Sicarius

Diskussion: Remakes – Geldmacherei oder coole Sache?

Die aktuelle Konsolengeneration zeichnet sich aktuell weniger durch ihre fantastischen Blockbuster aus, sondern mehr durch die Tatsache, dass gefühlt die halbe Bibliothek aus Remakes/Enhanced Ports besteht (wobei es damals bei PS3/Xbox 360 nicht viel anders war). Darunter Titel wie The Last of Us oder Grand Theft Auto V, deren Originalversion noch gar nicht so viele Monate auf dem Buckel hat. Oder Sachen wie The Legend of Zelda: Majoras Mask 3D und Resident Evil HD Remaster, die sich sogar besser verkaufen als so manch aktuelle Blockbuster. Von ihrer Originalversion gar nicht erst zu reden.

Aber ist das wirklich eine gute Sache? Zwar ist der Bedarf offensichtlich da, wie die Verkaufszahlen zeigen. Doch nutzen die Publisher hier nicht einfach nur die rosa-rote Nostalgiebrille der Fans aus, oder haben Remakes tatsächlich eine Daseinsberechtigung indem sie beispielsweise dafür sorgen Klassiker auch Spielern zugänglich zu machen, die damals nicht dabei waren? Wie seht ihr das?

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4 Kommentare

Ich stehe Remakes eher offen gegenüber. Das Einzige was mich wirklich stört ist, dass man als damaliger Käufer nicht einfach ein „Upgrade“ oder Ähnliches bekommt sondern sich das Spiel neu kaufen muss :(
Durch die sichtbaren Unterschiede (gerade bei den HD Remakes) lohnt es sich meiner Meinung nach aber grade bei den älteren Titel das Spiel nochmal zu kaufen/leihen. Am beeindruckensten fand ich bisher den Unterschied zwischen Final Fantasy 8 für die PS1 und der Remake-Steam-Version. Ich weiß nicht ob der Unterschied zwischen den reinen PC-Versionen auch so krass ist, aber mich hat das doch ziemlich überrascht wie viel so ein HD Remake ausmachen kann.
Bei Kingdom Hearts 1.5 habe ich jetzt der Erinnerung nach nicht so einen großen Unterschied zur PS2 Version festgestellt. Leider fehlt mir hier die Vergleichsmöglichkeit, da ich das Spiel damals nur geliehen hatte. Hier habe ich mir die Neuauflage aber auch hauptsächlich wegen der zusätzlichen Geschichten gekauft. Mir persönlich gefällt das Kingdom Hearts Universum halt sehr gut :)

Ansonsten denke ich, dass Neuauflagen nach einer gewissen Zeit eine gute Sache sind. Als Beispiel Castle of Illusion und DuckTales Remastered habe ich in der damaligen Version verpasst. Die Neuauflagen geben einem dann doch die Möglichkeit sowas noch „Nachzuspielen“ :)

Ich hab kein Problem mit Remakes. Ich kann mich in jüngerer Zeit an kein Remake erinnern, das ich gespielt hab (das Halo CE hatte ich mal angefangen, aber irgendwie nicht lange/weit gespielt). Aber prinzipiell find ich das ne gute Sache: Die Halo Master Chief Collection würde mich z.B. tatsächlich reizen, wenn ich ne XBOne hät. Auch wenn mich Halo CE offensichtlich nicht lange an der Stange halten konnte ;) Aber so ist das ja immer, die Augen sind größer als der Magen…

Es sollte halt irgendwo im Rahmen bleiben. Wenn ein Publisher nur noch ein Remake nach dem anderen rausknallt und die Neuentwicklungen dafür zurückstellt und zu jedem Quatsch, den sie irgendwo im Keller gefunden haben, ein produzieren ist das natürlich eher suboptimal. Aber wenn man mittels Remakes Meilensteine der Spielgeschichte erstmals oder nochmals mit halbwegs erträglicher Grafik (nach)erleben kann ist das doch ne super Sache. Aber ein mittelmäßiges Spiel wird auch mit „HD-Grafik“ nicht besser, da hilft auch das Mantra „früher war alles besser“ nichts mehr.

Achja: Ich würde GTA V für Nextgen nicht als Remake bezeichnen. Wenn man einen Titel am Ende eines Konsolenzykluses veröffentlicht ist es doch das selbstverständlich, dass man den Titel „am Leben“ halten will indem man ihn auch auf den neuen Konsolen veröffentlicht. Letztendlich sind die ja vermutlich nicht was großartig anderes als die PC Version, die eh gekommen wäre (rede ich mir jetzt einfach ein).
Bei GTA4 wäre ja auch niemand auf die Idee gekommen es auf dem PC als Remake zu bezeichnen.

Nun, das kommt halt immer auf die Qualität an :smile: Ich weiß, blöde Antwort. Aber wenn ein Remake kaum, oder garnicht verbessert wurde (oder gar schlechter gemacht wurde!) brauchts natürlich kein Mensch. Dann lieber lassen, oder einen gescheiten Nachfolger entwickeln.

Das Mindeste, was ich von einem „remake“ eines alten Titels erwarte, ist, dass es auf modernen Systemen fehlerfrei läuft, moderne Auflösungen nativ unterstützt (ohne Mogeleien), von bekannten bugs befreit wurde und gerne auch alle Addons, DLCs und Updates enthält. Und selbst das schaffen schon so einige Titel nicht. Darüber hinaus erwarte ich aber eigtl. schon eine sichtbar verbesserte Grafik. Und spätestens hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Aktuellstes Negativbeispiel ist hier wohl Fahrenheit, nach allem, was ich bislang gesehen hab.

Vorbildlich hingegen sind die Neuauflagen von Monkey Island 1+2 (inkl. Wechsel der Engine per Knopfdruck). Auch die Masterchief Collection sieht sehr gut gemacht aus.

Da ich mir aber eigentlich eher das maximal Mögliche für meine alten Lieblinge wünsche, tendiere ich dann doch eher zur kompletten Neuentwicklung. Also statt eines aufgehübschten Dungeon Keeper nehm ich lieber eines mit Unreal Engine 4 :wink:

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