Sicarius

Aus dem Leben des Webmasters #6

Meine tolle Handschrift

Meine tolle Handschrift

Es ist schon lange lange her, dass ich einen Eintrag handschriftlich verfasst habe. Bitte? Ihr würdet das doch eh nicht merken während ihr vor eurem Computer sitzt und diese Zeilen lest? Da habt ihr vermutlich Recht. Aber dafür gibt es ja das Beweisfoto auf der rechten Seite. Jetzt wollt ihr aber bestimmt wissen, warum ich hier mit einem Kuli in der Hand sitze und Beim Christoph immer mehr zu einem „Slice of Life“-Blog verkommen lasse anstatt euch von den neusten Spielen zu erzählen (Mittelerde: Mordors Schatten soll wohl überraschend gut sein und auch Forza Horizon 2 in der Xbox-One-Variante eine Kaufempfehlung). Was? Es interessiert euch nicht die Bohne? Okay, kann ich nachvollziehen. Glücklicherweise gibt es für so eine Situation viele Lösungsmöglichkeiten. Zum Beispiel könnt ihr euren Browser schließen oder, noch einfacher, eine andere Webseite aufrufen. Unbegrenzte Freiheiten quasi und zwar unabhängig davon, ob ihr am PC sitzt, mit einer Konsole unterwegs seid, den 3DS aus unerfindlichen Gründen für so etwas nutzt oder schlicht auf der Toilette mit dem Smartphone in der Hand sitzt. Wir leben schon in einer genialen Zeit, findet ihr nicht auch?

Aber um die ursprüngliche Frage zu beantworten: Heute ist mal wieder Verwandtentreffen und ich habe schlicht heute Morgen keine Zeit gehabt den Laptop einzupacken weil mal wieder alles drunter und drüber ging. Um 08:30 Uhr musste Frau Mama unbedingt saugen und im Anschluss meinte plötzlich das Internet bei ihnen im Haus nicht mehr zu funktionieren. Da musste ich natürlich plötzlich Notdienst schieben. Mit der Folge, dass ich in der Eile den Fehler nicht gefunden habe und stattdessen die Hotline angerufen und eine Störung meldete. Während ich diese Zeilen nun in den Computer tippe, habe ich diese auch schon wieder storniert. Es hatte sich doch nur ein Kabel gelöst. Dafür brauche ich keinen Techniker kommen lassen, der mich dann eh nur für dumm erklärt :smile:. Ist auch ganz gut so, schließlich ist der Mobilfunkempfang im Hutzelgrund nicht gerade der Beste. Wer weiß, wie ich dann diesen Eintrag hier online gebracht hätte.

Und sonst so?

Und damit sind wir offensichtlich schon wieder in so einem komischen „Info“-Eintrag gelandet, in dem ihr mehr über das langweilige Leben des Webmasters erfahrt. Ist ja so langsam fast so wie die Kessy-Einträge. Bringen wir die Sache also am besten schnellstmöglich hinter uns:

AM Samstag wurde nach einem letzten Putzeinsatz und der Übergabe eines Drittels der Kaution an einen Maler meine alte Wohnung zurück an die Eigentümerin übergeben. Was bin ich froh, dass das Thema endlich erledigt ist. Ich hab‘ mir im Vorfeld des Bezugs meiner ersten eigenen Wohnung im letzten Jahr so einige Gedanken gemacht und Horrorszenarien ausgemalt (ihr wisst ja: das bekannte Problem). Dass jedoch der Auszug so viel Zeit und Nerven frisst, kam mir damals absolut nicht in den Sinn. Da sieht man aber mal wieder, wem es einfach nur um die monatliche Überweisung geht und wer sich auch wirklich um seinen Besitz kümmert. Das Ende vom Lied ist nämlich, dass ich zwar ein paar Euro weniger in der Tasche habe wegen dem Streichen. Einen Nachmieter gibt es aber trotz meiner frühzeitigen Kündigung (fast vier Monate!) offensichtlich immer noch nicht. Glücklicherweise aber wie gesagt nicht mehr mein Problem. Die Wohnung ist abgenommen, übergeben, ich habe meine Kaution wieder und damit ist das Thema logischerweise für mich erledigt.

Back to work

Zwei Regale voller Videospiele

Zwei Regale voller Videospiele

Am Mittwoch heißt es dann für mich auch mal wieder auf die Arbeit zu gehen. Wie schnell immer zwei Wochen rumgehen. Echt schlimm An dieser Stelle würde ich zwar normalerweise noch den Satz „auch wenn man nichts schafft“ ergänzen, aber das stimmt dieses Mal natürlich nicht. Obwohl ich noch kein einziges Wochenende in meiner neuen Wohnung verbracht habe (es gab bislang immer irgendwas anderes zu tun), bin ich mit der Einrichtung soweit fertig. Trag nur derzeit noch die Filme aus dem Keller hoch (hatte ich in Eckental gar nicht aus den Umzugskartons raus) in der Hoffnung, dass ich sie noch in das bestehende Regal reinbringe. Pro-Tipp: Fangt nie an etwas Analoges zu sammeln. Braucht einfach zu viel Platz. Die Steam-Bibliothek und Netflix verbrauchen da wesentlich weniger als buchstäblich hunderte DVD- und Blu-ray-Hüllen. Doch das habt ihr sicherlich auch so schon gewusst.

Doch zurück zum Thema: Meine neue Arbeitsstätte ist, das hatte ich ja schon einmal erwähnt, in Darmstadt und mittlerweile weiß ich auch etwas genauer darüber Bescheid, was ich in Zukunft so machen werde. Allerdings würdet ihr es vermutlich nicht wirklich verstehen, wenn ich es euch jetzt großartig im Detail erkläre. Deshalb bezeichne ich es einfach mal als eine Art Administrator- und Regelungsgeber-Tätigkeit für eines unserer wichtigsten Dokumentationssysteme. Sprich ich bin dann ab sofort etwas weiter von der „Realität“ entfernt als ich es in den letzten 13 Jahren im Bau gewohnt war. Zwar saß ich nur ein Jahr davon wirklich selbst im Loch aber auch die Planung hat am Ende des Tages ein bisschen was handfestes mit dem zu tun, was draußen passiert. Jetzt geht es mehr darum die verwendete Software auf dem aktuellen Stand zu halten (mehr als Organisator und nicht als Entwickler) und weiter stetig zu verbessern.

So geht’s weiter

Klingt im ersten Moment vielleicht nach einem etwas radikalen Wandel zu dem, was ich vorher gemacht habe. Die Realität ist aber, dass ich schon lange in Richtung „Administration“ für diese Anwendung geschielt habe. Ich arbeite seit 2005 damit, kenne mich entsprechend extrem gut aus, war deshalb schon seit Jahren inoffizieller Enduserbetreuer sowohl in Aschaffenburg als auch in Nürnberg und habe den regionalen Admins immer geholfen. Da für mich aber kein Posten in der Hinsicht frei wurde, habe ich meine Karriere eben erst einmal anders fortgesetzt und komme nun quasi als Quereinsteiger auf bundesweiter Ebene in das Thema rein. Das neue Ressort war aber wohl erfreut darüber einen Mann aus der Praxis zu kriegen, der tatsächlich weiß wie ein Kabel aussieht. Kann ich auf jeden Fall auch mit Leben :smile:. „Darmstadt“ stand schon lange auf meiner langfristigen Zielplanung. Ihr wisst schon, diese „Wo sehen Sie sich in 5 und in 10 Jahren?“-Dinger.

Bitte? Was nun draufsteht? Natürlich unsere Zentrale in Bonn oder, wenn sich die Chance ergeben würde, auch in eine unsere europäischen Auslands“filialen“. In England sind wir ja leider nicht mehr. Aber so Wien, Prag oder Amsterdam wäre sicherlich auch was Nettes. Aber lasst mich jetzt erst einmal ein paar Jährchen in Hessen bleiben. Das ist schon Ausland genug. Außerdem würde mich meine Familie wohl umbringen, wenn ich nächstes Jahr schon wieder umziehe :smile: .

Epilog

Damit seid ihr also (schon wieder) auf dem aktuellen Stand. Am Donnerstag kehren wir auf jeden Fall zurück zur Unterhaltungsindustrie und wenn ich euch einfach nur meine Meinung zu J. Edgar (2011) und/oder Ender’s Game (2013) erzähle.

Bis dann!

PS: Bevor die Frage aufkommt: Das Thema „Spielejournalist“ hat sich aus meiner langfristigen Planung glaube ich ziemlich verabschiedet. Wäre zwar immer noch ein Traum. Aber ist einfach mittlerweile völlig unrealistisch als Vollzeitstelle geworden und Freelancer wäre dann mehr ein „Backup“-Plan, sollte ich doch mal arbeitslos werden (hoffentlich nicht!).

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9 Kommentare

Oha, _DU_ nutzt Netflix? Wie findest du es so? :)
Ich habe mir auch den kostenlosen Monat gegönnt. Da war ich wirklich großzügig zu mir. Nachdem ich jetzt alle relevanten Dienste durch habe (Amazon, Maxdome, Netflix & Watchever), weiß ich, dass für mich als Seriengugger einzig Watchever sinnvoll ist. Die Auswahl auf Amazon ist erstaunlich beschränkt, die Bedienung von Maxdome über den TV ist grauenhaft umständlich und Verbindungsabbrüche zu den Stoßzeiten nerven. Zwar habe ich auf Netflix „Sons of Anarchy“ (nais!) und „House of Cards“ (goil!) geschaut, aber auch hier ist die Serienauswahl qualitativer Serien im Vergleich zu Watchever beschränkt. Mir fehlt außerdem der Offline-Modus, damit ich auf meinen langen Zugfahren nicht mehr mein Kontingent so schnell verbrauche. Was mir positiv aufgefallen war, war der Personalisierungs- Algorithmus, denn der hat wirklich gut funktioniert, nachdem ich den ordentlich mit Infos gefüttert habe. Die Bedienfunktionen des Players hingegen kommen aus der Steinzeit: Vorherige Folge / Folge wiederholen / -10 bis -60Sec. – All diese Buttons fehlen und auch beim Spulen in der App oder am PC springt der Abspielknopf an eine andere Stelle, nachdem ich losgelassen habe, als vorher eingestellt, aber nicht immer. Ich vermute, dass das mit dem Buffern oder dem allgemeinen Aufkommen auf der Seite zu tun hat. Dafür laufen die Streams von Anfang an sehr stabil, selbst als HD-Stream, da hatte Watchever letztes Jahr Probleme, doch seit diesem Jahr ist alles bloona.

Ender’s Game interessiert mich. Es wurde mir schon mehrfach angepriesen und auf Audible ist es derzeit als Hörbuch rabattiert. Auch gut für Zugfahrten geeignet! (Kann ich sowieso nur empfehlen, wobei mir das Angebot aktuell noch zu beschränkt ist, weswegen ich mein Abo pausiere.) Da bin ich mal gespannt auf den Eintrag.

Oh, ich dachte das wären Erfahrungswerte. Ich bin bei guten Serien eher geneigt, die mir nach dem ersten Durchsehen zum „Sammeln“ dann zu kaufen, bevor sie aus dem Streaming-Angebot rausfallen.
Was ich mir definitiv irgendwann holen werde, (sofern es tatsächlich mal eine Complete BD gibt) werden House of Cards, My Name is Earl, Dr.House, Reaper, Chuck, Flashpoint, Person of Interest, … [-> hier bitte 3 DinA4 Seiten einfügen <-] sein.

Tja, Telekom… Bonn… wenn du da wirklich mal unter der Woche wärest, könnte man sich ja mal Abends über den Weg laufen :wink:

Streaming-Dienste werde ich erst dann nutzen, wenn das Angebot dauerhaft verfügbar ist und bleibt. Allerdings gebe ich dir recht, Christoph, analoges Sammeln braucht enormen Platz. Hab bei mir deswegen ein Extrazimmer, wo u. a. 8 von den Regalen aus dem Foto vollgepackt rumstehen… :roll:

Freut mich, dass du den Ärger mit der Wohnung endlich hinter dir hast. Bei mir wird das ganze noch eine Weile andauern – maximal bis Dezember, da ist erst meine Frist vorbei.
Mein Vermieter hat sich nach meinem Anruf vor einem Monat (!) sowie Kündigungsschreiben nicht zu Wort gemeldet. Miete setze ich (wahrscheinlich rechtlich nicht ganz unbedenklich) aus, bis eine Rückmeldung kommt. Leider muss ich davon ausgehen, dass ich noch ein weiteres Schreiben mit nachdrücklicher Aufforderung für einen Termin der Wohnungsübergabe aufsetzen kann. Ehrlich gesagt würde ich am liebsten die Schlüssel mit Panzertape an die Wohnungstür kleben oder dem Nachbar (mit schriftl. Bestätigung) abgeben. Muss nur noch verkommene Möbelstücke für den Sperrmüll und die Waschmaschine rausholen…
Für mich nicht nachvollziehbar, wie jemand in ein Objekt investiert und sich dafür weder interessiert noch sich darum kümmert. Am Ende ist man wieder etwas schlauer – bei den nächsten Besichtigungen schaue ich mir alles drei Mal ganz genau an.

Alles gute bei der neuen Jobstelle. Außerdem weiterhin freudiges Sammeln ;)

Miete aussetzen/kürzen ist extrem gefährlich würde ich sagen. Da bist du als Mieter vermutlich nur in sehr seltenen Fällen im Recht.

Wg. Wohnungsübergabe: Musst dir im Netz mal so die Sachen von VERmieterbünden durchlesen. Da stehen einige interessante Sachen zum Thema „Ab wann ist die Wohnung technisch gesehen übergeben“ und so. Gibt’s wohl tatsächlich auch die Variante „Schlüssel im Briefkasten reicht“. Musst nur bedenken, wenn du tatsächlich eine Variante machst wo du einfach abgibst ohne offizielle Vermieterbestätigung, dass du ein Protokoll mit Foto und Zeugen anfertigst. Sonst macht der Vermieter noch was in der Wohnung und hängt es dir am Ende an von wegen das war so bei der Übergabe.

Aber ich kenne mich da logischerweise viel zu wenig aus. Also wenn definitiv vorher gut googeln und mit erfahreneren Leuten drüber sprechen.

„Miete aussetzen/kürzen ist extrem gefährlich würde ich sagen. Da bist du als Mieter vermutlich nur in sehr seltenen Fällen im Recht.“

Ist in Germanien zumeist leider umgekehrt. Leider weil meine Eltern auch lange Zeit Vermieter waren und sich ständig mit solchen Leuten auseinandersetzen mussten.

Aber beim Rest stimme ich dir zu. Ich denke du solltest deinen Auszug von Dritten dokumentieren, gegebenenfalls vom Ordnungs- und Meldeamt bestätigen lassen.

Das größte Problem ist halt wenn auf der anderen Seite ein Mensch ist, der alles – egal was es ist – so auslegt, als würde man ihm irgendetwas böses. Das fing bei meinem Vermieter mit der Meldung eines Wohnmangels an, Schaden am Objekt (kein Licht mehr am Haus, seit über 1 1/2 nachdem ich’s gemeldet hab immer noch stockduster) sowie jetzt die Unbewohnbarkeit aufgrund Schimmelbildung (Grund: zu kalte und feuchte Fassade).

Er bekommt nach meinem Kündigungsschreiben jetzt nochmal ein weiteres. Wenn sich dann innerhalb einer Woche nichts tut such ich mir ein schönes Plätzchen für die Schlüssel.
Ummeldung Einwohnermeldeamt habe ich bereits Ende letzten Monats vollzogen.

Danke für euren Senf :)

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