Nein, zu Prison Architect kann ich euch noch nichts Neues erzählen. Ich habe zwar die erste (und derzeit einzige) Mission abgeschlossen, aber noch nichts weiter gemacht. Vielleicht am Donnerstag dann. Wobei es bis zum Release ja noch ein Weilchen hin ist. Muss mich also eigentlich gar nicht von euch hetzen lassen :tongue: . Stattdessen habe ich das Wochenende mit anderen, alten wie neuen Titeln verbracht.

Spec Ops: The Line

Beispielsweise habe ich in Spec Ops: The Line endlich fast alle möglichen Enden gesehen. „Fast alle“ deshalb, weil das größte Zünglein an der Waage zwar eure finale Wahl im Spiel ist. Aber eure Entscheidungen im bisherigen Spielverlauf haben durchaus auch etwas Einfluss darauf, was ihr zu sehen bekommt. Und nachdem ich auf „Suicide“ (dem zu Beginn höchsten Schwierigkeitsgrad) schon stark zu kämpfen hatte, ist mein Bedürfnis derzeit doch eher gering das Ganze noch einmal eine Stufe höher anzugehen, nur um die Variationen mir anzuschauen. Zumal alle Rendersequenzen offen im Ordner „SteamSteamAppscommonspecops_thelineSRGameMovies“ zum Anschauen bereitliegen :smile: .

Mehr werde ich dazu aber auch weiterhin nicht sagen, so gerne ich meine Meinung zu den Enden am liebsten in die Welt hinausschreien würde. So bleibt meiner Aussage aus dem Podcast nichts weiter hinzuzufügen: Kaufen — und zwar jetzt und nicht erst morgen! Die Entwickler müssen dafür belohnt werden, dass sie so ein Spiel gemacht haben. Und wem das nicht als Begründung reicht: Yager ist ein Studios aus Berlin. Ihr unterstützt also deutsche Qualitätsarbeit :smile: . Und einen NOCA hat der Titel auch schon so gut wie sicher. Glaube nicht, dass in der jeweiligen Kategorie in den nächsten Monaten noch etwas kommt, das Spec Ops: The Line das Wasser reichen kann.

Übrigens ist auch der Soundtrack vom tschechischen Komponisten Elia Cmiral sehr zu empfehlen, obwohl er sehr stark in Richtung Hintergrundmusik geht. Sind dennoch ein paar richtig gute Tracks dabei. Keine Angst, wenn ihr den Herrn nicht kennt. Spec Ops: The Line war erst sein zweites Spiel und ansonsten macht er hauptsächlich die Musik für absolute B- und C-Movies wie Piranha 3DD. Leider gibt es den Soundtrack derzeit wohl nur in der russischen Special Edition des Spiels oder ihr rippt ihn euch selbst. Da der Titel auf die Unreal Engine 3 setzt, ist das allerdings kein großes Problem die Dateien zu extrahieren.

Carrier Command: Gaea Mission

Herstellerbild zu Carrier Command: Gaea MissionIch hatte ehrlich gesagt schon wieder vergessen, dass das Spiel schon Ende September kommt. Dabei hatte ich es erst vor zwei Wochen im Eintrag Zwölf für die Einkaufsliste — 4. Quartal 2012 positiv erwähnt. Ich war tatsächlich überrascht, als ich es mit im Paket entdeckte — und sehr gespannt darauf zu sehen, was mich erwartet. Mein Eindruck nach der Eroberung der ersten drei Inseln in der Einzelspielerkampagne (vielleicht 2-3 Stunden Spielzeit), ist allerdings gemischt.

Allen voran hat mich tatsächlich die Grafik enttäuscht. Auf den Herstellerbildern sah das alles irgendwie besser und vor allem lebendiger aus. Bei ein paar Screenshots lehne ich mich sogar mal weit aus dem Fenster und behaupte frech, dass diese etwas nachbearbeitet wurden. Trotz allen Reglern auf Anschlag, kommt es an aktuelle Titel definitiv nicht heran, läuft dafür aber mit weit über 60fps. Und da die Inseln zwar weitläufig, aber gleichzeitig sehr leer daherkommen, will auch die Spielwelt nicht so wirklich atmosphärisch wirken. Über die Charaktere reden wir erst gar nicht. Stocksteife Animationen und Plastikgesichter sind an der Tagesordnung. Dass mein Charakter in der englischen Version einen völlig unpassenden, britischen Akzent hat, finde ich auch eher suboptimal.

Spielerisch kann ich hingegen noch nicht allzu viel sagen, da ich noch nicht einmal Zugriff auf alle Einheiten habe. Zudem war ich bislang vor allem alleine unterwegs. Zu Beginn zu Fuß in bekannter Ego-Shooter-Manier, dann in einem kleinen Panzer und jetzt mit einem kleinen Flugzeug. Viel Strategie war da noch nicht dabei, wie es wohl später der Fall sein wird. Aber dennoch scheint das Spielprinzip zum einen zu funktionieren und zum anderen auch Spaß zu machen. Vor allem später, wenn dann die Funktionen der einzelnen Inseln (Ressourcen sammeln, Fahrzeuge produzieren und so weiter) wirklich zum Tragen kommen und auch die KI sich mehr darum bemüht euch bei der Eroberung einen Strich durch die Rechnung zu machen, stelle ich es mir sehr anspruchsvoll vor sowohl seine kleine Armee per Strategiekarte vom Flugzeugträger aus zu dirigieren, als auch selbst in das ein oder andere Fahrzeug einzusteigen und mitzukämpfen.

Ich muss allerdings an dieser Stelle gleich einschränkend dazu erwähnen, dass mein erster Einsatz zusammen mit einem KI-gesteuerten Panzer (dem ihr Befehle erteilt), eher suboptimal verlief. Die Wegfindung scheint im Detail nicht die beste zu sein und das könnte zu massiven Problemen führen. Bislang dennoch ganz klar ein Titel, auf den ich große Lust habe ihn genauer unter die Lupe zu nehmen. Mal schauen, ob ich euch dann noch einmal detaillierter davon berichte. Eine klare Kaufempfehlung kann ich derzeit auf jeden Fall noch nicht aussprechen — aber auch noch keine Warnung.

Dead or Alive 5

Herstellerbild zu Dead or Alive 5Ich und Prügelspiele. Das ist noch schlimmer als ich und Strategiespiele. Ich würde ja gerne, deshalb hole ich sie mir ja immer, aber ich bin einfach zu unfähig. Weder kann ich mir die Combos merken, noch schnell genug die dazu nötigen Tasten drücken. Entsprechend erfreut bin ich über die Einzelspielerkampagne von Dead or Alive 5. Ja, die Story ist völlig oberflächlich und sinnlos. Wobei sie tatsächlich auf den Ereignissen in Teil 4 aufsetzt und ich entsprechend stellenweise nur Bahnhof verstehe. Aber sie ist ein erstklassiges Tutorial.

Bei jedem Kampf wird auf eine Taste, beziehungsweise später dann natürlich Tastenkombinationen, eingegangen und so wirklich Schritt für Schritt einem beigebracht, wie das Spiel funktioniert. Veteranen brauchen jedoch keine Angst zu haben: Die Kämpfe sind nicht künstlich limitiert, oder so. Ihr habt von Anfang an vollen Zugriff auf das volle Potential eures Kämpfers. Ihr müsst nicht einmal die zu trainierenden Kombos ausführen. Wenn ihr den Kampf gewinnt, dann geht es weiter. Erfüllt ihr aber diese Bonus Missionen, dann gibt es einen zusätzlichen Titel für den Mehrspielermodus – von denen es übrigens hunderte gibt. Und dann kann ich mir praktischerweise auch noch Move-Listen am Bildschirmrand anzeigen lassen. Draufklicken wie bei Dead or Alive: Dimensions (3DS) geht zwar nicht, aber es ist dennoch sehr hilfreich zu wissen, was man in der jeweiligen Situation eigentlich drücken kann. Sehr einsteigerfreundlich gelöst und trotzdem wohl immer noch ein Titel, bei dem man lange braucht, um ihn zu meistern.

Die Technik ist hingegen okay. Der Soundtrack gefällt mir in manchen Situationen nicht, was aber natürlich Geschmackssache ist, die Busen-Wackel-Simulation finde ich lächerlich und absolut unrealistisch. Was übrigens auch für die tolle, neue Schweißsimulation gilt. Angeblich würden die Kämpfer nun das Schwitzen anfangen und sich auf der Haut sichtbar eben der Schweiß bilden. In der Realität merkt das keine Sau. Das wissen anscheinend auch die Entwickler, weshalb am Ende eines Kampfes extra nah herangezoomt wird und ein Schweißtropfen im Gesicht herunterläuft. Das sieht so lächerlich aus. Und der Rest ist wieder geprägt von makellosen, wenn auch im Kampf gut animierten Plastikfiguren. Soul Calibur V gefällt mir da optisch besser, was vermutlich aber auch daran liegt, dass dort Fantasy-Arenen zum Einsatz kommen. Die Echtwelt-Sachen bei Dead or Alive 5 versprühen schon so keinen übermäßig tollen Charme. Da würde auch eine hypermoderne Grafik nichts dran ändern, vermute ich mal. Alles in allem bislang das, was man wohl von der Serie so erwartet. Wer Prügler mag, macht hier wie immer nichts verkehrt.

Uplink

Und dann habe ich das Wochenende auch wieder viel Uplink gespielt. Ich kann zwar mittlerweile die jeweiligen Hacks im Schlaf ausführen. Aber dennoch übt das Spiel (und sein sehr atmosphärischer Soundtrack) immer wieder eine gewisse Faszination auf mich aus. Mir pumpt auch immer noch das Herz, wenn ich mitten in einem brisanten Hack bin, der Trace Tracker immer schneller anfängt zu piepsen und ich nicht weiß, ob ich es noch rechtzeitig schaffe meinen Job zu erledigen. Das Spiel ist so genial und doch so simpel aufgemacht, dass ich mich fast sofort darin verliere und nur in wenigen Situationen wieder herausgerissen werde.

Zwar haben in der Zwischenzeit so einige Indie-Entwickler versucht das Spielprinzip in die moderne zu führen. Aber keines der Projekte konnte mich bislang so fesseln wie Uplink. Ein Update oder Addon mit aktualisiertem und zusätzlichem Content – das wäre entsprechend das höchste aller Gefühle! Auch wenn mein Test von 2007 heute anders aussehen würde, das Lob wäre das Gleiche :smile: . Sehr schade, dass die Modcommunity schon lange wie ausgestorben ist. Für dieses Spiel würde (und habe) ich mir tatsächlich mal ein paar installieren.

Epilog

So viel also zu meinem ereignisreichen Wochenende. Man merkt, dass die Weihnachtszeit in vollem Gange ist und es wird in den nächsten Wochen nur noch schlechter statt besser. Dennoch steht bei mir als nächstes tatsächlich Borderlands (und Prison Architect) auf dem Programm. Ja, der erste Teil. Nach all den Actionspielen wird es mal wieder Zeit für ein Rollenspiel und mit dem Release des Nachfolgers ist es der perfekte Zeitpunkt den Titel endlich mal zu beenden. Man hört, sieht und liest ja schließlich derzeit überall nur davon. Das motiviert. Ob ich es dieses Jahr aber noch schaffen werde es durchzuspielen? Mal schauen. Ich als 100%-Fanatiker vermutlich nicht :smile: .

Und mit was verbringt ihr so derzeit eure Spielezeit?

Sicarius

Moralisch verwerflich?

Lange hat es gedauert, auch wenn es immer noch lange dauern wird. Wie, der Satz macht keinen Sinn? Lasst mich doch erst einmal ausreden: Gestern hat Introversion die langerwartete Pre-Order-Phase für ihr neustes Werk Prison Architect gestartet. Allerdings ist das Spiel noch weit davon entfernt fertig zu sein. Aber wie es mittlerweile viele Indie-Entwickler machen, lässt euch auch Introversion an der Entwicklung teilhaben und gibt euch für euer Geld sofortigen Zugriff auf die erste gut spielbare Alpha-Version des Titels — und natürlich allen kommenden Fassungen.

Herstellerbild zu Prison ArchitectAls Introversion-Fanboy habe ich natürlich sofort zugeschlagen. Ihr werdet mich entsprechend im fertigen Spiel in eine Zelle sperren dürfen und mir dabei zu sehen können, wie ich in der Dusche die Seife fallen lasse. Aber da ich ja diesen Eintrag hier tippen muss, konnte ich es noch nicht spielen. Warum ich also das Thema überhaupt aufbringe? Nun, in und unter der Berichterstattung über das Spiel, äußern einige Redakteure wie User erneut ihre Bedenken über das Setting. Sie würden sich dabei unwohl, ja fast schon depressiv fühlen oder befürchten gar, dass das Spiel eine spezielle Anziehungskraft auf unerwünschte Mitglieder unserer Gesellschaft ausüben wird. Oder auf Deutsch: Es wird, wie schon bei DEFCON, die Frage nach der Moral gestellt.

Um was geht’s?

Aber fangen wir von vorne an: Wie es der Name vielleicht schon vermuten lässt, ist Prison Architect eine Wirtschaftssimulation in der es eure Aufgabe ist ein Gefängnis aufzubauen und zu managen. Denkt an Prison Tycoon nur in 1000. Mal besser. Neben einer durchdachten Simulation mit viel Mikromanagement, sind die Auszeichnungsmerkmale des Spiels zum einen der gewohnt ungewöhnlichen Grafikstils, vor allem aber die künstliche Intelligenz von allen Beteiligten (Häftlinge, Wachen und dergleichen).

Die Entwickler versprechen nicht nur, dass sich jede Situation nach einem Neustart anders abspielen wird. Es wurde auch bereits gezeigt beziehungsweise konnte von ein Redakteuren und auch Messebesuchern bereits getestet werden. Und die amüsanten Bugs, die Programmierer Chris Delay öfters Mal auf Twitter postet, verdeutlichen zusätzlich, was das zu Grunde liegende System anscheinend alles drauf hat.

Ich für meinen Teil bin sehr gespannt darauf zu sehen, was aus der Asche von Subversion entstanden ist. Aber zurück zum eigentlichen Thema.

Und weiter?

Es haben also diverse Leute ein Problem mit Prison Architect, weil es ein Gefängnis simuliert (inklusive der Möglichkeit Leute hinzurichten). Mich verwundert diese Einstellung. Gut, ich vermute in Deutschland sind die Gefängnisse noch relativ human, auch wenn ich nicht weiß wie es tatsächlich im Knast zugeht und wie vor allem in Amerika die Zustände sind. Man kriegt ja meist nur die Geschichten aus Guantanamo oder irgendwelchen Rattenhöhlen in der Türkei oder einem der vielen Ländern des Nahen Osten mit. Und auch die Sache mit der Todesstrafe wird sicherlich dem ein oder anderen nicht gefallen. Aber dennoch stellt sich mir die Frage: Warum liegt genau dieses Thema den, vor allem amerikanischen Spielern plötzlich so schwer im Magen?

Wir reden hier von Leuten, die in einer Gesellschaft leben, die der Darstellung von selbst extremer Gewalt absolut kein Problem hat. Einem Land, in dem in vielen Teilen noch die Todesstrafe gilt und aktiv ausgeführt wird. Einem Ort, an dem fast jeder eine geladene Waffe Zuhause hat. Dem größten Produzenten von gewalttätigen Inhalten auf der Welt. Und da kriegen sie ein mulmiges Gefühl, wenn sie in einem Spiel ein Gefängnis aufbauen und betreiben müssen? Das ist doch völlig paradox.

Noch einmal: In einem Call of Duty: Black Ops werden im Sekundentakt Menschen auf brutalste und möglichst realistische Art und Weise ermordet. Aber sie einsperren, sie ähnlich wie in Die Sims zufrieden zu stellen und halt ab und zu auch mal im Auftrag des Staats einen über den Jordan zu schaffen ist plötzlich moralisch fragwürdig? Bei aller Toleranz gegenüber fremden Kulturen: Das will mir einfach nicht in den Kopf. Zumal gerade Introversion anders als beispielsweise die Macher des Prison Tycoon durchaus mit Bedacht an das Thema heran zu gehen scheinen.

Da gibt es ganz andere Sachen, wo man tatsächlich über die Moral sprechen könnte.

Epilog

Aber gut: Es spricht definitiv nur für das Spiel, wenn es wie schon DEFCON bei einigen den Denkapparat anzuwerfen scheint. Selbst wenn ich persönlich, anders als bei DEFCON, es eben nicht so wirklich nachvollziehen kann. Da spielt wie so oft unter Garantie die eigene Herkunft eine große Rolle. Die Welt kann durch die Diskussion nur ein besserer Ort werden. Und damit meine ich, dass jedes bisschen Aufmerksamkeit für ein Spiel von Introversion immer gut ist :smile: .

Dennoch die Frage an euch: Wie seht ihr das? Ist die Simulation eines Gefängnisses moralisch verwerflich? Oder seht ihr das Ganze eher gelassen?

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Am Wochenende war es mal wieder soweit: Zum mittlerweile fünften Mal fand die Laberecke statt. Wieder einmal habe ich mir ein paar bekannte Stimmen an meinen Küchentisch eingeladen. Leider waren wir in diesem Jahr wieder etwas dünner besetzt, da weder Maverick noch iCe kommen konnten. Aber ungeachtet dessen, habe ich mich mit den Anwesenden eine Stunde lang über die Spiele unterhalten, die wir in letzter Zeit so gespielt haben. Darunter natürlich Titel wie Guild Wars 2 oder Spec Ops: The Line, aber auch FTL: Faster Than Light und Alan Wake sprechen wir an.

Den ursprünglich geplanten zweiten Podcast (es wäre dann der für Oktober geworden), haben wir jedoch gestrichen. Uns war es dann doch wichtiger unter anderem noch zwei Stunden London 2012: Das offizielle Videospiel der Olympischen Spiele zu zocken. Natürlich blöd für euch, aber wir hatten definitiv unseren Spaß dabei. Was ich allerdings unbedingt erwähnen muss: Der Partymodus ist absoluter Mist. Ihr dürft keine eigenen Spieler erstellen, stattdessen heißt ihr Spieler 1, 2, 3 und 4. Und noch viel schlimmer: Ihr könnt außerhalb der vordefinierten Herausforderungen immer nur eine Disziplin auswählen und spielen. Die Wettkampflisten gibt es wohl nur im Online- beziehungsweise System-Link-Modus. Absolut unverzeichlich.

Nichtsdestotrotz war es wieder ein sehr netter und angenehmer Abend. Wobei auch der Besuch mit Malyce und der schüchternen Sandra im Tierpark eine sehr lustige Angelegenheit war. Verwöhnte Ziegen sind einfach das Beste. Wer braucht da noch Polarwölfe und anderen so exotischen Kram. Freue mich definitiv auf die Laberecke 2013. Dann vielleicht mit Video und unter Umständen sogar live? Wer weiß.

Podcast Nr. 45 im Detail

Zu Wort kommen: Christoph „Sicarius“ Hofmann, Timo „Azzkickr“ P., Tobias „Rondrer“ R., Daniel „JakillSlavik“ H. und Sebastian „Malyce“ C.

Zeitleiste:

  • 00:15 – Einleitung
  • 01:02 – Daniel fängt mit Guild Wars 2 an
  • 15:57 – Sebastian hat auch Guild Wars 2 gespielt
  • 17:02 – Vor allem spielt Sebastian aber weiterhin Call of Duty: Modern Warfare 3
  • 21:16 – Kleiner Exkurs in das Thema „Erinnerungswürdige Einzelspielerkampagnen“
  • 27:44 – Christoph findet Spec Ops: The Line sehr faszinierend
  • 37:33 – Timo hat Alan Wake und Alan Wake’s American Nightmare durchgespielt
  • 47:32 – Tobias hat sich mit FTL: Faster Than Light beschäftigt
  • 52:28 – Er hat sich auch die Torchlight II Demo angeschaut
  • 54:06 – Christoph würgt die Diskussion über Black Mesa einfach ab
  • 54:33 – Tobias hat Assassin’s Creed angefangen
  • 56:42 – Und auch The Witcher 2: Assassins of Kings hat Tobias gestartet
  • 58:32 – Abmoderation
  • 59:22 – Ende

Technische Daten: 59:22min lang; 96kbit Qualität (Mono); 40,78 MB groß; Aufnahme mit Azzkickrs SingStar-Mikrofonen und Adobe Soundbooth CS5; Editierung mit Adobe Soundbooth CS5

Musikcredits:
Intro: Brian Conrad, Sue Kasper, Justin McCormick – SimCity 2000 – Track 47 (Komplett)
Trenner: Brian Conrad, Sue Kasper, Justin McCormick – SimCity 2000 – Track 31 (Auszug)
Outro: Frank Klepacki – The Legend of Kyrandia – Pool Of Sorrow (Komplett)

Weiterführende Links:

Azzkickr – Azzkickrs Userprofil bei GamersGlobal
Daniel Hentschel: ambitious deviant artist – JakillSlaviks Portfolio
Sebastian Conrad – Malyce‘ Userprofil bei GamersGlobal
Guild Wars 2 – Offizielle Homepage des aktuellen Blockbuster-MMOs
Call of Duty: Modern Warfare 3 – Offizielle Homepage des immense erfolgreichen Ego-Shooters
Battlefield vs. Call of Duty – Teil 1 des Podcasts mit Conny und Sebastian zum Thema
Spec Ops: The Line – Offizielle Homepage zum Pflichtspiel des Jahres
Alan Wake – Offizielle Homepage zum Survival-Horror-Titel von Remedy Entertainment
FTL: Faster Than Light – Offizielle Homepage des Indie-Titels
Torchlight II – Offizielle Homepage des Diablo III-Konkurrenten
Black Mesa – Offizielle Homepage des kostenlosen Half-Life-Remakes
Schwarzer Tafelberg – Christophs schriftliche Meinung zu Black Mesa
Öffentlicher Abbau von Rest-Aggressivität – Christophs Meinung zu Assassin’s Creed
gamescom 2012 (Podcast) – Podcast Folge 45, in dem es unter anderem um The Witcher 2: Assassins of Kings ging

Vorabankündigung

Ich weiß derzeit nicht, ob es eine Oktoberfolge geben wird. Die Novemberfolge ist allerdings schon fertig geplant. Also könnt ihr euch zumindest schon einmal auf Diese freuen.

Sicarius

Bäckwärds-Kombadibilidäd

Herstellerbild von de Wii UJetz kimmt scho die Wii U raus un isch hob bis heid noch ko Wii gespield. Isch had noch ned a mo ne Wiimote in de Hond. Echt schlimm. Äwä es is hold wie imma: Me kun ned alles ho. Wobei die Bäckwärds-Kombadibilidäd von de Wii U wie scho bei moim 3DS mitunner a interessondes Kaafarchschument is. Wenn de Preis — na, ned de Preiß, du Westgote — de Preis mon isch — stimmt, wärs don scho widda a Überleschung wird. Äwä uff kon Fall zum Riliese. So a debberter binsch dann do ned, des i dreihunderzfuffzisch Mak fer so a komisch Ding bezoahl. Vielleicht, wennse donn ufgrund von Erfolgslosischkoit im Preis fälld. Hod beim 3DS jo scho jut geklabt.

Isch wüd gern endlisch mol äh Subber Mario Gäläxie, äh Monsder Hunder Dri oder äh Räd Steel und so spielä. Hod scho a poar rischtisch gude Spielsche gäwä do uff dere Wii. Es worn nadierlich ned genuch, des ich mir des damische Dinge gekoaft hob. Äwä wie gesocht: So a Bäckwärds-Kombadibilidäd is scho ä rischdisch subba dolla Kefgrund fä misch — un bestimmd ach fer fille onnere. Isch glaab, de häd isch mir sogor ne BlayStaischon Drei gehold, wenn isch zumindesd die kompledde BlayStaischon Zwo-Spielsche häd spiele kenne.

Riemämber ur Historie

Des mid dere Bäckwärds-Kombadibilidäd is sowieso so a Dehma. Des woar jo scho bei de BlayStaischon schlimm (bei de Äxboxs hods noch ka Sau interessiert). Äwä ufgrund von dere loange Laufzeid von dere aktuelle Generation, werd des noch a fil schlimmä, wenn donn a mol die Äxboxs Siwehundertzwoanzisch un die BlayStaischon Fier kimmt. Do konns eischentlisch goarned soi, des sisch Meicrosoft un Sony es erlauwe die alde Spielsche auszusperre.

Kloar, aus Sischt von dene isses subbä. Do kunnese don Dubble-U-Eitsch-Die-Riliese (Wärglisch High Däfinitön) oder so wos von ihre Spilsche verkaafe. Un des mid obsolut minmolste Uffwond. Isch klaab äwä ned, des sich des die Spieler noch a mol gefalle losse. Wir rede jo mittlerweile ned mer nur von a poar Hardcoregaimä, die sisch des neie Sysdem so odä so kaafe, egoal wie fil se meggern. Gaiming is mittlerweil so weid vobreid, do musse sisch die beidä Firmä scho gud überlesche, obse dem Oddo-Normal-Verbrauchä vermiddele kenne, des es ned schlimm is umzusteiche. Un a middel dozu wär escht, des Desmol de alde Scheiß ach weiderhin noch lääft.

De PieCie

Des is hald scho a immens große Fodeil vom PieCie. Do kun isch heid noch die Spielsche von vor 30 Joarn spiele. Jo, des oin odä onnerne Spielsche brauchd a bissie mer uffwoand als des onnere. Äwä in neinaneinzisch Brozend von de Fäll kriecht mer sogor die Orischinalversion noch zum laafe. Die meisde von moine 3,5″-Diskettsche funktionieren aach noch. Un des dezugeherische Laafwerk hobsch a noch im Reschner, aach wenn mich bestimmde Leid dodefier immer auslache. Un fern Rest gibt’s irschendwo en Mod odä en Fänpatsch.

Uff de Konsole hobsch foschisse. Entweder isch hol mer a Rom un en Emulador — aach widda nur donk em PieCie meschlich –, wos äwä ned des gleische is, odä i muss des damische Ding noch in de Eck stehe hobbe un es irschendwie on moim Subbä-Mescha-Üwä-Hammä-Eitsch-Die-Fernsehä oaschlisse kenne. Un des hon die meisde jo nämmä.

Is äwä so

Mä kennt do widda arschumendiern, des die Leid, die iwerhaubt noch de ale Scheiß spiele wolle, don ach na so a Konsolsche dahoam stehe hobbe. Äwä wie ich owä scho gesoacht hob: Die neie Generation is a gonz onner Siduation als domols zu Zeide von dem EsEnEEs oder ach von dere Äxboxs. Ihr glaabt doch ned ernsthaft, des die DeFauDe odä jetz die Blu-Ray so erfolgreisch wern, wenn de alde Mist ned ah noch im selbe Laufwerk laafe däd. Odä wie extremst uff die Nos Äbble scho long gefalle wär, wenn jedes EiPhone inkombatibäl zu de vorherische wär. Do würd selbst de gräsde Fänboy spädestens beim zwodde Mol nur noch soache „Samma, sonst geht’s ei noch goad?!“ un wos onners kaafe.

Wos well isch olso dodemid soache? Gonz eefach: Bäckwärds-Kombadibilidäd is in unserär schnelllebische Gesellschoft immense wischtisch gewodde. Un wenn Meicrosoft un Sony moane, desse widder mit dem damische Scheiß durchkomme, don homse sisch moiner Moinung noch äwä massiv geschnidde. Un denne soll a bloß ned oifalle den gonze Mist gesche Geld innem Shop oazubiede. Des hod jetz noch gefunzt, weil die meisde Leid ihr Dreamcast, Sega oder wos aach immä fern Kram scho long verkaaft hon. Des is desmol äwä definitiv ned de Fall.

BeEs: Om Somsdoch kumme so a bor damische Esel zu mer un fresse mer die Hoarn vom Kopp. Wenn olles klabbt, gibt em Mondoch entpreschend en neie Podcast.

Sicarius

Schwarzer Tafelberg

Herstellerbild zu Half-Life: SourceWas war die Freude groß, als Valve ankündigte den Special Editions von Half-Life 2 das Spiel Half-Life: Source beizulegen. Das Original mit der neuen, 1000. Mal besser aussehenden Source-Engine? Immer her damit! Das Ergebnis? Absolut nicht der Rede wert. Oh, natürlich: Es gab jetzt „realistisches Physik- und Wassereffekte“, „verbesserte Beleuchtung mit sanften Schatten“, „Ragdollanimationen“ und eine 3D-Skybox. Die Änderungen fielen beim Spielen aber mal so überhaupt nicht auf. Zumal es Valve nicht einmal für nötig hielt die überarbeiteten Modelle aus dem HD-Pack von Half-Life: Blue Shift mit einzubauen. Somit war das Spielen von Half-Life: Source reine Zeitverschwendung. Das Original mit aktiviertem HD-Pack ist bis heute die bessere Wahl.

Jetzt könnte man natürlich behaupten, dass die Arbeiten an der Source-Modifikation Black Mesa aufgrund der Enttäuschung einiger Spieler über Half-Life: Source begonnen haben. Das stimmt jedoch nicht. Schon im September 2004, noch vor der Veröffentlichung von Half-Life 2 wurde damit begonnen. Aber die schlechte Qualität der offiziellen HD-Version half sicherlich dabei Unterstützer und vor allem Fans für das Projekt zu finden.

Am Freitag war es dann endlich soweit: Nach acht Jahren des Wartens wurde endlich die erste Version der Total Conversion veröffentlicht, in der 14 von geplanten 18 Kapitel enthalten sind. Es fehlt noch das komplette Ende, also der Ausflug nach Xen. Dieser soll sich komplett vom, in dieser Hinsicht absolut unterirdischen Original unterscheiden. Und auch wenn ich grundsätzlich kein großer Spieler von Mods bin (ich habe ja schon meine Last das Hauptspiel immer durchzubekommen): Auf Black Mesa habe auch ich mit Spannung gewartet.

Schick

Zum Verfassungszeitpunkt bin ich kurz vor Kapitel 9, Residue Processing. Wer sich noch an das Original erinnert: Ich bin gerade durch die Kühlkammer gelaufen, in der es so kalt ist, dass man selbst mit Anzug in kurzer Zeit ewig viel Schaden nimmt. Und bislang kann ich nur festhalten: Beeindruckende Arbeit, welche die Jungs und Mädels da geleistet haben.

Zu allererst fällt natürlich die schicke Grafik positiv auf. Obwohl die Version der verwendeten Source Engine auch schon wieder vier Jahre auf dem Buckel hat (Stand Orange Box, also Half-Life: Episode Two), merkt man dem Spiel das Engine-Alter überraschenderweise nicht so stark an wie beispielsweise in einem Left 4 Dead 2. Detaillierte und, noch wichtiger, hoch aufgelöste Texturen und äußerst schicke Lichteffekte hauchen zusammen mit den neuen Charakter- und Monstermodellen dem Black Mesa-Komplex neues Leben ein — und zwar buchstäblich. Die Atmosphäre einzelner Umgebungen ist teilweise komplett anders. Speziell das nun natürliche Licht durch den radioaktiven Abfall in den entsprechenden Abschnitten erzeugt eine viel coolere Umgebung, als es im Original möglich war.

Was nicht bedeutet, dass es technisch perfekt ist. Die Levels sind leider immer noch überraschend eckig, die Ladezeiten sind zwar weniger als im Original, aber dafür wesentlich länger und die Performance in manchen Bereichen ist sehr schlecht. Außerdem gibt noch den ein oder anderen Bug. Objekte, durch die man hindurchgehen kann. Ecken, in denen man hängegenbleibt und derlei Kram. Aber das ist alles nichts, was einem am Spielen wirklich hindert oder gar zum Neuladen zwingt. Aber es trübt natürlich doch den Gesamteindruck.

Gleich und doch anders

Herstellerbild zu Black MesaAuch spielerisch hat mich Black Mesa positiv überrascht. Im ersten Moment fühlt man sich zwar direkt zu Hause, stellt aber als Veteran schon während der Bahnfahrt im Intro fest, dass hier doch das ein oder andere etwas anders ist. Erstmals richtig extrem fallen die Unterschiede dann in Sektor C auf. Wo früher einfach nur eine Wand war, sind jetzt komplett neue und begehbare Büros entstanden. Als nächstes bemerkt ihr, dass die Brechstange nicht mehr da ist, wo sie im Original war (es gibt nun die Pistole zuerst!). Und dann stellt man plötzlich fest, dass komplette Spielabschnitte anders gestaltet sind, obwohl die grundlegenden Elemente und Ziele die gleichen geblieben sind. So ist beispielsweise das Gebiet mit der Rakete nun wesentlich offener und auch nicht mehr durch (Lade-)Türen durchschnitten.

Das klingt im ersten Moment vielleicht komisch und sollte Veteranen auf die Barrikaden bringen. Aber beim Spielen stellt man schnell fest: Das macht so wesentlich mehr Spaß. Nicht nur ist Black Mesa durch die großen und kleinen Erweiterungen beziehungsweise Kürzungen in den Umgebungen an sich wesentlich glaubwürdiger. Auch das Spielgefühl ist moderner. Vorbei ist beispielsweise die Zeit, wo ich mich über diese blöde elektrifizierte Pfütze im Kapitel Blast Pit geärgert habe, wo man umständlich aus dem anderen Raum die Kisten rüberschieben musste. Stattdessen müsst ihr zum Anschalten eines Generators erst das Drehdingens finden und es hintragen (ja, sehr viele Objekte lassen sich nun aufheben und auch werfen) oder einen Stecker finden und ihn ins richtige Loch stecken. Auch nicht unbedingt ein größerer Anspruch. Es erhöht allerdings den Spielfluss, ohne dass ich das Gefühl habe, dass es kein Half-Life mehr ist.

Und dann wäre da natürlich noch die im Vergleich zum Original extrem verbesserte KI von Freund und Feind. Speziell die Intelligenz eurer Begleiter wird euch positiv überraschen. Vorbei die Zeiten, in denen ihr einen Wissenschaftler eingesammelt habt und er direkt an der nächsten Ecke die Orientierung verliert. Im Bürokomplex konnte ich mir dadurch sogar eine kleine Armee von Sicherheitsbeamten aufbauen und sie sogar relativ effektiv für meine Zwecke missbrauchen. Allerdings gibt es auch hier noch diverse Aussetzer. Soldaten, die an einem befreundeten NPC einfach vorbeirennen oder befreundete NPCs, die sich von Beschuss nicht weiter irritieren lassen. Unterm Strich freue ich mich aber tatsächlich mittlerweile darauf einem bewaffneten NPC zu begegnen. Auch, weil die Kämpfe durchaus anspruchsvoller geworden sind.

Fazit: Subba!

Hat sich das Warten also gelohnt? Auf jeden Fall! Ich wäre zwar auch mit einer 1:1-Umsetzung zufrieden gewesen, sprich einem richtigen Half-Life: Source. Doch die Entscheidung der Entwickler sich vom Original mehr inspirieren zu lassen anstatt es einfach nur zu kopieren, war definitiv die richtige. Dank der Änderungen fühlt sich Black Mesa nicht wie ein 14 Jahre altes Spiel an, sondern kann locker mit modernen Vertretern des Genres mithalten und ist gleichzeitig trotzdem immer noch ganz klar Half-Life.

Egal ob ihr Fans des Originals seid, oder es bis heute nicht gespielt habt: Den Download von Black Mesa werdet ihr meiner Meinung nach nicht bereuen. Und da die Modifikation kostenlos ist und nicht einmal zwingend ein Source-Engine-Spiel voraussetzt, bleibt mir nur noch zu sagen: Nicht mehr länger zögern, sondern ab und die 3 GB herunterladen!

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