Azzkickr

Neue Daddelkiste — Festplatte, Gehäuse und der Rest

Da ist er also endlich: der letzte Teil meiner Artikelserie, bzw. der letzte Artikel aus jenem Teil der Artikelserie, die sich der Vorstellung der Komponenten widmet. Und ich muss zugeben, dass ich über diese Tatsache doch sehr erfreut bin. Es ist schon interessant wie viele Gedankengänge einem nur zu einer einzelnen Komponente durch den Kopf gehen und wie effektiv das Gehirn diese Gedanken verarbeitet und ordnet. Da fällt einem erst auf, wie langsam die Verschriftlichung vonstatten geht. Immerhin habe ich dadurch die Gelegenheit mein Diktierprogramm einzulernen. Und für alle, die es interessiert: es funktioniert mittlerweile außerordentlich gut. Eventuell widme ich dem Programm irgendwann einmal einen eigenen Artikel, aber ich denke es ist nicht falsch, wenn ich an dieser Stelle bereits eine Kaufempfehlung ausspreche. Wie auch immer: Starten wir durch mit Teil 5 der Artikelserie und widmen uns der Festplatte, dem Gehäuse und in einem letzten Abschnitt den restlichen Komponenten.

Die FESTPLATTE:

Typ:

Western Digital Caviar Eco Green, 2TBPreis:65,00Alternativen:Samsung SpinPoint Eco Green F4, 2TBErläuterung:

Auch wenn die Festplatte in meinem neuen System nur als Datengrab sowie als Speicherplatz für Spiele gedacht ist und somit eine eher untergeordnete Rolle einnimmt habe ich für die Entscheidung welches Exemplar es sein soll verhältnismäßig lange gebraucht. Natürlich freue ich mich über jede Sekunde, die ich beim Laden eines Spiels einspare, auf der anderen Seite war das nervigste an meinem alten Computer aber das laute Zugriffsgeräusch. Ich musste also entscheiden, ob mir Geschwindigkeit oder Lautstärke wichtiger ist. Ich habe mich letztlich für die Lautstärke entschieden, weswegen auch schneller drehende Festplatten ausschieden. Ob es die richtige Entscheidung war werde ich euch in meinem Praxisbericht erläutern. Der primäre Grund, weswegen ich mich gegen die Samsung entschieden habe, ist, dass mir von meinen drei bisherigen Festplatten dieser Marke zwei Stück über den Jordan gingen. Aber laut Tests soll sie auch nicht ganz so leise sein wie die Western Digital (dafür minimal schneller). Sehr viel mehr gibt es dazu dann auch nicht mehr zu sagen. Dass 2TB für mich viel zu viel sind (ich brauche in etwa 500GB für Spiele+Daten) ist klar, bei dem Schnäppchenpreis wäre es jedoch dumm gewesen, zu einer kleineren Variante zu greifen.

Leistungserwartung:

+0 %

Corsair 700DDas GEHÄUSE:

Typ:

Corsair Obsidian 700DPreis:195,00Alternativen:keineErläuterung:

Es ist die wohl auffälligste Komponente meines neuen Computers. Und streng genommen ist es auch das Teil, auf welches ich am meisten Stolz bin. Entgegen dem Trend alles schrumpfen zu lassen, habe ich mich dafür entschieden eines der größten Gehäuse am Markt zu erwerben. Und obwohl es mehrere Vertreter in der Kategorie riesiger Gehäuse gibt, war das Corsair letztlich alternativlos. Es ist in meinen Augen ein erschreckender, gar erbärmlicher Trend, Gehäuse immer mehr in Form von pseudofuturistischen Elementen zu verunstalten. Was da so namhafte Hersteller wie beispielsweise Thermaltake anbieten ist einfach nur abgrundtief hässlich. Natürlich gab es auch einige ähnlich schlichte Gehäuse, zum Beispiel von Lian Li oder Silverstone, letztlich löste aber nur das Corsair beim wiederholten Betrachten diesen “ Muss ich haben-Effekt“ in mir aus. Was neben der kolossalen Erscheinung natürlich auch an den Funktionen liegt: schraubenlose Montage aller Komponenten, Mainboardträgeröffnung hinter dem Prozessorkühler zwecks einfacher Montage, die auf dem Markt wohl beste Möglichkeit Kabel unsichtbar hinter dem Mainboard zu verlegen, ab Werk vorhandene Möglichkeit 2,5“ Laufwerke zu montieren (wichtig für meine SSD), ab Werk sehr leise Lüfter, komplett schwarze Lackierung, massive Aluminium Frontplatte und letztlich der wohl genialste Mechanismus zum Öffnen der Seitentüren, der mir bislang über den Weg gekommen ist (ein Knopfdruck reicht). Alle diese Faktoren kombiniert mit der Größe sollten, so meine Hoffnung, dafür sorgen, dass das Zusammenbauen des neuen Computers nicht nur recht schnell, sondern auch völlig unproblematisch ablaufen sollte. Und natürlich erhoffte ich mir, dass sich der in Aussicht gestellte leise Betrieb auch in der Praxis bewahrheitet.

Der Rest vom Fest:

Abseits der bekannten Artikelstruktur möchte ich nun noch ein paar wenige Worte zu den restlichen Komponenten verlieren. Was das optische Laufwerk (Sony Optiarc) angeht so hätte ich am liebsten darauf verzichtet. In den mittlerweile doch schon sehr vielen Jahren als Computernutzer ist mir nämlich noch kein Vertreter über den Weg gekommen, der mich wenigstens ansatzweise zufrieden gestellt hätte. Alle (!) waren einerseits sehr langsam und andererseits, was noch viel schlimmer wiegt, nervtötend laut. Und ich hatte sie alle. LG, Pioneer, Samsung, LiteOn, Plextor. Nur einer fehlte noch in der Liste: Sony. Und dies ist auch schon das Hauptargument. Ich kann nur hoffen, dass die Zeit optischer Datenträger bald zu Ende geht. Bei aller Liebe zu der Revolution welche die CD-ROM damals auslöste: die Technik ist heute einfach nicht mehr konkurrenzfähig. Und zwar in allen Belangen: Lautstärke, Kapazität, Geschwindigkeit.

Kommen wir zum Netzteil (Seasonic X560) . Ähnlich wie das Gehäuse gehört auch das Netzteil zu jenen Komponenten, auf die ich insgeheim sehr stolz bin, da sie – im Hintergrund der plakativen Komponenten wie beispielsweise dem Prozessor – ähnlich große Verbesserungen mit sich bringen. In diesem Fall sind es drei Weiterentwicklungen, die hervorzuheben sind: Erstens die sehr gute Effizienz (80+ Gold), zweitens die volle Modularität und drittens die semi Passivität. Während Ersteres selbsterklärend ist und als Nebeneffekt gerne mitgenommen wird, trägt die Modularität zu der von mir gewünschten Ordnung im Gehäuse bei, während die Semi-Passivität für Stille sorgt. Dass das Netzteil überdies in Testberichten stets ganz weit oben mitspielt ist selbstverständlich. Grundsätzlich sind 560 Watt zu viel für mein System. Selbst, wenn ich auf SLI setzen würde (was ich definitiv nicht tun werde), wäre das Netzteil noch überdimensioniert. Aber einerseits war die 560W-Variante die kleinste dieser Serie und andererseits bin ich immer noch in dem Vorurteil befangen, dass man lieber etwas mehr Watt haben sollte (was natürlich völliger Blödsinn ist, ich weiß…).

Zum Kühler (Scythe Ninja 3) kann ich eigentlich nur sagen, dass ich schon vom Vorgänger sehr begeistert war und der Nachfolger diesem vorangegangenen Modell sehr ähnlich ist und nur durch etwas bessere Temperaturwerte auffällt. Zudem zählt er noch zu den mittelgroßen Vertretern, bei denen man nicht Gefahr läuft sich irgendwelche Slots zuzubauen oder das Mainboard aufgrund exorbitant hohen Gewichts durchzubrechen. Und er ist einer der besten Passivlüfter auf dem Markt. Bei deaktiviertem Lüfter oder sehr niedrigen Drehzahlen gibt es kaum Modelle, die besser performen als er. Die ganzen Lüftermonster (1kg + X) spielen ihre Vorteile nämlich primär bei mittleren bis hohen Drehzahlen (also bei LÄRM) aus.

Bleiben noch die Eingabegeräte (Logitech K800, Logitech Performance Mouse MX). Hier muss ich besonders hervorheben, dass ich nun endgültig auf den Zug der kabellosen Verbindung aufgesprungen bin. Lange habe ich mich aufgrund der Strahlung, aber auch der geringen Akkulaufzeit dagegen gewehrt. Mittlerweile ist mein Wunsch nach Ordnung unter und hinter dem Schreibtisch jedoch größer geworden, weswegen ich die Möglichkeit zwei Kabel einsparen zu können herzliche gerne annehme. Außerdem bin ich besonders stolz darauf, dass meine Tastatur über eine Hintergrundbeleuchtung verfügen wird. Ich kann euch gar nicht sagen wie oft ich schon im Dunkeln nach der richtigen Taste gesucht habe. Dieses Problem sollte nun behoben sein. Ansonsten kann ich nur sagen, dass mir die Geräte von Microsoft optisch nicht gefallen, weswegen ich bereits seit vielen Jahren auf die Produkte von Logitech vertraue (ich denke, die Funktionen und Qualität betreffend sind die Unterschiede sehr überschaubar).

So, das war’s jetzt auch mit den neuen Komponenten. Wer sich fragt wo die Ausführungen über die Soundkarte und den Monitor bleiben: Erstere habe ich aus dem alten Computer übernommen, letzterer wird immer noch von meinem Philips Fernseher vertreten. Dass ich im Zuge des neuen Systems auch die Software aktualisiert habe und nun endlich den Sprung auf Windows 7 sowie Office 2010 vollbracht habe (bzw. vollbringen werde, ich möchte ja immer noch die Illusion aufrechterhalten, dass ich den Computer noch gar nicht besitze), habe ich bereits an anderer Stelle erwähnt. Dass ich davon nicht wirklich überzeugt bin, wisst ihr ebenfalls. Windows XP liegt mir immer noch am Herzen und mit der Oberfläche des neuen Office war ich bereits in der Demoversion überfordert. Im Erfahrungsbericht, der in den nächsten Wochen erscheinen sollte, werde ich euch dann berichten, ob die neue Oberfläche von Office der einzige negative Punkt am neuen System darstellt, oder – wir wollen es nicht offen – es noch mehr negative Erfahrungen gibt.

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13 Kommentare

Beim Laufwerk bin ich etwas überrascht. :wassat: Das Sony Optiarc sollte eigentlich nach dem relativ lauten aber auch kurzen Startgeräusch kaum hörbar sein.

Von den kabelosen Tastaturen / Mäusen halte ich nicht viel, da ich es gerade bei Spielen noch nie so oft erlebt habe, dass Leute sagen "meine Maus geht nicht mehr… grrr dabei sind doch erst neue Batterien drinne" … ^^

Zu MS Office'10 bleibt mir eigentlich nur zu sagen, dass ich selbst Office'07 früher gegenüber immer schon skeptisch war. Das legte sich jedoch mit dem Umstand, dass es für die tägliche Büro-Arbeit um Einiges komfortabler in der Bedienung war und in meinen Augen noch ist. 2010 ist für mich nur eine Weiterentwicklung von '07, da hier der größte Bruch zu vorherigen Versionen passiert ist. Ich denke die Eingewöhnungszeit sollte bei dir nicht zu lange dauern. Im Alltag bin ich btw. dennoch OpenOffice User ^^

Schönes Gehäuse ;) Ein Link zu einem Bild wär vielleicht nicht schlecht gewesen, gerade da du es ja optisch hervortust ;)

Ansonsten nur ein paar Kleinigkeiten:
– 2,5" "Slot" ist echt ein muss. Ich musste mir für meine SSD für 10+ € noch nen dämlichen Einbaurahmen kaufen, da der von den SSD Herstellern beigelegte komplett unbrauchbar ist, wenn man ein Schraubenloses Festplattenmontiersystem hat.

– Ob das mit dem unsichtbaren Kabelverlegen gut funktioniert würde mich interessieren. Gerade bei nem großen Gehäuse kann ich mir vorstellen, dass die meisten Kabel einfach zu kurz dafür sind (bei mir wär das der Fall)

– Beleuchtete Tastaturen sind für mich auch ein muss

– Kabellose Eingabegeräte kämen für mich nur mit Akku und Ladestation in Frage. Batteriewechsel? Nein Danke. Gerade bei der Maus nervt mich das Kabel teilweise aber doch ziemlich…

– Bei Netzteilen setz ich seit ich mal ein instabiles System wegen Leistungsschwachem Netzteil hatte immer völlig überdimensionierte Teile ein. Das mag schwachsinn sein, aber es is einfach unfassbar ärgerlich, wenn es daran scheitert, dass das Teil 50W zu wenig bringt…

– Die EcoGreen 2TB hab ich auch, allerdings nur als Backup und Temp-Speicher für sehr große Datenmengen… Bin zufrieden damit, hör sie fast garnicht

Kennt ihr euch so wenig auf eurer Tastatur aus, dass ihr immer Licht braucht? Interessant. Meine Hintergrundbeleuchtung habe ich direkt wieder ausgeschaltet.

@Sicarius -> Trollpost detected …

Selbst mit 10-Finger-Geschreibsel und an den Orientierungsstrichen kann es passieren, dass die Tastatur mal verrutscht oder sich eine Hand mal in der geschriebenen Reihe vertut. Da ist ein kurzer Blick auf eine beleuchtete Tastatur des Nachts schneller als Blindenschrift suchend auf der Tastatur herumzurutschen. Außerdem ist es ein Segen, wenn man die nicht so häufig genutzten Tasten sucht. Da ich gefühlt am Tag an 5 verschiedenen Tastaturen sitze, die alle eine andere Anordnung von Bildlauf, POS1, End, Einfg,Entf haben … ja da bin ich dankbar für jede Tastatur die leuchtet ^^

Optische Laufwerke sind sowas von 1990er ;) . Ich hab die Dinger auch nur aus Verlegenheit im Rechner. Zum einen fordert die Nachbarin ab und an mal ne gebrannte DVD oder CD, zum anderen muss man ja leider ab und an Software per DVD installieren. Von mir aus könnten die ihre Programme auch auf USB-Sticks, Speicherkarten oder SSDs ausliefern ;) .

@ Jackie

Was die Erfahrung mit der Maus (bzw. deren Akku) und Office angeht, musst du bis zum Erfahrungsbericht warten ;) Denn beide "Komponenten" sind eh in bestimmter Hinsicht aufgefallen, dass sie mir einer seperaten Erwähnung wert sind

@ Ron

ja, link kann man evtl. noch einbauen. ich schick sic mal einen. Da das Gehäuse im Gegensatz zur Maus und zum Office nicht im Erfahrungsbericht auftauchen wird, hier schon mal meine Erfahrungen. Kurz formuliert: DAS DING IST ABSOLUTE SPITZE. Also ganz im ernst, ich bin ja sehr anspruchsvoll, aber hier hat mich quasi nichts enttäuscht. Insbesondere das unsichtbare Kabelverlegen ist weltklasse (evtl. mach ich mal en Bild von meinem Innenleben). Zwar ist das CPU-Stromkabel zu kurz, dafür liegt aber ab Werk eine Verlängerung bei – klappt also wunderbar.

Jetzt hat man schon nen super-monster-ultra-pc und dann entdeckt man eine bis dahin immer ignorierte (ja, sogar verschmächte) Spieleperle von 2004, die einem von crysis etc. erfolgreich ablenkt.

Ich möchte mich bei allen Fans von Warhammer40k: Damn of War entschuldigen. Das Teil macht echt wahnsinnig viel Spaß. Ist ja heftig, was da aufm Schlachtfeld los ist^^

wenn wir alle schon minecraft blöcke mit einem handschuh in die luft malen und mittels integrierter augenprothese in einer virtuellen steinchen schichten entdeckst du auf einem alten datenträger noch den alpha client von deinem ersten versuch auf mich zu hören und denkst dann nur: holy shit! was ein geniales spiel = )

nein spaß xP
aber DoW ist toll… ich wollte mir letztens das gesamte Package holen, jedoch hab ich von gravierenden problemen mit den datenträgern gelesen :X

war für umme auf der aktuellen Gamestar drauf (bzw. Download-Codes für Gamesload). Und zwar für die Complete Collection. Nur deswegen hab ichs probiert. Und es übertrifft sogar noch die sehr gute Suchtwirkung von Fallout 3 ^^

Ja, das wollte ich auch machen = )
Virtex von GG hatte das getwittert. Doch bei uns an der Tanke war die GS schon vergriffen :angry:

Ich hab mich übrigens (zusätzlich zu einer F3 1GB und einer SSD intern) für eine 2TB Netzwerkfestplatte als Datengrab entschieden. Hab lange gehadert, ob ich wieder eines selbst schraube und mich dann doch die faule Version gewählt. Seit gestern steht hier also ein 2TB NAS von Western Digital herum und erstaunt mich. Für 130 Euro gibts bei dem Ding 100 MB/sek. lesen und 50 MB/sek. schreibend. Hätte ich ehrlich gesagt in der Preisklasse nicht erwartet.

ah, ein Bildchen… schön, dass es da ist, ich hatte das "case" vorher schon rausgesucht und kann ehrlich gesagt die Euphorie nicht nachvollziehen. Abgesehen von den inneren Funktionen finde ich das Teil gerade von außen und gerade als Minimalist doch ZU schlicht. Aber das ist da nur persönlicher Geschmack. Wie gesagt, von der Kabelverlegung her .. geschickt ;)

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