Sicarius

Diskussion: Lizenzversoftungen

In der vorletzten Ausgabe der Retro Gamer (UK #141) fand sich ein ein ausführlicher Artikel über die Entwicklung im Bereich der Lizenzspiele. Von ihren Anfängen anno 1976 mit Death Race (passend zum Film Death Race 2000) bis hin zur heutigen Zeit wo Telltale Games gefühlt jeden Tag eine andere Fernsehserie in ihr Adventure-Episoden-Format presst. Was dabei jedoch viele zu vergessen scheinen: Es gab lange Jahre ohne echte Lichtblicke. Jahre, bevor mit Batman: Arkham Asylum die (angeblich) ultimative Lizenzumsetzung das Licht der Händlerregale erblickte und stattdessen schnelle und extrem schlechte Cash-ins die Budgetecke dominierte.

Aber ist diese Zeit wirklich vorbei? Habt ihr wieder Vertrauen in Lizenztitel? Vor allem wenn sie zumindest im gleichen Jahr wie beispielsweise der dazugehörige Film erscheinen (wie beispielsweise heuer Mad Max)? Oder fasst ihr die Dinger immer noch nur mit einer Kneifzange an, sollten sie nicht von einem renommierten Entwickler wie Telltale Games stammen?

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4 Kommentare

Also, da hab ich mir jetzt noch wenig Gedanken drum gemacht. Wenn ein Spiel gut ist (bzw. es allgemein so gewertet ist), rückt es bei mir in den Focus und wenn nicht, dann nicht – unabhängig von Lizenzen. Das schlechte Image entstand ja, weil man mit wenig Aufwand schnell und viel abkassieren wollte. Heute im Informationszeitalter ist das nicht mehr so ohne weiteres möglich. Wenn du nix gescheites ablieferst, verkaufst du auch nix. Ich weiß auch nicht, ob Lizenzversoftungen heute noch die dicken Cash-Kühe sind wie damals, ich bezweifle das aber. Haha, wehe, wenn es mal einen Call of Duty-Film gibt…

Abkassiert wird heute noch, wenn du dir so die Videospiele-Regale im Supermarkt anschaust. Findet nur halt überhaupt keine Beachtung mehr das Zeugs in der Presse und bei den etwas „erfahrereneren“ Spielern.

Mich lässt eine Lizenz, die mich interssiert schon durchaus aufhorchen und das Spiel genauer verfolgen (siehe TRON Evolution). Aber meine Erwartungen befinden sich immer im unteren Bereich. Selbst bei Mad Max obwohl mit Avalanche Studios (Just Cause) definitiv ein gutes Studio dran sitzt und es eben nicht an Tag X zum Film im Laden stehen musste.

Ich denke die besten Lizenzspiele sind immer noch die, die zwar die Lizenz nutzen aber nicht strikt an den Film/die Serie etc. gebunden sind. Sowohl was den Zeitfaktor angeht (muss unbedingt zum Filmstart in den Regalen sein!!!!1111) als auch was den Inhalt angeht. Wenn ein Spiel den zugrunde liegenden Stoff frei interpretieren kann ist das einfach besser als wenn es Strikt dem Filmgeschehen folgen muss.
Das trifft auf das genannte Batman und die Telltale Spiele zu, aber auch z.B. einige gute Star Wars Spiele (Jedi Knight-Serie, Kotor) oder auch die Transformers Serie, die du ja schon öfter angespriesen hast (oder zumindest Teile davon)

Die Transformers-Serie sind in beiderlei Hinsicht ein gutes Beispiel für deinen Ansatz. Die ersten beiden waren super, weil sie sich nicht an die Filme hielten. Teil 3 war scheiße weil es nun um die Verheiratung mit dem vierten Film ging (und dem dazugehörigen Termindruck).

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