Sicarius

Windows 8 und das MSI GE60 2OC

Bagdadsoftware and the Curse of the Hard Disk Drive

[…]Jeder träumt sicherlich davon mal ein Buch zu schreiben. Ich nehme mich da definitiv nicht davon aus. Das Projekt Tage des Schreckens war vor zig Jahren ein erster Ansatz und ich habe auch tatsächlich ein paar Jahre lang versucht aktiv beim National Novel Writing Month mitzumachen — ohne jemals überhaupt die 5.000 Wörter geschweige denn die 50.000 Wörtergrenze zu erreichen. Im Nachhinein betrachtet, war ich damals ganz klar zu unerfahren zum einen was das Schreiben anging, zum anderen aber auch schlicht was die Themenfindung anging. Hinsetzen und einfach losschreiben ist selbst bei einem Spieletest nie eine gute Lösung. Es braucht ein gewisses Maß an Vorbereitung und vor allem das Wissen, wo man eigentlich hin will. Da reicht es schon zu wissen, welche Spielspaßnote am Ende drunter stehen wird, um das eigene Geschreibsel entsprechend zu steuern. Einfach nur drauflossschreiben auf einem weißen Blatt Papier, das kann man höchstens mal bei einem Fillereintrag machen, wie ich im Laufe der Zeit es auch öfters getan habe — mit eher gemischtem Erfolg. Aber ein ganzes Buch? Vergesst es!

Entsprechend hatte ich das Thema im Prinzip schon abgeschlossen. Mehrseitige Einträge/Reports/Tests/Vorschauen? Das mache ich mit links! Aber ein Buch schien außer Reichweite. Dass ihr dieses Vorwort hier lest, zeigt jedoch, dass ich mich offensichtlich geirrt habe. Und wem habe ich das alles zu verdanken? Nun den unzähligen Rechner, die mir im Laufe der Zeit mehr oder weniger extrem aus den Fingern geglitten sind. Diese Erfahrungen waren so zahlreich, dass es ein leichtes war diese Niederzuschreiben und einen Publisher dafür zu finden.[…]

— Auszug aus der Einleitung des New York Times Bestsellers „Christoph versus Computer — Eine Leidensgeschichte“

Nein, (noch) existiert dieses Buch natürlich nicht. Genug Material hätte ich aber auf jeden Fall. Ganz aktuell beschäftigte mich am Dienstag mein neues Notebook (dazu später mehr) und dann meinte am Freitag (es passiert immer am Wochenende!) mein Desktop, dass er gar nicht damit einverstanden ist, dass ich ihn jetzt nach all den Jahren plötzlich ersetzen möchte. Letzteres führte dazu, dass ich unter Windows 7 plötzlich ewig viele Fehlermeldungen bekam (Programme ließen sich nicht mehr starten und derlei Kram). Da dachte ich mir: „Mach doch mal einen Neustart. Das hilft vielleicht.“ — Falsch gedacht. Scandisk lief an, fand und korrigierte gefühlt 10 Millionen Fehler und nach dem darauffolgenden Neustart kam sofort ein Bluescreen. Fantastisch.

Nichts half, um das Problem zu lösen. Systemreparatur und Systemwiederherstellung brachen mit Fehlermeldung ab. Eine Reduzierung auf die minimalst benötigte Hardware brachte keine Veränderung und der abgesicherte Modus lief nicht rein. Windows 7 ließ sich mangels freien Speicherplatzes nicht nochmal drüberbügeln und Knoppix 5.4 lief zwar, ich hatte damit jedoch keine Zugriffsrechte auf der Systemplatte. Ich konnte zwar die Dateien sehen, aber es war mir noch nicht einmal möglich die paar relevanten Daten zu sichern, die sich tatsächlich auf der Platte befinden. So blieb mir am Ende nichts anderes übrig als „Format C:“ einzutippen. Also bildlich gesprochen. Tatsächlich macht man das heutzutage ja über das Windows-Setup. Zum Glück hatte ich im Mai in weiser Voraussicht doch mal ein Backup meiner 1 GB an E-Mails angefertigt (ja, die waren bislang noch nicht in der Cloud). So habe ich effektiv nur Zeit sowie rund 5 Monate an Nachrichten verloren (darunter auch ein paar Mails mit Lizenzkeys und Kickstarter-Mails mit Keys und Downloadinfos). Es war also nicht der ganz große Supergau. Ärgerlich war es aber natürlich trotzdem.

Windows 8

Statt jedoch einfach wieder Windows 7 zu installieren, habe ich mir gleich Windows 8 draufgepackt. Ich wollte zwar auf Windows 8.1 und den neuen Rechner warten. Aber da ich es mir für den neuen Laptop bereits geholt hatte (das Upgrade auf 8.1 ist kostenlos), dachte ich mir: Scheiß drauf! Außerdem wurde es auch mal Zeit, dass ich umsteige nachdem Azzkickr bereits vor fast einem Jahr den Sprung ins tiefe Nass gewagt hatte — mit einem überraschend positiven Ergebnis. Und nach einem Wochenende damit auf zwei unterschiedlichen Rechnern, kann auch ich ganz klar sagen: Mir gefällt’s!

Das Nachfolgende bezieht sich vor allem auf den Desktoprechner. Die Laptop-Spezialdinge kommen danach.

Fangen wir mit den Bootzeiten an: Die hatte Azz damals schon positiv erwähnt aber, dass der Unterschied so extrem ausfällt, hatte ich dann doch nicht erwartet. Ich weiß nicht was Windows 8 im Vergleich zu Windows 7 genau anders macht, aber so schnell war ich noch nie in einem Betriebssystem drin und auch einsatzbereit. Trotz meiner externen Festplatte, von der er beim Booten einiges Laden muss, bin ich bei einem Kaltstart in wenigen Sekunden im Anmeldebildschirm und kann nach der Eingabe sofort loslegen. Die Fähigkeiten der SSD werden anscheinend nun anständig genutzt.

Screenshot von Christophs ModernUIDann wäre da die Microsoft Live Integration, die mir positiv aufgefallen ist, als ich den Laptop aufgesetzt habe obwohl ich es zuerst erst gar nicht bemerkt hatte. Erst als ich das Hintergrundbild anpassen wollte fiel mir auf: Das ist doch dasselbe, wie ich gerade am Desktop habe?! Und tatsächlich hat er den Laptop optisch 1:1 so eingerichtet wie der Desktop. Genial, wenngleich es mir nicht weit genug geht. Meine Einstellungen im Windows Explorer beispielsweise hat er nicht übertragen. Das könnten sie aber definitiv mit in die nächste Version übernehmen.

Mobile-Design

Als nächstes sind die Kacheln dran, die ich jedoch überhaupt nicht nutze. Im Gegenteil habe ich sogar alles entfernt (abseits der Wetter- und Aktieninformationen), was dort standardmäßig drauf ist beziehungswiese durch die Installation von Programmen dort hinterlegt wird. Entsprechend kann ich zum tatsächlichen Nutzen dieser Seite nichts sagen. Nach dem Einloggen drücke ich die Windows-Taste und bin sofort auf dem Desktop. Auch das fehlende Startmenü stört mich nicht, ich habe es ja eh nie wirklich benutzt. Stattdessen freue ich mich über den zusätzlichen Platz, den ich nun in der Taskleiste habe für noch mehr Icons! :smile: .

Mein einziges Erlebnis mit Kacheln und den dazugehörigen Apps war, als ich aus Versehen auf „Fotos“ geklickt hatte und dann erst einmal googeln musste, wie ich dieses „App“ jetzt wieder schließe. Mit „X“ drücken ist da ja leider nichts zu machen. Stattdessen muss man es wegschieben, worauf ich jetzt nicht wirklich gekommen wäre.

Was mir in der Hinsicht jedoch negativ aufgefallen ist, ist die Suche nach der Systemsteuerung, Windows Update und dem dazugehörigen Kram. Hinter der App „PC-Einstellungen“ versteckt sich nicht wirklich das, was ich erwartet hatte. Spätestens hier geht es dann mit der Umstellung los. Aus diesem Grund habe ich mir mittlerweile viele weitere Windows-Hotkeys angeeignet, um beispielsweise zum Ausführen-Dialog zu landen oder eben in die Systemsteuerung zu kommen. Das ist definitiv sehr doof und auch hier musste ich erst das Internet befragen, was nicht gerade bedienungsfreundlich ist. Andererseits ist es sicherlich auch nur eine Gewöhnungssache.

Systemzeugs

Und wenn wir schon bei Windows Update sind: Wieso installiert er die Updates jetzt nicht mehr auch wenn ich den Rechner herunterfahre? Der Sinn dahinter will mir einfach nicht in den Kopf. Ja, das Herunterfahren geht dafür jetzt extrem schnell. Aber was bringt es mir, wenn beim nächsten Bootvorgang dann die Meldung kommt „Es stehen Updates zur Installation bereit. Ihr PC wird in zwei Tagen neu gestartet“ und ich entsprechend vor dem Einloggen gleich wieder einen Neustart mache? Das ist doch bekloppt. Bei Windows XP gab es doch schon die Unterscheidung zwischen „Herunterfahren“ und „Updates installieren und Herunterfahren“.

Screenshot vom Windows 8 Task-ManagerIn Sachen Treiber hatte ich, anders als Azzkickr damals, hingegen absolut keine Probleme. Wäre auch schlimm, wenn die Hersteller nicht mittlerweile ihre Sachen aktualisiert hätten. Die Sachen, die ich noch nachinstallieren musste, hielten sich absolut in Grenzen und das Wartungscenter war in der Hinsicht tatsächlich eine große Hilfe. Ich musste gar nicht erst in die Gerätesteuerung schauen. Stattdessen hat er selbstständig so viel im Netz zusammengesucht wie er konnte und wollte dann nur die Bestätigung zur Installation haben. Probleme bereitete ihn nur mein Scanner (die einzige Hardware, wo er keinen Treiber fand) und hier hat er mich per Direktlink auf die Downloadseite des Herstellers geschickt. So muss das sein!

Wo ich hingegen Azzkickr wieder beipflichten kann, ist das Thema „verbesserter Explorer, Dateitransfer-Dialog und Task-Manager“. Gut, mit dem Ribbon hatte ich ja dank Office 2007 und 2010 schon sehr gute Erfahrung gemacht. Entsprechend war es für mich jetzt nichts wirklich Neues ihn auch im Explorer zu sehen. Aber er ist auch hier einfach sinnvoll und praktisch. Beim Dateitransfer bin ich hingegen über die neue Informationsfülle begeistert und dem tollen Diagramm. Das gibt einen nicht nur endlich halbwegs akkuratere Informationen zur Zeitspanne und der Transferrate, sondern erhöht lustigerweise auch den Spaß am Kopiervorgang weil nun so viel zum Anschauen dabei ist. Und der neue Taskmanager ist schlicht göttlich. Endlich alle wichtigen Informationen zu allen Komponenten (inklusive CPU, Arbeitsspeicher und Festplatten!) auf einen Blick dabei übersichtlich präsentiert und trotzdem noch viele Möglichkeiten ihn auf die eigenen Wünsche anzupassen. Warum habt ihr dafür so viele Jahre gebraucht, Microsoft?!

Was noch?

Einen Negativpunkt hätte ich aber doch noch: Das grundlegende Design. Ich fand bei Windows 7 richtig super, dass es so schön rund und modern wirkte. Windows 8 ist hingegen flach, eckig und irgendwie total langweilig. Es ist jetzt nicht so extrem, dass ich behaupten könnte es sähe aus wie Windows 95. Aber aus meiner Sicht ist es doch ein klarer Rückschritt.

Zu Azzkickrs Punkten „fehlende Sidebar“ und „DVD-Wiedergabe nur gegen Aufpreis“ habe ich hingegen keine Meinung. Bei Windows 7 lief in der Sidebar nur das Wetter, CoreTemp und der aktuelle Euro-Kurs. Aber wirklich genutzt habe ich diese Informationen nicht wirklich oft. Und für die DVD-Wiedergabe benutze ich sowieso schon immer Programme von Drittherstellern (aktuelle Cyberlink PowerDVD). Somit ist fehlender Support von Seiten Microsoft für mich nicht relevant.

Fazit zu Windows 8

Meine ersten Erfahrungen sind somit fast durchweg positiv. Ja, das neue System erfordert erneut etwas Eingewöhnung und vor allem das Verstecken der Systemfunktionen ist für mich als erfahrener Nutzer etwas doof. Andererseits kann ich in Hinsicht auf die Nutzerfreundlichkeit schon verstehen, warum Microsoft diesen Schritt gegangen ist. Die Realität ist nun einmal, dass wir nicht die Hauptzielgruppe sind, sondern die ganzen Komplett-PCs-Käufer, die gerade mal wissen wie man das Internet startet oder Firmen, in denen der Admin sowieso die Berechtigungen so weit einschränkt, dass man nicht einmal Dateien auf dem Desktop löschen kann.

Somit überwiegen, anders als damals bei Azzkickr, für mich ganz klar die positiven Seiten und ich werde auf keinen Fall wieder zurück auf Windows 7 wechseln. Ich freue mich stattdessen auf Windows 8.1 und bin gespannt, was sich damit so tut. Wer allerdings mit dem Vorgänger glücklich ist, der hat absolut keinen triftigen Grund jetzt plötzlich umsteigen zu müssen will er nicht neue Hardwarefunktionen wie USB 3.0 anständig unterstützt haben.

Der neue Laptop

Kommen wir nun noch zum anderen Thema: Meinen neuen Laptop. Da ich beim Auszug meinen Desktoprechner mitnehme und Frau Mama so schlecht mit dem Nexus 7 Online-Banking betreiben kann, lass ich ihr meinen alten Fujitsu Siemens Amilo Xa2528 da und musste für mich entsprechend Ersatz beschaffen (wobei ich froh bin, den Kasten los zu sein. Der läuft auch nicht mehr ganz so rund). In unserer Telefonkonferenz hatten mir Dod und Azzkickr zwar ein anderes Gerät empfohlen. Aber dann empfiel mir Dod nachts bei ZackZack (wird von Alternate betrieben) ein unschlagbares Angebot in Form des MSI GE60 2OC.

Zur Gaming-Leistung und Akku-Laufzeit kann ich derzeit zwar noch nichts sagen, da ich noch keine Gelegenheit hatte es zu testen. Dennoch hier schon einmal meine ersten Erfahrung mit dem Gerät:

Bild vom MSI GE60 2OCDas Gerät kam ohne Betriebssystem und zu dem Zeitpunkt hatte noch kein Windows 8 hier rumliegen. Also versuchte ich natürlich erst einmal Windows 7 zu installieren. Großer Fehler! Ich musste im BIOS praktisch alles deaktivieren, was an modernen Features vorhanden war (Secure Boot, AHCI, UEFI, etc.) , bevor er auch nur Anstalten machte die Installation zu starten. Das nächste Problem waren dann die Treiber. MSI liefert zwar eine CD mit, da befinden sich jedoch nur Windows-8-Sachen drauf. Und auf der Homepage etwas zu finden ist noch schwerer als die berühmte Nadel im Heuhaufen. Ich habe schon alleine ewig gebraucht, um die oben verlinkte Seite zu meinem Notebook zu finden. Allerdings konnte ich nicht am Laptop suchen, weil ich keinen Treiber für das integrierte WLAN hatte. Den musste ich mir am Ende bei Realtek direkt herunterladen nachdem ich anhand der beigefügten Treiber-CD ungefähr erraten hatte, welcher Chip da im Gerät drin ist.

Als dann WLAN ging, war es bereits tief in der Nacht und ich hatte keine Lust mehr. Somit machte ich erst einmal nicht weiter. Dann kam Windows 8 rein und ich dachte mir: Rutsch mir den Buckel runter, das hau ich da jetzt drauf. Und siehe da: Das ging locker flockig von der Hand. Keinerlei Probleme und dank der nun funktionsfähigen Treiber-CD war ich ruckzuck betriebsbereit. Ich musste nur den ein oder anderen noch einmal aktualisieren (Grafikkarte beispielsweise) und natürlich die gefühlt 10 Millionen Windows-Updates herunterladen. Aber ansonsten konnte ich dieses Mal sofort loslegen.

Mein Fazit hierzu ist somit ganz klar: Nutzt entweder irgendein Linux oder nehmt die vom Hersteller empfohlene Windows-Version für euren mobilen Rechner her. Alles andere führt nur zu Frust und viel Zeitverschwendung. Aber das ist eigentlich nichts Neues. Der Herstellersupport lässt meistens stark zu wünschen übrig, egal ob nun MSI, Asus, Acer oder Samsung draufsteht, wenn es nicht gerade das allerneuste Modell ist.

Die Hardware

So viel also erst einmal zur Software. Aber wie macht sich das Gerät an sich? Nun, es ist 15,6″ groß und schafft eine Auflösung von 1920×1080 mit seinem matten Display (nie wieder Hochglanz!). Das ist schon einmal sehr gut. Es hat einen Intel i7-4700MQ mit einem Intel HD 4600-Grafikchip drin sowie eine nVidia GT 750 M (2GB VRAM). Die Spieleleistung ist auf dem Papier also ausgesprochen gut. Mit 500 GB Festplatte und 4 GB RAM ist es auch in der Hinsicht ausreichend ausgestattet.

Die Tastatur besitzt einen Num-Block und stammt von SteelSeries, einer vor allem im eSport sehr beliebten Marke. Ich merke den Unterschied aber auch definitiv. Die Tasten sind sehr griffig gestaltet, geben aber dennoch die Laptop-typischen Schreibgeräusche ab. Sind also nicht extrem laut. Gleichzeitig sind sie nicht so eng aneinander, wie man es normalerweise kennt. Stattdessen ist überall eine Lücke von ca. 3mm, was das Gefühl verstärkt eine richtige Tastatur unter den Fingern zu haben obwohl die Tasten flach wie eine Flunder sind.

Komische Aufteilung

Die Aufteilung ist, wie immer, jedoch etwas gewöhungsbedürftig. Die jetzt sehr wichtige Windows-Taste ist zum Beispiel nur einmal vorhanden und zwar rechts von der Leertaste. Die Enter-Taste ist, typisch amerikanisch, sehr klein gehalten und die Pfeiltasten an einer Position, wo ich normalerweise die Strg-Taste vermute. Entsprechend oft verdrücke ich mich noch. Auch die Entf-Taste ist mit ihrer Lage neben der 0 auf dem Num-Block an einer total ungewohnten und, ganz ehrlich, völlig bekloppten Stelle.

Auch das Touchpad mit den Maustasten ist etwas anderes. Es ist zwar angenehm rau, aber die Maustasten sind nicht sichtbar. Stattdessen drückt ihr quasi an den unteren Seiten das Touchpad nach unten, um dann mit dem gewohnten Klick-Geräusch belohnt zu werden. Das ist nicht nur ungewohnt, es funktioniert auch nicht immer wie gewünscht finde ich. Vor allem wenn ich sowohl Touchpad als auch Taste gleichzeitig bediene, habe ich oft das Gefühl, dass er nicht auf meine Eingaben reagiert. Das ist ein Punkt, den muss ich auf jeden Fall noch genauer untersuchen und wäre definitiv ein Grund, das Ding doch wieder zurückzuschicken (eine Woche habe ich noch zum Testen).

Das Äußere

Bild vom MSI GE60 2OCVom Design her, ist das Gerät sehr schlicht gehalten (Farbe ist nur auf dem Deckel) und fühlt sich ehrlich gesagt auch etwas fragil und, ja fast schon billig an (speziell der Deckel). Ich hoffe, dass das nur ein Eindruck ist und mir nicht plötzlich die Scharniere abbrechen. Aber es ist ein Punkt, der auch in den diversen Tests angesprochen wurde und definitiv richtig ist. Dafür glänzt es aber buchstäblich vor Klavierlack nicht nur auf dem Deckel, sondern auch im Innenbereich. Die Folgen sind klar: Schon jetzt sind um das Touchpad herum viele Finger- und Handabdrücke sichtbar. Immerhin haben sie darauf verzichtet die Tasten glänzend zu machen.

In Sachen Anschlüssen hat MSI auch wieder sein eigenes Ding gemacht. Statt hinten beispielsweise zumindest Strom und Netzwerk hinzupacken, ist alles links und rechts an den Seiten verteilt. Finde ich keine so optimale Platzausnutzung. Was ich jedoch nicht schlimm finde ist, dass die Elemente nach vorne konzentriert sind. In einigen Tests wurde dies als nervig angesprochen. Ich habe damit jedoch kein Problem. Vor allem nicht, wenn man bedenkt, dass beim Amilo die Headset-Anschlüsse VORNE waren. DAS hat gestört. Ich bin es durch meinen Firmenlaptop aber auch gar nicht anders gewohnt. Da sind die Anschlüsse auch mehr an den Seiten und dort weiter vorne. Die Art und Anzahl der Anschlüsse ist hingegen völlig ausreichend für mich am MSI. Mehr als einen USB-Stick und eine Maus habe ich selten dranhängen.

Ein Negativpunkt ist jedoch noch das DVD-Laufwerk. So ist die Taste zum Aufmachen ist in die Blende eingelassen und unterscheidet sich von ihrem Drumherum ausschließlich dadurch, dass sie glatt ist und der Rest rau. Das hilft aber überhaupt nichts, wenn ich sie gar nicht erst erfühlen kann durch das Einlassen. Ich muss immer hinschauen, um es zu öffnen. Und wenn ich dann offen habe, fällt auf, wie billig es verarbeitet ist. Ich habe tatsächlich die ernsthafte Befürchtung, dass mir das Ding in der Hand abbrechen könnte so schlabbrig hängt es drin. Ja, Notebook-Laufwerke sind generell nicht das hochwertigste. Aber so viel Angst, dass ich es allein durch das Anschauen kaputt mache, hatte ich bislang noch nicht. Zum Glück brauche ich es nicht so oft.

Fazit zum Notebook

Was habe ich also für meine 750 Euro bekommen? Nun, rein technisch gesehen ist es ein sicherlich hervorragendes Notebook für das Geld. Die Probleme mit dem Betriebssystem rechne ich ihm jetzt nicht so stark negativ an, weil das praktisch mit jedem mobilen Rechner ein Thema ist und kollektiv mal behoben gehört. Aber bei der Verarbeitung des Gehäuses habe ich definitiv noch so meine Bedenken. Entsprechend werde ich es diese Woche noch einigen Stresstests unterziehen, bevor ich mich dazu entscheide es wirklich zu behalten, auch wenn die Tendenz derzeit zu einem „ja“ geht. Uneingeschränkt empfehlen kann ich es euch entsprechend derzeit nicht. Da würde ich dann doch eher nochmal mit Dod und Azz über Alternativen von Asus oder Samsung reden. Manchmal ist billig halt einfach billig :smile: .

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10 Kommentare

Wegen der Systemsteuerung etc.: Rechtsklick in die linke untere Ecke. Da haste dann alles wichtige sofort zur Hand.

Das Windowsthema find ich echt schwierig… Wenn ich jetzt im Moment nen Rechner neu Aufsetzen würde, wüsste ich nicht was ich drauf installieren soll. Hätte über Dreamspark sogar schon zugriff auf 8.1 (keine Ahnung welche Version, steht aber nix von Beta oder RC dabei, müsste also die RTM sein).
Mit fehlendem Startmenü und mit den Kacheln könnte ich mich bestimmt irgendwie arrangieren. Aber es fehlt für mich einfach komplett irgend ein toller Grund zum umsteigen. Es ist irgendwie schon bezeichnend, wenn die Hauptpluspunkte, die du aufzählst, der Task-Manager und der Explorer sind. Und da ich den Explorer eh nicht benutze bleibt da nicht viel übrig ;)

@ Ron: ist die rtm im dreamspark.

@ Sic: die Probleme beim installieren von Seven auf dem lappi über deaktivierung von uefi und Co habe ich letzte Woche auch mitgemacht. einfache Lösung ist hierbei nicht ururklassisch über bios die Boot Reihenfolge zu bestimmen, sondern man startet die 64er Versionen über die Betriebssystem Wahl ohne was im BIOS zu verändern, bei eingelegter Seven DVD. Korrektes Iso wird dann als komplettes Bootbares OS erkannt und wird dann manuell ausgewählt und gestartet. Dann hat man auch direkt uefi Windows 7 — aber dafür ist es jetzt wohl zu spät ;)

Dein WLAN Problem Ließe sich auch direkt lösen… Per eingesteckten LAN Kabel an den Rooter kannst du bei der Installation schon sehen, wie Windows den Netzwerk Adapter erkennt bevor überhaupt die Windows Installation abgeschlossen ist und bevor überhaupt an einen Mainboard Treiber zu denken ist und weItere netzwerkadapter werden direkt mit erkannt und installiert. Selbstläufer. Auch für die WLAN Treiber.
Falls kein Kabel zur Hand ist auch kein Problem: Pseudo Treiber über den Geräte Manager installieren. Wenn du wenigstens den Hersteller der WLAN Karte weißt kannst du einen solchen trieber aus der guten alten Treiber liste auswählen, und falls der Name auch nicht bekannt ist, den Standard ms Treiber verwenden. Zuerst meckert der über das Gerät aber der ms Treiber sorgt zumindest für eingeschränkte Verbindung und erreicht so Windows Update und tauscht dann ohne Rückfrage den Pseudo gegen den korrekten Treiber. Innerhalb von Sekunden ist das behoben.

Klingt alles Super einfach. Der einfaches weg – den Treiber direkt über die .cab zu installieren funktioniert meistens nicht , da Seven ohne die ersten Windows Updates zu doof ist die Archive bei der trelbersuche zu erkennen. Da musste ich auch erst mal kräftig vor die Stirn klopfen, als ich auf die Eigenheit bei der neuinstallation von Seven stieß.

Wenn du jetzt schon Angst hast, dass dir die Scharniere abbrechen, tausch das Teil lieber um. J.'s alter Laptop war ein MSI und hatte auch genau da Probleme (angebrochene Scharniere nach nicht allzu langer Zeit bei intensiver, aber bestimmt nicht unsachgemäßer Nutzung..) – außerdem hat er irgendwann furchtbar angefangen zu rattern und war ungefähr lauter als mein (richtig) alter Laptop und unser Staubsauger zusammen und zu allem Überfluss hat sich das Garantie-Siegel-Dingens schon lang vor Ablauf der Garantie verabschiedet gehabt.. Und ich meine, dass ich von anderen Leuten auch ähnliches über MSI-Laptops gehört hätte..

Abgesehen davon sind die pinken Streifen aufm Deckel ja wohl Grund genug, sowas nicht zu kaufen!
Dass der ohne Betriebssystem zu haben ist, ist dafür aber ein eindeutiger Pluspunkt. Nur um das mal gesagt zu haben.

Mein Laptop kam übrigens mit Win 8, ich hab es (wohl aus Faulheit?) draufgelassen und muss sagen, es nervt teilweise furchtbar, aber ich glaub auch nicht mehr als jedes andere Windows..

Die Kacheln benutz ich auch kaum, schon alleine weil grade die eingebauten kleinen Apps (bei mir?) so furchtbar lang zum starten brauchen, dass ich z.B. in der Zeit, in der ich die Wettervorhersage starte, locker einen Browser geöffnet und mindestens 3 Wetterberichte gelesen habe, und der Sinn von solchen Sachen m.E. gerade wäre, "mal eben kurz" was nachzuschauen oder so. Für meine "üblichen Programme" hab ich Icons in der Taskleiste, ob ich die jetzt da anklicke oder als Kachel ist wurscht, und ansonsten find ich die "Schnellsuche" wenn man in der Kachelansicht einfach was tippt ganz gut, das ist definitiv praktischer als Startmenü (man muss halt wissen, WAS man sucht..)

Die Streifen sind rot. Das sieht nur dank des Blitz pink aus.

Hab grad mal wegen den Scharnieren gegoogelt, dabei ist mir aufgefallen, dass MSI sogar Scharniere als Ersatzteile in ihrem Shop verkauft. Joa…

Das ist natürlich auch eine Möglichkeit, auf Qualitätsprobleme zu reagieren. Kann man sogar noch ein zweites Mal Geld mit verdienen, statt bessere (teurere) von Anfang an einzubauen. Gar nicht so dumm :tongue:

Vermutlich habe ich es überlesen… was wird aus deinen Monitoren? Kann man da was abgreifen? :)

Doch 3. Gz
Aufgrund der verschiedenen Bildschirme würde ich bei Spielen, bei denen du mit Multiscreen einen offensichtlichen Vorteil hast (Battlefield 3+4, Guild Wars 2) die freie Software softth empfehlen. Zwar hast du dann kein Multitasking mehr, aber es ist schon geil im Jet oder Heli zu sitzen und aus den Augenwinkeln alles vorbeizischen zu sehen. ;)

Der dritte und dann älteste Bildschirm wird voraussichtlich im Pivot-Modus betrieben. Quasi als Lese-/Surf-Bildschirm. Spielen weiterhin nur auf maximal 2.

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