Sicarius

Die Leiden des alten Webmasters

Herstellerbild zu Orcs & ElvesGerade das Ende des rundenbasierten Rollenspiels Orcs & Elves (DS) erlebt. Hat nur 4 1/2 Nettostunden gedauert, was mich etwas überrascht hat. Vergangenen Donnerstag hatte ich ja mich noch aus dem Fenster gelehnt und was von „umfangreich“ gelabert. Dem ist dann leider nicht so. Zum Vergleich Mit DOOM II RPG (iOS) ist man gut 8 Stunden beschäftigt. Und die DS-Version von Orcs & Elves hat sogar schon mehr Inhalt zu bieten als die ursprüngliche Handyversion.

Ihr merkt auch ganz genau, wo diese zusätzlichen Inhalte eingeschoben wurden, was aber jetzt nicht wirklich schlimm ist. Zum einen hat man tatsächlich die Möglichkeit die Nebenquest komplett zu ignorieren und zum anderen ist es auch ganz nett mal kurz ein anderes Ziel zu verfolgen. Aber selbst wenn es eben nur 4 1/2 Stunden sind: Meine Meinung dazu hat sich bis zum Ende nicht verändert. Das Spiel ist erstklassige Handheld-Unterhaltung und es ist sehr schade, dass es Teil 2 nie auf den DS (oder eine andere Plattform außerhalb von Handys) geschafft hat. Hätte sehr gerne endlich die Unterwelt hinter mir gelassen und durch das Elfenland gelatscht. Aber man kann ja nicht alles haben. Wenn ihr allerdings ein iOS-Gerät besitzt und bis heute nicht zumindest DOOM II RPG gespielt habt, dann geht in die nächste Ecke und schämt euch eine Runde. Danke!

Ich kann’s nimmer seh’n!

Fallout: New Vegas habe ich hingegen derzeit wieder beiseitegelegt, obwohl ich jetzt nur noch den DLC Lonesome Road vor mir habe. Aber ich hatte schon während Dead Money gemerkt, dass ich das Spiel langsam aber sicher nicht mehr sehen kann und mich durchaus auch ein Stück weit einfach nur durchgequält. Als ich danach Lonesome Road gestartet und die Kartengröße gesehen habe, verging mir endgültig die Lust. Da muss jetzt erst mal ein halbes Jahr oder so rumgehen, bevor ich es wieder anfasse. Deswegen interessieren mich auch Mods überhaupt nicht. Irgendwann habe ich einfach keine Lust mehr mich noch weiter mit einem Spiel zu beschäftigen.

Ich weiß entsprechend echt nicht, wie manche Leute innerhalb eines Monats nach Release 60+ Stunden in ein The Elder Scrolls V: Skyrim investieren können. Da würde ich unabhängig von der Qualität total bekloppt werden. Selbst der „Jetzt erst recht“-Teil meines Gehirns sendet zu diesem Zeitpunkt nur noch ein „Leck mich doch!“ aus. Und dann kommen solche Leute auch noch daher und sagen was von „ich hab‘ schon so viele Stunden investiert und dabei noch nicht einmal die erste Quest gemacht“ oder so. Das konnte ich noch nie, obwohl ich prinzipiell auch so einer bin, der jeden Winkel der Welt erkundet haben will, um ja nichts zu verpassen. Vor allem wenn ich auch noch ein Achievement dafür kriege. Aber ich gehe dabei doch irgendwie effizienter vor. Wenn ich bedenke, dass ich Dragon Age: Origins nach gut 35 Stunden mit 100% hinter mir hatte, musste ja das Guide machen, und unser Azzkickr 60+ Stunden dafür brauchte, gibt mir das schon ein wenig zu denken. Wobei das Ganze auch einen enormen Vorteil hat: Ich kann in der gleichen Zeit doppelt so viele Spiele durchzocken wie Azz! Wenn ich mir so meine Sammlung anschaue, müsste ich den Wert aber sogar noch verzehn- oder verhundertfachen :smile: .

Nervig

Mal schauen, auf was für Spiele ich mich nun als nächstes vollständig konzentriere. Wird glaube ich mal wieder Zeit für ein bisschen Xbox 360. Allerdings dann kein Lollipop Chainsaw. Das hat mich ein wenig durch sein Speichersystem verkräzt. So gibt es zwar Checkpoints, die merkt er sich aber nur solange, bis ihr das Spiel verlasst. Danach müsst ihr den Level also wieder von vorne anfangen. Das bedeutet, dass ich schon wieder Level 1 neu anfangen müsste und so was kotzt mich einfach nur an.

Ja, das Spiel hat insgesamt nur sechs sehr lange Levels. Das ist aber trotzdem kein Grund dafür keine festen Speicherpunkte anzubieten. Von mir aus auch mit Bestrafung, wie damals in Enclave, wenn ich sie benutze. Aber so habe ich absolut keine Motivation das Spiel nochmal zu starten.

Ich werde wohl tatsächlich langsam alt und achte mehr und mehr darauf, wie ich meine Zeit (effizienter) verbringe und bin entsprechend kritischer bei solchen Punkten geworden. Da passt es einfach nicht rein, wenn ich ein Spiel nicht innerhalb eines vertretbaren Zeitrahmens ausmachen kann, um mich mit etwas anderen zu beschäftigen. Und auch wenn wir das Thema schon ein paar Mal hatten, kann ich kann nur wiederholen, dass auch ich lieber 45 Euro für acht richtig gut gefüllte Stunde mit einem entsprechenden hohen Flow ausgebe, als mich 60 Stunden irgendwo durchzuquälen. Daran ist definitiv nicht nur meine riesige Spielesammlung schuld, die mir ständig im Nacken hängt. Da steckt auch ganz klar ein gewisser… ja, vermutlich Qualitätsanspruch dahinter.

Ich wünsche eine angenehme Woche!

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