Sicarius

Der Aufstieg der mechanischen Geräte

Herstellerbilder zu Metal Gear Rising: RevengeanceVergangenen Donnerstag war ich also in Offenbach am Main. Hasst ihr übrigens auch diese Einleitungen, die einen Rückbezug zu einem Nebensatz aus dem vorherigen Eintrag herstellen? Nein? Gut. Ich hab‘ also mein Einreisevisum für Hessen abgestaubt und bin zum Mainloft gefahren. Nachdem ich einmal um den Block gefahren bin und den PR-Manager angerufen hatte, hatte ich das kleine Stübchen dann auch im hintersten Hinterhof gefunden. Dort hatte sich Konami für den Tag eingemietet, um einem Teil der deutschsprachigen Onlinepresse Metal Gear Rising: Revengeance zu zeigen. Nein, ich verrate nicht wer noch da war. Und da ich ja vor kurzem erst etwas von wegen „Journalisten-Ethik“ geblubbert hatte, nachfolgend eine „kleine“ Erläuterung zum Event:

Abhängen im Mainloft

Im Hauptraum des Mainloft waren zehn Fernseher zusammen mit jeweils einem PS3-Devkit mit dem Spiel drauf Rücken an Rücken auf einem Tisch aufgereiht. Bevor wir losspielen durften, erklärte uns der PR-Manager noch kurz anhand einer kleine Präsentation, was uns erwartet und über was wir etwas berichten dürfen, danach ging es aber direkt an die Gamepads. Dabei gab es keinerlei Einschränkungen oder gar Vorgaben abseits von „Bitte nicht weiter als Kapitel 3 spielen“. Auf einer Anrichte standen gleichzeitig Getränke und Häppchen bereit. Ich hab‘ ein Glas Cola Zero getrunken, weil mir die Bedienung falsch eingeschenkt hatte.

Nach gut zwei Stunden wurde vom Chefkoch des Etablissements dann das Mittagessen aufgetischt. Es gab ein Menü aus drei Gängen mit Vorspeisensalat, Hauptspeise und Nachtisch. Wer meine Essgewohnheiten kennt, der wird mir glauben, dass ich definitiv nur das Hauptgericht gegessen habe und zur Verwunderung/Erheiterung der anwesenden Kollege (und dem Unmut des Kochs) sowohl Vor- und Nachspeise dankend abgelehnt habe. Vom Fleisch habe ich allerdings gleich zwei „Portionen“ gegessen. In Anführungszeichen deshalb, weil das dort wohl eine gehobene (moderne) Küche ist und da ist ja bekanntlich nicht immer so viel auf den Tellern drauf. Dazu wurde Wein (rot und weiß) gereicht, aber ich habe nur zwei Gläser Wasser getrunken, da ich es mit Alkohol nicht so habe.

Im Anschluss an das Essen wurde dann fleißig weitergezockt. Es war zwar ein offizielles Ende angesetzt, aber man wurde jetzt nicht rausgeschmissen. Als ich nach gut fünf Stunden Anwesenheit den Abflug gemacht habe, waren auch noch ein paar Kollegen da. Die Atmosphäre war den ganzen Tag durch locker und es konnte sich jeder voll auf das Spiel konzentrieren. Zum Abschied gab es eine Stoffhängetasche sowie ein Metal-Gear-Notizbuch. In der Hängetasche befanden sich ein T-Shirt, zwei Aufkleber sowie eine CD mit Assets und ein Booklet mit weiteren Infos zum Spiel. Das T-Shirt befindet sich in der Waschmaschine, das Notizbuch in meiner Schreibtischschublade und der Rest ist von mir bereits entsorgt worden, nachdem ich den Artikel fertig hatte und die Materialen nicht mehr brauchte. Das Embargo endete für die Vorschau am Freitag um 16 Uhr, mein Text ging aber erst Samstagnacht online. Ich war zwar rechtzeitig inklusive Layout fertig, aber es stand vorher niemand zum Redigieren zur Verfügung.

Und jetzt wisst ihr mehr zu dem Thema, als ihr vermutlich jemals wissen wolltet :smile: . Kommen wir deshalb endlich mal zum eigentlichen Thema:

Metal Gear Rising: RevengeanceAngetestet zu Metal Gear Rising: Revengeance – Das Metal-Gear-Universum ist wie das von Final Fantasy: Beide finde ich durchaus sehr interessant, aber wirklich gespielt habe noch keinen einzigen Titel aus diesen Serien. Warum? Keine Ahnung. Hat mich einfach nie wirklich gereizt die nötige Zeit zu investieren. Selbst jetzt mit dem Release der HD Collection und den 3DS-Titeln, womit der Punkt „mangels Hardware“ wegfällt, konnte ich mich noch nicht wirklich dazu hinreißen so richtig loszulegen. Vermutlich weil mich die umfassende Hintergrundgeschichte dann plötzlich abschreckt :smile: .

Mit Metal Gear Rising: Revengeance sind die Chancen zumindest etwas höher, dass ich mich auch tatsächlich hinsetze und es durchhaue. Trotz all der Story ist und bleibt es ein Actiontitel und die sind prinzipiell doch einfacher zu verdauen. Aber wie ich auch im Fazit schreibe: Mir waren die vier Stunden erst einmal genug. Am Stück kann ich so etwas einfach nicht so lange spielen. War aber auch beispielsweise bei Warhammer 40.000: Space Marine schon so. Da musste ich auch zwischendrin immer mal wieder aufhören. Es ist also ein Kritikpunkt, keine Frage, aber man darf ihn vielleicht nicht ganz so überbewerten. Die echten Hardcore-Jungs prügeln das Spiel so oder so in ein paar Stunden am Releasetag durch.

Das Spiel

Grundsätzlich macht der Titel aber schon einen guten Eindruck. Er ist wirklich flott, die Steuerung geht die meiste Zeit gut von der Hand (mal abgesehen von den Kameraproblemen) und die Herausforderung in den Kämpfen scheint dem Standard für solche Actiontitel zu entsprechen. Also durchaus etwas härter, aber nicht gleich so extrem wie ein Dark Souls oder Ninja Gaiden 2. Auch der Klingenmodus gefällt mir, wenngleich im Hinterkopf immer wieder eine Stimme rief „mit einer Maus würde das so viel besser und intuitiver funktionieren“. Dann wäre es vermutlich sogar möglich den Charakter zu bewegen. Auf der Konsole werde ich hingegen zu einem verletzbaren Baum und muss etwas Glück haben, um meine Gegner in 150+ Einzelteile zerlegen zu können. Und nein, ich übertreibe nicht. Bei so manchem Roboter geht das tatsächlich. Aber leider wird es eine PC-Version (vorerst) nicht geben. Dabei könnte das Spiel auch noch so viel besser aussehen.

Und sonst gibt es eigentlich nicht viel mehr dazu zu sagen, was ihr nicht auch aus der Vorschau erfahren könnt. Meine persönliche Einschätzung ist, dass sich der Titel irgendwo zwischen Vanquish und Bayonetta einordnen wird. Vielleicht mit ein paar Prozentpunkten mehr, weil es die tiefergehende Hintergrundgeschichte hat. Wer also entweder Metal-Gear-Fan ist oder dieses Genre mag, der wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch mit Metal Gear Rising: Revengeance seinen Spaß haben. Am besten einfach mal die Demo ausprobieren, wenn sie im Laufe der Woche dann erscheint.

Ich widme mich nun wieder meinem Plätzchenteig und verabschiede mich bis Donnerstag!

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5 Kommentare

Ich weiß, du hattest geschrieben, niemanden zu erwähnen, aber ich wollte wissen, ob du zeitgleich mit Onkel Jo da warst? Der hat ja von der Veranstaltung auch einige Fotos geschossen und in sein fb Album gepackt. Hatte das gesehen und bei dem Einen gedacht dein Profil im Hintergrund zu erkennen. Waren bei der Geschichte Fotos erlaubt? Ich erinnere mich noch gut, dass Vorveröffentlichungen von fotografierten Bildschirmen bei vergleichbaren Veranstaltungen unter den Bruch des Embargos fallen. Vor Allem bei Nintendo beispielsweise.

Zum Spiel:
Weil du gerade die Story als Unterschied angibst, du schreibst die Cutscenes seien wieder so ausufernd und würden das Spiel unterbrechen. Da eben Bayonetta ein Vorprojekt war, kann ich mir das nicht so richtig vorstellen.Was passiert denn? Nehmen die Sequenzen dir die Handlung aus der Hand und wechseln dann den Schauplatz? Oder bezieht sich das darauf, dass du ihn lieber in den Szenen selbst spielen würdest?

Was denkst du zur Länge des Titels? Ich hoffe ja auch auf eine PC Version. Aber wenn da steht "typische Action-Titellänge" und du nach vier Stunden ausgelaugt warst, wird es mir nicht großartig anders gehen. Das wäre dann also nach der angepeilten Hälfte des Spiels.

Was ich auch nicht verstehe: Wenn er in den Szenen aus Guns of the Patriots zehn Millionen Geckos auf einen Schlag auslöscht und dann im Spiel schon in der verbesserten Form für die Kämpfe soviel länger braucht. Aber das ist wieder diese typische Übertreibung schätze ich. Wie wird dann später in MGS4 seine menschliche Komponente verletzt, wenn er kaum noch Mensch ist?

Ja, Spieletipps war mit anwesend. Konami selbst hat auch einige Fotos gemacht und ich gehe davon aus, dass Jo vorher mit denen gesprochen hat, ob er Fotos machen darf. Von daher wird das schon seine Richtigkeit haben.

Wg. Zwischensequenzen: Raiden kämpft halt viel in diesen Sequenzen und in einem Actiontitel finde ich es so was von sinnlos mir da die Steuerung wegzunehmen. Das Skript ist für mich keine Begründung, da es im Prologue mehrere Kämpfe gibt, die ich aufgrund der Story nicht gewinnen kann und bei denen ich trotzdem Hand anlegen darf. Oder man hätte zumindest QTE machen können. Und sehr viel stylischer kämpft Raiden jetzt auch nicht. So schaue ich 5 Minuten dabei zu wie die CPU meine Arbeit macht.

Wg. Länge: Ich denke so 8-12 Stunden. Je nachdem wie viele Level halt noch kommen.

Wg. Menschlichkeit: In MGR wird noch einmal massiv ersetzt. Vor allem im Gesicht mit Augen, Kiefer und so. Von daher war da in MGS4 schon noch ein bisschen was vorhanden, was bluten kann. Nach dem Prologue in MGR dann nicht mehr.

Ah oki. 8-12 Stunden, klingt schon besser wie 6-8 auch wenn es nur eine Einschätzung ist. :)

Und um mir nochmal ganz sicher zu sein: Ich habe deinen Eingangssatz bei GG jetzt richtig verstanden, dass MGR vor MGS4 spielt, richtig?

Nein, es spielt nach MGS4. Es war geplant es vor MGS4 spielen zu lassen, das wurde aber mit Entwicklerwechsel geändert.

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