trans-for-ma-tion (n.) – 2. A marked change, as in appearance or character, usually for the better.
TheFreeDictionary

In 24 Stunden ist es mal wieder soweit: Das Knallen der unzähligen Böller vermischt mit dem fünf Minuten andauernden Bimmeln der Kirchenglocken kündet vom Beginn des Jahres 2013. 2013…mir kommt es vor als wäre es erst gestern gewesen, dass alle Angst hatten die Welt würde aufgrund des Y2K-Fehler zurück in die Steinzeit versetzt werden. „Fun Times!“, wie die Amerikaner zu sagen pflegen. Ich freue mich entsprechend auf den 4. Dezember um 15:30:08 Uhr (UTC). Das wird dann noch lustiger. Welches Jahr? Na 292277026596. Das ist wohl die letzte Sekunde, die sich mit dem Unixzeitstempel im 64bit-System darstellen lässt oder so etwas in der Art. Und da sehr viele Systeme — auch das CMS hier auf Bagdadsoftware — darauf aufsetzen, wird dann wieder alles auf 0 gesetzt und die Welt explodiert oder so. Keine Ahnung. Das kann euch Rondrer definitiv besser erklären als ich.

Außerdem sind wir ja heute nicht hier, um uns über das Jahr 292277026596 zu unterhalten. Nein, dies hier ist der letzte Eintrag des Jahres 2012 und wie immer, möchte ich heute zusammen mit euch einen Blick zurück werfen auf das vergangene Jahr. Zuerst aus der Sicht von Bagdadsoftware, dann aber auch noch ein wenig aus meiner eigenen. Ob der heutige Jahresrückblick wieder in die Top 3 der längsten Einträge auf Bagdadsoftware einzieht (er müsste am Ende mindestens 4657 Wörter umfassen) glaube (hoffe…) ich zwar nicht, aber lasst uns trotzdem endlich die Einleitung beenden und uns ans hausgemachte Eingemachte gehen!

Wichtig: Die Zahlen in den Klammern sind die Werte aus 2011.

Einträge und Autoren

108 Einträge (111) wurden in diesem Jahr verfasst. Im Gegensatz zu 2011, wo die Jubiläumswoche zum 10. Geburtstag der Seite die Statistik quasi verfälscht hat, war es heuer also mal wieder ein normales Jahr. An jedem Montag und jedem Donnerstag erschien pünktlich um Mitternacht ein neuer Eintrag und nur der 1. April sowie die „hohen“ Feiertage fielen wie immer aus dem Rahmen. Übrigens auch schon wieder sechs Jahre her, seit ich diesen Veröffentlichungsrhythmus eingeführt und, ganz wichtig, durchgehalten habe!

Zugegeben: Das ist natürlich ein Stück weit gelogen, denn auch in diesem Jahr stammten 12,04% (18,03) aller Einträge nicht von mir, sondern von „meinen“ Autoren. Im Vergleich zum Vorjahr sind das zwar sieben Einträge weniger, dafür haben die Jungs fast den ganzen Februar komplett alleine bestritten während ich faul auf Föhr im Bett gelegen habe oder so. JakillSlavik konnte seine Spitzenposition mit sechs Einträgen (8) erfolgreich verteidigen und auch Azzkickr ist mit immerhin vier Texten (8) immer noch auf Platz 2. Der ewige dritte, Rondrer, blieb mit 3 Stück (4) seinem Durchschnitt treu.

Azzkickr kann allerdings in diesem Jahr noch einen weiteren Erfolg für sich verbuchen: Er hat in der Gesamtstatistik Kessy überholt!

Statistik der Einträge pro Autor

Aber der Vorsprung ist hauchdünn und als ich Kessy davon erzählt hab‘, schwor sie ewige Rache oder zumindest so schnell wie möglich zwei Einträge hinterher zu schieben, um wieder die Führung zu übernehmen. Ob Azzkickr da mithalten kann? Ich bin gespannt auf seine Reaktion :smile: .

An dieser Stelle auf jeden Fall auch in diesem Jahr ein recht herzliches Dankeschön an euch drei! Es würde zwar auch ohne euch immer pünktlich einen Eintrag geben. Aber sowohl die Länge als auch die inhaltliche Qualität würde sicherlich hier und da sehr zu wünschen übrig lassen.

Und die Rufe „Schlechter geht’s doch gar ned!“ aus der hinteren Reihe ignorieren wir wie immer an dieser Stelle.

Achtung: Alle nachfolgenden Zahlen und Tabellen sind Stand 31.12.2012.

Lang, länger, am längsten

Ich hatte allerdings dieses Jahr tatsächlich das Gefühl, dass ich weniger geschrieben habe als 2011. Aber das ist ja immer so eine Sache mit den Gefühlen. Die harten Fakten sehen nämlich definitiv anders aus:

 Statistik der durchschnittlichen Wortanzahl pro Eintrag

Alter Schwede, ist das wieder eine Steigerung! Eine Steigerung um 23,83% um genau zu sein. 2010 zu 2011 waren es zwar sogar 26,63%, aber in absoluten Zahlen ausgedrückt, sind es dieses Jahr 255 Wörter pro Eintrag und damit 30 Wörter mehr als beim Anstieg 2010 auf 2011. Wenn ich bei so einem Diagramm trotzdem das Gefühl habe noch mehr machen zu müssen, dann hab‘ ich definitiv mittlerweile eine mächtige Routine am Laufen. Wobei natürlich die meist etwas längeren Einträge der drei Autoren auch gut mitgeholfen haben. Mal schauen wie es 2013 aussieht. Irgendwann muss doch das Limit eigentlich erreicht sein. Zumal wir in diesem Jahr fast ausschließlich über Spiele und die Spielebranche geredet haben. So viel sogar, dass mit 351 mittlerweile mehr Einträge der derzeit 976 Stück mit dem Tag „Spiele“ versehen sind als mit „Bagdadsoftware“ (288)!

Kommentatoris

Die Anzahl der Kommentare ist in diesem Jahr allerdings tatsächlich zurückgegangen. Waren es 2011 noch 816, habt ihr euch 2012 nur noch 685 Mal zu Wort gemeldet. Das macht durchschnittlich 6,3 Kommentare pro Eintrag (7,4). Entsprechend gab es dieses Jahr auch wieder eine Vielzahl an Einträgen ohne einen einzigen Kommentar. Das muss 2013 wieder besser werden, Jungs (und Mädels)! :smile: .

Allerdings gibt es ja auch für den Kommentarbereich noch ein weiteres Diagramm und das sieht so aus:

 Statistik der durchschnittlichen Wortanzahl pro Kommentar

Ich würde sagen, das spricht auch wieder Bände. Zwar wurde insgesamt weniger kommentiert. Dafür waren die Kommentare aber um 10,84% (68,14), also 11,1 Wörter (41,5) länger als im letzten Jahr. Und ich glaube nicht, dass darunter viel billiger Spam war. Eine Auswertung darüber, wer wie viele Kommentare hinterlassen hat, ist mir allerdings auch in diesem Jahr zu viel Aufwand. Mach‘ da doch mal was Rondrer! Zum Ausgleich hier die Top 25 der Kommentierer:

 Statistik der Kommentare pro Autor gesamt

JakillSlavik ist mit allen seinen verschiedenen Nicks weiterhin der Mitteilungsbedürftigste der Stammbesucher — mit sehr großem Abstand zu mir, der Nummer 2. Rondrer und Azzkickr haben da definitiv noch viel vor sich. Interessanter sind entsprechend die hinteren Ränge: Kann jesters.ice seinen Vorsprung aufbauen und vielleicht sogar Daiah überholen, oder schafft es gar Malyce nach vorne zu kommen? Und wie weit werden es Kirika und Zille im nächsten Jahr schaffen? Wird Don Quichotte endgültig auf die hinteren Ränge verwiesen? Wird es vielleicht sogar mal wieder einen Newcomer geben? Man darf gespannt sein.

Besucherspionage, Teil 1

Google AnalyticsSo viel also zu dieser Art der Fakten. Wie aber hoffentlich jedem bekannt ist (ich hab schließlich extra eine Datenschutzerklärung eingebaut), läuft im Hintergrund auch noch Google Analytics mit. Nein, eure komplette IP wird nicht übertragen und es steht euch selbstverständlich auch frei das Ding zu blocken. Ich bin euch da definitiv nicht böse, obwohl die Informationen natürlich für mich sehr interessant und informativ sind. Und für euch sicherlich auch, denn wie immer an dieser Stelle, gebe ich euch nun einen Einblick in die gesammelten Daten im Zeitraum 01.01. bis 31.12. und im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres:

Die Besucherzahlen waren in diesem Jahr wieder etwas rückläufig, obwohl der Fokus ganz klar auf Spielen lag. 10.989 waren es in diesem Jahr, 23,08% weniger als 2011. Das sind 30,11 Besucher pro Tag (39,14). Der Grund dafür ist für mich einfach und simpel: Der Podcast und damit auch die Werbung und Hits von GamersGlobal fehlten. Den Rest des Jahres über waren die Besuchszahlen nicht großartig anders als im Vorjahr. Von daher sehe ich das jetzt auch nicht so eng.

Mit den Besucherzahlen sind natürlich auch die Seitenaufrufe gesunken. Waren es letztes Jahr 31.115, sind es heuer nur noch 21.589, also 30,62% weniger. Das macht 1,96 Seiten pro Besucher und eine dazugehörige Verringerung um 9,80% im Vergleich zu 2011. Am grundsätzlichen Verhalten (Startseite -> neuste Kommentare) hat sich aber nichts geändert. Auch die durchschnittliche Besuchsdauer ist nicht kleiner geworden: 3 Minuten und 37 Sekunden blieb jeder Besucher unterm Strich auf der Seite. Immerhin 0,10% mehr als im Vorjahr! Auch die Absprungrate ist mit 62,72% (60,53) nur minimal höher.

Unterm Strich also zwar schlechter als das Rekordjahr 2011, aber im Vergleich zu den Zahlen davor immer noch sehr gut für so eine Seite. Klar, es könnten immer mehr sein. Aber für das, was wir hier machen (fast keine Werbung für die Seite, vornehmlich meine Stimme, komischer Seitenname) finde ich das weiterhin völlig okay.

Besucherspionage, Teil 2

Und wie kommen die Besucher hier her? Nun 38,47% (37,48) rufen die Seite direkt auf. Hier gab es also keine große Veränderung. Die ist erst bei den Zugriffen durch Suchmaschinen und Verlinkungen sichtbar. Während erste dieses Jahr auf 35,04% (21,76) anstiegen, sind die Verlinkungen wieder abgesunken und machten nun 26,48% (40,77) aus. Auch hier keine wirklichen Überraschungen. Immerhin konnte ich die Präsenz von Bagdadsoftware in den sozialen Netzwerken (Twitter, Facebook) um 167,92% auf 284 Hits steigern. Die meisten davon sind von Twitter und vermutlich Klicks auf meine Links, die ich natürlich jeden Montag und Donnerstag poste. Scheint also nicht ganz umsonst zu sein :smile: .

Was bietet Google Analytics noch so an Infos? Nun, ich weiß zum Beispiel mit welchem mobilen Gerät ihr so vorbeisurft. Die Rangliste sieht so aus:

1. Apple iPhone mit einer Steigerung von 93,67% auf 459
2. Apple iPad mit einer Steigerung von 121,43% auf 62
3. Google Nexus S ist erstmals vertreten mit 55 Hits
4. Apple iPod Touch wurde 39,47% weniger oft benutzt (46)
5. Samsung GT-I9100 Galaxy S II mit einer Steigerung um 650% auf wahnsinnige 15 Hits

Insgesamt waren es mit 1.188 Treffern 2,06% mehr Besuche über mobile Geräte als im Vorjahr.

Was gibt’s noch? Nun mit 39,07% (45,84) nutzen die meisten Besucher eine Internetleitung meines Arbeitgebers, der Deutschen Telekom AG beziehungsweise Telekom Deutschland GmbH, auch wenn wir in diesem Jahr Verluste hinnehmen mussten. Auf Platz 2 liegt mit 17,81% (3,83) Kabel Deutschland, die euch wohl massiv als Kunden abgeworben haben. Und der dritte im Bunde ist Arcor mit all seinen verschiedenen Angeboten. Da ich aber nicht genau weiß, wer da mittlerweile eigentlich alles dazu zählt, kann ich keinen genauen Wert nennen. Dürfte aber weniger als 10% ausmachen.

Bei den Browsern gibt es hingegen vor allem eine Erkenntnis: Der Internet Explorer ist weiter auf dem absteigenden Ast. Hier die Top 5:

1. Firefox mit 39,89% (54,28)
2. Chrome mit 36,161% (16,67)
3. Opera mit 11,68% (13,06)
4. Safari mit 5,12% (7,06)
5. Internet Explorer mit 4,97% (6,06)

Chrome hat ganz schön zugelegt seit letztem Jahr und Safari überraschenderweise abgenommen. Das bedeutet wohl, dass sich viele Nutzer mittlerweile ein Android-Tablet oder -Smartphone anschaffen und dort ist meines Wissens ja meist Chrome drauf. Oder ich deute das schon wieder alles falsch und Rondrer wird mich in den Kommentaren dafür wieder zur Sau machen. Egal :smile: .

Fazit zur Statistik

Was lässt sich also aus den ganzen Fakten zusammenfassen? Nun, Bagdadsoftware geht es weiterhin ganz gut. Sowohl ich als auch ihr schreibt mehr denn je egal ob es in den Einträgen oder in den Kommentaren ist und gleichzeitig nimmt die Qualität des Materials zumindest nicht ab. Ob sie zunimmt, das müsst ihr entscheiden. Aber schlechter wurde sie dieses Jahr auf jeden Fall nicht. Und wir haben uns wirklich fast ausschließlich mit der Unterhaltungsindustrie beziehungsweise der Spielebranche im Speziellen beschäftigt. Das ist vermutlich auch das Themengebiet, welches für die Seite weiterhin am sinnvollsten ist und die Interessen von euch, den Besuchern, noch am besten trifft. Und das obwohl (oder gerade?) Leute wie Rondrer eigentlich gar keine richtige Lust mehr am Spielen haben :tongue: .

Ja, die Besucherzahlen sind etwas nach unten gegangen. Aber mich persönlich beunruhigt das absolut nicht. Für mich ist schließlich eindeutig wo der Schwund herkommt und gleichzeitig tue ich auch nicht wirklich etwas aktiv dagegen. Ich könnte sicherlich irgendwie noch mehr Werbung machen und Links zu den Einträgen überall hinklatschen. Das bin aber einfach nicht ich. Ich bin da (zu meinem Schaden natürlich) doch noch zu bescheiden. Vielleicht dann 2013. Mal schauen.

Die Produktion

Dass sich der Fokus der Seite (und auch mein persönlicher) dieses Jahr etwas geändert hat, sieht man auch an den restlichen Zahlen. Ein einziges Garry’s Mod-Bild habe ich dieses Jahr erstellt (6) und nur sechs Signaturen (7). Eigentlich armselig, zumal ich mich richtig auf die Veröffentlichung von Garry’s Mod 13 gefreut hatte. Aber irgendwie setze ich mich momentan einfach lieber hin und schreibe eine Seite Text als ein Bild zu machen. Auch wenn ich es ungern zugebe: Bagdadsoftware wird auf eine gewisse Art doch immer mehr zu einem Blog. Und wie ich schon letztes Jahr geschrieben habe: Einträge zur Vorstellung von neuen Bildern gehören für mich mehr in die Kategorie der „Filler“. Und Filler habe ich 2012 scheinbar keine gebraucht. Ob sich das 2013 wieder ändern wird? Keine Ahnung. Vom Gefühl her vermutlich nicht. Mein persönlicher Veränderungsprozess führt mich momentan in andere Richtungen — womit wir beim nächsten traurigen Thema wären: dem Podcast.

Podcast Banner

Für fünf Folgen hat es dieses Jahr gerade noch so gereicht. Aber schon im April war im Prinzip klar: Das Thema ist gegessen. Wie ich es auch in Folge 46 dann endlich beim Namen genannt habe: Mir macht die Sache keinen richtigen Spaß mehr abseits der Laberecke oder dem Hardwarerundumschlag, also den Folgen mit meinen Freunden. Nachdem ich Ende 2011 so viele Rückschläge in der Hinsicht (kurzfristige Absagen) erleben musste, war mir schon zu Beginn der Auszeit relativ klar, dass das nix mehr wird. Zwar hatte ich schon noch die Hoffnung, dass der Podcast nach fast vier Jahren ein nicht so klägliches Ende findet. Aber man muss den Tatsachen halt auch mal in die Augen sehen und die sind nun einmal, dass das Thema für mich so gut wie abgeschlossen ist.

Es war eine schöne Erfahrung, während der ich wieder viel gelernt beziehungsweise auch ein paar neue Leute kennengelernt habe. Entsprechend bereue ich auch kein bisschen davon. Doch nun ist es einfach an der Zeit mal wieder nach vorne zu schauen und sich Neuem zu widmen. Im Prinzip hat es sich einfach bewahrheitet, was ich im Jahresrückblick 2011 schon gesagt hatte: Ich konnte euch schon damals nicht mehr Versprechen, dass es zweimal pro Woche einen neuen Eintrag und am Ende jedes Monats einen neuen Podcast geben wird. Bevor wir aber zu diesem Thema kommen:

Wie immer ein dickes Dankeschön an alle Besucher und natürlich auch Hörer, egal ob ihr nur unregelmäßig vorbeischaut und kommentiert oder Bagdadsoftware als Startseite eingerichtet habt. Ohne euch, würde das alles hier schon lange überhaupt keinen Spaß mehr machen!

Persönliches

Kommen wir nun mal zum eigentlichen Thema. Alles was Bagdadsoftware betrifft, läuft doch eh auf meine aktuelle persönliche Lebenssituation hinaus. Also warum noch länger um den heißen Brei herumreden? Eben. Im Jahresrückblick 2011 hatte ich euch ja erstmals mehr als ausführlich mein Herz ausgeschüttet. Ihr habt erfahren, mit was für Problemchen ich dank meiner Introvertiertheit so durch den Alltag gehe und was ich 2012 so alles vorhabe, um mich zu bessern.

Habe ich also meinen Spielekonsum zurückgeschraubt? Ich glaube es nicht. Dank Kickstarter war es vermutlich sogar noch mehr als sonst was ich ausgegeben habe. Aber es hat dennoch Veränderungen gegeben. Ich habe dieses Jahr definitiv fokussierter gespielt. Zwar nicht ganz so stringent wie Azzkickr, aber trotzdem habe ich mich stark darauf konzentriert mich möglichst gleichzeitig immer nur mit einem Titel zu beschäftigen und ihn dann auch bis zum Ende durchzusehen. Das klappt natürlich nicht immer und soll bei mir auch gar nicht so extrem ausgebildet sein, schließlich liegt mir ja schon viel daran ein möglichst breitgefächertes Wissen zu haben — zumal ich ja auch sonst nicht viel auf Bagdadsoftware zu erzählen hätte :smile: . Aber es ist schon ein gutes Gefühl sagen zu können, dass ich dieses Jahr einen Haufen Spiele nicht nur an-, sondern auch durchgespielt habe.

Work, work, work

Und ich habe dieses Jahr zudem häufiger einfach nur zum Abschalten gespielt, denn 2012 war vor allem eins: Das Jahr der Arbeit. Ich hatte ja gesagt, dass ich mich stark auf meine berufliche Karriere konzentrieren werde, um weiterzukommen. Das passiert natürlich nicht von alleine und die Kur im Februar hat mir auch geholfen mich darauf vorzubereiten. Ohne die vier Wochen komplett weg vom Fenster hätte ich es vermutlich nicht durchgehalten den Rest des Jahres fast komplett ohne Urlaub rumzubringen und mich stattdessen voll und ganz auf die Arbeit zu konzentrieren.

Erst im November kamen die ersten Müdigkeitserscheinungen und dann hatte ich zum Glück auch mal wieder ein bisschen Luft für eine Auszeit. Und über Weihnachten war ich auch seit langem Mal wieder daheim. Dennoch konnte ich nicht alle Urlaubstage verbrauchen, die mir dieses Jahr zustanden und was ich an Überstunden aufgebaut habe…ich hätte nie gedacht, dass das mir mal passieren würde! Dazu noch die (bezahlte) Samstagsarbeit und ich war quasi die ganze Woche nur in der Firma. Ich könnte 2013 entsprechend fast schon komplett daheim bleiben so viel Urlaub und Überzeit musste ich in den Urlaubsplan unterbringen — und zwei Tage nach dem Abgeben war er schon wieder veraltet, weil ich kommende Woche zu einem wichtigen Meeting muss und nicht daheim bleiben kann. Es hört also erst einmal nicht auf mit der vielen Arbeit.

Glasfaserausbau AschaffenburgNein, faul war ich 2012 definitiv nicht. Neben dem Projekt „Glasfaserausbau Aschaffenburg“, dem Planen und Betreuen des DSL-Ausbaus meines Heimatorts (noch einen Monat, dann heißt es VDSL50!) und der Teilnahme an diversen Fachgremien war ich absolut nicht untätig und, noch viel wichtiger, äußerst sichtbar für die Führung (ob positiv oder negativ sei mal dahingestellt). Ausgezahlt in Form einer Beförderung hat sich das alles zwar bislang noch nicht, aber mein jährliches Bewertungsgespräch verlief dieses Mal äußerst zufriedenstellend und ich hoffe (und arbeite auch weiter dran), dass dann 2013 endlich ein Posten für mich frei wird. Dass ich als einer von nur 250 Mitarbeitern an der internationalen Talentförderung unseres Unternehmens teilnehmen darf, ist ja auch schon einmal ein Erfolg (und noch mehr Arbeit). Und es hilft meinem gesprochenen Englisch auf die Sprünge :smile: .

Die Freizeit

In Sachen Arbeit habe ich mein Jahresziel also definitiv erfüllt. Klar, ich hätte lieber schon die Beförderung in der Tasche, aber das weniger wegen dem Geld als vielmehr wegen den Aufgaben. Vieles was ich derzeit zusätzlich mache wäre Teil meines Wunschpostens. Ich kann aber dennoch in beruflicher Hinsicht mit absoluter Zufriedenheit auf das Jahr 2012 zurückblicken. Es ging vermutlich auch deshalb vom Gefühl her überraschend schnell rum.

Und wie sieht es privat aus? Ich hatte doch „groß getönt“, dass ich die Kur als Sprungbrett für allerlei Zeugs nutzen würde. Nun, das Thema lässt sich zumindest als Teilerfolg bezeichnen. Aufgrund der langen Stunden auf der Arbeit konnte (und wollte) ich nicht alles umsetzen, was ich geplant hatte. Die Kilo auf dem Bauch sind beispielsweise immer noch viel zu viel. Und eine Therapie habe ich auch noch nicht begonnen. Hier bin ich aber mittlerweile zumindest soweit und habe mir konkrete Praxen rausgesucht, die in Frage kämen und mich auch schon bei der Krankenkasse über den ganzen Mist informiert. Je nachdem wie die Arbeitssituation im 1. Quartal 2013 (muss ja zumindest ungefähr wissen, welcher Tag in der Woche noch halbwegs frei ist), werde ich dann endlich loslegen.

Aber ich würde 2012 natürlich nicht als Teilerfolg bezeichnen, wenn es nur diese halbgare Sache gäbe. Nein, sportlich bin ich tatsächlich seit der Kur sehr gut dabei: Bogenschießen, Aqua Jogging und Badminton füllen meine Woche ganz gut aus. Teilweise schon fast wieder zu gut, weshalb ich hin und wieder das Bogenschießen doch sausen lasse, weil es mir sonst zu viel wird. Jeden Tag woanders einen Termin zu haben und keinen Abend einfach nur mal ausruhen ist auch nicht das Wahre. Aber Aqua Jogging und Badminton halte ich bislang definitiv durch und die machen mir auch am meisten Spaß. Ob es mir dadurch wirklich körperlich und geistig besser geht, weiß ich zwar nicht. Es ist aber auf jeden Fall nicht verkehrt gehe ich mal davon aus.

Für mich persönlich war 2012 also insgesamt ein äußerst gutes Jahr, auch wenn ich durchaus auch hier und da Mist gebaut habe. Trotz dem steinigen und vor allem langen Weg, den ich noch vor mir habe gilt also: Ich habe tatsächlich das Gefühl etwas geleistet und so mein Leben endlich wieder in Gang gebracht zu haben. Anders als noch 2010 und 2011 blicke ich somit wieder etwas positiver in die Zukunft.

Vorschau

Was steht also 2013 für mich persönlich auf dem Programm? Nun, es gilt das Momentum auf keinen Fall abklingen zu lassen und stattdessen weiter aktiv und massiv an mir zu arbeiten und mich dadurch persönlich wie beruflich weiter voranzubringen. Wer rastet, der rostet heißt es bekanntlich. Und ich habe noch viel zu viele Baustellen in allen Lebensbereichen offen als dass ich sagen kann: Jetzt lehne ich mich mal zurück. Das bedeutet natürlich gleichzeitig auch Altlasten abzuwerfen. Sachen loszuwerden, die man mittlerweile einfach nur noch so mit sich herumschleift, aber einen mehr behindern als weiterhelfen. Man darf aber dann nicht den Fehler machen und dem inneren Schweinehund wieder die Zügel zu übergeben, sondern muss direkt was Neues angehen. Für mich hat nun die Therapie die oberste Priorität. Das muss ich 2013 endlich ins Laufen bringen. Mit dem Vor-mir-herschieben schade ich mir nur selbst.

Und in Bezug auf Bagdadsoftware heißt das, dass der Podcast nun bekanntlich nur noch sehr sehr sporadisch veröffentlicht wird. Außerdem liegt der Fokus ganz klar auf zwei, meist spielerelevanten Einträgen pro Woche mit sehr wenig Drumherum. Aber dank der Aussicht auf VDSL50 und der dazugehörigen Uploadgeschwindigkeit bin ich bereits seit Monaten im Hintergrund fest mit der konkreten Planung für etwas Neues beschäftigt. Im Prinzip ist es zwar nichts anderes als der logische, nächste Schritt, aber es wird dennoch eine ganz neue Herausforderung. Und wer es sich bislang noch nicht denken konnte: Video statt Audio ist das Stichwort. Ja, ich bereite mich darauf vor euch mit meiner hässlichen Visage zu belästigen :smile: . Ich bin selbst äußerst gespannt darauf, wie das Ergebnis dann aussieht, wie es von euch angenommen wird und ob es mir auch selbst Spaß bereitet. Losgehen soll es so ab Anfang/Mitte Februar, sobald mein schneller Anschluss endlich läuft und die relevante Hardware (gescheite Kamera und gescheites Mikrofon) da ist.

Da fehlt doch was?

So viel also zu Bagdadsoftware und mir, auch wenn ihr an dieser Stelle vielleicht etwas vermisst. Ich habe es mir dieses Jahr nämlich tatsächlich gespart im Archiv zu stöbern. Nicht, weil es 2012 nur schlechte und uninteressante Einträge gegeben hätte. Die waren natürlich wie immer alle äußerst interessant und ich lese auch immer noch oft das ältere Zeug. Aber das ist eine dieser Traditionen, die für mich keinen großen Sinn mehr macht, wenn es in 99% der Einträge sowieso nur um Spiele, Filme und dergleichen geht.

Die einzigen beiden Texte, die ich tatsächlich noch einmal gesondert hervorheben möchte, sind mein Abschlussbericht zur Kur sowie Kessys Geburtstagseintrag. Dank der Kategorien und der Seitenaufteilung unten ist es ja kein großer Akt im Rest zu stöbern, auch wenn es definitiv Verbesserungsbedarf vor allem bei der Suche gibt. Doch das ist ein größeres Thema, welches ich schon länger im Hinterkopf habe. Mal schauen ob sich da 2013 endlich was ergibt *schielt in Richtung Rondrer*.

Abschluss

Jetzt ist es aber wirklich genug! Wir lesen uns in 24 Stunden wieder, wenn ich euch im neuen Jahr begrüße. Bis dahin bleibt mir nur noch zu sagen:

Das Team von Bagdadsoftware wünscht allen Besuchern einen guten Rutsch ins neue Jahre!

Jetzt seid ihr dran: Wie war euer Jahr 2012?

PS: Nein, dieser Eintrag hat es nicht in die Top 3 der längsten Einträge auf Bagdadsoftware geschafft.

Sicarius

Legendäre Ritter mit Verträgen

Herstellerbild zu Legend of GrimrockDer heutige Eintrag ist irgendwie ungewohnt. Normalerweise folgte auf die Verleihung der NOCAs bislang immer direkt der Jahresrückblick. Dieses Jahr habe ich mich aber offensichtlich verrechnet oder so und jetzt sitze ich hier und muss mir „mal wieder“ einen Eintrag aus den Fingern ziehen. Zumal die Feiertage ja immer so wahnsinnig voll mit Neuigkeiten und über Spiele habt ihr doch schon so viel gelesen in den letzten zwei Wochen. Und gespielt habe ich auch hauptsächlich nur Legend of Grimrock. Der Entwickler weigert sich ja leider immer noch vehement sein Produkt in den normalen Handel zu bringen, obwohl unter anderem Lace Mamba und Headup Games Interesse angemeldet hatten. Kann ich absolut nicht nachvollziehen, aber natürlich seine Sache.

Wobei ich mit Lace Mamba auch nicht zusammenarbeiten würde. Der Support von denen ist unter aller Sau. Die haben auch Afterfall: InSanity in der Extended-Version in den Laden gestellt, was gar nicht mal sooo schlecht sein soll, aber das Ding startet bei mir nicht einmal. Ein offizielles Forum gibt es nicht, auf meine E-Mails antwortet keiner (auch die PR-Abteilung nicht) und Patches gibt es schonmal gar nicht. Das ist halt Nachteil dieses Billig-Publishers, der übrigens auch die Retailversion von Lucius veröffentlicht hat.

Uralter Scheiß

Aber wir waren ja bei Legend of Grimrock: iCe hatte die Tage (vermutlich aufgrund des aktuellen Humble Indie Bundle oder dem Steam Sale oder was auch immer) einen Key übrig und da habe ich natürlich dann doch nicht „Nein“ gesagt. Interessiert hat mich der Titel schließlich auch und ja, er ist gut. So gut, dass er vielleicht sogar anstatt Risen 2: Dark Waters als dritte Nominierung für den NOCA für das Rollenspiel des Jahres 2012 getaugt hätte. Doch es war schon zu spät. So ist das nun einmal mit den NOCAs.

Wer das Werk vom finnischen Entwicklerstudio Almost Human noch nicht kennt: Es handelt sich hier um ein richtig klassisches First-Person-Rollenspiel vom Schlage eines Eye of the Beholder oder Dungeon Master. Wenn heutzutage die Leute von „Old School“-Rollenspiel sprechen, dann meinen sie ja meist den isometrischen Kram wie Ultima VII: The Black Gate oder Baldur’s Gate. Aber in der Ego-Perspektive Schritt für Schritt (Tile-based-movement) durch einen Dungeon laufen? Das ist heutzutage so richtig uncool. Entweder es ist flüssig wie in einem modernen Rollenspiel (The Elder Scrolls V: Skyrim & Co.) oder wieder isometrisch. Entsprechend ist es wenig verwunderlich, dass Legend of Grimrock vor allem bei Rollenspiel-Veteranen so richtig gut ankommt. Es gibt ja selbst im Indie-Bereich keine ernstzunehmende Alternative.

Aber natürlich überzeugt es auch spielerisch und bietet neben einer schickeren Grafik, etwas mehr Komfort als die Spiele von damals (inklusive eines sanften Schwierigkeitsgrads für die Leute, die nicht unbedingt mehr Lust drauf haben sich selbst eine Karte auf Zentimeterpapier zu zeichnen) ohne aber dafür das Grundprinzip oder gar die Herausforderung zu opfern. Wer schon damals diese Art von Spiel gemocht hat, fühlt sich sofort heimisch und wird sich gerne durch die 12 Levels von Grimrock arbeiten, haufenweise (teils richtig fiese) Rätsel lösen und noch wesentlich mehr gemeine Gegner über den Jordan schicken. Und dabei immer ein Auge auf das Gewicht im Rucksack und den Hunger der bis zu vier Mann starken Truppe haben. Gegenstände kaufen und verkaufen? Als gäbe es im Gefängnis einen Händler! Und wie welche Runen ihr für einen Zauberspruch aktivieren müsst, erfahrt ihr nur durch ausprobieren oder das Finden der entsprechend erklärenden Schriftrolle. Wird nicht jeder mögen, aber wer an Rollenspielen interessiert ist, sollte trotzdem unbedingt mal einen Blick drauf werfen. Schon allein, um mal selbst zu erleben, mit was wir vor mittlerweile 20-25 Jahren so unsere Zeit verbracht haben :smile: . Ich müsste auch mal wieder Lands of Lore: The Throne of Chaos spielen.

Der Vertrag mit dem Ritter

Abseits von Legend of Grimrock, habe ich mal kurz in Knights Contract reingeschaut. Keine Angst, wenn ihr den Titel aus dem Jahre 2011 von Namco Bandai nicht kennt. Das Spiel hat auf Metacritic eine Wertung von 49% (X360) bzw. 51% (PS3). Entsprechend habe ich mir es auch erst geholt (genauso wie Quantum Theory, aber das hab‘ ich noch nicht eingelegt) als man es von den Händlern bereits hinterhergeworfen bekam. Hin und wieder interessieren mich ja bekanntlich auch die (angeblich) grottigen Spielchen.

Ich erspare euch aber an dieser Stelle dennoch weitere Worte zu dem Hack-’n‘-Slash-Titel (eindeutig von Devil May Cry-inspiriert). Wenn euch ein Spiel bereits für das Drücken einer Taste innerhalb der ersten fünf Sekunden des Spiels ein Achievement gibt („Töte deinen ersten Gegner“) und es sich nicht um Satire handelt, dann sagt das schon mehr als genug über dessen Qualität aus :smile: . Das fühlt sich dann so an, als wollten die Entwickler mit der kleinen Belohnung sicherstellen, dass ihr nach dem Intro nicht sofort wieder ausmacht. Dann doch lieber wieder eine Runde Halo 4-Multiplayer oder Sonic & All-Stars Transformed.

Und das mache ich jetzt auch wieder. Wir lesen uns dann am Montag mit dem letzten Eintrag des Jahres, dem Bagdadsoftware Jahresrückblick 2012. Wie immer, blicke ich darin nicht aus Sicht von Bagdadsoftware auf 2012 zurück, sondern ziehe auch ein persönliches Fazit zu 2012.

Bis dann!

Dieses Jahr, das gebe ich ganz offen zu, habe ich die Christmette geschwänzt. Unsere Kirche im Dorf wurde nämlich renoviert und hat dabei auch einen neuen Altar bekommen. Und anscheinend darf dieser erst nach der offiziellen Einweihung durch den Bischof im Januar benutzt werden. Also fand auch keine Christmette statt. Und in eines der Nachbardörfer fahren, wo es um 18 Uhr schon losgeht? Pfff, dafür pack ich doch mein Ausreisevisum nicht aus. Aber gut, meine Erste-Welt-Probleme interessieren euch an diesem Abend ja nicht. Deshalb lasst und doch gleich zum Punkt kommen:

Das gesamte Team von Bagdadsoftware wünscht allen Lesern ein angenehmes Weihnachtsfest!

Wie es die Tradition verlangt, gibt es zu diesem Gruß auch in diesem Jahr wieder ein Bild:

Felix mit Weihnachtsmütze

„Moment? Wer ist das denn? Das ist doch nicht Kessy!“ Gut erkannt, lieber Leser. Das ist Felix, der in diesem Jahr genauso wie Kessy 10 Jahre alt geworden wäre. Leider musste er bereits mit fünf Jahren (2007) eingeschläfert werden. Und da Kessy in diesem Jahr zu ihrem Geburtstag bereits genug bejubelt wurde, habe ich mir gedacht, dass ich zu Weihnachten mal dem anderen Vierbeiner in meinem Herzen einen Platz einräume. Ruhe in Frieden, kleine Schlabberkatz!

Ich wünsche euch allen angenehme und möglichst stressfreie Feiertage und denkt bei der Bescherung auch an eure tierischen Begleiter. Nehmt ihre Anwesenheit nicht als selbstverständlich hin und belohnt sie dafür, dass sie euch die Treue halten. Wir lesen uns am Donnerstag wieder!

PS: Der Titel dieses Eintrags lautet „Frohe Weihnachten!“ auf Nepali, die Amtssprache von Nepal. Dem Land, durch das unser Don Quichotte mal vor ein paar Jährchen durchgewandert ist.

Und? Freut ihr euch schon auf das Auspacken eurer Geschenke heute Abend/morgen früh? Oder ist für euch Weihnachten nur die Gelegenheit im Steam Sale mal wieder kräftig Schnäppchen abzustauben? Ich bin ja mehr der Typ, der sich hauptsächlich über die geringe Zahl an verbrauchten Urlaubstagen für 2 Wochen Abwesenheit freut und froh ist wenn er die ganzen kilometerlangen Einträge hinter sich hat, die in dieser Zeit online gehen :smile: .

Doch ihr seid natürlich heute nicht hier, um mein dummes Gelaber zu lesen. Euch geht es stattdessen um das hier:

Bagdadsoftware NOCAs 2012
(Danke an JakillSlavik für das Banner)

Die Diskussion hielt sich in den Kommentaren unter dem Nominierungseintrag in diesem Jahr leider in Grenzen, entsprechend kann ich an dieser Stelle gar nicht viel drauf eingehen. Rondrer, der einzige der Tipps abgegeben hat, hat auch in diesem Jahr wieder eine relativ gute Trefferquote erzielt. Wobei ich in der einen oder anderen Kategorie natürlich schon klare Vorlagen geliefert habe. Alleine schon, dass ich bei den Rennspielen SSX reingemogelt hatte, spricht ja schließlich Bände. Und zu vielen Spielen hatte ich ja bereits im Laufe des Jahres hier und da ein Wort verloren. Wer also aufgepasst hat, konnte sich vieles bereits dadurch zusammenreimen. Überraschungen sind aber sicherlich trotzdem noch welche dabei.

Darunter auch die Auswahl in der Kategorie Bestes Koop-Spiel. Die kam selbst für mich überraschend, was mir ein wenig peinlich ist. Ursprünglich sahen sowohl die Nominierungen als auch der Gewinner anders aus. Dann ist mir allerdings eingefallen, dass Transformers: Der Untergang von Cybertron ja gar keine Koop-Kampagne mehr hat im Vergleich zum Vorgänger. Also musste ich kurzfristig alles umschmeißen und Ersatz suchen. Das Ergebnis ist bekannt.

Auch wenn es der heutige Gewinner natürlich trotzdem verdient hat, bin ich nicht unbedingt stolz auf diesen Faux Pax. Immerhin habe ich da tatsächlich auch den Koop-Modus länger mit einem Wildfremden gespielt, im Gegensatz zu den anderen Nominierten in dieser Kategorie. Aber gut: Bei dem Aufwand, den ich für die Aktion immer treibe, kann das natürlich mal passieren. Ihr werdet mir das sicherlich verzeihen. Und wenn nicht, dann springe ich deswegen trotzdem nicht von der nächsten Brücke :smile: .

Hier ist sie also nun, die Liste der Gewinner der Bagdadsoftware NOCAs 2012 (die Links führen wie im Nominierungseintrag vor allem zu Amazon):

Beste Ablenkung für Zwischendurch: Theatrhythm: Final Fantasy
Bestes Action-Adventure: Darksiders II
Bester Action-Titel: Sleeping Dogs
Bestes Jump ’n‘ Run: Giana Sisters: Twisted Dreams
Bestes Adventure: Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten
Bestes Koop-Spiel: Sniper Elite V2
Bestes Rennspiel: SSX
Bestes Rollenspiel: Mass Effect 3
Bester Shooter: Spec Ops: The Line
Bestes Strategiespiel: XCOM: Enemy Unkown
Bester Spielesoundtrack (Original) : Giana Sisters: Twisted Dreams
Visuell ungewöhnlichstes Spiel: Botanicula
Enttäuschung des Jahres: Ghost Recon: Future Soldier
Überraschung des Jahres: Spec Ops: The Line
Spiel des Jahres 2012: Theatrhythm: Final Fantasy

Die Begründungen sowie die Reihenfolge der Plätze 2 und 3 findet ihr wie immer zur besseren Archivierung im separaten Artikel:

Bagdadsoftware NOCAs 2012

Und damit ist die Sache für dieses Jahr aus meiner Sicht auch schon wieder erledigt. Vier komplette Tage Schreibarbeit (drei für den Nominierungseintrag, einen für das heutige Material), gut eine Woche für die Auswahl der Nominierungen und Gewinner und unzählige Wochen und Monate zum Spielen der Titel hat es mich dieses Jahr gekostet, aber für euch ist mir selbstverständlich nichts zu schade.

Doch ganz ohne eure Mitarbeit geht es natürlich auch in diesem Jahr nicht: Was denkt ihr über die Wahl der Sieger und, noch viel wichtiger, wie sieht eure Top3 bis TopUnendlich des Jahres 2012 aus? Und bevor ihr wieder anfangt von wegen „Ich hab‘ dieses Jahr doch gar nichts aktuelles gespielt und kann gar nichts dazu sagen“: Macht doch einfach eine generelle Top-Liste aus den Titeln, die ihr 2012 gespielt habt, ohne Rücksicht auf das Veröffentlichungsdatum. Wir hier bei Bagdadsoftware sind doch flexibel.

Zum Abschluss noch einmal „Herzlichen Glückwunsch!“ im Namen von Bagdadsoftware an alle Gewinnern. Und egal ob ihr gewonnen habt oder nicht, liebe Entwickler: Ende 2013 werden die Karten neu gemischt. Also legt euch wieder ins Zeug, wenn ihr eine Chance auf einen der begehrten Bagdadsoftware No-One-Cares-Awards 2013 haben wollt!

Aber auch wenn die Verleihung der NOCAs beendet ist: 2012 ist für Bagdadsoftware noch nicht vorbei! Als nächstes gibt es den Weihnachtsgruß, wie es die Tradition verlangt, erst nach der Christmette um 20 Uhr — auch wenn ich in diesem Jahr keine besuchen werde (Grund dafür erfahrt ihr um 20 Uhr). Am Donnerstag gibt es dann zur Abwechslung mal wieder einen „normalen“ Eintrag, bevor wir kommenden Montag mit dem Bagdadsoftware Jahresrückblick 2012 das Jahr 2012 endgültig abschließen.

Warnung: Heute erwartet euch mal wieder ein Mo-moo-monster-Eintrag! Es ist sogar der bislang längste Eintrag in der Geschichte von Bagdadsoftware. Er ist mehr als 3.000 Wörter länger als der bisherige Rekordhalter, der Nominierungseintrag zu den NOCAs 2011! Wahnsinn. Wie immer empfehlen wir euch dringend vor dem Lesen noch einmal auf die Toilette zu gehen, Essen und Trinken bereitzulegen und mehr oder weniger sphärische Musikuntermalung einzuschalten, um den Konsum des Eintrags so angenehm wie möglich zu gestalten!

Bagdadsoftware NOCAs 2012
(Danke an JakillSlavik für das Banner)

Kessy: Guten Abend, meine Damen und Herren! Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt an diesem wunderschönen Donnerstag so kurz vor Weihnachten. Es ist mal wieder diese Zeit des Jahres. Die Zeit der Rückblicke, die Zeit des Fazit-Ziehens — und damit auch die Zeit die Nominierungen für die Bagdadsoftware No-One-Cares-Awards 2012 bekanntzugeben!

Ja, es ist mal wieder soweit! Schon zum sechsten Mal feiern wir diese groß angelegte Gala mit vielen illustren und komplett imaginären Gästen, einem riesigen, rein virtuellen Showprogramm und generell mehr Spiel, Spaß und Unterhaltung als ihr ertragen könnt. Passenderweise bieten wir euch am Eingang den Abschluss einer Lebensversicherung mit phänomenal beschissenen Konditionen an, damit zumindest eure Hinterbliebenen von der heutigen Veranstaltung etwas haben! Wenn euch das nicht davon überzeugt dran zu bleiben, dann tut es bitte trotzdem. Wir brauchen die Quote für die Werbeeinnahmen. Danke!

Wie? Ihr kennt die Bagdadsoftware NOCAs noch nicht? DER (un)wichtigste Wegweiser für die gesamte Spieleindustrie? Das Event, auf das Publisher und Entwickler das ganze Jahr hinüber hinarbeiten? Vergesst die E3, die gamescom oder die Tokyo Games Show. Bei den Bagdadsoftware NOCAs werden die Trends für die Zukunft gesetzt! Deshalb splitten wir auch wie jedes Jahr das Event in zwei Teile auf: Heute werden „nur“ die Nominierungen bekannt gegeben. Die Gewinner erfahrt ihr erst am kommenden Montag, den 24. Dezember. Der für morgen geplante Weltuntergang wurde extra von uns deswegen verschoben!

Richtig gelesen: An Weihnachten verkünden wir die Preisträger! Was macht sich besser unter dem Tannenbaum als die selbstverständlich auch total in Echt vorhandene NOCA-Statue? Eben: Nichts. Und falls die Sieger einer Religion angehören sollten, die Weihnachten nicht so feiert: Auch kein Problem. Sie können mit ihrer absolut imaginären Statue machen, was sie wollen! Wir hier bei Bagdadsoftware sind nicht nur ein multikulturelles, sondern sogar ein rassenübergreifendes Team aus garantiert komplett individuellen Persönlichkeiten. Entsprechend lassen wir ihnen jedwede Freiheiten.

Aber kommen wir doch so langsam mal zur Sache. Wie immer, hat auch in diesem Jahr die gefühlt 200 Männer und Frauen umfassende Jury viele Sekunden, wenn nicht sogar mehrere Minuten damit verbracht in einem absolut unanfechtbar objektiven Verfahren die Besten der Besten des Spielejahres 2012 herauszusuchen und auf die Nominierungsliste zu setzen. Keine Bestechungsgelder waren niedrig genug, als das wir sie nicht hätten angenommen und kein Angebot über kostenlosen Sex wurde ausgeschlagen, um zum heutigen Ergebnis zu kommen.

Nun reicht es aber erst einmal mit der Einleitung. Ihr hört schließlich gleich noch genug von mir, wenn ich euch die Kategorien und die Nominierungen im Detail vorstelle. Bis dahin übergebe ich an den Einen, den Herrscher über den kleinsten Teil des Internets, den Schizophrensten unter den Schizophrenen, das unbekannteste Kellerkind der Welt: den Webmaster!

Der Webmaster: Danke, danke, danke. Ich bin so toll, ich weiß manchmal gar nicht, wie ich mich selbst ertragen kann. Moment…das kam jetzt irgendwie falsch rüber. Mmmh. Egal! Mit solchen Kleinigkeiten werden wir uns heute nicht lange aufhalten. Schließlich seid ihr ja nur wegen einer…nein, zwei Sachen…oder sind es sogar drei? Ihr seid auf jeden Fall wegen irgendwas hier. Vermutlich wegen den schlechten Witzen, ihr wollt ja schließlich wissen was nach Elch kommt, oder? Natürlich Zwölch!

Also auch von mir ein herzliches Willkommen bei Bagdadsoftware an diesem superdubertollen Donnerstag! Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie begeistert ich bin euch bereits zum sechsten Mal begrüßen zu dürfen! Das meine ich ernst! Meine innere Freude ist so groß, dass kein Messgerät der Welt sie noch genau feststellen kann. Und wenn wir schon dabei sind: Was schwimmt auf dem Wasser und fängt mit Z an? Na zwei Enten, ist doch klar!

Fantastisch, ich weiß. Kessy, schlechte Witze und die Nominierungen für die Bagdadsoftware No-One-Cares-Awards 2012 — all das nur heute und nur hier bei uns! Vielleicht gibt es auch die Antwort auf die ultimative aller Fragen: Warum fliegen Vögel immer in den Süden? Und da ist sie auch schon: Weil es im Norden zu kalt ist! Mensch, das hättet ihr aber wissen müssen. Doch nun genug der Scherze. Lasst uns endlich zum eigentlichen Thema des heutigen Abends kommen, den Bagdadsoftware NOCAs.

15 Kategorien, drei Kandidaten und nur einer kann gewinnen! Und um herauszufinden, wer es verdient hat eine der begehrten Trophäen mit nach Hause zu nehmen, habe ich dieses Jahr so viel gezockt, dass mir die Hände geblutet, die Augen getränt und der Hintern feucht geworden ist. Zumindest behaupte ich das einfach mal so. Vielleicht habe ich die Liste auch einfach nur hingerotzt und tatsächlich gar nix davon gespielt. Ihr könnt das doch eh nicht nachprüfen. Äh, wo waren wir? Ach genau: Wie immer gilt, dass nur die Spiele eine Chance auf den Gewinn haben, die ich auch tatsächlich selbst gespielt habe und dieses Jahr erschienen sind beziehungsweise zumindest die Retailversion erst 2012 in die Läden kam. Ignoriert also einfach den Satz davor.

„Gespielt“ heißt nicht zwingend durch, aber zumindest ausreichend lange, um mir eine eigene Meinung zu bilden. Entsprechend heißt es auch heuer wieder: PlayStation-3-exklusive Spiele wie The Unfinished Swan sind komplett außen vor. Das ist schade, aber ist nun einmal so aufgrund der nicht vorhandenen Hardware. Immerhin wurden erneut mit PC, Xbox 360, Nintendo DS und 3DS sowie iOS satte fünf Plattformen mitsamt ihren unzähligen Titeln berücksichtigt. Und zahlreich waren im Spielejahr 2012 die guten Spiele definitiv. So zahlreich sogar, dass es auch in diesem Jahr wieder eine Änderung im Reglement gibt: die Honorable Mentions.

Nein, keine Angst: Diese Spiele können in keiner Kategorie den Sieg davontragen. Es bleibt bei drei Nominierungen pro Kategorie. Dafür waren sie im Vergleich zur Konkurrenz dann doch nicht gut genug. Es bedeutet auch nicht, dass sie auf Platz 4 gelandet sind. Die Honorable Mentions sind stattdessen Titel, die es trotz ihrer Schwächen verdient haben noch einmal erwähnt zu werden. Vielleicht hat sie der ein oder andere verpasst oder schon wieder vergessen, dass es sie überhaupt gab. Mir geht es auf jeden Fall darum sie euch ins Gedächtnis zu rufen.

Abseits von dieser „kleinen“, die Anzahl der erwähnten Spiele hat sich dadurch mal fix von 42 auf 56 erhöht, Ergänzung bleibt aber alles beim alten. Keine neuen Kategorien, keine Umbenennungen und auch sonst keine Spielereien, welche die Vergleichbarkeit zum Vorjahr beeinträchtigen könnten.

Nun ist es aber wirklich genug mit dem Vorgeplänkel. Der Abend wird schon so noch lang genug. Meine Damen und Herren, es ist mir eine große Ehre euch die Anwärter auf die Bagdadsoftware NOCAs 2012 vorzustellen! Vorab aber noch der rechtliche Hinweis: Alle Links führen zu Amazon. Eine Ausnahme sind die Titel, die nicht im Laden erhältlich sind. Dann landet ihr bei iTunes, Steam oder auf der Herstellerseite. Ach und etwas Werbung muss natürlich vorab auch noch sein:

Werbung Anfang

< Ein adrett gekleideter Mann mittleren Alters erscheint vor einem weißen Hintergrund. >

Hallo. Ich bin Christoph von Apple.

Kennen sie das auch? Sie haben so viele tolle Apps auf ihrem Smartphone, aber wenn sie auf dem Klo sitzen, in einer Schlange stehen oder im Bus sitzen surfen sie trotzdem vor Langeweile nur ziellos im Internet? Dann werden sie sich über „Bagdadsoftware für unterwegs“ freuen — unsere App für all denjenigen, die offensichtlich nichts Besseres zu tun haben.

Mit „Bagdadsoftware für unterwegs“ haben sie immer und jederzeit Zugriff auf die neusten, ellenlangen Einträge und die neusten, ellenlangen Kommentare zu und über Themen, die sie garantiert nicht einmal im Ansatz interessieren.

Eine Minute mit „Bagdadsoftware für unterwegs“ und schon haben sie plötzlich wieder Lust irgendein anderes App zu starten, um bloß nicht mehr an „Bagdadsoftware für unterwegs“ denken zu müssen.

Und das ist nur eines von vielen neuen Features des kommenden iOS 48.3.

Werbung Ende


Der Webmaster: Werbung ist schon eine grandiose Erfinden. Sie ruft so eine riesige Bandbreite an Emotionen hervor. Wut, Ärger, Aggressionen, Verzweiflung und was noch nicht alles. Fantastisch! Jetzt ist es aber wirklich genug. Bühne frei für die 42 Nominierten! Kessy, übernehmen sie!

01. Beste Ablenkung für Zwischendurch des Jahres 2012

Egal ob es Prinzessinnen, die Welt oder das Universum ist, das gerettet werden will: Der Alltag eines Helden ist stressig, nervenaufreibend und so ganz und gar nicht erholsam. Da braucht es Zwischendurch auch mal eine Ablenkung von den großen Dingen im Leben. Spiele, die man einfach mal für fünf Minuten ohne schlechtes Gewissen anschmeißt. Der Webmaster hat sich seine Zeit so in diesem Jahr hauptsächlich mit diesen Kandidaten vertrieben:

    Herstellerbild zu Beat Hazard: Ultra

  • Beat Hazard: Ultra (PC, Mac) – Definitiv nichts für Epileptiker, dieses kunterbunte Feuerwerk aus Explosionen. Wo Audiosurf euch nur langweilig über eine virtuelle Autobahn schickt, lässt der Top-Down-Shooter Beat Hazard zu eurer Musik die Fetzen fliegen. Da pumpt nicht nur das Adrenalin so durch die Adern, auch die Jagd nach der Highscore macht gleich doppelt so viel Spaß, zumal auch die Herausforderung nicht gerade gering ist.
  • Nosferatu – Run from the Sun (iOS) – Wie? Schon wieder ein Endlosrunner auf dem Podium? Letztes Jahr Temple Run, jetzt das? Dabei hat der Vater des Genres, Canabalt dem Webmaster doch überhaupt keinen Spaß gemacht. Aber Nosferatu hat eben was, was die anderen nicht haben: Haufenweise freischaltbare Inhalte, ständige Updates inklusive Events und einen netten und asynchronen Mehrspielermodus. Da ist es kein Wunder, dass er es seit Release immer und immer mal wieder spielt.
  • Theatrhythm: Final Fantasy (3DS, iOS) – Ein Rhythmusspiel mit Spielemusik. Eigentlich reicht das als Begründung völlig aus, warum der Webmaster so viel Zeit damit verbringt und sogar fleißig die DLC-Songs kauft. Der Typ, der nicht einmal bei einem Indie-Bundle mitmacht, weil er Retailversionen will! Aber das Werk von Square Enix ist auch schon was besonders in einer Zeit, in diese Genre praktisch abseits eines Just Dance als Tod gilt. Es schafft es mühelos ohne zusätzliche Peripherie das spaßige Spielprinzip auf einen Handheld zu bringen.
  • Honorable Mention: Pocket Clothier (iOS) – Kairosoft-Spiele gibt es schon fast wie Sand am Meer und auf den ersten Blick sind auch irgendwie alle gleich und austauschbar. Doch wer genauer hinschaut, wird merken, dass das doch nicht stimmt. Das Grundprinzip mag oft das Gleiche sein, aber das Spielgefühl ist immer anders und unter der Oberfläche versteckt sich jedes Mal überraschend viel Tiefe. In diesem Jahr war es die Simulation einer Boutique, die den Webmaster von allen veröffentlichten Kairosoft-Titeln am längsten bei der Stange gehalten hat und ihn sogar zum mehrfachen Durchspielen bewegte. Vielleicht liegt es am Tante-Emma-Ladens seiner Mutter, dass ihn eine Einzelhandelssimulation so stark anspricht.

02. Bestes Action-Adventure des Jahres 2012

Hach ja, das Action-Adventure. Jedes Jahr das gleiche Spielchen. Welcher Titel gehört dazu, welcher nicht? Eigentlich weiß es keiner so richtig — die Publisher und Entwickler selbst schon mal überhaupt nicht. Die Deklarieren jeden Mist heutzutage gleich als „Action-Adventure“. Denken wir also am besten einfach nicht länger drüber nach und kommen stattdessen zu den Spielen, die der Webmaster in diese Kategorie gesteckt hat:

    Herstellerbild zu Assassin's Creed III

  • Assassin’s Creed III (PC, PS3, X360, WiiU) – Was würde der Webmaster nur jedes Jahr ohne einen neuen Assassin’s Creed-Teil nominieren? Ich weiß es nicht. Aber auch wenn das Finale von Teil 3 wohl spielerisch erneut absolut in die Hose gegangen ist, die restlichen Qualitäten des Titels lassen sich nicht bestreiten. Allen voran natürlich die schicke Grafik. Aber auch spielerisch weiß der eigentlich schon fünfte Serienteil wieder zu überzeugen. Eigentlich könnte man meinen, dass das Herumkraxeln auf den Dächern mittlerweile langweilig geworden ist. Doch irgendwie schafft es Ubisoft jedes Mal wieder es doch wieder spaßig zu gestalten.
  • Darksiders II (PC, PS3, X360, WiiU) – War Teil 1 noch eher ein Geheimtipp, wurde mit Teil 2 die Hype-Maschine auf Volllast aufgedreht. Zu Recht! Das Abenteuer rund um Tod und seinen Freund Krieg (aus Teil 1) orientiert sich noch mehr als sein Vorgänger an Nintendos The Legend of Zelda-Titeln. Eine offene Welt in der viel zu tun ist, zahlreiche interessante Dungeons, ein Pferd, ganz viel Hack ’n‘ Slash-Action, etwas Rollenspiel dazu und zahlreiche Kletter- und Sprungeinlagen sowie eine Vielzahl an Rätseln (inklusive Charakterwechsel) sorgen dafür, dass die Reise selten wirklich langweilig wird. Und natürlich dürfen wir das visuelle Design nicht außer Acht lassen, dass nicht nur die Welt, sondern auch die Kämpfe optisch beeindruckend in Szene setzt.
  • Silent Hill: Downpour (PS3, X360) – Was macht ein Survival-Horror-Spiel denn unter den Action-Adventure?! Egal: Mit dem neusten Teil kehrt die Serie zwar noch nicht vollständig zum alten Glanz der Teile 1 und 2 zurück. Doch während sich andere Titel wie beispielsweise Resident Evil oder Dead Space immer stärker Action und Splatter hinwenden, bietet Silent Hill: Downpour tatsächlich mal wieder echten Survival Horror. Dank wenig Munition und Lebensenergie ist Ballern hier definitiv nur eine Notlösung. Stattdessen lässt euch die atmosphärische Spielwelt das Mark in den Knochen gefrieren sowie die anspruchsvollen Rätsel euren Hirnkasten auf Hochtouren fahren — und das alles verpackt in eine mitreißende Hintergrundgeschichte.
  • Honorable Mention: Kid Icarus: Uprising (3DS) – Das Spiel ist ein einziger Fanservice. Wer das Original nicht kennt versteht 99% der Gags nicht und fragt sich speziell während der Dialoge zwischen dem Hauptcharakter Pit und seiner Auftraggeberin Palutena was eigentlich gerade so witzig ist. Dennoch hat die simple Geschichte („Töte den Bösewicht“) genauso wie das Spiel an sich seinen gewissen Charme. Der Wechsel zwischen Rail-Shooter-Sequenzen und Hack ’n‘ Slash-Action mit einer Prise Rätsel und Jump ’n‘ Run-Einlagen am Boden macht Laune, ist durchaus anspruchsvoll und sieht selbst ohne 3D schick aus.

03. Bester Action-Titel des Jahres 2012

„Action-Titel“ — Noch so ein Begriff hinter dem sich die halbe Spielewelt verbirgt. Und doch lassen sich hier irgendwie einfacher Titel finden, die vom Gefühl her in diese Kategorie passen. Actionreich müssen sie auf jeden Fall sein: Explosionen hier, Geschrei dort, ein bisschen Geschichte zwischendrin, am besten wenig Pausen und schon ist alles gut. In diesem Jahr haben die folgenden drei Titel diesen hohen Anforderungen genüge getan:

    Herstellerbild zu Asura's Wrath

  • Asura’s Wrath (PS3, X360) – Action gibt es in diesem Spiel definitiv mehr als genug, ihr spielt schließlich einen jungen Halbgott, der eindeutig massive Aggressionsprobleme hat. Schon im Intro nehmt ihr es mit einer ganzen Armada auf und besiegt mit euren Fäusten einen planetengroßen Bossgegner — wenn auch mit Hilfe von zahlreichen Quick Time Events und in eine Rail-Shooter-Sequenz verpackt. Und so geht es das ganze Spiel weiter. Riesige Bossgegner, Beat ‚em Up-ähnliche Kämpfe gegen „kleinere“ Feinde und haufenweise völlig abstruse und hochstilisierte Actionsequenzen erwarten euch. Der überdrehte Anime-Stil tut sein Übriges, um dafür zu sorgen, dass bei euch zu keiner Sekunde Langeweile aufkommt.
  • Sleeping Dogs (PC, PS3, X360) – Grand Theft Auto in Hong Kong. So einfach ließe sich Sleeping Dogs oberflächlich beschreiben. Wie so oft, sieht es unter der Haube des Open World-Titels aber anders aus. Allein die äußerst lebendige und überzeichnete Darstellung von Hong Kong und seinen Bewohnern hebt sich angenehm von der angeblichen Satire eines GTA IV ab und zwar ohne auf billige Gags oder gar rassistische Stereotypen zu setzen. Aber auch das Kampfsystem, das Waffen nur als Notfalllösung kennt und stattdessen den Kampf Mann gegen Mann bevorzugt, ist angenehm anders und erinnert stark an ein Batman: Arkham Asylum. Es ist, so lässt es sich vielleicht am besten ausdrücken, ein spielbarer Kung-Fu-Film aus den guten alten Zeiten.
  • Transformers: Der Untergang von Cybertron (PC, PS3, X360) – Mit Transformers: Kampf um Cybertron erschufen die High Moon Studios einen Geheimtipp, der nicht dem Michael-Bay-Vorbild folgte und sich stattdessen ganz auf das wesentliche konzentrierte: Die Roboter und ihre Probleme. Kein Mensch weit und breit zu sehen. Teil 2 ist nun die logische (und direkte) Fortsetzung. Noch imposanter (inhaltlich wie technisch), noch umfang- und abwechslungsreicher, noch spannender und leider mit dem Langweiler Bumblebee. Aber gut, es kann ja nicht immer alles perfekt sein :smile: .
  • Honorable Mention: Prototype 2 (PC, PS3, X360) – James Heller schafft es nicht ganz in die Fußstapfen des großen Vorbilds Alex Mercer (teil 1) zu schlüpfen. Zu sehr versteift sich die Geschichte darauf ihn weiterhin als „den Guten“ darzustellen, während der Spieler erneut frohlockend durch die Straßen der Stadt zieht und eine Schneise der Verwüstung hinter sich lässt und fleissig Passanten aufspießt. Und genau in diesen Moment macht der Open World-Titel auch immer noch am meisten Spaß. Wenn die ganze Welt sich auf einen stürzt und man Gebäudeteile nach Armee-Helikoptern wirft, dann ist James Heller genauso wie Alex Mercer damals in seinem Element — und damit auch ihr als Spieler.

04. Bestes Jump ’n‘ Run des Jahres 2012

Zugegeben: Obwohl diese Kategorie erst mit den NOCAs 2011 eingeführt wurde, stand sie dieses Jahr schon wieder ein wenig auf der Kippe. Nein, zu wenig Jump ’n‘ Run sind dieses Jahr sicherlich nicht erschienen. Es gibt im Gegenteil Tage, an denen hat der Webmaster das Gefühl, dass es unter den Indie-Spielen nichts anderes gibt. Aber Quantität ist eben nicht gleichbedeutend mit Qualität. Kurz vor Torschluss bekam er die Kategorie aber dann doch noch mit den folgenden Kandidaten gefüllt:

    Herstellerbild zu Dustforce

  • Dustforce (PC, Mac, Linux) – Wisst ihr was der Webmaster Samstags immer macht? Den Hof und die Straße kehren! Der Plattformer Dustforce ist entsprechend das perfekte Spiel für ihn. Eure Aufgabe ist es nämlich die Levels von Laub, Staub und derlei Dreck zu säubern. Klingt im ersten Moment wie der Kehrmaschinen-Simulator, ist aber tatsächlich ein herausforderndes 2D-Jump-’n‘-Run. Nicht nur müsst ihr so schnell wie möglich zum Ende kommen und dabei Monstern ausweichen und viele unterschiedliche Arten von Sprüngen ausführen. Um die Höchstpunktzahl zu erhalten, müsst ihr dabei gleichzeitig auch noch jedes Fitzelchen Dreck wegmachen. Da kommt ihr fast so schwer ins Schwitzen, wie wenn ihr in der Realität sauber machen würdet. Was ihr übrigens jeden Samstag tun solltet. Ihr wisst schon, wegen viel zu harmlos und so. Der Webmaster kennt da ja kein Pardon.
  • Giana Sisters: Twisted Dreams (PC) – Der fließende Wechsel zwischen den zwei Charakteren Giana und Punk Sister, ist das Aushängeschild des neuen Teil der Serie. Das ist nicht nur sehr schön anzusehen (und anzuhören), sondern bietet auch spielerisch eine ganz neue Herausforderung, da sich mit dem Wechsel der Levelaufbau verändert. Und als wären die Levels an sich nicht schon so anspruchsvoll genug gestaltet, müsst ihr auch noch in Millisekunden entscheiden welche der beiden Sisters beziehungsweise welche ihrer Fähigkeit ihr gerade braucht, um weiterzukommen oder den letzten Diamanten einzusammeln. Ein sehr innovatives und hervorragend umgesetztes Spielkonzept.
  • Micky Epic: Macht der Fantasie (3DS) – Nachdem Mickey Mouse vor zwei Jahren mit Micky Epic seine erfolgreiche Rückkehr in die Welt der Videospiele feierte, war es nur eine Frage der Zeit bis auch endlich wieder ein Plattformer mit der Maus als Held auftauchen würde. Und obwohl „Micky Epic“ draufsteht und wie im Wii-Vorbild der Zauberpinsel eine große Rolle spielt, ist der neuste Teil genau genommen die langerwartete Fortsetzung der SEGA-exklusiven Mickey Mouse Illusion-Reihe, die 1990 ihren Anfang auf dem SEGA Mega Drive fand und seit 1994 brach lag. Das Spiel ist ein reiner 2D-Plattformer mit kleinen Rollenspielelementen (Micky kauft sich Upgrades für seinen Pinsel) mit dem interessanten Twist, dass ihr dank eures Pinsels an vorbestimmten Stellen im Level und oft unter Zeitdruck Objekte löschen oder hinmalen müsst, um voran zu kommen. Nimmt etwas das Tempo raus, ist aber eine nette Idee, um auch den Denkapparat etwas zu beschäftigen.
  • Honorable Mention: New Super Mario Bros. 2 (3DS) – Schon wieder ein Mario-Spiel! Und dann schon wieder eins von diesen 2D-Dingern. Aber gut, zwar bietet der neuste Teil keine wirklichen Innovationen. Es lässt sich jedoch gleichzeitig auch nicht bestreiten, dass das Spiel an sich erneut eine sehr hohe Qualität bietet und Mario weiterhin ganz klar zu den besten unter den besten gehört, was Plattformer angeht.

05. Bestes Adventure des Jahres 2012

Gibt es dort draußen eigentlich immer noch Leute, die behaupten, das Adventure-Genre wäre tot? Höchstens Spieler, die weiterhin den „guten alten Zeiten“ hinterherjammern und nicht einsehen wollen, dass es auch heutzutage erstklassige Adventures veröffentlicht werden. Was alleine die Publisher Deadalic Entertainment und Wadjet Eye Games dieses Jahr auf den Markt geworfen haben…das ist schon fast wieder zu viel auf einmal! Und aus der riesigen Auswahl am besten gefallen haben dem Webmaster diese drei:

    Herstellerbild zu Botanicula

  • Botanicula (PC, iOS, Mac, Linux) – Ihr übernehmt die Rolle von fünf kleinen Baum-Kreaturen, die sich auf eine Reise durch die Pflanzenwelt begeben, um den letzten Samen ihres Mutter-Baumes zu retten. Der ist von bösen Parasiten befallen und droht zu sterben. Klingt komisch? Kein Wunder, handelt es sich hier doch um ein Spiel von Amanita Design, den Machern von Machinarium. Das bedeutet auch, dass ihr euch auf eine visuell fantastische Reise begebt, die mit einem klassischen Adventure auf den ersten Blick erneut nur wenig zu tun hat. Es steht vielmehr das Erleben der sehr hübsch animierten Spielwelt im Vordergrund, in der es überall summt und wuselt. In allen Belangen also auch wieder ein sehr kinderfreundlicher Titel.
  • Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten (PC) – Normalerweise würde man von einem Spiel im Universum des Pen & Paper-Rollenspiels Das Schwarze Auge erwarten, dass es auch ein Rollenspiel ist. Mit Satinavs Ketten hat Daedalic jedoch allen Kritikern zum Trotz bewiesen, dass sich auch ein Adventure dazu eignet die riesige Welt Aventuriens einzufangen und damit eine nette Geschichte aus der Feder der offiziellen DSA-Autoren zu erzählen. Und da auch sonst das Spiel der üblichen, hohen technischen wie spielerischen Qualität der Hamburger Spieleschmiede entspricht, musste der Webmaster als DSA-Fan nicht lange über die Nominierung des Titels nachdenken.
  • Resonance (PC) – Ein wenig schade ist es schon, dass sich Wadjet Eye Games und ihre Entwickler so sehr auf den Pixel-Look alter Sierra-Adventures versteifen. Auch Resonance fällt erneut in diese Kategorie. Und doch hat es fünf Jahre gedauert, bis das Werk fertig war. Im Gegenzug hat die Jagd auf die Hinterlassenschaften eines Partikel-Physikers auch einiges zu bieten: Vier Charaktere mit einem jeweils eigenen Intro-Abschnitt, die ihr später sogar alle vier gleichzeitig steuern dürft sowie euer Gedächtnis, aufgeteilt in Kurzzeit- und Langzeiterinnerungen. Im Kurzzeitgedächtnis legt ihr Hotspots im Spiel ab, um diese dann als Thema in den Dialogen zur Verfügung zu haben. Das Langzeitgedächtnis enthält hingegen Flashbacks, in denen ihr Ereignisse aus der Vergangenheit eines Charakters erlebt und logischerweise Informationen enthalten, die ihr zum Lösen der zahlreichen Rätsel benötigt. Der Ton des Spiels ist definitiv ernst und es ist auch nicht das einfachste Adventure auf dem Markt. Doch schon allein die interessante Hintergrundgeschichte mit den vier völlig unterschiedlichen Charaktere ist Motivation genug sich bis zum Finale durchzubeißen.
  • Honorable Mention: Indiziertes Spiel (PC) – Hier stand einmal ein kleiner Text zu einem Spiel, das zum 31.12.2012 leider indiziert wurde und zu dem es keine (geschnittene) deutsche Version gibt.

06. Bestes Koop-Spiel des Jahres 2012

Ganz ehrlich: Diese Kategorie ist eigentlich nicht mehr als eine Farce. Wisst ihr wie oft der Webmaster 2012, 2011 und 2010 tatsächlich ein Spiel länger kooperativ gespielt hat? Das lässt sich nicht nur an einer Hand, sondern fast schon an einem Finger abzählen (Portal 2, Beat Hazard: Ultra und Minecraft)! Aber gut: Er weiß natürlich trotzdem die Vorzüge des gemeinsamen Spiels genauso zu schätzen und klopft die entsprechenden Titel auch soweit möglich auf ihren Koop-Spaß-Faktor ab. Dabei haben sich diese Kandidaten auf das Treppchen heben können:

    Herstellerbild zu Borderlands 2

  • Borderlands 2 (PC, Mac, PS3, X360) – Noch mehr als Teil 1 ist Borderlands 2 auf das Zusammenspiel mehrerer Personen ausgelegt. Nicht nur ergänzen sich die einzelnen Klassen perfekt, es macht auch viel mehr Spaß sich gemeinsam durch die riesigen Horden von Gegnern zu ballern als im Solomodus. Da fällt es schließlich nicht so sehr ins Gewicht, dass ihr doch irgendwie dauernd dasselbe macht, nämlich in typischer Action-Rollenspielmanier alles Niedermetzeln was sich bewegt und danach die fallengelassenen Gegenstände aufsammeln.
  • LEGO: Der Herr der Ringe (PC, PS3, X360, Wii, PSV, 3DS, NDS) – Die LEGO-Spiele boten schon immer einen launigen Koop-Modus. Daran ändert sich auch mit dem neusten Ableger nichts und auch die Neuerungen halten sich in Grenzen. „Verfeinern“ stand wohl auf dem Zettel der Entwickler. Die auffälligste Neuerung sind die längeren Sequenzen, in denen ihr von eurem Koop-Partner getrennt werdet und jeweils solo ein Ziel erreichen müsst. Bestes Beispiel ist wenn Frodo den Ring anzieht und somit in diese komische Parallelwelt abtaucht. Auf der einen Seite ist das natürlich kontra-produktiv in einem Koop-Titel, gleichzeitig nimmt es aber auch wieder ein wenig die Aggressionen raus, die unweigerlich entstehen, wenn zwei Leute zusammen arbeiten und jeder nicht das macht, was der andere will.
  • Sniper Elite V2 (PC, PS3, X360, WiiU) – Ein Koop-Modus in einem Spiel, in dem ihr ein einsamer Scharfschütze im Berlin während des zweiten Weltkriegs seid. Wie kann so etwas funktionieren, werdet ihr euch fragen. Nun durch einen Schuss Realismus, der viel zu selten zum Einsatz kommt: den Spotter. Zumindest in der neueren Militärgeschichte sind die meisten Scharfschützen nämlich größtenteils nicht mehr alleine unterwegs, sondern haben jemanden mit einem Fernglas mit dabei. Er sagt ihnen die Ziele und die Entfernung an, damit der Schütze sich ganz auf das Schießen und Treffen konzentrieren kann. Und im Koop-Modus von Sniper Elite V2 seid ihr in speziellen Missionen genau als ein solches Team unterwegs. Und wer jetzt denkt, dass es langweilig wäre den Spotter zu spielen, der täuscht sich: Er markiert nicht nur Gegner, sondern muss auch gleichzeitig Missionsziele erfüllen wie eine Bombe legen. Stirbt einer von euch, ist die Mission komplett gescheitert. Spannung pur und ein Spielmodus, der in jedes Scharfschützenspiel gehört!
  • Honorable Mention: Transformers: Der Untergang von Cybertron (PC, PS3, X360) – Der richtige Koop-Modus, in dem ihr mit einem Kumpel die Kampagne durchspielen könnt, wurde leider aus unerfindlichen Gründen gestrichen. Ihr seid schließlich auch weiterhin die meiste Zeit mit anderen Transformers unterwegs. Dafür feiert der gelungene Horde-Modus, Escalation genannt, seine Rückkehr. Fünfzehn Feindwellen müsst ihr dieses Mal überleben. Zwischendurch verbessert ihr durch euren Transformer mit durch Kills verdiente Credits und schaltet Team-Upgrades oder sogar Zugang zu weiteren Bereichen der Karte frei. Besonders cool ist, dass ihr immer mal wieder Fallen und Spezialfähigkeiten erhaltet. Mit einer Wand aus Feuer ist es doch wesentlich einfacher die Feinde im Zaum zu halten. Kein richtiger Ersatz für die fehlende Koop-Kampagne, aber definitiv ein launiger kooperativer Spielmodus.

07. Bestes Rennspiel des Jahres 2012

Diese Kategorie stand dieses Jahr ein wenig auf der Kippe. Nicht nur mangels ausreichend Teilnehmern abseits der üblichen Codemasters-Titel, sondern auch weil der Webmaster ein ganz bestimmtes Spiel würdigen wollte. Aber ist ein Snowboard-Titel wie SSX wirklich so viel anders wie ein Rennspiel? In der Welt des Webmasters, in der Sport nur wenig Platz hat, auf jeden Fall. Die Nominierungen sehen entsprechend so aus:

    Herstellerbild zu DiRT: Showdown

  • DiRT: Showdown (PC, PS3, X360) – Die besten Spaß-Rennspiele sind auch heute noch Destruction Derby und FlatOut 2. Da kann DiRT: Showdown schon allein in Sachen Umfang nicht mithalten. Nichtsdestotrotz ist Codemasters Versuch diese Nische mit einem eigenen Produkt zu bevölkern durchaus gelungen. Vor allem weil es grafisch sehr viel zu bieten hat. Da macht es umso mehr Freude mit vollem Tempo in die anderen Autos zu rasen und dabei zuzusehen wie die Fetzen fliegen. Zumal auch die Physikengine nur zum Teil zurückgefahren wurde und so schon allein das Handling der eigenen Karre auch im Spin-Off der Rally-Serie eine Herausforderung ist.
  • Need for Speed: Most Wanted (PC, PS3, X360, WiiU) – Der neuste Ableger der erfolgreichen Rennspielserie ist ein wenige anders, als die vorherigen Titel. Man könnte schon fast sagen, es ist mit seiner freien befahrbaren Stadt und den darin verstreuten Herausforderungen ein Burnout Paradies 2 mit kleinen Anleihen an das erste Need for Speed: Most Wanted geworden. Nur das detaillierte Schadensmodell wurde vergessen. Der Vergleich ist allerdings nicht unbedingt schlecht, auch wenn dem Webmaster die offene Welt von Burnout Paradies nicht wirklich gefallen hat, zumal die Welt hier kleiner wirkt. Das Fahrmodell irgendwo zwischen Arcade und Simulation macht Spaß und die schicke Grafik sowie die Tatsache, dass es überall so viel zu tun gibt, motiviert dazu auch einfach mal so durch die Straßen zu cruisen auf der Suche nach dem nächsten Auto, der nächsten Plakatwand oder schlicht dem nächsten Rennen.
  • SSX (PS3, X360) – Der Webmaster mit seinen O-Beinen kann nicht einmal anständig Ski fahren, geschweige denn mit einem echten Snowboard umgehen. Und auch generell ist ihm Winter und Schnee viel zu kalt. Doch am Rechner beziehungsweise an der Konsole, ist er wie besessen von allen Arten von Boards. Mit SSX ist nicht nur generell seit langem mal wieder Snowboardspiel erschienen, es ist auch ein richtig guter Titel geworden. Von der gelungenen Musikauswahl (The Naked and Famous) und die sehr hübsche Grafik über die einfach zu erlernende, aber schwer zu meisternde Steuerung und die asynchrone Multiplayer-Komponente macht der Titel nicht nur vieles richtig, sondern auch immens viel Spaß. „Eine Abfahrt geht noch!“ ist da morgens um 5 Uhr das Motto.
  • Honorable Mention: F1 2012 (PC, Mac, PS3, X360) – Die Hochzeit der guten Formel-1-Rennspiele ist schon lange vorbei. Umso schöner ist es zu sehen, dass zumindest Codemasters ernsthaft versucht diese Art der Rennspiele wiederzubeleben. Zwar ist auch die mittlerweile dritten Ausgabe ihrer F1-Serie (der Wii-Ableger zählt nicht) nicht perfekt und die Entwickler haben noch viel Arbeit vor sich. Doch es hat sich viel getan, vor allem um die Simulation für Einsteiger interessant zu machen. Veteranen und Besitzer von F1 2011 können sich zwar zu Recht fragen, ob sich die Anschaffung lohnt, aber F1 2012 ist ganz klar ein weiterer Schritt in die richtige Richtung und nicht nur mangels Konkurrenz die beste Simulation des Sports, die ihr kriegen könnt.

Der Webmaster: Alter Schwede, ist das wieder viel Text, den wir euch heute zumuten. Zeit für eine Pause, findet ihr nicht auch? Wie gut, dass es Werbung gibt! Zuvor aber noch unsere diesjährige Gewinnspielfrage:

    Wer ist Kessy?

  • Die imaginäre Freundin des Webmasters
  • Die Göttin der Knuddeleinheiten
  • Ein nutzloses Viech

Wer die richtige Antwort weiß und bis zum Ende der Werbung auf einem rosa-farbenen Blatt Papier an die 0387 69 69 69 faxt (129,99 Euro aus dem polnischen Festnetz) schickt, erhält die Chance einen Kecks (sic!) zu gewinnen. Die Lösung und den Gewinner erfahrt ihr direkt nach der Werbeunterbrechung.

Werbung Anfang

< Da das Werbebudget des Senders offensichtlich aufgebraucht ist, erscheint nur ein billiger Comic Sans-Schriftzug auf schwarzem Hintergrund >

B A G D A D S O F T W A R E

Werbung Ende


Der Webmaster: Und da sind wir auch schon wieder. Bevor wir euch aber die restlichen Nominierungen für die Bagdadsoftware No-One-Cares-Awards 2012, hier die Auflösung für unsere Gewinnspielfrage „Wer ist Kessy?“. Die richtige Antwort war selbstverständlich „Die Göttin der Knuddeleinheiten“ und gewonnen hat:

Tante Trude aus dem oberbayrischen Pfirtzhaus!

Herzlichen Glückwunsch! Nun zurück zu Kessy:

08. Bestes Rollenspiel des Jahres 2012

Auch in diesem Jahr stand das Genre der Rollenspiele vor allem im Zeichen der mehr oder weniger lang erwarteten Nachfolger, die entweder schnell wieder in Vergessenheit geraten sind oder über die teilweise bis heute sehr heiß diskutiert wird. Diablo III anyone? Nächstes Jahr wird es dank Kickstarter vermutlich noch viel schlimmer! Aber die ein oder andere neue IP hat auch ihren Weg auf die Festplatte des Webmasters gefunden, weshalb die Liste heuer so aussieht:

    Herstellerbild zu Kingdoms of Amalur: Reckoning

  • Kingdoms of Amalur: Reckoning (PC, PS3, X360) – „World of WarCraft für Solisten“ — so oder so ähnlich lautete das Fazit vieler Redakteure. Keine Ahnung, ob das nun eine Beleidigung sein sollte, oder eine Auszeichnung. Fakt ist auf jeden Fall, dass das Spiel euch in eine zugeben bunte, aber tiefgründige Spielwelt versetzt. Man merkt dem Titel an allen Ecken und Enden an, dass hier ein erfahrener Autor (R. A. Salvatore) im Hintergrund aktiv war und nicht nur eine Geschichte für ein Spiel, sondern ein komplettes Universum erschaffen hat. Spielerisch mag der Titel zwar keine großartigen Innovationen bietet, aber die Kombination aus etablierten Systemen ist gelungen und funktioniert einwandfrei. So ärgert ihr euch nicht großartig über irgendetwas, sondern verliert euch schlicht stundenlang in der detailreichen Spielwelt.
  • Mass Effect 3 (PC, PS3, X360, WiiU) – Da können die Leute noch so sehr über das Ende meckern — der Webmaster fand es super –, Mass Effect 3 ist ein mehr als würdiger Abschluss der Trilogie. Wer seinen Charakter seit Teil 1 gehegt und gepflegt hat, wird im letzten Teil den emotionalen Höhepunkt seiner ganz persönlichen Reise erleben. Und zwar nicht nur wenn es darum geht das Universum zu retten, sondern auch wenn es heißt Abschied von langjährigen (virtuellen) Freunden und Geliebten zu nehmen. Wenn der Webmaster auch nur an die Ereignisse von Rannoch zurückdenkt, kommen ihm schon wieder die Tränen. Und spielerisch? Weiter verfeinert ohne große Überraschungen, aber das war auch nicht Sinn und Zweck des Ganzen.
  • Risen 2: Dark Waters (PC, PS3, X360) – Anders als der Vorgänger, ist Teil 2 eindeutig mit der Konsolenumsetzung im Hinterkopf entwickelt worden. Das macht sich auch stellenweise durchaus negativ bemerkbar. Doch ist diese Kritik nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, denn das eigentliche Spiel ist erneut ein äußerst atmosphärisches und vor allem derbes Rollenspiel, wie ihr es von Piranha Bytes gewohnt seid. Statt feingeschliffen Langweilern, die euch nur mit „Sir“ oder „Madam“ anreden, gibt es erneut Charaktere mit echten Ecken und Kanten. Gleichzeitig frischt das neue Setting inklusive der Einführung der Schusswaffen und dem Zähmen von Tieren die bekannten Elemente der Serie angenehm auf und die Inseln sind schlicht eine Augenweide.
  • Honorable Mention: Kingdom Hearts 3D [Dream Drop Distance] (3DS) – Kingdom Hearts hier, Kingdom Hearts dort — seit er für GamersGlobal Kingdom Hearts: Birth by Sleep (PSP) testen durfte, ist der Webmaster ganz geil auf die Spieleserie. Wenig verwunderlich, dass er sich auch sofort auf den neusten Teil gestürzt hat. Am Spielprinzip hat sich nicht viel geändert. Immer noch gibt es mit dem Befehlsdeck das superkomplexe und herausfordernde Kampfsystem mit seinen ewig vielen Möglichkeiten, es wurde aber gleichzeitig durch ein paar action-lastigere Elemente erweitert. So könnt ihr beispielsweise über den Touchscreen Gegner durch die Gegend werfen. Außerdem steuert ihr nur noch zwei Charaktere, zwischen denen das Spiel automatisch wechselt („Drop System“), was es etwas einfacher macht den Überblick zu behalten wer welche Fähigkeiten hat. Was den Webmaster allerdings endgültig vom Spiel überzeugt hatte, war eine der neuen Disney-Welten, die ihr im Laufe der Geschichte besucht: Das Grid aus TRON: Legacy.

09. Bester Shooter des Jahres 2012

Das Shooter-Genre war vermutlich das Genre in diesem Jahr mit den meisten Überraschungen. Das ist auch trotz aller Hype-Aversion nicht am Webmaster vorbeigegangen. Darunter sind sowohl alte Serien, die überraschend in neuem Glanz erstrahlt sind sowie frische IPs, die wie aus dem Nichts aufgetaucht und die Konkurrenz aufgerüttelt haben. Aber nein: Auf Call of Duty: Black Ops II trifft keine der beiden Beschreibungen zu. Stattdessen haben den Webmaster diese Titel überzeugt:

    Herstellerbild zu Dishonored - Die Maske des Zorns

  • Dishonored – Die Maske des Zorns (PC, PS3, X360) – Der Webmaster spielt das Spiel zwar wie einen Schleicher und weniger wie einen Shooter, aber die Kategorie passt trotzdem für diesen „Mördersimulator“ aus der Ego-Perspektive mit einer Prise Rollenspiel obendrauf. Wie es sich für solch einen Titel gehört, lässt es dem Spieler vielleicht nicht alle, aber sehr viele Freiheiten wie er vorgeht, wen er umbringt (oder ob überhaupt) und wie er den finalen Schlag ausführt. In seinen besten Momenten fühlt sich Dishonored entsprechend an wie ein Thief: The Dark Project oder ein Hitman 2: Silent Assassin. Und das alles verpackt in eine nicht nur sehr atmosphärische, sondern auch tiefgründe Spielwelt.
  • Far Cry 3 (PC, PS3, X360) – Teil 2 war Mist. Da brauchen wir gar nicht lange um den heißen Brei herumzureden. Entsprechend niedrig waren im Vorfeld die Erwartungen an den Nachfolger. Doch siehe da: Far Cry 3 ist nicht nur ein äußerst hübsches, sondern auch spielerisch richtig guter Open-World-Shooter geworden. Zugegeben, es nimmt etwas die Spannung aus der Hintergrundgeschichte, wenn man erst einmal den halben Tag damit verbringt Tiere zu jagen, um seine Upgrades herstellen zu können, ein bisschen Poker spielt oder den Einwohnern bei kleineren Gefälligkeiten hilft statt die eigenen Freunde zu retten. Aber die Insel ist so hübsch, so groß und überall gibt es etwas zu entdecken, da vergisst man dieses kleine Detail gleich wieder.
  • Spec Ops: The Line (PC, PS3, X360) – Auf den ersten Blick handelt es sich um einen billigen Third-Person-Shooter der verzweifelt versucht in der Erfolgswelle von Call of Duty mitzureiten — und grandios scheitert, weil die Gefechte sich nicht so griffig und flüssig anfühlen wie im Vorbild. Doch dieser Eindruck täuscht! Tatsächlich versteckt sich hinter Spec Ops: The Line ein tiefgründiges Spiel, das zum Nachdenken und damit auch zum erneuten Spielen anregt. Ist man nach dem ersten Mal schlicht „geflasht“ von der überraschenden Achterbahnfahrt in den Abgrund der menschlichen Seele, realisiert der Spieler erst beim zweiten Mal so richtig die subtilen Details, welche die Geschichte rund um Walker und sein Team aus Spezialisten ausmacht.
  • Honorable Mention: Black Mesa (PC) – Es kommt selten vor, dass ein Fan-Remake die Qualität des Originals erreicht oder gar übertrifft. Doch genau das haben die Jungs rund um Black Mesa geschafft. Statt einfach nur Half-Life 1:1 zu kopieren, haben sie sich hingesetzt und sich überlegt, wie sie das damals tolle Spiel sinnvoll in eine moderne Zeit bringen können — mit vollem Erfolg. Black Mesa macht durchweg mehr Spaß als das Vorbild.

10. Bestes Strategiespiel des Jahres 2012

Wisst ihr, was mir gerade auffällt? Dieses Jahr standen ganz schön viele Kategorien nah am Rand der Streichung. Speziell bei seinen Stiefkindern, den Strategiespielen, musste der Webmaster wieder lange und hart überlegen. Neben den Sportspielen das Genre, das er wohl am wenigsten spielt und das auch immer mehr von Hardcore-Nischentiteln bevölkert wird. Aber keine Angst: Am Ende hat er dann doch noch drei Titel gefunden, die er nicht nur gespielt, sondern auch für gut befunden hat:

    Herstellerbild zu Endless Space

  • Endless Space (PC, Mac) – Kennt ihr Ascendancy von 1995? Hat euch der Webmaster noch nicht die Ohren damit vollgelabert? Von wegen, dass es das beste SciFi-4X-Spiel aller Zeiten ist und Master of Orion locker übertrifft und so? Dann hattet ihr Glück. Ist im Prinzip der gleiche Schmodder wie bei Colonization vs. Civilization. Letzteres mag er ja auch nicht. Mit Endless Space ist nun dieses Jahr ein „Explore, expand, exploit and exterminate“-Titel mit Science-Fiction-Setting erschienen, der sehr nah an das Spielgefühl von Ascendancy herankommt, aber in Sachen Spielkomfort und Grafik natürlich wesentlich mehr zu bieten hat. So macht das Siedeln im All wieder so richtig viel Laune.
  • Jagged Alliance: Back in Action (PC) – Der Webmaster und Jagged Alliance wurden nie richtig Freunde. Trotz seiner Liebe zu UFO: Enemy Uknown, war ihm das realistischere Szenario schon wieder viel zu kompliziert. Entsprechend gelegen kommt ihm Jagged Alliance: Back in Action, das nicht nur viele Einstellungsmöglichkeiten hinsichtlich des Schwierigkeitgrads zulässt, sondern zu Gunsten der Spielbarkeit sich auch traut einfach mal den Vorgänger, Vorgänger sein zu lassen und sein eigenes Ding durchzieht. So bleibt am Ende immer noch Rundentaktik-Titel übrig, der viel von einem abverlangt und euch stundenlang beschäftigt. Der aber gleichzeitig eben nicht so sperrig ist wie vergleichbare Spiele und stattdessen Komfort und Spielspaß über den Erhalt von irgendwelchen Detailfeatures stellt ohne die Seele des Originals komplett über Bord zu werfen.
  • XCOM: Enemy Unkown (PC, PS3, X360) – Apropos Seele des Originals: Auch wenn das neuste Werk von Firaxis an vielen Stellen die Schere angesetzt hat und so unterm Strich ein komprimierteres Rundentaktik-Erlebnis erschaffen wurde: Es muss sich definitiv nicht vor UFO: Enemy Unkown verstecken und hat erfolgreich das 18 Jahre alte Spielprinzip in die Moderne übertragen, ohne dabei den spielerischen Anspruch komplett außen vor zu lassen. Die Balance zwischen alten und neuen Ideen ist unterm Strich gut gelungen und überzeugt — und das nicht nur auf PC, sondern auch auf den Konsolen!
  • Honorable Mention: Confrontation (PC) – Cyanides Ausflug in die Echtzeitstrategie ist eigentlich schon fast mehr Rollenspiel als Strategie. Statt riesigen Truppenverbänden, steuert ihr nur eine Party aus vier Mann, die ihr wiederrum aus zwölf Fantasy-typischen Klassen wie Magier oder Waldläufer zusammensetzt. Da es sich hier jedoch um eine Umsetzung eines TableTop-Spiels handelt, heißen sie natürlich anders. Der Kern des völlig linearen Spiels sind die pausierbaren Echtzeitkämpfe, die taktisches Vorgehen erfordern und euch immer wieder vor neue Herausforderungen stellen. Zumal das Kampfsystem zwar einfach zu verstehen, aber nicht ganz so einfach zu meistern ist. Vor allem wenn ihr ein nicht ausbalanciertes Team zusammenstellt, das nicht dem typischen MMO-Schema (Tank, 2xDamage-Dealer, Heiler) entspricht, werdet ihr lange daran zu knabbern, aber auch definitiv viel Spaß dabei haben.

11. Bester Spielesoundtrack (Original) des Jahres 2012

Ihr kennt ja das Spielchen: Ein guter Soundtrack ist für den Webmaster nur der Soundtrack, der auch tatsächlich von einem Komponisten speziell für den jeweiligen Titel kreiert wurde und nicht einfach nur eine Sammlung an lizensierten Songs. Aber wisst ihr was? Seit dem Release von SSX hat der Typ überraschend oft keinen Spielesoundtrack laufen lassen! Unfassbar! Stattdessen dudelte so Kram wie The Naked and Famous, Guano Apes (ständig dieses Scheiß Anne Claire in der Unplugged-Fassung. Es gibt auch noch andere gute, wenn auch ältere Lieder von denen! *Argh*) und Machinae Supremacy aus den Boxen! Aber gut: Bei der Menge an Musik die er Zuhause, im Auto und auf der Arbeit über das Jahr hinweg konsumiert, ist da immer noch genug Spielemusik drunter, um die folgenden drei Kandidaten nominieren zu können:

    Herstellerbild zu Giana Sisters: Twisted Dreams

  • Botanicula (PC, iOS, Mac, Linux) – Das Werk der tschechischen Band DVA erinnert an den grandiosen Soundtrack zu Rayman Origins. Auch hier steht eindeutig das Gefühl von Fröhlichkeit im Vordergrund (selbst in den dunkleren Stücken), das weniger durch die Musik als durch die Kakophonie des eingestreuten „Gesang“ (gesungene Töne) und der Geräusche (Vogelzwitschern, summende Bienen, etc.) erzeugt wird. Gleichzeitig klingt jeder der 21 Titel angenehm anders als der vorherige. Wie das Spiel, ist der Soundtrack schlicht eine angenehme Reise durch eine Tier- und Pflanzenwelt.
  • Giana Sisters: Twisted Dreams (PC) – Zwei Soundtracks in einem: Der eine Teil ist klassischer Chris Hülsbeck (zusammen mit Fabian Del Priore) mit viel Elektronik, etwas Klassik und insgesamt eher sphärischen Klängen. Der zweite Teil ist Machinae Supremacy, die SID Metal-Band aus Schweden, die schon für Jets ’n‘ Guns einen knallharten Soundtrack beisteuerte. Der Witz: Die beiden Stile müssen im Spiel fließend übereinander übergehen und das gleiche Lied abbilden, da die Machinae-Supremacy-Fassung ertönt, wenn ihr im Spiel als Punk Sister unterwegs seid und Chris‘ Version, wenn ihr zu Giana wechselt. So hört ihr auf dem Album zweimal die gleichen Songs und erfreut euch an der Abwechslung beziehungsweise an den Spannungen zwischen „weicher“ und „harter“ Version mit ihren unterschiedlichen Tempi und Stilen.
  • The Second Guest (PC) – Das Spiel ist ein Krimi-Adventure im Stil eines Tim-Burton-Films (inklusive einer klar von Jonny Depp inspirierten Hauptfigur) und erzählt eine typische Agatha-Christie-Geschichte (Mord in einem Herrenhaus voller Besucher). Der Soundtrack von Luigi-Maria Rapisarda ist auch entsprechend klassisch orchestral angelegt und setzt vor allem auf Streicher und Holzbläser, um die düstere und stellenweise aber auch absurde Atmosphäre der Geschichte einzufangen. Der Spannungsbogen des Albums — der dem des Spiels folgt — erzeugt die 44 Minuten hindurch einen angenehmen Mix aus Höhen und Tiefen, der in einem fulminanten Finale mündet und einen Lechzend nach mehr zurücklässt.
  • Honorable Mention: Spec Ops: The Line (PC, PS3, X360) – Das Werk von Elia Cmiral geht mehr in Richtung „Ambient“, unterstützt also vornehmlich die Action im Spiel und ist entsprechend nicht sehr dominant. Trotz seiner klanglich militärischen Härte (E-Gitarren sei Dank) ist er zudem selbst in den Kämpfen äußerst gemütlich angelegt. Doch dieses Unterschwellige ist auch genau der Reiz, den das Hören des Soundtracks ausmacht. Mit einfachen Mitteln und ohne Hau-Drauf-Techniken schafft er es vorzüglich den Hörer an den Rand des Stuhls zu treiben.

12. Visuell ungewöhnlichstes Spiel des Jahres 2012

Die aktuelle Konsolengeneration dauert bereits sieben Jahre an. Da könnte man eigentlich meinen, dass die Kreativen in der Industrie mittlerweile auch die anderen 15,99 Millionen Farben in Photoshop entdeckt haben. Aber nein, der Großteil der Spiele sieht nicht nur immer noch äußerst gleich aus, es dominiert auch weiterhin der „realistische“ Farbton Grau (früher Braun). Wobei Schwarz mittlerweile auf dem Vormarsch ist. Die Spiele werden komischerweise wieder dunkler, vermutlich damit sie noch „realistischer“ wirken. Aber wie in jedem Jahr, gab es auch 2012 ein paar Spiele abseits des Trends. Titel, die die ihnen zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, um eben nicht einfach nur die Realität zu kopieren, sondern um anders zu sein. Am besten gefallen davon haben dem Webmaster diese drei:

    Herstellerbild zu Catherine

  • Botanicula (PC, iOS, Mac, Linux) – Amanita Design ist für seine ungewöhnlichen Spiele bekannt. Egal ob es Samorost, Machinarium oder eben jetzt Botanicula ist: Alle sind komplett in 2D gehalten und haben ihren ganz eigenen, sehr minimalistischen und doch irgendwie detailreichen Stil, der bestimmt wird von ungewöhnlichen Formen (Bienen, die ihre Flügel am Hintern haben) und auch Farben. Das Ergebnis ist im Fall von Botanicula eine trotz all der Gefahren fröhliche und lustig wirkende Spielwelt, in der ihr euch gerne aufhaltet.
  • Dishonored – Die Maske des Zorns (PC, PS3, X360) – Mit Dishonored ist es ein wenig wie letztes Jahr bei Brink: Auf den ersten Blick ist Dunwall nur eine in grau getauchte, wenn auch viktorianisch angehauchte Stadt wie in jedem anderen Spiel. Doch irgendwie fühlt sich alles irgendwie falsch an. Die Charaktere wirken klobig, ohne wirklich richtig unförmig zu sein und die Umgebungen erscheinen unwirklich, fast schon überzeichnet. Es ist wie ein Cell-Shading-Titel nur ohne den schwarzen Rand. Und dann kommt noch das schon grundlegend ungewöhnliche Art-Design, das sehr stark an City 17 aus Half-Life 2 erinnert mit seinen Wachtürmen aus Stahlplatten, den Strider-ähnlichen Läufern und dem unfertigen und asymmetrischen Look speziell der Regierungsgebäude.
  • Catherine (PS3, X360) – Zugegeben, der Anime-Stil ist vermutlich nur für uns westlichen Spieler wirklich ungewöhnlich. Drüben in Asien gibt es sicherlich haufenweise Titel mit dieser Darstellungsform. Nichtsdestotrotz ist die Kombination aus Animation in den Zwischensequenzen und der Verquickung von 3D-Objekten und gezeichneten Charakteren (irgendwo zwischen Cell-Shading und Cartoon) im eigentlichen Spiel visuell sehr interessant umgesetzt und fühlt sich auch irgendwie „richtig“ und passend zur Geschichte an.
  • Honorable Mention: Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten (PC) – Ja, die Zwischensequenzen im Stil von Bleistiftzeichnungen sind minimalistisch. Ja, auch im Spiel sind die Animationen nicht so zahlreich, wie es der ein oder andere vielleicht gerne hätte. Doch Kenner der Vorlage fühlen sich im virtuellen Andergast und Nordaventurien sofort wieder zu Hause. Nicht nur erinnert alles an die Zeichnungen in den Regelbüchern, auch die Liebe zum Detail bei den äußerst hübsch und rustikal gemalten 2D-Hintergründen lässt Rollenspielerherzen höher schlagen und sie auf jedem Bildschirm sehr lange verweilen.

13. Enttäuschung des Jahres 2012

Es ist doch jedes Jahr das Gleiche: Da freut sich der Webmaster drauf seine Spielelieferung auszupacken, installiert fröhlich das jeweilige Spiel und dann schaue ich mich plötzlich nach Rohrspatzen im Zimmer um, weil er so extrem das Schimpfen anfängt. Das muss nicht einmal ein Spiel sein, auf das sich der Webmaster schon ewig gefreut und entsprechend hohe Erwartungen hat, die nicht erfüllt werden. Auch verpasste Chancen und verschenktes Potential sind ein absolutes Ärgernis. Und am meisten enttäuscht war der Webmaster in diesem Jahr von diesen Machwerken:

    Herstellerbild zu Ghost Recon: Future Soldier

  • Catherine (PS3, X360) – Wie schon bei Max Payne 3, hatte der Webmaster auch hier massive Probleme mit der Geschichte und ihren Charakteren. Am liebsten wäre er in das Spiel hineingestiegen und hätte vor allem Vincent, der Hauptperson, einfach mal eine runtergehauen, damit dieser zur Besinnung kommt. Hat ja damals immer so gut geklappt mit den Stöcken in der Schule… Dabei sollte doch das eigentliche Gameplay der schlechte Part des Spiels sein. Doch die Zeitdruck-Puzzelei hat ihm sogar sehr viel Spaß gemacht, nur um dann durch das Mittendrin vergrault. Entscheidungsfreiheit? Pfff!
  • Ghost Recon: Future Soldier (PC, PS3, X360) – Die Vorgänger waren mitnichten die ultimativen Taktik-Shooter vor dem Herrn. Aber sie hatten ihren Reiz und verlangten zumindest in der PC-Version (die sich massiv von der Konsolenfassung unterschied) taktisches Vorgehen. Der neuste Teil? Ein stinknormaler Third-Person-Shooter mit Deckungsmechanik. Ja, ihr habt Teammitglieder und ihr könnt ihnen Befehle erteilen. Ein paar Gadgets wie eine Drohne sind auch dabei. Von einem Taktik-Shooter, geschweige denn einem anspruchsvollen, ist das Endergebnis trotzdem meilenweit entfernt.
  • Max Payne 3 (PC, PS3, X360) – Der Webmaster hängt nicht so massiv an den Vorgängertiteln wie manch anderer und hat den neusten Teil durchaus auch für sich betrachtet. Aber das Endergebnis bleibt für ihn das Gleiche: Das ist kein Max Payne, sondern die Geschichte des allein lebenden Rentners von nebenan, der bei jeder Gelegenheit euch unbedingt von seinen vielen Leiden erzählt. Ach was geht es ihm schlecht. Ach wie schlimm ist doch die Welt. Ach warum beachtet ihn keiner. Da kann das Spiel spielerisch noch so solide sein, viel anders als die Vorgänger ist es sowieso nicht: Die Geschichte von Max Payne, dem versoffenen Vollidioten, hat den Webmaster nur aufgeregt.
  • Shameful Mention: Arena Wars 2 (PC) – Schon den Vorgänger dieses sehr schnellen und auf Wettkampf ausgelegtes Echtzeitstrategiespiels kannten nur die wenigsten. Dennoch war es ein überraschend spaßiges und gut aussehendes Spiel selbst für Solisten. Der Nachfolger, mehrfach über die Jahre verschoben und dann urplötzlich nach angeblich einem langen Betatest auf dem Markt, hat konsequent alles herausgestrichen was irgendwie Unterhaltung brachte. So gibt es nur noch einen Spielmodus, das Spiel hat die schlechteste KI seit Menschengedenken, es gibt nur wenige und durchweg gleichförmige Karten und die Mehrspielerserver sind, was vorhersehbar war, absolut menschenleer. Da fragt man sich schon wie blind einige der „Betatester“ sind, dass sie im Steamforum meinen jedwede Kritik im Keim ersticken zu müssen.

14. Überraschung des Jahres 2012

100%ige Objektivität gibt es nicht. Schon das Cover eines Spiels kann die eigene Meinung beeinflussen, wie ganz aktuell die Debatte um BioShock: Infinite zeigt. Da kann der Webmaster noch so sehr die Berichterstattung im Vorfeld ignorieren oder versuchen sein Gehirn von seinen Erfahrungen zu leeren: Beim Start des jeweiligen Titels hat er doch irgendeine Erwartung daran. Manchmal wird das Spiel diesen nicht gerecht, aber mitunter übertrifft es diese auch. Und das haben die folgenden drei Titel vorbildlich geschafft:

    Herstellerbild zu Spec Ops: The Line

  • Spec Ops: The Line (PC, PS3, X360) – Eine Veröffentlichung im Sommer, Teil einer Shooter-Serie für Konsolen, für die seit 2002 kein Nachfolger erschienen war und eine Demo, die den Eindruck eines durchschnittlichen und absolut 08/15-Standard-Third-Person-Shooters hinterließ. Die Zeichen standen absolut nicht gut für Spec Ops: The Line. Umso überraschender war das tief unter die Haut gehende Ergebnis, dass mal wieder gezeigt hat, dass auch ein Ballerspiel einen tieferen Sinn haben kann.
  • Theatrhythm: Final Fantasy (3DS, iOS) – Die Hochzeit der Rhythmusspiele ist schon seit längerem vorbei und dann kommt aus dem Nichts dieser anfangs 3DS-exklusiver Titel daher und stellt klar: Hier geht noch was. Schlimmer noch: Er kommt ohne zusätzliche Peripherie aus und es spielen darin nicht einmal irgendwelche Pop-, Rock- oder Was-auch-immer-Songs eine Rolle. Stattdessen liegt der Fokus vollständig auf erstklassiger Spielemusik. Das hat niemand kommen sehen und schon gar nicht der Webmaster.
  • XCOM: Enemy Unknown (PC, PS3, X360) – Völlig ohne jede Vorbereitung kündete 2K Games Anfang des Jahres den Titel an und auch wenn die Freude groß war, dass es Rundentaktik werden würde, die großen Fragen blieben: Reicht die Entwicklungszeit aus und wird es an das Original herankommen? Doch das Spiel war bereits seit 2008 in Entwicklung und begann als 1:1 Remake des Originals, welches nach und nach verfeinert wurde. Ob das Endergebnis besser ist als das Original, darüber lässt sich sicherlich streiten. Aber dennoch ist es völlig überraschend der beste Ableger der Serie seit langem.
  • Honorable Mention: Landwirtschafts-Simulator 2013 (PC) – Wer auch nur das Wort „Simulator“ heutzutage liest, liegt schon vor Lachen auf dem Boden. Und als der erfolgreichste aller Simulatoren, war der Landwirtschafts-Simulator unter den Spielern der witzigste Witz aller Zeiten. Doch siehe da: Obwohl immer noch viel Arbeit vor den Entwicklern liegt, ist der neuste Ableger der Serie überraschend gut und unterhaltsam geworden und eine eindeutige Entwicklung hin zum Besseren. Vom Lacher hin zur ernsthaften Wirtschaftssimulation, ist die Devise. Definitiv einen Blick wert, wen diese Thematik interessiert.

15. Spiel des Jahres 2012

Die wichtigste Kategorie von allen und diejenige, auf die alle gewartet haben. Wer wird in diesem Jahr als der ultimative Sieger hervorgehen? Wird es Call of Duty: Black Ops II sein? Oder doch eher Uncharted: Golden Abyss? Schafft es vielleicht sogar Minecraft erneut auf das Podest? Nein, natürlich nicht! Gewinnen kann nur, wer auch zumindest in einer anderen Kategorie nominiert wurde und höchstwahrscheinlich auch dort den Sieg davon trägt. Und wie in jedem Jahr spielen weder Verkaufszahlen, Hype oder technische Qualität irgendeine Rolle bei der Auswahl.

Wen hat also der Webmaster nach völlig objektiven Standards wie „Wie viel Spaß hatte ich mit dem Titel?“ oder „Was hat mir am meisten Spaß gemacht?“ zum ultimativen Sieger der Bagdadsoftware NOCAs 2012 gewählt? Die Antwort auf diese Frage und die Kandidaten auf den Plätzen 2 und 3 erfahrt ihr, wie in der Einleitung erwähnt, erst kommenden Montag. Erst dann wird der einzigartige Webmaster verraten, wer die ultimative der ultimativen Trophäen mit nach Hause nimmt und wer zumindest in den einzelnen Kategorien die Nase vorne hat. Natürlich wissen wir schon, wer die Sieger sind und könnten es euch auch bereits verraten, aber wo bleibt denn da die Spannung, der Spaß und die Unterhaltung?

Also werft lieber einen Blick in die Kommentare und ratet mit: Welchen Titel wird eurer Meinung nach der Webmaster ganz nach oben aufs Treppchen stellen? Und welches der 42 oben genannten Spiele kann zumindest den Genresieg davontragen? Fiebert mit und gebt auch gerne bereits erste Hinweise auf EURE Top Titel des Jahres 2012. Aber wie immer gilt: Eure Gewinner bitte erst am Montag verkünden! Wir wollen die Diskussion schließlich nicht unnötig aufsplittern und stattdessen alle gemeinsam feiern. Und nun entschuldigt mich: Meine Arbeit ist beendet und ich muss wieder meinen Stuhl wärmen gehen!

Der Webmaster: Danke Kessy für diese wunderbare Moderation. Was würden wir nur machen, wenn wir dich nicht hätten?!

Kessy: Vermutlich Kinderarbeiter aus China importieren. Dass DU deine Arbeit mal selbst machst, wäre schließlich mal was ganz Neues.

Der Webmaster: Aus China? Bist du verrückt?! Weißt du was die Kosten? Die holen wir Rumänien oder…ähm…ja, wo waren wir? Ach genau: Wir sind also nun endlich am Ende des heutigen Mo-moo-moonster-Eintrag angelangt. Ich hoffe, ihr schaltet auch am Montag wieder ein, wenn es wieder einmal nicht heißt: „Un de Gewinnä von dene Bagdadsoftware No-One-Cares-Awards 2012 is“.

Bis dahin: Viel Spaß beim Spielen, Lesen, Filme guggen, Arbeiten, Sex haben oder was auch immer ihr so den ganzen Tag treibt!

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< Die Credits sind vorüber und der Bildschirm wird schwarz, da der Eigentümer des Senders zu geizig ist, um ein 24-Stunden-Programm zu finanzieren. >

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