Sicarius

Neue harte Ware — Letzter Teil

Es geht voran im neuen Hause Sicarius. Die Bücher sind schon aus den Umzugskisten raus. Zugegeben: Sie haben bislang nur ihren Weg auf den Fußboden und noch nicht ins Regal geschafft. Aber hey: Eins nach dem Anderen! Immerhin stehen die ganzen Figuren bereits an ihrem vorgesehenen Platz. Die ersten Spiele liegen auch schon großzügig verteilt hier herum und warten darauf einsortiert zu werden, was aber erst geht wenn ich ALLE fünf Kartons (der sechste sind Spiele in CD-Hüllen, Papier-Hüllen und DS/3DS-Hüllen) aus dem Keller hochgeschafft habe. Beim Umzug habe ich leider nicht so sehr darauf geachtet sie schon alphabetisch in die Kartons zu packen. Im Nachhinein betrachtet war das ein großer Fehler. Ich hoffe nur, dass auch wirklich der Platz ausreicht für alles (Spiele, Filme und Serien) und ich nicht noch irgendwo ein Regal hinstellen muss. Ich weiß: Hashtag First World Problems. Aber wenn wir sowieso schon bei diesem Thema sind:

Drei Monitore

Ja, heute reden wir noch ein letztes Mal über Hardware, gestern ist nämlich ein riesiges Paket von Amazon eingetroffen. Ihr fragt was drin war? Na der mittlere Monitor natürlich! Auf meinem Kinderschreibtisch hatte ich immer nur Platz für zwei Monitore. Jetzt wo ich einen größeren habe, konnte ich mir endlich den Traum erfüllen und noch einen weiteren dazu stellen. Zugegeben: Das stimmt nicht ganz. Tatsächlich war der Grund für einen neuen Monitor schlicht, dass der Dell 2407WFP keinen HDMI-Anschluss besitzt.

Warum das ein Problem war? Nun, ich betreibe meine Xbox 360 bekanntlich nicht an einem Fernseher, sondern schleifte sie bislang über den Hauppauge HD PVR zum Computermonitor. Die Folge? Ich musste meine Xbox 360 auf 720p laufen lassen da das Aufnahmegerät noch kein HDMI konnte und ich gleichzeitig von dort zum ausgebenden Monitor ein dämliches RBG-Kabel benutzen musste. Das ging mir höllisch auf die Nerven weil die kleinste Bewegung (es reichte schon ein etwas stärker Bass) am Kabel zu ausgewaschenen Farben führte. Als dann endlich der Hauppauge HD PVR 2 mit HDMI-Anschluss rauskam, wollte ich den natürlich haben, um die Sache aus der Welt zu schaffen. Konnte ich aber nicht, weil er eben nur noch HDMI-Anschlüsse hat und ich somit aufgrund des fehlenden HDMI-Anschluss am Dell 2407WFP diesen nicht anschließen konnte. Gleichzeitig hatte ich weder Platz für einen 27″-Monitor geschweige denn für einen 3. Monitor auf meinem alten Kinderschreibtisch. Ihr versteht?

Endlich Platz!

Da ich mit dem Umzug aber jetzt einen neuen, wesentlich größeren Schreibtisch besitze, konnte ich auch endlich zuschlagen und mir gleichzeitig eine Kommandozentrale einrichten. Wobei der Schreibtisch mit seinen 1,80m trotzdem nicht lang genug ist, um alle drei Monitore im Querformat zu betreiben. Glücklicherweise habe ich damals, es müsste so 2004/2005 gewesen sein, beim Kauf meines Iiyama ProLite H540S-B einen Arsch voll Geld (das Ding hat mich über 1.100 Euro gekostet!) zusätzlich ausgegeben, um die Pivot-fähige Version zu erhalten. Ein Feature, das ich bis gestern NIE genutzt habe. War quasi in weiser Voraussicht — zumindest rede ich mir jetzt den Kauf auf diese Art und Weise schön :smile: .

Ich habe somit gestern meine Mittagspause (tatsächlich habe ich diese Woche noch Urlaub) damit verbracht die neue Hauppauge-Box sowie den Monitor in mein bestehendes Setup zu integrieren. Eine nicht ganz so einfache Sache. Hauppauge geht beispielsweise davon aus, dass ihr eure Boxen am Fernseher hängen habt und nicht wie ich an einer Decoderstation. Einen Digital-Audio-Out wie beim HD PVR gibt es also nicht mehr aber ich will selbstverständlich die Xbox 360 über meine Teufel-Boxen erleben (und abseits des Iiyama hat auch keiner der Monitore integrierte Boxen). Somit musste ich ein digitales Audiokabel von der Xbox 360 zur Decoderstation bringen (die Box gibt über HDMI für das Aufnahmegerät und gleichzeitig über Digital Out für die Boxen den Ton aus). Aber die Kabel, die ich besitze, sind nur einen Meter lang. Und auch das DVI-Kabel vom Iiyama ist nicht viel länger. Sprich es blieb mir nichts anderes übrig als den Rechner nun doch unter den Tisch zu stellen und die Decoderstation runter vom Bass mit auf den Schreibtisch zu packen. Praktischerweise ist unter den Monitoren ausreichend Platz, somit habe ich tatsächlich keine Verluste erlitten. Am Ende hat also glücklicherweise doch alles gepasst und ich musste nicht plötzlich Monitor Nr. 3 doch in Rente schicken. Das wäre äußerst schade gewesen.

Die Praxis

Mein Windows-Desktop sieht nach der Inbetriebnahme nun so aus (draufklicken für die große Fassung):

Christophs Windows-Desktop

Wie ihr seht, passt die Webseite nun zweimal auf den Hauptbildschirm mit seiner Auflösung von 2560×1440 (16:9). Wichtiger ist aber natürlich, dass ich nun NOCH MEHR Icons in die Taskleiste packen kann :smile: . Auf dem Pivot (1200×1600 – 3:4) liegen derzeit Trillian und Steam. Vielleicht schiebe ich auch noch Winamp rüber (meine Playlist ist bekanntlich seeeeeeeeehr lang). Hauptsächlich werde ich ihn aber zum Anzeigen von längeren Webseiten und Dokumenten benutzen. Ganz links (1920×1200 – 16:10) findet sich hingegen vor allem Outlook. Insgesamt habe ich horizontal nun 5680px zur Verfügung.

In Spielen werden die krassen 5680px aber nicht zum Einsatz kommen. Gezockt wird weiterhin nur auf dem Hauptbildschirm, also auf maximal 2560×1440. Die ersten Tests in der Hinsicht sind auch äußerst positiv. Hatte durchaus erwartet, dass die Framerate nun in den Keller geht. Aber sowohl BioShock Infinite als auch Rise of the Triad laufen immer noch mit durchweg stabilen 60fps (Adaptives VSync). Bei Hitman: Absolution hat er da schon mehr zu kämpfen. Waren es vorher 37fps (Minimum), 60fps (Maximum) und 46fps (Average) im Benchmark, sind die Werte jetzt auf 13fps, 42fps und 30fps gesunken. Es ist aber nicht unspielbar geworden, sondern lief trotz des niedrigen Minimum-Framerate-Wert durchgängig flüssig. Und ganz ehrlich? Bei der Auflösung schadet es sicherlich nicht, wenn ich die verschiedenen Formen von Anti-Aliasing, die es mittlerweile gibt, zumindest etwas runterregele. 2xMSAA statt 8xMSAA tut es sicherlich auch.

Aber auch in den beiden ersten Titeln merkt man, dass die Grafikkarte mehr arbeiten muss. Sie ist definitiv nun noch hörbarer geworden und muss die Lüfter wesentlich stärker laufen lassen als unter 1920×1200. Beim normalen Spielen stört es — zumindest mich — aber noch nicht. Von daher: Solange sie mir nicht schon wieder abraucht, kann ich mit dieser Entwicklung leben. Mit der kleineren Darstellung im Windows-Betrieb durch die höhere Auflösung auf dem Hauptmonitor hatte ich übrigens keinerlei Probleme und brauchte auch keine Eingewöhnungszeit. Kam überraschenderweise sofort damit zurecht, dass ich in Word nun drei Seiten nebeneinander sehen kann (sprich den kompletten Eintrag).

Epilog

Damit ist das Thema „Neue Hardware“ nun endlich und für die nahe Zukunft beendet. Ich brauche zwar noch ein paar Meter Kabel, um die hinteren Boxen anzuschließen (ja, sie stehen erstmals richtig!), aber dazu wird es logischerweise keinen eigenen Eintrag geben :smile: . Somit wurden es am Ende drei Artikel zum Thema, obwohl ich eigentlich nur mit einem gerechnet hatte. Aber immerhin immer noch 50% weniger als bei einem gewissen Azzkickr! Ich wette aber, dass es bei ihm auch nicht mehr soooo lange dauern wird, bis es ihm wieder in den Fingern juckt :smile: . Vor allem jetzt, wo ich ihn seit langem mal wieder in Sachen Rechnerpower überholt habe. Und dann werde ich ihn natürlich auch wieder zwing…bitten seine Erfahrungen mit euch zu teilen.

Bis Montag!

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7 Kommentare

[i]"Vor allem jetzt, wo ich ihn seit langem mal wieder in Sachen Rechnerpower überholt habe."[/i]

Ja. Irgendwann muss man diesen Platz räumen. :crying:
Aufrüsten ist aber erstmal keine Option für mich. Liest sich alles ganz schön bei dir, da ich aber gerade wenig Zeit zum Spielen habe und dann auch sowieso auf GW2 festgefahren bin, relativiert sich das. In Ultra-Einstellungen im WvWvW wird man mit dem System auch keine 100+ fps haben, nur mehr Stromverbrauch. Schade, wenn die Hardwar von 2012/13 ist, aber die Software-Entwicklung der aktuellen Titel theoretisch nur auf 2008 sein kann, de facto aber noch in den 90ern steckt. :(

Die Finger jucken nicht nur, sie bluten schon, weil ich die Haut abgekratzt habe :wink:

Spaß beiseite: rein vom technischen Interesse her, würde ich mir tatsächlich sehr gerne nen neuen PC zulegen (oder zumindest den aktuelln stark aufrüsten). Immerhin träume ich aktuell schon von einem reinen SSD-PC (mit >2TB Speicher) sowie einem 3×46"-FHD-Monitor-Setup. Allerdings muss ich mir eingestehen, dass ersteres immer noch arg teuer und zweiteres vor dem Hintergrund einer möglichen Oculus Rift womöglich schon jetzt veraltet sein könnte. Unabhängig davon ist HDMI 2.0 für mich Pflicht (da hier 3D @ 4K möglich wird). Und solche Karten gibts frühestens im Q2/14. Und die nächsten wirklich großen technischen Fortschritte bei CPU und GPU wirds wohl auch erst im Q1/15 geben. Entsprechend hast du noch 15 Monate den Spitzenplatz inne. Die Uhr tickt aber!!!!

Und falls Oculus Rift wider Erwarten doch nix wird, werde ich meinen aktuellen Traum eben "upgraden": 3×55" @ 11520×2160 @ 3D … dazu brauch ich dann aber ca. 6 Grafikkarten im Rechner ^^

Naja, statt 2 TByte an SSDs habe ich hier einfach 256 GByte SSD + 120 Gbyte SSD im Rechner und 5 TByte als NAS im Nebenraum. Vorteil: Unhörbar aber trotzdem schnell und toll als Datengrab.

Ich brauche die 2TB ja nicht als Datengrab, sondern hauptsächlich als Steamplatte :wink: Und da sehe ich ein NAS eher ungeeignet. Allerdings habe ich mich nach wie vor nicht in die NAS-Thematik eingearbeteitet.

Also Steam bzw. Games im allgemeinen sind bei mir auch der Grund, warum in meinem neuen PC definitiv noch ne konventionelle Festplatte mit 2-3TB ihren Platz finden wird. (Wann auch immer ich ihn endlich kauf… Bin so unentschlossen, der Finger hat schon über dem großen "bestellen" Button gekreist). Der alte Rechner wird dann auf jedenfall abgerüstet/umgerüstet als HomeServer/NAS. Einziger Nachteil jetzt nen Rechner zu kaufen: Die BeimChristoph-Performance-Krone werd ich dann nichtmal kurz inne haben :)

Klar, wenn man seine komplette Steam-Liste rungeladen haben will kommt man um eine große HDD nicht herum. LAN ist da von den Zugriffszeiten nicht flott genug um die interne HDD 100% zu ersetzen, ab und an ruckelt es beim Nachladen dann doch.

Ich persönlich habe mich dann (auch aus reinem Zeitmangel, zum Spielen komme ich gerade eh so gut wie nie) für die Minimal-Steam-Lösung entschieden und komme mit 300 GByte SSD-Speicher gut aus, sind ja auch ein paar Spiele drin ;) . Mir war die Festplatte im PC aber schlicht zu laut. Denkt man gar nicht, immerhin gelten HDDs ja, vor allem wenn sie entkoppelt sind, als eher ruhige Gerätschaften. Wenn aber der Rest vom PC absolut unhörbar ist, dann nervt die Festplatte einfach nur tierisch. Geht mir mittlerweile sogar im Notebook so: Wenns da raschelt werd ich nervös und merke immer erst mit Verzögerung, dass da nur gerade die HDD angesprungen ist.

[i]"Also Steam bzw. Games im allgemeinen sind bei mir auch der Grund, warum in meinem neuen PC definitiv noch ne konventionelle Festplatte mit 2-3TB ihren Platz finden wird."[/i]

Sehe ich genauso, auch wenn es bei mir selbst keine 2-3 TB würden. Mir reicht da schon ein halbes TB.

Zeug, dass nicht genutzt, wird, wird nicht installiert. Das System möglichst schlank halten. Bilder/Videos und 90% der Steamliste wird dann dahinsortiert. Auch das Ende aller Downloads landet dort (Fraps/jDownloader/utorrent und Vergleichbares).
Selbst meiner SSD rationiere ich den Platz, da ich für mich noch keinen Mehrwert in der Anschaffung einer weiteren oder größeren SSD sehe. Bei Adobe und Co. rentiert sich die SSD dafür extrem. Aber selbst wenn auch fast jedes Spiel auf einer SSD schneller läuft, wäge ich dann doch ab, ob ich das wirklich brauche nur um 4-5 Sekunden kürzere Ladezeiten zu haben. Einen massiven Unterschied konnte ich bislang nur bei Rage, BF3 und GW2 verzeichnen. Und das sind ja nicht wirklich die jüngsten Titel. Im Zweifel also alles auf die HDD. Die Preise sind derzeit ja schon netter als vor eineinhalb Jahren, aber trotzdem nicht so, dass ich für's dumpen investiere.

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