Sicarius

Digital Only Games

Wer das Privileg oder besser gesagt das Pech hat mich auf Steam seinen Freund zu nennen, wird in den letzten Wochen etwas sehr fragwürdiges festgestellt und daraufhin folgenden Monolog in seinem Gedanken geführt haben „Wie? Der Sicarius hat ein Spiel auf Steam gekauft?! Der „Ich kaufe nur Schachtel-Versionen bis ich tot umfalle“-Typ?! Und dann ist es nicht nur eines, sondern gleich mehrere Dutzend? WTF?! Warum ist meine „Das haben Freunde zuletzt gekauft“-Liste plötzlich voll mit dem Namen dieses Trottels?! *Kopf explodiert*“ (*Text enthält leichte Dramatiersierungen).

Ja, es ist sicherlich etwas überraschend. Zumal derzeit ja auch kein Steamsale ansteht (einige erwarten den Start des Summersales für heute). Ich habe also tatsächlich so einige Titel zum normalen Preis erstanden, obwohl auch ich mich natürlich ein wenig darüber ärgere, dass Retro Citsy Rampage dann plötzlich im Daily Deal war für 10 Euro weniger. Aber gut: Fakt ist nun einmal, dass viele Spiele niemals mehr ihren Weg in den normalen Handel finden werden. Und jetzt, wo ich eine anständige Internetverbindung und damit überhaupt erst die Möglichkeit habe viel in kurzer Zeit runterzuladen, habe ich mir gedacht: Fuck it! Ich will die Titel, die ich schon ewig im Auge habe, auch endlich mal zocken! So ging ich, packte meine virtuelle Brieftasche aus und kaufte seit Ende Mai so einiges ein. Korrektur: „kaufe“. Grad den Daily Deal (DLC Quest) gesehen und schon wieder zugeschlagen *ähm*.

Ich würde also sagen, dass es endlich mal wieder Zeit ist für eine Runde Ultrakurzeindrücke der wichtigsten Titel. Hatten wir ja schon lange nicht mehr. Und los geht’s:

Herstellerbild zu Counter-Strike: Global OffensiveCounter-Strike: Global Offensive: Ach ja, Counter-Strike. Schon lange vor der Veröffentlichung von Version 1.6 des Originals war der Hass auf deine Spieler groß. Und auch ich habe die Nase gerümpft und zwar weiterhin fleißig alle Versionen gekauft, aber so gut wie gar nicht mehr gespielt (am meisten wohl noch Counter-Strike: Source). Bis jetzt. In meinem Urlaub Ende Mai/Anfang Juni habe ich fast 30 Spielstunden in den neusten Teil versenkt, woran sicherlich auch FACEIT schuld ist, die eine Zeitlang nicht nur Quake Live-Cups gestreamt haben, sondern auch Counter-Strike: Global Offensive-Matches. Es macht also offensichtlich doch immer noch irgendwie Spaß. Vor allem Arms Race, Demolition (es gibt nur einen Bombenplatz) und der Competitive Classic Mode (ein volles Match [schlimmstenfalls 90 Minuten] mit festen Teams) haben mir es angetan. Was aber nicht heißt, dass nicht immer noch viele Sachen nerven wie beispielsweise die immer noch sehr hohe Kiddie-Dichte und die haufenweise Custom-Server mit ihren unzähligen Downloads im Vorfeld. Oder die vielen Russen, die entweder kein Englisch können oder nicht auf Englisch kommunizieren wollen. Kommt immer gut in einem richtigen Match.

Super Hexagon: Von diesem Spiel habe ich durch Michael „Rage Quit“ Jones erfahren (siehe dieses Video) und im Gegensatz zu ihm gefällt mir dieser extrem lange Reaktionstest (wie lange könnt ihr überleben?) mit seiner pumpenden Musik sehr gut (hab‘ mir sogar mittlerweile den Soundtrack gekauft). Der Titel ist auch weniger zufallsabhängig, als man vielleicht denken mag. Somit ist es eine Kombination aus schneller Reaktion und dem Auswendiglernen von Mustern (wenn am Bildschirmrand die und die Form auftaucht, dann muss ich gleich so und so reagieren). Das wichtigste Element ist aber definitiv die Musik. Das merke ich vor allem im zweiten Schwierigkeitsgrad, in dem ein Track gespielt wird, der mir überhaupt nicht gefällt. Entsprechend überspringe ich den immer. Wer allerdings nicht frustresistent ist (ihr werdet ständig neustarten – mein derzeitiger Rekord sind etwas über 60 Sekunden auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad), der hat an dem Titel keine Freude.

Retro City Rampage: Von diesem Spiel hatte ich im Vorfeld sehr viel Gutes gehört. Eine Hommage an die Achtziger (ja, wieder ein 8Bit-Titel. Was anderes gibt es in der Indie-Branche anscheinend nicht) und das übliche Blabla. An Grand Theft Auto (ja, Teil 1 von 1997) hat aber scheinbar keine Sau gedacht. Dabei ist der Titel nichts anderes als eine um zahlreiche Features gekürzter 8Bit-Port des großen Vorbilds. Von der Steuerung über die Geschichte zu den Missionen hin finde ich es durchweg schlechter als mein geliebtes isometrisches Grand Theft Auto. Selbst die Midi-Mugge ist im Vergleich zu den damals noch überschaubaren Radiosendern ein Witz. Entsprechend muss ich tatsächlich sagen, dass ich mit Retro City Rampage überraschend weniger Spaß habe als gedacht, obwohl es für sich gestellt sicherlich gut ist. Es bringt mich im Gegenteil eher dazu mal wieder Grand Theft Auto zu installieren. Da schreien die Passanten wenigstens wenn ich sie überfahre *hehe*.

Herstellerbild zu Waking MarsWaking Mars: Das Spiel wurde ursprünglich für iPhone entwickelt und ich habe schon sehr früh davon erfahren, weil Randy Smith von Entwickler Tiger Style eine immer sehr interessante monatliche Kolumne in der EDGE hat. Darin hat er natürlich auch immer mal wieder über das Spiel gesprochen. Im Prinzip lässt sich der Titel schon fast in die Serious Games-Ecke schieben. Ihr seid darin nämlich als Wissenschaftler im Untergrund des Mars unterwegs und erforscht (und beeinflusst) die dort überraschend vorhandene Tier und Pflanzenwelt. Statt sinnlos alles abzuballern, müsst ihr die unterschiedlichen Pflanzen und Tiere manipulieren, die wiederrum alle irgendwie miteinander agieren (Wasserpflanzen düngen die normalen Pflanzen, die wiederrum Samen ausspucken, die von komischen Wesen gefressen werden und die sich dadurch Fortpflanzen etc. pp.), um genug Biomasse in einem Bereich zu erzeugen, um die nächste Tür öffnen. Das Erhöhen der Biomasse hat jedoch einen negativen Einfluss auf den Planeten selbst, was wiederrum so etwas wie die Moral des Spiels ist (= der Mensch macht alles kaputt). Ich finde es super interessant und definitiv mal was anderes.

Hacker Evolution Duality: Es dürfte kein Geheimnis sein, dass ich die Hackersimulation Uplink extrem genial finde und ich sie ähnlich wie Lands of Lore: The Throne of Chaos dauernd mal wieder anwerfe. Entsprechend hat mich auch die Hacker Evolution-Reihe sehr gereizt. Was beispielsweise den ersten Teil von Uplink unterschied, war der extreme Fokus auf Konsolenkommandos. Ihr könnt den kompletten Titel nur mit der Tastatur spielen, was dem Hollywood-Hacker-Feeling noch einmal ein Stück näher kommt. Entsprechend hat mich schon länger auch der dritte Teil der Reihe interessiert. Leider haben die Entwickler den Titel extrem vereinfacht. Klick auf einer Weltkarte dein Ziel an, starte per Knopfdruck einen DDoS-Angriff, schaue ob die Firewall down ist. Wenn nicht, schicke noch einen EMP hinter her und achte ein bisschen darauf, dass der Trace dich bei all dem nicht erreicht. Kein großer Anspruch bislang und schon gar kein Vergleich zum Feeling des ersten Teils und Uplink. Sehr schade.

Herstellerbild zu Little InfernoLittle Inferno: Der Puzzler World of Goo vom gleichen Studio war ein schönes Erlebnis. Zugegeben: Die Geschichte wurde zwischendrin ziemlich düster. Aber dennoch habe ich mich freudig mit den Goos durch die Levels gerätselt und dabei dem fantastischen Soundtrack von Kyle Gabler gelauscht. Entsprechend hat mich auch ihr neustes „Spiel“ sehr interessiert. In Anführungszeichen deshalb, weil man es nicht wirklich als Spiel bezeichnen kann. Ihr sitzt vor einem Kaminofen, kauft Sachen ein und verbrennt sie anschließend wieder. Mehr ist auf den ersten Blick nicht. Es gibt aber auch hier eine herzzerreißende Hintergrundgeschichte und als eigentliches Spielziel lässt sich sicherlich die Finden der 99 Gegenstandskombinationen bezeichnen (verbrenne eine Kamera und eine Katze und ihr habt die LOL-Kitty-Kombo gefunden. Ja, ich wusste das auf Anhieb Herr Knurrunkulus!). Ich finde am Titel die beruhigende Atmosphäre und den erneut sehr schönen Soundtrack nett. Außerdem natürlich die versteckte Kritik/Täuschung des Spielers. Dazu lest ihr aber am besten selbst das Interview auf Gamasutra.

Thomas Was Alone: Ein einfach gestalter Puzzler, in dem ihr geometrische Formen mit Teamwork heil zum Levelende bringen müsst. Klingt also im ersten Moment nicht gerade sehr besonders. Diese Formen erhalten jedoch im Laufe des Spiels durch eine äußerst gelungene Erzählerstimme jeweils eine liebenswerte Identität (die Geschichte erzählt von KIs, die sich selbstständig gemacht haben und nun aus dem System entkommen möchten), weshalb mir ihr Schicksal schon bald sehr am Herzen liegt. Und die Musik trägt auch hier mal wieder einen sehr großen Anteil an der gelungen Atmosphäre. Leider ist nach gut zwei bis drei Spielstunden schon wieder Schluss, da sich die Herausforderung eher in Grenzen hält. Dennoch eine klare Empfehlung von mir.

So viel also erst einmal dazu. Gekauft habe ich natürlich noch ein paar mehr, aber leider noch nicht alles ausreichend gespielt bislang, um darüber zu berichten. Bin jetzt mal gespannt ob beim Summer Sale irgendwas für mich über bleibt. Habe den ja bislang noch nie mitgemacht und die großen Blockbustertitel erscheinen ja auch weiterhin als Boxed Version. Nun entschuldigt mich aber bitte: Ich muss da noch ein paar Insekten und Fische fangen.

Sicarius

Crack in Reinform

[…]Psst. Hey, du da. Ich hab‘ da was für dich. Komm, nicht so schüchtern. Ich beiße doch nicht. Schau her: Schöne, saftige Pfirsiche. Da läuft einem doch das Wasser im Mund zusammen. Oder lieber rote, knackige Kirschen? Ich hätte auch noch Bananen im Angebot. Frisch von den Palmen am Strand gepflückt. Zibetfrüchte vielleicht? Wir sind zwar erst im Aufbau unserer Plantage, aber ein paar kann ich schon abgeben. Mangos sind auch im Kommen.

Was die Sachen kosten? Nichts! Du musst nur dein Tor aufmachen und mich für ein paar Minuten reinlassen, damit ich ein paar Früchte bei dir pflücken kann. Was hast du denn? Birnen? Äpfel? Orangen? Oder vielleicht sogar Kokosnüsse? Mir kannst du das ruhig sagen. Ich nehme auch nicht viele. Drei Stück würden mir absolut reichen. Das ist doch nur fair, findest du nicht? Andere verlangen gleich 20.000 Sterne Eintritt. Ich will nur drei Früchte haben als Ausgleich. Komm schon, trau dich. Mach‘ dein Tor auf. Nein, nicht weglaufen. Bleib‘ doch da! Ich will nur deine Früchte haben! GIB MIR DEINE SCHÖNEN FRÜCHTE! KOMM WIEDER HER, DU ARSCH! Oh, hey da. Ja, dich meine ich. Hab‘ dich gar nicht gesehen. Ignorier den Typen von eben. Der hat meine Früchte gar nicht verdient. Aber du, du bist was Spezielles. Das sehe ich sofort. Für dich hab‘ ich hier was.[…]

— Die Leiden eines jungen Animal Crossing: New Leaf-Spielers

Nutzloses Wissen

Cover von Animal Crossing: New LeafNintendo hatte vor kurzem (Ende April) mal wieder eine ihrer „Registriere die und die Spiele und erhalte diesen oder jenen Titel kostenlos“-Aktionen. Und eines der Spiele, die man sich aussuchen konnte, war Animal Crossing: New Leaf. Der vierte Teil der Serie, die in Japan auf dem Nintendo 64 ihren Ursprung hat, während wir 2002 einen Port von Teil 1 auf dem Nintendo GameCube „genießen“ konnten.

Kleiner Einschub an dieser Stelle: Teil 1 hieß in Japan ursprünglich Animal Forest und wurde im April 2001 veröffentlicht. Im Dezember folgte dann ein Nintendo GameCube-Port mit dem Namen Animal Forest+. Dieser wiederrum stellte die Grundlage für den englischen Release namens Animal Crossing dar, der im September 2002 auf den Markt kam und im Vergleich noch einmal zusätzliche Inhalte bot. Im Juni 2003 erschien dann nur in Japan Animal Forest e+. Eine erneut erweiterte Fassung auf Grundlage von Animal Crossing. Verrückt.

Mir war die Serie bislang nur grob als „typisches Frauenspiel“ bekannt. Gespielt hatte ich bislang keinen Teil. Wie immer mangels Hardware. Aber einem geschenkten Gaul schaut man bekanntlich nicht ins Maul, zumal ich als Alternative nur noch Pokémon Mystery Dungeon: Gates to Infinity gehabt hätte. Alle anderen 3DS-Titel besitze ich bereits. Und von diesem Pokémon-Spin-off habe ich bislang nur wenig Gutes gehört. Somit habe ich meiner Neugierde nachgegeben und bin seit dem 15. Juni fleißig am „Spielen“. Wenn ich damals gewusst hätte, auf was ich mich da einlasse, hätte ich vermutlich doch lieber zu Pokémon gegriffen…

FarmVille eXtreme Edition

Aber fangen wir vorne an: Was ist Animal Crossing? Nun, in New Leaf seid ihr der Bürgermeister eines kleinen Dorfs, das sich im Laufe der Zeit mit menschenähnlichen Tieren füllt. Eure Sekretärin Isabelle ist beispielsweise ein Pudel auf zwei Beinen. Ziel des Spiels ist es nun das Dorf nach euren Vorstellungen und Wünschen auszubauen inklusive eurem eigenen Haus, das von einem Zelt bis zu einer ausgewachsenen Villa verbessert werden kann. Wer jetzt allerdings an ein Spiel ähnlich wie SimCity denkt, der liegt absolut daneben. FarmVille ist der wesentlich bessere Vergleich, denn im Prinzip ist das Spiel nichts anderes als eine riesige Arbeitsbeschaffungsmaßnahme.

Herstellerbild zu Animal Crossing: New LeafUm euer Dorf und euer Haus zu verbessern und Einrichtungsgegenstände und Klamotten kaufen zu können, braucht ihr die Währung des Spiels: Sterne (im englischen sind es Glocken). Und wie kriegt ihr diese? Nun im Wesentlichen angelt ihr Fische, erntet Früchte und fangt Insekten, um sie dann im Dorfladen zu verkaufen. Bei den Früchten ist es so, dass zu Beginn des Spiels euch eine Art zugewiesen wird. Bei mir sind es Pfirsiche. Insgesamt gibt es 12 Sorten. Ein gutes halbes Dutzend davon könnt ihr mit etwas Glück auf einer tropischen Urlaubsinsel finden und dann bei euch anpflanzen. Eine könnt ihr kaufen, sobald euer Gartengeschäft ausreichend oft ausgebaut wurde. Den Rest jedoch erhaltet ihr nur indem ihr mit anderen Nutzern interagiert (Tor zur Stadt aufmachen und Freundescode austauschen), deshalb oben diese Einleitung.

Fische und Insekten sind hingegen theoretisch immer alle bei euch vorhanden. Blöd nur, dass es nicht nur von den Jahreszeiten, sondern auch von der Tageszeit abhängig ist, welchen Fisch oder welches Insekt ihr theoretisch finden und fangen könnt. Außerdem gilt auch hier wieder, dass bestimmte Arten nur auf der Tropischen Insel zu finden sind. Und natürlich gilt: Je seltener, desto mehr Kohle gibt es. Und Kohle braucht ihr wirklich extrem viel. Allein um euer Haus voll auszubauen müsst ihr 7.595.800 Sterne investieren. Wenn ich Glück habe, erhalte ich nach 30 Minuten auf der Insel durch den Verkauf der maximal 40 Gegenstände die ich mit nach Hause nehmen darf 10.000-20.000 Sterne. Wir reden also von saumässig viel Kohle und das nur für euer Haus. Eine neue Brücke fürs Dorf? Sind auch gleich mal locker 300.000 Sterne weg.

WTF?!

Gleichzeitig gilt es das Museum zu füllen, sprich jede Fisch- und Insektenart einmal abgeben sowie jeden Tag die Fossilien ausgraben und jede Woche ein Gemälde kaufen (und hoffen, dass man nicht die Fälschung erstanden hat). Zusätzlich müssen auch noch die Bedingungen zum Aufrüsten der verschiedenen Läden im Dorf erfüllt werden (kaufe für so und so viele Sterne ein, habe so und so viele Dinge gefangen, es sind so und so viele Tage seit dem Spielstart vergangen). Und die Beziehungen zu euren Bewohnern müsst ihr auch regelmäßig pflegen. Nicht nur damit ihr Geschenke erhaltet, sondern auch, damit sie nicht plötzlich wegziehen. Kümmert ihr euch nicht um euer Dorf, verwildert und verwaist es. Ihr müsst also jeden Tag mindestens einmal, besser mehrmals zu verschiedenen Uhrzeiten reinschauen, um die Bäume zu schütteln, mit allen Bewohnern zu reden, Briefe zu verschicken, die Insel zu besuchen, Fische und Insekten sammeln und was sonst noch alles zu tun ist.

Erschwert wird das Ganze durch den an die Realität angepassten Tagesablauf. Wenn ich um 15 Uhr das Spiel anmache, ist es auch in meinem Dorf 15 Uhr. Und natürlich haben auch die Geschäfte Öffnungszeiten und eure Bewohner sind nur zu bestimmten Uhrzeiten anzutreffen. Schlimmer noch: Ab und zu wollen euch eure Freunde besuchen, oder sie wollen, dass ihr bei ihnen vorbeikommt. Dann müsst ihr dem Spiel eine bestimmte Uhrzeit nennen, zu der ihr vorbeischauen werdet. Haltet ihr diese nicht ein, ist die Quest gescheitert und der Auftraggeber nicht mehr so gut gelaunt. Persönlich noch extremer finde ich es allerdings, wenn ich eine Aufgabe wie „Fange mir einen Tigerschmetterling“ von ihnen erhalte. Da habe ich es nicht einmal ansatzweise in der Hand, ob ich diesen Wunsch erfüllen kann.

Herstellerbild zu Animal Crossing: New LeafUnd so geht das von Tag zu Tag. Unterbrochen wird die Monotonie nur durch Spezielle von Nintendo festgelegte Events. Am Freitag war beispielsweise Sommersonnenwende und damit im Spiel 24 Stunden hell oder jeden Monat findet ein Insektenfangwettbewerb statt (siehe Fischevent in World of WarCraft. Abseits davon seid ihr wirklich nur damit beschäftigt alles zu tun, um euer Dorf auf die höchstmögliche Stufe auszubauen, derweil neue Sachen freizuschalten, gleichzeitig euer Haus hochzurüsten und mit allerlei Gegenständen aufzufüllen (es wird sogar nach Feng Shui bewertet!) sowie die dazugehörigen Schulden zu bezahlen. Was daran Spaß macht? Ich habe nicht die leiseste Ahnung, obwohl ich mich seit mittlerweile 10 Tagen diesem knuddelbunten „Spiel“ unterwerfe.

Bagdadsoftware meint: Wer dachte, dass FarmVille & Co. schon schlimm sind, der hat Animal Crossing: New Leaf noch nicht gespielt. Ganz ohne Mikrotransaktionen hält euch diese reine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme über Jahre bei der Stange. Ihr wollt doch schließlich das theoretische Ende (alles ausgebaut, alle Bewohner im Dorf, alle möglichen Früchte und was man noch so alles sammeln kann gesammelt) erreichen, oder nicht?

Und selbst wenn man nicht so weit nach vorne denkt, ist es das extremste OCD-Spiel, das ich jemals erlebt habe. Die Bäume wollen täglich geschüttelt werden, die Steine mit der Schaufel bearbeitet (jeden Tag spuckt einer Geld aus und einer einen Edelstein), die Blumen gegossen. Wer weiß was ich heute finde. Ist es vielleicht endlich der coole SciFi-Stuhl, der meine Wohnung perfekt machen würde? Ach und wenn ich schon einmal da bin, kann ich ja auch mal schauen ob ich dieses extrem seltene Tier fürs Museum finden kann. Ach und Prince möchte, dass ich nach 10 Uhr bei ihm reinschaue. Mache ich doch gerne. Ach und ich könnte auch mal wieder bei den Abel-Geschwistern vorbeischauen und mir ein neues T-Shirt designen. Und so weiter und so fort.

Hätte ich das Spiel im Laden gekauft und müsste somit jedes Mal die Karte reinstecken statt einfach nur auf den Button zu drücken, hätte ich es vielleicht mittlerweile doch wieder zur Seite gelegt. Aber so gibt es im Prinzip keine Hindernisse nicht doch mal den 3DS aus der Tasche zu ziehen (ja, ich trage ihn mittlerweile mit mir rum *argh*). Entsprechend ist meine ernstgemeinte Warnung: Wenn ihr einen 3DS besitzt und wirklich darüber nachdenkt den Titel zu kaufen, dann widersteht unter allen Umständen der Versuchung! Wer für diese Art von Spiel auch nur ein bisschen empfänglich ist (so wie ich), wird noch mehr untergehen als bei den Facebook-Kollegen. Der schlimmste China-Grinder ist im Vergleich zu Animal Crossing: New Leaf weniger suchterregend. Nintendo hat ein Monster erschaffen! Solltet ihr meine Warnung hingegen außer Acht lassen: Ich habe da ein paar Pfirsiche zum Tauschen. Schickt mir einfach euren Friendscode und lasst das Tor offen! :smile:

Bevor ich anfange einen Eintrag zu schreiben, habe ich normalerweise eine ziemlich genaue Vorstellung worüber ich schreiben möchte. Aber wie heißt es so schön? Selbst der beste Plan fällt beim ersten Feindkontakt in seine Bestandteile zusammen. So auch bei mir und dem Eintrag am Montag. Ursprünglich wollte ich das Thema nur als Einleitung benutzen und dann wurden am Ende zwei Seiten und damit ein eigener Eintrag draus. Kommen wir also stattdessen heute zu dem, worüber ich eigentlich reden wollte: Yamamoto Isoroku (1884-1943)

Porträt von Yamamoto IsorokuIhr erinnert euch vielleicht noch an den Film Panzerschiff Graf Spee. Darin ging es zum einen um die letzte Feindfahrt des Schiffes, gleichzeitig aber auch um Hans Langsdorff, den Kapitän des Schiffs. Ein Mann, den man definitiv nicht in die typische Nazi-Ecke schieben kann, sondern selbst im Ausland bis heute einen guten Ruf genießt. Was das nun mit Yamamoto Isoroku zu tun hat? Nun, zum einen war auch er bei der Marine während des Zweiten Weltkriegs. Allerdings in der Position des Oberkommandierenden der Vereinigten Flotte der Kaiserlichen Marine. Also definitiv ein paar Gehaltsstufen höher als Langsdorff. Zum anderen war auch er nicht gerade der blutrünstigste Geselle (obwohl er durchaus auch ein paar Soldatenleben auf dem Gewissen hat), sondern war zuerst strikt gegen die Unterzeichnung des Dreimächtepakts mit Deutschland und setzte bis zum Ende seines Lebens alles daran den Frieden mit den Amerikanern wieder herbeizuführen. Das ist insofern Paradox, als dass er der Mann hinter einem ganz bestimmten Großereignis des Jahres 1941 ist. Ja, wir reden wieder einmal vom Überfall auf Pearl Harbor. Entsprechend sind die Amerikaner bis heute nicht so gut auf ihn zu sprechen. Wenig verwunderlich, dass der Einsatz, der schlussendlich zum Tod von Isoroku führte, Operation Vengeance getauft wurde.

Die Mission wurde am 18. April 1943 durchgeführt. Dem Widerstand seiner Berater zum Trotz war Isoroku in einem Bomber mit minimalem Geleitschutz unterwegs zu einer Truppvisite in den nördlichen Salomonen. Aus unerfindlichen Gründen (manche Historiker sprechen von Verrat), wurde der Flugplan vorab per Funk übermittelt, von den Amerikanern abgefangen und rechtzeitig entschlüsselt. Die schickten aufgrund der Wichtigkeit eines Erfolges gleich 18 Flieger los und machten kurzen Prozess. Der Admiral war tot, bevor seine Maschine auf dem Boden einschlug.

Die Rationalisierung

Jetzt ist die spannende Frage natürlich wie der Admiral nicht nur den Angriff auf Pearl Harbor, sondern auch alle folgenden Operationen gegen die Amerikaner im Pazifikkrieg für sich gerechtfertigt hat. Wie erwähnt, wollte er im Gegensatz zu einem Großteil des japanischen Volkes Frieden haben. Warum war das Volk so scharf auf Krieg? Nun es waren Militärs an der Macht, die Wirtschaft war im Eimer (Krieg ist immer gut für die Wirtschaft) und die Euphorie im Lande war dank der Erfolge im bereits seit 1937 laufenden zweiten Japanisch-Chinesische Krieg groß. Als dann trotz allen Widerstands der Marine am Ende doch der Dreimächtepakt mit Deutschland, Italien und der Sowjetunion unterzeichnet wurde, wurde der Pazifikkrieg vorbereitet. Auch die Amerikaner waren bereits fleißig dabei sich auf die Schlacht vorzubereiten, vor allem weil die Spannungen zwischen Japan und China dazu führten, dass die Sache mit dem Öl nicht mehr so lief, wie es die Amis gerne gehabt hätten. So errichteten sie fleißig Stützpunkte wie den in Pearl Harbor.

Nachdem also klar war, dass es zum Krieg kommen würde, wollte Japan natürlich den Erstschlag ausführen und die Amerikaner empfindlich treffen. Schon alleine weil Amerika bald das Hundertfache an Truppen und Kriegsmaterial (Schiffe, Flugzeuge und so) hatte. Gleichzeitig strebte aber der Admiral wie bereits mehrfach erwähnt den Frieden an. Somit wurde die Idee geboren die mächtigen amerikanischen Flugzeugträger bei Pearl Harbor zu versenken und so den Amerikanern einen heftigen Schlag zu versetzen. Während die japanische Führung auf die Eroberung der Midway-Inseln hoffte und damit auf den Zugang zu wichtigen Rohstoffgebieten, hoffte Isoroku damit die Amerikaner zu Friedensverhandlungen mit Japan zu zwingen.

Warum nicht?

Prinzipiell, so komisch es auch im ersten Moment klingt, war das keine schlechte Idee. Hätte Japan wie geplant das knappe Dutzend Flugzeugträger gefunden, hätten sie sie definitiv erfolgreich versenken oder zumindest stark beschädigen können. Amerika war bekanntlich absolut nicht auf den Angriff vorbereitet. Und davon hätten sich selbst die Amis nicht so schnell erholt. Blöd nur, dass die Flugzeugträger nicht in Pearl Harbor vor Anker lagen, sondern woanders. Auch hier gibt es übrigens Verschwörungstheorien, dass die Amerikaner vorgewarnt waren. So massiv der angebliche Erfolg der japanischen Marine auch im Heimatland gefeiert wurde: Das Einzige was der Angriff gebracht hatte war, dass Amerika schlagartig dem Zweiten Weltkrieg beitrat und einen immensen Hass auf die Japaner entwickelte.

Ja, Hitler war natürlich auch ein Ärgernis. Aber der war ganz weit weg. Die paar popeligen U-Boote vor der Ostküste interessierten den durchschnittlichen Amerikaner trotz der vielen Propaganda nicht die Bohne. Das hat sich ja bis heute nicht wirklich geändert. Europa? Here be dragons. Aber nicht nur liegt Japan quasi vor der Haustür, es hatte auch massiv mit dem hinterhältigen Angriff den Nationalstolz verletzt. Und wenn es eins gibt, dass die Jungs und Mädels da drüben bekanntlich nicht mögen, dann wenn sie bloß gestellt werden.

Isoroku hielt trotz des Fehlschlags bis zu seinem Tod an seinen Friedensplänen fest. Jede weitere Schlacht, die von den Japanern geplant und durchgeführt wurde, hoffte der Admiral als Verhandlungsmasse gegen die Amerikaner einsetzen zu können. Doch obwohl Japan anfangs tatsächlich erfolgreich waren, wurde aus dem Frieden nichts. Stattdessen begann das Pendel ab Ende 1942 umzuschwenken. Das japanische Volk bekam davon freilich nichts mit. Die Propagandamaschine erzählte weiter von Erfolgen. Der Höhepunkt und damit dann auch der Abschluss des Krieges folgte 1945 als Little Boy Bekanntschaft mit der japanischen Stadt Hiroshima machte und wenig später Fat Man einen Bauchplatscher auf Nagasaki machte. Ihr falls ihr tatsächlich nicht wisst, wo von ich spreche (was traurig wäre): Little Boy war eine Atombombe und Fat Man eine Plutoniumbombe.

Was soll das alles?

Cover von Der Admiral: Krieg im PazifikJetzt stellt sich natürlich die Frage, warum ich euch das alles erzähle. Ganz einfach: Der japanische Kriegsfilm Der Admiral: Krieg im Pazifik ist im Mai endlich auch ungeschnitten in Deutschland erschienen (mit deutscher und japanischer Sprachausgabe). Und wie der Name vielleicht schon vermuten lässt, geht es um die Geschichte von Admiral Yamamoto Isoroku. Der Film beginnt während der Diskussion um den Dreimächtepakt und endet mit dem Tod des Admirals. Wer allerdings jetzt ein actionlastiges und patriotisches Kriegsepos erwartet, der wird enttäuscht werden.

Ja, die wichtigsten Schlachten wie eben die von Pearl Harbor kommen natürlich vor. Sie sind aber nur sehr kurz dargestellt (und sehen dank eher mittelmäßigem CGI nicht so super aus). Stattdessen konzentriert sich der Film voll und ganz auf Isoroku. Mit dem zusätzlichen Effekt, dass die restlichen Charaktere nur ihn unterstützen und selbst eher Flach bleiben. Andererseits ist das auch nicht der Anspruch des Werks von Regisseur Izuru Narushima. Es handelt sich ganz klar um eine Biographie dieser außerhalb von Japan eher unbekannten oder zumindest falsch dargestellten historischen Persönlichkeit. Und in dieser Hinsicht ist der Film sehr gut gelungen. Es ist kein traditioneller Kriegsfilm, es ist definitiv kein Actionfilm und schon gar keine Moralpredig auf die Schrecken des Krieges. Stattdessen ist es ein historisch sehr akkurates und sehr gut besetztes Dokudrama.

Allerdings, und das darf nicht unerwähnt bleiben, ist es zwar historisch korrekt in dem was es erzählt. Es kehrt gleichzeitig aber auch den ein oder anderen schwarzen Fleck der japanischen Geschichte gekonnt unter den Teppich und ignoriert anders als beispielsweise Tora! Tora! Tora! die amerikanische Perspektive völlig. Das funktioniert natürlich ein Stück weit, weil Isoroku der Marine angehört und der Pazifikkrieg wie auch der im Atlantik im Vergleich zu den Kriegsverbrechen zu Lande relativ sauber war. Es bleibt aber ein Negativpunkt.

Bagdadsoftware meint: Von mir erhält der Film 3 von 5 Sics weil er im Vergleich zu einem Panzerschiff: Graf Spee oder Tora! Tora! Tora! nicht ganz so ausgereift ist. Das liegt zum einen an den schlechten CGI-Effekten, vor allem aber wie im letzten Absatz erwähnt an der trotz aller historischen Korrektheit vorhandenen Einseitigkeit des Films.

Was mich nicht stört, ich aber dennoch noch einmal explizit betonen möchte, ist die Dialoglastigkeit des Werks. Wie erwähnt dürft ihr keinen Actionfilm erwarten, sondern euch auf ein biographisches Dokudrama einstellen. Wen das allerdings nicht stört und wen der Pazifikkrieg beziehungsweise die Person Isoroku grundsätzlich interessiert, dem kann ich es nur empfehlen den Film mal anzuschauen. Es ist aber kein Werk, dass man sich jetzt einfach so mal reinzieht wie einen Film von Michael Bay oder so. Dafür ist er schlicht zu trocken und für einen Großteil der Zuschauer zu uninteressant.

Promobild zu Game of ThronesEs gibt wohl tatsächlich Leute, die sehnen sich zurück zur guten alten Zeit der TV-Serien. Was damit gemeint ist? Jede Folge ist in sich abgeschlossen und es gibt keine richtige zusammenhängende Geschichte abseits der ein oder anderen Doppelfolge und mal einer Erklärung für einen Cast-Wechsel. Selbst ein Staffelfinale mit Cliffhanger, wie wir es heute kennen, haben viele der älteren Serien nicht.

Natürlich hat dieses Fehlen einer echten Storyline einen ganz klaren Vorteil: Man kann einfach einschalten, wenn die Sendung im Fernsehen kommt und muss keine Angst haben nichts zu verstehen oder gar gespoilert zu werden. Schaut mal eine Episode von Staffel 3 von Game of Thrones ohne vorher die ersten beiden Staffeln gesehen zu haben. Das ist nicht unbedingt ein großer Spaß :smile: . Und selbst zu Zeiten der VHS-Kassette war das doch immer noch die meisten genutzte Variante eine Serie zu schauen. Eine Serie wie M*A*S*H, die zwar auch ihre One-Off-Episoden hatte aber über ihre 11 Staffeln hinweg doch eine zusammenhängende Geschichte erzählt, war immer noch die Ausnahme. Erst mit dem Aufkommen der DVD und dann Video-on-Demand wurde diese Art der Erzählung änderte sich das wirklich.

Selbstbestimmung!

Heutzutage bestimmt nicht mehr der TV-Programmmanager wann ich eine Folge schaue, sondern ich selbst (zumindest in Ländern, in denen Hulu, HBO, Netflix & Co. zur Verfügung stehen *grml*). Und dank der Popularität von DVD-/Bluray-Sets muss ich als Zuschauer eben nicht mehr über 24-30 Wochen verteilt meiner Lieblingsserie folgen, sondern mache einen auf JakillSlavik und schaue mir die komplette Staffel an einem Wochenende an. Entsprechend ist es heutzutage schlicht einfacher geworden einer durchgängigen Geschichte zu folgen.

Was natürlich auch den Vorteil für die Produzenten hat, dass sie gerade mit Cliffhangern gezielt arbeiten können und so die Zuschauer bei Laune halten. Gleichzeitig gehören diese dämlichen Clip-Sendungen (eine Folge, die im Prinzip aus Flashbacks beziehungsweise recyceltem Material besteht) vor der letzten oder den letzten beiden Folgen, die vor allem in den 90igern so beliebt waren, ziemlich der Vergangenheit an. Gott, sind die immer eine Zeitverschwendung. Außerdem erlauben zusammenhängende Geschichte mehr Freiheiten bei der Erzählung. Ein The Shield oder The Wire würde mit Einzelepisoden nicht funktionieren.

Die These

Ich bin also definitiv ein Fan des aktuellen Trends zur zusammenhängenden Serie inklusive der großen Gefahr, dass sie entweder frühzeitig eingestellt wird (Deadwood *sniff*) oder plötzlich Mist ist (Heroes Staffel 2, ich schau dich an). Und ich finde auch, dass es einigen älteren Serien äußerst gut getan hätte, wären sie diesem Format auch gefolgt. Batman (1966-1968), Columbo (1968-1978, 1989-2003), oder Mission: Impossible (speziell die 1988-1989-Serie) beispielsweise hätten etwas mehr zusammenhängende Struktur und damit auch interessante Geschichten sehr gut getan.

Promobild zu NCISAber auch heutzutage zum Beispiel die ganzen Crime-Dramas wie alles wo NCIS oder CSI draufsteht. Jede Folge dasselbe Format wird auf Dauer einfach langweilig (ja, ich hänge bei Staffel 8 von NCIS fest :smile:). Praktisch keine Charakterentwicklung zwischen Anfang und Ende einer Staffel stattdessen das gleiche, langweilige Monster- of-the-Week-Format, dass schon bei Akte X eher selten wirklich sehr gute Folgen produziert hat. Dabei ginge da so viel mehr. Stattdessen bleibt es bei Andeutungen (was man allein aus Gibs Backstory noch alles machen könnte abseits der paar Rückbezüge).

Der Beweis

Case and Point: Star Trek: Deep Space Nine und Star Trek: Enterprise. DS9 wurde erst so richtig gut, als die Sache mit dem Dominion Mitte Staffel 2 startete und dann direkt am Anfang von Staffel 3 die USS Defiant an der Station andockte. Oder will hier jemand ernsthaft behaupten, er erinnert sich noch an das, was in Staffel 1 passiert beziehungsweise kann eine gute Folge abseits vom Piloten daraus nennen? Eben.

Bei Star Trek: Enterprise gab es zwar von Anfang an die Sache mit dem Temporal Cold War, die dann schlussendlich auch zur Reise in den Delphic Expanse ab Staffel 3 führte. Doch in den ersten beiden Staffeln war der Bogen viel zu groß. Zwischen den wirklich interessanten Episoden, welche die Hauptgeschichte vorantrieben, waren die One-Offs, die entweder reinen Fanservice darstellten („hier schaut, deswegen ist das in Star Trek: The Next Generation so und so“) oder auch wieder dem Monster-of-the-Week-Format folgten. Als dann der Richtungswechsel stattfand, wurde die Serie schlagartig besser — zumindest bis zum absolut grottigen Finale. Dann doch lieber einen Cliffhanger wie bei Deadwood, der wegen der Einstellung der Serie nie aufgelöst wird. Aber das ist ein anderes Thema :smile: .

Epilog

Natürlich verlange ich jetzt nicht, dass jede Serie grundsätzlich eine zusammenhängende Geschichte besitzt, die mich über alle Staffeln hinweg bei der Stange hält und schon gar nicht vollständig auf alleinstehende Episoden verzichtet wie beispielsweise ein Spacecenter Babylon 5, The Wire oder eben Game of Thrones. J.A.G. hatte beispielsweise ein ganz gutes Mittelmaß gefunden, wie ich finde.

Und vor allem im Comedy-Bereich lassen sich sicherlich auch weiterhin gute Argumente für reine Einzelepisoden finden, die maximal am Anfang und Ende einer Staffel etwas Zusammenhang haben. Bei Cartoons und im Kinderfernsehen sowieso. Zwar wäre es sicherlich auch interessant mal eine durchgehende Staffel von Die Simpsons zu sehen, aber der Anspruch der Serie ist einfach ein ganz anderer. Da reicht das bisschen Kontinuität, dass sich über die Jahre automatisch eingeschlichen hat völlig aus.

Ich gehöre aber ganz klar zu der Gruppe von Leuten, die sich die „gute“ alte Zeit definitiv nicht mehr zurückwünscht. Ich finde es gut, dass sich die Fernsehlandschaft angepasst hat. Was ich mir stattdessen wünsche ist es Produzenten, die den Mut haben selbst bei erfolgreichen Serien auf ihrem Höhepunkt „Stop“ zu sagen und sie anständig auslaufen zu lassen anstatt sie auf Biegen und Brechen in die Länge zu ziehen bis sie eingestellt werden und dann gar kein richtiger Abschluss mehr möglich ist oder zumindest der Weg dahin aufgesetzt/gezwungen wirkt. Hab‘ ich heute schon Staffel 8 von 24 erwähnt? Nein? Okay :smile: . Die unnötigen Staffeln 8 und 9 von Akte X und Scrubs Staffel 9 sind aber auch noch gute Beispiele dafür wie es nicht sein sollte.

Und damit verabschiede ich mich bis Donnerstag!

Sicarius

E3 2013

Logo der E3 2013Schwups, da ist sie auch schon fast wieder vorbei, die E3 2013. Ich habe mir dieses Jahr nicht einmal die Pressekonferenz von Microsoft um 18:30 Uhr am Montag angetan. War zu sehr mit Minecraft und den Quake Live-Matches der 125 FPS June League beschäftigt. Aber ja: Sony hat dieses Jahr ganz klar Microsoft gezeigt wo der Hammer hängt. Die PlayStation 4 klingt in allen Belangen attraktiver (nur den Controller finde ich weiterhin Mist). An meiner derzeitigen Einstellung hat sich dennoch nichts geändert: Zum Release kommt mir wahrscheinlich keine der beiden Konsolen ins Haus. Da wäre natürlich zum einen die Tatsache, dass 500 Euro für die Xbox One und immerhin noch 400 Euro für die PlayStation 4 dann doch eine Menge Holz sind. Zum anderen sind zwar viele schicke Exklusiv-Titel angekündigt, aber da ist für mich absolut nichts dabei, was ich wirklich zwingend Day 1 spielen will. Aber das ist ja vor allem bei Sonys Line-up nichts Neues. Ich habe ja bekanntlich weder die God of War noch Uncharted oder ein Heavy Rain bis heute mehr als eine Stunde gespielt.

Nein, ich werde mir stattdessen Ende des Jahres erst einmal einen neuen Rechenknecht ins Haus holen (ja, dauert noch ein bisschen) und danach in eine hoffentlich noch einmal billigere PlayStation 3 mitsamt einem Großeinkauf an Spielen investieren (und 4 Wochen Urlaub oder so). Eine PlayStation 4 oder Xbox One gibt’s frühestens 2014, je nachdem wie sich die Sache mit den Exklusivtiteln wirklich entwickelt. Zumindest bei der Xbox geht ja jetzt schon die Tendenz wieder stark in Richtung PC-Ports oder gleich Multi-Releases. Bin mir auch sicher, dass sich dieser Trend weiter verstärken wird, angesichts der noch wesentlich höheren Entwicklungskosten der nächsten Generation. Sieht man auch schon daran wie doch so einige ehemalige Sony-fokusierte Franchises wie Final Fantasy oder Metal Gear plötzlich zumindest auch für die Xbox One erscheinen werden. Irgendeiner muss schließlich die noch größeren und noch höher aufgelösten Welten mit noch mehr Details füllen. Freut natürlich die Outsourcing-Firmen, die dann noch mehr Aufträge kriegen. Oder man macht die Spiele noch kürzer. Geht natürlich auch.

Die Spiele von EA, Teil 1

Aber kommen wir doch mal zu den Spielen. Was wurde denn so neu angekündigt, was ich mehr oder weniger interessant finde. Nun, da wäre natürlich allen voran Mirror’s Edge 2 für alle Plattformen. Ja, es wurde nicht viel gezeigt und was gezeigt wurde, waren leider vor allem Kämpfe. Aber der coole Stil des ersten Teils ist wieder vorhanden und solang die Entwickler doch ein bisschen aus Teil 1 gelernt haben und entweder die Kämpfe interessanter gestalten (ich will keine Waffe in die Hand nehmen müssen!) oder sehr stark zurückfahren, dann wird das schon was. Bin auf jeden Fall sehr erfreut darüber, dass es einen zweiten Teil geben wird und bin sehr gespannt auf den Release.

Dann gab es die ersten Spielszenen zu Battlefield 4 zu sehen, die mich nicht wirklich umgehauen haben. Erinnert zum einen technisch sehr stark an den dritten Teil und hatte für mich jetzt auch nichts wirklich Neues zu bieten. Call of Duty: Ghosts hat wenigstens einen Hund :smile: . Die andere Ankündigung von EA war da schon wesentlich genialer: Star Wars Battlefront. ENDLICH! Wie lange warten wir schon auf einen dritten Teil (Antwort: Seit 2006). Da verzeiche ich den Marketingleuten (fast), dass es mal wieder ein Titel ohne Zahl im Namen ist. Ich freue mich schon drauf dauernd Star Wars Battlefront (2014) tippen zu dürfen.

Die Spiele von EA, Teil 2

Herstellerbild zu Dragon Age III: InquisitionDragon Age III: Inquisition und Need for Speed Rivals sind hingegen eher meh. Bin zwar gespannt darauf wieder nach Ferelden zu verschwinden (hoffentlich wieder mit Savegame-Import!) und war auch sehr erfreut Morrigan im Trailer (inklusive ihrer alten Synchronstimme) zu sehen. Aber es war am Ende des Tages halt doch nur ein Trailer ohne echte Informationen. Dabei wird doch am interessanten sein wie die angekündigte Fusion aus den Spielelementen der ersten beiden Teile aussehen wird. Need for Speed Rivals ist hingegen wieder ein Open World Need for Speed. Zwar nicht direct von Criterion Games, aber mit deren Unterstützung. Blöd nur, dass mich schon Need for Speed: Most Wanted (2012) nicht vom Hocker gerissen hat. Ein Need for Speed Shift 3 würde mich spontan mehr interessieren.

Plants vs. Zombies: Garden Warfare klingt da schon cooler. Gute Parodien sind immer willkommen in meiner Spielesammlung. Da braucht es in Sachen Spielmechanik auch gerne nur ein durchschnittlicher Shooter zu sein, solange der Humor stimmt. Aber Popcaps Portfolio ist ja bislang durchaus brauchbar (auch wenn man es natürlich nie zugeben würde Bejeweled und Peggle zu spielen), von daher erwarte ich da durchaus ein nettes Spielchen. NBA Live 14 macht mir da schon wieder mehr sorgen. Der letzte NBA-Titel, NBA Live 10, ist 2009 erschienen. Da erwarte ich entsprechend den ultimativen Hammer sowohl grafisch als auch spielerisch. NBA 2k14 wird jedoch wohl keine große Konkurrenz sein. Ja, 2K Sports hat einen würdigen Ersatz in den letzten Jahren abgeliefert. Aber wer wirklich einen Unterschied zwischen NBA 2K11, NBA 2K12 und NBA 2K13 erkennt, der hat vermutlich sehr gute Augen. Entsprechend ist die Rückkehr der NBA Live-Serie schon aufgrund des dadurch wieder vorhandenen Konkurrenzdrucks eine gute Sache.

Die Nintendo-Titel, Teil 1

Bei Nintendo, die keine richtige Pressekonferenz abgehalten haben, sondern nur eine Ausgabe von Nintendo Direct veröffentlichten, haben mich natürlich nur die 3DS-Titel interessiert. Yoshi’s New Island, Super Smash Bros. und The Legend of Zelda: A Link Between Worlds waren da die drei großen Dinger (auch wenn der Zelda-Titel bereits bekannt war). Und es sind auch drei Spiele, auf die ich mich freue. Gut, wie viel Spaß Super Smash Bros. auf einem Handheld und ohne die Möglichkeit mit nur einem Gerät gegen Freunde zu spielen wirklich macht steht auf einem anderen Blatt. Aber ich finde es trotzdem gut und auch die neuen Charaktere wie die Trainerin aus Wii Fit, den Typen aus Animal Crossing und Mega Man zeigt zum einen wieder einmal, dass sich die Serie erfreulicherweise immer noch nicht wirklich ernst nimmt und macht zum anderen Lust auf mehr.

The Legend of Zelda: A Link Between Worlds könnte hingegen mal wieder ein Zelda-Titel sein, den ich tatsächlich spielen werde. The Legend of Zelda: A Link to the Past ist bekanntlich der einzige Vertreter der Serie, den ich durchgespielt habe (wenn auch nur am PC mit Emulator, aber psst). Mit The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D und The Legend of Zelda: Spirit Tracks bin ich (überraschenderweise) bislang nämlich nicht warm geworden. Selbst bei The Legend of Zelda stehe ich immer noch im ersten Dungeon. Kann euch aber auch nicht wirklich erklären warum. Die Welt von Hyrule an sich finde ich nämlich durchaus nett und interessant. Wenn aber der Nachfolger zu The Legend of Zelda: A Link to the Past tatsächlich durch und durch auf dessen Stärken setzt, dann könnte das mit mir und Link mal wieder klappen.

Die Nintendo-Titel, Teil 2

Super Mario World 2: Yoshi’s Island habe ich hingegen zwar noch nicht durch, aber das gefällt mir auch sehr gut. Vor allem der kunterbunte und kinderfreundliche Stil hat es mir angetan. Der scheint zwar in Yoshi’s New Island nicht mehr ganz so vorhanden zu sein, vermutlich weil jetzt alles 3D ist statt gezeichnetes 2D, aber dennoch finde ich nett, dass Yoshi mal wieder Spiel bekommt. Aber bitte liebe Entwickler: Gestaltet das „wäääh“ von Baby-Mario etwas weniger nervig. Gott wie ich das Geschrei hasse :smile: .

Aus der Wii U-Ecke hat mich nur die Ankündigung von Donkey Kong Country: Tropical Freeze aufhorchen lassen. Mit Donkey Kong Country Returns 3D habe ich trotz des massiven Schwierigkeitsgrads sehr viel Spaß. Ich hoffe entsprechend, dass auch der neue Teil wieder seinen Weg auf den Handheld finden wird. Eine Wii U werde ich mir nämlich garantiert nicht kaufen. Da bleibe ich dann doch bei PlayStation 4 oder Xbox One.

Square Enix

Herstellerbild zu Final Fantasy XVAus Final Fantasy XIII: Versus wird also Final Fantasy XV. Immerhin besser, als wenn es gar nicht mehr erscheinen würde. Ansonsten gibt es wie immer nicht viel zu sagen: Der Trailer sieht traumhaft aus und auch später im Spiel werden die Rendersequenzen sicher wieder eine Augenweide sein. Und sonst ist es halt ein Final Fantasy. Nicht mehr und nicht weniger.

Zugegeben: Das ließe sich auch von Kingdom Hearts III behaupten. Aber seid doch einfach ruhig. Das Spiel wird geil und der absolute Megaoberhammer und sowieso der einzige Grund, warum ich mir dann doch eine Next-Gen-Konsole hole. Während allerdings jetzt viele Fanboys darauf hoffen Charaktere aus Star Wars, Indiana Jones und unzähligen LucasArts-Titeln anzutreffen, bin ich von der Idee derzeit noch nicht so ganz begeistert. Kann mir es nicht so wirklich vorstellen mit Darth Vader (oder gegen ihn) ins Land zu ziehen und beispielsweise auf einem Todesstern zu kämpfen. Das passt vom Gefühl her einfach nicht zum Stil der Serie. Aber ich lasse mich natürlich gerne positiv überraschen. Vom Kauf hält es mich sowieso nicht ab. Die Handheld-Ableger haben mich total angefixt :smile: .

Ubisoft

Der Always-On-Zwang des kommenden Rennspiels The Crew schreckt natürlich erst einmal ab. Andererseits sind mittlerweile alle Rennspiele vernetzt und man merkt es eigentlich gar nicht mehr. Stattdessen bin ich gespannt was die Jungs von Ubisoft Reflections (Driver: San Francisco) und Ivory Tower so produzieren. Hinter Ivory tower steckt nämlich Eden Games, was die beiden Test Drive Unlimited-Spiele gemacht hat und Anfang des Jahres geschlossen wurde. Da sind also durchaus zwei Studios am Werk, die Ahnung von dem haben, was sie tun.

Ubisoft hat außerdem noch Trials Fusion und Trials Frontier angekündigt. Letzteres ist der erste Trials-Ableger für Smartphones. Entsprechend erwarte ich da jetzt nichts wirklich Großartiges. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass zum einen die Steuerung wirklich gut funktioniert und man zum anderen dann noch genug auf dem Bildschirm sieht. Zumal die Trials-Spiele ja schon etwas Finesse benötigen. Die Interaktion mit Trials Fusion klingt allerdings wiederrum interessant und es wird spannend zu sehen sein, wie dieses Zusammenspiel aussieht. Von Trials Fusion erwarte ich hingegen mehr vom Gleichen, aber auch endlich die Möglichkeit, dass alle Plattformen miteinander verbunden sind. Das heißt ich möchte nicht nur Levels auf PC herunterladen können, die auf der Xbox erstellt wurden, sondern auch gegen Ghosts von meinen Freunden antreten, die auf einer anderen Plattform als ich spielen. Das ist in Trials Evolution nämlich beides nicht möglich und das finde ich doof.

Bei Microsoft angekündigt, Teil 1

Halo also. Noch so ein Spiel ohne eine Zahl im Namen. Immerhin hieß der erste Teil damals Halo: Combat Evolved entsprechend muss ich nicht Halo (2014) schreiben. Dennoch finde ich es wie immer bescheuert. Der Trailer an sich hat mich hingegen nicht so umgehauen wie damals der zur Ankündigung von Halo 3 (der war genial!). Als Fan des Universums freue ich mich aber natürlich trotzdem wie die Geschichte des Master Chiefs weitergeht. Der Reveal im Trailer mit dem Cortana-Chip (kein Kommentar dazu, sonst spoilere ich Teil 4) und dem riesigen Forerunner War Sphinx (bislang nur bekannt aus den Büchern) hat definitiv Lust auf mehr gemacht.

Und wenn wir sowieso schon bei großen metallischen Dingern sind, dürfen wir natürlich Titanfall nicht vergessen. Das ist also das langerwartete Erstlingswerk von Respawn Entertainment, den ehemaligen Infinity Ward-Jungs (Call of Duty). Und ja, der Trailer hat einen guten Eindruck hinterlassen. Spiele mit Mechs kann es nie genug geben, auch wenn die gezeigten etwas zu gelenkig für meinen Geschmack waren und dann anders als Lost Planet ein First-Person-Shooter? Sign me up! Meine einzige, aber nicht ganz kleine Befürchtung ist allerdings, dass die Entwickler ihre Call of Duty-Herkunft nicht vergessen haben und uns am Ende erneut nur ein lineares Spektakel ins Haus steht. Ich hoffe natürlich, dass ich falsch liege. Aber man weiß ja leider nie.

Bei Microsoft angekündigt, Teil 2

Herstellerbild zu Dead Rising 3Der Trailer zu Dead Rising 3 hinterließ anfangs auch ein mulmiges Gefühl. Das sah alles äußerst ernst aus und passte ganz und gar nicht zu den doch eher schwarzhumorigen Vorgängern. Aber wie er sich dann gegen Ende den Sägenvorschlaghammer zusammenbastelt, wurden meine Bedenken zum Glück gleich wieder zerstreut. Es ist zwar jetzt nicht die exotischste Waffe, aber wo die herkommt, wird es sicherlich wie früher auch wieder allerlei abstruseres Zeug geben. Freu mich schon drauf wieder einen Mülleimer mit einer Bohrmaschine kombinieren zu dürfen. Aber vermutlich nicht in Deutschland. Glaube nicht, dass sich Capcom dieses Mal die Mühe macht das Spiel der USK vorzulegen.

Die Ankündigung von Minecraft: Xbox One Edition hat mich hingegen nur insofern interessiert, als dass die Achievement Hunter Jungs dann endlich mal eine halbwegs gescheite Minecraft-Version benutzen. Sie verweigern sich ja leider trotz allem Gefluche in ihren Let’s Plays weiterhin der massiv überlegenen PC-Version (allein die Kartengröße ist ein Witz auf der Xbox 360).

Bei Crimson Dragon musste ich hingegen nicht an Panzer Dragoon denken, sondern an Westwood und ihr Spiel Dragon Strike von 1990. Allerdings befürchte ich, dass ich in Crimson Dragon weniger spielerische Freiheiten haben werde. Die Gründe dafür? Es ist ein Rail-Shooter, der Kinect zum Spielen benötigt *grml*. Dabei klang das doch so cool im ersten Moment. Endlich mal wieder ein Spiel, in dem ich richtig einen Drachen fliegen kann. Aber nein, das darf ich wieder nicht. Schade.

Bei Sony gezeigt

Mad Max ist ja schön und gut. Ich hätte aber doch irgendwie viel lieber Just Cause 3 gesehen. Aber gut, ich nehme solange auch ein Just Cause mit Endzeitszenario. Was anderes scheint Mad Max nämlich nicht zu sein abseits der Streichung des immens coolen Greifhakens. Sprich es erwartet uns eine offene Welt, in der ihr tun und lassen könnt was ihr wollt. Eben das, was wohl viele von RAGE erwartet hatten (warum auch immer).

Und dann wäre da noch The Order: 1886, der viktorianisch-futuristische Steampunk-Shooter. Viel darüber bekannt ist nicht derzeit. Ich hoffe auf ein Spiel ähnlich wie Deus Ex oder Dishonored, also mehr Rollen-/Denkspiel, und kein reinrassiger Ballertitel. Offiziell bezeichnet Sony das Spiel als „Third Person Action-Adventure“. Allerdings wissen wir, dass sich hinter dieser Beschreibung praktisch alles verstecken kann. Interessant klingt auf jeden Fall schon einmal die Ankündigung, dass man auch real existierende Schauplätze besuchen und tatsächlichen Begebenheiten nicht nur beiwohnen, sondern auch an ihnen beteiligt sein wird. Mal schauen was die Jungs von Ready At Dawn Studios da abliefern. Bislang haben die vornehmlich für die PlayStation Portable entwickelt, wenngleich die beiden God of War-Titel einen guten Ruf haben. Außerdem wurde das Studio von ehemaligen Mitgliedern von Naughty Dog (Uncharted) und Blizzard Entertainment (WarCraft) gegründet. Wenn die also nicht wegen grober Unfähigkeit entlassen wurden, spricht das natürlich auch für sie :smile: .

So viel also zu dem, was bei mir von der E3 hängen geblieben ist. Wie immer stellt sich an dieser Stelle die obligatorische Frage an euch: Wie habt ihr die E3 erlebt und was hat euch gut und schlecht gefallen?

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