Azzkickr

Unpopuläres, Teil 1

Herrschaftszeiten! Ich war ja bislang immer fest der Überzeugung, dass man eine Schreibblockade nur dann haben kann, wenn man sich mit einer Materie beschäftigt, die einem nicht (mehr) liegt und/oder man sich unter Erfolgs- und/oder Zeitdruck befindet. Aber nein, jetzt sitz ich hier, noch genug Zeit bis zur Veröffentlichung des Artikels, keine drohende Benotung am Ende, die über meinen weiteren Werdegang entscheiden könnte und dennoch fällt mir nix Populäres ein, worüber ich umfangreich und detailliert berichten könnte. Sowohl der Hardware-, als auch Spielebereich liegt gegenwärtig, zumindest aus meiner Sicht heraus betrachtet, relativ brach. Von den ganzen neun (!) Spieletests der aktuellen Gamestar-Ausgabe sind vier (grob) als Indiespiele einzustufen (Q.U.B.E., Defenders of Ardania, To The Moon, Unepic), zwei sind Adventures (Deponia, Lost Chronicles of Zerzura), eines ein MMO (Star Wars: The Old Republic, „gähn“), eines ein Remake (Jagged Alliance: Back in Action) und eines ein – strenggenommen reiner – Koop-Shooter (Payday: The Heist). Wirklich reizen würde mich von diesen Titeln bestenfalls Deponia, Jagged Alliance: BIA und Payday. Für erstere beiden hab ich aber wohl keine Geduld, für letzteres keinen Spielpartner. Zumal ich lange überlegen müsste, ob mir ein 6-Level-Koop-Shooter 20 Euro wert wäre – wohl eher nicht.

Auch im Hardwarebereich herrscht nach wie vor Ebbe. Zwar hat AMD mittlerweile begonnen seine – sehr leistungsfähige – neue Grafikkartengeneration auszuliefern, bei Preisen über 400 Euro selbst für die kleinere Radeon 7950 ist mir dies aber keinen eigenen Artikel wert. Zudem, das sei noch gesagt, zumindest die Referenzkarten extrem laut sind – bei sehr hohem Stromverbrauch. Dass es aber besser gehen kann, zeigt bereits eines der ersten Partnerboards: die PowerColor Radeon 7950 PCS+. Solange der Preis aber nicht fällt, wird von meiner Seite nichts dazu kommen. Auf Intels IvyBridge-Architektur und Nvidias Kepler-GPU warten wir hingegen immer noch – voraussichtlich bis April.

Wenn also keine populären Themen vorhanden sind muss zwangsläufig auf unpopuläre zurückgegriffen werden. Alternativ könnte ich natürlich auch in der Abwesenheit des Webmasters versuchen, seine getreue Leserschaft durch unterschwellige, tiefenpsychologische Botschaften in meinen Artikeln gegen ihn aufzubringen und die Herrschaft an mich reißen. Harrharr!! Erste Maßnahme wäre dann: Bagdadsoftware.de in OberbayrischesBierstüberl.by umbenennen. Zweite Maßnahme: neue Themen (Rezepte für Weisswürscht, Brezn und Weissbier sowie das Schimpfen über alle Parteien, die nicht CSU heißen :laughing:). Dritter Schritt: mich als Führer etablieren!…

TRAIN SIMULATOR 2012

Train Simulator 2012…Zugführer nämlich! Was habt ihr denn gedacht?! Also bitte! Qualifiziert wäre ich für diese Stelle aber zweifelsohne, denn nachdem ich seit dem 23.12.2011 zig Stunden in den Train Simulator 2012 investiert und die Kampagnen sowohl in Diesel-, Elektro-, als auch Kohleloks – fast immer mit Bravour – durchgespielt habe, bin ich fester Überzeugung, dass es in der Realität nicht viel anders zugehen kann. Aber ernsthaft: obwohl ich wahrlich kein Anhänger von (Berufs-)Simulatoren bin (ich hatte bislang nur zwei kaum erwähnenswerte Begegnungen mit dem MS Flight Simulator 2002 und MS Train Simulator, die ich einerseits nur sehr kurze Zeit und andererseits alles andere als ernsthaft gespielt habe), hat mich der Train Simulator 2012 (aka Railworks 3) für mehrere Wochen regelrecht in seinen Bann gezogen.

Dabei klingt der „Spielinhalt“ im ersten Moment wenig spektakulär: möglichst fehlerfrei, also im Zeitplan und ohne Komfortmängel für die Passagiere bzw. ohne technische Bedienfehler sowie dem Befolgen der Streckensignale von A über B und C nach zu D kommen. Verstärkt wird dieser unspektakuläre Ersteindruck, wenn man dann schließlich zum ersten mal selbst Hand anlegt (empfehlenswerter Weise in einer einsteigerfreundlichen E-Lok) und feststellen muss, dass sich die Aktionen des Zugführers zum Großteil auf das Drücken der zwei Tasten zum Beschleunigen und Bremsen beschränken. Ausnahmen von dieser Spielmechanik bilden hierbei hauptsächlich die Frachtmissionen, wo es gilt, verschiedene Container in bestimmter Reihenfolge anzukoppeln, was also neben dem Stellen von Weichen auch das Rangieren beinhaltet – spaßig und tendenziell auch etwas herausfordernder als die normalen Passagierfahrten. Am schwersten zu meistern im ganzen Spiel sind aber die Fahrten in den Kohleloks, da es hier gilt den Kessel- und Bremsleitungsdruck im Auge zu halten; schafft man dies nicht, kommt man auch nicht vom Fleck. Zudem hat man – realitätsgetreu – auch keine Frontfenster, durch welche man einen Blick auf die Strecke und Signale werfen könnte. Immer wieder muss man sich also per Knopfdruck aus dem Fenster lehnen. Stellt euch an dieser Stelle also einfach den klischeemäßigen Lokführer vor, der, den Ellenbogen aus dem Führerhaus gelehnt, aus selbigem herausschaut :smile: .

Moderner Führerstand einer BR101Und doch sind es für mich persönlich die Passagierfahrten in den hochmodernen Zügen, die mir am meisten Spaß bereiten, wenngleich – wie bereits erwähnt – die weitestgehend einzige Herausforderung darin besteht, zum richtigen Zeitpunkt die richtige (der zwei Tasten) für die richtige Dauer (Bremsdruck, Beschleunigungsintensität) zu drücken. Was im Übrigen ziemlich schwer sein kann, da es ein hohes Maß an Selbstdisziplin und Konzentration erfordert, die Streckensignale richtig zu befolgen ohne dabei allzu viel Zeit zu verlieren. So bedeuten gelbe Signale in der Regel, dass ein rotes Haltesignal folgen KANN (aber eben nicht muss). Nun ist der Bremsweg bei Standardgeschwindigkeit jedoch oftmals weiter als der Weg bis zum nächsten Signal – man wäre also gut beraten, die Geschwindigkeit zu drosseln, soll die Mission nicht durch das Überfahren eines roten Signals beendet werden. Ist das folgende Signal dann aber doch nicht rot, wird man sich schnell über die verlorene Zeit ärgern. Zeit, die man beim nächsten gelben Signal natürlich wieder herausholen möchte (es geht ja um die Platzierung in der Online-Highscoreliste!). Aber ihr könnt euch sicher sein: das rote Signal wird kommen – und ihr werdet drüber fahren. Mission von vorne.

Es ist wohl letztlich einerseits dieses Streben nach Perfektion, der fehlerfreien, pünktlichen und komfortablen Zugfahrt (vor allem durch das komparative und kompetitive Element der Highscoreliste). Hinzu kommt die individuelle Vorstellungskraft des Spielers, die das Spielerlebnis maßgeblich beeinflusst: ich habe nicht selten vor dem Bildschirm gesessen und mich bei jedem Halt an einer Bahnstation per „imaginärer Durchsage“ bei den „aus- und umsteigenden Passagieren für die Fahrt mit der Deutschen Bahn“ bedankt :smile: Es ist dies wohl ein Element, was auch den Erfolg anderer Simulationen – aber zweifelsohne auch generell vieler anderer Spiele – erklären mag: das Reizen der Vorstellungskraft des Spielers in eine andere Welt eintauchen zu können.

Schafft man es, dort hin zu entschwinden, lernt man auch schnell, über die ein oder andere Schwäche des Spiels und manches fehlende Detail hinwegzusehen. Denn wenn man sich die eben erwähnte Durchsage selbst vorspricht, muss sie logischerweise im Spiel fehlen. Genauso wie beispielsweise auch Durchsagen an den Bahnhöfen oder Schaffner die per Zeichen die Weiterfahrt signalisieren vermisst werden. Auch ist die Technik, sowohl was Grafik als auch Akustik angeht bestenfalls „solide“. Es reicht halt geradeso, um die Phantasie des Spielers anzuregen und sich die vorhandenen Schwächen wegzudenken. Auch gibt es einige kleinere Bugs in dem Spiel. Und die Ladezeiten sind schlicht eine Frechheit (3-4min pro Strecke).

Eingeschränkte Sicht in einer DampflockAn Abwechslung hingegen mangelt es – zumindest vor dem Hintergrund des sehr günstigen Steam X-MAS-Deal-Preises in Höhe von etwa 5,00 Euro – kaum: 18 Züge, 9 (teils jedoch herrlich unspektakuläre) Strecken (z.B. Deutschland: Hagen-Siegen, Seebergbahn. USA: Barstow-San Bernadino. England: Newcastle-York, Oxford-Paddington) und eine 12 Missionen umfassende Kampagne mit einer Dauer von 20-90 Minuten pro Mission. Hinzu kommt ein Editor, den ich jedoch noch nicht gestartet habe – und wohl auch nicht werde. Wer Nachschub braucht, wird generell fündig: an (hochpreisigen) DLCs, die das Hauptprogramm um weitere Strecken und Züge erweitert, mangelt es generell nicht, auch wenn Deutschland bislang vernachlässigt wurde.

FAZIT: Der TrainSimulator 2012 ist ganz sicher ein sehr unterhaltsames Spiel. Auch Leute, die dem Genre eigentlich abgeneigt sind, sollten einen Blick riskieren. Für einen Nachfolger wünsche ich mir jedoch mehr Details, bessere Grafik, (besser) animierte Passagiere und kürzere Ladezeiten.

Hat euch dieser Artikel schon gelangweilt, so könnt ihr euch freuen: im nächsten (05.03) wird es noch schlimmer werden :smile: Bis dahin „bedanke ich mich bei Ihnen für die Reise mit der Deutschen Bahn und wünsche noch einen angenehmen Tag“ :wink: .

PS: Die von mir gespielte Steam-Version basiert auf der amerikanischen Ladenversion. Der ICE ist daher leider nicht im Hauptprogramm enthalten – anders als bei der deutschen Retail-Variante. Deswegen wurde hier auch das Bild der „nicht-deutschen“ Verpackungsversion verwendet.

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12 Kommentare

Train Simulator ist schon super :laughing:

Ich würde das Spiel echt gern mit DLCs um weitere Züge und Strecken erweitern und auch wenn die Auswahl riesig ist, so find ich doch die Preise echt völlig überzogen. z.B. 20€ für den ICE und dann ist nichtmal ne neue Strecke mit dabei. Insgesamt schlagen die 94 DLCs mal eben mit 1200€ zu Buche ;)
Zumindest hab ich mittlerweile rausgefunden, warum es fast keine deutschen DLCs gibt: Die gab es mal (auch auf Steam) wurden aber anscheinend wegen Lizenzschwierigkeiten oder so alle rausgenommen, sollen jetzt aber nach und nach wieder kommen (der ICE hat ja schon den Anfang gemacht).

Aber die Ladezeiten sind echt unerträglich… Das ham sie irgendwie richtig verbockt.

Gibt's keine Retailpakete wo ein paar DLCs für 30 Euro oder so drin sind? Ist doch meist Standart bei solchen Sim-Spielen.

Wie mans nimmt… Ja es gibt Retail Addons, extrem Umfangreich find ich die für den Preis aber auch nicht:
z.B. für 13€ einen Zug:
https://www.amazon.de/Train-Simulator-Railworks-Schnellz%C3%BCge-Baureihe/dp/B004762X8A/256-3733864-8899169?ie=UTF8&qi=&ref_=sr_1_8#38;qi d=1329124250&sr=8-8
Deutlich mehr Umfang, dafür aber auch 46€, das Schweizer Paket:
https://www.amazon.de/Train-Simulator-2012-Railworks-Route/dp/B0054RJWZI/256-7537730-9894854?ie=UTF8&qid=1&ref_=sr_1_3#38;qid=1 329124250&sr=8-3
Das Einzige was ich halbwegs ok fänd is das Köln Paket für 27€:
https://www.amazon.de/Train-Simulator-2012-Railworks-K%C3%B6ln-D%C3%BCsseldorf/dp/B005Y8KAUS/253-3436594-7435868?ie=UTF8&ie=&ref_=sr_1_2 UTF8&qid=1329124250&sr=8-2

GT? Also ich hab zumindest nie von irgend nem anderen Simulator als dem Train Sim geredet. Sowas kommt mir gar nicht in die Tüte ;)

Was bitte ist CT ???

Naja, wie auch immer: ich hab zufällig vor eininge Tagen die Demoversion vom Euro Truck Simulator 2 gespielt. Mehrere Stunden lang. Der ist echt klasse. Könntest du dir au ma ankuggen, Ron ;)

Ich habe mir nun auch den Train Simulator 2015 geholt. Dieser Artikel befasst sich mit einem älteren Modell, aber wie ich schon anhand der Bedienelemente sehe, hat sich vom UI und der Steuerung her nicht viel getan. Auch die Engine stellt die Welt von Version zu Version nur leicht hübscher, aber vor allem flüssiger da.

„[…]bin ich fester Überzeugung, dass es in der Realität nicht viel anders zugehen kann.“ – Die Ansicht hat sich wahrscheinlich mittlerweile geändert, aber ich will sagen, dass es definitiv nicht ganz so ist. Klar, Blick aus dem Fenster, Signale erkennen, darauf reagieren, Beschleunigen, Bremsen etc., das ist schon alles richtig. Aber so für voll nehmen sollte man das Spiel wirklich nicht. Die Eigenentscheidungen des Lokführers, das Bremsverhalten und die Signale, da stimmt Einiges nicht.

Nachdem ich in Hamburg im richtigen Zugsimulator fahren durfte, an denen die Tfs ausgebildet werden, außerdem schon diverse Male mit Berechtigungsschein im Führerstand mitgefahren bin und auch einige Wochen Seminare zum Thema hatte, muss ich zugeben, dass unsere Trainer Recht haben: Fachlich ist die Train Simlator-Reihe nicht zu gebrauchen. Ich würde mir ein Spiel wünschen, dass annähernd „hübsch“ wie die Reihe ist, aber dafür eben auch genug in die Tiefe geht. Doch dann ist es eben kein „Spiel“ mehr und obwohl da Simulator im Namen steckt, ist es in erster Linie ein Spiel und das sollte jedem klar sein. Beim Eurotruck erwartet man ja auch keine 10 Polizeikontrollen pro Stunde, nur weil man in Pirna irgendwo rumfährt… Ein korrekt entworfener Simulator für PC existiert im Übrigen (sogar gratis wenn ich mich nicht täusche), sofern man Lokführer-Zugehörigkeit irgendwie hat. Der wurde von zwei Tfs entworfen. Ich habe da aber auch keinen Zugang zu, obwohl ich tatsächlich danach gesucht habe. Optisch sieht der dann natürlich noch schlimmer aus als Minecraft.

Zu den Signalen: Ersteinmal ist es so, dass das gelb nicht bedeutet, dass ein Signal im folgenden Blockabschnitt Halt zeigen kann, sondern, dass man mit einem Halt zeigenden Signal zu rechnen hat und entgegen Fahrplan bzw. EBuLa (den vermisse ich im neusten Ableger irgendwie auch IMMER NOCH, aber kann sein, dass der im Academy Modus nicht enthalten ist) seine Geschwindigkeit anzupassen hat. Das Ganze wird im Eintrag zwar nur angekratzt, aber in der Realität ist es so, dass du dann entweder durch PZB oder bei bestimmten Strecken mit LZB eingebremst wirst. Hält man sich da nicht dran, dann kann da auch schon eine ruppigere Bremsung kommen, die man nicht so einfach wegdrücken kann und die kann Passagiere der Wohlfühl-Waggons stark gefährden. Ich habe jetzt auf Youtube einige andere Strecken gesehen, wo es dann genauso ist (vermutlich ist der Academy Modus doch zu arg abgespeckt), aber dafür kommen diese Bremsungen nicht zwangsläufig mit jedem Blocksignal, was auch schon sehr merkwürdig ist. Die Signalbilder sind außerdem recht einfach gehalten, damit man nicht gleich die komplette 301 von den Spielern auswendig lernen lässt. Wenn die Realität so wäre, hätte ich einige Sorgen weniger. Vorsichtshalber ist in der Simulation auch die ganze Strecke mit Lichtzeichen gesegnet, was ich bei München Rtg Gamisch gerade noch mit einem Auge wegblinzeln kann.

Auch das Beschleunigungs- und Bremsverhalten ist interessant. Zu Anfang wenn es relativ langsam los geht, da dachte ich: Oh, fühlt sich doch ganz echt an. Aber die extrem langen Bremswege, sind zwar schön lang dargestellt, aber immer noch nicht realistisch lang genug. Genauso auch das zweite Beschleunigen, dass dann komischerweise doch schon wesentlich flotter von Statten geht. Nachdem ich mich in den einschlägigen bahnsexuellen Foren zu den Spielen eingelesen habe, wurde mein Verdacht bestätigt, dass das arg verzerrt dargestellt ist. So wie in Shootern, wenn man im Prinzip gleichwertig aufgebaute Gewehre hat und sich alle komplett unterschiedlich anfühlen. (Da müssen die Leute beim Drall der Steyr AUG wohl in jedem Spiel gepennt haben…)

Im wirklichen Leben ist von meinem Empfinden her das Bremsen eine Kunst, die erst mit der richtigen Erfahrung kommt. Wahrscheinlich will das Spiel nicht zu frustrierend sein, aber da muss man auch als Spieler hart sein: Denn wenn man so haarklein Wetter, Uhrzeit und Co. einstellen kann, dann muss das Bremsverhalten im Regelfall wesentlich besser abgebildet werden, um die Extremfälle, wie Eis, Feuchtigkeit und sonstige Einwirkungen überhaupt aufnehmen zu dürfen. Heißt ja nicht umsonst, dass die Bahn vier Todfeinde hat: Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Hinweis: Ein komplett Bahnsexueller oder ein Fachwirt wird mich natürlich nach Strich und Faden auseinander nehmen, denn ich kratze hier nur an der obersten Oberfläche und Tiefenfachwissen eines Tfs muss ich auch nicht haben, aber vom Grundprinzip her sollte man sich eingestehen, dass dieses Spiel wirklich nur ein Spiel ist. Mehr nicht. Man sollte es „Züge schubsen v2015“ nennen, aber klar, dass das nicht so gut ankäme. Im Übrigen kann ich auch nur von Deutschland sprechen, denn sonst wird es ja komplett von Land zu Land anders gemacht, was meines Erachtens auch sehr bedenklich ist. Auch schön, dass man im Spiel automatisch davon ausgeht, dass man als Zugführer den Zug wirklich steuert. In der Realität ist der Zugführer nur in Personalunion auch tatsächlich die Person, die den Zug steuert. Zum Beispiel auf kleineren Regionalstrecken.
Ich will das Spiel jetzt auch nicht komplett zerpflücken, denn immer wieder höhere ich von den erfahreneren Kollegen, dass es „für eine Simulation nicht schlecht“ ist. Ist halt die Frage, was man will. Wenn man wirklich so mit dem Spiel Spaß hat, dann ist das ja schon mal schön. Aber auf keinen Fall darf man sich einbilden, dann direkt in den Führerstand zu steigen. Mich enttäuscht es, weil ich es als Lernhilfe nutzen wollte und mir YT Videos zur Einschätzung nicht reichten.

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