Sicarius

Christoph spielt #36: Assassin’s Creed: Unity

Heute braucht ihr Sitzfleisch, denn die neuste Folge von Christoph spielt stellt den bisherigen Laufzeit-Rekord von X Rebirth (01:33:41) mit etwas Abstand ein. Die Spielstunde überschreite ich zwar nicht großartig, dafür ist allein das Unboxing ist fast 30 Minuten lang und das, obwohl ich es mir wie bei Call of Duty: Advanced Warfare gespart habe euch die vorherigen Serienteile näher zu bringen. Und dann ist auch noch das Fazit etwas länger ausgefallen. Echt schlimm mit mir, ich weiß :smile: . Deshalb nun genug der Einleitung. Bitteschön:,

Christoph spielt #36: Assassin’s Creed: Unity
Bevor wir zum eigentlichen Spiel kommen, möchte ich an dieser Stelle erwähnen, dass sowohl diese als auch die letzte Folge (Call of Duty: Advanced Warfare) mal wieder mit nVidia Shadowplay aufgezeichnet wurden. Nachdem meine ersten Erfahrungen damit im vergangenen Jahr nicht gerade brüllermässig waren, blieb mir dieses Mal nichts anderes übrig: Call of Duty: Advanced Warfare wollte partout nicht mit Fraps zusammenarbeiten und auch bei Assassin’s Creed: Unity wäre die Performance noch einmal schlechter gewesen.

Assassin's Creed: Unity (Herstellerbild)

Assassin’s Creed: Unity (Herstellerbild)

Allerdings hat sich, wie ihr sicherlich bemerkt habt, die Qualität von nVidias Aufzeichnungssoftware massiv verbessert. Sowohl die Auflösung als auch die Komprimierung (komplett lossless geht aber trotzdem nicht) und Refreshrate lassen sich nun frei einstellen. Somit ist das einzige was nun noch zur Perfektion fehlt die Möglichkeit einer konstanten Framerate, denn Adobe Premiere Pro CC 2014 kann weiterhin nichts mit der Datei anfangen (Ton wird asynchron), die ausgespuckt wird. Ich muss immer noch den (2-3 Stunden langen) Umweg über Handbrake gehen und die variable Framerate entfernen. Ihr werdet sicherlich nachvollziehen können, dass das doof ist. Nicht nur geht dabei erneut Qualität verloren, es ist im Prinzip auch verschwendete (Rechen-)Zeit weil ich es ja dann eh nach dem Schneiden aus Premiere nochmal rausrendern muss. Wäre wirklich super, wenn nVidia hierfür auch eine Option anbieten würde. Dass Adobe in ihre Software eine entsprechende Unterstützung einbaut halte ich hingegen für äußerst unrealistisch. „Profis“ arbeiten ja nicht mit variablen Frameraten…

Die Serie

In Sachen „Durchspielen“ bin ich bei der Assassin’s Creed-Serie WEIT hinterher. Ich habe erst vor kurzem endlich Assassin’s Creed: Brotherhood hinter mich gebracht und etwas mit Assassin’s Creed: Revelations weitergemacht. Wie ich auch im Video sage: Aus der Serie ist für mich schon lange die Luft raus. Assassin’s Creed IV: Black Flag hat mir (und vielen anderen) hauptsächlich so gut gefallen, weil es endlich mal etwas Neues zum ewig gleichen Gameplay hinzufügte (den Sid Meier’s Pirates-Anteil) abseits von „noch mehr Collectibles“ oder „noch mehr Zeugs mit dem du sinnlos Zeit verschwenden kannst ohne wirklich was davon zu haben“ (Stichwort „Tower Defense Einlagen“). Speziell letzteres hat mir schon in Assassin’s Creed: Brotherhood sehr schnell die Lust geraubt als jemand, der normalerweise soweit wie möglich 100% erreichen will.

Es fing schlicht an Arbeit zu sein, weil das grundlegende Spielprinzip einfach nicht so lange bei der Stange hält. Natürlich habe ich in jeden Titel ein paar Stunden investiert (und die meisten zu einem NOCA nominiert aber nie einen gewonnen), aber die Lust verfliegt doch irgendwie schnell weil ich so massiv erschlagen werde mit blödsinnigem Drumherum. Deswegen habe ich auch bei Assassin’s Creed: Brotherhood am Ende gesagt: Rutsch mir den Buckel runter – ich mach‘ jetzt einfach die paar Storymissionen noch durch und das war’s dann.

Assassin's Creed: Unity (Herstellerbild)

Assassin’s Creed: Unity (Herstellerbild)

Bei der Call of Duty-Serie ist man wenigstens nach sechs Stunden fertig, da stört es nicht ganz so stark, dass es doch immer und immer wieder das Gleiche ist. Aber wie ich auch im Video sage: Hier seid ihr allein für die Story gut zwei Dutzend Spielstunden unterwegs und dann nerven einen noch die unzähligen weiteren Objekte auf der Weltkarte, die „mach mich!“ schreien. Das funktioniert einfach nicht auf die Dauer. Ich finde die Geschichte und das Setting wirklich gut und sie sind es auch, die mich antreibt dann doch wieder mal reinzuschauen und es durchzuziehen. Aber das ganze Drumherum verdirbt mir einfach den Spaß weil das Grundgerüst dafür offensichtlich nicht ausreicht. Quantität statt Qualität wäre hier ganz klar eine gute Sache. Im Prinzip sowas wie bei der Mafia-Reihe. Also zwar eine offene Welt, aber doch stringenter und zielgerichteter ohne den ganzen schwachsinnigen Schnickschnack (hab‘ ich schon die dämlichen Tower-Defense-Einlagen in Assassin’s Creed: Revelations erwähnt?!).

Das Spiel

Und nach dieser umfangreichen Erläuterung kommen wir nun endlich zu Assassin’s Creed: Unity. Ich weiß noch nicht, ob ich es für einen NOCA nominieren werde. Im Zweifel vermutlich ja, wenn mir bis Dezember nicht doch noch bessere Alternativen im Genre der Action-Adventure (Lara, wo bist du, wenn man dich braucht?!) einfallen. Mal schauen. Fakt ist auf jeden Fall, dass auch hier mich hauptsächlich motiviert zu sehen wie die Geschichte und das Setting sich entwickeln. Mein Soll an Geklettere und Begutachten der (wirklich schicken) Grafik hat hingegen die erste Stunde eigentlich schon für dieses Jahr voll erfüllt.

Auch wenn ich mich wiederhole: Es hat sich daran seit Assassin’s Creed II nichts geändert (außer der Tastenbelegung). Habt ihr einen Turm in Jerusalem bestiegen, habt ihr auch schon alle Türme in Paris erlebt. Das ist noch extremer als bei Call of Duty, wo ich aktiver bei der Sache bin und es nicht ganz so auffällt, dass ich doch nur den 10000. Bösewicht niederschieße. Deshalb war Assassin’s Creed IV: Black Flag so erfrischend mit seinen Seegefechten. Ja, es funktioniert natürlich prächtig (abseits der Performanceprobleme) und die schicke Grafik hilft zumindest kurzfristig wieder ein „Geil“-Erlebnis zu erzeugen (zum Beispiel sobald ihr endlich auf den Eiffel-Turm hoch dürft). Aber schon wieder Flaggen sammeln, Truhen aufschließen und sinnlose Eskort-Missionen? Und dann noch verknüpft mit gleich ZWEI zusätzlichen Programmen (die Initaties-Webseite und die Companion App), auf die ihr ständig hingewiesen werdet? Ja, ne.

Das Fazit

Assassin's Creed: Unity (Herstellerbild)

Assassin’s Creed: Unity (Herstellerbild)

Die letzten paar Folgen Christoph spielt waren nicht gerade zuversichtlich, muss ich feststellen. Und damit meine ich nicht nur die im November. Schon bei Sacred 3 und Risen 3 – Titan Lords im August hielt sich meine Begeisterung eher in Grenzen. Werde ich alt? Keine Ahnung, müsst ihr mir sagen. Assassin’s Creed: Unity ändert an diesem Trend auf jeden Fall nichts. Ja, beinharte Fans bekommen sicherlich wieder was sie wollen und wer schon ewig keinen Titel der Reihe mehr gezockt hat, der findet nach ein paar Patches sicherlich auch wieder viele Stunden Spaß (hier empfehle ich aber dann doch eher Assassin’s Creed IV: Black Flag). Wir meckern hier schließlich erneut auf ziemlich hohem Niveau.

Aber noch mehr als bei Call of Duty merkt man der Serie an, dass der jährliche Releasezyklus einfach nicht gut tut. Da ist es völlig egal wie viele Studios daran mitarbeiten und wie viele Monate sie theoretisch für „ihre“ Version zur Verfügung haben (hier vier Jahre). Es braucht ab und zu einfach eine echte Pause, um sich neu zu orientieren und frisch an die Sache heranzugehen. Zumal ich als Spieler dann auch wieder eher bereit bin mich darauf einzulassen, eben weil ich es schon etwas länger nicht mehr gemacht habe. Man hätte die Ezio-Trilogie abschließen sollen, dann 2-3 Jahre Schicht im Schacht sein lassen und nun mit Assassin’s Creed: Unity wieder auf den Tisch hauen können. Stattdessen sind in der Zwischenzeit zwei weitere Hauptteile und mindestens zwei Ableger erschienen, die ich alle noch nicht einmal Ansatzweise durch habe. I mog nimmer…

Unter diesen Voraussetzungen bin ich wirklich gespannt wie FarCry 4 geworden ist. Ich befürchte das Schlimmste.

Bis Montag!

Die Details zur Folge

Thema: Assassin’s Creed: Unity

Länge: 01:39:24

Timestamps:
Einleitung (00:00:10)
Unboxing (00:09:10)
Beginn der Spielstunde (00:28:30)
Abschließendes Fazit (01:32:02)

Aufgezeichnet mit Logitech HD WebCam 510 (720p), nVidia Shadowplay (30hz, 50 MBps mit H.264) und Adobe Audition CC 2014
Format: H.264, 2560×1440, 30fps, 11-13 MBit/s durchschnittliche Videobitrate, AAC-Audio
Konvertiert mit Handbrake 0.9.9 (auf konstante 30fps) und geschnitten mit Adobe Premiere Pro CC 2014

Zusammensetzung des zur Aufzeichnung verwendeten Rechners

Auflösung: 2560×1440 (Vollbild) bei 60hz und adaptiven V-Sync

Graphics Quality: Ultra High
Stretching: On
Environment Quality: Ultra High
Texture Quality: Ultra High
Shadow Quality: Soft Shadows
Ambient Occlusion: HBA0+
Anti-Aliasing Quality: MSAA-4x
Bloom: On

Die Aufzeichnung mit nVidia Shadowplay hatte keinen Einfluss auf meine Framerate im Spiel.

Vorschau: Im Video kündige ich als nächstes FarCry 4 für Montag an. Allerdings ist zum Verfassungszeitpunkt das Päckchen mit dem Spiel noch nicht eingetroffen. Es kann also sein, dass ich Dragon Age: Inquisition eine Folge vorziehe (das liegt schon hier). Zu beiden gibt es aber auf jeden Fall in der nächsten Woche eine Folge Christoph spielt.

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