstem Stand gehalten wurde.

Dafür war es im Spiel erstmal problematisch uns gegenseitig zu finden, denn um jemanden in RA3 zu seiner Freundesliste hinzuzufügen, muss man mit diesem im gleichen Chat-Channel sein. Aber selbst dann konnte ich Anfangs Jakill nicht „sehen“ und auch seine Freundschaftseinladungen nicht annehmen.

Mirage Panzer

JkS: Ja, genau. Dies finde ich sehr umständlich gelöst, da wir uns anfangs sogar für einen Channel verabredet haben, der außer uns leer war, aber trotzdem war der jeweils andere nicht sichtbar. Erst als Ron sein Spiel neu startete und wir in einen Raum wechselten, der als Missions-Channel deklariert war, konnten wir uns hinzufügen. Dunkel erinnere ich mich an ähnliche Probleme damals mit Sic. Ohne Erkenntnis darüber, ob dies nun ein Bug oder ein Feature war, starteten wir die erste Mission. Doch zuvor: „Russen, Amis oder Japsen?“

Ron: Als jemand, der die Kampagnen gern in der Reihenfolge spielt, in der sie das Spiel anbietet, habe ich die sowjetische Kampagne bevorzugt, mit welcher wir dann auch angefangen haben. Als Schwierigkeitsstufe haben wir uns für „Mittel“ entschieden, da wir unserer Selbsteinschätzung nach beide ziemliche RTS-n00bs sind.

JkS: Wobei ich zugeben muss, dass ich die Woche vorher erst mit KI-Unterstützung die Sowjet-Kampagne durchgespielt und die Kampagne des Reichs der aufgehenden Sonne zumindest begonnen habe. In Erinnerung von der Partie mit Christoph hatte ich nur noch, dass die neue Fraktion (Japaner) mitunter am Schwierigsten zu spielen war. Da ich seit meiner C&C Laufbahn ungern die pro-amerikanische Partei spiele, willigte ich dankbar ein.

Ron: Nun gut, da wir aber ja sowieso vorhatten alle Kampagnen zu spielen, hatte die Reihenfolge keine allzu große Rolle gespielt.
Aber wenn du die Kampagne mit der KI zusammen schon gespielt hattest, kannst du ja vielleicht mehr zum Unterschied zum Koop-Modus sagen. Ich hab nicht viele Missionen alleine gespielt, aber die ersten 3 Sowjet-Missionen oder so hatte ich mal angespielt und da ist mir dann im Koop aufgefallen, dass das „Pacing“ in Missionen ohne Basisbau ein völlig anderes ist. Wenn man mit der KI spielt, bestimmt diese in der Regel die Geschwindigkeit mit der man sich durch die Mission begibt. Mit einem menschlichen Mitspieler geht es da eher gemächlicher zu, da man diesem nicht „hinterherhetzen“ muss.

Tsunami Panzer

JkS: Naja bei mir war das eher so, dass ich der KI am Anfang einen Wartebefehl gegeben habe und sie dann später unter eigenständiger Kontrolle relativ gemäßigt war. Bei Missionen mit Basisbau, war sie allerdings immer sehr viel aggressiver und hat kleine Wellen von Einheiten vor geschickt, die viel erreichten beim ersten Vorstoß. Danach konnte die KI jedoch nur noch die vorgezogenen Linien halten, ihre Angriffsfront aber nicht mit ausreichend Nachschub versorgen. Taktische Waffen und Spezialfähigkeiten setzte sie hingegen durchaus klug ein.

Ron: Hm ok, auf die Idee der KI befehle zu geben bin ich nicht gekommen. :D

JkS: Allerdings hinkte ich ja auch im Vergleich zu dir immer mit dem Vorstoßen hinterher, weil ich vorher lieber meine Basis ausgebaut und befestigt habe. Aber jetzt erstmal zu den ersten Missionen.
Am Anfang waren diese C&C- typischen Missionen ohne Basisbau, bei der Ron und ich aus einer Handvoll vorgegebener Einheiten entweder strategische Punkte erobern oder sichern und halten mussten. Direkt in der Sowjet-Kampagne hatten wir immer die Spezialeinheit „Natasha Valkova“ dabei, die als Meister-Scharfschützin die Gegner in einer Reihe regelrecht über den Haufen schoss. Insgesamt war das Design der Missionen immer recht unterschiedlich ausgeprägt und selten hatten wir Standard-Gefechte.

Natasha

Ron: Ja, das stimmt. Hier ist aber kaum eine Mission „normal“ ist mir aufgefallen. Selbst in den Gefechts-Missionen fängt man selten bei 0 an.
Ich hatte übrigens das Gefühl, dass es der „Spieler 2″, also derjenige der im Einzelspieler von der KI übernommen wird, leichter hatte was die Basisverteidigung angeht. Die gegnerische KI scheint sich doch eher auf „Spieler 1“ zu konzentrieren. Wenn man Solo spielt hat das mit Sicherheit seine Berechtigung, aber im Koop hätten sie das meiner Meinung nach ruhig anpassen können.

JkS: Teilweise bin ich mit dir da einer Meinung, wobei ich der Ansicht bin, dass die Gegner-KI uns besser hätte zermalmen können, wenn sie nicht ein Drittel ihrer Einheiten auf den Mitspieler verpustet hätte. Welche Kampagne hat dir denn insgesamt am Besten gefallen? Von der Geschichte her, fand ich die Kampagne der Japaner am Umfassendsten. Spielerisch hat mir die Sowjet-Rolle am Meisten zugesagt, weil ich einfach nicht mit den Plastikfahrzeugen der anderen Fraktionen klar komme.

Ron: Weil ich ein Gedächtnis, wie ein Sieb habe erinnere ich mich schon nicht mehr an die einzelnen Geschichten. Von den drei Kampagnen hat mir auf jeden Fall die Ami-Kampagne am besten gefallen. Die Story war zwischen drin mit Sicherheit die Abgedrehteste und auch spielerisch fand ich das ansprechend. Letzteres liegt wohl daran, dass die Amis die stärkste Luftwaffe haben und dass das einfach meine Lieblingseinheiten sind. Nichts geht über eine Gruppe Century Bomber, die im Alleingang eine gegnerische Basis in Schutt und Asche legen. Aber auch mit einer größeren Gruppe Mirage Tanks ordentlich aufzuräumen ist nicht zu verachten. Interessant an der Kampagne ist auch, dass der zweite Spieler für einige Missionen wieder die Russen übernimmt, so ist es zumindest da mal möglich die Vorteile zweier Fraktionen ausspielen zu können. Denn in allen anderen Missionen spielen beide Spieler stets die gleiche Fraktion.

JkS: Das ist wahr. Dadurch, dass du bei der Ami-Kampagne der Host warst, kam ich mehrmals in die günstige Situation erneut auf Seiten der Sowjets zu spielen. *Spoiler* Ich glaube aber, dass David Hasselhoff als Nachfolge-Präsident dich im Abschlussvideo schon zuerst geschockt hat. Nebenbei erwähnt, fand ich vom Schwierigkeitsgrad die jeweils letzten Missionen immer recht fordernd.

Shogun

Ron: Und wie :-D Hätte ich aber auch schon nimmer dran gedacht…
Allerdings bei der jeweiligen Abschluss Mission kann ich nicht mehr sagen, welche das waren. Die Sowjet-Kampagne war, soweit ich mich erinnern kann, nicht ganz so abwechslungsreich, aber trotzdem gelungen und auch die Russen als Fraktion machen mir Spaß beim spielen. Ganz im Gegensatz zu den Japanern. Die Art wie die ihre Gebäude bauen ging mir total gegen den Strich und auch mit deren Einheiten konnte ich mich kaum anfreunden. Da war ich wirklich froh, dass man in einigen Missionen einen überdimensionalen Kampfroboter steuern kann, was wirklich lustig ist (aber irgendwie vom Schwierigkeitsgrad ziemlich unausbalanciert. Die Basisbaumissionen waren mit Abstand schwerer). Trotzdem war für mich die Kampagne des Reiches der aufgehenden Sonne eher zum Abgewöhnen.

JkS: Das Reich der aufgehenden Sonne zu spielen hat mir auch nur in einer Hinsicht Spaß gemacht: Das Transformieren. Weil fast jede Einheit eine Wandlungsform oder Sekundärfunktion hat, die die Einheit komplett anders taktisch einsetzbar macht, finde ich die Japaner am Vielseitigsten. Viele ihrer Fahrzeuge hielten jedoch für mein Empfinden zu wenig aus, selbst mit Reparaturfunktion. Dennoch vermisste ich beim Basisbau keine weitere Produktionsschleife, wie es noch bei den Amis oftmals der Fall war. Mich störte aber auch das Aufbauen der Gebäude mit den mobilen Produktionskernen.

Ron: Zum Abgewöhnen waren aber auch die technischen Probleme. Lag und Geruckel war bei Missionen mit vielen Einheiten an der Tagesordnung und Disconnects mussten wir auch einige erdulden. Besonders ärgerlich ist das natürlich kurz vor Ende einer Mission, was uns einmal passiert ist. Vor allem weil es zwar Autosaves gibt und man bei diesen problemlos wieder einsetzen kann, allerdings sind diese Speicherpunkte sehr selten und oft nur am Anfang von Missionen (da viele Missionen zweigeteilt sind).

JkS: Zumal wir manchmal sogar nicht kompatible Autosaves hatten.

Ron: Warum man im Falle eines Disconnects die Mission nicht wenigstens mit der KI zu Ende spielen kann ist mir auch ein Rätsel. Wenn das kurz vor Schluss passiert könnte man so noch eben die Mission abschließen und dann mit dem Mitspieler gleich die nächste Mission angehen. Aber soweit scheint EA da nicht gedacht zu haben…

Kirov Luftschiff

JkS: Vor allem bei der Mission mit den unzähligen Kirov-Luftschiffen in der Alliierten Kampagne war das nervig. Die Speicherdatei war noch relativ vom Anfang und der Verbindungsabbruch erreignete sich gerade beim letzten gegnerischen Luftschiff. Ich verstehe ja schon, dass es schwierig ist, wenn quasi dann die Co-Kommander KI direkt in die Partie einspringen soll, aber dann soll man wenigstens die Möglichkeit haben mit den Ressourcen des Mitspielers die Mission zu Ende zu bringen. Im Zweifelsfall auch ohne dessen Basis und Einheiten.

Ron: Abschließend muss ich noch sagen, dass Jakill wohl der wesentlich bessere RA3-Spieler ist als ich. In manchen Missionen hatte ich echt das Gefühl nichts zum Sieg beigetragen zu haben und hin und wieder hab ich es auch fertig gebracht dabei auch noch meine (halbe) Basis zu verlieren.

JkS: Whoot? Den gleichen Eindruck hatte ich, bzw. so erging es mir, dass ich dachte, dass du einfach taktisch besser warst. Meist war ich schon mit zu vielen Einheiten überfordert, aber dafür mit einem kleinen vielseitigen Stoßtrupp recht erfolgreich. Das Schere-Stein-Papier System in Alarmstufe Rot 3 funktioniert ausgezeichnet und gerade die Japaner bringen etwas frischen Wind in den fiktiven Kalten Krieg hinein.

Ron: Lol? Ich glaub wir hatten noch einen geheimen 3. Spieler. Aber vielleicht waren das auch einfach unterschiedliche Missionen, bei denen es einem jeweils besser ergangen ist, als dem jeweils Anderen. ;)

JkS: Vielleicht hat Sicarius ja doch mitgespielt… Naja auf jeden Fall schuldet er uns noch eine Partie 3er Skirmish.

Ron: Stimmt.

…und mit diesen Worten verabschieden wir uns von unserem Coop-Eintrag und schauen mit einem erwartungsvollen Hundeblick in Richtung Webmaster….

Die Sonne steht tief, die Strahlen bahnen sich ihren Weg durch den goldenen Blätterwald und treffen auf das Gesicht des Webmasters, dessen Schreibtisch schon seit Jahren nicht ergonomisch korrekt platziert ist. Da fällt es ihm wie Schuppen von Augen: Es ist Podcast-Zeit!

Aufgezeichnet wurde diese Folge bereits bei der Laberecke am 18.9.2010. Entsprechend sind erneut die gleichen sieben Personen zu hören. Es wäre einfach Verschwendung gewesen bei so vielen Leuten nicht gleich noch eine zweite Folge aufzunehmen. Anders als in Folge 26, geht es dieses Mal um ein konkretes Thema und zwar stellte sich Timo die Frage „Bin ich zu alt zum Spielen?“ und baut damit auf seinen Eintrag vom 2.9.2010 auf. Ob wir die Frage in der Folge tatsächlich beantworten oder bereits nach fünf Minuten hoffnungslos vom Thema abweichen oder uns gar die 55 Minuten nur im Kreis gedreht haben – das dürft ihr selbst entscheiden.

Zwischendurch gibt es leider ein paar kleinere Störgeräusche im Hintergrund, die ich nicht anständig herausfiltern konnte ohne die Beteiligten klingen zu lassen, als würden sie durch eine Dose sprechen. Das sollte dem hohen inhaltlichen Niveau der Folge aber selbstverständlich keinen Abbruch tun.

Abgesehen davon habe ich letzte Woche mal wieder einen Spielemarathon absolviert:

Fallout: New VegasTest zu Fallout: New Vegas – Am Anfang haben mich die technischen Probleme schon teilweise massiv aufgeregt. Völlig verständlich, weil es nie lustig ist nach zwei Stunden Spielzeit alle seine Spielstände zerstört zu bekommen. Und der Spieleinstieg ist im Vergleich zu Fallout 3 auch wesentlich schlechter. Aber mittlerweile kann ich auch hier bei Bagdadsoftware nur 5 von 5 Sics drunterschreiben.

Lies Fallout 3 schnell wieder nach und wurde einfach nur noch, hat Obsidian es dieses Mal genau anders herum gemacht. Blickt man erst einmal unter die Fallout 3-Haube, offenbart sich ein wesentlich ausgereifteres und interessanteres Rollenspiel als der ganze andere Sandbox-Kram, den Bethesda seit Jahren auf den Markt wirft. Oder drücken wir es es anders aus:

Als Doom 3 auf der E3 2002 gezeigt wurde – ihr wisst schon, da war die Sache mit dem Alpha-Leak – veröffentlichte Penny Arcade den folgenden Comic: E32k2: Now With More Doom. Und genau so geht es mir mit Bethesda-Spielen. Ich versenke zwar immer Dutzende von Stunden in sie, aber am Ende fühle ich mich wie nach einem Besuch bei McDonalds – irgendwie nicht so richtig satt.

Und mit Fallout: New Vegas hat nun endlich jemand, eben Obsidian Entertainment, ein Spiel mit der mittlerweile hoffnungslos veralteten Engine gemacht. Es fehlt ihm, leider typisch für das Entwicklerstudio, zwar am technischen Feinschliff. Aber doch kann man sich einfach nicht davon lösen, denn es macht im Gegenzug zu viel richtig. Ob es am Ende des Jahres einen Bagdadsoftware NOCA davonträgt? Nun, es wird vermutlich in den Top 3 auftauchen. Aber ihr erinnert euch sicherlich noch an den Jahresanfang. Da kam so ein Spiel, das hörte auf den Namen Mass Effect 2

Nächste Woche geht es weiter mit den nächsten Tests. Wir sind schließlich mitten in der heißen Jahreszeit, die in fünf bis sechs Wochen sogar schon wieder vorbei sein wird. Das eine Spiel ist der von vielen sehnsüchtig erwartete dritte Teil einer erfolgreichen Rollenspielserie, die damit auch endlich wieder ihren Weg auf den PC zurückfindet – aber erst im nächsten Jahr. Es könnte ja sonst passieren, dass jemand aus Versehen die PC-Version kauft statt die Konsolen-Fassung mitzunehmen. Das andere ist einer der ersten echten Sony-Move-Titel, der auch tatsächlich voll auf Bewegungssteuerung zugeschnitten ist und sogar einen Koop-Modus hat. Und wer sich jetzt fragt wo der Webmaster plötzlich eine PlayStation 3 her hat, sollte noch einmal scharf nachdenken. Erwartet also Ende der Woche bzw. am Wochenende neuen Lesestoff und vielleicht sogar mal wieder ein Video drüben bei GamersGlobal.

Am Donnerstag begrüßen euch an dieser Stelle hingegen JakillSlavik und Rondrer mit einem Koop-Eintrag – in doppelter Hinsicht. Bleibt gespannt! Ich bin es auf jeden Fall. Zum Abschluss noch die Details zur 27. Folge des Bagdadsoftware Podcast:

Zu Wort kommen: Christoph „Sicarius“ Hofmann, Sebastian „Malyce“ C., Daniel „iCe“ H., Dana „Elektro0Hexe“ L., Daniel „JakillSlavik“ H., Timo „Azzkickr“ P., Tobias „Rondrer“ R.

Technische Daten: 54:25 min lang; 96kbit Qualität (Mono); 37,3 MB groß; Aufnahme in Stereo mit zwei SingStar-Mikrofonen von Timo sowie Adobe Soundbooth CS4; Editierung mit Adobe Soundbooth CS4

Musikcredits nach Reihenfolge:
Brian Conrad, Sue Kasper, Justin McCormick – SimCity 2000 – Track 47 (Komplett)
Frank Klepacki – The Legend of Kyrandia – Pool Of Sorrow (Komplett)

Weiterführende Links:
Malyce – Sebastians User-Profil bei GamersGlobal
jesters.ice – iCe‘ User-Profil bei GamersGlobal
Elektro0Hexe – Danas User-Profil bei GamersGlobal
JakillSlavik – Daniels Artportfolio
Azzkickr – Timos User-Profil bei GamersGlobal

Folge 28 erscheint Ende November. Thema und Gäste stehen aber noch nicht fest.

Schon wieder Minecraft ?!?

Ja, richtig gelesen aber Anfangen werde ich trotzdem erst mal mit was anderem: Ich wurde ja darum gebeten einen Eintrag zu Civilization V zu schreiben. Für einen ganzen Eintrag wird es zwar nicht reichen aber ein paar Gedanken kann ich ja schon mal loswerden:

Die erste längere Partie hat mir richtig viel Spaß gemacht. Ich finde die meisten Neuerungen funktionieren und passen sehr gut ins Spiel. Die Verwaltung des eigenen Reiches geht einfach von der Hand, weist aber trotzdem (auf Wunsch) eine hohe Komplexität auf. Ich will aber jetzt nicht wirklich ins Detail gehen, daher komm ich direkt zu den negativen Punkten: Ich hab das erste Spiel auf der Schwierigkeitsstufe „Prinz“ gespielt (was immerhin die 4. Schwierigkeitsstufe ist und die letzte bei der die KI (angeblich) nicht cheatet) und es war viel zu einfach. Die KI-Gegner haben eigentlich nie eine Gefahr dargestellt und das Fordernste an der Partie war das eigene Volk bei Laune und die Schatzkammer gefüllt zu halten.

Viel schlimmer sind aber die Probleme auf technischer Seite. Der DirectX 10/11-Modus läuft bei mir überhaupt nicht, da stürzt das Spiel schon im Hauptmenü ab. Aber auch im DX9-Modus läuft es nicht rund. Die Performance ist unabhängig von den Grafikeinstellungen relativ bescheiden, insbesondere das automatische Scrollen über längere Strecken der Karte ist sehr hakelig und fühlt sich alles andere als „smooth“ an. Nachdem ich jetzt ein Spiel auf der größten Kartengröße angefangen hab, ist es jetzt im Mittelalter nicht mehr spielbar: Es stürzt alle 3-5 Runden ab und lässt sich nur noch über den Taskmanager beenden. Mit Autosaves in jeder Runde ist zwar der Spielfortschritt, den man verliert, nicht sehr groß aber dank langer Ladezeiten beim Spielstart macht das trotzdem überhaupt keinen Spaß mehr. Daher liegt Civ 5 bei mir in der Ecke und ich warte auf den ein oder anderen Patch, der hoffentlich die schlimmsten Probleme beseitigt.

Und nun zum eigentlichen Thema: Minecraft.

Bagdadsoftware wird so langsam zum Minecraft Blog und da ich nichts dagegen hätte, trage ich meinen Teil dazu bei. Viel sagen muss ich zu dem Spiel wahrscheinlich nicht mehr und ich kann mich nur Christophs Appell anschließen: Kaufen!.

Und nun folgen, der Tradition von Bagdadsoftware-Minecraft-Einträgen folgend, eine Reihe von kommentierten Screenshots:

Mein Haus

Zu Beginn zeige ich euch selbstverständlich mein Haus mit angeschlossenen Aussichtsturm, der bis in die Wolken reicht. Sehr schlicht und nüchtern und ohne unnötigen Firlefanz, wie es eben meine Art ist.

Erdgeschoss des Hauses mit Glasboden

Was einem beim Betreten des Hauses direkt ins Auge sticht ist der Boden aus reinem Glas unter dem sich ein Wasserbecken befindet. Was sich für mich in der Theorie nach nem ziemlich coolen Feature anhörte sieht in der Realität allerdings ziemlich bescheiden aus. Aber damit muss ich wohl jetzt leben :wink: .

Dachgeschoss des Hauses

Das Dachgeschoss hat bis auf dieses Raum hohe Kunstwerk und meine Handwerksecke nicht viel zu bieten, aber für die Inneneinrichtung muss ich wohl eh nochmal nen Innenarchitekten kommen lassen. Man könnte allerdings auch einfach sagen, dass das Haus völlig überdimensioniert ist. Aber wie heißt es doch so schön: „Think Big“. (Das hat sich übrigens wohl auch der Erschaffer des riesigen Darwinians in Minecraft gedacht. Sehr sehr beeindruckend…).

Dachgeschoss des Hauses

Vor dem Haus befindet sich mein liebevoll angelegter Vorgarten, damit nicht alles was ich Baue nur aus kaltem, kahlem Stein besteht :wink:

Dachgeschoss des Hauses

Vom Aussichtsturm aus hat man, wenn man nicht gerade mitten in einer Wolke steckt, eine wunderbare Sicht auf das nähere Umfeld. Wie man auf dem Bild erkennen kann liegt mein Haus nahe am Strand, was insbesondere im Hinblick auf den Wert des Hauses auf dem Immobilienmarkt einen positiven Einfluss hat :wink:

Talbrücke

Und wo wir vorhin schon beim Thema „Big“ waren sieht man hier auch mein bisher größtes Minecraft-Projekt: Eine riesige Talbrücke. Wo diese hinführt? Mitten in die Pampa. Am Ende der Brücke ist momentan nichts Interessantes, nicht mal ein Bergwerkszugang gibt es da. Und warum dann das ganze? Weil ichs kann!

Talbrücke

Wer immer der Meinung war, dass die Sonne rund ist, wird mit diesem Bild vom Sonnenaufgang eines Besseren belehrt: Selbstverständlich ist die Sonne ein Quadrat!

Talbrücke

Und zum Abschluss noch ein Blick in einen meiner Zugangsschächte zu einem Bergwerk. Dieser geht von der Spitze eines Berges kerzengerade bis auf die undurchdringliche Gesteinsschicht tief unten in der Erde hinab. Beim Auf- oder Abstieg von der Leiter abzurutschen wird daher nur bedingt empfohlen.

So und wenn ihr jetzt immer noch nicht genug von meiner Minecraft-Welt gesehen habt (ich kanns mir nicht vorstellen – so interessant isses nun auch wieder nicht) gibt es hier noch eine Bildergalerie mit weiteren (teilweise Kommentierten) Bildern: Minecraft-Galerie

Das dürfte jetzt auch die Frage beantworten, mit was ich meine Zeit verschwende (insbesondere da meine C&C Coop-Schlachten mit Jakill vorerst vorbei sind :sad:).

Kessy

Katzensorgen

Genug jetzt mit Minecraft von mir. Wer jetzt immer noch mit dem Kauf zögert, dem ist einfach nicht zu helfen. Aber ich könnte euch noch erzählen, dass ich gerade eine Zweitwohnung baue, weil ich mittlerweile viel zu lange laufen muss, um wieder nach Hause zu kommen. Und auf meiner Reise bin ich auf eine riesige Höhle gestoßen. Schon vier Dungeons gefunden – zum Ärger von Rondrer. Leider immer nur Sättel in den Kisten. Keine Schallplatten, Äpfel oder andere interessanten und einzigartigen Gegenstände. Hab‘ ich euch eigentlich schon von der Zeit erzählt…

Kessy Facepalm

Hört der Typ den niemals auf? Neben ihm stapeln sich die Blockbuster, die teilweise schon wieder seit Wochen darauf warten bei MobyGames endlich in die Datenbank zu kommen. Zudem hat die Weihnachtszeit begonnen was bedeutet, dass der Stapel noch schneller anschwillt. Und was muss ich mir trotzdem den ganzen Tag anhören, wenn ich wieder auf meinem Lieblingsplatz auf dem IKEA-Regal liege? „Klopf Klopf Klopf Blop“ – immer und immer wieder. Ich ertrage es langsam nicht mehr!

Rausgehen ist leider mittlerweile keine echte Option mehr. Viel zu kalt und nass geworden draußen. Ab jetzt heißt es wieder Energie sparen und sich vermehrt im Haus aufhalten. Auf dem Sofa, auf dem Badteppich, in der Küche auf der Eckbank oder im Wasserbett, wenn mal wieder jemand freundlicherweise die Tür zum Schlafzimmer offen gelassen hat – das sind so die Orte, an denen ihr mich jetzt vermehrt antreffen werdet. Bald kommen auch die Blumen wieder rein. Da kann ich auch wieder schön drin schlafen. Und schlafen ist wichtig, vor allem für jemanden in meinem Alter.

Acht Katzenjahre bin ich mittlerweile schon alt. Je nachdem wen man fragt habe ich also schon zwischen 46-52 Menschenjahre auf dem Buckel. Was aber nicht bedeutet, dass ich jetzt schon eine alte Dame bin. Erst ab zwölf gelte ich offiziell als Rentner – was passenderweise auch einem Alter zwischen 62 und 68 entspricht. Wobei die Futtermittelindustrie, weil sie so viel Scheiße in ihre Futterdosen packt – für was muss beispielsweise in allem Zucker drin sein? Erkläre mir das mal einer! -, behauptet ich wäre schon mit sieben ein alter Sack. Dabei ist ihr Futter oft an meinen eventuellen Krankheiten schuld – nicht die Natur. Die nachweislich älteste Katze der Welt, Puss, wurde übrigens 36 Jahre alt. Zwei Tage nach ihrem Geburtstag hat es aber dann auch sie erwischt. Armes Kerlchen.

Keine Angst: Mir geht es derzeit blendend. Überraschend viele Zecken dieses Jahr aufgesammelt, aber unterm Strich nichts was mich sonderlich beeindruckt oder gar aus den Latschen haut. Auch mein Beinbruch ist seit Ostern wieder vollständig verheilt und mit Haaren zugewachsen. Ihr Katzen-Hasser dort draußen braucht euch also gar keine Hoffnungen machen: Wenn es nach mir geht, werdet ihr noch einige Jahre mein Geschreibsel hier auf Bagdadsoftware lesen.

Anderen Katzen geht es leider nicht so gut. Die Liste der möglichen Probleme unserer Art ist lang und bedeutet meist das Aus für uns. Vor allem bei Behinderungen scheinen viele Tierärzte lieber gleich einzuschläfern statt meinen Artgenossen die Chance auf ein normales Leben zu geben. Andererseits gibt es auch nur wenige Familien, die beispielsweise eine Katze mit drei Beinen oder mit Cerebella Hypoplasia aus dem Tierheim holen würden. Völlig unbegründet, sind wir doch in der Tierwelt mit die anpassungsfähigsten und können mit fast jeder Art von Behinderung ohne große Hilfe umgehen. Andererseits: Eures Gleichen behandelt ihr in solchen Fällen oft auch nicht besser. Warum soll es also bei uns anders sein?

Ich weiß, du lieber Leser gehörst vermutlich nicht dazu. Aber ich muss meinem Unmut einfach mal Luft machen. Vor allem nachdem ich auf The Messybeast gestoßen bin (dank Lileya, die einen meiner kranken Artgenossen unter ihre Fittiche genommen hat). Besonders die Seite über Katzen mit Behinderungen war sehr informativ für mich und den Webmaster, wenn auch ein wenig traurig. Definitiv eine Homepage, die sich jeder Dosenöffner zu Gemüte führen sollte – egal ob er eine Katze besitzt oder nicht. Ein dicker Knuddel an Sarah „Moggycat“ Hartwell für das Erstellen und Pflegen der Seite, auch wenn sie aussieht, als wäre sie im vorherigen Jahrhundert erstellt worden. Die Homepage – nicht Sarah…

In diesem Sinne widme ich den heutigen Eintrag allen Katzen, die nur aufgrund von Überpopulation eingeschläfert werden.

Sicarius

Minecraft Tour

Die Spiele stapeln sich schon wieder fast bis an die Decke und was macht der Herr Webmaster? Er spielt immer noch den ganzen Tag Minecraft. Und da ihr ihm anscheinend das letzte Mal nicht geglaubt habt, dass er sich wirklich so viel mit dem Spiel beschäftigt und es wahrscheinlich stattdessen nur als temporären Wahnsinn abgestempelt habt – gibt es heute noch einmal eine Runde Bilder. Das habt ihr nun davon! Wie beim letzten Mal einfach draufklicken für die größere Fassung.

Minecraft – Blick aus der Ferne auf ein Haus

Ganz schön gewachsen die kleine Hütte. Vorgarten, Terrasse, ein stark gewachsener Schornstein, ein zweistöckiger Anbau und noch eine Erweiterung auf der rechten Seite (wird größtenteils vom Baum verdeckt). Das ist schon keine Hütte mehr. Das ist schon fast eine Villa! Wie, ihr glaubt das nicht? Dann schaut doch einfach mal rein:

Minecraft – Mein Vorgarten

Hier seht ihr den Vorgarten des Webmasters wo er den ganzen Tag Getreide erntet, weil der Scheiß so extrem schnell wächst. Dabei braucht der Webmaster nicht einmal Getreide, weil er lieber Schweine schlachtet und Steaks frisst statt sich mit Schwarzbrot zu ernähren. Gewässert wird das Feld übrigens von einem unterirdischen Fluss, den der Webmaster extra für diesen Zweck angelegt hat.

Minecraft – Mein Küche

Die Arbeitsecke wurde mittlerweile stark erweitert. Zwei große Kisten, drei Öfen und zwei Arbeitsbänke stehen bereit, um dem Webmaster nach einem harten Tag in den Minen zügig die Rohstoffe verarbeiten zu lassen. Links durch die Tür kommt ihr zum privaten Pool des Webmasters. Da baden gerade die gut aussehenden Models, weshalb wir davon kein Bild machen durften.

Minecraft – Partyraum

Wo Models sind, darf ein Partyraum natürlich nicht fehlen – Stehtische und Bar inklusive versteht sich. Rechts die Treppe führt hingegen ins Schlafzimmer und zur Terrasse.

Minecraft – Schlafzimmer

Das Schlafzimmer muss natürlich wieder ein Panoramadach haben, um die Damen so richtig zu beeindrucken. Und da normale Betten schon lange out sind, gibt es ein stilechtes Wasserbett. Wer möchte da nicht neben dem Webmaster einschlafen? Nein, ihr braucht darauf nicht zu antworten. Das war eine rein rhetorische Frage.

Minecraft – Autobahn

Vom Schlafzimmer aus kommt man wie gesagt auf die Terrasse. Neben einem Opferaltar, findet ihr dort auch den Anfangspunkt der Autobahn 1 in Richtung Nirgendwo. Derzeit nur zu Fuß nutzbar, wird sie später einmal voll mit Schienen ausgelegt sein. Für die Sicherheit ist aber selbstverständlich dank der Zäune bereits gesorgt.

Minecraft – Autobahn  Ausbauende

Derzeit besitzt die Autobahn vier Ausfahrten und eine Abzweigung Richtung Berg. Das Stück Richtung Mehr Wasser wartet jedoch noch auf seinen weiteren Ausbau und auch Berg wurde noch nicht erreicht.

Minecraft – Minenschacht

Derzeit verläuft die einzige Bahnverbindung fast senkrecht hinab in eines der ersten Bergwerke des Webmasters. Da war er allerdings schon lange nicht mehr, weshalb das Ding eigentlich nur still steht.

Wie viele Stunden der Bau all dieser Anlagen gedauert hat, dürft ihr euch gerne selbst ausrechnen. Oder ihr folgt einfach endlich dem Aufruf und kauft euch das Spiel selbst. Es sind doch nur läppische 10 Euro! Der Webmaster und Rondrer haben offensichtlich sehr viel Spaß damit. Wobei Rondrer sich jetzt gleichzeitig auf World of WarCraft: Cataclysm vorbereiten muss und Sid Meier’s Civilization V ruft auch immer noch ständig im Hintergrund. Welche Sucht wohl siegen wird? Der Neueinsteiger Minecraft, die bekannte Serie mit Sid Meier’s Civilization V oder doch der Langzeitklassiker World of WarCraft? Gebt euren Tipp in den Kommentaren ab. Vielleicht verrät er es uns in einem der kommenden Einträge dann die Antwort.

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