Sicarius

Christoph stellt vor #6: Road Redemption

Es hat durchaus einen Nachteil für euch, dass meine Vorbestellliste so massiv zusammengeschrumpft ist. Da fällt es nicht nur schwer neue Folgen von Christoph spielt zu produzieren. Ich habe auch erstaunlich wenig zu aktuellen Diskussionen beizutragen :smile: . Zum Glück gibt es Kickstarter und damit verbundene Möglichkeit einen Blick in die Zukunft zu werfen. Heute an der Reihe ist:

Christoph stellt vor #6: Road Redemption
Road Rash war damals, 1995, eine richtig feine Sache für uns PC-Spieler. Zwar war es „nur“ ein Remake des ersten Teils von 1991 und auch noch eine Konsolenportierung vom 3DO rüber. Aber es sah sehr gut aus (alle Charaktere waren gefilmte Schauspieler als flache Bitmaps), hatte einen gelungenen Lizenzsoundtrack mit fetzigen Tracks, bot einen schrägen Humor (allerlei Klischee-Passanten überfahren) im Spiel und in den FMV-Sequenzen und war eben nicht einfach nur ein Motorradrennspiel. Stattdessen gehörte es zum guten Ton Schläge mit den 13 anderen Fahrern auszutauschen und sie vom Motorrad zu schmeißen. Das höchste aller Gefühle war jedoch (abseits vom Überfahren der seltenen Gehhilfe-Oma), wenn die Polizei euch auf den Fersen war. Nicht nur hatten sie immer die besten Waffen (Schlagstock, Kette) dabei. Sie konnten euch auch endgültig aus dem Rennen nehmen, wenn sie euch abwarfen.

Road Rash (MobyGames)

Road Rash (MobyGames)

Und dann war da natürlich der Mehrspielermodus sogar über LAN und Modem! Wie ich im Video erwähne gibt es eben doch nichts Schöneres als zurückzuliegen, vor einem auf der Straße seinen Kumpel zu seinem Motorrad rennen zu sehen und dann natürlich völlig unbeabsichtigt ihn zu überfahren. Leider war der Umfang des Titels mit nur fünf Rennstrecken und fünf Motorräder (unterteilt in drei Leistungsgruppen) selbst für damalige Verhältnisse sehr begrenzt. Außerdem bot die Gummiband-KI auf Dauer nicht die größte Herausforderung. Es fehlte somit auch im Mehrspieler auf Dauer die Langzeitmotivation und da die weiteren Nachfolger zum einen nie für PC veröffentlicht wurden und zum anderen auch nicht gerade gut waren, ist es aus wirtschaftlicher Sicht wenig verwunderlich, dass Electronic Arts die Serie ins Archiv verbannt hat.

Das neue Ding

Was Firmen wie Electronic Arts aber vermutlich nie verstehen werden ist, dass es zumindest einen Budget-Markt für Titel wie Road Rash oder Have a N.I.C.E. Day gibt. Also Rennspiele mit mehr oder weniger stark bewaffneten Fahrzeugen. Das beste Beispiel ist der Kickstarter-Erfolg von Road Redemption, das sein vergleichsweise niedriges Ziel von $160.000 zwar nicht weit überschritten hat aber trotzdem über $182.000 von gut 4.500 Backern einsammeln konnte. Das wäre Portokasse für die großen in der Branche aber meiner Meinung nach gleichzeitig ein garantierter Erfolg auf der Pyramide (Green Pepper hat mir Road Rash gebracht!). Und nein, Ride to Hell: Retribution ist kein solches Spiel.

Road Redemption (Herstellerbild)

Road Redemption (Herstellerbild)

Ich habe auf jeden Fall nur kurz überlegt (der Kickstartertrailer bot kein wirkliches Gameplay) bevor ich Geld in den Topf warf. Nicht nur weil ich Fan des Vorbilds bin, sondern auch des gesamten Genres (wir brauchen mal wieder Fahrzeugkämpfe!). Und die erste Alpha-Version, so rudimentär sie auch ist, sieht definitiv nicht nach Geldverschwendung aus, sondern macht tatsächlich schon jetzt Spaß. Keine 20 Stunden am Stück versteht sich. Aber das ist ja auch nicht Sinn dieser frühen Version. Die Essenz des Originals ist hingegen deutlich zu spüren und spätestens als ich den ersten KI-Fahrer auf die Rübe gehaut habe, war ich wieder mittendrin und voll dabei. Es ist also definitiv nicht so, dass das damals nur Laune machte weil wir 12-14 Jahre alt waren und sowas cool fanden (wenngleich es natürlich auch mit reinspielte). Gleichzeitig sehe ich nun erstmals in bewegten Bildern wo die Reise hingeht und bin beruhigt festzustellen, dass es genau die Richtung ist, die ich erwartet hatte. Da muss man ja bekanntlich aufpassen (ja, du bist gemeint Takedown: Red Sabre!).

Ich kann somit nur mein Fazit aus dem Video noch einmal wiederholen: Road Rash-Fans und solche, die es werden wollen, sollten Road Redemption auf jeden Fall im Auge behalten. Es steht uns zwar sicherlich kein Star Citizen-Kaliber ins Haus, welches auf einen Schlag ein komplettes Genre wiederbelebt. Aber ein unterhaltsamer Geheimtipp könnte es definitiv werden.

Bis Donnerstag!

Die Details zur 6. Folge

Thema: Road Redemption

Länge: 17:28

Timestamps:
Einleitung (00:00:10)
Abschließendes Fazit (00:14:43)

Aufgezeichnet mit Fraps 3.5.99 (30fps, Full Video, Multichannel) und Adobe Audition CC
Format: H.264, 2560×1440, 30fps, 11-13 MBit/s durchschnittliche Videobitrate, AAC-Audio
Geschnitten mit Adobe Premiere Pro CC

Zusammensetzung des zur Aufzeichnung verwendeten Rechners

Auflösung: 2560×1440 bei 60hz und adaptiven V-Sync

Graphics Setting: High

Die Aufzeichnung mit Fraps hatte keinen Einfluss auf meine Framerate im Spiel.

Vorschau: Derzeit immer noch keine genaueren Planungen für kommende Videos vorhanden.

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