Obwohl der Mehrspieler-Modus von Minecraft Rondrer und mich trotz aller Bugs fest im Bann hat, habe ich natürlich trotzdem Zeit gefunden euch pünktlich mit neuem Hörmaterial zu versorgen:

Wie der Titel schon sagt, dreht sich dieses Mal alles um Hardware. Doch wer nun Bagdadsoftware-Hardwareexperte Azzkickr erwartet, der wird enttäuscht. Ihr lauscht hingegen den Worten von Dod, dem Hardwaremensch von GamersGlobal. Idealerweise hätte ich mir gewünscht beide als Gäste begrüßen zu dürfen. Azzkickr hatte aber leider zur Aufnahme keine Zeit, weshalb ich dieses Vorhaben auf einen späteren Podcast verschieben muss. Ich möchte aber auf jeden Fall beide einmal zusammenbringen und die geballten Expertisen aufeinanderprallen lassen. Andererseits ist die neue Folge auch so exakt eine Stunde lang geworden. Nicht auszudenken, wie lange sie geworden wäre, wenn sich die beiden über die einzelnen Themen gestritten hätten :smile: .

In dieser Stunde klärt euch Dod über den aktuellen Stand in den Bereichen Grafikkarten, CPUs, Mainboards und was ihr sonst noch so in euren Rechner packen könnt auf, was ihr nächstes Jahr erwarten könnt und gibt euch selbstverständlich auch eine Empfehlung, ob es sich lohnt zu warten oder ihr besser sofort zuschlagt. Dieser Podcast ist quasi meine umfangreiche Antwort auf Azzkickrs Frage in seinem letzten Eintrag, auch wenn ich im Prinzip die ganze Zeit nur dumme Fragen stelle…

Leider machte die Technik mal wieder nicht ganz das, was ich wollte. Dod litt unter massivem Rauschen. So hatte ich am Ende die Wahl: mute ich euch 60 Minuten Hintergrundgeräusche zu, oder filtere ich es komplett raus und lebe mit dem dadurch entstehenden metallenen Klang in unseren Stimmen? Selbstverständlich habe ich mich für letzteres entschieden. Die Lautstärke sollte hingegen dieses Mal einwandfrei sein. Ich denke, ich habe endlich die passenden Einstellungen im Normalisierer gefunden. Über entsprechendes Feedback wäre ich aber natürlich dankbar.

Und damit wäre eigentlich schon alles zur aktuellen Folge gesagt. Bevor ich euch aber wie gewohnt mit den genauen Details in die Woche entlasse, muss ich noch kurz auf meinen mittlerweile schon wieder zwei Wochen alten Test verweisen:

The BallThe Ball – Es überrascht mich schon sehr stark, dass es im Bereich der kommerziellen Produkte immer noch so wenige Portal-Klone gibt. Dabei hatte das Spiel doch so einen wahnsinnigen Erfolg und bekommt nächstes Jahr sogar endlich seinen Nachfolger. Aber abseits von Twin Sector und nun The Ball gibt es tatsächlich schlicht nichts anderes. Und da das Spiel nicht einmal 20 Euro kostet, bräuchte ich eigentlich gar nichts weiter zu sagen als „Kaufen! Es gibt derzeit sowieso keine Alternativen.“.

Dadurch würde ich aber natürlich die Schwächen des ehemaligen Modprojekts vertuschen. Nicht umsonst habe ich drüben sogar noch einen halben Punkt weniger als für Twin Sector vergeben. Bei Bagdadsoftware bekommt es mit 4 von 5 Sics jedoch die gleiche Wertung wie der letztjährige Geheimtipp.

Wo The Ball im Bereich der Story und der starken Linearität massiv verliert und so die Wertung massiv drückt, punktet es im Vergleich bei den Rätseln, der Grafik und sogar ein wenig bei der Spielzeit – viel zu kurz bleibt es aber dennoch. Außerdem ist die Idee mit einer tonnenschweren Kugel Rätsel zu lösen eben wieder etwas völlig anderes, erfrischendes. Noch mehr sogar als bei Twin Sector, wird eben nicht einfach Portal kopiert, sondern ein eigener Weg gegangen und dieser Konsequenz umgesetzt. Und für das Erstlingswerk eines ehemaligen Modder-Teams sogar richtig gut. Aber man fühlt sich das ganze Spiel so allein. Ich löse die Rätsel der Rätsel wegen und nicht weil ich wissen möchte wie es weitergeht. Da kann die Grafik noch so gut sein – habe ich das Spiel einmal durchgespielt, gibt es schlicht überhaupt keinen Anreiz mehr es erneut zu starten. Und das ist einfach Schade.

Es ist also unterm Strich kein schlechtes Spiel, verschenkt aber leider viel zu viel Potential. Die Demo solltet ihr euch trotzdem anschauen und dann entscheiden, ob der Titel euch 20 Euro wert ist. Spätestens aber, sobald er in einem Steam-Deal erhältlich ist, solltet ihr auf jeden Fall zuschlagen – Gesetz dem Fall natürlich, dass ihr solche Spiele überhaupt mögt.

In diesem Sinne wünsche ich eine angenehme Arbeitswoche und entlasse euch mit den Details zum Podcast Nr. 28:

Zu Wort kommen: Christoph „Sicarius“ Hofmann, Dennis „Dod“ Z.

Technische Daten: 60:30 min lang; 96kbit Qualität (Mono); 41,50 MB groß; Aufnahme mit Skype und Pamela for Skype; Editierung mit Adobe Soundbooth CS4

Musikcredits nach Reihenfolge:
Brian Conrad, Sue Kasper, Justin McCormick – SimCity 2000 – Track 47 (Komplett)
Brian Conrad, Sue Kasper, Justin McCormick – SimCity 2000 – Track 31 (Auszug)
Frank Klepacki – The Legend of Kyrandia – Pool Of Sorrow (Komplett)

Weiterführende Links:
Dennis – Dennis’ User-Profil bei GamersGlobal

Folge 29 wird euch noch vor Weihnachten erwarten. Thema oder Gäste stehen aber, wie so oft, noch nicht fest.

Azzkickr

Investitionen

Okay, liebe Leser. Gleich vorab muss ich gestehen, dass das Zustandekommen des heutigen Eintrags nicht einmal im Ansatz auf Nächstenliebe oder die Lust am Schreiben zurückzuführen ist. Im Gegenteil: dieses Mal geht’s wirklich nur um mich. Jawoll, nur um mich. Ich bin in eine verzwickte Situation geraten, aus welcher ich alleine nicht mehr herauskomme und ich eurer Hilfe und Meinungen bedarf. Das Problem: Wann soll ich mir einen neuen PC kaufen? Ja, in der Tat, der Bagdadsoftware-Hardwareguru fragt euch noobs danach :smile: .

Der Grund für meine Irritationen ist dabei sehr rationaler Natur. Ich bin – wie ihr spätestens aus meinem letzten Eintrag wisst, zu einem Menschen geworden, der sich vor jeder Investition, wie groß oder klein sie auch sein mag und wie viel Geld er auch generell zur Verfügung hat, zehnmal überlegt, ob die geplanten Ausgaben es tatsächlich wert sind, getätigt zu werden. Dass ich mir einen neuen Computer kaufen werde, steht seit längerem fest (im Übrigen werde ich dann meinen aktuellen loswerden wollen. Interessenten bitte bei mir melden!) und der geplante Zeitraum für diese Anschaffung lag wie in Stein gemeißelt auf dem März 2011. Da hab ich Geburtstag (=da gibt’s Kohle) und da ist mein Studium mit Ausnahme der MA-Arbeit beendet. Ich wollte mich quasi selbst belohnen. Aber natürlich gab’s auch aus technischer Sicht einige Menge Gründe, bis zum März 2011 zu warten:

  1. Sandy-Bridge verfügbar
  2. Zweite SSD Generation verfügbar
  3. Windows 7 SP1 verfügbar

Und auch ansonsten schien es sich zu lohnen, einen Generationswechsel durchzuführen, wie die folgenden Punkte exemplarisch beweisen. Ich würde Sprünge machen von:

  1. 2-Kern-CPU auf 4-Kern-CPU
  2. 32Bit auf 64Bit
  3. Windows XP auf Windows 7
  4. DX9.0c auf DX11
  5. HDD auf SSD
  6. Bios auf EFI
  7. Office 2003 auf Office 2010

Also kurz gesagt: der Wechsel wäre auch wirklich „spürbar“ gewesen und nicht nur rein kosmetischer, optischer und/oder psychologischer („yeah, ich hab jetz 200Mhz mehr“) Natur.

Der Grund, weshalb ich aber nun ins Grübeln gekommen bin ist nun aber der, dass einerseits Intel als auch die Grafikkartenhersteller etwas auf die Bremse drücken und längst umsetzbare Technologien bewusst zurückhalten. Zum Beispiel:

  1. ausschließlich natives USB 3.0 auf dem Mainboard
  2. ausschließlich S-ATA III auf dem Mainboard
  3. PCI-e 3.0

Im Gegenzug wird an Technologien festgehalten, die längst überholt und überflüssig sind. So finden sich sowohl das normale PCI als auch PS2-Anschlüsse noch auf den neuen Sandy-Bridge-Boards.

Und zu guter letzt, und das bedrückt mich noch am meisten, wurde der Die-Shrink bei Grafikkarten auf 28nm verschoben und zeitgleich jener bei Prozessoren auf 22nm bereits für Mitte-Ende 2011 angekündigt.

Jetzt werdet ihr vermutlich denken: „Mein Gott, dann hat er halt noch PCI und PS2. Und ob natives USB 3.0 wirklich schneller ist, ist auch noch nicht nachgewiesen“. Ja, ihr habt recht. Und der Die-Shrink bringt eigentlich auch nur „ein paar Watt Stromersparnis“. Die Frage, ob es sich dafür lohnt weitere 6-9 Monate zu warten, wäre durchaus berechtigt. Aber nunja, ich bin eben Perfektionist, was solche Sachen angeht und ich möchte mir eigentlich nichts kaufen, was noch unnötigen Ballast mit sich rumschleppt, oder in absehbarer Zeit schon wieder als veraltet gilt. (jaja, der richtige Zeitpunkt zum Kauf kommt nie, ich weiß :smile:).

Aber noch viel schlimmer ist folgendes Problem. Und spätestens jetzt möchte ich euch wirklich – und ernsthaft – um eure Meinung bitten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass in den nächsten 2-3 Jahren heutige (und sogar gestrige) PCs noch völlig ausreichen, um die jeweils aktuellsten Spiele (mit ganz wenigen Ausnahmen) in 1920×1200 und evtl. AA und AF zu spielen. Schaut man sich aktuelle Mittelklasse-Grafikkarten an (GTX460 bspw.), für welche man nicht einmal mehr 130 Euro zahlen muss, so kann man mit Ausnahme von Crysis und Metro 2033 sämtliche (!) Spiele in den oben genannten Einstellungen mit weit über 30fps spielen. Und ich denke, dass sich das wie gesagt in den nächsten Jahren auch bei weiteren, neu erscheinenden Spielen nicht ändern wird. Wieso? Weil die Konsolen an ihrem Limit angekommen sind und die Nachfolgegeneration eben erst in etwa 2-3 Jahren erscheinen wird. Echte High-End-PC-only-Spiele, welche die Leistungsreserven von PCs vollständig ausnutzen und einen Neukauf rechtfertigen würden, sind bis dahin nicht zu erwarten – denke ich zumindest.

Und hier startet dann nun der interaktive Teil. Was meint ihr: warten bis März 2011, oder den Kauf auf nicht absehbare Zeit verschieben?

Am Samstag war ich also auf der 20. DreieichCon in Dreieich. Gut, das stimmt nicht ganz. Eigentlich findet die Con jedes Jahr im Bürgerhaus von Sprendlingen statt, einem Ortsteil von Dreieich. Aber ich vermute, DreieichSprendlingenCon war den Veranstaltern dann doch ein zu umständlicher Name. Warum die DreieichCon, DreieichCon heißt und nicht Nordcon oder FeenCon, habe ich auch gleich erfahren: Weil die DreieichCon von der Stadt Dreieich gesponsert wird. Faszinierend, gell? Dachte ich mir auch, aber trotzdem war die Podiumsdiskussion „Cons in Deutschland – gestern, heute & morgen“ gar nicht mal so uninteressant. Allerdings ist es wohl relativ sinnlos darüber lange zu referieren. Ich war vorher noch nie auf einer Con. Entsprechend kann ich das Gehörte für euch in gar keinen richtigen Kontext bringen. Grundsätzlich ist es aber wohl so, dass die mittelgroßen Rollenspiel-Cons wegsterben, Werbung immer mehr kostet bei gleichzeitig fallenden Besucherzahlen und Cons für die Videospieleindustrie vollkommen irrelevant sind – auch wenn darauf natürlich als Gegenbeispiel der Name BlizzCon fiel.

„Wie, du warst noch nie auf einer Con?“ Ja, ich gebe es offen zu: Ich war selbst auf der totalen Mainstream-Con, der Role-Playing Convention, noch nie. Aber was habt ihr auch erwartet? Ich besitze zwar ein Regal voller Das schwarze Auge-Regelbücher, aber das letzte Mal richtig gespielt? Das ist schon mindestens ein Jahrzehnt her. Seitdem fehlte zum einen die Zeit und zum anderen fand sich keine Gruppe mehr in der Umgebung. Und damals zur aktiven Zeit, wüsste ich nicht, dass ich jemals das Wort „Con“ überhaupt gehört hätte. Das einzige was ich bislang kannte waren LARP-Events – und auch so was habe ich bis heute noch nicht live gesehen, obwohl es sicher ganz cool ist.

Doch zurück zur DreieichCon in Sprendlingen. Zuallererst ein Beweisfoto, damit ihr mir auch tatsächlich glaubt, dass ich da war:

Mechwarrior Tabletop

Hier wurde gerade eine Tabletop-Clan-Battle im MechWarrior-Universum abgehalten. Die Älteren erinnern sich sicherlich an die erfolgreiche Serie von Computerspielen mit dem gleichen Namen, die zwischen 1989 und 2002 die Herzen vieler Spieler höher schlagen ließ und auf dieser Lizenz basieren. Hoffentlich kommt hier irgendwann mal ein guter Nachfolger. Die Ankündigung des Reboots MechWarrior ist auch schon wieder ein paar Tage her. Wir hatten schon so lange kein Mech-Spiel mehr…aber ich schweife ab. Auf der gesamten Tischreihe wurde wohl eine deutsche Meisterschaft ausgetragen. Vorne stand auch ein Pokal, aber trotz der Bereitwilligkeit der Anwesenden mir genau zu erklären was hier eigentlich läuft, hatte ich schlicht vergessen danach zu fragen.

Eine Reihe weiter im großen Saal wurde ein Fantasy-Tabletop-Spiel gespielt und an den Einzeltischen daneben fanden sich die Trading Card Gamer ein – in diesem Falle wurde Perry Rhodan gezockt. Außen rum fanden sich Verkaufsstände sowie weitere kleinere Räume, in denen kräftig gespielt wurde. Darunter auch ein paar Brett- und Kartenspiele. Nein, weder Mensch ärgere dich nicht! noch Schafkopf – die Hessenböcke können sowieso nur Skat spielen. Es gab wohl auch noch einen zweiten Stock und ein Clubhaus, aber da habe ich mich aus Zeitmangel dann doch nicht hin verirrt. Mein Ziel war der sehr kleine Raum C2 (nein, es gab keinen Raum C3), in dem zuerst die Podiumsdiskussion und dann der eigentliche Grund meiner Reise stattfand. Dazu gleich mehr.

Wie man meiner Beschreibung vielleicht schon entnehmen kann, fand ich insgesamt mein erstes Con-Erlebnis relativ ernüchternd. Mir ist klar, dass ich zum einen vermutlich viel zu kurz vor Ort und zum anderen auch schlicht ein Außenseiter war, aber eine Convention hatte ich mir schlicht anders vorgestellt. Das wirkte mehr wie eine LAN-Party – nur eben mit kleinen Figuren, Würfeln und Karten anstatt von Rechnern. Sicherlich super für die Leute, die mitspielen. Aber zum Zuschauen nicht gerade der Bringer. Zumindest die zahlreichen Lesungen, Vorträge und Workshops waren jedoch sicherlich einen Blick wert und es ist schade, dass ich nur einen ganz kleinen Teil davon mitbekommen habe.

Warum ich überhaupt in Sprendlingen auf der DreieichCon war und nicht in Gunzemich auf dem Chefsessel? Deswegen:

Das schwarze Auge: Satinavs Ketten enthüllt – Chromatrix, die Inhaber der DSA-Lizenz nutzten die Chance zusammen mit Entwickler Daedalic exklusiv auf der Con geschätzt 30 Leuten das Spiel vorzustellen. Mehr passten schlicht nicht in den kleinen Raum hinein. Entsprechend muss ich schon einmal erwähnen, wie stolz ich auf den Bericht bin. Um kurz nach 21 Uhr, als die Präsentation gerade zu Ende war, habe ich Fabian Knopf die wichtigsten Daten telefonisch übermittelt. Keine zwei Minuten später war das Ding online und als Top-News geflaggt sowie der Steckbrief angelegt. Um 23 Uhr kam dann noch meine wahre Informationsflut hinzu.

Dank mir ist GamersGlobal das einzige Magazin weltweit (!) – und das sage ich ohne irgendeine Übertreibung -, das tatsächlich vor Ort war und innerhalb von Minuten die heiße Neuigkeit verbreitet hat. Wenn ihr irgendwo einen Bericht im Internet über das Spiel seht, egal welche Quelle die Leute auch darunterschreiben, dann ist GamersGlobal bzw. ich der Ursprung. Eine offizielle Pressemitteilung wird es erst in ein paar Tagen geben – und selbst dort steht laut Claas Paletta dann nur ein Bruchteil von dem drin, was am Samstag erzählt wurde. Und vor Ort habe ich keinen anderen Redakteur gesehen. Nur ein Kamerateam, die aber wohl nur ein Interview aufgenommen haben.

Versüßt wird mir die Freude auch noch dadurch, dass eigentlich jeder schon vor einem Monat per Pressemitteilung angeschrieben wurde. Es wusste jede noch so kleine Fanseite, dass ein neues Spiel enthüllt wird. Doch hingeschickt wurde niemand! HA! IN YOUR FACE! Ich weiß, man soll nicht auf so etwas herumreiten. Morgen wird es schließlich schon wieder anders sein. Aber gönnt mir doch die kurze Freude darüber, den großen Konkurrenten ein echtes Schnippchen geschlagen zu haben. So etwas kommt schließlich nur selten vor und es war zudem mein erstes Mal. Da ist man danach einfach etwas euphorischer. Ihr versteht das doch sicher…

Ach, ihr wollt noch meinen ersten Eindruck vom Spiel hören? Nun, es kommt von Daedalic und es ist ein Adventure. Das sagt eigentlich schon alles über die zu erwartende, hohe Qualität des Titels. Und die Enttäuschung darüber, dass es kein Rollenspiel ist, kann ich auch nicht teilen. Klar, DSA ist zumindest in Deutschland der Inbegriff von Rollenspiel. Aber die Welt von Aventurien ist zu groß, als das man sie nicht auch anständig in andere Genres übertragen könnte. Und sind die DSA-Abenteuerbücher nicht im Prinzip schon Adventures zum Lesen? Ich würde sogar einen DSA-Shooter freudig willkommen heißen, wenn ich wüsste, dass beispielsweise id Software dahinter steckt. Es gibt so viel Merchandise in dem Bereich, da ist viel Schlimmeres dabei als ein Adventure von einem renommierten Studio…

PS: Mir geht gerade die Autokorrektur von Microsoft Word auf den Geist. Immer korrigiert er DSA um in DAS…
PSS: Morgen Abend wird die 28. Folge des Bagdadsoftware Podcast aufgezeichnet. Spätestens kommenden Montag könnt ihr also mit neuem Hörmaterial rechnen.

Azzkickr

Ratschläge

KAUFT KEINE SPIELE MEHR!

…zumindest nicht in den ersten drei bis sechs Monaten nach Erscheinen. Mal ehrlich: was hat man davon, das Doppelte bis teilweise Vierfache für ein Spiel auszugeben, welches ein viertel Jahr nach Erscheinen objektiv betrachtet immer noch genauso gut (=genauso viel wert) ist? Hinzu kommt, dass viele Spiele nach diesem Zeitraum sogar noch besser, weil fehlerbereinigt und/oder erweitert, also sogar noch „wertvoller“ sind. Ist es wirklich so viel toller, ein Spiel zu Beginn seiner Lebenszeit zu erwerben und dafür einen ungleich höheren finanziellen Betrag zu investieren? Bei MMOs mag ich das noch nachvollziehen können, da dies Spiele sind, welche von ihrer Spielergemeinschaft leben und die Spielwelt zudem kontinuierlich erweitert wird (neuerdings evtl. sogar dynamisch). Da ist es natürlich nur ratsam, das Spiel zu erwerben, wenn noch Leute unterwegs sind. Aber wie sieht es denn mit all den anderen Spielen aus? Insbesondere, wenn man kein exzessiver Mehrspieler-Spieler ist? Strategie, Sport, Action, Rollenspiel, (Wirtschafts-)Simulationen: all diese Spiele kann man getrost auch noch ein halbes Jahr nach Erscheinen spielen. Mit derselben Freude, mit weniger Ärger über Programmierfehler und dem guten Gefühl, den Geldbeutel geschont zu haben.

Ich möchte sogar noch einen drauf setzen:

KAUFT GENERELL KEINE SPIELE MEHR!

…leiht sie euch! In Ordnung, auch hier müssen wiederum die MMOs sowie andere epische Spiele, welche über eine exorbitant lange Spielzeit verfügen, ausgeschlossen werden. Und natürlich sinkt die Anzahl der Spiele, welche über ein Verleihrecht verfügen kontinuierlich. Hat hier jemand STEAM gerufen? Oder Online-Aktivierung? :smile: Aber Fakt ist, dass es noch genug andere, sehr hochwertige und durchaus hochaktuelle Spiele gibt, welche man, im direkten Vergleich, beinahe schon nachgeworfen bekommt. Man muss nur wissen, wo und wann man suchen muss.

Und jetzt kommt dann auch der kommerzielle Teil meines Artikels. Wenn der Webmaster mich schon nicht für meine Mühen entlohnt, dann brauche ich halt Unternehmen, die mir im Gegenzug für Werbung einen Geldbetrag rüberschicken :smile: . Aber Spaß bei Seite: der „Verleihshop.de“, welcher damals von der Gamestar propagiert wurde, erweist sich für mich zunehmend zu einer Schnäppchengrube. Sind bereits die normalen Preise halbwegs in Ordnung (PC Spiele 2,50 – 4,90 pro Woche, Konsolenspiele 2,50 – 5,90 pro Woche), werden im Schnitt alle 3 Monate die Preise auf Grund einer Aktion halbiert, oder die Ausleihdauer verdoppelt.

So habe ich mir nun folgende Spiele vorgemerkt:

Red Dead Redemption für 1,75 Euro
Killzone 2 für 1,75 Euro
Gears of War (PC) für 1,75 Euro

Und da man recht häufig Gutscheine erhält, oder sonstige “Dankeschön-Geschenke“, ist mein effektiver Rechnungsbetrag inkl. 2,90 Euro Versand und abzgl. 3,50 Euro Gutschein: 4,65 Euro. Also nicht mal fünf Euro für drei hochkarätige Spiele, eines davon sehr aktuell und alle drei ungeschnitten. Im Falle von Gears of War sogar indiziert. Billiger geht’s nicht, will ich meinen. Und sollte man die Spiele länger behalten wollen: pro Tag gibt’s 50 Cent Aufschlag. Das hält sich also auch sehr im Rahmen.

Betrachtet man sich die Spieldauer vieler moderner Spiele, so rechnet sich das Verleihgeschäft gleich doppelt. In meinem Beispiel: Gears of War und Killzone 2 sind jeweils in weniger als zehn Stunden durchgespielt -> absolut schaffbar in einer Woche. Ganz ohne Stress.

Jetzt wird der Webmaster an dieser Stelle – nicht unberechtigt – einwerfen wollen: aber dann hat man ja nichts im Regal stehen. Nun ja, das stimmt selbstverständlich. Und keiner kann diese emotionale Bindung an seine „Schätze“ besser nachvollziehen als ich, habe ich doch selbst eine sehr anständige Filmsammlung. Aber dennoch sollte doch irgendwann die Einsicht eintreffen, dass a) der Platz ausgeht (gell, Sic :smile:) und b) das viele Geld womöglich nicht anderswo besser aufgehoben ist. Zumal man ja nicht auf die Spiele an sich, im Sinne des Spielgeschehns, sondern lediglich auf deren ständigem Aufenthalt im Schrank verzichten muss. Geld sparen -> mehr Platz im Zimmer -> mehr Geld in der Tasche. Und irgendwann überwiegt auch die Freude über das gesparte Geld den Schmerz über die aufgegebene Sammelleidenschaft.

Ich rede hier im Übrigen nicht über dich, Sic. Sondern viel mehr über mich persönlich. Ich bin zum absoluten Budget-Käufer (zuletzt Split/Second: Veloctiy und Batman: Arkham Asylum), respektive Spiele-Ausleiher geworden. Und hey, ich lebe noch :smile: .

Zum Abschluss dieses Artikels, in dem ich ursprünglich über Split/Second: Veloctiy und Batman: Arkham Asylum reden und diese bis zum Firmament hochjubeln wollte, sei ergänzend noch erwähnt, dass man natürlich auf Filme leihen kann – und sollte. Über den Amazon Filmverleih (Lovefilm) zahlt man – je nach Tarif – auch lediglich ca. 1,75 Euro pro Blu-Ray oder DVD. Einfach herrlich!

Schon bemerkt? Ich habe schon fast zwei Wochen nicht mehr über Minecraft geredet. Keine Angst: Auch im heutigen Eintrag geht es nicht um das Spiel, denn ich bin seit einer Woche auf Entzug. Meine Follower bei Twitter – Grüße! – wissen warum. Allen anderen verrat ich es nicht :smile: . Wieder loslegen werde ich erst, sobald der Survival Multiplayer endlich richtig funktioniert und Rondrer den offiziellen Bagdadsoftware-Server aufsetzt. Unser Thema soll hingegen heute ein anderes sein, denn ich habe im letzten Eintrag doch glatt einen Titel vergessen zu erwähnen:

Darkstar – The Interactive MovieDarkstar – The Interactive Movie„Darkstar, Darkstar? Gab es da nicht ein Weltraumspiel von Ascaron?“ Knapp vorbei, lieber Leser. Das Spiel, das du meinst hört auf den Namen Darkstar One. Aber außer, dass auch Darkstar – The Interactive Movie in der fernen Zukunft und im Weltall spielt und die Geschichte vermutlich genauso flach ist, haben beide Titel nichts miteinander zu tun.

Die Elefanten unter euch erinnern sich sicherlich noch an meinen Eintrag vom 3.5.2010. Darin hatte ich den Titel schon einmal erwähnt. Allerdings ist damals niemand darauf angesprungen. Mittlerweile, genauer gesagt seit dem 5. November, ist das fertige Spiel erhältlich. Meine Kopie befindet sich derzeit aber noch irgendwo über dem Atlantik, denn momentan ist der Titel nur direkt beim Hersteller erhältlich. Das wird wieder eine Besuch beim Zollamt…Nichtsdestotrotz muss ich doch schon ein wenig die Werbetrommel rühren. Schon alleine Azzkickr zuliebe, dem einzigen Spieler den ich kenne, der tatsächlich beim Genre „Interaktiver Film“ hinterhertrauert. Lest dazu auch seinen Gastbeitrag zu Urban Runner – Lost in Town. Aber auch einfach deshalb, weil es ein wichtiges Ereignis in der Geschichte der Videospiele ist.

Wie der Untertitel nämlich schon mehr als deutlich verrät, ist Darkstar – The Interactive Movie tatsächlich ein neuer Vertreter dieses quasi vollständig ausgestorbenen Genres – und einer, der auch gleich mit angeblich über dreizehn Stunden Realfilmsequenzen (das Spiel kommt allerdings nur auf zwei DVDs – riecht nach schlechter Auflösung) einen neuen Rekord aufstellt. Die Story ist schnell erzählt: Ihr seid Captain John O’Neil, Kapitän der Westwick. Ihr wacht aus einem 300 Jahre andauernden Cryo-Schlaf auf und stellt überrascht fest, dass irgendetwas nicht stimmt und erkundet nun das Schief auf der Suche nach dem Grund. Originell, ich weiß. Dann wird es euch auch nicht weiter wundern, wenn ich euch sage, dass der Spielablauf wohl genauso wenige Neuerungen erfahren hat. Ihr lauft immer noch in der Egoperspektive durch die, etwas schlicht gerenderte Szenerie und löst Rätsel. Eben wie man es von einem interaktivem Film oder Spielen wie Myst gewohnt ist. Wie, ihr kennt Myst nicht? Ihr Glücklichen! Wenn irgendwas das Adventure-Genre getötet hat, dann diese Spieleserie und ihre unzähligen Kopien. Aber gut, dass ist nicht unser Thema.

Ich weiß, der letzte Absatz klang etwas herablassend. Aber bedenkt, dass ich vor kurzem $75 für Darkstar – The Interactive Movie ausgegeben habe, obwohl ich die Art von Spielen nicht einmal so sehr mag. Vielleicht versteckt sich ja tatsächlich ein guter Vertreter des Genres hinter dem Titel. Andererseits entstand mein Kauf eher aus ganz anderen Beweggründen:

  • Als neuzeitlicher Vertreter des interaktiven Films ist es ein absolutes Unikat und gehört einfach in jede seriöse Spielesammlung.
  • Es ist das letzte Werk an dem Peter Graves beteiligt war. Und er als Erzählerstimme ist fast so gut wie Patrick Stewart. Und wer nicht weiß wer Peter Graves ist, geht bitte sofort in die nächste Ecke und schämt sich!
  • Sollte es tatsächlich gut sein und vielleicht sogar eine Wiedergeburt des Genres einläuten, möchte ich behaupten können es von Anfang an unterstützt zu haben. Hey, zumindest bin ich ehrlich!
  • 13 Stunden Filmmaterial mit fünfzig mehr oder weniger bekannten Schauspielern? Das muss ich mit eigenen Augen gesehen haben.
  • MobyGames
  • Echtes Interesse daran ob solch ein Spiel tatsächlich heute noch funktioniert und Spaß macht.
  • Schauen, ob meine Abneigung gegenüber interaktiven Filmen wirklich noch existiert, oder ich sie nur jugendlicher Erinnerung wegen weiter propagiere.

Leider gibt es (noch) keine Demo des Titels. Um mehr darüber zu erfahren müsst ihr euch also entweder bei YouTube umsehen und die Trailer und Gameplay-Videos anschauen, oder einfach abwarten bis ich meine Version habe. Definitiv ein Spiel, dass in meiner Prioritätsliste allein der Neugier wegen ganz oben steht.

Nun aber genug von Darkstar – The Interactive Movie. Ich werde euch zumindest über Twitter auf dem Laufenden halten. Bis dahin kann euch sicherlich Azzkickr noch einmal in den Kommentaren die Vorzüge dieses Genres aufzeigen. Er wird euch außerdem am Donnerstag mit einem weiteren Gastbeitrag beglücken – allerdings zu einem ganz anderen Thema.

Von mir geht hingegen im Laufe der Woche (vielleicht schon morgen) drüben bei GamersGlobal der nächste Test online zu einem Spiel, das ich überhaupt nicht richtig auf dem Radar hatte – zu Unrecht, wie sich jetzt herausgestellt hat. Und am Samstag könnt ihr mich in Dreieich auf der Dreieichcon antreffen. Nein, ich werde leider weder als Spielleiter noch als Spieler an einem der Pen & Paper Rollenspiel-Tische sitzen. Gereizt hätte es mich schon, aber meine letzte richtige Das schwarze Auge-Runde ist leider schon ein paar Jährchen her. Ich bin stattdessen beruflich dort, da um 20 Uhr das nächste DSA-Computerspiel für PC enthüllt wird. Alles sehr geheimnisvoll, entsprechend gespannt und auch skeptisch bin ich was denn dahinter steckt. Da Drakensang in Zukunft zu einem Browserspiel oder zumindest MMO verkommt und der Status von Demonicon trotz Aufkauf durch Kalypso immer noch unklar ist, bin ich auf jeden Fall sehr offen für einen weiteren Titel. Finde es sowieso super, dass nach über 10 Jahren das Interesse an einer Versoftung der Lizenz wieder so stark ist. Ihr nicht?

Nächste Seite »