Sicarius

Diskussion: Spielemodifikationen – Zeitverschwendung oder Spielspaßverlängerung?

Ein großer Vorteil und ein wichtiger Punkt für den weiter anhaltenden Erfolgs des PCs gegenüber den Konsolen ist das Thema „Modifikationen“. Während Sony, Microsoft und Co. dank ihrer proprietären Hardware erfolgreich auch nur den Versuch einen Titel zu modifizieren im Keim ersticken, schaffen es auf dem PC nur relativ wenige Publisher/Entwickler ihr „Baby“ vor der Armada aus Nacktpatches zu schützen. Im Gegenteil begrüßen viele die Mod-Community mit offenen Armen, denn sie haben gemerkt, dass sich dank Mods ein Titel noch lange oben halten kann oder gar frischen Wind reinbringt. DayZ für die Militärsimulation ArmA II ist wohl das bekannteste Beispiel aus den letzten Jahren. Bohemia Interactive hat dank des Mods in kürzester Zeit mehr Kopien verkauft als in den Jahren zuvor zusammen. Von Counter-Strike brauchen wir erst gar nicht anfangen zu reden. Wobei Mods natürlich verschiedene Arten und Formen annehmen können. Vom simplen Nacktpatch über grafische Verbesserungen bis hin zur sogenannten Total Conversion (es wird ein komplett neues Spiel draus) reicht die Bandbreite.

Entsprechend die Fragen an euch: Nutzt ihr Mods (egal wie groß oder klein)? Gibt es Spiele, die euch gar keinen Spaß machen würden ohne? Findet ihr gut, was die Community produziert? Oder haltet ihr Mods für absolute Zeitverschwendung?

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4 Kommentare

Ich halte mich größtenteils eigentlich an das Originalspiel. Finde aber auch, dass es gute Mods gibt z.B. hatte ich sehr viel Spaß mit dem Tiermod in Minecraft oder finde den deutsche Übersetzungs-„mod“ von Banished sehr gut. Minecraft ist denke ich eh ein Spiel was sehr gut für Mods geeignet ist und wo man sieht was man aus einem Spiel noch alles rausholen kann. Einige Mods wurden ja auch von den Entwicklern übernommen.

Meistens habe ich allerdings einfach nicht das Bedürfnis ein Spiel zu verändern und nutze daher Mods eher selten bis gar nicht.

Tjo, ich kann das auch relativ kurz halten: ich nutze eigentlich gar keine Mods. Einerseits weil ich auch das Originalspiel nicht verändern will, andererseits wegen der oftmals nötigen Friemelei (und im schlimmstenfall geht alles schief).

Vor ein paar Wochen wollte ich mal ne Zugstrecke des Train Simulator 2015 „modden“. Ist voll in die Hose gegangen. Musste alles deinstallieren und neu aufsetzen. Das hat meine Vorbehalte also nur bekräftigt.

Vor allem ist ja selten so, dass man einfach nur eine Installationsdatei hat, die sich per Knopfdruck automatisch richtig installiert. (und bei Bedarf wieder korrekt deinstalliert). Das wäre für mich attraktiv, aber alles, was darüber hinaus geht reizt mich nicht.

Auch ich bin nicht der größte Fan von traditionellen Mods. Ich find zwar durchaus cool, was so produziert wird vor allem im Bereich der Total Conversions. Aber ich komme ja schon so nicht dazu die meisten Spiele durchzuspielen. Da brauche ich über Mods erst gar nicht nachzudenken :smile: . Selbst Minecraft spiele ich „pur“ – mal abgesehen von ganz kleinen Details, die vermutlich die Server-Software Bukkit verändert.

Es gibt aber Mods, die ich definitiv aktiv suche und dann auch benutze (mal vom Sims-Nacktpatch abgesehen – das Verpixeln stört mich massiv! Ohne diesen Mod starte ich kein Sims-Spiel mehr.). Das sind grafische oder nutzungsrelevante (weil sie sonst nur nach ewig viel gefuddel gestartet werden könnten oder die Steuerung schlicht zu archaisch wäre – DOOM ohne echte Maussteuerung beispielsweise) Updates zu älteren Titeln. Ein System Shock oder System Shock 2 würde ich heutzutage ohne die entsprechenden Mods definitiv nicht mehr starten, ein Vampire The Masquarde – Bloodlines nicht ohne die neuste Version des Fanpatches, KoToR2 nicht ohne Restored Content Mod oder keines der S.T.A.L.K.E.R. ohne die Complete-Patches.

Das ist zwar hin und wieder, wie Azz auch sagt, eine Friemelei die zum Laufen zu bringen, weil nur selten ein ganzes Paket bereitsteht beziehungsweise nicht jeder wie beispielsweise Bethesda quasi einen Mod-Manager bereits von Haus aus eingebaut hat (dazu kommt noch, dass nicht jeder Mod mit jedem kompatibel ist). Aber für die Fälle ist es mir das durchaus wert diese Zeit zu investieren. Im Gegenzug habe ich ein Spiel, dass besser aussieht, sich besser bedienen lässt und (die meiste Zeit) weniger Bugs enthält als die Ursprungsfassung.

ALso bei 85% der Spiele sind mir Mods egal, weil ich mangels Zeit nicht dazu komme, das Hauptspiel noch weiter auszubauen.

Es gibt aber auch Spiele, da passen Mods super rein. Da wäre zum einen Skyrim, wo ich dank des Steam-Supports wirklich viele Mods installiert hatte. Oder der Football Manager von Sega, den ich ohne die Fan-Modifikationen (Vereinsnamen usw.) gar nicht spielen wollen würde. Auch Vampire ist ein Super Beispiel, wobei das allerdings ja weniger ein Mod, als ein riesiger, richtig gut gemachter Patch ist. Klasse Spiel!

Also: Es kommt klar auf das Spiel an. Aber da Spiele heute für PC günstig und massig verfügbar sind, sind Mods nicht mehr ganz so wichtig für mich, wie früher. Und – nuja – früher gab es davon eben auch viel weniger.

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