Sicarius

Wo geht es hin?

Die Fakten, Teil 1

Screenshot des aktuellen Humble Bundle

Screenshot des aktuellen Humble Bundle

2007 kam das erste iPhone auf den Markt und mit ihm der Appstore, der seitdem 99ct als den ultimativen Einheitspreis von Spielen festgelegt hat.

Im Dezember 2008 fand hingegen der erste Steam Holiday Sale statt, 2010 kam der Summer Sale dazu und seit 2011 sind es dank des Halloween und des Autumn-Sale gar vier riesige Preisreduktionsevents, die Valve auf ihrer Onlinedistributionplattform Steam durchführt.

Und dann gibt es seit 2010 auch noch die extrem populären Humble Bundles, die früher mal Humble Indie Bundles hießen und heute bereits zahlreiche Konkurrenz erhalten haben. Aber die Zeit, wo in diesen extrem billigen Paketen nur Indie-Spiele zu finden waren sind schon länger vorbei. Auch mehr oder weniger große Publisher wie EA, THQ, Devolver Digital oder Introversion Software bekommen nun ihre eigenen ganz eigenen Bundles — mit riesigem Erfolg.

Erkenntnis: Der gefühlte Wert eines Spieles befindet sich im freien Fall. Ein iOS-Titel für 5 Euro? Wucher! Ein PC-Spiel für 15, 25 oder gar 45 Euro? Da wird lieber auf den nächsten Sale oder das nächste Bundle gewartet, bevor man auch nur dran denkt zuzuschlagen. Und selbst dann ist der Kauf nicht sicher, sondern von der Tageslaune abhängig. Und das bei Entwicklungskosten, die mit der aktuellen Konsolengeneration noch einmal um 10%-20% ansteigen sollen (wegen dem erhöhten Aufwand aufgrund der besseren Grafik).

Die Fakten, Teil 2

Minecraft wurde Mitte 2009 erstmals für die Öffentlichkeit kostenpflichtig zum Download angeboten – allerdings in einer sehr frühen Alpha-Version, die früher nie jemand abseits von ein paar Pressevertretern und Producern bei Publishern zu Gesicht bekommen hätten. Der offizielle Release erfolgte erst Ende 2011. Doch geht die Entwicklung seitdem auf allen Plattformen fröhlich weiter. Ein echtes Finale ist derzeit noch lange nicht in Sicht.

Die Crowdfunding-Plattform Kickstarter gibt es auch bereits seit 2009 und ist eigentlich nur eine von vielen solcher Portale. So richtig populär und die zentrale Anlaufstelle für praktisch jedermann wurde sie erst 2012, als die Spielebranche sie endgültig für sich entdeckte und nicht nur die Userzahlen, sondern auch die Spenden nach oben schießen ließ. Und was bieten viele dieser Gaming-Kickstarter unter anderem als Belohnung an? Zugang zu Alpha- und Beta-Versionen ihrer Spiele.

Erkenntnis: Die Leute sind zum einen bereit für Nostalgie zu bezahlen, der Großteil der Kickstarter-finanzierten Spiele ist nämlich aufgewärmter alter Kram wie rundenbasierte Rollenspiele, 8-Bit-Plattformer und Adventures statt echten Innovationen. Zum anderen wollen sie „ihr“ Spiel so früh wie möglich zocken beziehungsweise sie wollen es früher zocken als der Typ nebenan, damit sie sagen können, dass sie es schon spielen.

Die Fakten, Teil 3

Screenshot des Early-Access-Programms von Valve

Screenshot des Early-Access-Programms von Valve

„Pre-Order“ (mit kleinen Lock-Boni) entwickelte sich spätestens seit 2010 zu einem der zentralen Stichworte der letzten Konsolengeneration und als eines der angeblichen Heilmittel gegen den Gebrauchthandel. Marketingbudget, Aktienkurse, das Überleben von Ladengeschäften und sogar Leben und Tod eines Entwicklerstudios hängen mittlerweile davon ab, wie hoch die durch den Publisher ermittelten Vorbestellerzahlen sind.

Mitte 2012 startete Valve sein Greenlight-Programm, das es speziell Indie-Entwicklern erlaubt mit Hilfe der Community Zugang zu Steam zu erhalten und zwar nicht nur für Spiele, die bereits erhältlich sind. Nein, auch oder gerade zukünftige Titel harren dort der nötigen Klicks bis zur Freigabe und der damit verbundenen Hoffnung, dass ein Großteil der Klicker am Ende auch tatsächlich zugreift. Passend dazu ging Anfang 2013 Valves Early Access-Programm online. Wer will, kann sich seitdem unfertige Spiele kaufen, sofort loszocken und die Entwicklung so quasi live weiter mitverfolgen.

Erkenntnis: Spieler wollen nicht nur früher kommende Spiele spielen, sie sind sogar bereit dafür zu bezahlen. Oft sogar wesentlich mehr als sie später kosten werden. Vorbestellungen sind also sogar erwünscht. Und das trotz extrem schlechten Erfahrungen wie mit SimCity oder Battlefield 4. Eine wichtige Bedingung ist jedoch, dass sie früher loszocken können.

Das Beispiel

Erinnert ihr euch noch an das kurzlebige MMORPG Richard Garriott’s Tabula Rasa? Das wurde Anfang 2009 von Publisher NCSoft wegen akuter Erfolgslosigkeit abgeschaltet — 1 ½ Jahre nach Release. Als ein Grund für das Versagen des innovativen Werks wird die Betaphase des Titels genannt. Sie dauerte von Anfang Mai 2007 bis Ende Oktober 2007, also ein halbes Jahr. Klingt erst einmal nicht viel. World of WarCrafts Betaphase dauerte acht Monate. Der Unterschied: Sieben Monate war bei Blizzard die Beta nur relativ wenigen und ausgewählten Spielern zugänglich. Sprich das, was man unter einer Closed Beta verstehen würde. Das Spiel war schon während dieser Closed-Beta-Phase in einem sehr guten Zustand. Erst der letzte Monat war für alle offen.

Richard Garriott’s Tabula Rasa ließ hingegen bereits drei Monate vor Release praktisch alle Leute in die Beta. Der Zustand dieser Version lässt sich allerdings als ziemlich katastrophal beschreiben. Die Folge? Keine Sau interessierte sich plötzlich mehr für das MMORPG. Das bisschen Interesse, das Anfangs noch da war, wurde durch die lange Möglichkeit das Spiel in einem völlig unfertigen Zustand schon einmal kostenlos zu testen vollkommen erstickt. Danach hat aufgrund dieses schlechten Ersteindrucks keiner mehr dem Titel eine weitere Chance gegeben. Übrigens generell ein großes Problem. Einmal schlecht, immer schlecht. Egal wie sehr sich das jeweilige Spiel vielleicht seitdem verbessert hat.

Herstellerbild zu Firefall

Herstellerbild zu Firefall

Alternatives Beispiel: Das MMORPG Firefall, von vielen lange als das innovativste Onlinerollenspiel des letzten Jahrzehnts bezeichnet (fragt mich nicht warum) und (wie immer) als der ultimative World of WarCraft-Killer gehandelt, befindet sich seit Juli 2013 in der offenen Betaphase. Das Spiel ist immer noch nicht auf dem Markt. Mitte Dezember wurde hingegen der CEO des Entwicklerstudios rausgeworfen. Er ist nur der Höhepunkt eines stetigen Talentabgangs in den letzten Monaten. Und die Berichterstattung über das Spiel ist quasi nicht mehr vorhanden abseits von dedizierten Fansites.

Erkenntnis: Spieler a) können oder wollen nicht zwischen einer unfertigen Version und einer fertigen Fassung eines Titels unterscheiden, was der Publicity des Titels massiv schaden kann („Was für ein Scheißdreck! Das macht ja überhaupt keinen Spaß und ist voller Bugs!!!!!1111elf“) und b) verlieren selbst oder gerade bei einer bereits gut spielbaren Alpha/Beta-Version das Interesse im Anschluss auch das fertige Spiel noch zu spielen (Burnout). Beides schadet den Entwicklern. So haben sie zwar schon ein paar oder sogar schon sehr viele Einnahmen, aber zum einen gibt es keinen großen Anreiz mehr abseits der persönlichen Überzeugung überhaupt das Spiel fertig zu entwickeln. Zum anderen interessiert sich nach Release keine Sau mehr dafür — auch nicht die Medien. Selbst die Mund-zu-Mund-Propaganda ist bei weitem nicht mehr so stark wie anfangs. Darunter leiden die weiteren Verkaufszahlen.

Das Thema

Es gibt also drei Trends (Werteverfall, Vorbestellungen, unfertige Spiele spielen) in der Spielebranche, die auch 2014 (neben Virtual Reality) noch weiter prägen werden und wie so oft ist Valve mit ihrer Marktdominierenden Distributionsplattform Steam (zum Verfassungszeitpunkt 7,792 Millionen Nutzer online!) ganz vorne mit dabei. Es sind allerdings drei Trends, die alle eng miteinander zusammenhängen und die ich ganz und gar nicht gut finde und auf die ich auch durchaus aggressiv reagiere wie ihr gleich feststellen werdet.

Das Gejammere, Teil 1

Spiele sind in den letzten 20 Jahren selbst unter Einbeziehungen der Inflationsrate preislich absolut stabil geblieben, ja sogar stellenweise billiger geworden. Ich hab‘ noch OkaySoft-Rechnungen aus dem Jahr 2000/2001, da stehen 100-130DM für einen Titel drauf! Gleichzeitig sind die Entwicklungsbudgets extrem explodiert und das nicht nur im AAA-Bereich. Im Vorfeld der neuen Konsolengeneration gab es bereits die ersten Kommentare aus der Branche, dass ohne Anhebung des Verkaufspreises entweder andere Einnahmequellen gefunden werden müssen (Stichwort DLCs) oder Square Enix und ihre Enttäuschung mitsamt den dazugehörigen Konsequenzen (Studioschließungen) über die Verkaufszahlen im Millionenbereich von Sleeping Dogs und Hitman: Absolution noch wesentlich öfter vorkommen werden.

Herstellerbild zu PixelJunk Eden

Herstellerbild zu PixelJunk Eden

Es geht mir entsprechend gegen den Strich, wenn jemand behauptet ein iOS-Titel dürfe niemals 4,99 Euro kosten, nur weil das meiste Zeug für 99ct zu haben ist. Da reden wir jetzt aber nicht von Sales. Mir geht es allein um die Einstellung. „Wenn ihr es für 99ct verkaufen würdet, würde ich es kaufen. So nicht!“. Masse kann natürlich Gewinn bringen (siehe PixelJunk Eden, welches mit dem Steam Sale mehr Geld gemacht hat als mit allen Verkäufen davor), muss aber nicht zwingend. Stattdessen ist der Preisaufschlag meist gerechtfertigt. So gibt es durchaus einen massiven Qualitätsunterschied zwischen einem Square Enix-JRPG für 12,99 Euro und dem 400.000ten Doodle Jump-Klon. Das scheint den meisten Schlappmäulern aber nicht klar zu sein. Und dieses Denken herrscht nun mittlerweile auch im Desktop/Konsolen-Bereich vor. „Für 8 Stunden bezahl ich doch keine 40-60 Euro!“ hört man überall. Dass ich für diese 40-60 Euro mehr und länger Spaß habe als die 14 Euro und zwei Stunden im Kino oder die Blu-Ray, da denkt offensichtlich keiner dran. Oder noch besser: Dass ich diese 8 Stunden auf höherem Niveau unterhalten werde als in den 100 Stunden mit The Elder Scrolls: Skyrim, dass sehen viele nicht ein.

Die Sales tun da ihr übriges, um den Werteverfall noch schneller noch weiter voranzutrreiben.

Das Gejammere, Teil 2

Es gibt fast keinen Satz, der mich mehr nervt als „Hol ich mir, wenn es billiger ist“. Es gibt natürlich Titel, die sind beispielsweise interessant aber haben zu viele Probleme, die den Spielspaß versauen. Entsprechend scheut man eine hohe Investition zu Beginn, gibt ihm aber dann zum Budgetpreis die Chance. Auf der einen Seite steht aber das Problem, dass man zum einen doch in 99% der Fälle eh nicht mehr dran denkt, dass man sich das Spiel mal holen wolltet oder es dann trotzdem nicht tut. Zum anderen verschwindet es mit hoher Wahrscheinlichkeit beim tatsächlichen Kauf dann doch nur in den Tiefen des eigenen ewig großen Backlogs. Bei den ganzen Sales, die andauernd stattfinden, kommt ja selbst ein Normalsterblicher mittlerweile nicht mehr dazu alles zu Spielen. Also sollte man doch gleich sagen: „Das Spiel ist mir Geld einfach nicht wert und entsprechend gebe ich dem Entwickler keinen Cent zu einem Zeitpunkt, wo er ihn zum Lebenserhalt bräuchte“. Das wäre wenigstens ehrlich.

Denn auf der anderen Seite geht dadurch auf lange Frist die Industrie den Bach runter. Warum drängen die Publisher denn so extrem auf Vorbestellungen? Weil die Verkaufszahlen in den ersten Wochen am Wichtigsten sind. Ein Entwicklerstudio kann ihre Rechnungen nicht mit dem Potential bezahlen, dass der jeweilige Titel vielleicht beim nächsten Sale absolut einschläft. Aber in den ersten Wochen gibt es abseits der paar Preisschlachten zwischen Amazon & Co. eben keine großen Preisnachlässe. Also schlagen diejenigen, die „Hol ich mir, wenn es billiger ist“ sagen nicht zu. Somit müssen die Publisher zu sehen euch durch besondere Anreize schon vorher irgendwie das Geld aus der Tasche zu sehen. Mit dem Ergebnis, dass ihr mitunter massiv auf die Nase fallt weil der Titel sich dann am Ende als Mist herausstellt. Gebt mal ein physikalisches Spiel zurück, das Online aktiviert werden muss. Da hilft euch auch kein Widerrufsrecht weiter. Und auch rein digital sind wir noch lange nicht soweit, dass euch jeder eine Geld-zurück-Garantie gibt. Warum auch? Wären sie ja schön blöd.

Das Gejammere, Teil 3

Herstellerbild zu Sacred

Herstellerbild zu Sacred

Es geht mir extrem auf den Geist unter Alphas und Betas immer wieder das ständige Geheule lesen zu müssen von Leuten, die nicht verstehen wollen, dass sie hier ein unfertiges Spiel spielen. Früher verstand man unter einem Alpha- und Beta-Test einen echten Test mit größtenteils Spielern (weil handverlesen), die sich wirklich um die Qualität des Spiels gesorgt haben und entsprechend nicht nur wussten auf was sie sich einlassen, sondern auch bereit waren mit den Einschränkungen umzugehen und auch Bugs zu melden. Der Sacred-Betatest wird mit ewig als Höhepunkt in dieser Hinsicht in Erinnerung bleiben. Das war sowohl in Sachen Teilnehmerauswahl als auch Entwicklerbetreuung einfach ein perfektes Zusammenspiel. Dass am Ende dann Bugs in der finalen Version drin waren, die wir eigentlich schon länger in der Beta gemeldet hatten — das ist ein anderes Thema :smile: . Heutzutage ist es maximal noch ein Stresstest (selbst bei den Kickstartern), tatsächlich aber nur noch eine weitere Möglichkeit möglichst früh an das Geld der Kunden zu kommen. Diese sind dann auch noch so dumm und nehmen es offensichtlich gerne an.

Dabei ist die Gefahr eines Burnouts extrem groß und meiner Meinung genauso schadhaft auf lange Sicht. Was ich derzeit alles an Alphas und Betas spielen könnte, ich bräuchte nix anderes mehr zocken. Aber selbst ein Divinity: Original Sin würde ich dann zum Release definitiv nicht mehr auspacken weil ich zu dem Zeitpunkt bereits zum 20. Mal den Anfang spielen müsste oder weil ich mir sage „Ach, das ist doch schon ein alter Hut. Ich zocke erst einmal was Aktuelleres“ oder eine der vielen andere Ausreden, die einem dann in diesem Moment dazu veranlassen das Spiel nicht zu starten. Ich bin da mittlerweile wirklich extrem vorsichtig geworden und schaue nur sporadisch oder für eine Videoaufzeichnung rein. Selbst bei einem Titel wie Distance, der dank des Genres (Rennspiel) länger seinen Wiederspielwert behält als ein storylastiges Rollenspiel, achte ich darauf nur hin und wieder reinzuschauen und ein paar Runden zu drehen. Und ich bin garantiert nicht der einzige der sich nach dem Spielen einer Early Access-Version sagt: „Eigentlich habe ich jetzt genug vom Spiel gesehen“. Und auch Medien haben irgendwann keine Lust mehr. Die feiern beim ersten Release der Alpha/Beta ihr gesamtes Feuerwerk ab und das war es dann bis zum Test (wenn überhaupt noch einer gemacht wird). Auch, weil das Thema „Exklusivität“ dann natürlich nicht mehr gegeben ist. Es hat ja schon ein Großteil der Internetuser darüber berichtet. Also interessiert die Meinung irgendeines Magazins mit einer Zahl drunter keinen mehr. Da wird lieber ein Let’s Play der Beta geschaut, um sich eine Meinung zu bilden.

Epilog

Ja, es gibt selbstverständlich wie immer auch Ausnahmen, die vielleicht nicht nur die Regel bestätigen, sondern tatsächlich anders sind. Aber ich denke ihr seht, worin mein Problem besteht. Es wird derzeit eine Generation von Spielern herangezogen, die zu einer Art Konsument wird, die einen extrem negativen Einfluss auf die Branche nicht nur haben wird, sondern schon hat. DLCs waren da nur den Anfang (den wir leider bereits akzeptiert haben), Free-2-Pay-Titel ein Zwischenschritt. Als nächstes erwarten uns Early-Access-Titel, deren Entwicklung einfach mittendrin eingestellt wird während nächste Early-Access-Titel des gleichen Studios taucht im System auf. Es ist auch nur eine Frage der Zeit, bis größere Publisher versuchen auf diesen Zug aufspringen.

Mirror’s Edge 3? Will das überhaupt einer? Lasst es uns mal im Early-Access den Prototyp testen. Ach Mist, die Verkaufszahlen sind nicht so hoch, wie wir erwartet hatten oder das Spiel entwickelt sich auch in die falsche Richtung. Lasst es uns jetzt wieder einstampfen, wie es in der Branche eben öfters mal passiert. Nur dieses Mal haben wir ja immerhin einen kleinen Teil der Entwicklungskosten gegenfinanziert bekommen“. Ihr werdet da jetzt vielleicht Lächeln. Aber ich erwähne noch einmal, dass die Entwicklungsbudgets mit der neuen Konsolengeneration wieder extrem ansteigen werden und es entsprechend noch einmal wichtiger wird eine bestimmte Menge an Titeln abzusetzen beziehungsweise sich schon die Entwicklung an sich nicht nur über Investoren, sondern auch mit anderen Mitteln finanzieren zu lassen. Und Valve hat bereits mehrfach gezeigt, dass sie ein absoluter Trendsetter sind, der nah am Zahn der Zeit dran ist. Man sollte also durchaus genau darauf achten, was die Jungs da in Übersee so verzapfen.

Wie immer nun noch die obligatorische Frage an euch: Wie seht ihr die Sache? Alles Blödsinn? Das Stammtisch-Geblubbere eines alten Sacks, der seine teuren Day-1-Käufe und seine völlig überdimensionierte Spielesammlung rechtfertigen muss? Oder denkt auch ihr, dass hier irgendwo etwas schief läuft?

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18 Kommentare

Ich kann deine Bedenken durchaus nachvollziehen.
Ich bin allerdings auch jemand der sagt „Hole ich mir wenn es billiger ist“. Grund dafür sind eigentlich mehrere Punkte. Zum Einen ist mein Backlog auch schon extrem angewachsen durch die ganzen Bundles. Zum Anderen gibt es echt viele Spiele, die ich interessant finde und spielen möchte, dass ich nicht mal hinterherkommen würde alles zu spielen. Zumal bei mir Guild Wars 2 schon echt viel Zeit frisst und damit kaum Zeit für andere Spiele da ist. In Vergessenheit geraten die Spiele bei mir allerdings eher selten, da ich sie mir (sofern es die bei Steam gibt) direkt auf meine Wunschliste setze und dann bei einem für mich günstigen Preis kaufe. Natürlich ist mir bewusst, dass man damit eigentlich den Entwicklern eher schadet, aber aus persönlicher Sicht ist es für mcih eher Geldverschwendung, wenn das Spiel dann ungespielt in der Ecke rumliegt. Leider ist man dann grad bei den Bundles schnell in so einer Kauffalle :( („Oh, das Spiel wollte ich schon immer mal spielen. Die anderen Spiele nehme ich einfach mal mit für 5$ :D“). Eigentlich ist einem bewusst, dass es falsch ist aber Kaufsucht ist dann doch i.wie größer bei solchen Angeboten =/

Zu Early Access:
Das Gejammer einiger Leute, die sich über ein unfertiges Spiel aufregen, nervt mich auch immer tierisch. Ich habe mir Audiosurf 2 als Early Access gekauft und war ziemlich überrascht wie gut das Spiel zu dem Zeitpunkt schon war. Klar es sah noch unfertig aus, aber die neuen Spielmodi und Aufmachungen haben mir schon extrem gut gefallen (hab inzwischen auch schon über 10 Stunden darin versenkt). Dylan, der Entwickler von Audiosurf, ist zum Glück auch sehr Community-präsent, so dass man auch bei Fehlermeldungen das Gefühl hat, dass er sich drum kümmert und die regelmäßigen Patches sprechen da für sich. Dennoch ziehen dann die meisten Leute nur den Vergleich zu Audiosurf 1 und meckern, dass Spielmodi fehlen oder das Menü zu unübersichtlich ist oder oder oder..
Ich persönlich würde Interessenten immer erst dazu raten auf das fertige Spiel zu warten oder diese immer nochmal explizit auf Early Access hinweisen.

Ich kann mich nur immer wieder wiederholen:

a) neue Spiele sind heutzutage viel zu oft verbuggt und inhaltlich unvollständig
b) es erscheinen viel zu viele neue Spiele
c) es gibt kaum noch Innovation bei neuen Spielen
d) es gibt kaum noch technische Fortschritte bei neuen Spielen

Diese vier Punkte sorgen schon mal dafür, dass der Kauf neu auf den Markt gekommener Spiele sehr unattraktiv geworden ist: Zu viel vom gleichen ideenlosen, unvollständigen und fehlerbehafteten Einheitsbrei.

So hat die Misere angefangen: Quantität statt Qualität war der Anfang vom Ende.

Der Markt ist mittlerweile schlicht und einfach gesättigt. Um weiter verkaufen zu können geht es nur noch über den Preis oder neue Vertriebsmodelle (Early Access, DLCs, Free2Play). Keines davon nutze ich. (bis auf wenige DLCs bei außergewöhnlich guten Spielen)

Ich würde mich sehr freuen, wenn pro Jahr nur eine Handvoll guter Titel auf den Markt kommen würde – fehlerfrei, vollständig und dann gerne auch für 40 Euro. Aber diese Zeiten sind vorbei, der Markt für Computerspiele ist im Mainstream-Massenmarkt angekommen.

Es ist nun einmal so, dass nur sehr wenige Ausnahmetitel (Fifa, CoD, BF) einen dauerhaften Vollpreis verlangen können. Das sind aber wohlgemerkt auch Spiele, die man viele Hundert Stunden spielen kann.

Immerhin: ohne die ganzen Sales hätte ich mir einen Großteil der Spiele überhaupt nicht oder erst viele, viele Jahre später gekauft. So gesehen hat der jeweilige Publisher/Entwickler immerhin 5-10 Euro von mir eingesammelt anstatt 0.

Und das ist auch der Knackpunkt: Solange die Publisher den Markt komplett ausschlachten wollen, solange wird sich an dieser Spirale nichts mehr ändern. Solange es wichtiger ist, auch Leuten wie mir 5 Euro abzuknöpfen anstatt mich durch Qualität zu überzeugen, auch wieder mehr zu investieren, solange kommen wir aus dem Dilemma nicht mehr raus.

Falls es hier überhaupt noch einen Ausweg gibt. Denn pessimistisch gesprochen könnte es schon viel zu spät sein. Denn selbst wenn die Industrie umdenken würde und ab sofort nur noch eine kleine Anzahl an Titeln auf den Markt bringt – und zwar fehlerfrei und vollständig -, selbst dann wäre mein Backlog zu groß, als das ich es für rational halten würde, so viel Geld zu investieren.

Da müsste erstmal fünf Jahre lang GARKEIN Spiel mehr erscheinen…

Hinzu kommt natürlich auch das fortgeschrittene Alter und der Beruf (bzw. die fehlende Freizeit): ich bin geduldig geworden. Da muss also die Jugend ran. Die lassen sich auch noch einfacher faszinieren und begeistern als ich.

Aber letztlich regelt sich der Markt hier von ganz alleine. Er wird vermutlich irgendwann kollabieren und dann kann von vorne begonnen werden. Natürlich wird dann alles viel besser…

Von Early Access halte ich im Übrigen ebenfalls nichts. Da ist mir selbst Free2Play sympathischer. Wenngleich ich dies bis heute noch nicht genutzt habe.

Also um es nochmal ganz kurz zusammenzufassen: Die Industrie ist meiner Meinung nach selbst an der Misere schuld. Mitleid hab ich da gar keines.

Wir müssen aber auch sehen, dass wohl keiner von uns hier zur zentralen Zielgruppe der Publisher gehört. Sic ist eher der Sammler und Indie-Freund, Jackie suchtet GW2 und Ron und ich sind quasi wie gelähmt ob der großen (langweiligen?) Masse an Spielen. Ich hoffe, ich habe das realitätsgetreu wiedergegeben. Entsprechend sehen vielleicht auch nur wir diese Probleme, während sich der 0815-CoD/BF4-Zocker hierüber wohl keine Gedanken macht. Und diese Zocker bestimmen nun mal den Markt. Unser Lieblingshobby hat sich nunmal verändert. Es ist erwachsen geworden. Es ist der Nische entflohen und salonfähig geworden. Und spätestens da wird alles Mainstream und nur noch Masse zählt. (siehe auch Filme, Musik etc.)

Ich meine: wo bleiben denn die Spiele, die ich mir seit Jahren wünsche und für die ich sehr sicher (bei gegebener Qualität) auch Vollpreis zahlen würde:

– Dungeon Keeper 3
– Rollercoaster Tycoon 3
– C&C Generals 2
– Theme Hospital 2
– etc.

Ich bin einfach nicht mehr die Zielgruppe. Damit muss ich mich leider abfinden.

Sehr gemischt bei mir. 2013 gehörte zu mir zum mauesten Jahr überhaupt. Die AAA-Geschosse sind fast alle an mir vorbeigezogen. Zum Release geholt hatte ich mir, wenn mein Gehirn mich nicht belügt, lediglich X-Com (sehe ich nicht als AAA-Spiel, aber ich beziehe es mal mit ein), Tomb Raider, Hitman: Absolution und (leider!) Bioshock Infinite. Letzteres nicht falsch verstehen: Das Spiel hat sich für mich von Anfang bis Ende gelohnt. Was mich so ärgert ist, dass ich da weich geworden bin. Weich, weil ich doch wusste, dass ein Season Pass angekündigt ist. Verdammte DLC. Und ich bei sowas eigentlich immre strikt auf eine GOTY warte.
(Jetzt kein “Aber ein Hitman Absolution hat doch auch DLC?” – ich rede von relevanten Spielinhalten, keine Gimmicks wie Kostüme oder Schießeisen)

Aus der Richtung komme ich nämlich – weiß nicht, ob es die gegenteilige von dir darstellt. Per Definition bin ich wohl ein „Hole ich mir, wenn es billiger / GOTY ist.“ – unter der Bedingung, dass a) ich nicht ungeduldig und voller Vorfreude auf Spiel xyz warte oder b) es von Beginn an mit exklusiven Inhalten bei Vorbestellung / Season Pass / DLCs angekündigt wird.

Absoluten Verzicht übe ich aus, wenn mir ein Client wie uPlay oder Origin angedreht werden soll. Sorry, no-buy. Verpeilt habe ich das leider bei den Titeln ‚Driver San Francisco‘ sowie ‚Max Payne 3‘, weil ich’s nicht besser wusste.

Ich unterstütze auch Azzkickr’s Meinung zum Thema. Genauso kann ich nichts mit Early Access anfangen. Ich kenn’s nämlich nur so rum, dass *ich* was dafür bekomme, wenn ich als Testkarnickel fungieren soll. Und da verwundert es, wenn die Kiddies rumschreien, weil etwas nicht funktioniert für das sie Geld ausgegeben haben..? Das hätte man ja nicht ahnen können… :roll:

Aber das geht wohl in ähnliche Richtung wie der Hype von einzelnen Personen der Entwickler. Als wären es Pop-Ikonen der Videospielbranche. Die Spieler wollen dieses „Ich war dabei, als…“. Genauso, wie sie ein Spiel verteufeln oder den Entwickler auf ihre Blacklist setzen, weil stupide Achievements nicht funktionieren.

Am Ende des Tages will *ich* jedenfalls nur eines: Mein Geld für ein würdiges Produkt herausgeschleudert haben, mit dem ich Spaß habe. Unabhängig davon, ob ich nun Vollpreis hingelegt oder auf die günstigere Variante (Sale oder Goty) gewartet habe.

Ja, mein Backlog ist groß. Ja, wahrscheinlich werde ich nicht alles davon je durchspielen. Aber es wurmt mich nicht, solange Spiele da sind, die Spaß machen. Tendenziell sind es immer mehr die kleineren Titel und ich blicke gelassen auf jegliche Ankündigungen der Möchtegern-Hollywood-Ableger – denn in dem Bereich tut sich nichts. Warum auch? Die Leute machen den Wahnsinn mit und kaufen – und wenn nur aus dem Grund, dass DLCs angeboten werden.

@Azz — Es ist nicht nur der Mainstream betroffen. Deswegen habe ich auch explizit den Appstore mit seinen 99ct erwähnt. Der Anteil an Leute, die selbst Indietitel für 10-15 Euro nicht kaufen weil sie ihrer Meinung nach zu teuer sind ist erschreckend hoch.

Es gibt durchaus Industrievertreter/Analysten/Redakteure, die einen zweiten Videospielecrash ala 1983 vorhersagen in nächster Zeit. Was durchaus zu einem Reset führen könnte. Das halte ich aber mittlerweile angesichts der schieren Größe der Branche für unwahrscheinlich.

1) Ist der Hardwaremarkt dafür zu konsolidiert. Potentielle Käufer haben nicht die Auswahl zwischen 10-20 Systemen, sondern maximal 5 wenn überhaupt und die Unterscheiden sich nicht wirklich groß. Entsprechend kann hier von einer Übersättigung wie damals keine Rede sein. Gleichzeitig kann so ein Großteil der Spiele auf allen Plattformen ohne extrem viel zusätzlichen Aufwand erscheinen.

2) Die Zahl der wirklich großen Publisher ist überschaubar. Ubisoft, EA, Sqaure Enix und vielleicht noch Activistion-Blizzard. Der Rest hat keinen großen Einfluss auf den Markt, wenn er verschwindet. Siehe THQ, siehe Eidos, siehe Infogrames/ATARI. Es werden ein paar Marken durch die Gegend geschoben, ein paar Leute verlieren ihre Jobs und ein paar Investoren ein bisschen Geld. Aber das war es dann auch schon. Und die vier großen, deren Untergang sicherlich einen Ruck geben würde, haben schon lange die kritische Masse zum Konzern überschritten. Wenn sowas selbst die Wirtschaftskrise nicht zu Fall bringt, dann muss schon sehr viel gleichzeitig schief gehen. Zumal es ja genau diese Publisher sind, die mittlerweile auf Nummer sicher gehen bei ihren Entwicklungen.

3) Die Stimmung ist selbst bei Investoren immer noch zu positiv, weil eben weiterhin Millionen eingefahren werden siehe GTAV oder selbst CoD Ghosts, was sich ja bekanntlich schlechter verkaufte als BLOPSII.

4) Crowdfunding und die damit einhergehende Umgehung von Publishern hält mittlerweile Studios am Leben, die früher schon lange den Bach runtergegangen wären (einige davon durchaus verdient).

5) Es werden zwar gefühlt mehr Spiele veröffentlicht als jemals zu vor (der Anteil an Schund gefühlt auch — tatsächlich ist da kein großer Unterschied). Doch der Markt ist auch wesentlich größer. So groß, dass selbst kleine Absätze Nischen-Publisher am Leben halten können (siehe mein Lieblingsbeispiel Headup Games oder der geistige Nachfolger zu JoWooD Nordic Games).

Vor allem 3 & 4 sind auch die Gründe, warum ich glaube, dass keine weitere Konsolidierung auf dem Markt stattfinden wird. Im Gegenteil sehe ich auch dank der erstarkten Indieszene eher die gegenteilige Gefahr, dass der Markt sich wieder extrem zersplittert. Ob das gut oder schlecht ist. Keine Ahnung. Es ist aber vermutlich ziemlich natürlich. Wo Monopole sind, entsteht neue Konkurrenz. So isses einfach.

Ich würde mich übrigens nicht als Indie-Freund bezeichnen. Ein Großteil des Indie-Markts ist absoluter Nostalgie-Scheißdreck von Leuten, die nicht verstehen warum diese oder jene Spiele zeitlos gut sind und sich stattdessen auf die Themen „8bit“, „Unfairer Schwierigkeitsgrad“ und „Komfort = 0“ konzentrieren weil sie in dem Glauben leben, dass sie mit Ninja Gaiden auf dem NES damals tatsächlich echten Spaß hatten und es nicht nur so viel gezockt haben, weil sie sonst nix hatten.

Und ja, wir sind selbstverständlich nicht die Zielgruppe. Keiner der sich regelmäßig auf Gaming-Seiten rumtreibt gehört dazu. Die Gruppe der „Uninformed Gamers“ ist die Masse und die trägt die Umsätze. Aber gerade deshalb sehe ich UNS in der Verantwortung. Wir müssen die Vertretung für sie sein. Es hilft uns nichts über den CoD-Käufer die Nase zu rümpfen. Wir müssen ergründen warum er es tut, ihn davon überzeugen was er falsch macht und gleichzeitig unseren lautstarken Einfluss zielgerichtet dazu nutzen, den Markt zumindest etwas zu steuern. Dazu gehört allerdings nicht EA zur schlechtesten Firma des Jahres zu wählen. Gott könnte ich da schon wieder um mich schlagen, wenn ich nur dran denke.

Übrigens widersprichst du dir auch selbst. Oben forderst du innovative Spiele, unten erwähnst du Nachfolger zu Spielen, die dir mal Spaß gemacht haben oder es sogar noch tun. Der Nachfolger muss sich daran messen. Und daran messen kann er sich nur, wenn er die Innovationen gering hält und stattdessen den alten Scheiß recycelt. Wir wissen doch beispielsweise alle, was wir von Mirror’s Edge 2 erwarten: Parkour en mass am besten ohne diese doofen Kämpfe und mit schicker Grafik. Alles andere hat mit der Serie nix zu tun obwohl das der völlig falsche Ansatz ist. Statt Revolution mögen wir maximal minimale Evolution. Wir sollten nicht fordern das gleiche Spiel wieder zu spielen in der Hoffnung unsere schönen Erinnerungen wieder neu aufflammen zu lassen. Das ist aber leider die Natur des Menschen und da nehme ich selbstverständlich auch nicht von aus, auch wenn ich zu den wenigen Leuten gehöre, die Syndicate tatsächlich gut fanden. Deswegen will ich gar kein Dungeon Keeper 3. Ich will Evil Dungeon Buddler oder sowas. Also schon die Grundidee von DK, aber nicht den Balast und damit die völlig unerreichbaren Erwartungen des Namens mit dazu.

Anders heißt es sonst wieder (auch von mir) „warum steht der Name da drauf, das hat doch damit nix zu tun!“. Und genau das ist das Problem: Auf dem Papier will jeder innovative Spiele. In der Realität kauft sie keine Sau zu der Zeit, wo es relevant ist und zwar völlig unabhängig von der Qualität. Später, wenn sie dann zum Budgetpreis erhältlich sind, der Geheimtipp dank Mund-zu-Mund-Proganda sich verteilt hat (womit wir wieder beim Thema „sieht interessant aus, kaufe ich mir wenn es billiger ist“ wären), dann entwickelt sich die Fanbase und die Qualität wird gesehen. Aber zu dem Zeitpunkt ist das Studio schon geschlossen oder die Marke in den Keller getragen. Da helfen auch die Schreie nichts.

Aber dieses ganze Thema ist bekanntlich nicht neu. Ich hab‘ sogar schon 2006 (vor Prey) was dazu getippt (stimme allerdings nicht mehr ganz meinem alten Ich zu :smile: . ) -> http://www.beimchristoph.de/article/strange/

a) Die Formel Überangebot x Konkurrenzdruck = niedrige Preise gilt natürlich auch für Indie-Spiele, keine Frage. „Erschreckend“ finde ich es aber nicht, dass die Käufer nur 1 Euro ausgeben. Im Gegenteil: Das ist das einzig logische.

Dass das der Branche in ihrer aktuellen Form nicht gut tut sehen wir an der seit Jahren vorherrschenden technisch-kreativen Stagnation.

b) hier kommen wir zu zweiten Punkt: Crowdfunding und digitaler Vertrieb. Es ist eigentlich eine logische Entwicklung um den Teufelskreis zu durchbrechen. So kommen wir wieder zu mehr Mitbestimmung, mehr Kreativität und auch höheren Verkaufspreisen. Ich bin überzeugt davon, dass dieses Phänomen noch eine sehr große Rolle spielen wird. Ich kann mir auch durchaus vorstellen, dass in einigen Jahren Entwickler direkt von Konsumenten beauftragt werden ein bestimmtes Spiel zu entwickeln.

c) du meinst ich würde mir mit meinen Wünschen zu Nachfolgern widersprechen. Ich sehe das nicht so. Wenn ich von Innovation rede, dann meine ich komplett neue Spielprinzipien und Spielkonzepte. Das geht natürlich nur in Form neuer Spieleserien.

Trotzdem kann ich doch von meinen bestehenden Lieblingen neue, moderne Ableger fordern. Zudem: Ich habe schon die Erwartung, dass ein Nachfolger neben besserer Technik auch mehr Komplexität und neue Elemente besitzt. Ein Diablo 2 bspw. war doch auch eine gelungene Fortsetzung von Teil 1.

d) ansonsten fühle ich mich der Branche sicher nicht so nahe wie du. Ich sehe mich in keiner Pflicht. Ich glaube auch nicht, dass ein CoD-Spieler „etwas falsch macht“, wie du schreibst. Er hat noch richtigen Spaß beim Spielen! Was will man denn mehr? Damit hat er mir oftmals einiges Voraus :sad:

Entweder die Branche entdeckt mich wieder, oder sie lässt es bleiben. Bis dahin werde ich ihr aber sicher nicht mehr als 5-10 Euro in den Rachen werfen. Und parallel auch mal die alten Spiele rausholen. Habe ja gestern erst System Shock 2 beendet :wink:

Da das ziemlich viele (kritische) Themen in Einem sind, die da angeschnitten werden und wir sehr vieles davon schon einzeln in der oder leicht verschobener Form auf Bagdadsoftware diskutiert haben, weiß ich nicht ganz, ob das so ein Beitrag ist, der nur ganz primitiv polarisieren soll. Im Hinterkopf ist noch im Ohr, dass du das Ganze auch auf dir ungewünschte Art ankurbeln möchtest, daher schaue ich gerade skeptisch, aber nicht argwöhnisch, über den Beitrag. Meine Standpunkte haben sich in vielen Fällen verändert, manche sind gleich geblieben. Besser gehe ich aber eins nach dem Anderen von den Fakten zum Whin0rn. :wink:

Die Fakten trage ich fast komplett mit. Mittlerweile kaufe ich nur noch über die ganzen
IndieBundles und über die Sales ein. Der Steam-Sale an sich ist mittlerweile deutlich weniger „befriedigend“ als andere Sales (für mich selbst gesprochen). Mittlerweile gibt es da einige (vor allem britische) Seiten, die hier das ganze Jahr über die besseren Deals, trotz des bitteren Wechselkurses bieten. Zurück zum SteamSale – wie in dem zugehörigen Eintrag auf kotaku zu lesen ist (http://kotaku.com/were-buying-more-pc-games-than-we-can-play-1493402988), steht bei dieser Kaufsucht das Gefühl im Zentrum wieder etwas gespart zu haben und weniger der Besitz des Spiels selbst oder gar es zu spielen. Der Besitz des Spiels sollte aber auch nicht unterschätzt werden, da bei vielen Menschen auch das Sammel-Bedürfnis geweckt wird, das dir mehr als uns allen bekannt sein sollte, Christoph. Ich persönlich sammele jetzt auch auf den DRM-Plattformen die Spiele. Nicht physisch. Die Ironie dabei ist, dass ich früher den Hardcore Gamer, der sich selbst zur Hälfte noch als Sammler definiert, parodiert habe. Heute bin ich die Parodie meiner selbst, indem ich auch angefangen habe, einige Dinge über das „Besitzen“ digitaler Spiele zu definieren. Beispiele sind Magicka und Dungeon Defenders, welche ich beide mit ihren zig DLCs einfach nur vollständig haben möchte. Ziemlich teuer, denn da habe ich tatsächlich die DLCs auch zum Vollpreis bezahlt. Damit liegen die Titel bei gut dem doppelten Vollpreis eines EA-Titels. Das tut weh in Anbetracht dessen, dass die Complete Collection an Weihnachten wieder für 12,-€ angeboten wurde.
Insgesamt versuche ich für mich aber aktuelle und vergangene Spieleperlen zu fischen. Folglich sind am Meisten die Klassiker und Mainstream Fische in meinem Netz. Unter den Klassikern sind aber vor allem Titel, die ich vielleicht nie wieder spielen werde, aber damals viel gespielt habe. Star Wars: Jedi Knight III: Jedi Academy wäre da das Beispiel. Warum kaufe ich die jetzt erst und warum über Steam und Co.? Nun, in der Vergangenheit hat mir der Webmaster viele Spiele ausgeliehen und ich habe kaum etwas besessen. Daher kann man sagen, dass ich aus Gewissensgründen nachkaufe. So rechtfertige ich mir gegenüber sogar ganze Firmen-Bundles mit älteren Titeln einzukaufen, auch wenn die Entwickler jetzt wahrscheinlich nichts mehr davon haben. Ja, wahrscheinlich kommt bei denen mehr an, wenn ich beim Humble Bundle alles in Charity rein werfe. Aber wer bin ich, dass ich etwas an meinen vergangenen Taten ändern könnte?
Warum kaufe über Steam und Co.? Preis. Eindeutig. Und Boxen stören mich. Ich sehe darin keinen Mehrwert und seit meine ganze Wohnung nur noch eine Garage ist, mag ich die nicht mehr. Die nehmen zu viel Platz weg. Müsste ich der Konsequenz aus oben nicht meine jetzigen Taten ändern und fleißig Vollpreis-Retails kaufen. Ich weiß nicht. Eher nicht, wenn ich meine eigene Lebenssituation so ansehe. Ich sehe mich dann nur als den Verlierer. Bevor ich zu viel Geld dafür ausgebe, gebe ich lieber gar nichts aus und verzichte. Ich glaube die Sales machen es genau richtig, denn nur so wird noch das Geld aus der Tasche gezogen. Andernfalls blieben die Portemonnaies der Leute zu. Das ist wie mit den Coupons in Amerika. Das Kaufen wird wieder zum Erlebnis, weil’s nur noch um das Jagen eines guten Deals geht. Da holte ich mir in der Vergangenheit sogar Titel, die ich damals nur interessant fand, aber trotzdem nicht spielen wollte. Ich wiederhole mich.

Zum Thema Vergessen:
Ich vergesse zwar ziemlich viel, aber Spiele, die ich will, vergesse ich relativ selten, was an meinem Handy liegt. Da ich mich ohne mein Handy total verloren fühle (es könnte ja was passieren!), ist das immer bei der Pfote und somit auch mein Notizbuch. Allerdings benutze ich das Handy dann weniger zum Spielen und mangels mobilem Internet auch für sonst kaum was. Sobald ich wieder in WLAN-Reichweite bin, wird meine offline (auswärts) erweiterte Liste aktualisiert und am PC sehe ich: Alles klar, das habe ich mir notiert. Zu Hause werden dann Listen abgeglichen, gegebenenfalls in die entsprechende Wunschliste eingetragen und fertig. Ich habe da eine aufwändige Tabelle in meinem Drive in der ich sogar filtere, wie dringend ich ein Spiel kaufen und spielen möchte. Dazu dann vergleichbare Wertungen Spielzeit und weitere Infos, wie Entwickler und Publisher. Am Wichtigsten sind jedoch die Punkte ‚Release‘ und ‚wer das Spiel noch hat‘. Ein Spiel vom Backlog zu streichen drückt immer mehr, je älter es ist. Ein Spiel vom Backlog zu streichen, weil man es mit Freunden bis zum Erbrechen gespielt hat, ist aber noch schöner. :)

Zum Eintrag selbst noch das Wort: Der direkte Vorwurf an den Lesers, dass er derjenige ist, der durch’s Warten d<ann doch das Spiel später vergisst, sitzt. Ob Absicht oder nicht. Ganz schön raffiniert. Zumindest ich bin so gestrickt, dass ich mich jetzt zum Äußern gezwungen sah. Getroffene Hunde bellen, oder nicht? Ich glaube, es ist mehr mein Drang alles 'richtig' zu stellen, als dass ich wirklich betroffen bin. :)

Ein kurzer Exkurz zu Apps: Auf dem iPhone zocke ich wie gesagt nur noch ganz selten, den Preisverfall sehe ich bei den Apps auch kritisch, aber berühren tut mich das eigentlich kaum. Für eine gute App würde ich auch Einiges mehr ausgeben bzw. habe ich auch schon mehr ausgegeben. Zum Beispiel habe ich mir in Pocket Planes einen Stapel Bux (im Cash-Shop) gekauft, weil ich so lange und so viel Tiny Tower, Pocket Planes und Pocket Trains gespielt habe, dass es nur fair den Entwicklern gegenüber ist. Insgesamt bin ich aber nicht mehr so der Handy-Zocker, vielleicht war ich es aber auch nie. Wimmelbild-Spiele und Puzzler bin ich schon mehr als gesättigt. Von den Mainstream Dingern, wie DoodleJump, Cut the Rope, PvZ und Angry Birds, habe ich nur PvZ intensiv gespielt. Auf PvZ2 habe ich Lust, bin aber wie hier bereits geschrieben wegen des neuen iOS ausgeschlossen worden. Ansonsten kann ich diese Spiele auch nicht mehr sehen. Galaxy on Fire 2 HD habe ich lange und viel gespielt, aber meines Erachtens funktioniert so ein Spiel auf dem Smartphone einfach nicht. Es war mehr Ärgernis als Vergnügen. Da muss es schon mindestens Tablet-Größe sein und es ist nichts für Zwischendurch. Und Beides sind Punkte, bei denen ich mich dann frage: Warum kaufe ich es mir dann nichts Vergleichbares direkt für den PC? Von daher kommentiere ich die ganze App-Problematik auch kaum.

Zurück zum Preisverfall, meinem Gewissen und den verarmten Entwicklern:
In deinem Eintrag weichst du meine ehrenhafte Rückzahlung an die Entwicklern derart auf, dass theoretisch mein Gewissen wieder zu pochen anfangen sollte. Tut es aber komischerweise nicht. Was ist mit der Preisentwicklung geworden? Hatte ich früher eine ähnliche Schmerzgrenze, wie Azzkickr mit seiner 5€ Regelung, damit ich nicht während eines Vierteljahres-Sales meinen Mammon davon pumpe, habe ich das über Bord geworfen. Zuerst habe ich auf 7,50€ erhöht, dann habe ich mir 'mindestens soundsoviel Prozent' als Ziel gesetzt, doch mittlerweile bin ich wieder bei dem Punkt angelangt, dass ich sage: Was ist es mir wert?
Payday2 habe ich vorbestellt, die Criminal Career Edition, für vier Nasen, also schon einmal quasi Vollpreis bezahlt. Four Pack machte das ganze natürlich billiger, Vorbestellung auch, aber die Sammleredition dann wieder teurer und so war ich letzten Endes beim regulären Preis.
Außerdem gebe ich meinen Punkt zu bedenken: Ich alter Gammler, bin jetzt Sammler *höhö*. Früher haben die Entwickler also gar nichts von mir bekommen und das hat sich jetzt geändert. Gäbe es die Sales nicht, könnte ich die Spiele, welche ich die letzten Jahre gekauft hätte, an einer Pfote abzählen: Bastion, Payday – The Heist, Payday 2, Guns of Icarus Online, Battlefield und Guild Wars 2. Okay, fast an einer Pfote. Aber hey, das sind 7 Spiele im Vergleich zu… öhm… aktuell: 323 Titeln. (http://steamcommunity.com/id/JakillSlavik)
Die Frage: Was ist es mir wert? Geht aber noch weiter, denn mittlerweile frage ich mich, ob ich selbst für 99ct (minderwertige Dollar Cent sind hier gemeint!) das Spiel wirklich wirklich haben will. Da können an Binding of Isaac und Don't Starve noch so verlockend -90% dran stehen haben, ich will die Spiele nicht. Noch vor drei Jahren als Steam-Frischling hätte ich da blind gekauft. „Für das Geld kann man nichts verkehrt machen,“ – ist nicht mehr.

Dein Vergleich mit Gütern in der realen Welt mit den 14,- € für Kino, Restaurant, etc. hinkt natürlich, aber ich bin kein Mensch, der sich daran aufhält. Den Schritt gehe ich gerne mit. Mittlerweile ist es mir das auch alles nicht mehr so viel wert wie früher. Die Preisschraube dreht sich in allen Bereichen des Lebens dahin, dass ich deutlich weniger unternehme (ins Kino gehe), als noch vor zwei Jahren. Genauso verhält es sich mit Serien und Filmen. Ich schaue, wenn ich was sehen möchte über Watchever und ansonsten kann ich warten, bis es dort hin kommt. Da mir mein Essen, was ich koche, besser schmeckt als das von drei Vierteln der Restaurants, hat sich das auch alles verschoben. Sogar unter Einbeziehung von Strom, Wasser, Zutaten und Aufwand bin ich günstiger und daher weiß ich, wo ich hingehe bzw. nicht hingehe. McDonald's? Long time no see. Lebensmittel sind sowieso teurer geworden, als es die Statistiken belegen oder ich kaufe scheinbar zu exquisit ein. Wer weiß? Naja, ich habe noch meine Buchführung von 2009, da habe ich von 10 bis 15,-€ pro Woche locker leben können und dabei frisches Fleisch, Obst und Gemüse aus der Region holen können. Heute sind's dann doch nur noch die Folien-Tomaten mit Wassergeschmack aus Spanien und Kartoffeln aus der Restepresse. Zack 25-30,-€. Wandelt man das jetzt in Events um, wie Kletterparks oder Laster-Tag oder sonstige Unterhaltungsdinger, sind deren Preise nach diesem Maßstab exorbitant. Jetzt hadere ich schon lange, was ich da mache. Und dann im Vergleich fünfzig Euro für Skyrim, das macht bestimmt mehr Spaß und hält länger als jetzt ein Themenpark oder Kinogänge oder…aber…

SKYRIM! Nein, nein, nein, niemals. Lieblos herzlos, das macht keinen Spaß, das hole ich mir nicht!
(Und jetzt habe ich es mir doch im Herbst für 4,95 € irgendwo gekauft. Ich schäme mich so! Warum? Ich wollte es doch eigentlich boykottieren und so schnell werde ich das sowieso nicht spielen. Verdammte Sales. Aber da sieht man wieder: Gäbe es diese Sales nicht, hätte ich es erfolgreich boykottiert, so werfe ich Bethesda doch ganze fünf Euronen in den Rachen, die sie meiner Ansicht nicht verdient haben, aber die – das muss ich ja eingestehen – mir das Spiel dann doch am Ende wert war. Ganz fünf Euro waren es ja nicht und Steam bekommt da auch sicherlich was von ab, aber das vernachlässigen wir für den Moment.)

Trotzdem kann ich deine Wut über die „Das hole ich mir wenn's günstiger ist“-Leute nicht zu 100% nachvollziehen. Denn die Drecksäcke, die ständig in der Freizeit ihr Geld für die überteuerten Angebote raus pfeffern und dann en Satz von sich geben, die meinen ja auch mit einem -10% Rabatt auf Battlefield 3 auf Origin, drei Jahre nach Release einen guten Deal gemacht hätten. Von dem her kann ich mich da nicht aufregen. Da muss ich immer an Gespräche auf der Arbeit denken: „Ich bin Hardcore Gamer!“ – „Ahja, was hast du dir so im Steam Sale gekauft?“ – „Was ist Steam?“ Alles klar. Hier nimm noch einen Schirm, damit's nicht ins Oberstübchen regnet. Darüber kann ich mich einfach nicht aufregen.

Ich selbst klammere mich außerdem insgesamt aus dem Vorwurf des Preisverfalls aus, weil ich arm bin. Ich darf geizig sein. Ich bin am unteren Ende der Nahrungskette angelangt. Wenn Entwickler jammern, dass sie weniger oder gar nichts verdienen, kann ich da nur drüber Schmunzeln. Eine größere Kluft zwischen Aufwand und Entlohnung als bei mir geht nicht.

Und doch habe ich bestimmt zwischen 100 und 200 € im Steamsale ausgegeben. Ohje! Aber hätte ich hätte ich 40-60 € für vier größere Spiele ausgegeben? Sicherlich nicht, auch wenn es keine Sales gegeben hätte. Splinter Cell Blacklist will ich haben und würde es wohl immer haben wollen, aber für Vollpreis hätte ich es mir auch in einem Sale-freien Universum nicht gekauft. Eben wegen der Umstellung, was es mir wert ist. Zumal wieder die üblichen Ubisoft Schwierigkeiten beim Launch bestanden.
Anderes Beispiel wäre Battlefield 3 Premium. Weil mich die DLC Politik bei EA insgesamt angekotzt hat, habe ich bis nach dem Release gebraucht um mir Premium zu kaufen. Und das obwohl ich die Regelung mit BF3 Premium in Ordnung fände, sofern der Preis von Premium zu Beginn nicht so hoch gewesen wäre. So habe ich es mir nun doch die 5 DLCs für 8€ gekauft. Quasi den Preis, den sie vorher für einen DLC haben wollten. Außerdem wurde mit Ausnahme von Key-Sellern überall nur die Limited verkauft, bei der man den ersten DLC bereits erhielt, wodurch Premium noch einmal teurer wurde, da man theoretisch ja nur 4 statt 5 neue DLCs für den Vollpreis erwarb. Kehrseite meines Boykotts ist natürlich, dass jetzt keiner mehr die Premium-Karten spielt. Es sind zwar immer noch viele Spieler in BF3, aber die sind weiterhin im Bereich der Limited Edition, also Standard-Maps und Back-to-Karkand. Glaubt mir aber, wenn ich sage, dass ich jetzt bei Battlefield 4 trotzdem stark bleibe. Hoffentlich. Nachher dazu mehr…

Das Beispiel wäre ein guter Grund für Geld zurück gewesen, denn Battlefield 3 war eindeutig ein Spiel, wo ich gerne das Geld zurück gegeben hätte. Anfangs. Die Zerstörungsgewalt, wie sie der indirekte Vorgänger BFBC2 vorgelebt hat, war drastisch reduziert worden. Lediglich in Back-to-Karkand hielt das einzig. Bei einem Vollpreis-Titel halte ich das noch für angemessen und bin froh, wie EA da reagiert. Wobei ich alleine schon 24 Stunden bräuchte um das Spiel runter zu laden. Aber kann man wirklich bei den geringen Preisen verlangen, ein Spiel umtauschen zu können? Warum? Gespielt, nicht gefallen, weg damit. Den Metascore Jüngern kann man mittlerweile ganz praktisch das Spiel auch noch verhageln, indem man in die entsprechenden Reddit-Sammelthreads eine Doppelnull reinklatscht und schon wird das Teil nach unten manipuliert. Ohne das man selbst in Berührung damit kommt. Ich persönlich halte das zwar für Betrug, aber umso betrogener fühle ich mich, wenn der Score, der mir sowieso nichts bedeutet, wirklich Einfluss auf das Kaufverhalten von meinen Freunden hat. Wenn Spiele, die mir persönlich gut gefallen, dann mit einem unterdurchschnittlichen Score auch im Store weiter nach unten platziert werden.

Noch ein paar Spiele, die ich exemplarisch zum Thema Alpha/Beta/EarlyAccess behandeln möchte:

Payday2 und GuildWars2 haben es mir in der Beta so sehr angetan, dass ich direkt mehrere Dutzend Stunden hinein gesteckt habe. So wurde ich 2012 an nur einem Wochenende 32+ in GW2 (ohne Crafting!!1) und 2013 auch 30+ in Payday2 (ohne C4-Farm-Runs!). Spaß hatte ich sehr viel, zumal ich eine tolle Gruppe hatte, die das genauso eifrig mit mir gespielt hat. Doch bei beiden Titeln passierte das Gleiche: Nach dem Charakter Wipe am Ende der Beta bzw. zum (Pre-)Launch war mit einem Schlag die Motivation weg. Noch einmal alles machen? Alles von vorne? Schön und gut, für jemanden, wie mich, der Charaktere minutiös vorplant, kalkuliert und schon weiß, wohin es im Endgame gehen sollte, doch Endgame war zumindest in GW2 erst einmal nicht in Sicht. Und in Payday2 fühlte sich das plötzlich alles wie Arbeit an. Und solch eine Arbeit ist dann doppelt so schlimm, wenn das Aufwand- und Ertragsverhältnis nicht passt. GW2 hat jetzt 15 Monate gebraucht, um daran herum zu schrauben, bis es sich endlich fair anfühlt und man auch nicht direkt überschüttet wird. Und das stört mich in Spielen dann doch am Meisten.

Ich hoffe das wird jetzt nicht falsch verstanden, aber vor Blade Symphony kann ich derzeit nur abraten. Ich weiß…Early Access….blabla… befindet sich zwischen alpha und beta-Stadium…et cetera… aber wirklich: Ich würde derzeit wirklich empfehlen abzuwarten, wo der Titel hingeht bzw. überhaupt noch hin will. Auf technischer Ebene ist das Spiel weit fortgeschrittener als manch andere Retail-Fassung (Battlefield 4 *hust*). Aber spielerisch bin ich sehr enttäuscht. Aktuell ist es nicht möglich einen Sparring-Partner von dem Computer gestellt zu bekommen und das Tutorial ist leider noch nicht fertig abgeschlossen. In Anbetracht der recht steilen Lernkurve wird man ziemlich hart ins Bällebad geworfen. Dort trifft man zumeist nur auf absolute Combo-Künstler. Das an sich wäre ja für den ein oder anderen Menschen noch motivierend, jedoch ist der Content rundherum um die Kampfmechanik noch nicht fertig gebaut. Das versprochene Klassen bzw. Waffen-Balancing ist noch nicht drinnen, weil es derzeit nur ein schweres Schwert gibt, was alle leichteren Klassen ausbremst. Die Fähigkeiten der leichten Klassen sind noch nicht implementiert bzw. mit der verfügbaren Waffe noch nicht möglich. So bleibt man direkt beim Ausgangscharakter, bei dem es sich um eine Art 'Tank' handelt, welcher nur sehr behäbig gespielt wird. Insgesamt sind die Kämpfe weit entfernt von den bisherigen Vorstellungen der Entwickler. Um zu „gefallen“ sind jetzt aber er einmal kosmetische Dinge in der nächsten Entwicklungsstufe, obwohl sie jetzt meiner Meinung nach erst einmal das Gameplay vollständig entfalten sollten. Natürlich dürfte ich da jetzt nicht zu viel erwarten, denn wie gesagt, von der Technik her stimmt es und Abstürze / Instabilitäten habe ich auch keine gehabt. Aber gnah! Vieles was ich aufzähle ist vermutlich. Das Problem mit Early Access ist eben, dass Viele die Entwicklungsstufen als eine Demo sehen, die es nicht mehr ist. Auch vom Empfinden her hat sich das verschoben. Demnächst müssen wir die 'echte' Alpha dann closed pre-Alpha oder so nennen.

(Achtung, auch schon geschrieben) Damals in Battlefield 3 hatten wir eine Vorbesteller beta, die unter aller Sau war. Da ich ein halbes Jahr zuvor in der closed Alpha drinnen war, konnte ich nicht verstehen warum die Beta plötzlich soviel beschissener als die Alpha sein konnte. Viele meinten dann: ja, das ist der Netzcode und die höhere Auslastung, aber ganz ehrlich: die Model- und Clipping-Probleme hatten wir vorher nicht und die kommen ja nicht vom Netzcode. Da wurde eiskalt eine frühere Alpha verwendet, damit man mit den 'richtigen' Testern das Spiel optimieren konnte. Ein schlauer Schachzug eigentlich, denn die Release Version von BF3 war sehr stabil. Sich aber dann als EA/DICE hinzustellen und zu sagen: „Warum jammert ihr denn, ist doch eine Beta und keine Demo?“ ist natürlich dreist, denn hier wurde eine begrenzt lauffähige Beta als Demo verwendet. Aber nicht nur das, sie wurde ganz klar mit vermarktet. Und seitdem machen sie das immer so. Und dann schreiben die Intelligenzbestien des Internets: „Hey, regt euch doch mal ab, wisst ihr nicht was eine Beta ist?“ Tut mir Leid, aber da brauchen sich die Firmen gar nicht wundern, wenn sie gezielt auf dieses Pferd setzen. Dann sollen sie von mir aus das ganze Hating auch stillschweigend ertragen. Wenn alles gut ist, dann heißt es wie stabil das Spiel in der Beta sogar schon ist und wenn alles schlecht ist, weißt man darauf hin, dass es nur eine Beta ist. Lasst die Leute im Internet sich wieder gegenseitig zerfleischen. Ich glaube EA kennt uns Spieler wesentlich besser als wir das wahr haben wollen.
Wie perfide und abgebrüht das ist, war jetzt auch wieder auf der Gamescom 2013 zu sehen. Aus erster Hand wurde mir von einer absolut gruseligen präsentierten Alpha zu BF4 berichtet und das so kurz vor dem Release. Natürlich ist die auch mehrmals abgeschmiert. Ich weiß nicht mehr, ob es bei Spieletipps zur Sprache kam, aber man räumte ein, dass jeden Tag eines der Gammelsysteme auf der Gamescom komplett durch geraucht ist. Einerseits wegen der Belastung durch die Frostbyte 3.5, andererseits natürlich wegen der Messe-Präsentation an sich. Ist ja insgesamt nicht so die angenehmste Umgebung für Technik.

APROPOS FROSTBYTE 3.5:
Ich persönlich boykottiere Battlefield 4. Warum? Zu früh? Zu wenig Neuerungen? Weil's gerade 'hip' ist? Von allem ein Bisschen. Klar, es ist im Battlefield-Zyklus, aber es ist mir zu wenig Neues. Es ist genau so dreist wie Battlefield Vietnam damals als Vollpreis zu verkaufen, obwohl es genau genommen nur ein Battlefield 1942 Add-on war oder das Vietnam DLC für Battlefield Bad Company 2. Klar, war ich von Beidem begeistert und habe blind gekauft, aber will ich mich nicht mehr darauf einlassen, geschweige denn es wie früher wegdiskutieren. Dafür fehlen dem Spiel wie gesagt, die wesentliche Neuerungen. Im Grunde ist alles was jetzt an BF4 besser sein soll das, was sie anscheinend aus BF3 wegen zu geringer Entwicklungszeit heraus gestrichen haben. Und das wurmt mich. Und auf technischer Ebene ist es jetzt auch kaum vom Vorgänger abzugrenzen. Okay, es sieht dezent besser aus, aber irgendwie auch wieder noch mal ein Stück plastischer. Ich habe vor Kurzem erst wieder Half-Life 2 eingeworfen und war wieder vom Wasser, vom Detailgrad, vom Licht, von der Umwelt und Allem verzaubert. So ein Gefühl hatte ich bei Battlefield lange nicht mehr.

Free2Play absolut uninteressant für mich geworden, weil ich ein Spiel „ungeschnitten“ haben möchte. Da kommt wieder die Sammelwut hoch, wie eingangs bei DD und Magicka erwähnt. Selbst wenn ich noch zwei Jahre brauche bis ich es dann wirklich spiele. Nachdem so viele F2P Spiele dicht gemacht haben, habe ich die Sorge, dass ich durch mein Warten dann die Chance verliere gemeinsam zu spielen.
Absurd dass ich jetzt von F2P wegrücke, obgleich ich offener dafür bin für Hauptspiel + DLCs zu bezahlen. Doch solange eine solide Basis zwischen Grundspiel und Rest besteht, dann bin ich auch bereit – falls ich die DLCs für sinnvoll erachte – mehr auszugeben. Da schwingt dann auch wieder ein kleines Bisschen davon mit: „Hey ich unterstütze den Entwickler!“
Mir fällt voller Erschrecken an dieser Stelle auf, dass du im Grunde Recht hast und zu Recht hier protestierst, aber meine Haltung ist einfach, dass wir alle schon längst auf dieses Doppel-Preis-Modell eingeschworen sind, selbst wenn wir immer darauf herum reiten oder andere davor warnen. Bei einem Spiel, was uns gefällt tun wir es dann doch. Und das Alles wird noch durch den Umstand gefördert, dass Retail zu unbequem und zu umständlich geworden ist. Durch die zunehmende Digitalisierung und die digitale Rechteverwaltung bei den meisten Spielen, sind wir alle eh nur noch online. Und da findet eben kein Verfall statt. Würden die Leute nicht davon Leben können, würden sie es nicht machen. Daedalic zum Beispiel ist es endlich nach Jahren geglückt auf Steam etabliert zu sein. Auch deren Spiele sind zeitweise reduziert. Seit sie existierten hangelten sie sich vom Einen zum nächsten Projekt. Über spezielle Spieleförderung für A new Beginning, Abschlussarbeiten wie TWW oder Preise, die sie mit vielen Spielen als Subvention unter der Hand bekommen haben. Jetzt hört man sie nicht mehr jammern. Scheinbar doch nicht so uninteressant die Plattform Steam, obwohl sie anteilig etwas abdrücken mussten. Sogar ein eigenes HumbleBundle hatten sie! Das sage ich jetzt nicht, weil das eine Auszeichnung sein soll, sondern weil sie damit grenzenübergreifende Popularität erlangen konnten.

Noch ein kurzer Schwenk zu EA. Mittlerweile können die sich ihr Werbebudget sparen, denn von EA Titeln erfährt man doch sowieso, weil darüber die heftigsten rants durch's Netz laufen. Und wenn sie wollen, dass ein Spiel bekannt wird, dann langt es doch schon, wenn ein EA Offizieller verspricht, dass Titel XYZ kein Desaster wie SimCity wird. Schalten sie dann zum Launch nur 10% der Server, dann ist deren Spiel wochenlang im Gespräch. Wer EA nicht sowieso schon hatet, war sowieso nie die Zielgruppe und wer das spiel sowieso haben will, der kauft es auch egal wie schlecht die Server sind. So viel Schaden haben sie nicht genommen. Es ist leider einfach so. Simcity hat's nur wieder simuliert. Ähnlich ist's bei Ubisoft Ausfällen zu Blacklist und Blackflag. (wobei ich komischerweise keinerlei Probleme hatte…)

Kurz eine Philosopheraptor-Frage zum Abschluss, denn ich möchte aufgreifen, was mir am Anfang meines Kommentars aufgefallen ist:
Wenn es unendlich viele Dimensionen gibt und es dann auch jede Menge Dimensionen gibt, die sich alle nur in einem Punkt von unserer Dimension unterscheiden, gibt es dann auch eine Dimension, in der es keine Steam Sales gibt?
Wie viele Spiele hätten wir dann in Steam (Retail-Sammler ausgenommen)?
Nur 10%?
Und dafür 400% in Origin?
Naja, Letztes wohl eher nicht, denn dafür ist das Shop-Angebot ist zu klein *gnihihi*
Aber auf jeden Fall denke ich, dass ich persönlich dann deutlich mehr Titel via Desura bezogen hätte. Oder gar Uplay? Oder Gabe es die Plattformen alle gar nicht? :wink:

So und kurz zu euren Kommentaren:
Alles richtig wiedergegeben @azz. Und ich bin da auch ziemlich dicht bei deiner Meinung. Und ironischer Weise geht’s mir auch so, dass ich durch alte Spielprinzipien angeödet bin, aber trotzdem auf diverse Nachfolger hoffe. Eigentlich wünsche ich mir manchmal einfach nur mehr Umfang für ein altes geliebtes Spiel oder da regt sich der gute alte Wunsch das Lieblingsspiel noch einmal mit gelöschter Erinnerung zu spielen. Gut, dass ich vergesslich bin, denn ich bin bald über den Punkt hinaus, wo ich die Stories von Golden Sun 1+2 oder Secret of Evermore zusammen fassen könnte. Also: Game on!

@Sic: Ich sehe auch keine Verantwortung bei mir, da ich mir schwer tue in den allgemeinen Foren die Standpunkte der Leute zu verstehen. Ich zitiere da den letzten Absatz von Azz: „Ich glaube auch nicht, dass ein CoD-Spieler “etwas falsch macht”, wie du schreibst. Er hat noch richtigen Spaß beim Spielen! Was will man denn mehr? Damit hat er mir oftmals einiges Voraus“ – da habe ich es ähnlich, dass ich mir sehr schwer tue, etwas zu finden, was mich noch so krass begeistert. Aktuell bin ich froh, dass ich, wenn ich alleine bin in Dust ein Spiel gefunden habe, was mich weiter bringt. Andererseits solange ich mein Umfeld mit dem ich zusammen spiele vernünftig beraten kann, habe ich ja schon meine Verantwortung gelebt. Wenn man immer als Ratgeber zur Seite gezogen wird, ist das auch etwas Tolles und so wandert dann doch auch die ein oder andere Indie Perle in die Taschen anderer Spieler. Guns of Icarus Online glorreich an Freunde empfohlen, schreibe ich mir auf die Brust.

@ice: i know that feel #bioshock_infinite …

Dass der Eintrag polarisieren würde war klar, aber nicht der Grund für seine Entstehung. Da hätte ich auch weniger schreiben können :smile: . Im Rooster Teeth Patch Podcast wurde das Thema Early Access in den letzter Zeit öfter angesprochen, deswegen war mir das stark im Kopf. Gleichzeitig waren im Dezember auf der Steam-Startseite viele Early Access-Titel in den Top-Listen und dann wäre da noch das Steam-Forum von Overgrowth wo ich einfach nur um mich schlagen könnte wegen den ganzen „Das ist ein Dreckspiel, das hat ja noch gar keine Inhalte und sowieso wie kann man dafür Geld verlangen?!“ beziehungsweise die Debatten bei Wasteland 2, Prison Architect und Planetary Annihilation, die einen sehr hohen Eintrittspreis für Early Access verlangen, was bei vielen vollkommen idiotischer Weise auch wieder extreme Reaktionen auslöst. Als hätten sie ien Recht darauf das Spiel zu spielen. Der Rest kam bei der Betrachtung des Thema hinzu. Das Phänomen Early Access sollte man meiner Meinung nach auf keinen Fall alleine betrachten.

Und das regt mich halt wirklich alles irgendwie auf (vor allem der Billiger-Satz, weil der oft bei GG unter meinen Tests stand). Ja, es natürlich totaler Blödsinn sich darüber aufzuregen. Am Ende des Tages reden wir von einer Unterhaltungsindustrie, die mit Luxusgütern handelt und absolut überhaupt keine Relevanz hat für die wichtigen Dinge im Leben (wenngleich sich hier natürlich die philosophische Frage stellt, was überhaupt wichtig ist). Und wahrscheinlich hänge ich da tatsächlich zu sehr dran und bräuchte mal ein anderes Hobby. Aber mir geht es am Ende auch nur um eines: Ich will gute Spiele spielen und dabei Spaß haben. Deswegen finde ich es halt schade wenn man sich hinsetzt und nur an sich denkt. Selbstverständlich absolut nachvollziehbar und ich erwarte auch kein Mitleid mit irgendwelchen Firmen. Wir sind immer noch in einer freien Marktwirtschaft und am Ende wird der überleben, der sich durchsetzt egal was wir tun und lassen. Aber es geht halt doch um unsere Freizeitbeschäftigung, in die wir alle sehr viele Stunden versenkt haben und auch noch werden und die ist zumindest mir derzeit halt lieb und teuer oder wie auch immer Satz geht. Deswegen kämpfe ich in meinem jugendlichen Leichtsinn noch dafür. Wobei ich auch hoffe, dass es nie soweit kommen wird, dass ich mich ganz vom Spielen abwende(n muss).

Zum Thema „CoD-Spieler und Spaß“ sage ich an der Stelle nichts, weil ich sonst einen auf Cevat Yerli machen müsste und das wäre dabb kein gutes Argument :smile: . Ich behaupte aber weiter, dass auch ihm die weitere Entwicklung auf dem Markt langfristig keinen Spaß bereiten wird. Ob es ihn am Ende kümmert, oder er eben auch einfach sagt „Okay, dann gehe ich halt in Garten und pflanze Karotten“, das ist wieder eine andere Sache.

So, ich war eben 70min aufm Laufband und hatte genug Zeit mir nochmals Gedanken zu machen.

Generell haben mich zwei Fragen beschäftigt:

1) Wie schafft man es, den Wert eines Spiels zu messen?

Da gäbe es theoretisch verschiedene Möglichkeiten. Zum einen den objektiven Wert, indem man einfach die Entwicklungskosten heranzieht. Also Personal, Infrastruktur, Unterhalt.

Eine erweiterte Möglichkeit wäre es, hier noch das Image mit einfließen zu lassen, also den Markennamen und die Marketingkosten.

Beide Varianten haben gemein, dass man dann irgendeine exorbitant hohe Millionensumme haben wird (in den meisten Fällen). Das Problem ist nun, dass der Wert des Spiels dann mit jeder verkauften Einheit sinken würde. Hat man 10Mio. Euro Entwicklungskosten und verkauft 100.000 Einheiten, so hat man einen höheren Wert als wenn man 250.000 Einheiten verkauft.

Das funktioniert also nicht.

Eine weitere Herangehensweise wäre der Versuch, den Wert in der Höhe des Spielspaßes in Stunden zu messen. Hier kommen wir zu dem Problem, dass es dann zu einer sehr subjektiven Geschichte wird. World of Warcraft?? Habe ich nach 30min entsetzt und angewidert wieder von meiner Platte gelöscht. Das sehen andere Spieler offensichtlich etwas anders.

Jetzt könnte man sagen, man solle sich auf einen „vernünftigen“ Wert einigen. Also z.B. 5 Euro pro Stunde Spielspaß (orientiert am „Wert“ eines Kinobesuches). Nun, das mag bei einem Metro 2033 oder Bioshock funktionieren. Da kommt man dann auf 30-50 Euro. Aber was mache ich nun mit meinem Fifa? Da habe ich etwa 250 Stunden investiert… macht dann also 1250 Euro.

Zudem: ich spiele zu 99% offline, ich brauche kein Multiplayer. Nirgends. Sollte ich dann trotzdem die Kosten für den theoretischen Mehrwert zahlen?

Nein, das funktioniert so auch nicht.

Wie man es dreht und wendet: ich persönlich komme immer zu dem sehr marktliberalen Schluss: ein Produkt ist genau soviel Wert, wie der niedrigste Preis, zu dem es zu kaufen ist.

Das funktioniert natürlich langfristig nur, wenn die Publisher auch ordentlich haushalten. Ohne Einblick in die Zahlen zu haben, habe ich jedoch den Eindruck, dass die vielen Sales nicht schaden. Zumindest den großen Publishern nicht. Ob man 2 Millionen Einheiten a 10 Euro verkauft oder 500.000 Einheiten a 40 Euro ist letztlich egal. Bei Variante a) hat man aber eine höhere Verbreitung und damit mehr Marketing. Und damit wieder mehr Leute an sich gebunden.

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr habe ich sogar Verständnis für die Industrie. Man bietet den Konsumenten im ersten Schritt kostenlos eine eingeschränkte Fassung (Free2Play). Dafür erhält man im Gegenzug kostenloses Marketing. Im zweiten Schritt, wenn sich das Produkt als gut erweist, erweitert man es nach und nach (DLCs).

Bei all deiner Kritik an diesen Entwicklungen: du musst zugeben, dass das immerhin ein Weg ist, der dem wirklichen Wert eines Spiels am gerechtesten wird!

(Das ändert nichts an Early Access, das find ich nach wie vor bescheuert).

2) Werden die Entwicklungskosten aufgrund der neuen Konsolengeneration wirklich steigen?

Da bin ich mir nämlich garnicht so sicher. Im Gegenteil: die Architektur der neuen Konsolen ist einheitlicher denn je und dank der Ähnlichkeit zum PC bereits seit langem bekannt. Es werden sich auch viel einfacher Portierungen durchführen lassen. Ich sehe hier eher große Einsparmöglichkeiten und Synergieeffekte.

Zum Wert: Der objektive Wert eines Spiels ist der UVP zum Zeitpunkt des Release würde ich sagen. Deswegen gibt es ja Budgettitel, die schon für 25 Euro in den Laden kommen weil der Publisher sagt: Hier, das Spiel ist nicht mehr wert. Sich darüber Gedanken zu machen, dafür werden Horden von Buchhaltern bezahlt. Und wenn es nach denen ginge, wären die Preise ja schon gestiegen. Die wenigen Vorstöße (Command & Conqer 3: Tiberian Sun z.B.) sind bislang im Sand verlaufen. Der Markt ist also stark genug, um dem Gegenwind zu leisten. Damit kommen wir zu deinem Fazit: Somit wäre am Ende der tatsächliche Wert eines jeden Produkts (nicht nur Videospiele) derjenige, zu dem jemand bereit ist es zu kaufen. Und das stimmt natürlich. Aber das kann doch nicht das Ende der Debtatte sein, wenn wir dank der vielen Sales (und die sind definitiv der Hauptgrund abseits des grundsätzlich schnellen Preisverfalls) mittlerweile eine Käuferschaft haben, die maximal 5 Euro als besten Preis aktzeptiert. Der subjektive Wert (Spiele unter 10 Stunden kaufe ich nicht!) des einzelnen fällt da meiner Meinung nach heutzutage gar nicht mehr so sehr wirklich ins Gewicht. Und unter diesen Bedingungen braucht es eine wesentlich größere Masse an Käufern für den Break Even als meiner Meinung nach jemals zur Verfügung stehen wird. Das wiederrum bedeutet Einsparungen, Einschnitte und damit am Ende auch wieder schlechtere Qualität. Bekanntlich wird ja bei QA als allererstes gespart.

Zu den Verkaufszahlen: Ich sage es erneut: Der Zeitpunkt hat immense Relevanz für die Entwickler egal ob Indie oder AAA-Studio. Wenn der Titel sich am Anfang nicht gut genug verkauft, die Reserven dadurch nicht wieder aufgefüllt werden und am Ende das Studio schließen muss (oder wegen dem Thema Erwartungswerte geschlossen wurde), dann ist der einzige, der vom später erfolgreichen Sale noch was hat der Versicherungsunternehmer, dem die Marken zugefallen sind. Einem Publisher wie EA sind die Sales hingegen scheiß egal. Die eventuellen Verluste sind bereits betriebswirtschaftlich abgeschrieben, der Aktienkurs gesunken etc. Da ist es zwar schön, dass noch etwas Geld reinkommt und im Nachhinein den Verlust senkt. Als Erfolg wird das aber nicht mehr verbucht. Würde mich sogar nicht wundern, wenn steuerlich dieser nachträgliche Erfolg nicht sogar schlechter wäre für die Firma. Aber da ist mein BWL zu oberflächlich.

Das ist selbstverständlich alles nicht zwingend die Regel. Vor allem Indie-Leute können es eher verkraften und mit dem nächsten Spiel anfangen und langfristig ausharren. Garry’s Mod hat seine Haupteinnahmen gerade erst durch Sales gemacht und PixelJunk Eden habe ich ja auch schon als Gegenbeispiel genannt dem Sales immens geholfen haben. Aber es ist aktuell ein extrem entscheidender Faktor. Auch F2P oder DLCs sind da meiner Meinung nach keine Heilmittel. Wie im Eintrag erwähnt, ist der Ersteindruck immens wichtig. Wie viele MMOs hatten wir, die im ersten Monat riesigen Erfolg hatten und dann in der Versenkung verschwunden sind? Nehmen wir SWTOR zum Beispiel. Das Spiel wurde in der Zwischenzeit massiv erweitert und ist F2P. Besser besucht ist es trotzdem nicht, weil der Großteil von denen, die es intereressiert hatte schon reingeschaut haben und sich nun nicht mehr damit beschäftigen oder trotz der Neuerungen keine Lust mehr haben reinzuschauen. Die kaufen also auch keine DLCs/Gegenstände/whatever. Beim Episodenformat ist dieser Trend sicherlich auch sichtbar (die erste Episode spielen noch 100%, die zweite schon nur noch 80%, etc.). Schade, dass Telltale Games hier keine Zahlen veröffentlicht hat bislang.

Deswegen ist ja gerade Early Access so interessant für diese Seite der Medaille. Da kommt bestenfalls ein stetiger Strom an Geldern zu einem Zeitpunkt rein, wo sie quasi sofort wieder verbraucht werden. Es muss also nix vorfinanziert, immense Kredite aufgenommen oder die Community um Spenden angebettelt werden.

Zu den Entwicklungskosten: Hier der Artikel zum Thema, auf den ich mich vor allem stütze -> http://www.gamasutra.com/blogs/OliverTeckert/20130530/193262/Next_Gen_Development_Beware_the_long_tail.php

Mittlerweile gibt es diesen hier basierend auf Firmenaussagen -> http://www.fool.com/investing/general/2014/01/02/how-next-gen-game-costs-will-affect-these-companie.aspx#.Usr4UU45CPw

Der klingt tatsächlich etwas anders, aber der spricht trotzdem von einer Erhöhung, wenngleich nicht so groß wie vielleicht erwartet sobald auf Current Gen umstellt ist. Last Gen treibt die Kosten derzeit noch stärker. Oliver Teckerts Punkte der erhöhten Prodkosten durch mehr Assets und QA stehen somit trotzdem noch.

Von mir nur kurz was dazu, das meiste wurde von der einen oder anderen Seite ja schon gesagt.

Erstmal: Die Entwickler und Publisher verdienen dank Sales mehr an mir, als wenn es keine Sales gäbe. Ich kaufe wesentlich mehr Spiele als ich spiele und vermutlich jemals spielen werde. Ich spiele im Jahr vielleicht 3-4 Spiele komplett durch, gebe für Spiele aber weit mehr als den Preis von 4 Vollpreisspielen aus. Da kann sich doch niemand beschweren. Und irgendwo verteile ich das Geld ja sogar fairer, weil über viele gute Spiele verteilt und nicht nur jeweils nem Batzen bei einzelnen Spielen, die halt in einer von mir favorisierten Serie erschienen sind.
Daher habe ich natürlich auch kein schlechtes Gewissen, was aber auch nicht der Fall wäre, wenn ich gar nichts mehr für Spiele ausgeben würde.

Zum Thema Early Access schließ ich mich auch der Mehrheit an: Halte ich absolut nichts von. Und ich halte es darüber hinaus einerseits für Abzocke und andererseits für das dümmste was ein Entwickler machen kann.
Erstmal zum Nachteil für die Entwickler: Da kann ich nur das Zitat anbringen, was auch die Rooster Teeth Jungs schon mehrfach erwähnt haben (und eigentlich nichts direkt mit Early Access zu tun hat): (sinngemäß) Wenn ein Spiel sich verspätet, dann ist es nur einmal zu spät. Wenn ein Spiel beim release aber schlecht ist, ist es für immer schlecht.

Und so ist es bei Early Access doch auch: Wenn ein Spiel eben erst später erscheint, ohne dass die breite öffentlichkeit bereits Spielen konnte, wird es danach bewertet wie es zum erscheinunstermin ist, egal wann der ist. Wenn es aber der letzte Rotz ist, dann wird es für immer diesen Ruf haben, egal wie gut es am Ende tatsächlich ist. Und da helfen dann auch die „Ist doch nur Beta“ rufe nichts.
Und wenn Entwickler diesen Effekt umgehen wollen, indem sie den Early Access Preis extrem hoch ansetzen um nur die eingefleischten Fans zu erreichen, dann ist das einfach nur naiv.

Zum anderen Punkt, der Abzocke: Es kann mir niemand erzählen das entsprechende Alphas und Betas irgendwas mit testen und Bugfixing zu tun hat. Im besten Fall geht es um Publicity, im schlechtesten einfach nur um nochmal extra abkassieren zu können. Und wenn ich Geld (womöglich mehr als für das fertige Spiel!) für ein Produkt verlange, dann muss es auch erlaubt sein Kritik daran zu üben. Ich kann Leuten die schreiben „“Das ist ein Dreckspiel, das hat ja noch gar keine Inhalte und sowieso wie kann man dafür Geld verlangen?!”“ nur zustimmen! Recht haben sie, es ist eine Frechheit für sowas Geld zu verlangen. Mitleid bekommen sie für mich aber selbstverständlich trotzdem nicht, wer sein Geld so zum Fenster rauswirft, hats nicht anders verdient. Es kann doch nicht sein, dass man für unfertigen Schrott (viel!) Geld verlangt. Professionelle Tester werden dafür bezahlt, während hier ungeduldigen Fans einfach nur das Geld aus der Tasche gezogen wird. Und dass man den bezahlenden Spielern dann auch noch vorwirft nicht auch noch mühevoll Bugreports zu erstellen grenzt an Hohn.
Ein bisschen verständlich ist es natürlich bei kleinen Indie-Klitschen, die sich sowieso keine Test Abteilung leisten können und das Geld eventuell für die Fertigstellung des Projektes dringend benötigen. Aber dann sollten die Käufer Crowdfunding-mäßig zumindest dafür belohnt werde, dass sie an das Projekt glauben und frühzueitig Geld investieren indem der Alpha oder Beta Access dann wenigstens billiger is als das fertige Spiel.
Natürlich hat niemand ein Recht darauf ein Spiel zu spielen. Aber darf man deswegen überzogene Preise nicht mehr kritisieren? Ich glaube nicht. Niemand wurde gezwungen die mittlerweile legendäre Pferderüstung zu kaufen, trotzdem kann man ja wohl feststellen, dass sie absolute Abzocke war.

Übrigens: Dass Minecraft immer als Vorreiter der Early Access Bewegung bezeichnet wird, halte ich für kompletten Quatsch. Bei Minecraft waren die Labels Alpha, Beta und Final nie mehr als komplett wilkürliche Bezeichnungen, die halt irgendwann mal draufgeklatscht wurden. Aber letztendlich war es auch in der Alpha schon „fertig“, alles weitere war nur ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess, wie bei nem MMO.

Ich glaube wir haben drei essentielle Streitpunkte:

a) der Wert eines Spiels
b) der Zeitpunkt, zu welchem dieser Wert erwirtschaftet wird
c) der Schaden oder Nutzen von Sales

Bezüglich a) bleibe ich dabei: wenn man ein AAA-Titel kurze Zeit nach VÖ für 25% weniger und ein weiteres halbes Jahr danach für 50-75% weniger verkaufen kann, dann ist das, zu dem jeweiligen Zeitpunkt, der exakte Wert des Spiels. Andere Messungen haben alle einen Haken. Auch die von dir genannte UVP. Da ist nämlich meiner Meinung nach ein viel zu großer Batzen an Gewinnspanne mit eingerechnet, die – streng genommen – nichts mit dem Wert des Spiels zu tun hat.

2) Diese UVP bezieht sich aber natürlich auf den Preis am Erscheinungstag. Jetzt sehe ich aber keinerlei Grund, mir ein Spiel so früh zu kaufen. Argumentation siehe vorherige Kommentar. Also müssen die Hersteller zwangsläufig umdenken. Das geht nur über die genannten neuen Vertriebsmodelle. F2P, DLC, EarlyAccess.

Und wie gesagt: wäre mein Backlog nicht so groß, wären F2P und DLCs definitiv Modelle, die mir – richtig umgesetzt – auch sympathisch sind. Und vor allem auch besser für alle. Entwickler und Publisher bekommen rechtzeitig die Kohle, Spieler können selbst entscheiden, ob sie 5, 10, 20, 50 oder 100+X investieren.

Crowdfunding ist hier noch eine weitere, publisherunabhängige Form, die aber einem ähnlichen Motto folgt.

Ich hätte jedenfalls kein Problem damit, mir für Fifa neue Stadion, Mannschaften, Trikots etc. dazuzukaufen. Oder für Walking Dead neue Episoden. Oder für Bioshock einen neuen DLC. Wenn die Preise vernünftig sind und das „Basisspiel“ gratis oder sehr günstig ist.

Dieses Flexibilitätsmuster passt doch hervorragend in die heutige Zeit. Und hervorragend zum digitalen Vertrieb. Es ist nur logisch, dass es sich hierhin entwickelt.

Ein Zurück zum alten Muster (retail, 50 Euro pro Spiel, Kaufen am Erscheinungstag) wird es nicht mehr geben.

c) ich bin da ganz bei Ron: durch die Sales habe ich bedeutend mehr Geld ausgegeben, als es sinnvoll ist. Dieses Geld hätte ich sonst NIE oder erst viel später investiert. So gesehen hat dieses Prinzip definitiv einen Nutzen.

Und wenn die 5 Euro pro Spiel niemandem (außer der Versicherung) nutzen – wie du argumentierst – dann gäbe es diese Sales nicht. Kundenbindung und Imagebildung darf man neben den reinen Zahlen nämlich auch nicht vernachlässigen. Was glaubst du, weshalb es die Sammelkarten auf Steam gibt?

Oh Gott, das kann ja keiner alles durchlesen :wink:

Grundsätzlich ist das absolute Überangebot an Spielen, gepaart mit einer arg begrenzten Freizeit der Grund dafür, dass ich kaum noch bereit bin, mehr als 10 Euro für ein Spiel zu bezahlen. Es gibt ja auch keinen objektiven Grund, warum man ein neues Spiel für viel Geld kaufen sollte, wenn man noch 20-30 Spiele auf Abruf bereit stehen hat. Dazu kommen neu aufgelegte Klassiker, die jederzeit auf GOG verfügbar sind.

Es gibt derzeit kein einziges in Entwicklung befindliches Spiel, auf das ich warte. Es gibt bereits für fast alles, was man sich denken kann, ein verfügbares Exemplar für eine Handvoll Euros. Wenn man nicht Multiplayer spielen will (oder kann), gibt es keinen zwingenden Grund, etwas Neues zu kaufen.

Das gilt für mich. Man muss schon anfällig für ein Aktualitätsstreben sein, um noch bei Neuentwicklungen mitzufiebern. Manche brauchen halt immer das neueste. Ich nicht (mehr). Dank Hardwarestillstand und Innovationsarmut steckt in bereits verfügbaren Titeln alles, was ein gutes Spiel braucht. Der einzige Grund, warum wir ständig neue Spiele brauchen, ist die Struktur unserer Gesellschaft. Jeder Entwickler muss etwas neues erschaffen, um davon leben zu können.

Pre-Order ist in Zeiten des Digitalvertriebs purer Blödsinn. Early-Access ist etwas für Enthusiasten und Leute, die nicht lesen können.

Meine Meinung. :-)

Achja, wenn ich gerade mal daran denke und einen Telekom-Mitarbeiter an der Tastatur habe: Gibt es eigentlich noch so etwas wie Fastpath? Ich bin bei 1&1 und finde solche Optionen weder hier, noch woanders. Mein ping ist bei kurzen Ausflügen in den Multiplayer regelmäßig bei 80-120 (oder höher) und damit völlig ungeeignet für ernsthaftes zocken. Früher habe ich einen teuren Anschluss bei QSC gehabt, dann bei Alice „Ping-Express“. Nach dem letzten Umzug habe ich dann bei keinem Anbieter mehr etwas derartiges gefunden.

Rede jetzt natürlich nur aus Sicht der DTAG:

Fastpath gibt es seit 2009 nicht mehr. Bei DSL RAM (also heutzutage fast alle Neuanschlüsse unter 16Mbit) ist aber eine ähnliche Technik wie bei DSL16000 automatisch im Betrieb, die FastPath-ähnliche Pingzeiten ermöglicht. Ich weiß allerdings nicht, ob das schon flächenddeckend in Betrieb ist. Sowohl DSL RAM als auch eben dieser Optimierungsdings brauchen andere Technik bei uns in der Vermittlungsstelle. DSL RAM erfährste bei der Bestellung eines Call & Surf-Paket ob es bei dir erhältlich ist. Die Optimierungssache ist jedoch erst im tatsächlichen Betrieb sichtbar oder eben nicht.

Sehr interessanter Artikel, und ein Geschäftsmodell, dass ich durchaus unterstützenswert halte. Schon komisch, dass es nach dem riesen Erfolg von Minecreaft so wenig Nachahmer gibt.

Und um das zu Unterstützen, hab ich auch gleich sein Spiel gekauft ;) Natürlich auch, weils sehr interessant aussieht.

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