Sicarius

Christoph spielt #35: Call of Duty: Advanced Warfare

Hätte nicht gedacht, dass ich euch mal ein Spiel aus dieser Serie vorstelle und ganz ehrlich gesagt war es auch nicht meine erste Wahl. Doch die Alternativen, die mit der gleichen Lieferung gekommen sind, waren alle schon eine Zeitlang auf dem Markt, somit blieb nichts Aktuelleres übrig als:

Christoph spielt #35: Call of Duty: Advanced Warfare
Ja, ich hab bis auf Call of Duty 3 tatsächlich alle Teile der Serie inklusive des Addons (damals bei Teil 1 gab es das ja noch) gespielt und sogar bis auf Call of Duty: Ghosts und Call of Duty: World at War durch (bin an den beiden aber dran). Und nicht nur das: Allein in Call of Duty: Black Ops und Call of Duty: Modern Warfare 2 habe ich zusammen über 45 Stunden in den Mehrspielermodus versenkt. Kein Vergleich mit unserem Malyce natürlich, der allein in Modern Warfare 2 1019 Stunden gesteckt hat, aber für mich ist das trotzdem verdammt viel Zeit, die ich besser in Quake Live oder World of WarCraft hätte versenken können!

Call of Duty: Advanced Warfare (Herstellerbild)

Call of Duty: Advanced Warfare (Herstellerbild)

Ich bezeichne mich deshalb ab sofort als Call of Duty-Experten. Das machen die im Fernsehen ja auch immer und haben dabei noch wesentlich weniger Ahnung vom jeweiligen Thema. Und als offizieller Call of Duty-Experte auf dieser Seite des Internets sage ich hiermit: Call of Duty: Advanced Warfare hat durchaus wieder seine Stellen wo es Spaß macht. Speziell natürlich die Kämpfe durch die Einführung des Exo-Skeletts (weniger durch die umständliche Handhabung der Granaten). Da kommt sofort ein Hauch Titanfall in die Sache nur hier auch Solo spielbar.

Warum eigentlich?

Aber wie ich auch im Video sage: Ich habe einfach schon lange das Gefühl immer und immer wieder nur das Gleiche zu erleben nur mit dem ein oder anderen Charakter und/oder Setpiece ausgetauscht. Natürlich macht das absolut vergessliche Blockbustertreiben bis zu einem gewissen Grad trotzdem Laune, da es selbstverständlich schon sehr coole Männermomente zu bieten hat (sonst wären die Transformer-Filme sicherlich nicht so erfolgreich).

Außerdem, und das ist vermutlich wesentlich wichtiger, ist das darunter liegende Spielprinzip und die dazugehörige Mechanik mittlerweile so extrem optimiert (sowohl im Solo- als auch Multiplayer), dass ich mich alleine dadurch schon im Flow verlieren kann. Es gibt definitiv wenige Ego-Shooter, die in Sachen Gunplay noch bei Call of Duty mithalten können. Das macht es einfacher das Spiel einfach zu konsumieren und ist garantiert (neben der mittlerweile überschaubaren Spielzeit) der größte Grund, warum ich bislang alle Teile vollständig erlebt habe/erleben werde obwohl ich mich am Ende mitunter schon frage, warum ich es mir überhaupt angetan habe.

Blöd

Call of Duty: Advanced Warfare (Herstellerbild)

Call of Duty: Advanced Warfare (Herstellerbild)

Der gute Flow macht es aber nicht automatisch zu einem genialen Spiel. Es hilft wirklich nur die Schwächen besser zu kaschieren (zusammen mit der kurzen Spielzeit). Somit bin ich weiterhin der Meinung, dass sich die Serie seit Call of Duty: Modern Warfare im freien Fall befindet trotz der kleinen Frischzellenkur namens Call of Duty: Black Ops. Da hilft es auch nicht, dass erst zwei und jetzt eben drei Jahre Entwicklung drinstecken. Solange sich die Entwickler weiterhin darauf konzentrieren mir Soldaten als die größten Helden aller Zeiten im Allgemeinen und amerikanischen Patriotismus im Speziellen auf Biegen und Brechen gewaltsam ins Gehirn bohren zu wollen, egal wie gut es zum Namen passt, und nicht den Mut haben mal etwas anderes zu tun in ihrer Kampagne oder zumindest etwas kritischer mit der Materie umzugehen (es muss ja nicht unbedingt gleich auf Spec Ops: The Line-Niveau sein), solange werde ich die Serie weiter als vergessliches und nur begrenzt empfehlenswertes Spielerlebnis abtun. Selbstverständlich spricht nichts gegen das ein oder andere Popcornkino. Soll bloß keiner auf den Gedanken kommen, dass ich hier jemandem den Spaß nehmen will. Aber jedes Jahr derselbe Mist kommt doch so langsam aber sicher einer globalen Gehirnwäsche gleich. Vom Gruppenzwang („Wir spielen ab sofort nur noch den neusten Teil im Mehrspielermodus“) mal ganz abgesehen.

Deswegen verstehe ich nicht, dass es immer noch so hohe Wertungen gibt für diese Werke. Mag ja sein, dass es mechanisch gesehen wieder ein absoluter 90iger ist. Lässt sich definitiv nachvollziehen. Aber vielleicht sollte man hin und wieder doch hinterfragen was hier jedes Jahr passiert und wenn man es schon nicht im Test wiederspiegelt, zumindest einen Report oder so etwas aus dem Thema machen, um denjenigen mit der Entscheidungskraft (=Käufer) zum Nachdenken anzuregen. Doch ich vermute dafür fehlt sowohl die Zeit als auch das Geld und die Lust. Stattdessen wird auch ein Call of Duty: Advanced Warfare wieder mit Höchstwertungen bedacht und als der beste Shooter aller Zeiten (bis nächstes Jahr, versteht sich) gefeiert. Schade.

Fazit

Was bleibt also am Ende über? Nun, nicht viel. Fans der Serie werden sich wie immer nicht abschrecken lassen. Wer schon lange die Lust verloren hat, wird sie auch mit Call of Duty: Advanced Warfare garantiert nicht wiederfinden. Dafür sind die Titel schlicht zu austauschbar. Und Shooter-Fans…nun, die haben mittlerweile leider nur noch eine beschränkte Auswahl auf dem Markt wie ich feststellen muss. Mir fällt peinlicherweise auf Anhieb sogar kein einziger nennenswerter Shooter abseits von Titanfall aus dem Jahre 2014 ein (muss ich bis zu den NOCAs natürlich korrigieren). In Sachen Mehrspieler gefällt mir persönlich weiterhin Battlefield 4 besser, weil da doch etwas mehr zum Beißen dran ist als schon wieder auf der gleichen 4×4 Meter großen Map von den Killstreaks der besseren Spieler ermordet zu werden.

Call of Duty: Advanced Warfare (Herstellerbild)

Call of Duty: Advanced Warfare (Herstellerbild)

Oder eben eine zünftige Runde Quake Live. Zwar spiele ich da auch „nur“ zum 1000. Mal die 2×2 Meter große Karte Blood Run (im Classic-Modus versteht sich), um es übertrieben auszudrücken. Doch da habe ich dennoch noch echten Spaß weil ich das Gefühl habe tatsächlich etwas aus meinen Fähigkeiten zu machen und, ganz wichtig, gleichzeitig dazu zu lernen. Ein Call of Duty motiviert mich hingegen irgendwie ausschließlich durch seine unzähligen Levelaufstiege. Selbst das Freischalten von neuen Sachen ist im Prinzip völlig sinnlos, weil ich ab einem gewissen Level meine Lieblingswaffe gefunden habe und sowieso nix anderes mehr benutze.

Von daher: Same ol‘, same ol‘.

Bis Montag!

Die Details zur Folge

Thema: Call of Duty: Advanced Warfare

Länge: 01:20:47

Timestamps:
Einleitung (00:00:10)
Unboxing (00:05:00)
Beginn der Spielstunde (00:12:22)
Abschließendes Fazit (01:15:28)

Aufgezeichnet mit Logitech HD WebCam 510 (720p), nVidia Shadowplay (30hz, 50 MBps mit H.264) und Adobe Audition CC 2014
Format: H.264, 2560×1440, 30fps, 11-13 MBit/s durchschnittliche Videobitrate, AAC-Audio
Konvertiert mit Handbrake 0.9.9 (auf konstante 30fps) und geschnitten mit Adobe Premiere Pro CC 2014

Zusammensetzung des zur Aufzeichnung verwendeten Rechners

Auflösung: 2560×1440 (Vollbild) bei 60hz und adaptiven V-Sync

Texture Resolution: Extra
Normal Map Resolution: Extra
Specular Map Resolution: Extra
Anisotropic Filtering: High
Shadows: On
Shadow Map Resolution: Extra
Cache Sun Shadow Maps: Off
Cache Spot Shadow Maps: Off
Depth of Field: High Quality
Motion Blur: High Quality
Screen Space Ambient Occlusion: HBAO+
Medium Distance Ambient Occlusion: On
Subsurface Scattering: On
Depth Prepass: On
Post Process Anti-Aliasing: SMAA T2x
Supersampling: Off
Shader Preload: On
Shader Preload During Cinematics: Off
Bullet Impacts: On
Dynamic Light Limit: 8

Die Aufzeichnung mit nVidia Shadowplay hatte keinen Einfluss auf meine Framerate im Spiel.

Vorschau: Am Montag erscheint voraussichtlich Folge 10 von Christoph stellt vor mit Massive Chalice als Thema. Donnerstags dürfte dann Christoph spielt Folge 36 auf dem Programm stehen mit Assassin’s Creed Unity gefolgt von FarCry 4 (Montag) und Dragon Age: Inquisition (Donnerstag) wenn alles läuft wie geplant und die jeweiligen Päckchen rechtzeitig bei mir eintreffen.

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