change (n.) – 3. A transformation or transition from one state, condition, or phase to another.
TheFreeDictionary

So schnell kann es gehen: 48 Stunden trennen uns nur noch vom Jahr 2014. Höchste Zeit also für den traditionell letzten Eintrag des Jahres hier beim Christoph. Nachdem wir ja bereits dank der Bagdadsoftware NOCAs 2013 auf das Spielejahr zurückgeblickt haben, müssen wir heute noch einen Strich unter die Spalten „Beim Christoph 2013“ und „Christoph Privat 2013“ setzen. Aber während das früher ein genauso großes Monster wie die NOCA-Einträge war, werde ich mich auch in diesem Jahr im Vergleich wieder „etwas“ kürzer fassen und mich auf das Wichtigste beschränken. Zumal euch am Donnerstag mit dem ersten regulären Eintrag des Jahres 2014 etwas ganz Besonderes (siehe nächster Absatz) und damit auch wieder ein etwas längerer Text erwarten wird. Doch ich greife schon wieder vor.

Wandlung

Bevor wir uns den Zahlen widmen, muss ich noch einmal die wichtigste Änderung dieses Jahres an der Seite erwähnen: Der Wechsel des Hosting Partners und damit die Umbenennung von Bagdadsoftware in Beim Christoph am 26.09.2013. Ein Schritt, der sicherlich schon lange überfällig war und ich, im Nachhinein betrachtet, eigentlich schon damals mit dem Start von GamersGlobal hätte durchführen sollen. Aber da habe ich mir vermutlich noch nicht so wirklich viele Gedanken über mein „Brand“ gemacht und fand den Begriff „Bagdadsoftware“ noch lustig. Ja, er ist es natürlich bis zu einem gewissen Grad immer noch und für die NOCAs passt er auch weiterhin. Es wurde aber definitiv mal Zeit erwachsen zu werden, auch wenn ich immerhin schon damals so Weise war und nicht 10 Jahre lang „Killer’s World“ mit mir rumschleppte :smile: .

Man kann es schließlich drehen und wenden wie man will: Es stimmt schon, dass leider der Name hier und da etwas abschreckend wirkt. Was schade ist, weil es zeigt wie stark unser Misstrauen gegenüber dem Irak immer noch ist obwohl „Bagdadsoftware“ damit eigentlich nichts zu tun hat (wenngleich ich mir die Parallelen über die Jahre freilich zu Nutze gemacht habe). Ja, ihr erfahrt nun endlich die Herkunft des Begriffs „Bagdadsoftware“! Das wohl am längsten gehütete Geheimnis der Webseite! Tatsächlich verbirgt sich hinter dem Wort der von mir völlig frei erfundene Dialekt-Satz „Bagg dad soffod, Wänner“. Auf Hochdeutsch wäre es der ziemlich sinnfreie Satz „Backe das sofort, Werner“. Und die Idee dazu kam mir, weil ich den schroffen Befehl „Bagg dad!“ aus mir heute unerklärlichen Gründen damals witzig in der Aussprache fand. Und daraus entstand dann, mit Rücksicht auf die Parallelen zur Stadt Bagdad, als ich auf die Idee kam eine Domain zu registrieren eben „Bag-dad-soft-ware“. Ich weiß, ihr habt jetzt eine Enthüllung erwartet, die eure ganze Welt auf den Kopf stellt. Stattdessen klingt es nicht nur einfach dämlich, es ist es auch. Aber ich war damals noch jung, dumm und solche Sachen haben mich halt zum Schmunzeln gebracht. Kann ich doch auch nix für :smile: . Jetzt wisst ihr auf jeden Fall den Ursprung des Wortes. Die blaue Pille erhaltet ihr am Empfang.

Sneak Peak der neuen Version von Beim ChristophDie Transformation hin zu Beim Christoph ist allerdings noch nicht abgeschlossen. Bislang steht zwar „Beim Christoph“ drauf, aber es steckt immer noch Bagdadsoftware drunter. Hier und da habe ich es entsprechend bereits angedeutet und man sieht es sicherlich auch daran, dass einige Unterseiten seit Wochen nicht mehr richtig funktionieren aber trotzdem nicht repariert wurden, von daher konntet ihr es euch sicherlich schon denken. Doch an dieser Stelle nun offiziell: Rondrer, iCe und ich arbeiten seit einiger Zeit im Hintergrund an einer komplett neuen Seite. Die bestehenden Inhalte werden natürlich übernommen. Aber abgesehen davon wurde von uns alles von Grund auf neu gemacht. Genaueres erfahrt ihr dann am Donnerstag, wenn Rondrer den Schalter umlegt und euch dann mein dazugehöriger Eintrag erwartet. Beenden wir das Thema also an dieser Stelle und kommen zum heutigen Eintrag:

Wichtig: Die Zahlen in den Klammern sind die Werte aus 2012.

Einträge und Autoren

Den Anfang machen wie immer die hauseigenen Statistiken. In diesem Jahr wurden 107 Einträge (108) veröffentlicht und damit erfolgreich das siebte Jahr hintereinander der Veröffentlichungsrhythmus von einem Eintrag jeden Montag und jeden Donnerstag eingehalten. Davon stammten satte 106 Stück von mir beziehungsweise Kessy. Nur ein einziges Mal (13) durfte 2013 mit Rondrer jemand anderes ran. Quasi eine drastische Reduktion in Sachen Gastbeiträgen. Und vermutlich hätte ich sogar Rondrers Eintrag auch noch selbst geschrieben, wenn ich an dem Wochenende nicht so faul gewesen wäre (war sonntags in Nürnberg zum Unterschreiben des Mietvertrags).

Wie es dazu kam, dass ich heuer keinen anderen rangelassen habe? Nun, das ist dem Thema Videos zu verdanken, zu dem wir später noch genauer kommen. Mit denen konnte ich locker die Durststrecken überbrücken für die ich sonst vielleicht an Jackie, Azz oder Ron hätte abgeben müssen. Somit ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Rondrer für seinen einmaligen Einsatz und ein Entschuldigung an die anderen beiden, falls ihr euch deshalb nicht der Welt mitteilen konnten.

Der längste Eintrag des Jahres 2013 und in der Geschichte von Bagdadsoftware/Beim Christoph ist mit 9.266 Wörtern übrigens Bagdadsoftware NOCAs 2013 – Die Nominierten. Auf Platz 2 mit immerhin 8.947 Wörtern folgt Bagdadsoftware NOCAs 2012 – Die Nominierten und mit weitem Abstand (5.934 Wörter) auf Platz steht Bagdadsoftware NOCAs 2011 – Die Nominierten. Ja, bei den NOCA-Einträgen gab es auch dieses Jahr einen Zuwachs obwohl es anfangs so aussah, als würde ich 2012 knapp unterschreiten. Aber ich glaube 2014 wird sich da dann doch nicht viel mehr tun. Es sei denn ich führe eine weitere Kategorie ein oder packe noch ein fünftes Spiel mit rein oder so. Denke mit den circa 9.000 Wörtern komme ich ganz gut hin.

Achtung: Alle nachfolgenden Zahlen und Tabellen sind Stand 29.12.2013

Abbau

Der Rückgang der Gastbeiträge ist allerdings nicht das einzige Minus in diesem Jahr. Im Gegenteil steht nach den Rekorden in den vergangenen Jahren nun offensichtlich der Abstieg vom Gipfel an. Den Anfang macht die folgende Übersicht:

Durchschnitt Wörter pro Eintrag

Ja, die durchschnittliche Eintragslänge ist 2013 tatsächlich zurückgegangen. Um 5,28% also 70 Wörter, um genau zu sein. Das ist natürlich angesichts der Steigerung in den Vorjahren (2012 war es ein Plus von 23,83%) noch kein allzu erschreckender Rückgang. Aber es ist natürlich bedenklich, dass der imposante Aufstieg beendet ist. Habe ich etwa alles erzählt, was ich zu erzählen habe und fasse mich deshalb nun plötzlich kürzer? Nein, das ist natürlich nicht der Grund. Es hat stattdessen erneut mit den Videos zu tun. Zwar waren auch die Podcast-Einträge nicht immer die längsten, aber davon gab es ja nur 12 Stück pro Jahr. Videos habe ich 2013 stattdessen imposante 28 Stück veröffentlicht. Da schlägt es schon stärker durch, dass die jeweiligen Einträge im Vergleich nicht ganz so lang sind. Aber wenn ich euch schon teilweise 1 1/2 Stunden lang die Ohren volllabere, warum soll ich dann auch noch zwanzig Seiten Text dazu tippen? Eben!

Die meisten Einträge hatten entsprechend auch „Spiele“ als Thema. Genauer gesagt waren es 71 Stück oder 66,36%, womit von den derzeit 1083 Einträgen nun 422 zu dieser Kategorie gehören, gefolgt von „Seitennews“ (ehemals „Bagdadsoftware“) mit 296. Denke daran wird sich auch nichts großartig ändern. Aktuell sehe ich die Seite ganz klar im Spielesektor angesiedelt und solange sich an meinem Interesse daran nichts ändert, wird es auch erst einmal weiterhin das dominierende Thema bleiben obwohl ich natürlich trotzdem versuche hin und wieder zumindest auch andere Unterhaltungsmedien wie Bücher oder Filme zu behandeln. Am Ende des Tages komme ich aber doch irgendwie immer wieder zu den Spielen zurück.

Die Kommentare

So viel also erst einmal zu meiner Seite der Medaille. Zu einer Webseite gehören aber natürlich zwei: Autoren und Kommentatoren. Und bei den letzteren gab es 2013 einen massiven Einbruch. So massiv, dass es sich sogar extrem negativ auf die Google Analytics-Werte ausgewirkt hat. Doch dazu dann gleich mehr. Durchschnittlich wurde dieses Jahr jeder Eintrag mit 4,3 (6,3) Kommentaren beglückt. Das ist weniger als der aktuelle Gesamtdurchschnitt von 5,1! Was ist denn los mit euch?! Der zweite Rückgang in Folge, wie ihr auch der Tabelle entnehmen könnt:

Anzahl der Kommentare

Der schlechteste Wert seit 2009! Krass. Und das ist leider nicht alles. Auch dieses Diagramm ist beunruhigend:

Durchschnitt der Wörter pro Kommentar

Satte 12,3 Wörter pro Kommentar weniger als 2012 und damit sogar ein schlechterer Wert als 2011. Da muss ich ganz klar sagen: Ich bin enttäuscht von euch. Natürlich hat es auch für mich nicht für neue Rekorde gereicht. Aber ich kann wenigstens behaupten, dass ich mich angestrengt habe. Eure Beteiligung ließ hingegen extrem zu wünschen übrig! Da habe ich definitiv mehr von euch erwartet!

Gut, ich kann euch natürlich nicht zwingen obwohl ich tatsächlich etwas enttäuscht darüber bin, dass dieses Jahr wieder so wenig kommentiert wurde beziehungsweise, dass ich es erneut nicht geschafft habe neue Gesichter anzulocken. Aber mir sind natürlich auch die Gründe bekannt. Durch die Videos und meine Twitter-Aktivitäten verteilen sich die Inhalte wesentlich stärker und viele unter euch sind mittlerweile berufstätig oder haben einfach anderweitige Belastungen. Hier und da wird zwar der ein oder andere dann zwar fix ihre Meinung direkt über Steam, Twitter oder Trillian an mich los, aber für mehr bleibt nach dem Lesen meiner Textwüsten schlicht keine Zeit mehr. Das ist wie gesagt sehr schade und es wäre schön, wenn wir 2014 wieder das Ruder rumreißen könnten. Aber so ist das eben. Muss vielleicht mal drüber nachdenken euch pro Kommentar 1ct zu bezahlen oder so :smile: .

Der Rückgang der Kommentare bringt aber wie gesagt leider noch einen weiteren Negativpunkt mit sich, denn wo keine Kommentare sind, fehlt der Anreiz öfters auf die Seite zu schauen. Womit wir beim nächsten Thema wären:

Besucherspionage, Teil 1

Screenshot von Google AnalyticsWie hoffentlich jedem bekannt ist, werdet ihr im Hintergrund von Google Analytics überwacht sofern ihr nicht von euch aus die Sache blockt oder deaktiviert habt. Dabei werden selbstverständlich alle Regeln eingehalten, die unsere Datenschützer aufgestellt haben (anonymisierte IP, Option zur Deaktivierung, etc.). Ihr müsst also keine Angst haben, dass euch nun wegen dem Besuch von Beim Christoph eine Abmahnung wegen Urheberrechtsverletzung ins Haus flattert. Also zumindest noch nicht. Wäre sicherlich eine nette Nebeneinnahmequelle :tongue: . Doch Spaß beiseite. Werfen wir nun wie immer einen Blick auf die gesammelten Daten im Zeitraum 01.01. bis 31.12. im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres:

In Sachen Besucherzahlen ging es erneut stark bergab. Nur 8.875 Stück (10.989) wurden erfasst. Das sind 19,24% weniger als 2012 und schon damals hatten wir im Vergleich zu 2011 einen Einbruch von 23,08%. Dadurch ergeben sich für dieses Jahr 24,38 Besucher pro Tag (30,11). Hauptgrund dürfte wie erwähnt der Mangel an Kommentaren sein, da es deshalb keinen wirklichen Anreiz gab abseits von Montag und Donnerstag auf die Seite zu schauen. Nehmen wir dann noch die Splittung der Inhalte dazu, glaube ich nicht, dass sich dieser Trend 2014 großartig ändern wird wenn ich es nicht irgendwie schaffe mehr und konstant neue Gesichter auf die Seite zu bringen.

Die Seitenaufrufe sind entsprechend um 22,90% auf 16.646 (21.589) zurückgegangen was 1,87 Seiten pro Besuch macht (1,96 = -4,43%). Auch die durchschnittliche Besuchsdauer hat sich um fast eine ganze Minute auf 2 Minuten und 42 Sekunden verringert (3 Minuten und 37 Sekunden). Muss ich wohl meine Standardeintragslänge von eine DINA4-Seite auf zwei erhöhen, um so künstlich die Besuchsdauer wieder nach oben zu schaffen.

Die Zahlen sind in diesem Jahr also durchweg rot und werden gefährlich niedrig selbst für eine Seite wie diese (fast keine Werbung, vornehmlich mein Geblubber, im Prinzip nur die Startseite). Mal schauen ob ich 2014 endlich mal Mittel und Wege finde, um meinen sicherlich brauchbaren Content noch besser an den Mann und die Frau zu bringen.

Besucherspionage, Teil 2

4.359 also 49,11% der Besucher rufen die Seite direkt auf. Das ist ein massiver Anstieg im Vergleich zu den 38,47% im Vorjahr. Der Anteil von Google ist entsprechend von 39,78% auf 34,91% gesunken. Gestiegen ist hingegen die Anzahl der Besuche über Links in sozialen Netzwerken. Waren es 2012 noch 284, sind es heuer satte 60,21% mehr und damit 455 Stück. Der größte Anteil davon stammt mit 337 (259) von Twitter, wo ich ja bekanntlich jeden Montag und Donnerstag den Link zum Eintrag poste. Es klickt also quasi zumindest immer eine drauf :smile: . Auf Platz 2 kommt dieses Jahr Neuzugang YouTube mit 88 (0) und mit 23 Hits (15) dann Facebook. Das sind vermutlich Links von JakillSlavik (danke dafür!), weil ich sonst niemanden wüsste, der mein Zeugs dort verlinkt.

Am meisten wird die Seite immer noch von Desktop-Rechnern aufgerufen. Aber auch hier ist ein Rückgang sichtbar. Waren es 2012 noch 89,19%, waren es in diesem Jahr nur 7.652 Besucher und damit 86,22%. Wo die fehlenden Prozent hin sind? Nun, zum Teil auf Smartphones. Dort gab es eine Steigerung von 10,13% auf 11,48%. Den deutlichsten Zuwachs gibt es jedoch im Bereich der Tablets. Waren es letztes Jahr noch 75 Hits (0,68%) sind es dieses Jahr schon 204 (2,30%) und ich glaube nicht, dass diese alle nur von dod stammen :smile: .

Bewegung gab es entsprechend auch im Bereich der Geräte, die zum mobilen Ansurfen genutzt wurden. Hier wie immer die Top 5:

    1. Apple iPhone mit einer Verringerung (unverändert Platz 1) von 10,46% auf 411
    2. Google Nexus S mit einer Steigerung (alt Platz 3) um 252,73% auf 194
    3. Apple iPad mit einer Steigerung (alt Platz 2) um 156,45% auf 159
    4. Google Nexus 4 ist erstmals vertreten und verdrängt den Apple iPod Touch von Platz 4 mit 102 Hits
    5. Samsung GT-I9100 Galaxy S II mit einer Steigerung von 66,67% auf 25

Insgesamt waren es 1.223 Treffer (1.188) also 2,95% mehr über mobile Geräte als noch 2012. Jetzt würde mich natürlich so langsam mal interessieren, WO ihr die Seite am meisten lest. Bett? Toilette? An der Bushaltestelle? Das erfasst Google Analytics aber leider (noch) nicht. Dafür weiß ich immerhin mit welchem Anbieter ihr auf die Seite gelangt:

    1. Deutsche Telekom AG mit einer Verringerung um 27,63% auf 2.946
    2. Kabel Deutschland mit einer Steigerung von 10,99% auf 828
    3. Unset mit einer Steigerung um 1.274,14/% auf 797 — warum versteckt denn jeder plötzlich seinen Anbieter?
    4. Arcor AG mit einer Verringerung um 22,59% auf 473
    5. Vodafone D2 GmbH mit einer Steigerung um 121,77% auf 326

Ich sehe schon: Ihr kehrt meinem Arbeitgeber immer mehr den Rücken zu. 2011 waren es noch 45,84%! Das kann ja so nicht weitergehen. Muss ich euch mal ein paar Drückerkolonnen vorbeischicken, die euch von den Vorteilen „überzeugen“ :smile: .

Und wie schauts bei den Browsern aus? Nun, der Internet Explorer ist in diesem Jahr nicht mehr in der Top 5 vertreten. Aber auch sonst blieb kein Stein auf dem anderen:

    1. Chrome mit einer Verringerung (alt Platz 2) um 2,57% auf 3.872
    2. Firefox mit einer Verringerung (alt Platz 1) um 36,39% auf 2.788
    3. Maxthon als Neuzugang mit 526 Hits
    4. Safari mit einer Verringerung (unverändert Platz 4) um 15,99% auf 473
    5. Opera mit einer Verringerung (alt Platz 3) um 69,86% auf 387

Man merkt, dass Azzkickr seinen Browser gewechselt hat. Schlagartig sinkt der Opera-Anteil. Schick ist hingegen, dass Maxthon nun endlich separat von Google Anlaytics erfasst wurde. Das Ding hat ja mittlerweile keinen zu verachtenden Marktanteil und ist in Asien vermutlich sogar den großen drei ein Stück voraus. Aber da habe ich leider keine Zahlen zu. Ich gehe aber dennoch mal stark davon aus, dass 100% dieser Hits von mir sind, oder verwendet ihn einer von euch? Empfohlen hatte ich ihn ja dem ein oder anderen da es wirklich ein sehr guter Browser ist.

Fazit zur Statistik

Wie lassen sich die Zahlen zusammenfassen? Nun, wie erwähnt ist es mit Bagdadsoftware/Beim Christoph in diesem Jahr ziemlich steil bergab gegangen. Hat mich das 2012 noch relativ kalt gelassen, schrillen jetzt doch so langsam die Alarmsirenen. Damals schrieb ich „Sowohl ich als auch ihr schreibt mehr denn je egal ob es in den Einträgen oder in den Kommentaren ist und gleichzeitig nimmt die Qualität des Materials zumindest nicht ab“, was heuer aber nicht mehr ganz so wirklich zutrifft. Ich schreibe zwar immer noch viel und ich behaupte auch, dass die Qualität des Materials zumindest gleich geblieben ist. Aber die externe Beteiligung lässt wie jetzt schon mehrfach erwähnt zu Wünschen übrig.

Es wird wohl wirklich mal Zeit, dass ich noch mehr und aggressiver Werbung mache und Links zu den Einträgen/Videos überall hinklatsche obwohl ich das eigentlich nicht gerne tue. Zwar ist mein Motto auch weiterhin „Egal ob es 1 oder 1.000 lesen: Ich ziehe mein Ding durch“, aber je weiter die Zahlen nach unten gehen desto größer werden natürlich auch wieder meine Selbstzweifel und das wiederrum verringert die Motivation zum Schreiben. Und das ist eine Spirale, in die ich am liebsten erst gar nicht wieder hineingeraten möchte. Aber gut: Bevor ich hier jetzt den Teufel zu groß an die Wand male, lasst uns erst einmal schauen was 2014 bringt. Vorschläge eurerseits sind natürlich wie immer herzlich Willkommen!

Die Produktion

Wie 2012 lag der Fokus der Seite wie erwähnt wieder ganz klar auf Spielen. Läppische zwei Garry’s Mod-Bilder (1) gab es in diesem Jahr und nur eine neue Signatur fand ihren Weg auf die Seite. Allerdings hatte ich ja schon letztes Jahr gesagt: Mittlerweile sehe ich die Einträge mit diesen Bildern eher als Filler-Material an und davon brauchte ich eben 2013 nur sehr wenig. Stattdessen konnte ich mich voll auf den aktuellen Kern der Seite konzentrieren. Auch deshalb, weil ich eine große Neuerung eingeführt habe: die Videos.

Thumbnail von Folge 16 von Christoph spieltEs war von Anfang an klar, dass ich mit der Schaltung von VDSL50 mich stark darauf fokussieren würde. Schon als ich letztes Jahr den Bagdadsoftware Podcast zu Grabe getragen habe, wusste ich in welcher Form es Ersatz geben würde. Und mit wie erwähnt bereits 28 Videos in 10 Monaten und aufgeteilt auf drei Formate dürfte offensichtlich sein, dass ich da auch tatsächlich hintendran bin.

Natürlich war der Bagdadsoftware Podcast ein anderes und vielleicht sogar informativeres Format weil hauptsächlich jemand anderes plauderte. Aber die Videos haben im Vergleich einfach viel mehr Vorteile für mich. Ich bin nicht abhängig von anderen, ich kann relativ schnell mehrere auf Halde produzieren und so Strecken überbrücken, wo ich zeitlich vielleicht sonst keinen Eintrag hinbekommen hätte und speziell Christoph spielt füllt mit seiner Dreiteilung aus Unboxing, Gameplay und Fazit ganz klar eine Nische im deutschsprachigen Internet.

Freilich sind die Videos noch weit davon entfernt perfekt zu sein. Mein Anspruch beim eigentlichen Spielen ist nämlich immer noch, dass ich euch tiefergehende Informationen beziehungsweise mehr Vergleiche zu anderen Titeln liefere. Und auch insgesamt bin ich mit dem Sprechen noch nicht ganz da, wo ich sein will. Aber zwischen Tomb Raider und Assassin’s Creed: Black Flag liegen bereits Welten und 2014 wird in dieser Hinsicht definitiv nicht von Stillstand geprägt sein.

Und das war auch schon wieder alles, was mir zur Seite an sich einfällt. Bevor wir jedoch nun zu mir selbst übergehen, muss ich wie immer noch etwas loswerden:

Ein dickes Dankeschön an alle Besucher und Zuschauer, egal ob ihr nur unregelmäßig vorbeischaut und kommentiert oder Beim Christoph als Startseite eingerichtet habt. Ohne euch, würde das alles hier schon lange überhaupt keinen Spaß mehr machen!

Persönliches

Wie hat sich also das Leben des Webmasters im Jahr 2013 entwickelt? Nun, es hat sich definitiv einiges getan, so viel ist klar, auch wenn das Jahr so anfing wie es aufhörte: Mit immer noch viel Stress auf der Arbeit dank des Glasfaserbaus in Aschaffenburg. Der einzige Lichtblick war da die schon erwähnte Aktivierung von VDSL50 Ende Februar und die damit verbundene Möglichkeit mein Wissen in Sachen „Videos“ endlich mal wieder zu erweitern. Ich denke wir alle erinnern uns noch mit Grauen an Werke wie The Room, Das Kaff oder The Naked Parade 2, die ich heute höchstwahrscheinlich nicht mehr so machen würde. Hatte ich schon erwähnt, dass ich mal jung und dumm war? Jetzt bin ich immerhin alt und noch dümmer :smile: .

Meine aktuelle Verbindung in EckentalPrivat tat sich also in der ersten Jahreshälfte nicht wirklich viel. Das Leben plätscherte einfach so wie gewohnt vor sich hin. Der Alltag wurde ganz klar von der Arbeit und damit vor allem vom Glasfaserausbau dominiert. Abwechslung kam dann nach Ostern rein, als mein Projekt in Bonn startete. Ich hatte ja im Jahresrückblick 2012 erwähnt, dass ich das Glück hatte im Oktober 2011 ins internationale Talentförderungsprogramm unseres Unternehmens namens Talent Space aufgenommen zu werden. Und Teil dieses Talent Space ist es nicht nur diverse Events zu besuchen, sondern eben auch ein Projekt durchzuführen. Und meine Reise führte mich in ein auf Mobiltechnik spezialisiertes Team nach Bonn, dem ich einen neuen Prozess designen sollte (und habe).

Work work work

Bis Ende September ging das Projekt, also sechs Monate, von denen ich zwei komplett vor Ort in Bonn verbrachte. Und ich muss ganz klar sagen: Das ist im Hauptquartier eine ganz andere Welt als in der Außenstelle in Aschaffenburg. Es herrscht eine komplett andere Kultur und man merkt auch einfach, dass man dort näher am Geschehen dran ist und entsprechend ganz andere Möglichkeiten hat. Es war somit eine Erfahrung, die ich zum einen nicht missen möchte und mich in allen Belangen weiter gebracht hat und zum anderen mich auf den Geschmack gebracht hat. Eigentlich sah ich Bonn nie so wirklich als ein mögliches Ziel an. Aber jetzt nachdem ich mal selbst da war, hat sich meine berufliche Planung tatsächlich etwas verändert. Zumal ich ja nun auch einen Fuß in der Tür habe. Insofern hat die Talentförderung schon was genutzt.

Ich gebe aber auch offen zu, dass mich diese Erfahrung wieder etwas rastloser machte. 2008 war mein letzter Jobwechsel und in Aschaffenburg war ich am Ende sogar satte 11 Jahre lang. Ich wollte also so langsam aber sicher den nächsten Schritt gehen. Als dann Mitte des Jahres mein Projektleiter befördert wurde (ein Jahr jünger als ich…), verstärkte sich das Gefühl noch einmal und ich begann tatsächlich so langsam genervt zu werden. Ich wollte plötzlich raus aus dieser Stadt. Immer ein schlechtes Zeichen :smile: . Doch das Glück war mir hold, auch wenn es anfangs anders aussah.

Es gab dank Umstrukturierungsmaßnahmen in unserem Bereich plötzlich wieder interessante Jobangebote und auch in Bonn hatte man mir bereits signalisiert, dass unter Umständen was möglich wäre. So ergab sich endlich auch für mich mal wieder die Möglichkeit im Bereich der Fachkarriere (ich bin als Teamleiter definitiv nicht geeignet) ein paar Bewerbungen rauszuschicken — eine davon nach Nürnberg. Ein Bewerbungsgespräch später hatte ich zwar erst einmal eine Absage, aber gleichzeitig auch eine Zusage für einen anderen Posten. Anfang August war somit klar: Ich verschwinde im Herbst aus meiner Heimat. Was wiederum nicht nur eine berufliche (neue Aufgaben, neue Kollegen, neue Umgebung), sondern — und das ist vermutlich sogar wichtiger — auch eine private Veränderung (endlich raus aus dem Elternhaus!) mit sich brachte. Somit waren die Weichen für das restliche Jahr gestellt.

Freizeit

Bild aus meiner WohnungUnd auch bei der Wohnungssuche war das Glück wieder auf meiner Seite. Während ich diese Zeilen schreibe sitze ich selbstverständlich in einer schicken neuen Wohnung, die ich aber nur erhalten habe, weil zum richtigen Zeitpunkt ein Arbeitskollege aus ihr ausgezogen ist. Mittlerweile sind es zwei Monate seit ich im schönen Eckental angekommen bin. Und natürlich stellt mir jeder die Frage: „Und? Hast du dich schon eingelebt?“ worauf mir aber eine ehrliche Antwort schwer fällt. Auf der einen, häuslichen Seite war der Übergang völlig schmerzfrei und fiel mir vielleicht sogar ZU leicht. Weder bin ich bislang verhungert noch stinke ich oder die Wohnung aus dem letzten Loch. Stattdessen genieße ich es trotz der zusätzlichen Aufgaben mein eigener Herr zu sein. Nur Kessy, meine Knuddelgöttin, die vermisse ich natürlich schon. Beruflich war das Ankommen sowieso kein Problem. Ich weiß was ich kann und bin ansonsten lernfähig wenngleich ich mich natürlich noch nicht ins Team eingelebt habe und ich auch erst noch die hiesigen Arbeitsweisen lernen muss. Das ergibt sich aber fast automatisch mit der Zeit.

Die andere, soziale Seite, sieht da leider düsterer aus. Mir fällt es ja bekanntlich nicht so einfach neue Freundschaften zu knüpfen wegen der extrem stark ausgeprägten Introvertiertheit, meiner dazugehörigen Soziophobie und was ich sonst noch so an irrationalen Ängsten und asozialen Verhalten mit mir rumschleppe. Zwar habe ich zugesehen gleich in den örtlichen Sportverein reinzukommen und so weiter Badminton zu spielen und auch das Thema Aqua Jogging steht ab Ende Januar wieder auf dem Programm (die Kurse liefen im November leider alle schon). Aber dennoch bin ich aktuell quasi noch (abseits von Maverick) völlig alleine und anonym in einer fremden Stadt unterwegs. Das ist entsprechend derzeit der große Punkt, an den ich 2014 zwingend ansetzen muss. Und ja ich weiß, dass ich dafür vor die Tür muss. Alter Schwede, denkt euch mal einen neuen dummen Kommentar aus. Danke.

Fazit & Vorschau

Das klang jetzt selbstverständlich wieder ziemlich traurig. Aber die Stammleser wissen ja, dass ich das Thema schon lange mit mir herumtrage. Von daher nehmt es nicht so schwer, ich tue es ja auch nicht soweit es meine irrationalen Gedankengänge zulassen. Es ist eben nichts, was sich von heute auf morgen ändert. Ich arbeite auf jeden Fall weiter an mir und ich bin auch der festen Überzeugung, dass der Umzug ein weiterer Schritt in die richtige Richtung war und ich jetzt nicht plötzlich in der Vereinsamung enden werde. Bestimmte Dinge dauern bei mir halt einfach ein bisschen länger. Das frustriert natürlich auch mich. Aber erzwingen lässt sich selbstverständlich sowas genausowenig. Deswegen ist am Ende von 2013 mein Fazit ganz klar, dass es unterm Strich ein sehr gutes Jahr für mich war in dem ich in allen Lebensbereichen vorangekommen bin. Jetzt heißt es das Momentum weiter nutzen und die nächsten Schritte zu gehen.

Das gilt freilich wie erwähnt auch für die Webseite, die am 2. Januar 2014 endlich ihre schon lange überfällige Überarbeitung bekommt. Gleichzeitig werde ich weiter nicht nur regelmäßig Videos veröffentlichen, sondern auch dran arbeiten diese noch weiter zu verbessern. Zusätzlich steht das Thema „Mehr neue Gesichter“ ganz weit oben auf der Tagesordnung. Mal schauen was ich da tun kann (nein, eine Facebook-Seite ist keine Lösung!). Abgesehen davon sieht es aber derzeit so aus, als würden euch auch weiterhin jeweils zwei Einträge pro Woche erwarten in denen es hauptsächlich um Spiele und die Spielebranche geht. Größtenteils verfasst von mir, vielleicht aber 2014 dann auch mal wieder etwas mehr von Ron, Azz und Jakill.

Abschluss

Jetzt ist es aber wirklich genug von mir! Wir lesen uns in 48 Stunden wieder, wenn ich euch im neuen Jahr begrüße. Bis dahin bleibt mir nur noch zu sagen:

Das Team von Beim Christoph wünscht allen Besuchern einen guten Rutsch ins neue Jahre!

Jetzt seid ihr dran: Wie war euer Jahr 2013?

Sicarius

Late To The PS3-Party #1 – HAZE

Fast habt ihr es geschafft. Noch einen Tag, dann ist Weihnachten schon wieder rum und wir alle unsere nervigen Verwandten wieder los. Es hat schon seine Vorteile, dass man bestimmte Familienteile nur einmal im Jahr sieht, gell? Deswegen will ich euch heute auch gar nicht groß überfordern. Stattdessen erwartet euch der erste Eintrag aus der neuen Serie „Late To The PS3-Party“ in der ich euch mit Berichten zu PlayStation-3-Spielen langweile, die mittlerweile total veraltetet sind und entsprechend keine Sau mehr interessieren :smile: .

Wie angekündigt, wurde meine Spielesammlung in den letzten Wochen mit PlayStation-3-Titeln erweitert (ein paar fehlen aber noch) und ich bin auch schon fleißig dabei den Backlog abzuarbeiten. Ganz vorne auf der „Will ich unbedingt endlich mal spielen“-Liste stand dabei dieser Titel:

HAZEHAZE (PS3) – 55% hat das Spiel derzeit bei Metacritic. Ein absoluter Blockbuster quasi. Auch mein Ersteindruck damals von der Games Convention 2007 war jetzt nicht großartig imposant. Speziell die Grafik hat mich damals absolut nicht umgehauen und tut es auch jetzt, sechs Jahre später, immer noch nicht. Da spielt der Titel schon größtenteils im Dschungel beziehungsweise in tropischen Umgebungen und muss sich entsprechend ganz klar mit Crysis (2007) messen und dann sieht er nur äußerst mittelmäßig aus. Immerhin: Das Entwicklerstudio Free Radical (TimeSplitters) heißt seit 2009 Crytek UK und arbeitet derzeit an Homefront 2. Irgendjemand hat also anscheinend doch das Potential gesehen.

Die erste Hälfte

Mich hat HAZE dennoch brennend interessiert. Das liegt zum einen daran das der (leider mit 15 Minuten sehr kurze) Soundtrack seit dem Release im Jahr 2008 immer mal wieder aus meinen Boxen ertönt (auch jetzt im Moment) egal ob daheim, im Auto oder auf der Arbeit. Sascha Dikicyian besser bekannt als Sonic Mayhem hat da mal wieder saubere Arbeit abgeliefert. Zum anderen klang die Geschichte sehr interessant. Und zwar befinden wir uns in der Zukunft. In der Rolle von Sergeant Shane Carpenter sind wir Teil der Privatarmee von Mantel welche nach Südamerika geschickt wird, um das Land von Rebellen zu säubern. Das Besondere an den Manteltruppen ist, dass sie Nektar einsetzen. Das ist eine Droge, welche Schmerzen lindert, die Wahrnehmung verstärkt und auch sonst so einige Vorteile im Kampf bietet.

Herstellerbild zu HAZEAls Mantel-Soldat seid ihr entsprechend gut unterwegs. Dicke Rüstung, starke Waffen und dank Nektar quasi mit übermenschlichen Kräften ausgestattet braucht ihr an so Dinge wie in Deckung gehen oder vorsichtig vorgehen gar nicht zu denken. Eine Gefahr werden die Rebellen nur, wenn sie in der Überzahl sind oder einer mit dem Flammenwerfer rumrennt. Brennt ihr, müsst ihr den SixAxis schütteln, um die Flammen zu löschen. Irgendwie eine doofe Spielmechanik in einem chaotischen Shooter. Aber gut: Die PlayStation 3 war noch jung und Sony brauchte Spiele, die ihre tollen Technologien benutzen.

Die zweite Hälfte

Der wichtigste Vorteil des Nektars ist aber wohl, und das ist jetzt natürlich ein Spoiler, dass es die Schrecken des Krieges ausblendet und die Soldaten empfänglicher für Befehle macht. Ziemlich schnell wechselt ihr nämlich die Seiten und seht fortan die Welt, wie sie wirklich ist. Dreckig, blutig und voller Leichen. Zudem erfahrt ihr, dass Mantel das Land nicht von der Unterdrückung durch die Rebellen befreien will, sondern dort die Pflanzen wachsen, die zur Herstellung des Nektars benötigt werden. Also dreht ihr den Spieß rum und macht fortan Jagd auf eure alten Vorgesetzten.

Anders als die gut ausgerüsteten Mantel-Truppen, seid ihr als Rebell auf dem Papier eher hinterhältig unterwegs. So könnt ihr die Soldaten mit einem Fußtritt betäuben und ihnen den Waffen abnehmen, dürft Granaten vergraben und, ganz wichtig, euch tot stellen. Der Nektar blendet tote Feinde nämlich einfach aus und somit werdet ihr unsichtbar für die Truppen. Sehen euch die Soldaten beim Aufstehen, geben sie entsprechend auch ein „Der ist ja gar nicht tot?!“ von sich.

Fazit

Das alles klingt auf dem Papier äußerst interessant, abwechslungsreich und taktisch anspruchsvoll. Allein aus der Geschichte hätte man so viel machen können. Auch der Twist ist, obwohl absolut vorhersehbar, eine nette Idee, da sich die Rebellen ganz anders spielen als Mantel. Und dann gibt es auch noch einen Koop-Modus für bis zu vier Spieler (alle Fahrzeuge im Spiel sind entsprechend auf vier Leute ausgelegt). Wenn das nicht Pflichtkauf ruft, was dann?

Nun, in der Praxis bleibt HAZE dann doch weit hinter den Erwartungen zurück. Insofern sind die schlechten Wertungen absolut gerechtfertigt. Egal ob ihr auf Seiten von Mantel oder den Rebellen unterwegs seid: Ihr ballert euch ohne viel taktischen Anspruch durch absolut lineare und, wie erwähnt, grafisch nicht wirklich überzeugende Levels, um zum nächsten Checkpoint zu gelangen. Auch die Geschichte motiviert nicht, da höchstens die Ansätze der interessanten Thematik vorhanden sind und auch alles viel zu schnell geht. Das Spiel hat noch gar nicht richtig angefangen, schon fängt euer Nektareinspritzer das Spinnen an.

Herstellerbild zu HAZESomit geht es am Ende ausschließlich um den Rachefeldzug Shanes gegen seinen ehemaligen Truppenleiter Duvall, weil der ein paar böse Dinge getan hat (typischer Klischee-Charakter). Die Auswirkungen des Nektars, die Gräueltaten von Mantel und die Sache mit der Propaganda werden eher nebenbei behandelt. Faktisch gab es bislang (bin im Kapitel 11 von 15) nur eine Szene, die sich tatsächlich so richtig damit beschäftigte. Es handelte sich dabei aber dann doch nicht um mehr als einen billigen Plotdumb, der euch als Spieler innerhalb von fünf Minuten auf die Seite der Rebellen ziehen soll. Schade.

Dadurch verpufft das gesamte Potential des Spiels in einer Wolke aus durchschnittlicher Konsolen-Shooterkost, die zu Recht schon damals niemanden interessant hat und heutzutage noch weniger. Wenn ihr das Spiel nicht gespielt habt, habt ihr somit nichts verpasst. Nur den Soundtrack, den kann ich euch wirklich nur empfehlen.

Eine Hoffnung

Ich hoffe allerdings, dass sich vielleicht doch noch einmal jemand die Idee schnappt und sie richtig umsetzt. Spec Ops: The Line hat ja bekanntlich eindrucksvoll gezeigt, wie man die Erwartungen des Spielers gekonnt ausnutzt. Für sowas wäre auch der Nektar richtig gut geeignet. Die erwähnten Szenen am Anfang, in denen euer Nektarzufluss anfängt Probleme zu haben, waren ein guter Ansatz. Aber damit das seine Wirkung richtig entfaltet, muss zum einen das Spiel so vermarktet werden, dass der Twist nicht schon im Trailer verraten wird. Und zum anderen muss ich als Spieler auch erst einmal die Gelegenheit haben mich wirklich in die Rolle des treudoofen Soldaten einzufinden. Wenn ich schon nach den ersten fünf Minuten weiß, dass Duvall ein Bösewicht ist und nach zehn Minuten klar wird, dass ich demnächst zu den Rebellen überwechsele, dann funktioniert das einfach nicht.

Es wird entsprechend spannend zu sehen, was am Ende aus Homefront 2 wird. Der erste Teil war ja bekanntlich auch etwas anderes und tiefgründigeres als nur der nächste patriotische Call of Duty-Klon. Das Potential für ein kritisches und interessantes Spiel ist also auch hier auf dem Papier vorhanden. Mein Vertrauen in Crytek im Allgemeinen und Herrn Cevat Yerli im Speziellen ist jedoch nicht sehr groß. Meine Befürchtung ist tatsächlich, dass der zweite Teil tatsächlich ein richtiger Battlefield– und Call of Duty-Klon wird. Aber warten wir es mal ab.

Bis Montag!

Was würde die Menschheit nur tun, wenn sie keine Rituale hätte? Vermutlich im friedlichen Chaos zusammenleben oder sowas statt wochenlang darüber zu diskutieren ob es politisch korrekt ist „Frohe Weihnachten“ zu sagen oder ob man damit nicht alle möglichen, vor allem religiös veranlagten, Bevölkerungsgruppen vor den Kopf stößt und damit den nächsten Krieg anzettelt. Als hätten wir nichts Besseres zu tun. Doch das sind Themen mit denen beschäftigen wir uns hier beim Christoph nicht, um den Frieden zu wahren. Kommen wir stattdessen zum eigentlichen Punkt des heutigen Eintrags:

Das gesamte Team von Beim Christoph wünscht allen Lesern, Zuschauern und Zuhörern ein angenehmes Weihnachtsfest!

Kessy mit Weihnachtsmütze


Ich wünsche euch allen angenehme und möglichst stressfreie Feiertage. Denkt wie immer auch an eure tierischen Begleiter egal ob Hund, Katze oder Maus. Nehmt sie nicht als selbstverständlich hin, sondern gebt ihnen (wie das ganze Jahr) die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Sie begleiten euch ihr ganzes Leben lang, geben euch in jeder Situation ihre Liebe und Wärme und verlangen im Gegenzug nicht viel.

Wir lesen uns am Donnerstag wieder!

PS: Der Titel des Eintrags lautet „Frohe Weihnachten!“ auf Russisch — hoffe ich zumindest. Vielleicht bedeutet der kyrillische Satz auch sowas wie „Wer das liest ist doof“ oder so. Man kann sich ja heutzutage nicht mehr auf das Internet verlassen.

Weihnachten steht bekanntlich vor der Tür. Viele strömen gerade verzweifelt in die Einkaufszentren und versuchen noch das letzte fehlende Geschenk zu finden. Das gilt allerdings nicht für Spieleentwickler. Nein, die sitzen stattdessen gerade gespannt vor dem Monitor und warten auf das hier:

Bagdadsoftware NOCAs 2013
(Danke an JakillSlavik für das Banner)

Ja, heute ist es endlich soweit und ihr erfahrt die 15 Gewinner der Bagdadsoftware No-One-Cares-Awards 2013. Dieses Jahr machen wir das allerdings etwas anders. Normalerweise schreibe ich ja immer noch einmal einen längeren Text mit den Begründungen zu den jeweiligen Spielen. Heuer habe ich mir gedacht: Warum eine Textwüste verfassen, wenn ich auch einfach 24 Bilder pro Sekunde hernehmen kann?


Hier auch gleich die dazugehörigen Timestamps:

Beste Ablenkung für Zwischendurch des Jahres 2013 (01:06)
Bestes Action-Adventure des Jahres 2013 (03:02)
Bester Action-Titel des Jahres 2013 (04:51)
Bestes Jump ’n‘ Run des Jahres 2013 (06:42)
Bestes Adventure des Jahres 2013 (08:38)
Bestes Koop-Spiel des Jahres 2013 (10:20)
Bestes Rennspiel des Jahres 2013 (12:02)
Bestes Rollenspiel des Jahres 2013 (14:03)
Bester Shooter des Jahres 2013 (15:50)
Bestes Strategiespiel des Jahres 2013 (17:12)
Bester Spielesoundtrack (Original) des Jahres 2013 (19:50)
Visuell ungewöhnlichstes Spiel des Jahres 2013 (21:25)
Enttäuschung des Jahres 2013 (23:05)
Überraschung des Jahres 2013 (25:02)
Spiel des Jahres 2013 (26:42)

30 Minuten Freestyle-Geblubbere. Ja, ich habe mir vorher keine Notizen gemacht gehabt. Ich hatte nur die Liste der Kategorien plus der jeweiligen Spiele auf dem Monitor. Der Rest ist frei heraus, aber das habt ihr sicherlich schon selbst gemerkt :smile: . Wobei ich nicht glaube, dass meine Begründungen in Textform jetzt wesentlich tiefgründiger gewesen wären. Das ist so das Problem, wenn ich bereits im Nominierungseintrag teilweise 2-3 Texte über das jeweilige Spiel geschrieben habe. Da fällt es einem schwer noch an was Neues zu denken. Demgegenüber steht der Vorteil, dass ihr im Video quasi meine echte und ungeschminkte Meinung inklusive aller Emotionen erfahrt. Außerdem ist es nach dem ewig langen Nominierungseintrag definitiv einfacher zu konsumieren als noch einmal eine Textwüste. Da werdet ihr mir sicherlich zustimmen :smile: .

Ich hatte übrigens überlegt zum Beispiel Trailermaterial einzubauen statt einfach nur jeweils rund 2 Minuten mit der Packung in der Hand zu reden. Aber am Ende hatte ich mich doch irgendwie dagegen entschieden. Schon allein weil abzüglich der Einleitung und des Ausklangs jeder Kategorie von den zwei Minuten nicht mehr viel übrig bleibt für Gameplaymaterial. Müsste ich auf jeden Fall noch etwas mehr reden. Da fand ich es einfach wichtiger, dass ihr auch meine Emotionen zu den Worten seht. Ach und natürlich weil es verdammt viel Arbeit gewesen wäre. Gebe ich ganz offen zu. Mal schauen ob ich es nächstes Jahr anders mache.

Zur besseren Darstellung nachfolgend die Gewinner noch einmal in der Übersicht Bagdadsoftware NOCAs 2013 (die Links führen wie im Nominierungseintrag vor allem zu Amazon):

Beste Ablenkung für Zwischendurch: Animal Crossing: New Leaf
Bestes Action-Adventure: Remember Me
Bester Action-Titel: Saints Row IV
Bestes Jump ’n‘ Run: Donkey Kong Country Returns 3D
Bestes Adventure: Das Schwarze Auge: Memoria
Bestes Koop-Spiel: Rayman Legends
Bestes Rennspiel: Need for Speed Rivals
Bestes Rollenspiel: Shadowrun Returns
Bester Shooter: Rise of the Triad
Bestes Strategiespiel: SimCity
Bester Spielesoundtrack (Original) : SimCity
Visuell ungewöhnlichstes Spiel: Shelter
Enttäuschung des Jahres: Takedown: Red Sabre
Überraschung des Jahres: Far Cry 3: Blood Dragon
Spiel des Jahres 2013: Saints Row IV

Und damit ist das Thema Bagdadsoftware NOCAs für das Jahr 2013 auch schon wieder erledigt für mich. War wie jedes Jahr sehr viel Arbeit (Spielen, Liste zusammenstellen, Schreiben, Videos aufnehmen, etc.), aber ihr wisst ja: Für euch ist mir (fast) nichts zu schade. Doch auch ihr sollt natürlich wieder was schaffen. Und zwar will ich eure Spiele des Jahres 2013 wissen. Um der Diskussion allerdings gleich vorwegzukommen: Es ist mir egal, ob es dieses Jahr erschienen ist oder nicht. Ich weiß, ihr seid alle sehr beschäftigt und so und seid entsprechend erst dazugekommen die Titel aus dem Jahr 2003 zu spielen. Seht es einfach als Gelegenheit auf euer Spielejahr 2013 zurück zu blicken.

Zum Abschluss wie immer ein „Herzlichen Glückwunsch“ im Namen von Beim Christoph an alle Gewinner. Und wenn ihr nicht den ersten Platz erklommen habt, dann denkt dran: In wenigen Tagen beginnt das Jahr 2014 und damit auch eure Chance dann bei den Bagdadsoftware No-One-Cares-Awards 2014 der Konkurrenz zu zeigen, wo der Hammer hängt.

Wie geht es nun hier beim Christoph bis zum Ende des Jahres weiter? Nun morgen Abend erwartet euch an dieser Stelle der übliche Weihnachtsgruß und zwar nach dem Ende der Christmette um 20 Uhr. Am 26.12. folgt dann ein „normaler“ Eintrag bevor wir am Montag, den 30. Dezember, den Blick zurück wagen auf das Jahr 2013 aus Sicht der Webseite und natürlich auch mir persönlich. Es lohnt sich also wie immer dran zu bleiben.

Bis dann!

Warnung: Es ist mal wieder soweit! Euch erwartet heute wie mittlerweile jedes Jahr ein absoluter Mo-moo-monster-Eintrag mit über 9.100 Wörtern! Beim Christoph ist deshalb gesetzlich verpflichtet euch darauf hinzuweisen, dass ihr vor dem Genuss des folgenden Textes alle weltlichen Bedürfnisse gestillt haben solltet (Toilette, Essen, Trinken) und empfiehlt gleichzeitig die Aktivierung von sanfter Musik, um nicht nur die Verdauung der konsumierten Lebensmittel zu unterstützen, sondern auch die der nachfolgenden Mauer aus Text. Beim Christoph ist zudem nicht verantwortlich für Schäden physischer oder psychischer Art, die durch den Konsum dieses Eintrags entstehen!

Bagdadsoftware NOCAs 2013
(Danke an JakillSlavik für das Banner)

Kessy, Göttin der Knuddeleinheiten: *klopf klopf* Ist das Mikrofon an? Kann man mich hören? Ja? Gut. Der Herr Webmaster hätte ja ruhig einen Flug nach Nürnberg sponsern können statt mich hier über Skype in schlechter Qualität zuzuschalten. Dieser Geizhals. Bitte? Wir sind live?! Oh…oooooh….äh…Guten Abend, werte Damen und Herren! Ich begrüße euch recht herzlich an diesem kalten Donnerstag kurz vor Weihnachten. Ich freue mich, dass ihr das Schmücken eures Christbaums und den Last-Minute-Einkauf eurer Weihnachtsgeschenke unterbrochen und dieses Programm eingeschaltet habt! Es ist mal wieder an der Zeit in sich zu kehren und das Jahr Revue passieren zu lassen und damit auch die Zeit die Nominierungen für die Bagdadsoftware No-One-Cares-Awards 2013 bekanntzugeben!

Es fühlt sich an, als wäre es erst 365 Tage her, dass ich hier zuletzt auf der Bühne gestanden habe. Doch irgendwie sieht alles ein wenig anders aus. Nein, damit meine ich nicht mein Skype-Fenster, das mehr schlecht als recht als Hologramm auf die Plattform projiziert wird. Nein, dieses Jahr findet die Verleihung nicht mehr bei Bagdadsoftware statt, sondern beim Christoph. Die Übertragungsrechte waren ausgelaufen und somit begrüße ich sie heute von der Sendeanstalt des neuen Höchstbietenden.

Zum 7. Mal findet dieses spektakuläre Event bereits statt und wie immer erwarten euch viele absolut reale und ganz und gar nicht ausgedachte Gäste aus den Reihen der tibetanischen G- und F-Prominenz. Sie werden das riesige und selbstverständlich tatsächlich nicht vorhandene Showprogramm mitgestalten, bei dem euch so viel Spiel, Spaß und Unterhaltung geboten wird, dass euer Kopf explodieren wird (Anm. d. Rechtsabteilung: Beim Christoph ist nicht verantwortlich für die entstehende Sauerei in eurer Wohnung). Haben wir letztes Jahr noch eine Lebensversicherung zu sehr guten Konditionen (für uns) angeboten, verlagern wir nun aus Rationalisierungsgründen die Schuld an die Hersteller eures TV-Geräts. Deren radioaktive Strahlung ist die Ursache für alle eure Leiden!

Ja ja, die Bagdadsoftware NOCAs. Wer kennt sich nicht? Bitte? Ihr kennt sie noch nicht? Ja, was habt ihr denn in den letzten sechs Jahren getrieben?! Die NOCAs sind doch mittlerweile vom Ortseingang von Gunzenbach bis zur Grundschule bekannt (=~25 Meter) und damit der bedeutendste Wegweiser nicht nur für die Spiele-, sondern die gesamte Unterhaltungsindustrie! Messen wie die gamescom oder E3 sind Peanuts im Vergleich! Nur bei uns werden die Trends des kommenden Jahres gesetzt und die Weichen für die Zukunft gestellt. Um dieser Bedeutung gerecht zu werden, teilen wir sicherheitshalb auch in diesem Jahr die Show wieder in zwei Teile auf. Heute erfahrt ihr ausschließlich die Nominierungen. Die Gewinner werden hingegen erst am kommenden Montag, den 23. Dezember, bekanntgegeben. Aber keine Angst: Unsere wirklich total echte und aus 99,9% Bitcoins bestehende Statue kommt rechtzeitig bei den Preisträgern an, damit sie noch unter den Tannenbaum gelegt werden kann. Wir wollen ja schließlich, dass die Gewinner so schnell wie möglich die Fotos auf Facebook, Twitter und Tumblr hochladen können, um unseren Traffic zu erhöhen und die Werbeeinnahmen zu verzehnfachen.

Nun aber genug von dem ganzen Kram. Lasst uns so langsam mal zur Sache kommen. Wie immer wurden die nachfolgenden Titel gewissenhaft von unserer umfangreichen Ein-Mann-Jury sorgfältig geprüft und aufgrund von selbstverständlich absolut objektiven und wissenschaftlich einwandfreien Kriterien ausgewählt und natürlich nicht nur weil der Webmaster die jeweiligen Titel mochte. Aber warum erzähle ich euch groß davon? In diesem Jahr haben wir heimlich eine Videokamera mit in das Juryzimmer geschmuggelt. Im nachfolgenden Ausschnitt könnt ihr somit erstmals die Entscheidungsträger bei ihrer extrem wichtigen und gewissenhaften Arbeit begutachten:


Wenn das keine Qualitätsarbeit ist, dann weiß ich auch nicht. Jetzt ist es aber genug mit der Einleitung. Ich verabschiede mich kurz von der Bühne, um mir ein paar Leckerli zu besorgen, bevor ich euch die Kategorien und die Nominierungen vorstelle. Bis dahin übergebe ich an den wichtigsten Mann des Abends, wenn nicht sogar des Jahres: den Webmaster!

Der Webmaster: Danke, Kessy. Es ist immer wieder schön mit dir zusammenarbeiten zu dürfen. Ich weiß gar nicht, was ich ohne dich machen würde. Vermutlich eine bildhübsche Assistentin einstellen und sie zwingen knappe Kleidung zu tragen oder so. Wenn da nicht das Budget wäre…aber ich schweife ab. Ihr seid ja schließlich nicht wegen den Hintergründen, sondern wegen den Vordergründen hier. Ach und wegen der absolut phänomenalen Witze, die ich jedes Jahr zum Besten gebe. Warum gehen beispielsweise Fliegen nicht in die Kirche? Na weil sie Insekten sind. Und erinnert ihr euch noch dran, wie eine Mauer zur anderen sagte: Wir treffen uns an der Ecke? Nein? Dann habt ihr echt was verpasst. So wie den Sattelschlepper, also den Cowboy ohne Pferd.

In diesem Sinne auch von mir ein herzliches Willkommen bei Beim Christoph an diesem grandiosen Donnerstag! Ich könnte wieder platzen vor Freude darüber, dass ich ein weiteres Jahr hier stehen darf und euch die Bagdadsoftware NOCAs präsentieren kann. Ich hatte tatsächlich Angst, dass durch den Verkauf an eine neue Produktionsfirma die Show eingestellt werden würde. Oder schlimmer noch: Umbenannt! Könntet ihr euch etwa die Beim Christoph gibt’s Awards-Awards vorstellen? Oder die Holt euch die Awards beim Christoph ab-Awards. Schrecklich.

Nein, es ist glücklicherweise alles beim Alten geblieben. 15 Kategorien, drei Kandidaten und nur einer kann gewinnen. Wundert euch jedoch nicht darüber, dass überall vier Spiele stehen. Der Tradition aus dem letzten Jahr folgend, gibt es auch heuer wieder die Honorable Mentions. Sie können keinen NOCA gewinnen — und es handelt sich auch nicht um den undankbaren vierten Platz — , ich wollte die entsprechenden Spiele aber trotzdem unbedingt noch einmal erwähnt haben aus irgendeinem mir völlig unbekannten Grund. Wahrscheinlich aus Mitleid oder so. Ist ja nicht so, als hätte ich damit nicht auf einen Schlag einen Haufen Mehrarbeit für mich produziert. Aber so sind wir hier beim Christoph. Wir geben alles, damit ihr zufrieden seid!

Also fast alles. Es gibt natürlich die üblichen Einschränkungen. Es handelt sich hier um meine ganz persönliche Liste und damit hatten die Chance auf eine Nominierung nur diejenigen Spiele, die ich auch tatsächlich selbst gespielt habe (unabhängig davon wie lange) und die gleichzeitig im Jahr des Herrn 2013 veröffentlicht wurden oder zumindest als Retailversion in die stationären Läden des deutschen Landes gelangt sind. Es gilt also auch heute wieder: PlayStation-3-exklusive Spiele wie The Last of Us sind genauso außen vor wie Titel, die nur für Xbox One, PlayStation 4, PlayStation Vita, WiiU und Android veröffentlicht wurden. Zwar besitze ich mittlerweile eine PlayStation 3, aber die Anschaffung war zu kurzfristig, um diese Spiele noch mit auf die Liste zu bekommen (die erste Ladung Spiele traf erst am Montag bei mir ein). Also dann erst 2014. Somit wurden in diesem Jahr erneut nur Titel berücksichtigt, die entweder für PC, Xbox 360, Nintendo DS, Nintendo 3DS oder iOS erschienen sind. Immerhin satte fünf Plattformen. Das war auch bitter nötig, denn das Spielejahr 2013 war überraschenderweise nicht ganz so ergiebig wie das vorherige und damit die Auswahl der potentiellen Kandidaten etwas übersichtlicher als sonst. Aber keine Angst: Rohrkrepierer als Füllmaterial sind selbstverständlich trotzdem nicht dabei. Wäre ja noch schöner, wenn wir hier beim Christoph mauscheln würden, nur um eine fiktive und völlig belanglose Liste irgendwie voll zu bekommen. Da könnt ihr euch hundertprozentig (nicht) darauf verlassen.

Kommen wir also nun zum Hauptteil des heutigen Abends. Ich habe euch schließlich schon wieder lange genug hingehalten. Meine Damen und Herren, es ist mir eine unbeschreiblich große Ehre euch die Anwärter auf die Bagdadsoftware NOCAs 2013 vorzustellen! An dieser Stelle aber noch der, aus Sicht unserer Anwälte, wichtige Hinweis: Fast alle Links führen zu Amazon. Nur bei Titeln, die ausschließlich digital veröffentlicht wurden, landet ihr bei iTunes, Steam oder auf der Herstellerseite. Jetzt können wir aber wirklich loslegen — nach einer kleinen Werbepause:

Werbung Anfang
< Ein schwarzes Bild ist zu sehen und eine Stimme aus dem Off ertönt >

Ihr dachtet wir würden ihn töten.

< Das Bild eines Schäferhunds in Kampfmontur wird gezeigt >

Wir haben ihn nur angeschossen.

< Der Schäferhund liegt blutend am Boden >

Oder doch nicht?

< Hartes und völlig unpassendes Dubstep dröhnt plötzlich durch die Boxen und ein Schriftzug erscheint auf schwarzem Hintergrund >

Bark of Dogs: Veterinarian

A WORLD IN RUIN. AN ARMY DESTROYED. A DOG TO SAVE. ‚MERICA, FUCK YEAH!

31.02.2014

This time we’ll kill him for realzies!

Werbung Ende
Der Webmaster: Das wird das Spiel des Jahres! Da bin ich mir jetzt schon sicher. Als der arme Hund da auf dem Boden lag. Das war ein absolut emotionaler Moment habe ich mir sagen lassen. Selbst gespielt habe ich es noch nicht. Deswegen mache ich nun endlich die Bühne frei für die Spiele, die tatsächlich relevant sind. Die 42 Nominierten, 13 Honorable Mentions und die eine Shameful Mention! Kessy, du bist wieder dran!

Inhaltsverzeichnis:

01. Beste Ablenkung für Zwischendurch des Jahres 2013
02. Bestes Action-Adventure des Jahres 2013
03. Bester Action-Titel des Jahres 2013
04. Bestes Jump ’n‘ Run des Jahres 2013
05. Bestes Adventure des Jahres 2013
06. Bestes Koop-Spiel des Jahres 2013
07. Bestes Rennspiel des Jahres 2013
08. Bestes Rollenspiel des Jahres 2013
09. Bester Shooter des Jahres 2013
10. Bestes Strategiespiel des Jahres 2013
11. Bester Soundtrack (Original) des Jahres 2013
12. Visuell ungewöhnlichstes Spiel des Jahres 2013
13. Enttäuschung des Jahres 2013
14. Überraschung des Jahres 2013
15. Spiel des Jahres 2013

01. Beste Ablenkung für Zwischendurch des Jahres 2013

AAA-Titel sind schön und gut. Aber ab und zu braucht es auch mal eine Erholung vom Effektgewitter und dem ganzen Weltenretten. Entsprechend weiß auch der Webmaster die kleinen Spiele zu schätzen, die man immer mal wieder ein paar Minuten startet (und dann plötzlich doch eine halbe Stunde rum ist). In diesem Jahr haben ihn in dieser Richtung folgende Titel für sich gewinnen können:

  • Herstellerbild zu Animal Crossing: New LeafAnimal Crossing: New Leaf (3DS) – Ihr seid der Bürgermeister eines Dorfes und damit zuständig für das Wohlergehen eurer Bürger. Gleichzeitig seid ihr hochverschuldet und auch irgendwie der Landschaftspfleger, Bauunternehmer und Spendensammler der Gemeinde. Das heißt ihr schüttelt Bäume, fangt Fische und Insekten (zum Verkaufen), richtet euer stetig wachsendes Eigenheim ein und schwätzt mit den Bewohnern beziehungsweise erledigt Aufträge für sie, um euch gut mit ihnen zu stellen und dafür zu sorgen, dass sie nicht umziehen. Klingt auf dem Papier sicherlich ganz interessant und hat auch in der Realität durchaus seinen Tiefgang, es ist aber vermutlich dennoch nicht mehr als eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, die den Webmaster aus unerfindlichen Gründen buchstäblich monatelang beschäftigt hat.
  • Papers, Please (PC, Mac) – Das Klischee behauptet, dass Beamte faule Säcke sind, die den ganzen Tag nur die Füße hochlegen und nichts geschafft bekommen. Zumindest auf den Beamten an der Grenze von Arstotzka trifft das definitiv nicht zu. Noch nie war das Überprüfen von Pässen auf ihre Gültigkeit so stressig, nervenaufreibend und spannend. Bleibt am Ende des Tages genug Geld übrig, um die Familie zu versorgen, oder wart ihr zu langsam beziehungsweise zu schlampig und könnt eurem Sohn nun keine Medizin mehr kaufen? Nein? Egal: Glory to Arstotzka!
  • Super House of Dead Ninjas (PC) – Ein hyperaktiver Ninja, der sich Stockwerk für Stockwerk voller gefährlicher Gegner und Fallen durch einen hohen Turm arbeiten muss während die Uhr im Hintergrund unerbittlich nach unten zählt. Ein falscher Schritt, ein zu langes Zögern und schon ist wieder eines der kostbaren Leben weg, die ihr aber so dringend für die anspruchsvollen Bossgegner benötigt. Sind alle verbraucht, heißt es entnervt wieder von vorne zu beginnen. Also genau das passende Spiel für den Webmaster.

Honorable Mention: Dream House Days (iOS, Android) – Der Webmaster kauft jedes Spiel, das Entwickler Kairosoft für iOS veröffentlicht, obwohl das Grundprinzip eigentlich immer das Gleiche ist. Doch auch ihn fesseln nicht alle wirklich. In diesem Jahr war es diese Vermietersimulation, die ihm am meisten zugesagt hatte und ihn zum mehrmaligen Durchspielen anregte. Wohnungen brauen, mit Möbeln einrichten, Mieter suchen und diese bestenfalls über mehrere Generationen im Haus halten und dabei stetig ihre Werte verbessern, um die Miete noch weiter nach oben treiben zu können. Vermutlich wollte der Webmaster, jetzt wo er selbst in Miete wohnt, sich in die Gedankenwelt eines Vermieters einfinden.

02. Bestes Action-Adventure des Jahres 2013

Normalerweise würde ich euch nun von den Schwierigkeiten erzählen, diese Rubrik mit „echten“ Action-Adventures zu füllen. Schließlich ist die Definition des Genres mehr als nur schwammig. Doch in diesem Jahr ist das anders. Nicht nur gab es dieses Jahr tatsächlich einige würdige Vertreter dieses Genres (=Spiele mit einem Mix aus Plattforming und Kämpfen), der Webmaster hat auch tatsächlich viele davon gespielt und sich dann für die Folgenden entschieden:

  • Herstellerbild zu Assassin’s Creed IV: Black FlagAssassin’s Creed IV: Black Flag (PC, PS3, X360, PS4, XONE, WiiU) – Schicke Grafik, geschmeidige Bewegungsabläufe, viel zu tun. Eben das übliche, wenn man von einem Assassin’s Creed-Titel redet. Ließ Teil 3 jedoch viel zu wünschen übrig, bringt Teil 4 den bereits seit langem nötigen frischen Wind mit in die Serie in Form des ganz klar von Sid Meier’s Pirates abgeschauten Piratendaseins. Mit dem eigenen Schiff über die Weltmeere schippern, andere Reisende in spannenden Seekämpfen erlegen und kapern und mit dem erbeuteten Geld die Schaluppe noch weiter verbessern, um noch größere Schiffe unter die Wasseroberfläche zu befördern. Das macht nicht nur Spaß, der ganze Assassinen-Part (und damit das „Action-Adventure“ im Action-Adventure) des Spiels verkommt dadurch fast schon zu reinem Beiwerk.
  • Remember Me (PC, PS3, X360) – Das Paris der Zukunft, eine utopische Gesellschaft, die mit einem Chip im Gehirn rumläuft und so unfreundliche und unbequeme Erinnerungen praktisch ausgelöscht hat während die Erfinder die Technik dazu benutzen Gehirnwäsche zu betreiben. Mittendrin Nilin, eine Widerstandskämpfern, die unter Gedächtnisschwund leidet und die Fähigkeit besitzt die Erinnerung von anderen zu manipulieren. Um das Regime zu stürzen und gleichzeitig euch selbst wieder zu finden, klettert und hüpft ihr wie eine gewisse Lara Croft auf eurer Erkundungstour durch Neo-Paris und prügelt euch dank innovativen Combo-System (ihr stellt sie euch selbst zusammen) im Nahkampf durch zahlreiche Gegnerhorden.
  • Tomb Raider (PC, PS3, X360) – Viele Tombs muss Lara im Reboot der Serie zwar nicht raiden. Fleißig klettern, Rätsel lösen und mehr oder weniger harmlose Tiere ermorden steht dennoch hoch auf der Tagesordnung. Verpackt in eine schicke Grafik, erfahrt ihr mehr darüber wie Lara zu der Lara wurde, die wir kennen und lieben gelernt haben und habt gleichzeitig ein vergleichsweise action-reicheres Spielerlebnis als in den Vorgängern. Ja, man könnte gar sagen, dass Tomb Raider ein Uncharted mit weiblichen Helden ist. Wenn das kein Lob ist, was dann?

Honorable Mention: Resident Evil: Revelations (3DS, PC, PS3, X360, WiiU) – Nicht nur die Konkurrenz setzt mittlerweile mehr auf den Ekelfaktor statt auf echten Survival Horror. Auch die Resident Evil-Serie hatte sich in den letzten beiden Teilen vom subtilen Horror verabschiedet. Entsprechend erfreut war auch der Webmaster festzustellen, dass Resident Evil: Revelations sich wieder etwas weg von der Action und wieder hin zum beinharten Überlebenskampf bewegte. Jede Kugel ist kostbar, der Inventarplatz rar und hinter jeder Ecke der gruseligen und teils furchterregenden Umgebungen könnte der Tod lauern. So muss das sein! Und das mittlerweile nicht nur auf einem kleinen Bildschirm, sondern auch in schicken HD auf 2560×1440.

03. Bester Action-Titel des Jahres 2013

„Passt’s woanders nicht rein, schieb’s zur Action rein“ ist das klare Motto dieses Genres und entsprechend häufig werden Spiele mit diesem Label versehen. Doch es gibt tatsächlich ein extrem wichtigeres Kriterium für die Aufnahme in dieses Genre: Haufenweise Action! In einem Action-Titel muss viel los sein. Es muss krachen, es muss explodieren, es muss unkompliziert sein und schlicht und einfach Spaß machen. Eben genauso wie es in diesen Titeln der Fall ist:

  • Herstellerbild zu DeadpoolDeadpool (PS3, X360) – Spielerisch mag das erste Solo-Abenteuer des etwas anderen Marvel-Superhelden nichts wirklich Neues bieten, doch es ist solide genug, um als Rahmen für die eigentliche Motivation des Titels zu dienen: Deadpool dabei zu erleben wie er erneut mehr oder weniger unfreiwillig (und mit unkonventionellen Methoden) die Welt rettet, derweil dämliche Sprüche ablässt, mit sich selbst redet, die vierte Wand durchbricht und auch sonst einfach nur schräg und komisch daherkommt und den Spieler zum Lachen oder zumindest Schmunzeln bringt.
  • Metal Gear Rising: Revengeance (PS3, X360) – Komplett lässt sich die Umgebung zwar nicht zerteilen, dennoch ermöglicht die weiterentwickelte Klingensteuerung (die direkte Inspiration war Afro Samurai) ungeahnte Freiheiten in den normalen, aber vor allem in den beeindruckenden Bosskämpfen. Derweil ist das gesamte Spiel, anders als die Hauptserie, vollkommen auf Action getrimmt. Keine ganz so ewig lange Zwischensequenzen, die euch unnötig lange aufhalten, stattdessen geht es Schlag auf Schlag. Ein anspruchsvoller (auch aufgrund des ungewöhnlichen Block-Systems) und abwechslungsreicher Kampf nach dem anderen erwartet euch und lässt die Stunden nur so im Flug vergehen.
  • Saints Row IV (PC, PS3, X360) – Man nehme die schon ziemlich schrägen dritten Teil der Serie her, der ganz auf maximalen Spielspaß ausgelegt war, gebe dem Hauptcharakter Superkräfte, verpackt das Ganze in eine mit Nerd-Humor nur so vollgepackte Geschichte und rührt zwei Jahre lang um. Das Ergebnis? Ein Open-World-Titel, das GTA V im Vergleich absolut alt aussehen lässt und nicht nur dem Webmaster erneut äußerst viel Spaß gemacht hat und immer noch macht dank DLCs. Mehr muss ich an dieser Stelle gar nicht sagen. Die Liebe des Webmaster zu dieser Serie sollte mittlerweile ja bekannt sein.

Honorable Mention: Injustice: Gods Among Us (PC, PS3, X360, WiiU, PS4, PSV) – Endlich lässt sich die uralte Frage beantworten wer in einem direkten Zweikampf gewinnen würde: Batman oder Superman. Oder beliebig andere Superhelden und Bösewichter aus dem DC-Comics-Universum. Mit der Kampfengine von Mortal Kombat (2011) unter der Haube, unzähligen sehr unterschiedlichen Charakteren und verpackt in einne düsteren Grafikstil (und einer noch düsteren Hintergrundgeschichte) mit zerstörbaren Arenen ist Injustice: Gods Among Us eines der ansehnlichsten und einsteigerfreundlichsten 2.5D-(3D-Charaktere, 2D-Ebene)-Kampfspiel der letzten Jahre.

04. Bestes Jump ’n‘ Run des Jahres 2013

Die Plattformer hatten lange Zeit eine große Durststrecke erlebt. Das ist auch der Hauptgrund, warum wir erst seit 2011 eine Trophäe für dieses Genre vergeben. Doch seitdem wird man nicht nur auf mobilen Geräten regelrecht erschlagen an Material. Doch am Ende können nur drei auf das Treppchen kommen und für den Webmaster kamen dieses Jahr die Folgenden in Frage:

  • Herstellerbild zu Castle of Illusion starring Mickey MouseCastle of Illusions starring Mickey Mouse (PC, PS3, X360) – In der Theorie handelt es sich um das Remake eines 23 Jahre alten Klassikers. In der Praxis ist Mickeys Reise durch das Schloss der Illusionen eher eine Neuinterpretation, welche die ursprünglichen Inhalte hernimmt, sie modernisiert und erweitert und dadurch einen gelungenen 3D-Plattformer erschafft, der dem Geiste des Originals treu bleibt es aber gleichzeitig auch mit heutigen Vertretern des Genres aufnehmen kann. Abwechslungsreichtum und eine gute Herausforderung (was hat der Webmaster im letzten Bosskampf geflucht!) sind genauso gegeben wie eine schicke Grafik und ein toller Soundtrack.
  • Donkey Kong Country Returns 3D (3DS) – Die langerwartete Rückkehr eines geliebten Spielehelden, den der Webmaster wesentlich mehr mag als den doofen Klempner Mario. Affen sind schließlich viel cooler und ihre Jagd nach den Bananen wesentlich spannender als zum xten Mal Prinzessin Peach aus Bowsers Fängen zu befreien. Außerdem bietet Donkey Kongs Familie nicht nur das interessantere (Jungle-)Setting, der neuste Teil ist auch noch wesentlich abwechslungsreicher in Sachen Level Design und Spielkonzepten und herausfordernder als die Konkurrenz. Das gilt für due im Vergleich zur Wii-Version stark erweiterte 3DS-Fassung sogar noch stärker, obwohl für n00bs wie den Webmaster nun auch ein etwas leichterer Spielmodus zur Verfügung steht. Zudem kommen die verschiedenen Ebenen in den Levels (ihr könnt oftmals in den Hintergrund springen) nun noch stärker zu Geltung.
  • Rayman Legends (PC, PS3, X360, WiiU, PSV) – Mehr vom Gleichen und zwar sehr viel mehr. So könnte man Rayman Legends im Vergleich zu seinem Vorgänger Rayman Origins zusammenfassen. So gibt es nicht nur 120 Levels (40 sind überarbeitete Levels aus dem ersten Spiel), sondern mit Murfy auch einen zusätzlichen Hauptcharakter mit exklusiven Fähigkeiten der entweder von eurem Koop-Partner übernommen wird, oder zwischen dem ihr alleine hin und her wechselt. Und wenn das noch nicht genug wäre, dann halten euch die Challenge Stages auf Trap, die euch vor täglich und wöchentlich wechselnde und teils äußerst anspruchsvolle Aufgaben stellen. Die erneut kunterbunte Grafik sowie der sehr fröhliche Soundtrack sind da nur das i-Tüpfelchen.

Honorable Mention: DuckTales Remastered (PC, PS3, X360, WiiU) – In der Theorie handelt es sich um das Remake eines 23 Jahre alten Klassikers. In der Praxis ist es das 1:1-Remake eines 23 Jahre alten Klassikers, der hauptsächlich grafisch verbessert wurde und nur in Details vom Original abweicht. Das hat Vorteile wie Nachteile was den Spielumfang und den Schwierigkeitsgrad betrifft, ist aber schon allein aufgrund der Möglichkeit endlich mal wieder als Onkel Dagobert unterwegs zu sein ein Pflichtspiel für alle Fans von Entenhausen.

05. Bestes Adventure des Jahres 2013

Auch wenn wir hier in Deutschland es schon lange wissen, ich verkünde es jetzt offiziell: Das Adventure-Genre ist auch international wieder Putzmunter, wenngleich Hardcore-Adventure-Fans wie der Webmaster die aktuellen Vertreter aus dem Hause Telltale Games als schon eher grenzwertig ansehen. Der deutsche Output hat aber definitiv nicht nachgelassen, wie auch die Nominierungen zeigen:

  • Herstellerbild zu Das Schwarze Auge: MemoriaDas Schwarze Auge: Memoria (PC) – Als direkte Fortsetzung der Geschichte aus Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten macht das 2D-Adventure technisch wie spielerisch nichts großartig anders als der Vorgänger, was jedoch größtenteils positive Auswirkungen hat. Es fügt jedoch mit Prinzessin Sadja einen weiteren spielbaren Charakter ein, der zudem mit neuen Zaubersprüchen und damit neuen Möglichkeiten zum Lösen von Rätseln ausgestattet ist. Außerdem zeigen ihre Rückblicke nicht nur ein älteres Aventurien, sondern erzählen auch eine spannendere Geschichte als Gerons Kampf um seine Freundin Nuri. Das macht das Spiel wesentlich interessanter und auch tiefgründiger.
  • Lilly Looking Through (PC, Linux) – Die detailliert gezeichneten 2D-Hintergründe und handanimierten Charaktere ziehen euch von der ersten Sekunde in den Bann. Der kleinen Lilly dabei zuzusehen wie sie über den Bildschirm huscht ist schlicht schön und es wird einem ganz warm ums Herz. Entsprechend leicht fällt es einem ihr auf der Suche nach ihrem Bruder zu helfen. Bei den Rätseln ist hingegen ein starke Myst-Einfluss zu spüren, was bedeutet, dass ihr vor allem mit Maschinen und Mechanismen zu tun habt, die es gilt entweder zu reparieren oder richtig einzustellen. Anders als in anderen Genrevertretern spielt sich dabei fast alles auf einem Bildschirm ab, was den Titel etwas einsteigerfreundlicher und linearer macht. Selbst auf ein klassisches Inventar wurde verzichtet und dennoch (oder gerade deswegen?) macht es Spaß.
  • The Inner World (PC, Mac) – Das Erstlingswerk vom deutschen Entwickler Studio Fizbin ist durch und durch ein klassisches 2D-Point-&-Click-Adventure, das etwas an die Werke von Daedalic erinnert, was jedoch nicht negativ gemeint ist. Gleichzeitig kann der Titel nicht nur mit einer interessanten Geschichte (es bestätigt quasi die Hohlwelttheorie) voller sympathischer Charaktere (allen voran der kindlich-naive Hauptcharakter Robert) aufwarten, sondern bietet auch viele lustige Dialoge, einen sehr schönen, handgezeichneten Grafikstil und auch die eine oder andere harte Nuss in Sachen Rätseln.

Honorable Mention: The Cave (PC, PS3, X360, WiiU, Mac, Linux, Ouya, iOs) – Der Titel lebt sehr viel vom typischen Ron Gilbert Humor, der euch über die spielerischen Unzulänglichkeiten wie die vielen Wiederholungen hinwegsehen lässt. Was aber nicht bedeutet, dass spielerisch alles schlecht ist. Es gab schon lang kein Adventure mehr, in dem ihr aus einer größeren Anzahl an Charakteren wählen könnt und sich dadurch zwar nicht die übergeordnete Geschichte, aber zumindest Abschnitte und vor allem ein Großteil der Rätsel beziehungsweise ihre Lösung verändert. Schon deshalb ist der Titel einen Blick wert.

06. Bestes Koop-Spiel des Jahres 2013

Der Webmaster schafft es immer noch zu wenig sich gemeinsam mit Freunden zu vergnügen. Und nein, damit meine ich nicht einen Besuch des nächsten Swingerclubs. Wir reden selbstverständlich vom kooperativen Spielen! Aber er versucht natürlich immer sein Möglichstes und beobachtet entsprechend die Marktlage ganz genau. In diesem Jahr sind ihm dabei folgende Titel ins Auge gesprungen:

  • Herstellerbild zu PayDay 2PayDay 2 (PC, PS3, X360) – Umfangreicher und ein Stück weit komplizierter als sein Vorgänger, ist Teil 2 erneut ganz darauf ausgelegt, dass ihr euch zusammen mit drei Freunden aufmacht böse Dinge zu tun — hauptsächlich in Form von Überfällen wie beispielsweise einen klassischen Bankraub. Neu ist, dass es nun zusammenhängende Raubzüge gibt, die über mehrere, durch eine Geschichte verbundene Levels gehen. Abhängig von euren Leistungen (sowie von Zufallselementen) in einem Level bedeutet dies auch, dass sich der Nachfolge unter Umständen ganz anders spielt. Gleichzeitig gibt es nun die Möglichkeit viele Heist auch leise zu absolvieren, also ohne, dass es jemals zu einer Schießerei kommt. Das fördert das Teamspiel und macht sehr viel Laune.
  • Rayman Legends (PC, PS3, PSV, X360, WiiU) – Schon der Vorgänger konnte im Koop überzeugen entsprechend ist es wenig überraschend, dass auch Rayman Legends dem in Nichts nachsteht. Erneut hüpfen bis zur vier menschliche Spieler gemeinsam fröhlich durch die 120 Levels der Kampagne. Auch wenn mitunter die Übersicht hier und da etwas verloren geht, macht das Getobe wieder einen Heidenspaß und senkt zudem erneut den teilweise richtig knackigen Schwierigkeitsgrad des Solomodus, da ihr erst sterbt, wenn alle Spieler gleichzeitig das Zeitliche segnen. Das gilt aber nicht für die WiiU, bei der ein fünfter Spieler mit dem Controller die Umgebung beeinflussen darf und dadurch sicherlich nicht nur seinen Mitspielern hilft, sondern ihr Ableben mitunter beschleunigt.
  • Saints Row IV (PC, PS3, X360) – Wie schon bei Teil 3 gilt: Der Kampagne werden im Koop-Modus vermutlich nur die wenigsten folgen. Stattdessen gilt es so viel Schabernack wie möglich zu treiben. Anders als früher, gibt es dieses Mal jedoch exklusive Koop-Aktivitäten, die Solisten verweigert bleiben und so euren gemeinsamen Spaß etwas zielgerichteter gestalten sollen. Dank der Superkräfte bekommt euer wildes Toben aber auch so eine ganz neue Dimension. Egal ob ihr „Fang den Panzer“ spielt oder prüft wer am schnellsten das nächste Hochhaus erklimmen kann: Eure Vorstellungskraft ist erneut der einzige Spielspaßbegrenzer.

Honorable Mention: Star Trek (PC, PS3, X360) – Auch wenn der Webmaster nicht viel von der Reboot-Crew hält: Der Third-Person-Shooter hat ihn positiv überrascht. Er schließt nicht nur gekonnt die Lücke zwischen den beiden Filmen, sondern erinnert auch stark an eine richtig gute Star-Trek-Episode. Seine wirkliche Stärke spielt dieser jedoch im Koop aus, wenn euch nicht eine passive handelnde KI hinterherläuft, sondern ein Mensch. Hier kommen die Gegensätze zwischen Spock (Schleicher) und Kirk (Schießer) stärker zum Tragen und erlaubt es auch in den Kämpfen etwas taktischer vorzugehen als einfach nur draufzuballern. Definitiv einen Blick wert.

07. Bestes Rennspiel des Jahres 2013

Eines der Genres, bei denen man in diesem Jahr wohl den stärksten Rückgang in Sachen Veröffentlichungen bemerken konnte. Ohne den mittlerweile bekannten jährlichen Ausstoß von Codemasters, sähe es vermutlich noch düsterer aus. Zumal der Webmaster mit Hochglanzrennspielen wie Forza 5 oder Gran Turismo 6 ganz und gar nichts anfangen kann (Forza Horizon ftw.!). Am Ende reichte es aber dann doch noch, um die Liste mit würdigen Titeln zu füllen und zwar mit den Folgenden:

  • Herstellerbild zu MotoGP 13Moto GP 13 (PC, PS3, X360, PSV) – Nach einem kurzen Entwicklerwechsel dem Release von MotoGP 08 folgend, durften dieses Mal wieder die Motorradrennspielexperte vom italienischen Studio Milestone ran. Das Ergebnis ist ein technisch durchschnittliches aber dafür spielerisch einwandfreie Motorradrennsimulation, die sich im Vergleich zu den Vorgängern nicht nur spürbar weiterentwickelt, sondern mit dem 2013 MotoGP, Moto 2 und Moto 3 auch alle relevanten Motorradweltmeisterschaften lizensiert und in allen Aspekten (Motorräder, Fahrer, Strecken) detailgetreu umgesetzt hat. Die größten Neuerungen sind das Wettersystem, die von Shift 2 Unleashed-inspirierte Helmkamera und ein überarbeitetes HUD, dass nun an die offiziellen TV-Übertragungen erinnert.
  • Need for Speed Rivals (PC, PS3, PS4, X360, XONE) – Wenn ihr bislang in die Rolle der Polizei in einem Need for Speed-Titel schlüpfen wolltet, dann musstet ihr auf den Mehrspielermodus zurückgreifen. Mit dem mittlerweile 20. Spiel der Serie ändert sich das: Nun gibt es neben der gewohnten Racer-Karriere, eine komplette nur für diejenigen, die für Recht und Ordnung sorgen wollen. Als Gesetzeshüter stehen euch nicht nur richtig coole und schnelle Autos zur Verfügung, ihr habt auch Zugriff auf allerlei spaßiges Zubehör wie Straßensperren, EMP-Bomben oder den guten alten Rammbock. Und all das nur, um die böser Raser zur Strecke zu bringen und die Straßen wieder etwas sicherer zu machen. Dass ihr auf der Jagd nach den vermeintlichen Bösewichtern auch selbst alle Straßenverkehrsregeln missachtet lassen wir zugunsten des Spielspaßes mal unter den Tisch fallen.
  • Sonic & All-Stars Racing: Transformed (3DS, WiiU, PSV, PS3, X360, PC) – Vermutlich hatte nicht einmal SEGA selbst mit dem großen Erfolg des Mario Kart-Konkurrenten Sonic & SEGA All-Stars Racing gerechnet, der euch mehrere Dutzend Charaktere aus Sonic und SEGAs Historie mitsamt jeweils ihren ganz eigenen Karren steuern lässt. Der zweite Teil bietet im Kern das Gleiche, baut aber nun auf den Stärken des Vorgängers auf und erweitert das Spielprinzip sinnvoll. Die Kernänderung ist, wie der Untertitel „Transformed“ bereits andeutet, dass ihr nun nicht mehr nur im Auto unterwegs seid. Stattdessen wird fließend an bestimmten Stellen auf den Strecken zwischen Flugzeug, Boot und Flitzer hin- und hergewechselt. Aber auch die Levels selbst verändern sich von einer Runde zur anderen. War in der ersten Runde die Brücke noch ganz und ließ sich mit dem Auto befahren, ist sie in der zweiten eingestürzt und es gilt mit dem Boot einer neuen Route zu folgen. Das bringt zusätzliche Spannung und Abwechlsung in die Rennen.

Honorable Mention: F1 2013 (PC, X360, PS3) – Wie so viele Spiele, die im Jahresrhythmus veröffentlicht werden, dürft ihr auch hier keine großartig einschneidenden Änderungen im eigentlichen Spiel erwarten. Wie gehabt sind alle Strecken, Autos und Fahrer der WM 2013 vorhanden und detailgetrau umgesetzt. Die größte Neuerung ist entsprechend der Einsatz der EGO Engine 3.0 als neues Grafikgerüst. Der Unterschied ist im Vergleich zu den Vorgängern definitiv bemerkt. Außerdem gibt es einen Classic-Modus, der euch in der Variante ohne DLC ausgewählte Fahrer, Strecken und Autos aus den 80iger Jahren nutzen lässt. Mit DLC kommen noch welche aus den 90igern dazu. Sehr cool.

Der Webmaster: Bitte einmal kurz durchschnaufen. Die Hälfte habt ihr bereits geschafft. Zeit für eine kurze Pause, würde ich sagen. Praktischerweise haben wir da eine Werbeunterbrechung vorbereitet. Zuvor aber noch die diesjährige Gewinnspielfrage:

Was ist 1280 Pixel breit und hat einen babyblauen Anstrich?

  • Ein digitaler Himmel
  • Das Kinderzimmer des Webmasters
  • Beim Christoph

Wer vermutet die richtige Antwort zu wissen, bastelt bis zum Ende der Werbung einen Papierflieger mit der Antwort drauf und lässt ihn gen Süden fliegen, um eine Chance zu erhalten den begehrten Kecks (sic!) zu gewinnen. Die Lösung und den Gewinner erfahrt ihr direkt nach der Werbeunterbrechung.

Werbung Anfang

Achtung: Not Save For Work!

Werbung Ende

Der Webmaster: Und da sind wir auch schon wieder. Weiter geht es mit den restlichen Nominierungen für die Bagdadsoftware No-One-Cares-Awards 2013 nach der Auflösung des Gewinnspiels. Die richtige Antwort war selbstverständlich „Beim Christoph“ und gewonnen hat:

Keiner!
Es sind keine Papierflieger bis ins Studio gelangt. Somit geht der Preis an mich *mampf*. Nun zurück zu unserer Knuddelgöttin Kessy:

08. Bestes Rollenspiel des Jahres 2013

Gab es bei den Rennspielen zumindest eine Auswahl an AAA-Titeln, so überschaubar sie auch war, war es im Bereich der Rollenspiele in diesem Jahr fast komplett tote Hose bei den großen Studios. Erst im nächsten Jahr werden EA, CD Projekt & Co. wieder loslegen und den Markt überschwemmen. Somit sind die klaren Gewinner in diesem Jahr vor allem die Indie-Entwickler, die dem Genre weiter treu geblieben sind. Die Nominierungen des Webmaster sind damit die folgenden Titel:

  • Herstellerbild zu Shadowrun ReturnsShadowrun Returns (PC, Mac, iOS, Android) – Einer der wenigen großen Nostalgie-Kickstarter, die bereits veröffentlich wurden. Zwar wurde im Vorfeld wieder unnötig viel über das Thema „DRM“ diskutiert, weil Steam als Plattform angekündigt wurde, aber so ist das Internet eben. Das Ergebnis kann sich auf jeden Fall sehen lassen und ist nicht nur eine würdige Wiederbelebung einer uralten Spielemarke. Es ist auch endlich mal wieder ein gelungenes rundenbasiertes Gruppenrollenspiel, das euch nicht nur in den Kämpfen viele taktische Freiheiten lässt, sondern auch außerhalb von euch viele Entscheidungen abverlangt und eine interessante (wenn auch etwas kurze) Geschichte erzählt. Der schicke isometrische 2D-Grafikstil tut sein übriges, um euch in die Cyberpunk-Welt hineinzuziehen.
  • The Incredible Adventures of Van Helsing (PC) – Bereits das unverbrauchte Setting — eine Art Gothic-Europa im 19. Jahrhundert mit Monstern, Magie und Technologie — macht das Action-Rollenspiel aus dem Hause NeocoreGames für Genrefans interessant, die von Fantasy-Welten wie Diablo III oder Torchlight II genug haben. Auch die Geschichte an sich, ihr spielt Van Helsings Sohn und folgt den Fußstapfen eures Vaters, ist mal etwas anderes und voller bissigen Humor und nicht nur für Kenner der Bücher sehr interessant. Spielerisch erwartet Genre-Veteranen zwar nichts großartig Ungewöhnliches, doch es funktioniert, macht Spaß und hier und da versteckt sich dann doch auch mal eine neue Idee.
  • The Legend of Zelda: A Link Between Worlds (3DS) – Reiner Fanservice. So ließe sich das Spiel wohl am besten zusammenfassen, wenn man gemein wäre. Tatsächlich fühlen sich Kenner des SNES-Action-Rollenspiel-Klassikers The Legend of Zelda: A Link to the Past sofort wie Zuhause — was jedoch auf keinen Fall schlecht ist. Im Gegenteil macht die Reise durch Hyrule erneut viel Spaß! Die Top-Down-Perspektive, die Spielwelt und die Objekte darin, die Charaktere und auch der generelle Aufbau des Titels: Alles kennt und mochte man bereits im Vorgänger. Die Außenwelt ist sogar 1:1 übernommen, nur die Dungeons sind komplett neu. Auch der Schwierigkeitsgrad, ihr werdet durchweg nicht an der Hand genommen, entspricht dem des Originals. Die größte Änderung ist somit Links Fähigkeit sich in ein 2D-Sprite zu verwandeln und sich quasi selbst an die Wand zu kleben. Das erlaubt es ihm in vorher unzugängliche Bereiche vorzudringen und wird entsprechend von den Entwicklern auch außerhalb von Rätseln gerne eingesetzt.

Honorable Mention: Mars: War Logs (PC, PS3, X360) – Publisher Focus Home Interactive ist weniger für hochqualitative AAA-Titel bekannt und mehr für Geheimtipps wie Blood Bowl, die Sherlock Holmes-Spiele oder eben Mars: War Logs, welches weder technisch noch spielerisch überragend ist. Stattdessen punktet das Rollenspiel durch sein ungewöhnliches Setting (Cyperpunk auf dem Mars), das etwas andere Kampfsystem sowie, und das ist wohl das wichtigste, die Geschichte und ihre glaubwürdigen Charaktere. Es erinnert in dieser Hinsicht stark an die Gothic-Reihe, die auch eine Welt voller kantiger Personen bietet.

09. Bester Shooter des Jahres 2013

Das Stichwort des Shooterjahres 2013 war ganz klar „Oldschool“. Damit meine ich nicht nur das Gameplay, sondern auch die Tatsache, dass viele mehr oder weniger vergessene Marken plötzlich ihre Wiederauferstehung feierten — größtenteils sogar mit Erfolg. Auch dem Webmaster entging diese Tatsache nicht, weshalb er erneut Hype-Titel wie Call of Duty: Ghosts oder Battlefield 4 hat links liegen lassen. Stattdessen sehen seine Nominierungen so aus:

  • Herstellerbild zu Call of Juarez: GunslingerCall of Juarez: Gunslinger (PC, PS3, X360) – Mit dem Vorgänger — Call of Juarez: The Cartel — hatte Entwickler Techland so gut wie alles falsch gemacht, was sie falsch machen konnten. Entsprechend überraschend war es, dass sie mit dem Budgettitel Call of Juarez: Gunslinger nicht nur in den Wilden Western, sondern auch zu ihren alten Stärken zurückgefunden haben. Der Titel ist unter der Haube ein arcadelastiger Shooter, der voll auf Spielspaß getrimmt ist und mit einem coolen Duell-System aufwarten kann. Darübergestülpt ist, abseits der reinen Punktejagd, eine sehr gut gemachte Geschichte. Diese wird über Rückblicke erzählt, was es dem Erzähler ermöglicht diese fließend während des Verlaufs einfach mal abzuändern und somit auch den aktuellen Level zu verändern.
  • Rise of the Triad (PC) – Ursprünglich sollte das Original von 1994 ein Addon zu Wolfenstein 3D werden und setzt entsprechend auch auf die gleiche, aber am Ende praktisch bis ins unkenntliche modifizierte Engine. Der aktuelle Reboot geht hingegen gleich die Unreal Engine 3-Route und lässt sich vom Original auch mehr inspirieren als es einfach nur 1:1 zu kopieren. Das bedeutet jedoch nicht, dass Interceptor alles über Bord geworfen hat, was Rise of the Triad: Dark War so gut gemacht hat. Stattdessen sind die 24 Levels nicht nur wieder voll mit zahlreichen Gegnern und Geheimnissen, die es zu entdecken gilt. Auch Fallen und das ein oder andere Rätsel erschweren euren Weg zum nächsten Bossgegner. Das größte Aushängeschild ist aber wohl die extrem hohe Spielgeschwindigkeit. Nicht nur bewegt sich der eigene Charakter schneller als ihr es aus anderen Titeln gewohnt seid (selbst im Vergleich zu DOOM), Nachladen ist auch ein absolutes Fremdwort (es gibt zwar eine Animation, aber die ist mehr ein Gag). Munition verwenden ausschließlich die dicken Wummen, der Rest lässt euch unendlich lange auf die Feuertaste drücken.
  • Shadow Warrior (PC) – Noch ein Reboot eines Shootergeheimtipps der 90iger Jahre. Wie bei Rise of the Triad, stand das Original nur Pate und wurde nicht Level für Level umgesetzt. Sogar die Geschichte, Lo Wangs Rachefeldzug, wurde komplett überarbeitet und modernisiert. Das tut dem Spielspaß jedoch keinen Abbruch. Unter der schicken Grafik versteckt sich erneut ein richtiger Oldschool-Shooter. Damals wie heute macht es Spaß durch die sehr schönen, abwechslungsreichen Levels zu laufen, die ganzen Secrets zu suchen und nebenbei fröhlich Gegner entweder mit eurem Katana in ihre Einzelteile zu zerlegen oder klassisch mit allerlei Waffen für Ruhe zu sorgen. Dabei ist die Spielgeschwindigkeit jederzeit erfreulich hoch.

Honorable Mention: Sniper: Ghost Warrior 2 (PC, PS3, X360) – Wie Sniper: Ghost Warrior ist auch der zweite Teil keine perfekte Scharfschützensimulation. Doch Entwickler City Interactive hat viele der Unzulänglichkeiten des Vorgängers ausgebügelt (keine sinnlosen Ballermissionen mehr!) und gleichzeitig einige interessante Neuerungen eingebaut, die das Spiel noch realistischer machen. Speziell die Idee euch einen Großteil des Spiels einen Spotter an die Seite zu stellen — so wenig er auch in der Praxis tatsächlich bringt — ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Da macht es gleich noch mehr Spaß sich durch den dichten Dschungel zu schleichen, den Wind korrekt einzuschätzen und dann perfekt die Kugel in das mehrere hundert Meter weit entfernte Ziel zu versenken. Noch besser kommt dies im Mehrspielermodus zur Geltung, wo auf der anderen Seite der Karte im Gebüsch auch ein menschlicher Spieler hockt und auf die kleinste Bewegung achtet.

10. Bestes Strategiespiel des Jahres 2013

Es überrascht mich jedes Jahr erneut, dass es der Webmaster doch immer wieder irgendwie schafft diese Kategorie zu füllen. Dabei ist er doch der totale und absolute Strategienoob. Außer Schildkrötentaktik (Einbunkern und erst rauskommen, wenn die Armee sowohl technologische als auch in Sachen Masse dem Gegner vollkommen überlegen ist) hat er nicht viel drauf. Er scheint aber nicht der einzige zu sein, der mit dem klassischen Command & Conquer-Spielprinzip Probleme hat. Warum sonst sollten die Entwickler Titel wie diese produzieren, mit denen auch der Herr Webmaster zurechtkommt?

  • Herstellerbild zu Divinity: Dragon CommanderDivinity: Dragon Commander (PC) – Ihr steuert einen Drachen mit einem Jetpack auf dem Rücken. Ich wiederhole: Ein Drache mit einem Jetpack! Als wäre das nicht schon Grund genug für eine Nominierung, kombiniert Larian Studios in diesem Titel gekonnt mehrere Genres miteinander: Echtzeitstrategie, Globalstrategie, Third-Person-Shooter, Sammelkarten- und Rollenspiel. In eurer Basis unterhaltet ihr euch mit NPCs in umfangreichen Multiple-Choice-Dialogen und trefft weitreichende Entscheidungen, die sogar den Ausgang der Geschichte beeinflussen. Danach produziert und verschiebt ihr eure Truppen auf einer Weltkarte, spielt Sammelkarten aus, um temporäre Boni oder weitere Einheiten zu erhalten und begebt euch dann in eine Echtzeitschlacht mit Basenbau in die ihr auf Wunsch als besagter Drache selbst und direkt eingreifen könnt. Da braucht der Webmaster nicht einmal seinen Larian-Fanbonus ausspielen, um die Nominierung auszusprechen.
  • SimCity (PC, Mac) – Zugegeben: Der Titel hatte Anfangs seine Probleme und auch die Informationspolitik von Electronic Arts beziehungsweise Maxis ließ zu Beginn massiv zu Wünschen übrig. Egal ob es der Onlinezwang, die falsch schummelnde Glass-Box-Engine (in den Vorgängern wurde auch geschummelt, aber da funktionierte es wenigstens von Anfang an) oder die kleinen Karten waren: Es ließ viele Spieler verärgert zurück. Nicht aber den Webmaster, der sofort und ungeachtet aller Probleme und Unzulänglichkeiten wieder in den Bauwahn verfiel. Aus seiner Sicht bietet das Spiel seit SimCity 2000 mal wieder eine perfekte Balance aus Spielspaß und Komplexität. Dazu kommen die schicke Grafik, der gelungene Soundtrack und die hypnotisierenden Analyse-Ansichten der Glass-Box-Engine. Außerdem ist der Titel nach neun Patches und einem umfangreichen DLC (Städte der Zukunft) auch grundsätzlich mittlerweile in einem sehr guten Zustand.
  • XCOM: Enemy Within (PC, PS3, X360) – Ja, technisch gesehen ist es „nur“ ein alleine lauffähiges Addon, dessen Neuerungen sich aber nahtlos in die Kampagne des Hauptspiels integrieren und so den sowieso schon gelungenen Titel noch weiter sinnvoll verbessern und erweitern. Meckerte der Webmaster letztes Jahr noch über zu wenige Abwechslung, gibt es nun satte 47 neue Strategiekarten während die alten Überarbeitet wurden. Zudem erwarten euch nun Mechs, eine weitere Soldatenklasse (die Transhumans), zusätzliche Alientypen und eine komplett neue gegnerische und dieses Mal menschliche Fraktion mitsamt einer Reihe von neuen Missionstypen. Außerdem gibt es nun vor Spielbeginn die Möglichkeit noch genauer zu definieren, wie genau der Schwierigkeitsgrad aussehen soll. An XCOM: Terror from the Deep kommt es laut dem Webmaster zwar immer noch nicht heran, aber wen kümmert schon dem seine Meinung!

Honorable Mention: Battle World: Kronos (PC) – Battle Isle hat der Webmaster selbst nie so richtig gespielt. Das kennt er hauptsächlich aufgrund seines Bruders. Doch auch für ihn sind die Parallelen zwischen dem Blue Byte-Klassiker und dem Kickstarter-finanzierten Titel deutlich zu sehen — was definitiv positiv gemeint ist. Rundenbasierte Strategiespiele auf hexagonalen Flächen gibt es heutzutage nur noch wenige, die nicht im zweiten Weltkrieg spielen und wie Grütze aussehen. Entsprechend einfach könnte Battle World: Kronos punkten. Aber die Entwickler haben sich tatsächlich Mühe gegeben und ein technisch wie spielerisch ansprechendes Genre-Revival erschaffen, das sowohl alleine als auch gegen menschliche Spieler Spaß macht und mit einer gut erzählten Hintergrundgeschichte verstehen ist.

11. Bester Spielesoundtrack (Original) des Jahres 2013

So gut die Lieder der Gruppe The Naked And Famous auch sind und obwohl der Webmaster die Band erst dank SSX überhaupt entdeckt hat: Ein Spielesoundtrack besteht für ihn nicht aus lizenzierten Liedern von mehr oder weniger populären Gruppen. Nein, der Score zu einem Spiel muss von einem echten Komponisten stammen, der sich auch tatsächlich explizit für den jeweiligen Titel Gedanken über die Sache gemacht hat. Damit fallen Werke von Jeremy Soule schon einmal raus. Glücklicherweise gibt es genug andere, die gute Arbeit leisten und gleichzeitig immer mehr Möglichkeiten die Scores legal zu erhalten (Humble Bundles, Steam, etc.). Aber am Ende können nur drei oben stehen:

  • Herstellerbild zu Battle World: KronosBattle World: Kronos (PC) – Benny Oschmanns klassische Orchester-Komposition ist, wie man es von diesem Spiel erwarten würde, sehr militärisch und hat entsprechend eine Art schwergewichtige Erhabenheit. Damit erzeugt er eine recht düstere Atmosphäre, die stark an Rod Abernethys Score zu Silent Hunter 4 erinnert nur ohne die eingestreuten Klänge der Weiten eines Ozeans. Das Werk hat zwar nur knapp 20 Minuten (10 Lieder) Zeit, um sich zu entfalten. Doch schon das äußerst gelungene Main Theme setzt gekonnt den Ton und versetzt euch in die richtige Stimmung.
  • Gunpoint (PC) – Denkt an einen Film Noir, Humphrey Bogart in einem Trenchcoat und/oder die Atmosphäre des Films Der Maltester Falke (1941). Schaltet nun noch in eurem Kopf die passende Musik dazu ein und schon wisst ihr was euch in den nächsten gut 80 Minuten (28 Lieder) erwartet. Ryan Ikes in Kooperation mit John Robert Matz und Francisco Cerda beschwören mit größtenteils sanften und äußerst subtilen Jazz vermischt mit einem kleinen Hauch Elektronik, in euch das Bild eines Privatdetektivs auf Spurensuche in dunklen Gassen herauf — eben passend zum Spiel. Hektik kommt nur selten auf und wenn, dann beruhigen sich die Posaunen genauso schnell wieder, wie sie aufgesprungen sind.
  • SimCity (PC, Mac) – „Music to build by“ ist das Motto dieser Art von Musik, wie ihr sie auch in einem Die Sims, Anno oder Die Siedler hört. Sanfte, einlullende Klänge, die sich eher im Hintergrund halten stehen an der Tagesordnung. Sie sollen euch nicht vom Spielen ablenken, sondern im Gegenteil mithelfen euch tieferl hineinzuziehen. Doch die Gefahr ist groß, dass am Ende langweilige Fahrstuhlmusik herauskommt, die einfach nur so vor sich hin dudelt. Bei Chris Tiltons klassisch gehaltenenem Werk (Holz und Streicher dominieren) ist das aber definitiv nicht der Fall. Ihr dürft über die 140 Minuten (28 Lieder) hinweg zwar keine großartig adrenalinfördernden Stücke erwarten, die euch an den Rand eures Stühls drücken. Langweilig wird es dennoch nicht, denn Tilton weiß wie er mit den Tempi umzugehen und wie er die Lautstärke zu variieren hat, um Abwechslung zu schaffen und euch bei der Stange zu halten.

Honorable Mention: Papers, Please (PC, Mac) – Es sind nur drei Stücke mit knapp sechs Minuten Laufzeit, die Lukas Pope komponiert hat, doch die haben es in sich. Vor allem natürlich das Main Theme, das nicht ohne Grund an osteuropäische Militärmusik erinnert. Im Vergleich sind die beiden anderen Lieder stilistisch komplett anders und ein absoluter Kontrast zum Einstieg. So sind beide sehr locker, leicht und irgendwie auch fröhlich, obwohl man als Hörer speziell von „Death“ thematisch bedingt jetzt nicht gerade einen Freudenchor erwartet.

12. Visuell ungewöhnlichstes Spiel des Jahres 2013

Es wird irgendwie nicht besser. Schon gar nicht mit der neuen Konsolengeneration. Realistische Grafik ist das Stichwort. Anders scheint man die breite Masse nicht von der hohen Polygondichte des jeweiligen Titels überzeugen zu können. Dabei ist doch gerade das Schöne am Medium der Videospiele, dass die Realität nicht die Grenze ist. Es gibt stattdessen so viel mehr Möglichkeiten seine Vision visuell umzusetzen, wie auch die diesjährige Auswahl des Webmasters wieder zeigt:

  • Herstellerbild zu Killer Is DeadKiller Is Dead (PS3, X360) – Nach seinem Ausflug mit Lollipop Chainsaw ins Land der Zombies, kehrt suda51 zurück zu dem, was er am besten kann: Attentäterspiele mit nicht nur einem wieder surrealen Setting, sondern auch einem erneut absolut abgedrehten Aussehen. Irgendwo zwischen hochstilisierten Plastikpuppen-Look und Aquarell bewegt sich sein neustes Action-Abenteuer und wird dadurch zu einem äußerst eigenwilligen und hyperstilisierten Werk, das seinesgleichen sucht.
  • Paper Sorcerer (PC, Mac, Linux) – Der Name ist Programm: Außerhalb von Kämpfen bewegt ihr euch durch eine durch und durch spartanische Papierwelt, die farblich an vergilbtes Pergament erinnert und erst durch harte Schatten eine wirkliche Kontur erhält. In den rundenbasierten Kämpfen des Oldschool-Rollenspiels erwartet euch hingegen eine Art Panorama, auf die Gegner wie Pappfiguren aufgereiht sind und in das ihr mit euren Charakteren quasi hineingreift. Es fühlt sich sehr stark an, als würdet ihr euch durch ein Table-Top-Spiel wie Dungeons & Dragons arbeiten. Unterstützt wird dieses Gefühl durch den starken Fokus auf beschreibende Texte. Gegner und auch zahlreiche Objekte sind in der Umgebung gar nicht sichtbar. Stattdessen erhaltet ihr durch Worte eine detaillierte Beschreibung eurer Umgebung. Definitiv alles sehr abstrakt und ungewöhnlich.
  • Shelter (PC, Mac) – Ihr wolltet schon immer mal ein Gemälde spielen? Dann seid ihr hier genau richtig. In der Rolle einer Dachsmutter versucht ihr fünf eurer Jungen heil durch die kunstvollen Levels zum Ziel zu verhelfen. Kanten bestimmen das Bild, Details gibt es nur wenige. Stattdessen erwarten euch pastellfarbene Töne, die mit einem Pinsel fast schon wahllos über die Texturen verteilt wurden und so der sehr einfach gehaltenen Umgebung ein äußerst surreales Gefühl verleiht. Das Ergebnis ist ein einzigartiger Stil, der euch zuerst verstört, dann verwundert und am Ende beeindruckt zurück lässt.

Honorable Mention: Monaco: What’s Yours Is Mine (PC, Mac, X360, Linux) – Wem PayDay 2 eine zu wirklichkeitsnahe Heist-Simulation ist, der ist hier genau richtig. Statt in realistischem 3D Banken auszurauben, habt ihr ausschließlich die Blaupause des Gebäudes vor euch und bewegt darauf sprichwörtlich eure Figuren hin und her, mit dem Ziel die Wachen zu umgehen und die Beute einzusacken. Durch die ungewöhnliche Sichtweise, kommt sehr schnell die Frage auf, ob ihr wirklich derjenige seid welcher die Figuren bewegt, oder ob ihr einfach nur das Mastermind hinter dem Einbruch seid und euren Gehilfen aus der Ferne Befehle erteilt.

13. Enttäuschung des Jahres 2013

Wer auf dem Standpunkt steht, dass früher alles besser war, der erlebt über das Jahr hinweg vermutlich ausschließlich Enttäuschungen beim Spielekauf. Beim Webmaster müssen die Entwickler schon etwas mehr falsch machen, damit entweder seine Erwartungen nicht erfüllt werden oder er aufgrund von verpassten Chancen beziehungsweise verschenktem Potential den Kopf schüttelt und sie für diese unrühmliche Kategorie nominiert. Leider sind die Studios äußerst bereitwillig dem Webmaster seinen Wunsch zu erfüllen. Dabei in die Spitzenklasse geschafft haben es:

  • Herstellerbild zu Aliens: Colonial MarinesAliens: Colonial Marines (PC, PS3, X360) – Der Webmaster mag die Aliens vs. Predator-Spiele. Entsprechend gespannt war er auf die neuste Umsetzung der bekannten Alien-Filmreihe, auch wenn ihr dieses Mal nur die Marines und nicht auch die Aliens oder den Predator steuern dürft. Das Ergebnis war jedoch äußerst ernüchternd. Was TimeGate Studios und Gearbox Software da abgeliefert haben war höchstens durchschnittlich und zwar nicht nur weil die Grafik unter aller Sau ist. Auch spielerisch kann der Shooter nur wenig überzeugen, glänzen schon gar nicht. Der einzige Horror im Spiel ist die KI der Gegner und eigenen Kameraden.
  • GRID 2 (PC, PS3, X360) – Race Driver GRID ist aus Sicht des Webmasters immer noch das Null-plus-Ultra in Sachen Rennspielen. Es ist das SimCity 2000 des Genres. Eine perfekte Kombination aus Anspruch, Komplexität, Abwechslung und Spielspaß. GRID 2 hingegen ist ein langweiliger, um haufenweise Features erleichterter und grafisch unbeeindruckender Nachfolger, der dem Original nicht einmal ansatzweise gerecht wird. Und selbst im Vergleich zu anderen, aktuelleren Vertretern des Genres kann er nicht wirklich überzeugen, wie auch die Nominierungen zum Rennspiel des Jahres 2013 zeigen.
  • Takedown: Red Sabre (PC, PS3, X360) – Der Kickstarter klang äußerst vielversprechend, sonst hätte ihn der Webmaster vermutlich auch nicht unterstützt. Es sollte die Rückkehr der echten Taktik-Shooter werden. Ein Spiel, das die guten alten Zeiten von Rainbow Six (1998) mit seiner Planungsphase oder zumindest der SWAT-Serie heraufbeschwören würde. Und wir wissen ja, wie festgebissen sich der Webmaster vor allem in SWAT 4 hat. Das Ergebnis ist eine Sauerei sondergleichen, wie auch die Metacriticwertung von aktuell 32% eindeutig zeigt. Eine Planungsphase gibt es nicht, grafisch sieht der Titel absolut grottig aus, die KI ist selbst nach dutzenden Patches auf beiden Seiten völlig unbrauchbar und das Level Design einfach nur schlecht. Finger weg!

Shameful Mention: Leisure Suit Larry: Reloaded (PC, Mac, Linux, iOS, Android) – Ja, es ist ein Remake des Originals und hält sich entsprechend auch relativ genau daran, wenngleich es natürlich Modernisierungen und ein paar neue Inhalte gibt. Von daher lässt sich über so manche fragwürdige Spielmechanik hinwegsehen und die Alpha- und Beta-Versionen hinterließen beim Webmaster auch einen guten Eindruck. Blöd nur, dass die Entwickler aus unerfindlichen Gründen es tatsächlich geschafft haben nicht nur die Qualität nicht weiter zu verbessern, sondern sogar zu verschlechtern in der finalen Version. Und dann besitzen sie auch noch die Frechheit die Schuld auf den Käufer zu schieben. „16:10-Auflösungen? Haben wir nie unterstützt. Da hast du bestimmt irgendwas in den Config-Dateien verändert. Darauf ist das Spiel gar nicht ausgelegt blablablabla“. Wenig verwunderlich also, dass der Webmaster von der finalen Version sehr enttäuscht ist.

14. Überraschung des Jahres 2013

Es gibt natürlich nicht nur Enttäuschungen im Leben des Webmasters. Es gibt auch die ein oder andere Überraschung, so rar sie mitunter auch sein mag. Die größte Überraschung war aber vermutlich, wie viele Spiele ihn in diesem Jahr überraschen konnten entweder mit ihrer unerwartet hohen Qualität oder mit ihrem interessanten Konzept. Am meisten überrascht haben ihn allerdings die Folgenden — und wenn ich noch einmal „Überraschung“ sagen muss, dann erschieße ich den Autoren dieses Texts.

  • Herstellerbild zu Far Cry 3: Blood DragonFar Cry 3: Blood Dragon (PC, PS3, X360) – Als es am 1. April angekündigt wurde, klang es zu abgedreht, um wirklich wahr zu sein. Ein Shooter im neon-poppigen retrofuturistischen Stil der 80iger? Eine Hommage an die damaligen B- und C-Actionmovies, die man sich heutzutage höchstens noch ironisch anschauen kann? Der Score komponiert und eingespielt von der amerikanischen Metal-Band Power Glove? Michael Biehn als die Synchronstimme des Helden? Dinosaurier?! Das kann doch nur ein Aprilscherz sein. Doch schon einen Monat später wurde es nicht nur veröffentlicht: Es ist auch verdammt gut.
  • Need for Speed Rivals (PC, PS3, PS4, X360, XONE) – Die 20. Ausgabe der Need for Speed-Serie. Da kann eigentlich derzeit nur Mario mithalten (und es überbieten). Und dann auch noch seit 2002 im Jahresrythmus. Da ist es nicht verwunderlich, dass nicht nur beim Webmaster so langsam die Gleichgültigkeit eingesetzt hat. Die letzten paar Ableger, abseits der beiden Shift-Titel, konnten ihn überhaupt nicht begeistern. Doch siehe da: Ein neues Studio zusammengesetzt aus Rennspiel-erfahrenen Entwickler hat das Unglaubliche geschafft und ihn seit Need for Speed: Most Wanted (2005) erstmals wieder längere Zeit hinter dem Ofen hervorgelockt. Das war alles, nur nicht vorherzusehen.
  • Papers, Please (PC, Mac) – Ein Großteil des Outputs der Indie-Szene ist vernachlässigbar. Haufenweise 8bit-Hommagen und aus völlig falschen Gründen extrem schwere Spiele versuchen an die pinke Nostalgiebrille der Käufer zu appellieren statt herzugehen und die verfügbare Freiheit gegenüber eines AAA-Studios zu nutzen, um eigene und ungewöhnliche Ideen umzusetzen. Hin und wieder gibt es aber Ausnahmen wie Minecraft oder dieses Jahr die Grenzbeamtensimulation Papers, Please. Spiele, die anfangs nur die Hardcore-Indiecrowd auf dem Schirm hat (wenn überhaupt), sich aber dann völlig überraschend als richtig innovative und interessante Spiele entpuppen und nicht nur dem Webmaster zeigen, dass im Indiebereich doch nicht alles schlecht ist.

Honorable Mention: Animal Crossing: New Leaf (3DS) – Der Webmaster hat zuvor noch nie einen Animal Crossing-Titel oder die Harvest Moon-Konkurrenz gespielt. Das lag zum einen, wie so oft, an der mangelnden Hardware. Zum anderen aber auch am Stigma, das diese Art von Titeln umgibt. „Frauenspiele“ werden sie abfällig genannt und von den Hardcorespielern links liegen gelassen. Dabei ist Animal Crossing: New Leaf sogar noch besser für diese Zielgruppe geeignet, als für die Casual. Unter der Haube versteckt sich ein überraschend umfangreiches Spiel, wie auch die unzähligen Excel-Tabellen im Netz zeigen und wer, wenn nicht die Hardcoreleute, holen wirklich das Maximum aus ihren Spielen heraus? Das und die Tatsache, dass er was weiß ich wie lange das Spiel gespielt hat, ist definitiv eine Überraschung.

15. Spiel des Jahres 2013

Die Kategorie, um die es wirklich geht. Alles andere ist doch nur Vorgeplänkel. Ihr wollt doch tatsächlich nur wissen, ob der Webmaster euren Geschmack auch teilt und BioShock Infinite, FIFA 14 oder Call of Duty: Ghosts als ultimativen Sieger ausgewählt hat. Nun, da muss ich euch leider enttäuschen: Gewinnen kann nur, wer auch zumindest in einer anderen Kategorie nominiert wurde. Ja, theoretisch auch die Enttäuschungen des Jahres, wenngleich es eher unwahrscheinlich ist oder zumindest eine fragwürdige Entscheidung wäre. Und nein: Verkaufszahlen, Hype oder technische Qualität spielen absolut keine Rolle bei der Auswahl des Spiel des Jahres. Es zählt ausschließlich eine einzige Währung: Der Spielspaß des Webmasters. Gewinnen wird somit die Antwort die Frage „Welches Spiel hat dem Webmaster 2013 am meisten Spaß gemacht?“. Und wie in der Einleitung erwähnt, gibt es diese erst am kommenden Montag. Ich kenne die Antwort zwar schon, aber wo wäre denn die Spannung, der Spaß und die Unterhaltung, wenn ich sie euch jetzt schon verraten würde? Eben.

So müsst ihr euch noch ein paar Tage gedulden, bis ihr erfahrt wer in den einzelnen Kategorien die Nase vorne hat und wer sich mit den Plätzen 2 und 3 begnügen muss. Das gibt euch allerdings auch mehr als genug Zeit in die Kommentare zu springen und eure Meinung abzugeben. Welches Spiel wird eurer Meinung nach der Webmaster zu seinem Spiel des Jahres küren? Wer die Trophäe in den restlichen 14 Kategorien mit nach Hause nehmen? Fiebert mit und denkt auch schon einmal über eure Spiele des Jahres 2013 nach (basierend auf EUREN Kriterien). Aber Vorsicht! Wie immer gilt: Eure Liste bitte erst am Montag bekanntgeben. Wir wollen die Sieger bekanntlich gemeinsam feiern und nicht die Aufmerksamkeit des Publikums (also eure) unnötig aufteilen.

Und damit sind wir auch schon wieder am Ende der heutigen Veranstaltung angelangt. Ich gehe jetzt wieder das alte Bett des Webmasters wärmen und gebe ab an die Sendezentrale.

Der Webmaster: Wie immer ein herzliches Dankeschön Kessy für deine tolle Arbeit. Die meiste hatte zwar ich, weil ich ja die Texte geschrieben habe. Aber natürlich ist es für dich als Katze nicht so einfach meine grammatikalisch völlig falsches und mit Rechtschreibfehlern durchzogenes Hochdeutsch fließend in deine Katzesprache umzusetzen.

Damit sind wir also nun endlich am Ende des diesjährigen Mo-moo-moonster-Eintrags angelangt. Es war mir wie immer eine Ehre und ich hoffe, ihr schaltet nicht nur nächstes Jahr wieder ein, sondern auch am Montag wieder, wenn es wie immer nicht heißt: „Un de Gewinnä von dene Bagdadsoftware No-One-Cares-Awards 2013 is“.

Bis dahin: Viel Spaß beim Konsumieren!

< Die Credits laufen an. Links unten beginnt ein Trailer zu laufen, der jedoch so klein ist, dass man nichts erkennen kann. >

Stimme aus dem Off: Mit Dark Souls haben wir die echten Männer aussortiert und den Memmen das Fürchten gelehrt. Mit Dark Souls II sind demnächst die Frauen dran sich ins Höschen zu machen und schreiend aus der Wohnung zu rennen. Doch die wirkliche Herausforderung erwartet euch im dritten Teil der mörderischen Saga. Dem heiß erwarteten Nachfolger zum Spiel des Jahres 2014, das noch gar nicht veröffentlicht wurde. Nach den Menschen sind nun die Tiere dran. Haben euch Hund und Katz bislang nur ausgelacht, wie ihr Angst erfüllt durch das Königreich von Lordran gestapft seid, werden sie sich jetzt ins Fell zu machen.

Dark Souls III – Prepare To See Your Pets Die-Edition
Coming to PS4, XBox One and Linux 2015

< Die Credits sind vorüber und das pinke Logo von Kessys Welt erscheint, bevor der Sender weiterleitet zum nächsten pr0nkanal. >

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