Es geht voran im neuen Hause Sicarius. Die Bücher sind schon aus den Umzugskisten raus. Zugegeben: Sie haben bislang nur ihren Weg auf den Fußboden und noch nicht ins Regal geschafft. Aber hey: Eins nach dem Anderen! Immerhin stehen die ganzen Figuren bereits an ihrem vorgesehenen Platz. Die ersten Spiele liegen auch schon großzügig verteilt hier herum und warten darauf einsortiert zu werden, was aber erst geht wenn ich ALLE fünf Kartons (der sechste sind Spiele in CD-Hüllen, Papier-Hüllen und DS/3DS-Hüllen) aus dem Keller hochgeschafft habe. Beim Umzug habe ich leider nicht so sehr darauf geachtet sie schon alphabetisch in die Kartons zu packen. Im Nachhinein betrachtet war das ein großer Fehler. Ich hoffe nur, dass auch wirklich der Platz ausreicht für alles (Spiele, Filme und Serien) und ich nicht noch irgendwo ein Regal hinstellen muss. Ich weiß: Hashtag First World Problems. Aber wenn wir sowieso schon bei diesem Thema sind:

Drei Monitore

Ja, heute reden wir noch ein letztes Mal über Hardware, gestern ist nämlich ein riesiges Paket von Amazon eingetroffen. Ihr fragt was drin war? Na der mittlere Monitor natürlich! Auf meinem Kinderschreibtisch hatte ich immer nur Platz für zwei Monitore. Jetzt wo ich einen größeren habe, konnte ich mir endlich den Traum erfüllen und noch einen weiteren dazu stellen. Zugegeben: Das stimmt nicht ganz. Tatsächlich war der Grund für einen neuen Monitor schlicht, dass der Dell 2407WFP keinen HDMI-Anschluss besitzt.

Warum das ein Problem war? Nun, ich betreibe meine Xbox 360 bekanntlich nicht an einem Fernseher, sondern schleifte sie bislang über den Hauppauge HD PVR zum Computermonitor. Die Folge? Ich musste meine Xbox 360 auf 720p laufen lassen da das Aufnahmegerät noch kein HDMI konnte und ich gleichzeitig von dort zum ausgebenden Monitor ein dämliches RBG-Kabel benutzen musste. Das ging mir höllisch auf die Nerven weil die kleinste Bewegung (es reichte schon ein etwas stärker Bass) am Kabel zu ausgewaschenen Farben führte. Als dann endlich der Hauppauge HD PVR 2 mit HDMI-Anschluss rauskam, wollte ich den natürlich haben, um die Sache aus der Welt zu schaffen. Konnte ich aber nicht, weil er eben nur noch HDMI-Anschlüsse hat und ich somit aufgrund des fehlenden HDMI-Anschluss am Dell 2407WFP diesen nicht anschließen konnte. Gleichzeitig hatte ich weder Platz für einen 27″-Monitor geschweige denn für einen 3. Monitor auf meinem alten Kinderschreibtisch. Ihr versteht?

Endlich Platz!

Da ich mit dem Umzug aber jetzt einen neuen, wesentlich größeren Schreibtisch besitze, konnte ich auch endlich zuschlagen und mir gleichzeitig eine Kommandozentrale einrichten. Wobei der Schreibtisch mit seinen 1,80m trotzdem nicht lang genug ist, um alle drei Monitore im Querformat zu betreiben. Glücklicherweise habe ich damals, es müsste so 2004/2005 gewesen sein, beim Kauf meines Iiyama ProLite H540S-B einen Arsch voll Geld (das Ding hat mich über 1.100 Euro gekostet!) zusätzlich ausgegeben, um die Pivot-fähige Version zu erhalten. Ein Feature, das ich bis gestern NIE genutzt habe. War quasi in weiser Voraussicht — zumindest rede ich mir jetzt den Kauf auf diese Art und Weise schön :smile: .

Ich habe somit gestern meine Mittagspause (tatsächlich habe ich diese Woche noch Urlaub) damit verbracht die neue Hauppauge-Box sowie den Monitor in mein bestehendes Setup zu integrieren. Eine nicht ganz so einfache Sache. Hauppauge geht beispielsweise davon aus, dass ihr eure Boxen am Fernseher hängen habt und nicht wie ich an einer Decoderstation. Einen Digital-Audio-Out wie beim HD PVR gibt es also nicht mehr aber ich will selbstverständlich die Xbox 360 über meine Teufel-Boxen erleben (und abseits des Iiyama hat auch keiner der Monitore integrierte Boxen). Somit musste ich ein digitales Audiokabel von der Xbox 360 zur Decoderstation bringen (die Box gibt über HDMI für das Aufnahmegerät und gleichzeitig über Digital Out für die Boxen den Ton aus). Aber die Kabel, die ich besitze, sind nur einen Meter lang. Und auch das DVI-Kabel vom Iiyama ist nicht viel länger. Sprich es blieb mir nichts anderes übrig als den Rechner nun doch unter den Tisch zu stellen und die Decoderstation runter vom Bass mit auf den Schreibtisch zu packen. Praktischerweise ist unter den Monitoren ausreichend Platz, somit habe ich tatsächlich keine Verluste erlitten. Am Ende hat also glücklicherweise doch alles gepasst und ich musste nicht plötzlich Monitor Nr. 3 doch in Rente schicken. Das wäre äußerst schade gewesen.

Die Praxis

Mein Windows-Desktop sieht nach der Inbetriebnahme nun so aus (draufklicken für die große Fassung):

Christophs Windows-Desktop

Wie ihr seht, passt die Webseite nun zweimal auf den Hauptbildschirm mit seiner Auflösung von 2560×1440 (16:9). Wichtiger ist aber natürlich, dass ich nun NOCH MEHR Icons in die Taskleiste packen kann :smile: . Auf dem Pivot (1200×1600 – 3:4) liegen derzeit Trillian und Steam. Vielleicht schiebe ich auch noch Winamp rüber (meine Playlist ist bekanntlich seeeeeeeeehr lang). Hauptsächlich werde ich ihn aber zum Anzeigen von längeren Webseiten und Dokumenten benutzen. Ganz links (1920×1200 – 16:10) findet sich hingegen vor allem Outlook. Insgesamt habe ich horizontal nun 5680px zur Verfügung.

In Spielen werden die krassen 5680px aber nicht zum Einsatz kommen. Gezockt wird weiterhin nur auf dem Hauptbildschirm, also auf maximal 2560×1440. Die ersten Tests in der Hinsicht sind auch äußerst positiv. Hatte durchaus erwartet, dass die Framerate nun in den Keller geht. Aber sowohl BioShock Infinite als auch Rise of the Triad laufen immer noch mit durchweg stabilen 60fps (Adaptives VSync). Bei Hitman: Absolution hat er da schon mehr zu kämpfen. Waren es vorher 37fps (Minimum), 60fps (Maximum) und 46fps (Average) im Benchmark, sind die Werte jetzt auf 13fps, 42fps und 30fps gesunken. Es ist aber nicht unspielbar geworden, sondern lief trotz des niedrigen Minimum-Framerate-Wert durchgängig flüssig. Und ganz ehrlich? Bei der Auflösung schadet es sicherlich nicht, wenn ich die verschiedenen Formen von Anti-Aliasing, die es mittlerweile gibt, zumindest etwas runterregele. 2xMSAA statt 8xMSAA tut es sicherlich auch.

Aber auch in den beiden ersten Titeln merkt man, dass die Grafikkarte mehr arbeiten muss. Sie ist definitiv nun noch hörbarer geworden und muss die Lüfter wesentlich stärker laufen lassen als unter 1920×1200. Beim normalen Spielen stört es — zumindest mich — aber noch nicht. Von daher: Solange sie mir nicht schon wieder abraucht, kann ich mit dieser Entwicklung leben. Mit der kleineren Darstellung im Windows-Betrieb durch die höhere Auflösung auf dem Hauptmonitor hatte ich übrigens keinerlei Probleme und brauchte auch keine Eingewöhnungszeit. Kam überraschenderweise sofort damit zurecht, dass ich in Word nun drei Seiten nebeneinander sehen kann (sprich den kompletten Eintrag).

Epilog

Damit ist das Thema „Neue Hardware“ nun endlich und für die nahe Zukunft beendet. Ich brauche zwar noch ein paar Meter Kabel, um die hinteren Boxen anzuschließen (ja, sie stehen erstmals richtig!), aber dazu wird es logischerweise keinen eigenen Eintrag geben :smile: . Somit wurden es am Ende drei Artikel zum Thema, obwohl ich eigentlich nur mit einem gerechnet hatte. Aber immerhin immer noch 50% weniger als bei einem gewissen Azzkickr! Ich wette aber, dass es bei ihm auch nicht mehr soooo lange dauern wird, bis es ihm wieder in den Fingern juckt :smile: . Vor allem jetzt, wo ich ihn seit langem mal wieder in Sachen Rechnerpower überholt habe. Und dann werde ich ihn natürlich auch wieder zwing…bitten seine Erfahrungen mit euch zu teilen.

Bis Montag!

Foto des Wohn- und Arbeitsbereichs in Christophs neuer Wohnung

Ja, ich hatte eigentlich gesagt, dass es noch keine Fotos von meiner neuen Wohnung geben würde. Aber ich muss euch doch zeigen, was ich am Wochenende gemeinsam mit fünf Helferlein Tolles geleistet habe (=haufenweise Möbel aufgebaut). Auf dem Bild seht ihr den „Wohn- und Arbeitsbereich“. Das ist Hochdeutsch für „Rechts ist ein Schreibtisch, links steht ein (Schlaf-)Sofa auf das sich Leute draufsetzen können“ :smile: . Oben auf die Regale kommen nun höchstwahrscheinlich noch Filme oder Serien sowie ein paar Figürchen drauf und auf (und unter) dem Schreibtisch steht logischerweise in Zukunft mein übermegadoller Rechner mit seinen drei Monitoren (Nr. 3 wurde soeben bestellt und kommt nächste Woche bei der neuen Adresse an). Sieht doch ganz heimelich aus, oder nicht? (Anm. d. Red.: Wer nein sagt, der darf mich nicht besuchen kommen!)

Zurück zum Thema

Jetzt aber genug von dem langweiligen Geschmodder völlig abseits der eigentlichen Themengebiete hier beim Christoph: Sex, Drugs & Rock ’n‘ Roll… oder war’s Videospiele, Hardware und sonstige Unterhaltungsmedien? Egal. Ich bin euch auf jeden Fall noch den letzten und wichtigsten Teil des Eintrags Neue harte Ware schuldig.

Zur Erinnerung: circa 24 Stunden nach der Inbetriebnahme des neuen Rechners beging meine hypermoderne High-End-Super-Duber-nVidia-Grafikkarte von Palit Selbstmord und ich startete einen Austausch beim Händler. Wider der schwarzen Wolken, die ein gewisser Herr dod in den Kommentaren heraufbeschwor, klappte dieser auch einwandfrei. Dienstagmorgen kam die defekte Karte bei Hardwareversand.de an, abends ging die Ersatzlieferung raus und am Donnerstagnachmittag (der Postbote hatte extreme Verspätung) konnte ich die Onboard-Grafikkarte wieder außer Betrieb nehmen.

Allerdings nicht ohne zuvor der Kabel zur Lüftersteuerungsblende des CPU-Lüfters endgültig abzureißen. Das hatte schon nach dem Ersteinbau einen Wackelkontakt, nun ist es endgültig hinüber und der Lüfter dreht dauerhaft auf 1650rpm. Mal schauen, ob ich da noch irgendwas löten kann ohne dabei den Rest des Rechners zu beschädigen oder ob ich einfach mit dem etwas höheren Stromverbrauch und Lautstärke lebe. Aber das mache ich dann in Nürnberg weil mein Werkzeug bereits dort ist.

Die Praxis

Zum Verfassungszeitpunkt läuft die Ersatzkarte auch noch einwandfrei. Soweit so gut also. Sie klingt, und da sind wir auch schon mitten im Thema, aber auch gesünder als die defekte Karte. Das ist entsprechend auch ein gutes Zeichen. Aber was heißt „klingt gesünder“? Nun, im Idle-Betrieb höre ich die Karte nicht. Jetzt mit dem dauerhaft stark drehenden Lüfter erst recht nicht. Erst unter starker Last fängt sie so langsam an sich aufzuplustern und wird dann definitiv hörbar. Das Geräusch an sich klingt immer noch nicht so ganz sauber. Als es ist schon eine Art Fiepen, wenn alle drei Lüfter richtig auf Hochtouren laufen. Aber neben den Spielgeräuschen nehme ich das nicht mehr wirklich wahr. Zumal ihr schon einiges tun müsst, um die Karte überhaupt so weit zu bringen, dass sie die Lüfter auf 70% oder höher laufen lässt. Das schafft nicht einmal der GPU-Killer FurMark bei 1920×1200 mit 8xMSAA. Bei 79/80°C und 66% Lüfterspeed war selbst nach fünf Minuten noch Schluss. Die Temperatur haben die drei Lüfter also auch über längeren Zeitraum gekonnt gehalten.

Abseits von der Grafikkarte ist, aufgrund des hohen Tempos, natürlich der CPU-Lüfter deutlich hörbar. Abgesehen davon ist dank der Lüftersteuerung von Asus im Idle ziemlich viel Ruhe im Gehäuse (er schaltet alle Gehäuselüfter automatisch ab, wenn er sie nicht braucht) und unter Last hält es sich auch definitiv in Grenzen. Es sind halt normale Lüftergeräusche.

Die Performance

Kommen wir nun also zur nettesten Nebenwirkung eines neuen Rechners: den Benchmarks. Zwar hat Azzkickr gemeint, dass ihn mittlerweile nur noch reine Spieleleistung interessiert (wo er ja auch Recht hat), aber die reine Power zu sehen lasse ich mir natürlich trotzdem nicht entgehen. Das gehört doch zum Spaß dazu, auch wenn die Werte selbstverständlich völlig irrelevant sind, da ich zum einen nun Adaptives VSync aktiviert habe (läuft das Spiel mit 60 Frames oder mehr, passt sich die Grafikkarte dem Monitor an, um Tearing zu vermeiden. Bei weniger als 60fps ist alles wie gehabt) und zum anderen der neue Monitor mit einer Auflösung von 2560×1440 arbeitet. Egal. Lasst uns stattdessen loslegen und schauen, was die neue Maschine auf 1920×1200 so leistet.

Bei den synthetischen Benchmarks 3DMark 11 (3DMark hatte ich irgendwie nicht zur Hand), Furmark 1.11.0 und Catzilla sieht die Situation wie folgt auf (alles Ergebnisse der normalen Standardtests):

Benchmarkergebnis von 3DMark 11
Benchmarkergebnis von FurmarkBenchmarkergebnis von Catzilla

Laut Futuremark ist mein Rechner damit besser als 89% aller anderen, die ihre Ergebnisse hochgeladen haben. Nicht schlecht, zumal in den oberen 10% sich vermutlich vor allem OC-Junkies tummeln (behaupte ich jetzt mal frech :tongue:). Die Werte sind auf jeden Fall, soweit ich das beurteilen kann, absolut im grünen Bereich und sind sehr gut.

Spiele mit internem Benchmark

Synthetische Benchmarks sind aber natürlich völlig irrelevant und nutzlos. Interessanter sind da die Werte, welche die internen Benchmarks in Spielen ermitteln. Allerdings musste ich dabei feststellen, dass es gar nicht mehr so viele Spiele gibt, die eine solche Möglichkeit integriert haben. Selbst Crysis 3 nicht! Das ist äußerst schade, wie ich finde. Zwar versuchen Magazine wie Computerbase trotzdem immer wieder die gleiche Situation herzustellen, um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Aber ich als Normalspieler kann die meistens nicht ohne großen Aufwand selbst nachstellen und damit auch nicht mein Ergebnis großartig mit denen der Tester vergleichen. Doof. Glücklicherweise gibt es aber dann doch ein paar Spielchen, die noch einen haben. Zum Beispiel BattleForge, das bekanntlich am Freitag um Mitternacht abgeschaltet wird (alle nachfolgenden Werte sind 1920×1200 mit deaktiviertem V-Sync und mit den höchstmöglichen Einstellungen):

Benchmarkergebnis von BattleForge

Das ist doch ein Wort, oder? Zum Vergleich: Mit dem alten Rechner hatte ich durchschnittlich 52,2fps und die Maximum-FPS betrugen 142,0. Wie konnte ich damit nur das Spiel genießen, jetzt wo ich mehr als das doppelte kriege? Das muss doch geruckelt haben ohne Ende!

Okay, ich gebe zu: Der Test war im Prinzip Blödsinn. Nicht nur weil BattleForge eingestellt wird, sondern auch weil es schon vier Jahre auf dem Buckel hat. Aber immerhin sinnvoller als der nächste Benchmark mit einem Titel, der in fast genau einem Jahr seinen 10. Geburtstag feiert: Counter-Strike: Source!

Benchmarkergebnis von Counter-Strike: Source

Wie? Nur knapp 300 Frames pro Sekunde bei so einer uralten Engine? Das ist ja total wenig, werdet ihr euch nun fragen. Des Rätsels Lösung? Die Source-Engine ist von Haus aus auf 300fps limtiert. Ihr könnt das Limit zwar rausnehmen, aber dazu hatte ich ehrlich keine Lust. Den Benchmark habe ich ja sowieso nur aus Spaß mal laufen lassen. Kommen wir deshalb so langsam mal zu den wirklich interessanten Sachen. Titeln, bei denen ich tatsächlich mitunter schon nicht mehr wirklich so ganz glücklich war in Sachen Performance.

Hitman: Absolution

Da wäre zum Beispiel Hitman: Absolution. Das lief mit der AMD HD5970 praktisch überhaupt nicht. Ja, theoretisch wäre mehr als ausreichend Power vorhanden gewesen. Aber schon im zweiten Level (der chinesische Markt, der auch im Benchmark vorkommt) war an Spielen nicht mehr zu Denken aufgrund von massiven Rucklern. Nein, ich weiß nicht ob es Mikroruckler waren und ich weiß auch nicht, ob es nicht sogar der Intel Core 2 Duo war, der hier die Probleme verursachte. Fakt ist: Ich konnte das Spiel nicht spielen. Diese Situation hat sich zum Glück jetzt geändert:

Benchmarkergebnis von Hitman: Absolution

Nicht nur sind die Frameraten absolut im grünen Bereich, es stockt auch nicht mehr. Für eine NOCA-Nominierung ist es jetzt natürlich viel zu spät (es wurde Ende 2012 veröffentlicht), aber ich bin mir sicher, dass ich jetzt endlich Spaß damit haben werde.

Just Cause 2

Mit dem Open-World-Titel Just Cause 2 hatte ich hingegen schon extrem viel Spaß. Und zwar sehr viel. 26 Spielstunden laut Steam darin versenkt wobei ich es noch nicht 100% fertig habe. Bei den Nebentätigkeiten ist noch so einiges offen, nur die Kampagne ist durch. Es lief also nicht unspielbar schlecht. Aber ich musste durchaus die Details etwas herunterfahren (kein 32xCSAA :( ) und hatte vor allem in den Städten trotzdem hier und da kleinere Einbrüche. Das zeigt sich übrigens auch in den neuen Benchmarkergebnissen:

Benchmarkergebnis von Juste Cause 2 - Concrete JungleBenchmarkergebnis von Juste Cause 2 - Desert SunriseBenchmarkergebnis von Just Cause 2 - The Dark Tower

Just Cause 2 bietet drei verschiedene Benchmarklevels. Von oben nach unten sind das Concrete Jungle (simuliert eine Stadt), Desert Sunrise (Wüste und Tag) und The Dark Tower (Nacht und Wetter). Und bei Concrete Jungle kann man sehen, dass selbst die neue Karte immer noch mächtig ins Schwitzen kommt, wenn es heißt eine Stadt darzustellen. Die Framerate halbiert sich fast im Vergleich zum nächtlichen Regenschauer. Ob Avalanche Studios da noch ein bisschen Optimierungsbedarf hatte? Egal: Es läuft jetzt auf jeden Fall in jeder Situation einwandfrei flüssig. Ob das jetzt 100 oder 50fps sind, ist irrelevant.

Strategiespiele

Kommen wir jetzt mal aus der Actionecke raus zu den Strategiespielen. Die sind, sollte man meinen, von Haus aus ja eher genügsam was die Hardwareanforderungen betrifft. Creative Assembly scheint das allerdings nicht zu wissen. Ich wüsste nicht, dass ich jemals einen Titel der Total War-Serie mit den höchsten Einstellungen spielen konnte. Die 3D-Schlachten sind einfach zu extrem und werden nur noch extremer mit jedem neuen Teil. Auch Total War: ROME II (ja, sie haben die Schreibweise schon wieder umgestellt…) steht dem in nichts nach:

Benchmarkergebnis von Total War: Rome II

Die extremen Drops in den ersten 20 Sekunden schiebe ich mal darauf, dass er in der Zeit noch Informationen nachladen muss und damit vielleicht nicht schnell genug nachkommt. Die Szene an sich (es ist der Überall der Germanen auf römische Truppen im Wald) fängt nämlich mit einer Kamerafahrt hinab in den Wald an, sollte also nicht wirklich anspruchsvoller sein als die folgenden Kampfszenen. Das Endergebnis ist auf jeden Fall äußerst erfreulich. Durchschnittlich 43fps auf den höchstmöglichen Einstellungen in so einem Hardwareintensiven Titel? Respekt! Da würde das Feldherrndasein Spaß machen, wenn ich nicht so ein totaler Strategien00b wäre :smile: .

Mir liegen einfach kleinere Scharmützel mehr, wie mein Faible für Warhammer 40.000: Dawn of War II zeigt. Auch das lief leider nie auf den höchsten Details so richtig rund zumal im Add-on Retribution Relic noch einmal an der Grafikschraube gedreht hatte und die Anforderungen noch einen Tick nach oben gingen. Aber auch hier zeigt das Benchmarkergebnis, dass sich die 550-Euro-Investition definitiv gelohnt hat:

Benchmarkergebnis von Warhammer 40.000: Dawn of War II - Retribution

Sehr schön! Bevor wir nun aber zum nächsten Abschnitt kommen, noch ein kleiner Exkurs.

Booten und Arbeiten

Meine SSD von Samsung hat nämlich auch ein integriertes Benchmark-Tool. Und das Ergebnis sieht so aus:

Benchmarkergebnis Samsung SSD 840 Evo 250 GB

Gehören zwar jetzt nicht zur ultimativen Spitzenklasse, soweit ich das verstanden habe. Die Leistung der SSD ist aber dennoch sehr gut und das merke ich auch im Alltag. Es ist definitive ein großer Unterschied zwischen meiner alten Intel-SSD und dieser.

Wobei ich nicht ganz weiß, wie viel davon der Verdienst der Festplatte ist,wie viel von Windows 8 kommt und was das BIOS noch mitbringt. Microsoft hat in Sachen SSD-Unterstützung und Bootzeit-Verkürzung schließlich auch einiges getan und im UEFI-BIOS lassen sich ja auch Sachen wie „Fast Boot” aktivieren (was auch immer das ist). Die Folge ist, dass Neustarts aus Windows heraus keine fünf Sekunden dauern (er läuft glaube ich nicht einmal mehr über den BIOS-Screen) und auch die Kaltstarts sind trotz meiner externen USB-2.0-Festplatte (dort liegen die eigenen Dateien und auch die Inhalte der Taskleiste) extreme fix. Der Hyperspace-Modus meines Samsung N220 Netbooks (eine abgespeckte Linuxumgebung) ist da nicht mehr viel schneller.

Gefühlte Spieleperformance

Kommen wir nun aber endlich zum tatsächlich interessanten Teil dieses langen Eintrags: Die gefühlte Performance in Spielen ohne ein integriertes Benchmarktool. Darunter vor allem diejenigen, die mir in der Vergangenheit starkes Kopfzerbrechen bereitet haben.

    Herstellerbild zu ArmA III

  • ArmA III – Die Militärsimulationen von Bohemia Interactive hatte in der Vergangenheit nicht gerade den besten Ruf was die Performance (und die Bugdichte) anging. Das hat sich mit Teil 3 etwas gebessert, aber trotzdem war ich mit dem alten Rechner weit davon entfernt alles auf Ultra stellen zu können. Das hat sich nun geändert: flüssige 30fps (es scheint einen internen Limiterer zu geben) in selbst den extremsten Situationen. Genial! Jetzt müsste nur so langsam mal die Einzelspielerkampagne erscheinen.
  • Serious Sam 3: BFE – Diesen Shooter konnte ich bislang faktisch überhaupt nicht spielen. Aus mir unerklärlichen Gründen ging die Framerate nach wenigen Minuten zocken dauerhaft in den Keller (5fps). Woran es lag werde ich wohl nie erfahren, aber immerhin läuft es jetzt auf „Ultra” mit durchschnittlich 100fps und, ganz wichtig, ohne diese Framedrops.
  • Killing Floor – In Sachen Performance hatte ich mit Killing Floor keine Probleme (läuft auch jetzt am internen Limit mit durchgängig 60fps). Es gehörte jedoch, wie auch Darksiders, zu den wenigen Titeln, die es tatsächlich schafften einen Bluescreen zu erzeugen (es kam ein kratzendes Geräusch aus den Boxen und wenn ich es nicht schaffte das jeweilige Spiel innerhalb von 5 Sekunden zu beenden, kam der Bluescreen). Die Schuld daran lag bei der Soundkarte von Creative beziehungsweise das Tool Creative Alchemy mit dem ihr nach dem Tod von EAX trotzdem in älteren Titeln EAX nutzen konntet — zumindest habe ich das Ding so verstanden. Mittlerweile habe ich das Ding nicht mehr installiert und es scheint so, als wären meine Bluscreen-Probleme damit auch verschwunden.
  • Metro: Last Light – 4A Games hat die grafisch anspruchsvollen Features extreme schlecht programmiert. Anders kann ich es mir einfach nicht erklären, dass es auf höchsten Einstellungen selbst mit meinem Monsterrechner zwischen 20-35fps (je nach Arealgröße) und damit zwischen Spielbar und Unspielbar hin- und herschwankt. Ist entsprechend auch derzeit das einzige Spiel, bei dem ich die Details immer noch reduzieren muss. War aber bei Metro 2033 auch nicht anders. Tesselation hat selbst im Hauptmenü schon meine Dual-Grafikkarte getötet.
  • World of Tanks – Ein paar Panzer fahren durch die Gegend. Was soll dabei anspruchsvoll sein abseits der hohen Weitsicht? Keine Ahnung! Ich weiß nur, dass es früher hart an der Grenze life (Details runterfahren? Ich doch nicht!). Nun schnurrt es mit durchschnittlich 100fps vor sich hin. So muss das sein!
  • BioShock Infinite – Erinnert ihr euch noch an die vierte Folge von Christoph spielt? Das war die, in denen ihr viele stehende Bilder sowie einen vorzeitigen Abbruch der ersten Spielstunde erleben konntet. Ja, BioShock Infinite lief ungeachtet der grafischen Einstellungen überhaupt nicht. Da ist beim Streaming irgendetwas absolut schief gelaufen auf meinem Rechner was dazu führte, dass es alle paar Meter stockte. Nach einigen Patches und mit der neuen Hardware, scheint das Problem aber endlich gelöst zu sein. Der Benchmark spuckt durchschnittliche 94fps aus und beim ersten Test (noch nicht sehr viel gespielt) waren die Ruckler auch weg. Ich klopfe entsprechend mal vorsichtig auf Holz. Ob das Spiel nach diesen Problemen trotzdem noch eine Chance auf einen NOCA hat, muss ich mir aber trotzdem schwer überlegen!
  • Herstellerbild zu SimCity

  • SimCity – Die Framerate ist bei so einem Titel ja nicht ganz so wichtig. Im Video waren es auch keine 30 Frames pro Sekunde die meiste Zeit. Aber dennoch ist es schön zu sehen, dass ich nun solide und dauerhafte 60fps auf dem Counter angezeigt bekomme (vielleicht auch wieder eine interne Limitierung?). Spiele den Titel nämlich immer noch gerne. Bestes SimCity seit SimCity 2000 wie ich finde!
  • Crysis 3 – Was wäre ein neuer Rechner ohne einen Titel von Crytek mit dem er zum Schwitzen gebracht werden könnte? Wobei die CryEngine 3 im Vergleich zur ersten Ausgabe mittlerweile dank der Konsolenableger schon wesentlich besser optimiert ist. Dennoch schön zu sehen, dass ich mit den Details auf Anschlag in den Außenbereichen jetzt auf solide 30fps und in den Innenbereichen lockere 60fps bekomme. Jetzt hätte ich nur gerne noch auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad eine Zielhilfe für den Bogen…
  • Saints Row IV – Musste den ersten Story-DLC Enter The Dominatrix spielen. Da hatte ich keine Zeit groß auf die Framerate zu achten. Aber es läuft, anders als damals bei der Aufzeichnung, jetzt auf höchsten Einstellungen komplett flüssig.
  • Battlefield 3 – Gehörte zu der Kategorie von Spielen, die ich faktisch nicht zocken konnte. Mein Framedrop-Problem war zwar zwischenzeitlich etwas besser geworden, richtig verschwunden war es aber nie. Von daher ist es super, dass es jetzt zum Release von Battlefield 4 endlich anständig läuft und ich zumindest mal die Kampagne nachholen kann. Im Multiplayer zocken macht hingegen nicht mehr viel Sinn.
  • The Elder Scrolls V: Skyrim – Ist limitiert auf 60 Frames pro Sekunde, die ich nun auch durchgängig erreiche. Früher hatte ich speziell in den großen Städten massive Einbrüche in die Unspielbarkeit wenn ich nicht die Details stark reduziert habe. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Ich bin immer noch nicht wirklich bereit viele Stunden darin zu versenken (derzeit sind es 7) :smile: .
  • Rise of the Triad – Das Remake des Shooter-Geheimtipps von 1994 Rise of the Triad: Dark War lief anfangs unter aller Sau. Das lag aber nur zum Teil an meiner Hardware. Auch die Entwickler hatten noch einiges an Arbeit vor sich, die mittlerweile aber erledigt ist. Das extrem schnelle Spiel läuft nun selbst auf extremen Details selbst im Multiplayer einwandfrei und lässt sich endlich anständig genießen. Definitiv ein NOCA-Anwärter *winkt mit dem Zaunpfahl*.
  • Dead Island Riptide – Durchschnittlich 200 Frame pro Sekunde (230 max und 170 min)! ZWEIHUNDERT FRAMES PRO SEKUNDE?! Selbst mit reduzierten Details lag das Ding auf der alten Karte stellenweise im unspielbaren Bereich und jetzt weiß ich gar nicht mehr wohin mit all den Frames. Definitiv der krasseste Unterschied zwischen alter und neuer Hardware. Soll mir aber natürlich recht sein.

Fazit

So viel also dazu. Ich habe natürlich noch ein paar Titel mehr gespielt (Counter-Strike: Global Offensive zum Beispiel), aber am Fazit würde das nichts ändern. Zusammengefasst lässt sich festhalten, dass ich nun wieder eine absolute Höllenmaschine im Zimmer stehen habe, die hoffentlich auch die schlechten Ports der kommenden Konsolengeneration flüssig darstellen kann. Gleichzeitig haben sich mit dem Hardwarewechsel alle meine technischen Probleme in den betroffenen Titeln (vorerst) in Luft aufgelöst, was wohl das Wichtigste ist.

Gleichzeitig, und das ist für „Beim Christoph“ relevant, habe ich nun nicht nur genug Power unter der Hardware um selbst anspruchsvolle Spiele in Videoform präsentieren zu können, sondern diese Titel auch live zu streamen. Mit dem Streamen kenne ich mich zwar noch wirklich so gut aus (habe nur mal einen Test gemacht), aber damit werde ich mich nach dem Umzug nun intensiver beschäftigen und dann werdet ihr mir hin und wieder auf TwitchTV beim Zocken über die Schulter schauen können (vermutlich mit Kommentar und Bild-im-Bild von meiner Fratze).

Ich bin somit, abseits des Problems mit der Grafikkarte, absolut zufrieden mit dem, was mir Azzkickr und Dod empfohlen haben und bedanke mich an dieser Stelle auch noch einmal für diese Hilfe. Wenn ich mir das alleine zusammensuchen hätte müssen, wäre am Ende vermutlich ein Rechner herausgekommen, der nicht einmal 8bit-Indie-Spiele flüssig darstellen könnte.

Ich wünsche eine angenehme Woche und wir lesen uns am Donnerstag wieder mit dem ersten Eintrag, der in der neuen Wohnung geschrieben wurde!

Sicarius

Zurück im schönen Aventurien

Nein, der Ersatz für die Grafikkarte ist leider noch nicht eingetroffen. Mein Paket kam erst am Dienstagmorgen beim Hardwareversand an. Anscheinend lädt unser Postbote sein Auto Samstagsabends nicht mehr aus. Immerhin wurde die Tauschkarte dann Dienstagsabends noch rausgeschickt. Mit etwas Glück könnte sie also tatsächlich heute eintreffen und ich könnte endlich dort weitermachen, wo ich mit dem Testen aufgehört habe — zumindest kurzzeitig. Morgen ist es nämlich soweit: Der große Umzug findet statt. Das heißt Möbel, Umzugskisten und Werkzeug in die Autos packen und dann ab nach Eckental mit allem Drum und Dran. Nur mein Rechner und was dazugehört darf noch ein paar Tage länger in Gunzenbach verweilen. Das ist mir schlicht zu gefährlich, den in dem Chaos auch noch dabei zu haben. Aber am Montag, spätestens aber Dienstag tritt auch er mit mir die finale Reise an in das neue Land an. Dann heißt es endgültig: Adieu Kinderzimmer, hallo eigene Wohnung!

Fotos oder bewegte Bilder wird es nächste Woche aber noch nicht geben. Ich muss ja erst einmal die zwölf großen Umzugskartons voller Spiele und Filme wieder einräumen. Korrekt alphabetisch sortiert versteht sich. Einfach in die Regale reinstopfen kann ja jeder. Und mal wieder einen Abgleich mit meinen Listen zu machen wäre sicherlich auch nicht verkehrt. Meldet sich jemand freiwillig mir dabei zu helfen? Nein? Mist. Platz dafür dürfte ich auf jeden Fall (vorerst) genug haben.

Themenwechsel

Umzugs Stress hin oder her: Ein bisschen Zeit zum Spielen hatte ich natürlich trotzdem. Leider läuft Saints Row IV selbst auf absolut reduzierten Details nur äußerst schlecht mit der Intel HD4600 (GT2) Onboard-Grafikkarte. Und das, obwohl doch nun der erste Story-DLC Enter the Dominatrix erschienen ist. Verdammt! Naja, nächste Woche dann. Dead Pixels, Knights of Pen & Paper +1 Edition und DeathSpank machten hingegen keine Probleme. Ist aber auch wenig verwunderlich. Die ersten beiden sind 8-Bit-Pixel-Titel und DeathSpank hat mittlerweile schon wieder drei Jahre auf dem Buckel (und war selbst damals nicht sonderlich anspruchsvoll was die Technik angeht).

Herstellerbild von Memoria: Das Schwarze AugeDoch das konnte mich alles derzeit irgendwie nicht wirklich bei der Stange halten. Also habe ich in Vorbereitung für die Bagdadsoftware NOCAs 2013 (ja, der Name bleibt) endlich mal Memoria: Das Schwarze Auge durchgespielt. Oder besser gesagt Das Schwarze Auge: Memoria, weil mir der offizielle Name nur wieder die ganze Sortierung kaputt machen würde. Ich hasse euch Marketingleute! Es handelt sich schließlich um den direkten Nachfolger zu Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten, warum muss dann unbedingt der Name komplett anders sein?!

Rückkehr nach Aventurien

Nun gut…Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten war bekanntlich mein Adventure des Jahres 2013. Entsprechend gespannt war ich natürlich darauf zu sehen, wie Gerons Geschichte weitergehen würde. Zumal das Ende, ohne groß zu Spoilern, zum einen nicht gerade als fröhlich durchging und zum anderen trotz vorhandenem Abschluss durchaus einen großen Cliffhanger darstellte.

Allerdings dreht sich nur ein Teil von Memoria um Geron. Seine Geschichte bildet im Prinzip nur die Rahmenhandlung. Tatsächlich steuert ihr die meiste Zeit Sadja. Das ist eine junge Dame aus Fasar, die sich 590 nach Bosparans Fall (500 Jahre vor Gerons Abenteuer im ersten Teil) aufmacht, um sich der Schlacht in der Gorischen Wüste gegen den Dämonenmeister anzuschließen und damit in die Geschichte einzugehen. Erzählt wird ihre Reise in Form von Rückblenden. Ein fahrender Händler erzählt Geron den Anfang, dann fängt Geron plötzlich selbst an von Sadja zu träumen, dann liest er in einem Tagebuch und so weiter und so fort bis es dann im Wald rund um Andergast zum finalen Showdown in der Gegenwart kommt.

Das Spiel

Wer den Vorgänger gespielt hat, der erlebt keine Überraschungen. Die Zwischensequenzen wurden etwas überarbeitet und passen nun besser zum Rest des handgezeichneten 2D-Adventures. Zudem habt ihr dank Sadja Zugriff auf weitere Zaubersprüche und damit neue Arten die zahlreichen Rätsel zu lösen. Abgesehen davon erwartet euch typische Daedalic-Point-and-Click-Adventure-Fließband-Kost. Ich würde an dieser Stelle normalerweise sagen, dass das nicht unbedingt schlecht ist. Aber nachdem Daedalic seinen Output in den letzten zwei Jahren massiv erhöht hat, nervt es so langsam dann doch immer wieder die gleichen drei Synchronsprecher zu hören. Natürlich machen sie ihre Arbeit wie gewohnt gut und ich verwechsele auch nicht plötzlich Charaktere aus unterschiedlichen Spielen. Schön ist es aber trotzdem nicht.

Zudem kam irgendein Designer in Hamburg auf die geniale Idee ein Labyrinth ins Spiel einzubauen. Haben wir denn gar nichts aus Titeln wie The Legend of Kyrandia: Book III – Malcom’s Revenge gelernt? So ein geniales Spiel, aber dann im zweiten Akt dieser Todes-Dschungel. Argh! In Memoria könnt ihr das Labyrinth zwar auf Wunsch überspringen. Aber wenn ich schon von Haus aus einen Button einbaue, um dem Spieler zu erlauben einen komplett Spielabschnitt zu umgehen, dann würde ich mir doch durchaus mal Gedanken machen, ob da nicht irgendetwas grundlegend falsch gelaufen ist, oder was meint ihr?

Herstellerbild von Memoria: Das Schwarze AugeUnd auch sonst müsste ich langsam aber sicher mal ein ernstes Wort mit den dortigen Rätseldesignern wechseln, wenngleich der Großteil (speziell die, wo ihr die Zauber braucht) gut gemacht ist. Es ist eine Sache eine Kopfnuss ins Spiel einzubauen. Aber wenn ich nicht genügend Hinweise bekomme und am Ende nur Trial-and-Error zum Ziel führen, dann könnte ich um mich schlagen. Das habe ich in The Whispered World noch zähneknirschend akzeptiert (die Sache mit der Maus, dem Seil und der Felswand) und bei Edna bricht aus konnte man noch mit dem schrägen Setting als Grund für die komischen Lösungen argumentieren. Nach bald einem Dutzend Adventure-Titeln müsste das so langsam auch mal ohne so einen Blödsinn gehen. Und sagt bitte nicht, dass das Zeit-/Budget-Problemen geschuldet ist und ihr eigentlich vorhattet dieses und jenes noch einzubauen. Dann schlägt es tatsächlich 13!

Fazit

Nun gut, genug gemeckert. Ich hoffe zwar wirklich, dass Daedalic es schafft mal aus ihrem Status Quo auszubrechen, aber dieser ist in Sachen Qualität halt doch immer noch ziemlich gut im Vergleich zur Konkurrenz von Crimson Cow und Co. Außerdem hat Memoria, wie schon der Vorgänger, den „Das Schwarze Auge“-Bonus und der lässt mich sowieso über vieles hinwegsehen. Zumal ich die Geschichte von Sadja noch viel cooler und interessanter fand als Gerons. Damals, als die Welt noch voller Magie war, war es halt doch irgendwie noch genialer in Aventurien. Entsprechend erhält Memoria von mir 4 von 5 Sics und ist definitiv erneut ein Kandidat für das Adventure des Jahres (schon alleine weil ich die Deponia-Trilogie nicht wirklich mag).

Ihr müsst zwar theoretisch den Vorgänger nicht gespielt haben, um Memoria zu verstehen. Es hat aber natürlich große Vorteile. Ich gehe sogar so weit und behaupte, dass euch Geron und sein Problem ohne Kenntnis des Vorgängers ziemlich am Hintern vorbeigeht und ihr nur zu Sadja eine Beziehung aufbauen werdet. Entsprechend ist meine abschließende Empfehlung: Fans von Das Schwarze Auge greifen so oder so zu und haben sicherlich auch bereits den Vorgänger gespielt. Ansonsten gilt: Wenn ihr von Daedalics Adventurestil noch nicht genug habt und mit dem Setting etwas anfangen könnt (oder gar den Vorgänger kennt und mochtet), dann spricht auch nichts gegen den Kauf. Aber universell allen Adventure-Fans kann ich definitiv nicht mehr zum Spielen raten. Da sind kommende Kickstarter-Veröffentlichungen wie Baphomets Fluch: Der Sündenfall oder sicherlich doch die bessere und erfrischend anderere Wahl.

Sicarius

Neue harte Ware

Das hat ja nicht lange gehalten. Am 07.10.2013 habe ich euch noch davon erzählt, wie ich kurzfristig meinen Rechner neu aufsetzen musste. Bis Samstagnacht lief auch alles soweit gut. Am Sonntagmorgen fror er dann (mal wieder) beim Starten von Windows ein. Früher half ein einfacher Reset. Dieses Mal half nichts mehr. Meine Systemplatte, die Intel X25-M SSD, wurde plötzlich nur noch als „IntelBootLoader“ erkannt und war nur noch 8,4 MB groß.

Erste Recherchen führten zum Ergebnis, dass wohl die Firmware im Eimer ist. Statt mich jedoch damit lange rumzuärgern, habe ich kurzerhand beschlossen einen Teil der Rechneraufrüstung schlicht vorzuziehen. Sprich alles bis auf den neuen Monitor und das neue Konsolen-Aufnahmegerät. Macht ja schließlich keinen Sinn und schon gar keinen Spaß schon wieder das System neu aufzusetzen, wenn ich es in vier Wochen sowieso erneut tun würde (nein, auch mit Images nicht, Herr Azzkickr :smile:). Mit Azz und Dod hatte ich mich ja sowieso schon ausführlich beraten, somit musste ich vergangenen Montag nur auf Geizhals die Preise vergleichen und konnte im Anschluss die Bestellung aufgeben. Am Donnerstag, pünktlich zur Veröffentlichung von Windows 8.1, klingelte der Postbote dann nur einmal und hatte die Hardware mit im Gepäck. Dabei standen Montags noch mehrere Teile auf „Lieferbar in mehr als 7 Tagen“. Sehr gut gemacht, Hardwareversand.de!

Während Azzkickr vor 2 1/2 Jahren jedoch ganze sechs Einträge gebraucht hat, um euch sein neues Gerät vorzustellen, machen wir das heute alles in einem Aufwasch. Lasst uns also loslegen.

Die Hardware

Drei Stunden habe ich von der Lieferung bis zum ersten Einschalten des Rechners gebraucht. Drei Stunden, in denen ich erst einmal alles was ich nicht mehr brauche ausgebaut, dann das Gehäuse sauber gemacht und anschließend den neuen Kram eingebaut habe. Die aktuelle Übersicht, wie meine Rechenmaschine nun aussieht, könnt ihr wie immer hier einsehen. Aber damit ich Azz in Nichts nachstehe, hier auch noch eine tolle Tabelle:

Alter Computer Neuer Computer
(2008) (2013)
Prozessor: Intel Core 2 Quad Q9550 Intel Core i7-4770
Mainboard: Gigabyte X38-DQ6 Asus Z87-A (C2)
Speicher: GeIL, 4 GB, DDR 2, 400 Mhz, CL5 Kingston, 8 GB, DDR 3, 1600 Mhz, CL9

Grafikkarte: Sapphire HD5970 Palit GeForce GTX 780 Super JetStream
Soundkarte: Creative Soundblaster X-Fi Titanium Fatal1ty Professional Series Creative Soundblaster X-Fi Titanium Fatal1ty Professional Series
SSD: Intel X25-M G2 Postville 80 GB Samsung SSD 840 Evo 250 GB
HDD: Seagate Barracuda XT SATA III 2TB Seagate Barracuda XT SATA III 2TB
Seagate Barracuda 7200.12 1TB Seagate Barracuda 7200.12 1TB
Samsung HD400LI 400 GB Samsung HD400LI 400 GB
BluRay: Samsung SH-B083L   Samsung SH-B083L
Kühler: Arctic Cooling Freezer 7 Pro Scythe Ninja 3
Gehäuse: CoolerMaster COSMOS 1000 CoolerMaster COSMOS 1000
Netzteil: CoolerMaster Real Power M700 CoolerMaster Real Power M700
OS: Microsoft Windows 7 SP1 Microsoft Windows 8.1


Macht summa summarum 1177 Euro (inkl. Versand) an neuer Technik.

Zusätzlich rausgeflogen sind mein zweites optisches Laufwerk (ein uralter DVD-Brenner von Plextor) und das Diskettenlaufwerk. Ja, ich kann ab sofort keine 3,5″ Disketten mehr lesen. Ich weiß, voll traurig und so. Aber wie heißt es so schön? Alles hat ein Ende und da das Asus-Mainboard sowieso keinen Anschluss mehr dafür hat, war die Entscheidung am Ende leicht. Da habe ich übrigens mal wieder gemerkt, wie viel Platz eigentlich die alten, bereiten Anschlusskabel verbraucht haben. Da lobe ich mir wirklich die kleinen SATA-Kabel.

Meine alte und fehleranfällige Intel-SSD wollte ich ursprünglich eigentlich drin lassen. Aber beim Zusammenbauen ist mir wieder eingefallen, dass SSDs ja nur 2,5″ groß sind und ich somit einen speziellen Adapter für das Gehäuse brauche. Einen hatte ich ja wegen der ersten SSD, aber halt keinen zweiten. Also habe ich erneut kurzen Prozess gemacht und den alten Kram kurzerhand rausgeschmissen.

Der Einbau

Foto vom CPU-KühlerWie erwähnt habe ich gut drei Stunden für das Schrauben gebraucht. Klingt sicherlich erst einmal nach viel, schließlich sind es nur sechs Teile gewesen, die ich ausgewechselt habe. Aber zum einen dauert das Säubern natürlich seine Zeit und zum anderen bin ich mittlerweile echt total vorsichtig geworden. Was ich in meiner Jugend an PCs innerhalb von Sekunden geschrottet habe, nur weil ich alles schnell schnell gemacht habe, geht auf keine Kuhhaut. Azzkickr hat mir beispielsweise mal zwei PCs verkauft (einen von sich und einen habe ich, glaube ich, bei seinem Vater in Auftrag gegeben oder so). Bei Nummer 1 hatte ich es geschafft einen Riegel RAM falschrum reinzustecken und beim anderen hatte ich einfach mal alle Abstandshalter zwischen Gehäuse und Mainboard reingeschraubt. Ersteres hat wochenlang gestunken und letzteres hat innerhalb von einer Millisekunde ein hochkompliziertes Stück Elektronik in ein High-Tech-Schneidbrett verwandelt. Deswegen schaue ich heute lieber dreißig Mal hin, bevor ich Gefahr laufe was kaputt zu machen, vor allem wenn ich etwas zum ersten Mal mache.

Das war dieses Mal beim CPU-Kühler der Fall. Das Ding ist so extrem groß und schwer (1,04kg), dass es mit einem Backplate unter dem Prozessor am Mainboard festgemacht werden muss. Natürlich habe ich das erst gemerkt, als ich das Mainboard schon reingeschraubt hatte. Also wieder raus damit und dann erst einmal den Kühler draufgebaut, was ich gar nicht so einfach fand (und ich hatte echt Angst dabei das Board zu zerbrechen oder die CPU zu beschädigen!). Die gefühlt 100-sprachige Anleitung mit völlig unverständlichen Texten und wenigen Bildern macht es einem nicht einfach. Und auch das Montieren des Lüfters mit den zwei Spangen finde ich sehr schwierig und durchaus etwas gefährlich (deswegen steht vermutlich in der Anleitung, man soll doch bitte Handschuhe anziehen).

Das alles hielt mich aber nicht davon ab, den Lüfter falschrum zu montieren (er blies die Luft aus der CPU raus). Gemerkt habe ich das nur, weil ich starke Schwierigkeit hatte die externe Lüftersteuerung (ein Drehknopf, den ihr in einen freien Kartenslot reinschraubt) zu befestigen. Das Kabel war einfach viel zu kurz, also habe ich ihn nochmal runtergebaut und geschaut wie ich das anders machen könnte und dabei endlich die Pfeile auf dem Rahmen gefunden. Das Kabel ist nun zwar immer noch viel zu kurz (Soundkarte und Grafikkarte konnte ich nur in die ersten beiden Slots stecken, was die Strecke nochmals verlängerte), aber zumindest steht es nun nicht mehr unter Spannung. Immerhin ist das Ergebnis super leise und kühlt den Prozessor auf Zimmertemperatur (so 28-30°C im Idle bei ca. 700rpm). Von daher hat sich die Mühe sicherlich gelohnt.

Positives

Foto des Asus Q-ConnectorNeben dem CPU-Lüfter gab es hingegen keine großen Überraschungen. Positiv erwähnen möchte ich an dieser Stelle somit nur noch den Asus Q-Connector sowie das Mainboard an sich. Letzteres, weil es in Sachen Anschlüssen sehr großzügig ausgestattet ist (6xSATA 6, 4xUSB 3.0 hinten, 3xUSB 2.0 intern und 1xUSB 3.0 intern) und ich dadurch sogar einen Teil meines Frontpanels dieses Mal aktivieren konnte (2 von 4 USB 2.0- und die HD-Audio-Anschlüsse). Benutzen werde ich sie zwar vermutlich weiterhin nicht. Aber hey: Wieder zwei Kabel weniger, die nicht sinnlos in der Luft rumhängen. Der Q-Connector ist hingegen eine simple, aber geniale Idee um die System-Anschlüsse (HDD LED, Power, Reset) einfacher auf das Board zu bringen. Die kleinen Käbelchen, die auch noch ganz unten hin müssen, sind ja immer ein Krampf. Aber dank des Q-Connectors lassen die sich in Ruhe außerhalb des Gehäuse aufstecken und dann gemeinsam anschließen. Sehr praktisch. Gibt es übrigens auch in der Variante für USB und Firewire.

Natürlich hat Rondrer recht, wenn er sagt, dass ein richtiger und standardisierter Stecker noch viel besser wäre. Aber das werden wir wohl (aus mir unerklärlichen Gründen) nicht bekommen. Entsprechend bin ich schon über die Lösung von Asus glücklich.

Windows 8.1

Die erste Inbetriebnahme ohne viel dran ging ohne Probleme vonstatten. Der RAM und die Festplatten wurden vollständig erkannt und es roch auch nicht nach verbranntem Plastik. Perfekt! Stattdessen lief er sogleich ins (sehr gut gestaltete) UEFI-Bios wobei ich dort gar nichts machen musste außer das Boot-Logo ausschalten. Der Rest (AHCI beispielsweise) konnte bleiben und wurde von der Windows-8-Installations-DVD anstandslos akzeptiert. Die darauffolgende Installation bot auch keine Überraschungen. Es dauerte nicht lange, da war ich schon einsatzbereit — zumindest in Windows 8. Natürlich wollte ich mich erst gar nicht lange mit irgendwelchen Programminstallationen aufhalten, sondern zuerst Windows 8.1 draufhauen.

Screenshot vom Asus UEFI BIOSDas erwies sich schon als etwas schwieriger. Er zeigte mir im Windows Store das Update nämlich nicht an. Nach etwas Internetrecherche schob ich das Problem auf die Server-Auflastung von Microsoft und startete stattdessen (was im Nachhinein ziemlich Paradox erscheint, weil das ja vermutlich die gleichen Server sind) die Installation der normalen Updates. Und siehe da? Nach dem Reboot wurde mir 8.1 angeboten. Anscheinend braucht er also nicht nur ein aktiviertes Windows, sondern auch ein paar der Updates, bevor das Upgrade durchgeführt werden kann. Das Herunterladen dauerte dann leider noch eine halbe Ewigkeit (er brach auch Zwischendurch mal ab). Aber irgendwann war es dann soweit: Windows 8.1 war erfolgreich installiert und ich konnte endlich richtig loslegen.

Neuerungen und Probleme

Wenn ihr mich jetzt allerdings fragt „Du Christoph, was ist denn jetzt so toll an Windows 8.1?“, dann kann ich euch keine wirkliche Antwort geben. Ja, es befindet sich nun links in der Taskleiste eine Windows-Flagge. Mit Links-Klick kommt ihr damit zu den Kacheln und mit dem Rechtsklick bekommt ihr ein paar Systemfunktionen präsentiert wie Zugriff auf die Systemsteuerung oder die Möglichkeit den Rechner herunterzufahren/neu zu starten. Außerdem habt ihr nun die Möglichkeit zu sagen, dass ihr nach dem Einloggen direkt auf den Desktop kommt. Das war es aber auch schon mit den für mich relevanten Neuerungen. Ansonsten ist nun das SkyDrive als Laufwerk im Explorer sichtbar, ihr könnt euer Desktopwallpaper automatisch auch hinter den Kacheln anzeigen lassen, die Apps lassen sich jetzt wohl sortieren, der Internet Explorer 11 wurde eingeführt, Bing ist jetzt (auf Wunsch!) in die Suche integriert und es gibt eine Wecker- sowie eine Rechner-App. Wahnsinn.

Natürlich hat sich auch unter der Oberfläche ein bisschen was getan. Die Stabilität soll noch besser sein und Auflösungen bis 3200×1800 werden jetzt unterstützt. Aber wer bislang Windows 8 nicht mochte, wird auch mit Windows 8.1 sicherlich nicht zum Umstieg überredet (der „Startknopf“ ist ein Witz, mehr nicht). Und wer Windows 8 hat? Nun, prinzipiell spricht nichts dagegen den Umstieg zu wagen. Ich habe allerdings zwei Probleme:

  • Für Kaspersky Internet Security 2014 (deutsch) steht derzeit noch keine Installationsdatei zur Verfügung, die mit Windows 8.1 kompatibel ist. Diese soll erst am 23.10. (!) kommen. Solange ist die Installation nicht möglich („Das Betriebssystem wird nicht unterstützt.“) oder ihr greift wie ich zur englischsprachigen Version (Key funktioniert ohne Probleme). Die Jungs auf der anderen Seite des Ozeans sind (paradoxerweise) nämlich schon so weit. Habt ihr jedoch die Suite bereits vor dem Upgrade installiert gehabt, dann geht sie auch weiterhin.
  • Meine Creative-Soundkarte gibt nach einem Reboot keinen Ton mehr von sich, weil er alle Einstellungen komplett zurücksetzt. Erst wenn ich den Treiber erneut installiere, regt sich wieder was. Das Problem gab es wohl bei einigen Leuten schon unter Windows 8. Der Thread im Forum ist auch schon mindestens 10 Monate alt, das Problem also definitiv auch den Entwicklern bekannt. Aber wie wir Creative kennen, hat sich seit dem letzten Treiberupdate im Januar nichts mehr getan (zumindest für PCI Express-Karten). Fantastisch. Warum kann ein Hersteller so gute Hardware machen, hat aber gleichzeitig absolut keine Ahnung von Treiber und Kundensupport?! Azz hatte zum „Glück“ nur das gleiche Problem, sondern auch eine Lösung dafür.

„Abseits davon“ (das mit der Soundkarte ist ja nun kein kleines Ding), gibt es von meiner Seite aus aber keine Beschwerden. Auf dem Laptop hat auch alles wunderbar geklappt. Von daher: Installiert es einfach. Schaden sollte es im Normalfall nicht.

Der Bruch

Hier endet nun der Eintrag abrupt. Ursprünglich stand hier die Überschrift „Die Praxis“ unter der ich euch von der Lautstärke und der Performance des Rechners berichten wollte. Leider war er der Meinung, dass er mich nicht so einfach davonlässt. Ich hatte am Freitagabend schon ein paar Benchmarks (Catzilla, Furmark, 3DMark) gemacht und war gerade dabei ein paar Spiele zum Testen neu zu installieren (EAs Origin und Uplay sind echt unfähig im Vergleich zu Steam) als beide Bildschirme im Windows-Betrieb plötzlich schwarz wurden. Der Rechner an sich lief noch und auch nach dem Reset lief er ohne Murren wieder in Windows 8 rein. Nur sehen konnte ich davon nichts. Die Grafikkarte hatte nach nicht einmal 24 Stunden ihren Geist aufgegeben. Natürlich habe ich erst einmal die üblichen Fehlerquellen durchgemacht, um auch wirklich alles andere auszuschließen. Aber wenn schlussendlich selbst das Versetzen in den zweiten PCIe-Steckplatz nichts bringt, dann kann es wirklich nur noch an der Palit liegen. Die sprang zwar an in Form von Lüftern und dem obligatorischen Licht. Aber weder unter Windows noch im BIOS erkannte er sie. Konnte ich ja alles testen dank der Intel HD-Onboard-Graka ohne die alte Radeon wieder reinstopfen zu müssen.

Somit blieb mir nichts anderes übrig als umgehend bei Hardwareversand.de die Retoure anzustoßen (Versand ist zum Glück kostenfrei), das Ding wieder einzupacken und es am Samstag sogleich dem Postboten wieder mitzugeben. Das ist jetzt erst einmal ein 1:1-Tausch, denn vielleicht habe ich ja wirklich nur eine schlechte Version erwischt und das Tauschgerät läuft dann. Mal schauen und hoffen. Mein erster Eindruck von Palit ist aber schon einmal im Eimer und die Sache ist extrem ärgerlich. Es ist ja nicht so, als hätte ich mit dem Umzug nicht sowieso schon genug zu tun (am Freitag geht’s richtig los). Und dann muckt der Rechner auch noch seit drei Wochen rum.

Aber gut: So viel dazu. Den Rest des Eintrags gibt es dann eben erst, wenn der Herr Rechner meint, er wäre wieder mit sich zufrieden. Bis Donnerstag!

Alle Welt wartet auf die PC-Version Grand Theft Auto V, nur der Christoph nicht, der hat nämlich die Xbox-360-Fassung bereits zu 50% durch. „Wad?! Der hat sich die Konsolenversion gekauft?! Warum denn das?“ wird sich der ein oder andere jetzt fragen. Nun sagen wir einfach, dass ich ein Angebot bekam, das zu gut war, um es abzulehnen :smile: . Und nein, Take-Two Interactive hat mir keine Pressekopie zur Verfügung gestellt.

Statt aber nun seitenweise über das Spiel zu referieren — das haben andere bereits zu Genüge getan –, mache ich es wie damals bei Saints Row: The Third. Ich werfe einfach ein paar Fragen mitsamt den dazugehörigen Antworten in den Raum, die mir so auf Anhieb einfallen und packe ein paar Fakten dazu — und zwar völlig unsortiert und unübersichtlich. Quasi ein kleiner Infodumb, denn eure Meinung zum Spiel werde ich sowieso nicht ändern. Meine ist auch immer noch die Gleiche, aber ich greife vor:

    Herstellerbild zu GTA V

  • FAKT: Die „Minispiele“ Golf, Dart und Tennis sind nicht nur hervorragend umgesetzt, sondern auch durchaus umfangreich und würden so von anderen Entwicklern als eigenständige Titel verkauft werden.
  • Wie gut schaut es wirklich aus? Nun, mich als PCler haut es logischerweise absolut nicht vom Hocker und man merkt auch an vielen Stellen, dass die Xbox 360 nicht mehr die Neuste ist. Speziell wenn ihr im Mini-U-Boot unterwegs seid, bricht die Framerate massiv ein weil er anscheinend nicht damit zurecht kommt sowohl den Meeresgrund als auch die Stadt gleichzeitig im Cache zu halten. Aber auch abseits davon ist das Level-of-Detail-Verhalten trotz hoher Weitsicht verbesserungswürdig (ihr seht vor allem in einem schnellen Auto ständig wie die Texturen vor euch wechseln) und die Darstellung der Landschaften im Norden lässt sehr oft das zugrundeliegende Tapetenmuster zum Vorschein kommen. Verwaschene Texturen gibt es aber prinzipiell überall. Am Ende des Tages ist es halt immer noch ein Titel auf einer völlig veralteten Konsole. Da ist klar, dass es Abstriche geben wird.

    Im Großen und Ganzen sind das aber alles nur Details, die einem oft auch nur auffallen, wenn man genauer hinschaut (oder mal wieder 30 Minuten zum nächsten Missionsziel fahren muss…). Unterm Strich sieht das Spiel in allen Belangen (Spielwelt, Charaktere, Animationen) sehr gut aus und ist definitiv ein würdiger Abschluss der Konsolengeneration.

  • FAKT: Rockstar will unbedingt, dass ihr die riesige Karte auch komplett seht. Entsprechend verbringt ihr sehr viel Zeit in einem Auto, um von A nach B zu kommen. Das nervt außerhalb von Los Santos wie die Sau!
  • Wie machen sich die drei Hauptcharaktere? Michael ist ein eingebildetes Arschloch, Franklin ein Klischee-Homie und Trevor ein ausgewachsener Soziopath. Paradoxerweise ist es gerade Trevor mit dem ich noch am meisten anfangen kann, weil er am ehesten das klassische GTA-Gefühl vermittelt. Sprich er schießt lieber statt zu fragen, geht auf Amokläufe, verkauft Leute an Kannibalen und lässt auch sonst absolut schonungslos die Sau raushängen — eben wie ich als Spieler. Die anderen beiden sind hingegen langweilige 08/15-Futzies, die auch von den Schreiberlingen im Laufe des Spiels nichts so wirklich richtig zum Leben erweckt werden.

    Zugegeben: Vermutlich will Dan Houser auch gar nicht, dass ich mich mit irgendeinem der Dreien wirklich identifiziere. Das Blöde ist nur: Wenn mir das Leben des Hauptcharakters am Hintern vorbeigeht, dann interessiert mich logischerweise auch die restliche Hintergrundgeschichte nicht. Wenn man überhaupt von einer echten Hintergrundgeschichte reden kann. Tatsächlich hangelt ihr euch einfach von Mission zu Mission, plant und führt hin und wieder einen großen Überfall durch und das war es auch schon. Eine wirkliche Charakterentwicklung oder einen echten Fortschritt abseits von „hey, jetzt hast du ein größeres Haus, Franklin!“ habe ich bislang noch nicht bemerkt.

    Für mich sind die Missionen bislang nur der rote Faden an dem ich mich in der Spielwelt entlanghangele weil ich sonst irgendwie nichts wirklich Besseres zu tun habe mit nur äußerst wenigen Highlights (selbst die Heists sind im Vergleich zu einem Payday eher durchschnittlich). Mir fällt sogar aus dem Kopf kein einziges Highlight aus den Hauptmissionen ein. Die eine oder andere Nebenmission war da schon interessanter. Nico Bellics Geschichte war da wesentlich besser gemacht und motivierender.

  • FAKT: Rockstar gibt euch eine riesige Spielwelt, will aber gleichzeitig nicht, dass ihr euch darin wirklich austobt. Die Polizei habt ihr schneller am Hals als früher, sie schießt auch schneller und ohne euren Autolack zu erneuern dauert es eine gefühlte Ewigkeit, bis euer Wanted-Level verschwindet. Auch die Passanten sind überraschend aggressiv drauf. Vom Militär wollen wir erst gar nicht anfangen. Die Armee-Basis ist eine absolute Todeszone. Vorbei die Zeiten, in denen ihr euch einen Panzer geschnappt habt und fröhlich die halbe Stadt zerstören konntet. Gleichzeitig ist Munition sehr teuer, Sterben wird hart bestraft (kostet einen Haufen Kohle) und kommt trotz niedrigerer Chance aus der Windschutzscheibe zu fliegen viel zu oft vor.
  • Herstellerbild zu GTA V

  • Wie ist der Humor? Voll auf die Nase — und das meine ich absolut negativ. Es ist einmal oder vielleicht zweimal lustig, wenn im Radio ein Spot läuft von wegen „Hört her, wir sagen alles so wie es wirklich ist, damit ihr den Witz auch wirklich versteht“. Ein Beispiel ist die ganze LifeInvader-/Cloud-Geschichte in der es in vollem Ernst darum geht wie eure Daten missbraucht werden. Aber das hat doch auf Dauer nichts mehr mit Satire zu tun. Satire ist subtil und bedeutet mehr als einfach den stereotypischen Kiffer-Charakter in die Spielwelt zu setzen und zu hoffen, dass das ausreicht, um die Leute zum Lachen zu bringen.

    Leider scheint Rockstar seine Käufer nicht als äußerst intelligent einzuschätzen, weshalb es in Grand Theft Auto V fast nichts anderes gibt als diese Art von offensichtlichen „Erklärhumor“. Es fehlt nur noch der Laugh-Track im Hintergrund. War das im Vorgänger auch schon so extrem? Ich weiß es nicht. Mir ist es auf jeden Fall nicht so im Hinterkopf geblieben. Durch die Art und Weise wie Rockstar versucht hat Amerika zu parodieren, wurde aus dem Spiel selbst eine Parodie. Saints Row IV zeigt definitiv wie es besser geht.

  • FAKT: Die (englische) Sprachausgabe ist äußerst gut gelungen. Die Auswahl der Sprecher ist hervorragend und deren Auswahl (inklusive deren Texte) groß genug, dass sich in normalen Situationen auch die Passanten sich nicht ständig wiederholen. Wenn ihr allerdings das 50. Auto klaut, dann geht auch diesem Spiel so langsam aber sicher die Luft aus.
  • Wie gut sind die Radiosender? Überraschend langweilig obwohl es 17 thematisch unterschiedliche Sender gibt und wie gewohnt alle ein mehrstündiges Programm mit allem Drum und Dran abspielen. Aber da wie oben erwähnt der Humor bei mir einfach nicht zündet und bei der Musikauswahl auch irgendwie nichts dabei ist, was mich von den Socken haut, düdelt das Radio einfach nur im Hintergrund mit. Es nervt nicht, aber das Bedürfnis mir wie beispielsweise bei Grand Theft Auto: Vice City den Soundtrack zu holen habe ich absolut nicht.

    Der Score ist allerdings noch langweiliger. Ja, ihr hört nun auch Musik wenn ihr nicht im Auto sitzt. Extra was komponiert worden dieses Mal. Das Ergebnis ist aber nichts weiter als ein mittelmäßiger Ambient-Track den ich außerhalb des Spiels garantiert nicht hören will, der währenddessen aber völlig ausreichend ist.

  • FAKT: Los Santos ist sehr atmosphärisch. Es ist viel los, viele Passanten unterhalten sich und ihr könnt ihnen auch mal länger zuhören. Der Verkehr ist nicht ganz so hibbelig wie früher, ihr könnt also auch tatsächlich mal normal mitfahren und es gibt hin und wieder auch mal einen Unfall oder eine Verfolgungsjagd zwischen NPCs. Und ihr könnt auch mit gezogener Waffe mal herumlaufen ohne, dass sofort überall Panik ausbricht. Außerdem gibt es (trotz der verwaschenen Texturen) überall viele Details zu sehen und zu entdecken.
  • Wie viel gibt es zu tun? So einiges. Alleine mit den Minispielen könnt ihr euch sehr lange beschäftigen, dann gibt es natürlich einen Haufen Haupt- und Nebenmissionen sowie weitere Aktivitäten wie Straßenrennen , Ladenüberfälle oder auf die Jagd gehen. Von den ewig vielen sammelbaren Sachen sowie den Challenges in den Missionen, die euch zum erneuten Spielen motivieren sollen, ganz zu schweigen. Ihr könnt also definitiv auch ohne viel Schabernack zu treiben, was wie erwähnt ja von Rockstar sowieso nicht so wirklich gewollt ist, viel Zeit mit dem Spiel verbringen. Ob das alles wirklich Spaß macht steht auf einem anderen Blatt. Bei Saints Row IV war (und ist) meine Motivation das Spiel zu starten und dann auch mal länger am Stück zu spielen wesentlich größer als bei Grand Theft Auto V bei dem ich ständig nur an andere Dinge denke, die ich gerade tun könnte und dann auch am Ende der nächsten Mission entsprechend abschalte.
  • FAKT: Das Umschalten zwischen den drei Charakteren klappt wunderbar und ohne Probleme. Die Ladezeit finde ich angemessen, schließlich muss er einen Teil der Spielwelt auf einmal entladen und neu laden und die Situationen in denen ihr den jeweiligen Charakter dann wiederfindet sind gut gemacht und geben euch dann doch ein paar zusätzliche Einblicke in ihre Persönlichkeit.
  • Herstellerbild zu GTA V

  • Wie ist die Steuerung? Im Auto fahren und dabei schießen geht mit Gamepad immer noch nicht. Da hat auch Rockstar noch keine Lösung gefunden. Schießereien zu Fuß funktionieren hingegen per Aim-Bot. So trefft ihr zwar immer alles, es ist aber auch entsprechend langweilig. Und das Autofahren an sich klappt ganz gut. Vor allem die schnelleren Karren tendieren zwar sehr zum Ausbrechen, aber unterm Strich habe ich selbst bei hohen Geschwindigkeiten doch eher selten das Gefühl, dass ich mein Auto nicht unter Kontrolle habe. Auch die Sache mit den Flugzeugen und Hubschraubern geht relativ gut von der Hand (besser als früher auf jeden Fall!) solange ihr nicht so waghalsig seid wie ich und gleich im ersten Anlauf versucht unter allen Brücken durchzufliegen. Die Mission habe ich oft neu gestartet… :smile:
  • FAKT: Die „Random Events“ (tatsächlich sind die gar nicht so Zufällig und es gibt auch nur eine begrenzte Anzahl bevor sie sich wiederholen) sind ganz nett und laden immer wieder dazu ein das derzeitige Ziel zu vergessen und stattdessen nachzusehen, was einen an diesem blauen Punkt erwartet. Das reicht von Anhaltern und einer Runde Bus fahren über Diebe bis hin zu Schießereien zwischen Gangstern und Polizei bei denen ihr euch für eine Seite entscheiden müsst. Definitiv sehr nett und lockert das Geschehen angenehm auf.
  • Taugt GTA Online was?Auf dem Papier ja. In der Praxis hat es nicht nur immer noch mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen, sondern auch mit den Spielern. Die Spielwelt ist ein einziges Schlachtfest bei dem der Vorsatz gilt: Jeder ist auf sich alleine gestellt. Seht ihr einen anderen Spieler, ist die Chance äußerst gut, dass er euch sogleich töten wird. Das bedeutet wiederum, dass ihr einen Großteil eures Ersparten verliert (ja, es gibt Geldautomaten, die ihr deswegen benutzen solltet) und euch ganz schnell der Spaß vergeht. Zumal Waffen und Munition (neben Geld an sich) noch rarer und teurer sind als im Einzelspielermodus. Vielleicht legt sich das aber mit der Zeit und dann kann man sich vielleicht auch online anständig austoben. Derzeit halte ich mich da aber raus.
  • FAKT: Wie erwartet ist der Norden der Karte, sprich die Wald- und Wüstengegend, wieder so langweilig und uninteressant (abseits von ein paar Easter Eggs) wie damals bei GTA: San Andreas. Hier verbringt ihr stattdessen die meiste Zeit damit einfach nur stupide von A nach B zu fahren und euch zu langweilen.

So viel also erst einmal dazu. Wie ihr sicherlich nicht nur zwischen den Zeilen herauslesen könnt, bin ich von Grand Theft Auto V (wie erwartet) nicht so wirklich begeistert. Von einem Spiel, das so viele Millionen gekostet hat, erwarte ich einfach mehr als das, was Rockstar hier abliefert. Natürlich sieht man durchaus wo das Geld hingeflossen ist. Die Frage ist allerdings: Wäre es beispielsweise bei der Geschichte nicht besser aufgehoben als in der Entwicklung eines eigenen Internets mit Dutzenden von Seiten?

Mir ist klar, dass ich mit dieser Meinung zur Minderheit gehöre, aber die Saints Row-Serie trifft meinen Geschmack in Sachen Open-World-Titel mittlerweile um Welten besser. Ich habe Grand Theft Auto V definitiv nur so viel gespielt, weil alles andere bereits in Umzugskartons verpackt ist und ich nicht am Laptop irgendwas auf Steam zocken wollte (mein Desktop ist schon wieder außer Betrieb). Dass ich mir aber dennoch mittlerweile andere Xbox-360-Titel aus einem Karton rausgefischt habe, sagt vermutlich mehr aus als jeder noch so lange Eintrag, den ich tippen könnte.

Zusammengefasst kann ich also nur erneut wieder betonen, dass mich Rockstar im Laufe der Zeit definitiv als Fan ihres Studios verloren hat — und das nicht nur wegen der Richtung, in die sich die GTA-Serie entwickelt hat. Mittlerweile schiebe ich sie tatsächlich mit in die Bethesda Game Studios-Ecke. Und von denen halte ich bekanntlich auch nicht wirklich viel.

Bis Montag!

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