Sicarius

Frohe Ostern

Ich war dieses Jahr faul. Weder bin ich beim Kreuzweg mitgegangen noch war ich in der Osternacht in der Kirche. Was bin ich nur für ein schlechter Katholik. Als Strafe gibt es im heutigen Eintrag kein Bild, sondern nur einen billigen Text:

Das Team von Bagdadsoftware wünscht euch allen ein angenehmes Osterfest!

Wirklich schlimm geworden mit mir. Aber dafür seht und hört ihr mich am Montag wieder und am Donnerstag und übernächsten Montag. Ja, ich habe den Karfreitag voll ausgenutzt (war ja nicht beim Kreuzweg) und gleich drei Folgen von „Christoph spielt“ aufgezeichnet! Freut euch auf eine mit technischen Problemen vollgestopfte Stunde mit BioShock Infinite (bei YouTube könnt ihr sie euch sogar schon in FullHD anschauen), die erste Ausgabe mit einem Xbox-360-Titel (Army of Two: The Devil’s Cartel) und eine Folge über einen richtig alten Schinken, der jetzt als Neuauflage wieder in den Handel gekommen ist (Another World: 20th Anniversary Edition).

Bis dahin feiert schön und klaut fleißig dem Osterhasen seine Eier.

Ich gebe offen zu, dass mir die Resident Evil-Filme gefallen. Die Introsequenz von Resident Evil: Afterlife halte ich sogar für eine der besten, die ich jemals gesehen habe. Die Geschichte mag nicht so extrem tiefgreifend sein, aber es ist cool, dass sie alle aufeinander aufbauen. Milla ist hübsch anzusehen und unterm Strich sind sie schlicht unterhaltsam (sprich so in der Region von 3 von 5 Sics). Jeder Fan der Spiele wird mir jetzt zwar nun an den Hals springen, aber deren Vorstellungen eines guten Resident Evil-Films würden sowieso nie funktionieren.

Glücklicherweise bin ich mit meiner Ansicht nicht alleine, wie die Einspielergebnisse der bislang fünf Teile zeigen. Vor allem in Japan haben die unter anderem mit deutschen Fördergeldern finanzierten Filme eine große Fangemeinde. Und dank des erhöhten Eintrittsgelds für die 3D-Version und der damit verbunden noch höheren Einnahmen (Teil 5, der jetzt erst in Japan gestartet ist, steht derzeit bei 237 Millionen US-Dollar im Vergleich zu Teil 1 mit „nur“ 102 Millionen bei Produktionskosten von mageren 65 Millionen beziehungsweise 33 Millionen US-Dollar), gibt es absolut keinen Grund für Paul W. S. Anderson und seine Frau Milla Jovovich und natürlich auch Capcom damit aufzuhören die Filme zu produzieren. Teil 6 wird entsprechend bereits 2014 in die Kinos kommen.

Das „Aber“

Promobild zu Resident Evil: RetributionNach dieser Einleitung muss ich jedoch eines festhalten: Resident Evil: Retribution (Teil 5) ist der letzte Scheißdreck und kriegt von mir definitiv nicht mehr als 1 von 5 Sics. Es fängt schon bei der Geschichte an. Der Cliffhanger von Afterlife wird im Intro ohne Worte und auf billigste Art und Weise (=alle sterben) aufgelöst und Alice in eine Unterwassertrainingsstation von Umbrella verschleppt. Sie muss also dort raus und gleichzeitig versucht ein Team aus Freunden sie aus den Fängen der Red Queen (böse Umbrella-KI) zu befreien. Um die Flucht interessant zu gestalten, gibt es in der Unterwasserstation mehrere Sektionen, welche die T-Virus-/Los Plagas-Infektionen aus den vorherigen Filmen (Racoon City, New York, Moskau, Tokyo) mit (Vorsicht: total einfallsloser Spoiler) Klonen nachstellen. Die Tokyo-Sequenz ist beispielsweise besagtes Intro aus Afterlife. Da müssen sich die Helden dann durchkämpfen (oder durchrennen).

Und was macht man, wenn man die Locations vergangener Filme beziehungsweise „Klontechnologie“ zur Verfügung hat? Nun, man natürlich nutzt die einmalige Chance, um alte und schon damals völlig irrelevante Charaktere wieder zu beleben und diese gegen Alice und ihre neuen Freunde (inklusive Fanservice-Leuten aus den Spielen) antreten zu lassen. Dann noch ein (taubes) Kind (Aryana Engineer, die auch im echten Leben taub ist, hat wirklich Besseres verdient nach ihrem soliden Debüt in Orphan – Das Waisenkind) dazu gepackt, um Alice die nötige emotionalen Gründe zu geben alleine gegen das Bossmonster anzutreten und schon hat man einen Film, der in sich völlig isoliert ist und die bisherige Geschichte kein Stück weiter vorantreibt. Der Status Quo ist am Anfang der gleiche wie kurz vor dem Cliffhanger, wo natürlich dann plötzlich noch schnell ein Twist eingefügt werden muss, damit man auf dem rauszoomenden Heroshot enden kann. Wie heißt es so schön? Ich hätte gerne meine 96 Minuten Lebenszeit zurück.

Es geht noch weiter

Wenn der Film wenigstens visuell interessant wäre, wenn schon die Geschichte flacher als ein Uwe-Boll-Werk ist. Aber auch hier machen Anderson und seine Truppe dieses Mal alles falsch, was man falsch machen kann. Die Kämpfe sind so dämlich und uninspiriert (von Choreographie kann keine Rede sein), dass man vor Langweile im Stuhl einschläft, wenn nicht ständig etwas in die Kamera fliegen würde. Selbst in Afterlife wurde diese absolute Unart des 3D-Kinos nicht so extrem eingesetzt wie hier. Gegenstände werden geworfen, Kugeln kommen auf einen zugeflogen — eben alle Klischees, die ich gehofft hatte, dass sie vielleicht endlich mal der Vergangenheit angehören. Und dafür bezahlt man im Kino auch noch einen Aufpreis! Und lasst mich erst gar nicht vom finalen Kampf gegen Jill Valentine anfangen.

Der Film fühlt sich durchweg an wie ein billiger 3D-Action-Titel aus der Zeit der ersten PlayStation. Und wenn es etwas gibt, was eine Spielverfilmung absolut nicht besser macht ist, wenn sie wie ein Videospiel wirkt. Dann doch lieber das Spiel machen und den Film komplett sein lassen.

Fazit

Wenn ihr also tatsächlich vorhattet Resident Evil: Retribution anzuschauen, dann kann ich euch definitiv nur davon abraten. Dann lieber Resident Evil 6 gespielt oder noch einmal einen der ersten vier Filme angeschaut. Da kann auch das aktualisierte und natürlich wieder eng anliegende Outfit von Milla nichts dran ändern. Da ist eure Zeit unter Garantie besser investiert als diesen elendigen Schrott zu konsumieren.

Wir lesen uns in der Osternacht wieder mit dem traditionellen Ostergruß und a m Montag erwartet euch an dieser Stelle ausnahmsweise kein Aprilscherz, sondern voraussichtlich Folge 4 von Christoph spielt mit BioShock Infinite (wenn ich die extremen Nachladeruckler in den Griff kriege — scheiß Texture Streaming).

Nein, heute gibt es keine neue Folge von Christoph Spielt. Gears of War: Judgment war mir den Aufwand nicht wert und für Trials Evolution (Gold Edition) bin ich viel zu schlecht, um euch da eine Stunde Gameplay zu zeigen :smile: . Ich denke aber, dass euch am Ostermontag an dieser Stelle Ausgabe 4 erwarten wird. Dann entweder mit BioShock: Infinite (sehr geile Collector’s Edition) oder Army of Two: The Devil’s Cartel (ob’s was taugt?).

Herstellerbild zu Sniper: Ghost Warrior 2Reden wir stattdessen heute noch einmal über Sniper: Ghost Warrior 2. Im Gegensatz zu SimCity und Tomb Raider, habe ich das nun durchgespielt und auch bereits einige Zeit im Mehrspielermodus verbracht. Das Endergebnis sind 4 von 5 Sics, auch wenn das sicherlich Angesicht der vielen Probleme am Anfang überraschend kommt. Doch die Abstürze sind wesentlich weniger geworden in den weiteren Spielstunden und der Mehrspielermodus funktioniert mittlerweile auch einwandfrei. Somit fallen diese Kritikpunkte nun weg. Bleibt natürlich noch das andere Zeug: Stark linearer Levelaufbau mit nur wenig Freiheiten (bestimmte Situationen konnte ich nicht einmal ohne Alarm auszulösen entschärfen, weil es vom Spiel vorgegeben war!), verschenktes Potential in Sachen Simulation (selbst auf Expert noch viel zu viele Anzeigen) und eine erneut äußerst kurze Kampagne (4-5 Spielstunden) mit wenigen Höhepunkten und einer höchstens soliden Geschichte. Speziell letzteres hat mich persönlich am meisten enttäuscht. Selbst der Kampf gegen den Helikopter war absolut witzlos (und das auf Expert!).

Damals auf gamescom 2011 hinterließ dieser bei mir einen wesentlich besseren Eindruck (gibt mir übrigens im Nachhinein zu denken, dass quasi das Semi-Finale als Demo gewählt wurde). Ich war übrigens laut City Interactive der einzige Pressevertreter, der es geschafft hat den Heli zu besiegen (und auch sonst waren die Jungs schwer von meiner Spielweise beeindruckt *angeb*). Dabei lief die Demo auf XBox 360 und ich musste mit dem Gamepad spielen! Die Entwickler haben den Kampf aber seitdem komplett umgebaut. Und auch der finale Kampf (Elite-Sniper gegen Elite-Sniper) war mal wieder ein absoluter Reinfall.

Abschweifung

Apropos finaler Kampf: Ich weiß nicht, ob ich das jemals auf Bagdadsoftware erwähnt habe, aber das Finale des Films Duell – Enemy at the Gates (2001) fand ich so richtig beschissen. Wer den Film nicht kennt: Es geht um das Duell zweier Scharfschützen während der Schlacht von Stalingrad. Im Prinzip also genau meine Art von Film. Aber, und das ist jetzt offensichtlich ein Spoiler, das Ende passt hinten und vorne nicht zum ansonsten gelungen Machwerk. Und zwar bekämpfen sich die beiden in einem Bahnhof und plötzlich entscheidet sich der deutsche Schütze seine Deckung zu verlassen und quasi einfach so über die Gleise zu schlendern. Im Wiki wird behauptet, dass er das macht, weil er dachte den anderen erschossen zu haben. Das macht aber selbst dann keinen Sinn wenn er glaubt, dass der andere tot ist. Ein erfahrener Scharfschütze würde sich niemals so offen durch die Gegend bewegen.

Wie ich jetzt auf das Thema komme? Nun, dieses Duell ist auch im Buch Sniper: One Shot, One Kill erwähnt, welches der Collector’s Edition des Spiels beiliegt. Der Film ist also von realen Begebenheiten inspiriert, obwohl als Vorlage das gleichnamige Buch hergenommen, was ich bislang tatsächlich nicht wusste. In der Realität erschoss Wassili Saizew nach einem dreitätigen Katz- und Maus-Spiel den deutschen Schützen als sein Visier in einem Moment der Unachtsamkeit das Sonnenlicht reflektierte. Der Typ war unter einem Wellblech versteckt. Von wegen also offen über irgendwelche Gleise laufen und so einen Blödsinn.

Ich spreche übrigens nur von einem deutschen Schützen, weil sich niemand sicher ist ob er wirklich Erwin König hieß und tatsächlich der Leiter der Scharfschützenschule der Wehrmacht war. Das ist nämlich das Problem von Propaganda: Die Russen könnten den Abschuss für ihre Zwecke total aufgepuscht haben. Die Deutschen könnten hingegen alle Aufzeichnungen über König vernichtet haben, um die Truppen nicht zu demoralisieren. Eine gesicherte Erkenntnis ist, dass Hitler und seine Untergebenen nicht extra einen Scharfschützen nach Stalingrad geschickt haben, um den russischen Elite-Sniper (149 bestätigte und 600 unbestätigte Abschüsse, darunter einen Offizier plus zwei Helfer aus einer Entfernung von 700 Metern) auszuschalten. Und Saizew hat auch nur Jagd auf den „Kollegen“ gemacht, weil dieser zuvor unter anderem seinen Spotter geplättet hat. War quasi so etwas wie ein Rachefeldzug.

Zurück zum Thema

Was wollte ich mit dieser Auskopplung sagen? Ähm…vermutlich, dass das Buch richtig cool ist. Es könnte zwar dicker und ausführlicher sein, aber es steht definitiv einiges drin, was ich bislang nicht wusste und was mich mal wieder zu einer längeren Internetrecherche zum Thema motiviert hat. Oder war euch bekannt, dass es einen Unterschied zwischen Zielfernrohrschütze und Scharfschütze gibt beziehungsweise, dass es ersteren überhaupt gibt? Wenn ja, dann seid einfach ruhig, okay? :smile: .

Herstellerbild zu Sniper: Ghost Warrior 2Sniper: Ghost Warrior 2 hat also definitiv seine Probleme, aber es macht (zumindest mir) trotzdem nicht nur wieder viel Spaß, sondern sogar wesentlich mehr als Teil 1. Die Entwickler haben tatsächlich aus den Fehlern gelernt. So gibt keine Missionen mehr, in denen ihr als Haudrauf Gegnerhorden mit dem Maschinengewehr umnietet. Schleichen, Feinde umgehen beziehungsweise aus dem Hinterhald erledigen und mit dem Scharfschützengewehr umgehen ist durchweg die Devise. Und erfreulicherweise seid ihr auch einen Großteil des Spiels zu zweit unterwegs. Das ist natürlich wieder eine verpasste Chance was Koop angeht, aber macht den Titel trotzdem wieder ein Stück realistischer weil ich einen Beobachter dabei habe, der mir Wind, Entfernung und Ziele angibt. Außerdem ergibt daraus auch ein schönes Zusammenspiel mit viel Geben und Nehmen. Hin und wieder müssen wir uns trennen, ich helfe ihm hier und da aus brenzligen Situationen, wir schalten gemeinsam Feinde aus und ich habe generell mehr das Gefühl eben doch nicht ganz alleine auf dem Schlachtfeld zu sein selbst wenn ich gerade mal nur über Funk mit ihm verbunden bin. Sehr schön und definitiv ein Punkt, der im dritten Teil (gilt auch für Sniper Elite 3) noch weiter ausgebaut gehört.

Der Mehrspielermodus

Ein weiterer Punkt, warum das Spiel von mir trotz der Probleme immer noch eine so relativ hohe Wertung bekommt ist der Mehrspielermodus. Der verlangt alles von einem ab und ich habe jetzt auch schon wieder gut zwei Stunden in ihn versenkt. Zwar habt ihr hier Zugriff auf den Zielkreis im Visier, dafür müsst ihr eure Gegner erst einmal finden. Thermal- und Nachtsichtgerät gibt es nämlich nicht. Außerdem kommt hier dann auch endlich vieles zum Tragen, was im Einzelspielermodus fehlt: Zum Beispiel die Lautstärke eures Schusses und eure Laufgeräusche. Dadurch werdet ihr nämlich für kurze Zeit auf der Minimap sichtbar und entsprechend äußerst verwundbar. Selbst die Reflektion der Sonne auf eurem Visier ist nun sichtbar und somit ein entscheidender Faktor bei der Suche nach dem Feind. Und, fast noch wichtiger, sowohl das Gewicht eures Gewehrs (ein X500 ist nun einmal wesentlich schwerer als ein M24 und somit könnt ihr nicht so schnell rennen und werdet auch beim Zielen schneller müde!) als auch die Auswirkungen eures Puls sind wesentlich extremer spürbar. Und könnt ihr in der Kampagne noch erfolgreich einen Treffer landen, selbst wenn ihr nicht die Luft anhaltet, ist das im Mehrspielermodus fast unmöglich so stark wakelt das Visier.

Das macht die Gefechte sehr, sehr taktisch aber auch entsprechend gemächlicher. Auf den symmetrischen Karten passiert oft minutenlang nichts (eine Runde Team Deathmach dauert locker 30-60 Minuten). Alle liegen stattdessen regungslos in ihren Deckungen und scannen jeweils die andere Seite. Wer hier ungeduldig ist und nur ständig durch die Gegend rennt wird sofort erschossen. Dank vieler guter Versteckmöglichkeiten (vor allem Licht und Schatten spielen hier eine sehr große Rolle) müsst ihr sehr genau hinschauen, um jemanden zu finden der zwischen zwei Deckungen im Dunkeln liegt. Habt ihr ihn dann aber gesehen und durch den nur wenige Zentimeter großen Spalt eure Kugel ins Ziel befördert, ist das definitiv ein geiler Moment. Oder wenn ihr es dann doch mal schafft unentdeckt auf die andere Seite zu gelangen und mit eurer Pistole auf die Jagd geht. Sehr cool.

Fazit

Zusammengefasst bedeutet das also: Die Kampagne fand ich ganz okay, es wurde aber definitiv viel Potential verschenkt. Der Mehrspielermodus hingegen ist erstklassige Unterhaltung und vor allem definitiv mal wieder ganz was anderes als ein Quake Live, Halo 4 oder Battlefield 3Sniper Elite V2 finde ich da im Vergleich schlechter wegen dem Third-Person-Modus. Von mir kriegt Sniper: Ghost Warrior 2 also eine Kaufempfehlung für alle, die diese Art von Spielen mögen oder mal eine andere Herausforderung suchen.

In Sachen Scharfschützenspiele bekomme ich nächste Woche Sniper Elite: Nazi Zombie Army (Stand-Alone-Addon) rein. Darüber werde ich euch allerdings an dieser Stelle nichts erzählen können. Eine deutsche Version wird es hiervon mit ziemlicher Sicherheit nämlich nicht geben :smile: . Wir lesen uns zu diesem Thema also voraussichtlich erst 2014 wieder, wenn Sniper Elite 3 auf den Markt kommt.

Sicarius

The World Has Not Changed

Das ist also Eintrag Nr. 1.000. Wahnsinn. Es scheint mir so als wäre es erst viereinhalb Jahre her, da haben wir Eintrag Nr. 500 gefeiert. Ging definitiv schneller als bei den ersten 500, für die ich fast 7 1/2 Jahre gebraucht habe. Auch die Anzahl der Kommentare hat sich seit 2008 von rund 2.550 auf derzeit 5.301 etwas mehr als verdoppelt. Macht 5,1 Kommentare pro Eintrag damals und mittlerweile sind es 5,3. Ihr haltet also auch ganz gut mit.

Jetzt erwartet ihr sicherlich ein riesiges Feuerwerk und ich habe mir nicht einmal die Mühe gemacht und eine Signatur erstellt. Ich fauler Hund. Und natürlich freut ihr euch auf die Veröffentlichung vieler toller neuer Features so wie damals, als ich das Content Management System gewechselt habe und damit auch ein paar Sachen wie die Kategorien dazu kamen. Aber wie am Montag angekündigt, habe ich derzeit nichts für euch. Es gibt zwar Dinge, die es zu verbessern gilt am Unterbau von Bagdadsoftware. Aber das ist alles noch etwas weiter von einer tatsächlichen Umsetzung entfernt. Und am Design an sich? Da braucht es keine Veränderungen meiner Meinung nach. Sieht genauso frisch aus wie es zur Einführung vor 11 Jahren war (fünf Zeilen war mir damals die Ankündigung wert. GANZE FÜNF ZEILEN!). Warum also zwanghaft etwas ändern? Wobei: Ich hab gehört, dass animierte GIFs jetzt wieder total modern sind (zumindest im Gawker-Netzwerk). Vielleicht also einfach wieder ein paar tanzende Skelette und sich drehende Erdkugeln überall hinpflanzen? Ihr entscheidet! :smile:

Nun gut, bringen wir das Thema auch schon wieder hinter uns. Ist ja nur der 1.000 Eintrag und ich will so schnell wie möglich weiter die Second Group Round der 125 FPS Quake Live March League schauen (extrem viel Quake Live-eSport derzeit). Vielleicht gibt es Mitte 2017, wenn wir Eintrag 1.500 feiern, wieder mehr Substantielles zu berichten. Zum Beispiel, dass wir nun das neuste Virtual Reality Duda unterstützen oder Bagdadsoftware endlich auch in 3D zur Verfügung steht (meine Wörter springen euch dann förmlich ins Gesicht). Für Holodecks werden wir aber frühestens 2021 eine Version der Seite veröffentlichen können. Die Adults-only-Ecke braucht schlicht noch etwas Arbeit.

Gequassel

Herstellerbild zu BioShock: InfiniteNächste Woche, genauer gesagt am 26. März 2013, kommt BioShock: Infinite in die Läden — drei Jahre nach BioShock 2. Der Hype hat mich aber immer noch nicht erfasst. Ich musste sogar eben nachschauen, ob es jetzt nächste Woche oder doch erst Anfang April kommt, so ziemlich egal ist mir das Spiel im Moment. Sniper Elite V2: Nazi Zombie Army und Army of Two: The Devil’s Cartel in Sachen Veröffentlichungen in der nächsten Woche interessieren mich da im Moment tatsächlich wesentlich mehr. Das darf bei einem so wichtigen AAA-Titel doch normalerweise gar nicht passieren.

Aber es ist tatsächlich überraschend ruhig in den Weiten des Internets um das Spiel. Ich hätte eigentlich erwartet jetzt plötzlich mit Ken Levine Interviews und dergleichen erschlagen zu werden zusammen mit allerlei anderem Marketingkram von 2k Games. Aber es ist so gut wie nix los. Stattdessen konzentrieren sich die Magazine weiter (zu Recht) auf EA und das SimCity-Deasaster, das sich jeden Tag zu einer noch extremeren Sauerei entwickelt je tiefer die Spieler stochern. Und ehrlich gesagt finde ich das sogar richtig gut. Klar, die kommende Woche wird sobald das Embargo vermutlich am Montagabend fällt ganz im Zeichen des lang erwarteten Nachfolgers stehen und SimCity in Vergessenheit geraten. Doch je länger die Presse die Daumenschrauben bei EA anzieht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie was draus lernen. Aus den Verkaufszahlen werden sie es nämlich nicht, wenn ich lese, dass es sich trotz der Probleme bereits 1,1 Millionen Mal verkauft hat (54% davon über Origin, also digital!). Für einen reinen PC-Titel definitiv ein sehr gutes Ergebnis und vermutlich auch ein eindeutiges Signal für den Produktionsstart von SimCity 7.

Aufreger der Woche

Apropos SimCity 7: Mich nervt es mittlerweile tierisch, dass 90% der Spielemagazine von SimCity 5 sprechen und es sogar teilweise so in ihre interne Datenbank aufgenommen haben. Es ist Teil 6 verdammt nochmal! So schlecht war SimCity Societies auch wieder nicht (bei Metacritic ist es sogar derzeit nur einen Prozentpunkt schlechter bewertet als der Reboot :smile:), dass man es komplett unter den Teppich kehren muss. Es war einfach nur ein etwas anderer Ansatz als bei den Vorgängern (stärker in Richtung Wirtschaftssimulation) und, zugegeben, stark auf Gelegenheitsspieler ausgelegt was den spielerischen Anspruch drückte.

Das hat Tilted Mill Entertainment einfach nicht verdient! Mit Caesar IV, Hinterland und vor allem Immortal Cities: Children of the Nile haben die Jungs hervorragende City Builder abgliefert, die sich nicht vor einem ANNO oder Die Siedler verstecken müssen (Hinterland als City Builder/Action-Rollenspiel/Strategiemix war sogar durchaus Innovativ). Und ihr kommender Titel Medieval Mayor (im Prinzip Caesar im Mittelalter sieht auch wieder interessant aus. Wenn ihr also nicht SimCity (2013) schreiben wollt, dann tut Tilted Mill doch wenigstens den Gefallen und hängt die „6“ an den Namen statt der „5“. Danke!

Diese Nachricht wurde finanziert von der Bagdadsoftware Foundation für die Unterstützung von in Vergessenheit geratene Entwicklerstudios.

Es ist echt schlimm mit mir momentan, ich weiß. Jetzt müsst ihr schon wieder meine Visage ertragen. Vielleicht sollte ich mich in Zukunft nur noch so vor die Kamera setzen?

Der Webmaster mit der Clone-Trooper-Maske

Nein? Okay, aber dann dürft ihr euch auch nicht beschweren, wenn ihr zumindest seelische Schäden davontragt! Entsprechend schaut ihr auch die heutige Ausgabe auf eigene Gefahr an:

Christoph spielt #3: Sniper: Ghost Warrior 2


Um die zentrale Aussage im Video noch einmal zu betonen: Das Spiel stürzt wirklich sehr oft ab. Ich habe bereits mehrere Aufnahmen, wie am Anfang erwähnt, neu starten müssen weil er schon beim ersten Gegner abgekackt ist (Aktivierung der Thermalsicht). Und an der Stelle bei rund 35 Minuten wo ich euch dann tatsächlich an einem Absturz teilhaben lasse (nach der Killcam), ist mir das Spiel auch mehrfach abgenudelt. Aber das wollte ich euch dann doch nicht zumuten immer und immer wieder mir dabei zuzuschauen wie ich den Scharfschützen im Glockenturm platt mache (beziehungsweise verfehle). Einen weiteren Absturz habe ich dann noch direkt am Anfang von Level 2 unterschlagen (Aktivierung des Nachtsichtgeräts). Da konnte ich unauffällig schneiden. Nehmt also meine Aussage im Fazit wirklich ernst: Derzeit ist das Spiel absolut keine Kaufempfehlung! Abstürze en mass und ein nicht funktionierender Multiplayer-Modus — da bleibt nicht mehr wirklich viel vom Spiel übrig. Da ist es schon fast Ironie, dass ich am Anfang erstmals für die Collector’s Edition eine Kaufempfehlung ausspreche :smile: .

Aber ich gehe doch stark davon aus, dass City Interactive diese Probleme zügig in den Griff bekommt. Support scheint es auf jeden Fall zu geben, schließlich sind bereits ein paar Patches seit Release erschienen, entsprechend bin ich in der Hinsicht zuversichtlich. Natürlich auch weil ich das Spiel definitiv lieben möchte. Sniper Elite V2 ist ja schön und gut, aber das ist nun einmal ein Third-Person-Shooter und kein Ego-Shooter und auch noch im zweiten Weltkrieg angesiedelt. Während ich meine U-Boote lieber aus der Zeit mag (die modernen Atomdinger sind langweilig), sieht es bei Scharfschützengewehren dann doch schon wieder anders aus (so sehr ich auch meinen Karabiner 98k lieb habe). Und aus der Ego-Perspektive ist das Ganze definitiv noch „intensiver“. Mir haben die ersten 1 1/2 Missionen abseits der genannten Probleme auf jeden Fall schon wieder sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass es nur noch besser wird.

Außerdem wünsche ich mir natürlich gute Verkaufszahlen für den Titel. Nicht nur, um wie bei Sniper Elite einen dritten Teil (2014) Realität werden zu lassen. Vielleicht trauen sich dann auch mal AAA-Studios an diese Nische ran. Und derzeit kann es definitiv nicht genug Scharfschützenspiele geben, die auch den Bullet Drop halbwegs realistisch simulieren. Selbst Sniper: Ghost Warrior 2 natürlich noch Raum ist für mehr Simulation (der Puls wirkt sich zum Beispiel erst so ab 130+ wirklich negativ aus).

Stuff

Nun aber genug des Drumherums. Wünsche, Anregungen, Kritik zum Video und Meinungen zum Spiel bitte wie immer in die Kommentare packen. Und ja: Es fehlt immer noch ein Intro und ein Outro. Ich weiß leider absolut nicht wie ich das handhaben soll. Eine schicke Animation basteln liegt einfach weit über meinen Fähigkeiten. Und ein anständiges Bagdadsoftware-Logo mit einer Auflösung von 1920×1200 habe ich auch nicht, was ich 10-15 Sec lang einblenden könnte. Aber ich bin natürlich dran da irgendwie Abhilfe zu schaffen. Wir sind ja erst bei der dritten Folge :smile: .

Am Donnerstag erscheint der mittlerweile 1.000 Eintrag in der Geschichte von Bagdadsoftware (dieser hier ist Nr. 999 – Einen Schnaps für alle!). Erwartet allerdings nichts besonderes. Ich habe nichts vorbereitet und konnte auch nicht wirklich etwas vorbereiten. Was Bagdadsoftware derzeit zwingend Neues braucht ist eine anständige Datenbank im Hintergrund, um die ganzen Inhalte endlich mal anständig unterbringen zu können (läuft alles immer noch über Textdateien!) und damit auch besser indexierbar zu machen, aber für dieses Problem ist derzeit weiterhin keine Lösung in Sicht.

Die Details zur Folge

Thema: Sniper: Ghost Warrior 2

Länge: 01:12:43

Timestamps:

Unboxing (00:03:40)
Beginn der Spielstunde (00:13:51)
Abschließendes Fazit (01:10:50)

Aufgezeichnet mit Logitech HD WebCam 510 (720p), Fraps 3.5.99 (30fps, Full Video, Stereo) und Adobe Soundbooth CS6
Format: F4V (H.264), 1920×1200, 30fps, 11,25MBit/s durchschnittliche Videobitrate, AAC-Audio
Geschnitten mit Adobe Premiere Pro CS6

Zusammensetzung des zur Aufzeichnung verwendeten Rechners

Spieleinstellungen: 1920×1200 bei 60 Hz und deaktiviertem V-Sync

Grafik-Qualität: Hoch — daraus ergibt sich:
Ingame Effects: Very High
Object Detail: Very High
Particles: Very High
Physics: High
Post Processing: High
Shader Quality: Very High
Shading: Very High
Shadows: Very High
Textures: High
Volumetric Effects: High
Water: Very High

Die Aufzeichnung mit Fraps hatte starken Einfluss auf meine Framerate im Spiel, es blieb jedoch trotzdem flüssig bei um die 30fps.

Vorschau: Es steht immer noch ein Folge mit einem Xbox-360-Titel auf meiner To-Do-Liste. Es gibt entsprechend entweder kommenden Montag bereits die vierte Ausgabe mit Gears of War: Judgment als Thema oder am Ostermontag Army of Two: The Devil’s Cartel. Ich tendiere zu letzterem weil sich auf Gears of War sowieso jeder draufstürzen wird, aber mal schauen.

Wenn ihr allerdings andere Vorschläge habt, welches Spiel ich mir als nächstes anschauen soll, dann immer her damit!

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