Herstellerbild zu Orcs & ElvesGerade das Ende des rundenbasierten Rollenspiels Orcs & Elves (DS) erlebt. Hat nur 4 1/2 Nettostunden gedauert, was mich etwas überrascht hat. Vergangenen Donnerstag hatte ich ja mich noch aus dem Fenster gelehnt und was von „umfangreich“ gelabert. Dem ist dann leider nicht so. Zum Vergleich Mit DOOM II RPG (iOS) ist man gut 8 Stunden beschäftigt. Und die DS-Version von Orcs & Elves hat sogar schon mehr Inhalt zu bieten als die ursprüngliche Handyversion.

Ihr merkt auch ganz genau, wo diese zusätzlichen Inhalte eingeschoben wurden, was aber jetzt nicht wirklich schlimm ist. Zum einen hat man tatsächlich die Möglichkeit die Nebenquest komplett zu ignorieren und zum anderen ist es auch ganz nett mal kurz ein anderes Ziel zu verfolgen. Aber selbst wenn es eben nur 4 1/2 Stunden sind: Meine Meinung dazu hat sich bis zum Ende nicht verändert. Das Spiel ist erstklassige Handheld-Unterhaltung und es ist sehr schade, dass es Teil 2 nie auf den DS (oder eine andere Plattform außerhalb von Handys) geschafft hat. Hätte sehr gerne endlich die Unterwelt hinter mir gelassen und durch das Elfenland gelatscht. Aber man kann ja nicht alles haben. Wenn ihr allerdings ein iOS-Gerät besitzt und bis heute nicht zumindest DOOM II RPG gespielt habt, dann geht in die nächste Ecke und schämt euch eine Runde. Danke!

Ich kann’s nimmer seh’n!

Fallout: New Vegas habe ich hingegen derzeit wieder beiseitegelegt, obwohl ich jetzt nur noch den DLC Lonesome Road vor mir habe. Aber ich hatte schon während Dead Money gemerkt, dass ich das Spiel langsam aber sicher nicht mehr sehen kann und mich durchaus auch ein Stück weit einfach nur durchgequält. Als ich danach Lonesome Road gestartet und die Kartengröße gesehen habe, verging mir endgültig die Lust. Da muss jetzt erst mal ein halbes Jahr oder so rumgehen, bevor ich es wieder anfasse. Deswegen interessieren mich auch Mods überhaupt nicht. Irgendwann habe ich einfach keine Lust mehr mich noch weiter mit einem Spiel zu beschäftigen.

Ich weiß entsprechend echt nicht, wie manche Leute innerhalb eines Monats nach Release 60+ Stunden in ein The Elder Scrolls V: Skyrim investieren können. Da würde ich unabhängig von der Qualität total bekloppt werden. Selbst der „Jetzt erst recht“-Teil meines Gehirns sendet zu diesem Zeitpunkt nur noch ein „Leck mich doch!“ aus. Und dann kommen solche Leute auch noch daher und sagen was von „ich hab‘ schon so viele Stunden investiert und dabei noch nicht einmal die erste Quest gemacht“ oder so. Das konnte ich noch nie, obwohl ich prinzipiell auch so einer bin, der jeden Winkel der Welt erkundet haben will, um ja nichts zu verpassen. Vor allem wenn ich auch noch ein Achievement dafür kriege. Aber ich gehe dabei doch irgendwie effizienter vor. Wenn ich bedenke, dass ich Dragon Age: Origins nach gut 35 Stunden mit 100% hinter mir hatte, musste ja das Guide machen, und unser Azzkickr 60+ Stunden dafür brauchte, gibt mir das schon ein wenig zu denken. Wobei das Ganze auch einen enormen Vorteil hat: Ich kann in der gleichen Zeit doppelt so viele Spiele durchzocken wie Azz! Wenn ich mir so meine Sammlung anschaue, müsste ich den Wert aber sogar noch verzehn- oder verhundertfachen :smile: .

Nervig

Mal schauen, auf was für Spiele ich mich nun als nächstes vollständig konzentriere. Wird glaube ich mal wieder Zeit für ein bisschen Xbox 360. Allerdings dann kein Lollipop Chainsaw. Das hat mich ein wenig durch sein Speichersystem verkräzt. So gibt es zwar Checkpoints, die merkt er sich aber nur solange, bis ihr das Spiel verlasst. Danach müsst ihr den Level also wieder von vorne anfangen. Das bedeutet, dass ich schon wieder Level 1 neu anfangen müsste und so was kotzt mich einfach nur an.

Ja, das Spiel hat insgesamt nur sechs sehr lange Levels. Das ist aber trotzdem kein Grund dafür keine festen Speicherpunkte anzubieten. Von mir aus auch mit Bestrafung, wie damals in Enclave, wenn ich sie benutze. Aber so habe ich absolut keine Motivation das Spiel nochmal zu starten.

Ich werde wohl tatsächlich langsam alt und achte mehr und mehr darauf, wie ich meine Zeit (effizienter) verbringe und bin entsprechend kritischer bei solchen Punkten geworden. Da passt es einfach nicht rein, wenn ich ein Spiel nicht innerhalb eines vertretbaren Zeitrahmens ausmachen kann, um mich mit etwas anderen zu beschäftigen. Und auch wenn wir das Thema schon ein paar Mal hatten, kann ich kann nur wiederholen, dass auch ich lieber 45 Euro für acht richtig gut gefüllte Stunde mit einem entsprechenden hohen Flow ausgebe, als mich 60 Stunden irgendwo durchzuquälen. Daran ist definitiv nicht nur meine riesige Spielesammlung schuld, die mir ständig im Nacken hängt. Da steckt auch ganz klar ein gewisser… ja, vermutlich Qualitätsanspruch dahinter.

Ich wünsche eine angenehme Woche!

Herstellerbild zu Beat HazardJa, der viele Regen hätte nicht unbedingt sein müssen. Und ab und zu nervte der Wind auch. Aber das ist mir am Ende dann doch irgendwie alles lieber, als diese blöde Hitze. Definitiv mal wieder zu heiß zum Denken und eher eine Woche, in der man die meiste Zeit im Schwimmbad verbringt. Und wenn ihr eh schon da seid: Informiert euch doch mal, ob es dort nicht einen Aqua Jogging-Kurs gibt. Helft dabei mit das derzeit leider korrekte Klischee vom Sport für 40+-Frauen (Alter sowie Umfang) zu entkräften! :smile:

Und da es so heißt ist, gibt es heute seit langem mal wieder eine Runde Ultrakurzeindrücke von Spielen, zu denen ich zumindest in nächster Zeit nichts mehr Ausführliches schreiben werde:

Indiziertes Konsolenspiel von Namco Bandai Games von 2009, das nie in Deutschland erschienen ist, von vielen Magazinen nur mittelmäßig bewertet wurde und auf einer japanischen Manga- und Animeserie basiert, mit Samuel L. Jackson als Sprecher in der TV-Serie und auch dem Spiel basiert und nicht nur eine Cel-Shading-Optik besitzt, sondern auch sonst stark an XIII erinnert und nicht weniger blutig ist (X360, PS3): Es ist indiziert, also kann ich auch nicht drüber schreiben und eine Kaufempfehlung aussprechen. Man, das weiß doch jedes Kind!

Beat Hazard (Ultra Edition) (PC, iOS, PS3): Eine Art aufgemotztes Asteroids, das die Gegner und Spielgeschwindigkeit aufgrund der „Beats“ der Musik im Hintergrund generiert. Und die Hintergrundmusik wird aus den MP3s auf eurer Festplatte generiert. Sehr viele abwechslungsreiche Spielmodi (inklusive Multiplayer, der anders als beispielsweise bei Audiosurf tatsächlich gleichzeitig abläuft!), Schwierigkeitsgrade und Individualisierungsoptionen („Aktiviere ich lieber den Perk mit dem ich einen höheren Multiplikator bekomme, oder doch lieber den, mit dem ich Miniraketen abschießen kann?“). Nichts für Epileptiker, da das Spiel äußerst effektreich daherkommt, aber definitiv sehr cool und dank Headup Games jetzt auch im Laden erhältlich.

Ace Combat 6: Fires of Liberations (X360, PS3): Anders als der Nachfolger Ace Combat: Assault Horizon noch etwas mehr auf Simulation statt auf Action getrimmt (soweit man mit dem Gamepad ein Flugzeug simulieren kann). Die Übersetzung ist, zumindest auf Englisch, sehr fragwürdig und auch die Sprecher konnten mich bislang nicht überzeugen. So heißt die Hauptstadt des eigenen Landes im Spiel „Gracemania“ und die Erzähler wiederholen immer wieder mal Fakten, die man zwei Sekunden vorher schon gehört hat wie „Meine Tochter Matilda stieg gerade in den Bus ein.[…]Matilda, meine Tocher macht das und das“. Völlig bescheuert. Aber das eigentliche Spiel kann trotzdem überzeugen. Dogfights konnten tatsächlich auch schon 2007 mit dem Gamepad Spaß machen. Ich empfehle aber dennoch erst einmal Ace Combat: Assault Horizon zu spielen, falls ihr neu in die Serie einsteigt.

Herstellerbild zu DeathsmilesPokémon: Schwarze Edition (DS): Ja, ich habe mir endlich mal ein Pokémon-Spiel gekauft. Leider werde ich von der Vielzahl an unterschiedlichen Werten von jedem Pokémon faktisch erschlagen, obwohl ich erst um die 20 Stück gefunden habe. Wer kann sich auch bitte merken, welche Art von Angriff oder Pokémon-Typ jetzt gegen die anderen 300 Typen und Angriffsarten besonders effektiv oder schwach ist? Zumal man im Kampf nicht nachschauen kann, was sich eigentlich hinter dem jeweiligen Angriff verbirgt. Und an die hohe Zahl an Zufallskämpfen werde ich mich wohl auch nie gewöhnen. Dennoch kann ich nicht bestreiten, dass das Sammeln und Kämpfen durchaus seinen Reiz hat.

Orcs & Elves (DS): Das Spiel, mit dem id Software in den Mobile Games-Markt eingestiegen ist in einer erweiterten und für DS-optimierten Version (erschien ursprünglich für Handys). Wer die geistigen Nachfolger Wolfenstein RPG (indiziert) oder DOOM RPG (auch indiziert) oder DOOM II RPG gespielt hat, der weiß was ihn bei Orcs & Elves erwartet: Ein rundenbasiertes Rollenspiel, in dem ihr in klassischer Dungeon Master-Manier in der Ego-Perspektive durch Dungeons lauft, gegen Fantasy-Kreaturen kämpft, Gegenstände aufsammelt, euren Charakter hochlevelt und ab und zu auch einen Quest löst. Hier und da fehlt einem zwar das ein oder andere Komfortfeature aus den späteren Werken, dennoch erstklassige und umfangreiche Handheld-Unterhaltung, die auf dem DS tatsächlich Konkurrenzlos ist.

Herstellerbild zu SSXDeathsmiles (Deluxe Edition) (X360): Eine Umsetzung für Konsolen des Arcade-Shmups (Shoot’em Up). Offiziell nennt sich das Genre sogar „Manischer Arcade-Shooter“. Im Prinzip ist es ein horizontaler Shooter wie Söldner-X. Ihr steuert ein Schiff beziehungsweise hier einen Anime-Charakter durch einen horizontal scrollenden Level und von überall kommen Gegner herangeflogen, die ihr abschießen müsst. Es gibt Powerups zum Sammeln, Highscores zum Schlagen und am Ende des Levels wartet dann ein Bosskampf. Das übliche eben. Manisch wird das ganze dadurch, dass a) buchstäblich dutzende, teilweise sogar hunderte Objekte (Projektile, Gegner) auf dem Bildschirm sind und ihr so teilweise gar keine Chance habt auszuweichen (es sei denn ihr seid einer dieser Cracks) und b) der Schwierigkeitsgrad auch so schon verdammt hoch ist. Zumindest gibt es einen Spielmodus, in dem ihr unendlich viele Continues habt. Die komische Hintergrundgeschichte, ich weiß bis heute nicht, um was es eigentlich geht, macht es auch nicht wirklich besser. Definitiv nix für „normale“ Spieler.

DoDonPachi Resurrection (Deluxe Edition): Dasselbe wie Deathsmiles nur statt einem horizontalen Shooter, erwartet euch hier ein vertikaler Shooter. Auch die gleichen Features und Probleme wie oben: Bockschwer, unübersichtlich wie Hölle weil ewig viele Objekte auf dem Bildschirm und eine komische Hintergrundgeschichte. Wer auf solche Spiele nicht unbedingt schwört, der sollte lieber Pop’n Twinbee oder Raptor spielen. Die sind zugänglicher :smile: .

SSX (X360, PS3): Das beste Snowboardspiel aller Zeiten. Punkt. Ja, einige Fans der Serie sind anderer Meinung und vermissen vor allem das schräge Setting und Gameplay von SSX Trick. Aber da ich die nie gespielt habe, bin ich da auch nicht voreingenommen. Stattdessen erfreue ich mich an der äußerst guten Grafik, der größtenteils saugeilen Lieder des Lizenzsoundtracks (habe dadurch die Band The Naked And Famous für mich entdeckt) und der, nach kurzer Einarbeitungszeit, überraschend eingängigen Steuerung. Selbst wenn ich eine Abfahrt zum 20. Mal starte, weil ich unbedingt die Bestzeit schlagen möchte, es macht dank des stimmigen Gesamtpakets immer noch einen Heidenspaß und fühlt sich fantastisch an. Schade nur, dass es keinen Splitscreen-Modus gibt.

Ich gebe ab bis Montag!

Am 24. September 2012 soll es endlich soweit sein und die langerwartete Version 13 von Garry’s Mod erscheinen. Ich bin sehr gespannt drauf. Es sind sehr, sehr viele neue Features mit dabei, welche die Arbeit für alle beteiligten stark vereinfachen sollen. Übersichtlichere Menüs, einfachere Möglichkeiten der NPC- und Ragdoll-Positionierung, neue optische Spielereien und eine einfachere Aufnahme von Videos und Demos sind nur ein paar der Punkte aus dem ewig langen Changelog.

Leider ist die Beta-Version absolut nicht für den produktiven Einsatz zu gebrauchen. Die Performance ist unter aller Sau, viele Sachen gehen nur teilweise oder gar nicht und er lädt auch nicht alle Assets. Deswegen steht ja auch noch „Beta“ drauf. Gleichzeitig ist das aber auch der Grund, warum es heute wieder kein neues Garry’s Mod-Bild gibt. Natürlich hätte ich auch einfach mit Version 12 was machen können. Aber nach der ganzen Ausprobiererei hatte ich schlicht keine Lust mehr :smile: .

Dafür habe ich, wie schon beim letzten Mal, gleich drei neue Signaturen angefertigt.

Theatrhythm Final Fantasy

Das erste Bild ist, wie man unschwer erkennen kann, dem Spiel Theatrhythm Final Fantasy gewidmet. Das hat mich wirklich sehr positiv überrascht (merkt euch diesen Satz! *wink wink*) und ich spiele es auch weiterhin gerne (derzeit mit den teilweise bockschweren Dark Notes beschäftigt). Ist allerdings wenig verwunderlich: Ich als alter Spielesoundtracks-Hörer habe, wenn auch unbewusst, seit dem ersten Guitar Hero genau auf so etwas gewartet. Wen interessiert schon Metallica, AC/DC, The Beatles und der ganze Kram?! Ich will Frank Klepacki (Lands of Lore: The Throne of Chaos), Dynamedion (Die Siedler 7) und Jerry Martin (Die Sims)!

Bislang wollte oder wusste aber wohl niemand so recht, wie man diese Soundtracks (oder auch Filmsoundtracks) umsetzen kann. Mit Theathythm Final Fantasy steht die Tür aber nun weit offen für weitere Experimente dieser Art und ich hoffe inständig, dass das Spiel sich gut verkauft. Wer möchte schließlich nicht im Takt der Musik von Bastion auf den Bildschirm tippen? Wie? Ihr nicht? Ach, ihr habt doch keine Ahnung! :smile: . Die Tests sind nach anfänglicher Skepsis in den Previews im 80iger Bereich. Und in Japan hat es sich in der ersten Woche fast 70.000 Mal verkauft. Gut, Super Mario 3D Land ist ein bisschen mehr (so mehrere hunderttausend Mal) in der Zeit über die Ladentheke gewandert und ist das bislang am meisten verkaufte Nintendo-3DS-Spiel, aber das sind doch nur Details. Wer achtet schon auf so was.

The Offspring

Diese Signatur ist mal wieder eine Prämiere. Spiele und Filme durften bereits als Inspiration für ein Bild herhalten. Aber einer Band hatte ich noch nichts gewidmet. Wurde echt mal Zeit das zu ändern. Und da ich derzeit Days Go By hoch und runterhöre (mit drei Mal weiterdrücken dazwischen), fiel die Wahl ohne lange Nachzudenken auf The Offspring. Und vermutlich hättet ihr mich auch schief angeschaut, wenn ich eine Signatur zu Loituma oder Heather Nova gemacht hätte. Gehört sich ja nicht für einen Mann, so was gut zu finden :wink: .

Das ist allerdings nicht die einzige Begründung. Ich höre zwar auch Metallica, Nightwish, AC/DC, In Extremo und wie sie alle heißen sehr gerne. Aber The Offspring ist im Prinzip mein id Software im Musikbereich. Von den anderen kaufe ich mir zwar immer die neusten Alben und gehe auch gerne auf ein Konzert, wenn sich die Gelegenheit denn bietet. Aber zu den Kaliforniern habe ich definitiv eine Fanboy-Beziehung.

Langweilige Geschichte

Gehört habe ich sie zum ersten Mal irgendwann 1994/1995 auf irgendeinem Zeltlager. Da hatte einer ihr drittes Album SMASH (1994) dabei und auch mir gefiel der Song Self Esteem sehr gut. So kam es, dass ich sehr bald das Album geschenkt bekam — und es hasste. Ich tauschte am Ende sogar mit meinem Bruderherz, glaub gegen ein PUR-Album (ich war jung und dumm), weil ich die CD nicht hören wollte (selbst Self Esteem ging mir sehr schnell auf den Geist). Ich empfinde auch heute SMASH immer noch als eines der schlechteren Alben (nach Conspiracy of One), selbst wenn ich für diese Aussage jetzt gesteinigt werde. Erst als ich Ixnay On The Hombre (1997) in die Finger bekam, habe ich der Band eine neue Chance gegeben (und auch mal Ignition sowie The Offspring gehört).

Und seitdem sind die Jungs meine absolute Lieblingsband. Wenn Noodles mal wieder betrunken auf Twitter postet, dann lese ich es genauso, wie ich auch jedes noch so schlechte Video auf YouTube anschaue und genau verfolge, was und wo die Jungs so rummachen. Hier übrigens die relativ gute und komplette Aufzeichnung von ihrem Konzert bei Rock am Ring 2012. Anschauen! Sofod! Leider haben sie kein einziges Lied vom neuen Album gespielt. Und nein, ich war leider nicht dort. Da hätte ich sonst schon einen Eintrag dazu geschrieben :smile: . Das ist für mich dann doch noch eine viel zu extreme Situation, so ein richtig großes Festival.

BRINK

Ich gebe offen zu, dass ich derzeit wieder mit einem breiten Grinsen vor dem Rechner sitze. Aber nachdem, was ich mir vor einem Jahr aufgrund meines Tests und der Wertung von 9,0/10 alles anhören durfte, darf ich das ruhig.

Zur Erklärung: BRINK war mal wieder im Steam Sale zu haben und es haben erneut viele Leute zum kleinen Preis zugegriffen (auch Azzkickr und JakillSlavik waren dieses Mal dabei). Und siehe da: BRINK ist wohl doch nicht so schlecht, wie vor allem die amerikanischen Medien es damals zum Release behauptet hatten. Hat der kleine, doofe Webmaster mal wieder Recht gehabt. IN YOUR FACE, HATERS! Und da habe ich mir halt gedacht, dass es mal Zeit wird dem Spiel eine kleine Signatur zu widmen. Zwar ist das Symbol (die Bagdadsoftware-CD) nicht so gut geworden, wie ich es gerne gehabt hätte. Aber passt scho :smile: .

Mehr Infos zur eigentlichen Erstellung gibt es wie immer auf der entsprechenden Unterseite. Ich wünsche einen angenehmen Start in die neue Woche.

Vorsicht: Der folgende Text enthält massive Spoiler zum Fallout: New Vegas-DLC Dead Money!

Es ist ja nicht so, dass ich es gewollt hätte. Ich habe mehrfach versucht auf ihn einzureden. Aber wahrscheinlich hatte er schon aufgehört mir zuzuhören, als wir uns das erste Mal in seiner Befehlswohnung begegnet sind. Für ihn war ich nur ein Mittel zum Zweck. Es kümmerte ihn nicht, dass seit 200 Jahren um ihn herum alles tot und er selbst nur noch ein Abziehbild seiner Vergangenheit war. Der Gedanken an Rache erfüllte ihn gänzlich und machte ihn auch innerlich zu einem hässlichen Ghoul. Doch alleine konnte er sein Ziel nicht erreichen. Er brauchte mich, um ins Sierra Madre einzudringen.

Zu dem Zeitpunkt wusste ich aber von all dem noch gar nichts. Dean, so war sein Name, war einfach ein weiteres Arschloch, dem ich auf meinen Reisen durch das Ödland begegnete und dessen Hilfe ich notgedrungen in Anspruch nehmen musste. Mein Hass galt zuerst einmal demjenigen, der mich überhaupt erst in dieses gottverlassene Geisterdorf gebracht hatte. Interessanterweise wollte auch er in das Casino gelangen. Er zwang mich entsprechend dazu, die anderen drei im Dorf Verschollenen zu finden und zusammen mit ihnen die Grabesruhe zu stören. Dank einer von ihm kontrollierten Bombe um den Hals, hatte ich wohl oder übel keine andere Wahl als seinem Befehl zu gehorchen. Glücklicherweise erging es den anderen genauso. Stirbt einer, sterben alle, war die Devise. Das machte die Sache etwas leichter.

Ruhelose Geister

Herstellerbild zu Fallout: New Vegas - Dead MoneyWobei „etwas leichter“ immer noch „verdammt schwer“ bedeutete. Was die fallenden Bomben aus diesem Ort und seinen ehemaligen Bewohnern gemacht hat, ist das schlimmste, was ich bislang gesehen habe — und ich habe schon in unzähligen Vaults dem absoluten Grauen ins Gesicht geschaut. Wenn ich wenigstens meine Waffen dabei gehabt hätte! So musste ich mich mir mit dem behelfen, was ich so finden konnte: angerostete Küchenmesser, uralte Pistolen und anderer, für mich völlig unbrauchbarer Kram. Ich habe mich verdammt nochmal auf Energiewaffen spezialisiert! Was will ich da so uraltem und fehleranfälligem Pulverzeugs?

Zumal die Dorfbewohner zu etwas geworden sind, dass sich sowieso nicht mehr durch Kugeln beeindrucken lässt. Schneidet man ihnen nicht explizit die Kehle durch, stehen sie immer wieder auf. Sie erinnern mich ein Stück weit an die alten Geschichten von Zombies, welche die Welt nach der Apokalypse unsicher machen. Wenn die Erzähler damals nur gewusst hätten, wie schrecklich tatsächlich die Welt nach dem atomaren Krieg aussieht.

Allerdings sind die Geister eher wie hungerlose Zombies, die sich hinter einer Maske mit giftgrün glühenden Augen verstecken und rastlos die Gassen patrouillieren. Zusammengekauert habe ich sie anfangs aus dem Schatten heraus beobachtet. Ihrem markerschütternden Heulen gelauscht und versucht ihr Tun zu entschlüsseln. Doch schon bald wurde mir klar: Diese Geister erfüllen keinen Zweck mehr. Ihr stochern im Geröll, ihr Wille alles zu töten, was sich bewegt — dahinter steckt kein Instinkt oder gar Gedanke mehr. Nur wenn sie eines der vielen Hologramme erblicken, welche unermüdlich die Vorzüge des Sierra Madre preisen, dann scheinen sie sich kurz an ihr ehemaliges Leben zurück zu erinnern. Doch dieses Aufflackern einer Gehirnaktivität dauert nur kurz an.

Die ersten Zwei

Ich habe nur ungern den Kampf mit ihnen gesucht. Stattdessen bin ich von Schatten zu Schatten und über die Dächer zu meinen Zielen gehuscht. Selbst der schizophrene Supermutant Dog ist bereitwillig in die Knie gegangen, um den Kämpfen zu entgehen. Aber von ihm möchte ich gar nichts erzählen. Er war nur ein weiterer Schlüssel, dessen ich mich annahm und ihn so lange bearbeitete, bis er ins Schloss namens Sierra Madre passte. Dean und Christine hingegen waren die zwei Gestalten, die auf meinem Weg die größte Rolle spielen sollten.

Dass ich mit dem Ghoul einmal Ärger bekommen würde, hätte mir allerdings schon bei unserer ersten Begegnung bewusst werden sollen. Er befahl mir mich neben ihn hinzusetzen und mir war sofort klar, dass sich unter dem Stuhl eine Bombe befand. Und dennoch habe ich mich mit ihm eingelassen, ja sogar versucht ihn zu verstehen und ihm zu helfen. Ich hätte besser einen anderen Weg finden sollen. Aber wie sagt man so schön? Hinterher ist man immer schlauer.

Die rastlose Diva

Woher sollte ich auch wissen, dass er es war, der Christine in den Auto-Doc eingesperrt hatte. Sie konnte zu dem Zeitpunkt ja dank ihm nicht mehr sprechen. Und aufgrund einer alten Kriegsverletzung, die ihren Schädel wie ein auseinandergefallenes Puzzle aussehen ließ, war sie nicht einmal in der Lage mir ihr Leid aufzuschreiben. Erst gegen Ende meiner Mission erfuhr ich, dass dieses Scheusal von einem Ghoul versucht hatte sie zum Tresorschlüssel umzufunktionieren. Dessen Öffnungsmechanismus reagierte auf die Stimme von Vera, der Diva des Sierra Madre und Freundin des Hausherren Sinclair.

Und selbst diese hatte Dean aus blindem Hass für seine Zwecke missbraucht. Alles nur, um seinen Erzfeind Sinclair für seinen Erfolg zu bestrafen. Dabei schimmert in seinen Worten immer wieder eine gewisse Wehmut durch, wenn er von ihr spricht. Die Rolle als Liebhaber scheint wohl nicht komplett gespielt gewesen zu sein. Doch alle Gefühle, die er jemals für sie hatte, sind mit dem Fall der Bomben und der 200 Jahre langen Wartezeit ausgelöscht worden zu sein. Reiner Hass brodelt nun in seinem Inneren. Und Vera? Sie streift als Hologramm durch das leere Casino und wiederholt ständig ihre Hilferufe, die sie kurz vor ihrem Tod in den Himmel schrie. Ein trauriger Anblick.

Das Ende des Ghouls

Herstellerbild zu Fallout: New Vegas - Dead MoneyEs war entsprechend nur eine Frage der Zeit, bis mir Dean in den Rücken fallen würde. Nach unserer Ankunft im Casino war es dann auch gleich so weit. Der Dummkopf dachte, dass er mich jetzt nicht mehr brauchen würde. Alles Zureden half nichts. Er war so geblendet von seiner Wut, dass mir am Ende nichts anderes übrig blieb als ihn von seinem Leid zu erlösen. Als er starb, explodierte die Bombe um seinen Hals und er wurde dort begraben, wo er zuletzt ein Mensch gewesen war: Auf der Showbühne des Sierra Madre. Zum Glück war die Verbindung zwischen unseren Halsbändern zu diesem Zeitpunkt schon gelöst, sonst wäre ich auch nicht mehr am Leben.

Eigentlich kann er sich glücklich schätzen, dass er am Ort seines letzten menschlichen Wirkens verendete. Ich hatte sogar seine Performance als Hologramm gefunden und ihm vorgespielt. Aber das ließ ihn genauso kalt wie alles andere. Im Tresor hätte ihn jedoch ein anderer, wesentlich qualvollerer Tod erwartet. Sinclair wusste nämlich, so fand ich kurze Zeit später heraus, von seinem Plan. Vera hatte Dean verraten. Wäre Dean in den Tresor eingedrungen, hätte sich die Tür hinter ihm geschlossen und das Thema wäre erledigt gewesen.

Das zweite Ärgernis

Was nicht bedeutet, dass dort unten im Keller des Sierra Madre nicht doch noch ein Mensch sein Ende gefunden hat. Es war da ja noch die Sache mit dem Typen, der mich überhaupt erst in dieses gottverlassene Stück Land geschleift hatte: Elijah. Bislang kannte ich ihn nur aus seinen Tagebüchern, die ich auf meinen Reisen gefunden hatte und natürlich vom Holobildschirm, von dem aus er mir seine Befehle erteilte. Ein arroganter und besserwisserischer Egomane, der meinte nur weil er ein paar Bücher gelesen hat und einmal Teil der Bruderschaft war, wäre er was Besseres als alle anderen auf dieser Welt und nun alles dran setzte Macht zu gewinnen. Kein Wunder, dass Christine von der Bruderschaft ausgeschickt worden war um ihn zu töten.

Aber das konnte ich nicht zulassen. Nach all dem was er uns und all denen, die vor uns kamen, angetan hatte, war ein schneller Tod viel zu gut für ihn. Er wollte unbedingt in den Tresor gelangen? Kein Problem, habe ich mir gedacht. Er war ja sowieso als Grab gedacht und da es Dean jetzt nicht mehr brauchte, war genug Platz darin für Elijah. Tür auf, rausgeschlichen, gewartet bis er drin war und Tür zu. Als er merkte, was geschah, war es schon zu spät. Ich kann seine dumpfen Schläge gegen den massiven Stahl immer noch hören.

Das Ende

Während ich diese Zeilen schreibe, versucht Elijah wahrscheinlich immer noch einen Weg aus dem Tresor zu finden. Der alte Sadist Sinclair hatte genug Essen und Trinken für Monate dort unten gebunkert. Der alte Mann könnte noch lange überleben und nach einem Ausweg suchen. Doch es gibt keinen. Die Tür ist für alle Zeiten verschlossen. Ich frage mich, ob er sich am Ende die Kugel geben wird oder lieber langsam aber sicher dahinsiecht. Bittet er vielleicht sogar schon um Vergebung für seine Sünden? Tut mir Leid alter Mann, aber darauf kannst du lange warten. Christine wird dir als neue Herrin des Casinos weder vergeben noch einen Teufel tun und dich herauslassen.

Ich habe diesem gruseligen Ort hingegen nach getaner Arbeit schnellstmöglich den Rücken gekehrt und bin wieder zurück in die Mojave. Nach den engen und trostlosen Gassen und Gängen tut der Anblick der Weite der Steppe und der blaue Himmel über dem Kopf gut. Doch den Kampf um das tote Geld werde ich wohl niemals vergessen.

Kessy

Kessys 10. Geburtstag

Kessys Geburtstagslogo

Nur noch 29 1/2 Stunden, dann bin ich endlich 10 Jahre alt! Warum „endlich“? Nun, anders als ihr doofen Dosenöffner, finde ich es super älter zu werden. Ich trauere meiner Jugend nicht nach und sehe stattdessen all die Erfahrung, die ich gesammelt habe und die mich zu dem macht, was ich heute bin. Und was bin ich heute? Fit wie ein Turnschuh, der beste Mäusejäger aller Zeiten und die Göttin der Knuddeleinheiten. Aber an so einem bedeutenden Tag wie heute, schadet es nicht, doch mal einen kleinen Blick auf die Anfänge zu werfen.

Kessys GeburtsurkundeDer Anfang

Am 17. Juni 2002 um 5 Uhr 30 habe ich das Licht der Welt erblickt, wie ihr auch meiner hochoffiziellen Geburtsurkunde auf der rechten Seite entnehmen könnt. Nein, ich bin keine komische neue Rasse. Die Züchterin hatte nur das „e“ bei Maine Coon vergessen. Wobei ich mich an manchen Tagen eher wie eine deutsche Ratte fühle als wie ein amerikanischer Waschbär. Aber wer achtet schon auf solche Details.

Wenige Monate später hat es mich dann nach Unterfranken in den Vorspessart verschlagen, zu meinem ersten Herrn. Ihr wisst schon, der Typ, der mich dann 2007 unbedingt loswerden wollte, nur weil er ne doofe Frau mit Katzenallergie kennengelernt hatte. Als ob ich was dafür könnte, dass mich einige Leute abstoßend finden. Sind aus meiner Sicht sowieso alles nur Neider. Wie kann man schließlich die Göttin der Knuddeleinheiten nicht mögen? Er ist dann wohl auch ziemlich bald weggezogen (ohne mir Tschüss zu sagen!). Keine Ahnung, ob er immer noch mit der Tante zusammen ist, oder ob er nun ganz alleine Zuhause hockt und sich in den Schlaf weint.

Heult ned rum!

Ist mir auch total egal, was aus dem geworden ist. Der hat mich sowieso immer nur den ganzen Tag alleine gelassen, mich am Schwanz gezogen und in die Badewanne gesteckt *brrrr*. Das kann man doch keiner Katze antun! Schon gar nicht der Göttin der Knuddeleinheiten! Nene, da war ich ganz froh drüber, dass am 12. März 2007 Felix das Zeitliche segnete.

Jetzt kommt mir hier nicht mit Anstand und so! Klar ist es traurig, wenn ein geliebter Weggefährte stirbt. Aber so ist das Leben nun einmal. Auch ich mache mir da keine Illusionen. Wenn ich Glück habe, dann steht mir noch mein halbes Leben bevor. Normalerweise geht es aber schon ab 15 ziemlich stark bergab. Wir Maine-Coon-Katzen haben es da noch relativ gut, da wir erst mit drei Jahren richtig erwachsen werden und so im Vergleich zu einer normalen Hauskatze die Lebenserwartung etwas höher ist — wenn uns die Asche im Futter nicht vorher die Nieren zerstört (warum darf ich als Katze keine Hersteller verklagen?!), ein Auto uns überfährt oder irgendein Katzenhasser uns was böses antut (gehören alle erschossen!). Auch sonst leben statistisch gesehen Rassenkatzen länger. Vermutlich, weil wir in der Anschaffung so teuer sind und so eher in einer guten Umgebung landen.

Fröhlichere Gedanken

Aber genug der dunklen Gedanken. So schnell werdet ihr mich nicht los! Ist auch besser so. Einen würdigen Ersatz für mich würdet ihr eh nie finden. Zurück zum Thema: Am 12. März 2007 ist also leider der gute Felix viel zu früh verstorben. Das hat den Webmaster verständlicherweise sehr mitgenommen. Es liegt bis heute eine Datei auf seinem Rechner mit dem ominösen Namen „Eintrag 347.doc“. Den Eintrag hatte er direkt an diesem Abend handschriftlich im Bett liegend verfasst. Ein sehr emotionaler und persönlicher Text, der deshalb am Ende dann doch nicht seinen Weg hier auf die Seite gefunden hat — und auch niemals finden wird.

Gleichzeitig war dem Webmaster aber auch schnell klar: Ohne geht es einfach nicht. Er wollte wieder einen treuen Gefährten um sich haben. Nein, keinen dummen Hund. Jemand intelligentes natürlich. Ruhe da in der hinteren Reihe! Schimpansen sind nicht intelligenter als Katzen! Äh, wo waren wir? Zwar hatte er sicherlich nicht damit gerechnet, dass er so zügig „Ersatz“ finden würde, aber selbst eine Tragödie kann ab und zu ein Happy End haben. Und so kam es, dass er Mitte März über eine Bekannte seiner Mutter mich kennenlernte.

Kessys Motivationsposter

Das neue Leben

Es war Liebe auf den ersten Blick. Ich habe ihn nämlich beim ersten Treffen am Montag, den 19. März 2007 nicht einmal angeschaut. Mein alter Herr musste mich extra auf den Schoß des Webmasters setzten, damit ich ihm überhaupt Beachtung schenke. Danach ging aber alles ganz schnell. Schon am darauffolgenden Freitag habe ich mich euch an dieser Stelle vorgestellt. Ihr habt mich auch alle sofort ins Herz geschlossen. Zugegeben: Es gibt da die eine Ausnahme. So ein total komischer Kerl. Nennt sich Arschtreter oder so was. Der ignoriert mich immer, obwohl ich ihm nie was getan habe. Wird glaube ich endlich mal Zeit, das zu ändern. Müsste ihm mal so richtig eine runterhauen, als Strafe dafür, dass er meine Einträge nicht liest und mich „Katzenvieh“ nennt. Kann ja nicht angehen, dass man mich, die Göttin der Knuddeleinheiten, einfach ignoriert!

Wo waren wir? Ach genau, meine Ankunft beim Webmaster. Die erste Nacht habe ich ihn seinem Zimmer verbracht. Kein angenehmes Erlebnis sag‘ ich euch! Dem sein Geschnarche und die Käsefüße. Das hält man ja nicht aus. Wie? Ich würde auch schnarchen? Mag sein, aber mein Schnarchen ist wohltuend für die Ohren. Der Webmaster hört sich hingegen so an, als würde ein Schwein pfeifen. Ich kann das beurteilen. Im Schweinestall bin ich nämlich auch oft. Ihr wisst schon, zum Ratten jagen.

Raus aus dem Haus!

Kessy im KorbDanach bin ich dann runter in die die Küche gesperrt worden. Unfassbar eigentlich. Mich, der ultimative Freigänger, sperren sie ein. Zur „Eingewöhnung“ haben sie behauptet. Das können die ihrer Oma erzählen! Die wollten meinen Willen brechen, sonst nix! Aber den Gefallen habe ich denen nicht getan. Ich hab‘ solange Radau gemacht, bis sie mich nach gut zwei Wochen notgedrungen endlich rausgelassen haben.

Als würde ich weglaufen. Dafür geht es mir doch viel zu gut hier, auch wenn ich mich hin und wieder beschwere. Kann ja auch nicht angehen, dass ich nicht auf Befehl Futter bekomme oder nachts um 2 Uhr nicht wieder reinkomme, nur weil die Damen und Herren meinen, sie müssten um die Uhrzeit schlafen. Auf jeden Fall bin ich seit dem Tag offiziell im dem kleinen Kaff angekommen und bin stolz darauf es mein Zuhause nennen zu können.

Die positiven Seiten

Es ist einfach schön den ganzen Tag Gesellschaft zu haben, viele unterschiedliche Möglichkeiten (Stühle, flauschige Teppiche, Liegestühle, Fußabstreifer, Pflanzenkübel, Koffer, Kisten, Körbe und dergleichen) vorzufinden, um sich hinzulegen und zu dösen, dutzende Schlappen zum Schnüffeln zu haben, mehrere Trinkbrunnen (Kübelteich im Hof, Zimmerbrunnen beim Webmaster und so was), einen geregelten Tagesablauf (morgens Leckerli und Nassfutter, dann Trockenfutter bis Nachmittags, dann wieder Nassfutter und dann wieder Leckerli — und samstags extra nur für mich gekochter Schinken!), wenig Verkehr, der Gefahr läuft mich zu überfahren wenn ich langsam über die Straße stolziere und vor allem ein schönes Dorf mit grüner Wiese vor der Haustür, wo ich anständig jagen kann. Da lässt es sich definitiv sehr gut leben. Gut, ich kriege immer noch nicht immer Milch, wenn ich sie will, mit den zwei neuen kleinen Menschen in der Nachbarschaft ist der Wohnwert etwas gesunken (ich vermisse dich, Jackie!) und die eine Katze aus der Nachbarschaft ist ein totales Arschloch (was fällt dir ein in MEINEN Hof zu kommen?!). Und an die Tatsache, dass mich der doofe Webmaster alle vier Wochen zum Frisör schleift gewöhne ich mich auch nur langsam.

Eine aufmerksame KessyAber das sind alles nur Kleinigkeiten, die mir nicht den Spaß daran verderben Sachen zu zerkratzen, aus Protest vor den Kasten zu scheißen und morgens das ganze Haus aufzuwecken, weil ich Hunger habe. Oder mir von Ostersonntag auf Ostermontag einfach mal die Pfote zu brechen und den Webmaster in große Unkosten zu stürzen.

Frau des Hauses

Ich habe mich in den letzten Jahren definitiv sehr gut hier eingelebt. Wie in jeder guten Familie kommen wir uns zwar alle mal in die Haare, aber am Ende des Tages habe ich dann doch die schärferen Krallen. Wir verstehen uns hier im Haus und speziell den Webmaster habe ich voll im Griff. Wenn er von der Arbeit kommt, stehe ich parat, damit er mir Futter gibt. Und wenn er mal wieder zu viel am PC hockt, dann springe ich ihm einfach auf den Schoß und sorge dafür, dass er keine eckigen Augen bekommt.

Wenn ich hingegen etwas anderes will, dann jammere ich ihm solange die Ohren voll, bis er endlich tut was ich sage. Wobei ich die Fliegentür am Balkon mittlerweile lieber selbst aufmache. Bis der reagiert, das dauert mir zu lange. Auf dem anderen Balkon habe ich hingegen einfach in das Fliegengitter ein Loch gekratzt. Meine ganz eigene Katzenklappe quasi. Ja, Mäuse Morden, Möbel zerstören, gut aussehen und Knuddeleinheiten verteilen — das sind meine Aufgaben hier im Haushalt, die ich alle sehr gerne und voller Einsatz erfülle. „Good Times!“, wie die Engländer sagen.

Ein schönes Leben

Ich kann am heutigen (beziehungsweise eigentlich erst morgigen) Tag also nur noch einmal betonen, dass der Umzug Anfang 2007 die beste Entscheidung meines Lebens war. Wie? Ihr habt gedacht, ich wäre dazu gezwungen worden? Also bitte! Die Göttin der Knuddeleinheiten lässt sich zu nichts zwingen! Was sie tut, das macht sie aus freiem Willen heraus, auch wenn es aus Rücksicht auf die Dosenöffner manchmal anders erscheint.

Mir ging es in den letzten Jahren so gut wie noch nie. Ich bin dem Webmaster aufrichtig dankbar, dass er mich zu sich aufgenommen hat. Deshalb vermisse ich auch nicht meine Jugend und schaue stattdessen freudig in die Zukunft, wo mich hoffentlich noch viele weitere Jahre voller Leckerli, Knuddeleinheiten und guter Gesundheit in diesem schönen Zuhause erwarten. Auf die nächsten 10!

Und nun geht in die Kommentare und huldigt mir, wenn ihr mir schon keine Leckerli zum Geburtstag schenkt! Ich geh‘ derweil ne Runde Schönheitsschlaf halten. Möchte ja toll aussehen morgen. Wie? Ja, ihr habt natürlich recht: Ich sehe immer toll aus. Aber man kann immer noch ein bisschen besser aussehen.

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