Sicarius

Umfrage: Die Lust am Spielen

Der Webmaster zockt nix mehr und gibt die Schuld seiner Freundin, Azzkickr stürzt sich in Unkosten (=neuer Rechner) in der Hoffnung die Liebe für sein Hobby neu aufflammen zu lassen, Kessy hat noch nie so wirklich was mit Videospielen anfangen können und Rondrer…nun, je weniger wir über Rondrer sagen umso besser. Fakt ist: Wir sind alt…ach und das Team von Beim Christoph scheint irgendwie nicht mehr so wirklich zu den „Gamern“ zu gehören.

Wie schaut es bei euch aus? Wie präsent ist „Gaming“ noch in eurem Leben? Habt ihr noch Lust am Spielen und freut euch mal einen Abend ein paar Stunden in fremde Welten versinken zu können? Oder müsst ihr euch mittlerweile zwingen irgendetwas zu starten und länger als 10 Minuten durchzuhalten?

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6 Kommentare

Ist ganz klar tagesformabhängig bei mir. Es gibt Tage da mach ich den PC nur an um mal kurz durch Foren zu stöbern und die Kiste dann wieder auszumachen um zu Lesen oder TV zu schauen. Und dann gibt es Tage wo ich es kaum abwarten kann nach Hause zu kommen und was zu spielen :) Insgesamt ist mein Spielkonsum aber auch eher rückläufig. Zwingen etwas zu spielen tue ich mich aber nicht. Wenn die Spiele da rumliegen ist das halt so. Du weißt ja zur Rente spiel ich das dann mal ;)

Meine Spielleidenschaft ist mehr oder weniger ungebrochen seit dem C64 damals. In ferne Welten abzutauchen macht mir immer noch Spaß. Dass die Spielzeit zwangsläufig weniger wird, liegt nunmal am Leben, das man als Jugendlicher so noch nicht führt. Spätestens, wenn ein Kind auf der Matte steht (wo immer das herkommt), ist bei den meisten Schluss mit spielen, und natürlich auch mit jeder Menge anderer Hobbies ist dann Feierabend. Bei vielen reicht es auch aus, wenn ein Lebenspartner auf den Plan tritt, meine Freundin ist Gottseidank sehr tolerant meinen Hobbies gegenüber… :P
Was ich aber merke: Endlosspiele (MMOS z. B.) oder solche, die eine 3-stellige Anzahl von Stunden verschlingen, möchte ich eigentlich weniger spielen. So ein 4h-Spiel zwischendurch ist irgendwie genau das Richtige. Gut, jetzt kam Witcher 3, das hat mich geschätzt 120 Stunden gekostet und auch ein Fallout 4 werde ich definitiv anpacken… aber mein Trend geht zu: in der Kürze liegt die Würze.

„Rondrer…nun, je weniger wir über Rondrer sagen umso besser“
Heh…

Aber hast natürlich recht, wie lange ich jetzt schon an der GTA5 Hauptstory knabber ist nicht mehr feierlich. Und es ist nicht so, dass es keinen Spaß macht oder so, das Spiel ist super, aber ich starte es so selten und die Sessions sind dann so kurz, dass da einfach wenig bei rumkommt.

Meine Begleitung hat auch kein Problem mit Spielen (sonst wären wir definitiv nicht zusammen :smile: ) bzw. ist sogar durchaus auch interessiert daran (freue mich auf die Divinity Original Sin Enhanced Edition mit lokalem Koop!). Sie ist also nur insofern schuld, als dass ich natürlich keinen Zugriff auf meinen Rechner habe wenn ich bei ihr sitze und entsprechend aktuell vor allem Fallout Shelter, BizBuilder Delux oder Nosferatu: Twilight Runner mal kurz auf dem Handy starte. Mal abgesehen davon, dass es durchaus etwas unhöflich wäre immer nur alleine zu zocken wenn sie da ist :tongue: .

Ne, der Hauptgrund ist aktuell definitiv, dass ich irgendwie absolut kein großes Bedürfnis habe so richtig etwas zu zocken, selbst wenn ich es könnte. Es hat sich quasi eine gewisse Müdigkeit bei mir eingeschlichen nach all den Jahren oder zumindest der Gedanke zumindest temporär mal die Prioritäten komplett anders zu setzen. Komplett verschwunden ist der Funke zwar nicht (bisschen Zocken tue ich ja noch), aber halt Sparflamme.

Meine Meinung dazu ist ja hinlänglich bekannt: diese „Müdigkeit“ kenn ich nur zu Gute. Ich bin zwar guter Dinger, dass sich das mit dem neuen PC wieder bessert (da siegt dann doch die Grafikhure und der Technikenthusiast in mir), aber es wird doch auf Dauer nicht mehr so werden wie „früher“. Alleine wegen der fehlenden Zeit. Und genug Zeit und Ruhe ist für mich auch Bedingung, um richtig in ein Spiel eintauchen zu können, um es richtig genießen zu können. Deswegen bin ich wohl auch fast ausnahmslos enttäuscht von den Spielen der letzten Jahre: einerseits gibts zwar wirklich nur wenig Innovationen, andererseits geh ich aber auch nicht mehr mit der angemessenen „Psyche“ an die Sache ran. Der immense Backlog verstärkt die Problematik zudem nur weiter, indem teilweise ein regelrechter Druck aufgebaut wird „endlich wieder was spielen zu MÜSSEN“. Dass sich da der Spielspaß nicht wirklich entfalten kann, ist logisch.

Trotzdem:
mit dem neuen PC wird es definitiv wieder besser werden. Man muss bedenken, dass ich ja seit 4.5 Jahren „nur“ mit einer GTX 560 Ti unterwegs bin und tatsächlich viele Abstriche machen musste. Außerdem kündigen sich ja wirklich ein paar sehr gute Spiele an.

Von daher bin ich mal verhalten optimistisch.

PS
Sobald FAllout Shelter für Android erscheint, wird das installiert. Das Ding hat mich jetzt schon gewonnen :)

Zuletzt habe ich mich tatsächlich wieder etwas Liebe für Spiele aufflammen lassen können: The Witcher. Den ersten Teil hatte ich vor laaaanger Zeit abgebrochen, nachdem ich ein Stück nach Beginn des 2. Kapitels angekommen war. Hat mich beim Wiedereinstieg sehr gefesselt und habe ich vor ein paar Tagen abgeschlossen.

Und dann? Nach dem Abspann saß ich vorfreudig um 5:30 Uhr (das auch noch unter der Woche – das letzte Mal hat das Fallout 3 geschafft) am Rechner und schielte auf den zweiten Teil in meinem Steam Client. „Gut, da schau ich jetzt noch kurz rein.“
Hätte ich das mal nicht getan, denn da kam er wieder zurück, dieser Spiele-Dämpfer. Ich werde von einem Nachfolger begrüßt, der optisch ganz okay aussieht (hatte vor wenigen Wochen mein neues Setup zusammengebaut), aber… was ist das… Interface-, Steuerungs- und Gameplay-Krankheiten direkt aus der Konsolenhölle. OCH. NÖ. EY. Von jetzt auf gleich diese Sachen, die mich extrem nerven. Wie konnte man das derart verhunzen, derart auf simplere Mechanik ummünzen, damit’s bloß mit Gamepad in der Hand funktioniert…

Derartige Ärgernisse, die Pre-Order- und DLC-Politik und so Fälle wie – letzt in aller Munde – Batman Arkham Knight vermiesen mir den Spaß an Spielen. Ich setze mich mehr mit diesen ganzen negativen Aspekten der Videospiele auseinander. Vielleicht lausche ich auch zuviel auf den falschen Kanälen (Twitter).

Prügelt mich mit dem Nostalgie-Kolben, aber ganz, ganz ehrlich: Ich vermisse die Zeit, wo ich mir mittels einer vernünftigen Demo Eindrücke von Spielen machen konnte und mich dann für oder gegen einen Kauf entschieden habe. Warum gibt’s das in der Form nicht mehr? Warum unzählige Teaser, Trailer, Vorbestell-Aktionen und und und? Um die Liebe zum Hobby zelebrieren, die kurz nach dem Hype keiner mehr mit dir zelebriert, weil dein ‚Hobby‘ in ner Vitrine / im Regal steht und Staub fängt?

Puh – sorry :smile:

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