Sicarius

Christoph spielt #18: Need For Speed: Rivals

Da es draußen saukalt ist und teilweise sogar schon geschneit hat, macht das Fahren mit dem eigenen Auto derzeit nur bedingt Spaß. Vor allem morgens, wenn es gilt die Scheiben freizukratzen. Da ist es ganz praktisch, dass Electronic Arts ein neues Rennspiel auf den Markt geworfen hat, mit dem wir unser Bedürfnis nach Geschwindigkeit stillen können:

Christoph spielt #18: Need For Speed: Rivals

Bei der Produktion dieser Folge sind zwei Sachen schief gelaufen: Zum einen gibt es in den ersten 10 Sekunden keinen Sound (also während des Intros) und zum anderen habe ich doch tatsächlich beim Unboxing vergessen die DVD-Hülle zu öffnen. Da ist zwar nicht viel drin (nur der übliche Zettel mit dem Code und satte drei DVDs), aber wo „Unboxing“ draufsteht sollte natürlich auch „Unboxing“ drin sein. Aufgefallen ist mir beides natürlich erst nachdem ich schon alles geschnitten und gerendert hatte und das Ergebnis überprüfte. Deswegen habe ich es nicht mehr korrigiert. So schlimm sind die Sachen dann doch wieder nicht, behaupte ich jetzt einfach mal frech.

Das Spiel

Die Metacritic-Wertungen sind in der Zwischenzeit stark gesunken in den mittleren bis unteren 70iger-Bereich. Was ich so an Kritik gesehen habe, zielte vor allem auf die Technik ab (30-FPS-Limit, die Grafik im Allgemeinen, fehlende Lenkradunterstützung, fehlendes Cockpit), langfristige Abwechlsungsarmut in Sachen Missionen sowie die Polizei-Karriere an sich ab. Letztere wäre zwar auf dem Papier die interessanteste, in der Praxis aber die langweiligste weil die Autos automatisch freigeschaltet werden und es keine Upgrades gibt. Dadurch bleiben laut den Testern 90% der Karren für immer in der Garage stehen. Auf Seiten der Racer muss man sich hingegen jedes Upgrade hart verdienen und auch die Autos kosten einen Haufen Punkte zum freischalten.

Eine Kritik, die ich nicht wirklich teilen kann. Gerade die Polizeikarriere macht mir immer noch extrem viel Spaß vielleicht auch gerade weil ich mir keine großen Gedanken, um die eigene Karre machen muss. Ich nehme einfach die, die mir am besten gefällt und fahr los in die weite Welt, um Events abzuschließen oder einfach nur so Racer zu verfolgen — oder sogar beides gleichzeitig! Ihr begegnet beispielsweise bei den Inceptor-Rennen, wo ihr schnellstmöglich von A nach B müsst, auch Racern und könnt diese gerne auch gleichzeitig jagen ohne Punktabzug befürchten zu müssen. Nur solltet ihr ihnen natürlich nicht auf eine Route abseits folgen, sonst verliert ihr zu viel Zeit. Auch genial finde ich beispielsweise die Pursuit-Events, die wirklich exakt die alte Spielmechanik nur umgedreht darstellen. Sprich es findet ein illegales Straßenrennen mit mehreren Autos statt und plötzlich kommt die Polizei dazu. Als Cop müsst ihr nun versuchen so viele Raser auszuschalten wie möglich bevor sie ihr rennen beenden.

Aber auch ich bin bei all dem nicht alleine, was es noch einmal zu betonen gilt. Und damit meine ich nicht den Online-Zwang des Spiels. Ich habe stattdessen nie das Gefühl der einzige Polizist im County zu sein, der Jagd auf die Racers macht. Es kommen hingegen fast immer KI-Leute völlig organisch dazu oder ich treffe selbst auf welche, die sich gerade in einer Verfolgungsjagd befinden und kann nahtlos mitmachen. Das macht auch deshalb Spaß, weil sich die KI auf beiden Seiten gefühlt realistisch verhält. Sowohl die Cops als auch die Racers machen Fehler, die Racers versuchen euch auszutricksen (ich hatte auch schon einmal einen Fall, da hat der Racer plötzlich mitten auf der Fahrbahn gewendet!), die Cops setzen im Gegenzug genauso wie ihr ihre „Hochwertige Verfolgungstechnologie“ ein und so weiter und so fort. Das führt dazu, dass sich Redview County wirklich lebendig anfühlt. Sogar noch mehr als Colorado in Forza Horizon. Die Folge ist, dass mich die Racer-Karriere wirklich überhaupt nicht interessiert. Das ist Need For Speed-08/15-Standardkram auf gewohntem Niveau.

Fazit

Der Kritik an der Technik kann ich hingegen vollkommen zustimmen. Da hab‘ ich von der Frostbite-3-Engine einfach mehr erwartet. Das Schadensmodell ist schlicht armselig. Zwar sieht auch Battlefield 4 nicht sehr viel anders als Teil 3 aus, aber das ist kein Argument :smile: .

Dennoch: Need For Speed: Rivals ist der erste Ableger der Hauptserie (Need For Speed: Shift und Shift 2 sind bekanntlich sehr gut), der mir seit Need For Speed: Most Wanted (2005) mal wieder richtig Spaß macht und in den ich seit der Aufzeichnung entsprechend schon einige weitere Stunden versenkt habe und auch noch versenken werde. Mir gefällt der Titel sogar besser als GRID 2, von dem ich bekanntlich nicht so wirklich begeistert bin (und das ich seit dem Video auch nicht mehr groß gespielt habe). Aus meiner Sicht also eine ganz klare Kaufempfehlung für alle, die keine Probleme mit EA, EA Origin, dem Always-On-Zwang oder generell mit der Need For Speed-Serie haben. Alle anderen boykottieren es wie gehabt.

Bis Montag!

Die Details zur Folge

Thema: Need For Speed: Rivals

Länge: 01:10:49

Timestamps:
Einleitung (00:00:10)
Unboxing (00:05:50)
Beginn der Spielstunde (00:08:04)
Abschließendes Fazit (01:08:18)

Aufgezeichnet mit Logitech HD WebCam 510 (720p), Fraps 3.5.99 (30fps, Full Video, Multichannel) und Adobe Audition CC
Format: H.264, 2560×1440, 30fps, 11-13 MBit/s durchschnittliche Videobitrate, AAC-Audio
Geschnitten mit Adobe Premiere Pro CC

Zusammensetzung des zur Aufzeichnung verwendeten Rechners

Auflösung: 2560×1440 bei 60hz und adaptiven V-Sync

Motion Blur: On
Lighting Quality: Ultra
Headlight Shadows: On
Ambient Occlusion: HBAO
Reflection Quality: Ultra
Effects Quality: Ultra

Die Aufzeichnung mit Fraps hatte keinen Einfluss auf meine Framerate im Spiel.

Vorschau: Am Montag erwartet euch Folge 19 von Christoph spielt mit Assassin’s Creed IV: Black Flag und der dicken Black Chest Edition.

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2 Kommentare

Kann es sein, dass dir ne gute Tüte Schlaf fehlt? Schaut etwas so aus :wink:

Was mich, trotz absolutem Desinteresse an diesem Spiel, da ärgert, ist diese Tutorial-Handhabung. Wie eingeschränkt alles vermittelt wird. Bloß nicht zu Beginn herumexperimentieren, direkt Anweisungen auf den Schirm werfen und den Spieler zwingen, sich das zu geben.

"Mach das so, sonst macht's keinen Spaß!"

Ja ich weiß, genügend andere Spiele verteilen das teilweise auch auf die gesamte Spielzeit. Allerdings kann man doch sehr gut unter "führen" und "zwingen" unterscheiden. Auf mich wirkt das hier in NFS Rivals, extremst gezwungen.

Ich hab' mich vermutlich immer noch nicht wirklich an die neue Matratze gewöhnt und schlafe dementsprechend noch nicht wieder richtig.

Und ja, diese Art von Tutorial ist nicht unbedingt die beste. Es ist vor allem blöd, dass es vom Spiel losgelöst ist. Sprich das was ich im Tutorial mache wird nicht wirklich übertragen dann in die eigentliche Karriere.

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