Sicarius

Diskussion: Die Länge von Büchern

Ende Februar hatte ich die Frage gestellt, wie wichtig euch der Umfang eines Spiels ist. Dabei kristallisierte sich heraus, dass zum einen kurze aber knackige Titel bevorzugt werden und zum anderen, dass sowieso kein Schwein (und Menschen schon erst recht nicht) mehr zum Vollpreis kauft und damit sich die Aussage „60 Euro für 8 Stunden Spielzeit“ sowieso nicht wirklich relevant ist.

Aber wie sieht es bei Büchern aus? Ein 500seitiges Taschenbuch (kein eBook!) schlägt meinen Stichproben zur Folge meist mit rund 10-12 Euro zu Buche. Wobei es je nach Bekanntheitsgrad des Autors und der Beliebtheit des Genres massive Unterschiede zu geben scheint (600 Seiten für 16 Euro beispielsweise und das in der eBook-Variante!). Dank Buchpreisbindung gibt es da auch die ersten paar Monate keine großartigen Fluktuationen.

Deshalb die heutige Frage an euch: Was ist euch bei einem guten Buch wichtig? Spielt da die Länge überhaupt eine Rolle? Oder ist es euch sogar lieber, wenn es eine Serie aus 20 Büchern mit je 200 Seiten ist wo jedes die Geschichte ein wenig aber in sich geschlossen vorantreibt statt zwei dicken Brüllern mit je 1.000 Seiten, die auch noch aufeinander aufbauen?

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6 Kommentare

Bei Büchern kommt es mir nur auf die Geschichte an. Die Länge spielt dabei keine Rolle. Allerdings gehören die meisten Bücher in meinem Regal heutzutage zu einer Serie und haben bummelig 500+ Seiten. Mir macht es Spaß öfters mal in die Welt eines Charakters einzutauchen und neue Geschichten darüber zu erfahren :)

Als Jugendliche habe ich meistens Bücher bekommen die so bummelig 200 Seiten hatten. Mir fällt grad nur leider nicht mehr ein von welchem Verlag die waren. Davon habe ich bei meinen Eltern noch ne große Kiste voll :) Hier waren es meistens auch eher Serien bzw fortlaufende Geschichten, die man aber auch sehr gut einzeln lesen konnte.

Nachdem ich die Schatten-Trilogie abgeschlossen habe, lese ich nun die Licht-Trilogie von Brent Weeks. Ich bin hier mit dem ersten Band fast durch. Nach anfänglicher Skepsis nun aber auch voll begeistert von der Geschichte :) Ansonsten gefallen mir die Serien von Trudi Canavan auch sehr gut. Ich steh halt auf so Fantasy-Sachen :D

Auch ich bin mehr der Serienfan. Ich will in eine Welt abtauchen und sie intensiv kennenlernen und nicht schon nach 200 Seiten dastehen und mit haufenweise Fragen zurückbleiben. Deswegen mag ich meine Zyklen mit ihren dicken Büchern (Wüstenplanet, Armageddon, Avalon, Spiel der Götter, etc.).

das ist bei Büchern auf Basis von Videospielen so praktisch. Die sind zwar auch meistens etwas auf der dünneren Seite. Da ist die Welt aber schon ausgeschmückt und ich erlebe ein weiteres Abenteuer (oder setze es fort).

Mir ist die Länge völlig egal. Ich komm gut mit dicken Schinken klar, zum Mit-Rumschleppen (Zug, Wartezimmer..) haben dünne, leichte Taschenbücher aber durchaus ganz weltliche Vorteile (ok, mit eReader inzwischen auch kein Problem mehr..).
Ich bin schon manchmal traurig, wenn eine schöne (oder spannende, oder was auch immer) Geschichte viel zu schnell zu Ende geht, aber das kann durchaus auch bei dicken Büchern oder ganzen Serien passieren.
Mir ist ein kurzes Buch, das dafür gut und prägnant geschrieben ist, sich gut liest und in der kurzen „Zeit“ eben alles gesagt ist, auch definitiv lieber, als der gleiche Inhalt langatmig noch um 300 Seiten verlängert.

Bei Büchern hängt es nur von der Qualität der Geschichte ab. Da ein Buch mich immer viele, viele Stunden beschäftigt (bin kein schneller Leser), stellt sich die Frage nach Geld/Minute nicht. Eher, ob ein Buch meine Freizeit wirklich wert ist.

Falls sich jemand für Sci-Fi interessiert kann ich übrigens die Hyperion-Gesänge unbedingt empfehlen. Selbst gebraucht habe ich da noch knapp 16€ hingelegt, aber die 1.300 Seiten sind wirklich mit das Beste, was ich in dem Genre je gelesen habe. Völlig zu Recht ein absoluter Klassiker!

Christoph öffnet die Büchse der Pandora… Ich hab hier sicher noch genausoviel Bücher zum lesen wie Spiele zum spielen hier rumliegen. Der Preis juckt mich prinzipiell erstmal nicht. Wenn man nicht alles sofort zum Tag 1 haben will, gibt es auch hier einen steten Preisverfall, Amazon Marketplace, Medimops, Rebuy, etc. sei Dank. Kommt natürlich auch aufs Buch an.
Um dicke Bücher mache ich erstmal einen Bogen, weil mich das zuviel Zeit kostet (ich hab eindeutig zu viele Hobbies). Ganz schlimm wird es, wenn dicke Bücher zu Serien werden. Ich frage mich sowieso, warum bspw. jeder Fantasyroman 500+ Seiten und 8 Fortsetzungen haben muss. Kann man eine gute Geschichte nicht auch in 250 Seiten schreiben? Und gibt es überhaupt noch EINZELNE abgeschlossene (Fantasy-)Romane? Ich meine, Herr der Ringe hat (weiß ich nicht genau) 1500 Seiten, jede mittelprächtige Saga bringt es mittlerweile auf das zigfache, wtf? Bei Eragon bin ich bis heute nicht über Band 2 hinausgekommen… Da mich die reale Welt manchmal mehr interessiert, bleibe ich sehr oft bei Sachbüchern hängen, die kaum mehr als 300 Seiten haben. Mit Ubahn, Arbeit, etc. hab ich das in einer Woche durch und man kann es wenigstens transportieren. Und ob irgendwas qualitativ taugt, was sich hier so stapelt, weiß ich ohnehin erst nach dem Lesen, denn Reviews findet man eher selten (und ich meine nicht den infantilen Amazon-Kommentarquatsch) , bestenfalls noch persönliche Empfehlungen. Jeder Jeck empfindet das halt anders. Aber, und so schließt sich der Kreis, 500 Seiten müssen erstmal abgearbeitet werden…
Ebooks sind für mich übrigens keine Alternative. So platzsparend digital auch sein mag, nö… ich will blättern und vom Halten Krämpfe in den Armen kriegen. Ich verstehe bis heute auch nicht, warum Ebooks fast 1:1 dem normalen Buchpreis entsprechen, es ist nur eine Datei, beliebig und unendlich vervielfaltbar, der Kostenfaktor gilt also nicht.
So, genug erstmal.

@v138: Das mit den Fortsetzungen und den dicken Büchern ist für mich so, wie Serien im Fernsehen. Da gibt es halt auch 1000 Folgen Lindenstraße. Und gucken tut man es (vermutlich :wink: ), weil man die Charaktere und die Welt lieb gewonnen hat und man gerne mehr davon lesen möchte.

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