Sicarius

Diskussion: Der „Pile of Shame“

Ihr könnt es ruhig zugeben: Auch ihr habt mehr oder weniger Spiele in eurer Steamliste/eurem Regal/auf eurer Konsole, die noch auf euch Warten. Ihr wisst schon: Der „Pile of Shame“ genannte Stapel an Titeln, die noch durchgespielt oder teilweise sogar überhaupt erst gespielt werden wollen. Gekauft in einem Impuls (oder einem Bundle) und dann doch nichts mit angefangen weil anderes Wichtig war.

Entsprechend heute die Frage an euch: Stört euch dieser Backlog? Habt ihr Albträume davon, wie ihr als Rentner mit zittriger Hand versucht endlich Call of Duty: Black Ops durchzuspielen? Oder habt ihr euch damit arrangiert und akzeptiert einfach, dass das Leben zu kurz ist um alles zu erledigen?

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5 Kommentare

Ich wäre in gewisser Weise froh, wenn ich der Typ Mensch wäre, dem sowas egal ist. Der auch ohne Probleme mal in ein Spiel reinzocken und es dann – ohne es durchgespielt zu haben – wieder auf die Seite legen kann.

„Leider“ gehöre ich zu denen, die ein Spiel entsprechend würdigen wollen, indem sie es „richtig“ durchspielen. Damit meine ich nicht, jedes noch so aberwitzige Achievement zu sammeln (das wäre „Arbeit“). Aber ich meine damit, „alles „Spaßige“ aus dem Spiel rauszuholen, was es mir bietet“.

Und das ist bei heutigen Spielen fast immer mehr als nur in 5h durch die Story zu rushen. Selbst Painkiller Hell & Damnation, dass ich aktuell spiele, hat weit mehr zu bieten als die nur vier Stunden lange Kampagne. Da gibts die vielen DLCs, Spielmodi und natürlich verschiedene Schwierigkeitsgrade. Dass die meisten der über 100 Achievements auch wirklich machbar sind, kommt noch dazu. Also selbst dieses „einfache“ Spielchen bietet gut und gerne Stoff für 30-40 Stunden Unterhaltung.

Und dann sind wir noch garnicht bei epischen Rollenspielen (mit Wiederspielwert!) oder Globalstrategiespielen. Wie gut, dass ich keine MMOs mag….

Was ich damit sagen will: ja, der Backlog stört mich. Ich kann aber auch nicht aufhören, bei neuen Steam-Schnäppchen zuzuschlagen. Ein irrer Teufelskreis.

Ich denke ich bin mittlerweile über die Phase, bei der mich allein der Anblick meiner Steam Liste riesig gestört hat hinweg.
Ich hab nicht mehr das Gefühl, dass ich das alles nachholen müsste und dass ich irgendwas verpasse. Ich spiele nur noch das, auf das ich genau in der Sekunde Lust hab. Und da isses auch egal ob der Titel schon ewig auf dem Pile of Shame liegt, oder ob ich (wie jetzt bei GTA5) sogar einfach mal zum Vollpreis neu kaufe.

Das führt nicht unbedingt dazu, dass ich wirklich wieder mehr Spiele, aber es befreit ungemein nicht immer das Nagen im Hinterkopf zu haben.

Mich stört es zwar schon, dass ich soviele Spiele habe, die ich zum Teil nicht mal angespielt habe… aber letzendlich lässt sich das derzeit aus zeitlichen Gründen nicht ändern und ich möchte Spiele auch nicht auf Zwang spielen. Ich muss auf das Spiel Lust haben um daran Freude zu haben.

Vorgenommen hab ich mir aber die Spiele alle i.wann zumindest mal anzuspielen ^^ Zur Rente denn ;)

Als Sammler bin ich da glücklicherweise relativ schmerzfrei (sonst wäre ich vermutlich daran schon zu Grunde gegangen). Natürlich klammere ich mich wie du, Kiri, an das „Spätestens zur Rente werde ichs schon hinbekommen“. Und ab und zu habe ich schon mal einen Anfall von „Jetzt spiel doch endlich mal den angefangenen Scheiß durch“. Aber insgesamt ist mein Problem mit dem Pile of Shame eher, dass ich aufgrund der Menge immer nicht weiß was ich grad zocken will und weniger, dass seine Existenz mich erdrückt.

Wenn ich dann mal was Spiele, dann ist es von Spiel zu Spiel unterschiedlich wie viel ich mache, um es als „durchgespielt“ zu deklarieren. Normalerweise natürlich schon die Story und, wenn ich sie habe, die DLC. Dann noch ein paar Achievements dazu. Aber schon bei unterschiedlichen Spielmodi fehlt mir meist die Motivation auch noch den zweiten großartig zu spielen, geschweige denn einen dritten. Den Zombie-Modus in den letzten paar CoD zum Beispiel habe ich nur marginal angefasst und trotzdem zählen die Titel für mich als „durchgespielt“.

Mein „Haufen“ ist so enorm groß, dass ich wahnsinnig werden würde, daran zu denken, das alles noch spielen zu müssen. Ich hab innerhalb meiner Bibliothek vorsortiert, was ich sicher niemals spielen werde, was schon erledigt ist und was ich noch machen möchte. Möchte, nicht muss.
Die gleichen Haufen gibts bei mir übrigens auch bei Filmen/Serien und Büchern… :)

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