Sicarius

Christoph spielt #12: GRID 2

Da am Freitag der Postbote zwar nur einmal klingelte, aber dafür mein Päckchen von OkaySoft dabei hatte, gibt es heute nicht wie ursprünglich angekündigt die erste Folge von Christoph zeigt. Stattdessen erwartet euch:

Christoph spielt #12: GRID 2
 

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https://youtube.com/watch?v=tPymkO-am7k

Der im Video erwähnte Eintrag mit meinen Ersteindruck zum Logitech G25 Racing Wheel ist vom 24. Juli 2007 und ihr findet ihn hier. Das Lenkrad feiert bei mir also demnächst schon seinen sechsten Geburtstag und trotzdem möchte ich es definitiv nicht hergeben. Ja, ein Lenkrad ist immer ein Pain-in-the-Ass, um es nur extra für ein Spiel rauszuholen und aufzubauen. Aber es lohnt sich einfach, wenn der jeweilige Titel es auch anständig unterstützt. Und GRID 2 tut das. Mir fehlt zwar weiterhin das Feedback vom Bodenbelag obwohl ich gemerkt habe, dass zumindest Pflastersteine eine Rückmeldung geben. Aber abgesehen davon ist es wieder einmal ein Traum damit über die Kurse zu fahren. Ich müsste doch mal bei Gelegenheit testen, ob das Lenkrad nicht auch auf der Xbox 360 halbwegs funktioniert. Forza Horizon spiele ich nämlich tatsächlich mit Gamepad.

Übrigens das Problem mit dem Erkennen des Lenkrads bei Spielstart hing tatsächlich damit zusammen, dass ich die Intro-Filmchen immer mit der Tastatur abgebrochen habe. Nutze ich dafür die Lenkrad-Tasten, erkennt er es auch einwandfrei und ich muss es nicht noch einmal neu einstellen. Immerhin. Ändert aber nichts daran, dass mich das Spiel mit seinem “gehe sofort ins Spiel, gehe nicht über Los und ändere auf keinen Fall erst einmal deine Grafikeinstellungen” mal wieder aufgeregt hat.

Negatives

Doch bei allem Fahrspaß: Von GRID 2 bin ich definitiv enttäuschend, wenngleich auf hohem Niveau. Und zwar selbst dann, wenn wir den Vergleich zu Teil 1 außen vor lassen. Die Ansagen des Kommentators wiederholen sich ständig, die Strecken sind bislang auch immer noch die Gleichen und ganz ehrlich: die Mängel in Sachen Technik stören mich überraschend stark. Wenn ich beim Start immer in die Zuschauermenge blicke mit ihren Low-Poly-Modellen, die kantigen Gebäude und dann auch noch der Motorraum sobald die Haube wegfliegt. Da können die Licht- und Spiegelungseffekte noch so schön sein: Ich erwarte von einer NextGen-Engine einfach mehr. Wenn ich mir da im direkten Vergleich noch einmal Race Driver: GRID anschaue, dann muss ich feststellen: Das sieht teilweise immer noch besser aus was den Streckenrand oder bestimmte Effekte (rauchende Reifen) betrifft.

Und selbst wenn wir nur auf der Strecke bleiben: Es bleiben nach einem Unfall keine Teile liegen und der Grip verändert sich nicht im Laufe des Rennens aufgrund des Reifenabriebs. Es ist alles sehr statisch (wie die Zuschauer). Und dann ist es ja nicht so, als würde die hausinterne Konkurrenz namens DiRT nicht genau diese Features schon länger bieten. Mit der fehlenden Cockpit-Perspektive fange ich erst gar nicht wieder an. Glücklicherweise gibt es zumindest für den PC bereits eine erste Modifikation (aus Race Driver: GRID übernommen), die diese wiederherstellt, wenn auch derzeit noch ziemlich hässlich was das Innenleben angeht. Sobald die ersten HighRes-Cockpits enthalten sind, werde ich die Mod denke ich auch installieren.

Positives

Was ihr im Video leider nicht gesehen habt, war das Schadensmodell. In meinen Testrennen war das tatsächlich anders. Da habe ich auch schon einmal einen Reifen verloren. Aber glaubt mir: Es existiert, es funktioniert und es hat teils massive spielerische Auswirkungen. Wenn ihr vorne Links nur noch auf den Felgen fahrt, müsst ihr ganz schön stark dagegen lenken. Oder auch ihr euren Kühler schottet, lässt die Performance eurer Karre spürbar nach.

Außerdem will ich auch das Fahrmodell noch einmal explizit loben. Jedes der Autos, die ich bislang gefahren habe, fühlte sich tatsächlich anders an und verlangte von mir ein Umdenken. Ein Nissan Fairlady Z ist ganz anders drauf als ein Nissan Silvia, wir ihr ja auch im Video gesehen habt. Und das ist genauso wie das Geschwindigkeitsgefühl an sich sehr gut.

Was ihr hingegen nicht sehen konntet, weil ich nicht das World Series Racing-Segment gestartet habe, sind die Rennen mit Live Routen. Auch eine nette Idee. Hier habt ihr keine Minimap auf der ihr sehen könnt, wo die nächste Kurve kommt. Stattdessen ist die Streckenführung dynamisch. Ob das bedeutet, dass ihr dasselbe Rennen starten könnt und dann woanders langfahrt, konnte ich bislang noch nicht testen. Aber die Grundidee ist eben, dass ihr nicht wisst was euch erwartet und entsprechend stärker auf die Beschilderung achten müsst. Das macht das Ganze noch spannender und interessanter. Dann habe ich auch schon eins der Endurance-Rennen mitgemacht, die wohl meist in Kombination mit den Live Routen daherkommen. Ihr müsst fünf Minuten lang fahren und nicht nur solange überleben (also zusehen, das euer Auto ganz bleibt), sondern natürlich auch weiterhin erster werden.

Fazit

Wie ich im Video schon sage, ist GRID 2 definitiv kein schlechtes Rennspiel. Aber wie erwähnt habe ich von Codemasters Racing einfach mehr erwartet. Wenn es ein Studio gibt, welches sich mit Rennspielen auskennt, dann das. Und wenn dann auch noch mit einer tollen neuen Engine geworben wird, kann es nicht sein, dass so was dabei herauskommt. Mein Fazit ist entsprechend negativ und ich kann auch nur erneut betonen: Wer Race Driver: GRID oder DiRT: Showdown hat und damit immer noch zufrieden ist, der kann sich meiner Meinung nach den Kauf von GRID 2 zum Vollpreis einfach sparen. Wenn es dann mal in einem Steamsale als Budgettitel drin ist, dann dürft ihr einen Blick riskieren. Aber derzeit definitiv nicht.

Bis Donnerstag!

Die Details zur Folge

Thema: GRID 2

Länge: 01:14:49

Timestamps:
Einleitung (00:00:10)
Unboxing (00:04:39)
Beginn der Spielstunde (00:08:54)
Abschließendes Fazit (01:10:24)

Aufgezeichnet mit Logitech HD WebCam 510 (720p), Fraps 3.5.99 (30fps, Full Video, Stereo) und Adobe Soundbooth CS6
Format: F4V (H.264), 1920×1200, 30fps, 11,25MBit/s durchschnittliche Videobitrate, AAC-Audio
Geschnitten mit Adobe Premiere Pro CS6

Zusammensetzung des zur Aufzeichnung verwendeten Rechners

Spieleinstellungen: 1920×1200 bei 60hz und deaktiviertem V-Sync

Multisampling: 4 x MSAA
Night Lighting: High
Shadows: High
Advanced Fog: On
Particles: High
Crowd: High
Cloth: High
Ambient Occlusion: High
Soft Ambient Occlusion: Off
Ground Cover: High
Vehicle Details: High

Die Aufzeichnung mit Fraps hatte moderaten Einfluss auf meine Framerate im Spiel.

Vorschau: Am Donnerstag erscheint endlich die erste Ausgabe von Christoph zeigt, in der ich mich mit Receiver beschäftige. Kommenden Montag folgt dann die erste Ausgabe von Christoph stellt vor mit Grim Dawn als Thema.

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