Sicarius

Echte Männerprobleme

Einen Partner zu haben hat viele Vorteile, das dürfte wohl jedem bekannt sein. Aber wo Vorteile sind, da gibt es logischerweise auch Nachteile. Bei uns, das gebe ich offen zu, ist es aktuell ein bekanntes Männerproblem, das bei Lysanda für schlaflose Nächte sorgt. Nein, nicht DIESES Problem. Warum denkt ihr immer gleich an schweinische Sachen? Hier beim Christoph geht es gesittet zu! Mensch, Kinners – was mach‘ ich nur mit euch?! Nene.

Männerproblem, die Erste

Meine stark mitgenommene Aufbissschiene

Meine stark mitgenommene Aufbissschiene

Äh, wo waren wir? Ach ja: Ich mache nachts so einige Geräusche beim Schlafen (Zähne knirschen und Schnarchen). Das hat bislang keine Sau gestört, weil ich ja bekanntlich 30 Jahre alleine im Bett gelegen habe. Zugegeben: Ganz stimmt diese Aussage nicht. Das Ergebnis des Zähneknirschens habe ich durchaus bemerkt. Und zwar daran, dass meine Zähne irgendwie immer runder wurden (weil abgetragen). Meine schönen spitzen Vampireckzähne habe ich schon lange eingebüßt dadurch. Logischerweise eine nicht ganz so gute Sache. Folgt entsprechend NICHT meinem Beispiel und wartet euer halbes Leben bis ihr euch beim Zahnarzt endlich eine Aufbissschiene anfertigen lasst! Erhaltet stattdessen eure tollen Zähne. Kostet euch auch nichts, da sie von der Krankenkasse bezahlt wird (hab‘ nur fünf Euro für eine Aufbewahrungsbox geblecht – hätte ich aber auch nicht kaufen müssen). Ist nur etwas nervig, dass es immer zwei Zahnarztbesuche sind (eine zum Erstellen der Form, eine zum Einpassen der Schiene).

Ja, die Aufbissschiene geht mit der Zeit kaputt. Sie behebt ja nicht das Symptom des Knirschens, sondern schützt nur die Zähne. Das heißt ich beiße da immer noch fleißig drauf rum und das Plastik verkraftet das auch nicht ewig. Sind schon so einige Gräben mittlerweile drin obwohl ich sie erst circa zwei Monate trage. Geht auch sehr gut. Natürlich am ersten Tag ein wenig ungewohnt im Mund das Ding aber mittlerweile habe ich mich definitiv dran gewöhnt und kann damit schlafen – und halte Lysanda zumindest damit nicht mehr wach. Nur das Küssen, das geht mit Aufbissschiene im Mund nicht ganz so gut und ein kleines Lispeln kommt auch dazu :wink: . Aber ihr wollt ja sowieso schlafen, wenn ihr sie anzieht und nicht über euren Partner herfallen – also meistens zumindest.

Es geht natürlich sie am Tag zu tragen, wenn ihr merkt, dass ihr auch dann öfters die Zähne zusammenbeißt. Und das ist auch das passende Stichwort: Je nervöser und unruhiger ich bin, desto mehr knirsche ich mit den Zähnen. Das ist mir bewusst und gehört zu meinen Grundproblemen, an denen ich wie erwähnt jetzt wieder stärker arbeitete (dazu vielleicht in einem Jahr ein Erfahrungsbericht). Vor allem natürlich nachts im Schlaf, da das Gehirn nichts Besseres zu tun hat als sich in solchen Gedanken zu suhlen. Aber es gibt definitiv auch Momente im Alltag, wo ich merke „Jetzt arbeitet der Kiefer grad wieder!“ und wo die Schiene echt praktisch ist. Dabei habe ich sie aber nur in Fällen wo ich weiß, dass es eine Stresssituation für mich sein wird. Ansonsten nur nachts.

Männerproblem, die Zweite

Fairerweise muss man sagen, dass das Zähne knirschen natürlich kein Männer-exklusives, weil vor allem psychologisch bedingtes Problem ist und auch niemand etwas in der Art behauptet. Aber ich musste ja irgendwie einen Themenrahmen für meinen Eintrag finden. Bei Problem Nr. 2 sieht die Sache aber schon wieder anders aus, denn wenn einer schnarcht, dann ist es in einem Großteil der Fälle der Mann. Und ich erfülle dieses Klischee leider auch. Trotz nicht vorhandenem Alkohol-, Zigaretten- und Drogen-Konsums und mittlerweile auch noch weniger Gewicht, säge ich nachts so einige Ster Holz. Am meisten wenn ich auf dem Rücken liege, aktuell aber auch auf der Seite (vermutlich wegen einer leicht verstopften Nase). Wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt, ist Lysanda davon unendlich begeistert und ich finde es auch nicht gut, dass ich ihr den Schlaf stehle. Ich selbst merke davon nämlich nichts. Im Gegenteil schlafe ich mittlerweile viel besser (und damit leider auch vor ihr) ein. Nur ab und zu habe ich am Morgen einen besonders trockenen Mund, was bedeutet, dass ich mal wieder mit offenem Mund geschlafen und somit gut Feuerholz gemacht habe. Könnte mich dafür nicht einmal jemand bezahlen? Nein? Schade.

Schnarchen (unnötiges Symbolbild)

Schnarchen (unnötiges Symbolbild)

Der erste Ansatz war es logischerweise von der Rücken- in die Seitenlage zu gehen. Die meisten Leute Schnarchen nur, wenn sie auf dem Rücken liegen. Der Grund dafür ist wohl, dass dann der Kiefer sehr locker ist und alles fröhlich und frei (diese verdammten Hippies!) im Windkanal hängt. Das half auch definitiv am Anfang, wenngleich ich vor allem nach der Gewichtsreduktion wieder lieber auf dem Rücken schlafen würde. Die Seitenlage habe ich mir tatsächlich erst angewöhnt, als mich mein eigener Bauch angefangen hat zu erdrücken. Aber wie erwähnt schnarche ich nun anscheinend auch in der Seitenlage. Von daher sind wir nun auf der Suche nach einer Lösung. Dazu gehört auch, dass ich tatsächlich mal beim Hals-, Nasen- und Ohrenarzt vorbeischauen werde. Ich hoffe, der kann auch halbwegs intelligentes zu der Sache sagen.

Das Internet ist in der Hinsicht leider nicht so ergiebig. Ja, es gibt Tipps von wegen Nasenpflaster, welche die Sauerstoffzufuhr und damit die Atmung verbessern soll. Binden werden ebenso hier und da empfohlen, die man um den Kopf wickelt und dadurch den Kiefer festhalten. Auch eine Protrussionsschiene kann man für gutes Geld (200-300 Euro) beim Zahnarzt machen lassen, die den Kiefer fest in einer bestimmten Stellung hält. Vorteil von der wäre auch, dass ich nicht mehr mit den Zähnen knirschen könnte. Schließlich kommen dann die Zähne nicht mehr aufeinander. Schlimmstenfalls ist auch eine Operation notwendig, um irgendwelche flatternden Teile zu entfernen. Aber ich hoffe natürlich, dass sich doch noch ein halbwegs normaler Weg finden lässt, um das Schnarchen zumindest in seiner Lautstärke stark zu reduzieren. Und ja: Hypnose würde ich tatsächlich auch mal probieren, wenn es helfen könnte. Mal schauen.

Jetzt wisst ihr auf jeden Fall mal wieder mehr, als ihr jemals wissen wolltet. Dürft aber auch gerne in den Kommentaren erzählen, ob ihr euch schon einmal selbst Wachgeschnarcht habt oder eine Schiene tragt.

Die lang erwartete Verfilmung von WarCraft hat vor kurzem ihren ersten offiziellen Trailer erhalten – und der spaltet die Gemüter. Warum? Weil er stark auf CGI setzt aber gleichzeitig doch noch reale Schauspieler darin vorkommen. Nicht wenige finden diesen Mix unpassend und hätten es besser gefunden, wenn es entweder ähnlich wie Avatar komplett digital oder eben komplett real (ähnlich Der Herr der Ringe) wäre. Aber das Vermischen von verschiedenen Stilen ist natürlich keine neue Erfindung. Die Älteren unter uns werden sich beispielsweise bestimmt an Falsches Spiel mit Roger Rabbit erinnern, der durchaus gekonnt Zeichentrick mit Realfilmelementen kombinierte (und mir heute noch Albträume bereitet – der arme Schuh!). Ähnlich war es, um Bereich der Spiele zu bleiben, Toonstruck.

Aber natürlich ist die Frage, ob der Mix funktioniert, auch äußerst subjektiv. Dem einen gefällt’s, dem anderen nicht. Wie sieht es bei euch aus? Ist es nur wichtig, dass beides gut zusammenspielt? Oder sind euch Werke, die sich nur auf eine Sache konzentrieren lieber?

Ich hatte in den Kommentaren zum Eintrag Umfrage: AMD oder nVidia? schon mal kurz erwähnt, dass es bei mir in Sachen Grafikkarte zu einer Neuanschaffung kam. Hier will ich darlegen was dazu geführt hat und was am Ende dabei herausgekommen ist. Ein bisschen Frust von der Seele schreiben ist sicher auch dabei  :wink: .

Disclaimer: Ich will hier niemanden Diskreditieren, daher werde ich Händlernamen usw. nicht nennen.

Voraussetzungen

Im November 2013 habe ich mir einen neuen Rechner zusammengestellt. Grobe Specs: Intel Xeon E3-1230 v3, Gigabyte GA-H87-D3H, Crucial Ballistix Sport 16GB DDR3 Kit, Samsung SSD 840 EVO Series 250GB und, darauf kommt es heute besonders an, eine MSI GTX 760 Twin Frozr 2GB. Ich habe alles, zusammen mit einem anderen Modell der GTX760, bei Händler A gekauft. Da die Karte (mit dem Referenzdesign) dann aber viel zu laut war, habe ich sie zurückgeschickt und dafür bei Händler B die MSI bestellt (weil sie bei A nicht lieferbar war, oder so).

MSI GTX760 (Herstellerbild)

MSI GTX760 (Herstellerbild)

Bis zu diesem Sommer lief der Rechner auch perfekt und dabei wunderbar leise. Hab‘ zwischenzeitlich dann auch noch mein magnetisches Datengrab gegen eine Samsung 850 Evo ausgetauscht. Im August hat dann der Lüfter der Grafikkarte das Rattern angefangen. Im Idle deutlich hörbar und störend und unter Last wurde es richtig schlimm. Klare Sache: Die Karte muss ausgetauscht oder repariert werden. Glück im Unglück: Die 2 Jahre Gewährleistungsfrist ging noch bis Anfang November. Also erst einmal den MSI Support kontaktiert. Die haben freundlich geantwortet, dass die Karte oder zumindest der Lüfter ausgetauscht werden muss und sie das nicht direkt machen, sondern es über den Händler laufen muss.

Das war insofern doof, als dass Händler B seit meinem Kauf Insolvenz angemeldet hatte. Der Insolvenzverwalter hat aber dafür gesorgt, dass der Betrieb aufrechterhalten werden kann. Ein bisschen schlechtes Gefühl hatte ich dabei zwar schon, habe das Paket aber trotzdem abgeschickt, da ich ja kein Geld oder so vom Händler wollte, sondern er einfach nur gegenüber dem Hersteller die Herstellergarantie einfordern musste. Als ich dann nach mehr als 2 Wochen noch nichts gehört hatte (noch nicht mal ne Eingangsbestätigung oder so) und auch auf meine Anfrage nicht geantwortet wurde, verließ mich dann ziemlich der Mut. Habe dann auch noch in Foren und auf Bewertungsportalen diverse Horror-Stories gelesen (z.B., dass in einem ähnlichen Fall der Hersteller einen Wertgutschein für die reklamierte Ware ausgestellt hätte, Händler B den aber wiederum nicht an den Kunden rausgeben hätte dürfen und stattdessen in die Insolvenzmasse eingegangen wäre oder so). Dabei auch noch bisschen was übers Insolvenzrecht gelernt z.B., dass man als Kunde der vor dem Stellen des Insolvenzantrages gekauft hat, quasi gar keine Rechte gegenüber dem Unternehmen mehr hat, sondern nur noch Forderungen über den Insolvenzverwalter stellen kann. Und ob (und vor allem wie viel) man da dann bekommt ist erstens fraglich und zweitens dauert es auch Monate wenn nicht gar Jahre.

Zu dem Zeitpunkt habe ich dann nicht mehr damit gerechnet, dass das gut für mich ausgeht. Ich habe mit 2 Möglichkeiten gerechnet: Ich bekomme  entweder meine Grafikkarte irgendwann im kaputten Zustand zurück und dann will ich sie auch nicht wieder in den Rechner bauen, weil sie mir zu laut ist oder ich bekomme gar nichts mehr zurück und kann selber sehen wie ich an die Karte oder Geld oder sonst was komme. Da ich auch keine Lust hatte weiter ohne vernünftige Grafikkarte da zu sitzen, habe ich mich dazu Entschlossen für Ersatz zu sorgen. Wenn ich dann doch noch die reparierte Karte zurückbekommen hätte, hätte ich sie auf eBay verkauft, die erzielen sogar noch ganz gute Preise.

Also ging die Suche nach einer neuen Karte los. Ich hatte eine GTX760, daher wäre die aktuelle Alternative eine GTX960 gewesen. Da war mir aber gleich klar, dass mir der Leistungssprung einfach nicht groß genug ist, wenn ich schon 200€ investiere. Der nächste logische Schritt und auch meine präferierte Karte wäre die GTX970 gewesen, aber diese „Schummelkarte“ mit ihren 3,5 + 0,5GB VRAM wollte ich dann doch nicht kaufen. Auch wenn ich davon ausgehe, dass ich nie etwas davon gemerkt hätte, wollte ich das Vorgehen seitens nVidia einfach nicht unterstützen. Das heißt nicht, dass ich nVidia insgesamt meiden will, aber die spezielle Karte muss einfach nicht sein. Daher bin ich dann bei der Radeon R9 390 gelandet, da sie u.a. auch bei Computerbase was Preis/Leistung angeht knapp vor der GTX970 angesiedelt war. Als Modell hab ich mich für die PowerColor Radeon R9 390 PCS+ entschieden, da sie laut des CB Tests das beste Kühlsystem hat. Der hohe Leistungsverbrauch war mir zwar durchaus bewusst und ein Dorn im Auge, habe mir aber nicht viel dabei gedacht, da die Karte zum einen im Idle den Lüfter komplett abstellt (machen glaube ich mittlerweile fast alle aktuellen Karten), also ist das Lautstärketechnisch kein Thema und zum anderen läuft der Rechner nicht soooo viel, von den Stromkosten her war es mir also schlicht egal.

Also bei Händler A bestellt, schnell eingebaut (ok, so schnell gings nicht, da sie zu lang war und ich erst die Seitenwand des einen Festplattenkäfigs entfernen musste) und der erste Eindruck war durchaus positiv: Leistung satt, keinerlei Probleme mit den Treibern und bei ausgeschalteten Lüfter logischerweise tatsächlich lautlos. Spulenfiepen, was einige bemängeln, kann ich auch nicht ausmachen. Habe mit der Karte Middle Earth: Shadow of Mordor auf Ultra mit den offiziellen HD-Texturen (muss man separat herunterladen) fast komplett durchgezockt und war was das angeht begeistert. Schaut genial aus und lief absolut Butterweich.

Allerdings hat das mit der Lüfterabschaltung im Idle mal so gar nicht funktioniert, wie ich mir das vorgestellt hatte. Man muss wissen, dass die R9 390 im Leerlauf mit zwei angeschlossenen Monitoren mal eben 60-70W (laut CB Test) mehr verbraucht als mit nur einem Monitor. Das habe ich im Vorfeld zwar gelesen und wahrgenommen, die Auswirkungen habe ich mir aber einfach nicht bewusst gemacht. Der immense Leistungsverbrauch führt logischerweise dazu, dass man die Karte eben nicht Lüfterlos betreiben kann. Bei mir war es so, dass die Karte dann im Idle in festen Intervallen (vielleicht jede Minute oder so) doch den Lüfter anmachen musste. Und auch auf der geringsten Lüfterstufe ist die Karte dann doch relativ laut. Und das ständige an- und ausgehen macht es nicht weniger nervig. Anfangs hab ich noch gedacht, dass das schon ok ist, aber mit der Zeit hatte ich da definitiv keine Lust mehr. Und der Stromverbrauch ist dann doch nicht mehr zu vernachlässigen.

Irgendwann erhielt ich dann tatsächlich die Mail, dass meine GTX760 fertig repariert wäre (da waren seit dem Einschicken sechs Wochen vergangen). Musste allerdings nochmal 5€ für den Versand überweisen (wieder Insolvenzrecht, dürfen sie nicht übernehmen usw.), nachdem ich das Porto für das hinsenden auch schon gezahlt hatte. Aber gut, was will man machen. Bis sie dann letztendlich versendet wurde und ich sie in Empfang nehmen konnte (wurde dummerweise an die Adresse meiner Eltern versendet, da hab ich nicht aufgepasst) vergingen dann nochmal 2 1/2 Wochen.

Bild das urpsrünglich für die eBay Auktion gedacht war. Jetzt verwende ich es halt hier

Bild das urpsrünglich für die eBay Auktion gedacht war.

Jetzt hatte ich natürlich die Situation, dass ich zwei prinzipiell funktionierende und gute Karten da hatte. Nachdem ich mit der Leistung der GTX760 nie unzufrieden war und sie im reparierten Zustand auch wieder flüsterleise ist, hab ich mich entschiedene sie in den Rechner zu bauen und die R9 390 irgendwie wieder los zu werden. Das ist auch wieder nicht so einfach: Die Wiederrufsfrist war längst abgelaufen (waren 4-5 Wochen seit Kauf) und einen Mangel hat sich ja an sich nicht, dass sie imho unbrauchbar wäre. Ist ja nur eine Produkteigenschaft. Habe natürlich trotzdem mal bei Händler A angefragt, ob er sie noch zurück nimmt. Die Antwort war zwar „ja, nehmen wir auf Kulanz zurück“, es gab allerdings ein paar dicke „Aber“: 30€ werden vom Wert abgezogen (finde ich noch ok, ist ja schließlich jetzt gebraucht und alles), bei „schlechtem“ Zustand entsprechend noch mehr, Versand muss ich selber zahlen UND ich bekomme das Geld nicht bar sondern nur als Guthaben beim Shop. Daher wollte ich sie dann doch lieber bei eBay verscherbeln. Bis ich gesehen habe, dass die mittlerweile fest 10% vom Verkaufspreis als Gebühr verlangen. Hätte ich also noch 300€ für die Karte bekommen (was schon ein sehr optimistischer Wert ist, ich persönlich würde für ne gebrauchte Karte niemals so viel zahlen, realistischer sind vielleicht 250€?), hätte ich 30€ Gebühren plus evtl. PayPal Gebühren zahlen dürfen. Dazu die Unsicherheit welcher Preis am Ende herauskommt und es dann evtl. Probleme mit dem Käufer geben könnte. Da hab ich mich doch ganz schnell wieder umentschieden und das Paket an den Händler fertig gemacht. Mal sehen was ich mit dem Guthaben dann kaufe. Ewig lang rumliegen lassen (bis evtl. tatsächlich ne neue Grafikkarte fällig wird und dazu ein netter 4k Monitor) will ich es nicht, am Ende gehen die auch Pleite oder sonst was unvorhergesehenes passiert… Bin für Vorschläge offen :)

Fazit

Nach drei Monaten seit den ersten Problemen mit der GTX760 habe ich es „geschafft“ den Status Quo wieder herzustellen. Und es hat mich „nur“ ~50€, eine Menge Nerven und die Verpflichtung in nicht allzufernen Zukunft Hardware im Wert von mindestens knapp 300€ zu kaufen. Toll.

Mir bleibt dann nur zu sagen, dass AMD dringenst das Problem der hohen Leistungsaufnahme gerade im Idle mit mehreren Monitoren in den Griff bekommen muss. Das kann einfach nicht ihr ernst sein, ein imho untragbarer Zustand. Ach AMD, warum machst du es einem denn so schwer? Niemand kann ernsthaft ein Monopol von Intel und nVidia wollen, aber wenn willigen Kunden solche Steine in den Weg geworfen werden, wie soll sich an der jetztigen Situation etwas ändern?

In den Kommentaren dürft ihr jetzt gerne ausdiskutieren, an welcher Stelle ich den größten Fehler gemacht habe :smile: .

Smartphones sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen, wie es immer so schön heißt. Selbst Lysanda musste mittlerweile in den sauren Apfel beißen und auf so ein hypermodernes Gerät und den damit verbundenen Gefahren (Spielesucht!) umsteigen. Aber Smartphone ist bekanntlich nicht gleich Smartphone und damit ist nicht nur die Featureliste gemeint (wobei sowieso kein Schwein den Unterschied zwischen einer 100 Megapixel-Kamera und einer 1000 Megapixelkamera sieht…). Entsprechend heute die ganz einfache und simple Frage: Welches Betriebssystem läuft auf eurem Smartphone? Oder gehört ihr tatsächlich noch zu den wenigen, die nur einen „alten Klotz“ besitzen, der außer Snake und telefonieren nichts kann?

Die wichtigste Änderung: Das Copyright wurde hochgesetzt!

Die wichtigste Änderung: Das Copyright-Datum wurde hochgesetzt!

Vergangenen Donnerstag war es „endlich“ soweit: Das langerwartete Herbstupdate („Threshold 2“) von Windows 10 wurde über Windows Update verteilt. Warum es langerwartet war? Keine Ahnung. Ich hatte mit Windows 10 keinerlei Probleme außer der Sache mit dem Lautstärkeregler der Logitech G510. Zur Erinnerung: Hat man den zu schnell gedreht, wurde der Bildschirm kurz schwarz und es kam ein „Beep“ aus den Boxen – und das unter Umständen mehrmals hintereinander. Bislang gab es dafür nur einen von Fans gebauten Hotfix, der aber an anderer Stelle Probleme machte (in einigen Spielen wurden dann eingaben getätigt). Insofern war meine Hoffnung tatsächlich, dass sich mit dem ersten großen Update für Microsofts Next-Gen-Windows in der Hinsicht etwas tun würde.

Und was soll ich sagen? Meine Hoffnung wurde tatsächlich nicht enttäuscht: Der Fehler ist weg! Zwar eine Sauerei, dass sich dazu Logitech bis heute nicht wirklich zu Wort gemeldet hat aber wichtiger ist definitiv, dass die Sache nun erledigt ist. Mehr kann ich in Bezug auf meinen Desktop-Rechner auch nicht zum Update sagen. Ich habe keine großartigen Veränderungen bemerkt. Nur die Ankündigung, dass die Neuinstallation von Windows 10 nun auch ohne vorheriges Upgrade einer bestehenden Windows-Version funktioniert ist mir noch als relevanter Punkt im Kopf.

Die zwei Kleinen

Auf meinem Notebook war das Update hingegen etwas umständlich. Zugegeben: Das lag erst einmal an mir, weil ich vergessen hatte den Strom einzustecken. Mitten während der Aktualisierung ging er aus, was ihm logischerweise nicht gefiel. Aber zum Glück schafft er es ja mittlerweile immer die vorherige Version von Windows wiederherzustellen. Anschließend war nur das Problem ihn wieder dazu zu bringen da Update herunterzuladen. Das dauerte irgendwie etwas länger als ich erwartet hätte. Am Ende ging aber auch das irgendwann und ich konnte die Installation erfolgreich durchführen.

Mein Sorgenkind ist weiterhin mein Netbook. Zwar hatte ich es seit Ende August nicht mehr probiert, aber es sieht immer noch nicht so aus, als bekäme ich da Windows 10 drauf. Das Symbol in der Taskleiste fehlt immer noch obwohl die Diagnosefunktion von Microsoft sagt, dass eigentlich alles passt und sie angezeigt werden sollte. Aktuell versuche ich es mal wieder über das Media Creation Tool mit der allerneusten Windows-Version. Aber die große Hoffnung, dass er nicht doch wieder bei Schritt 3 der Installation (Konfiguration der Einstellungen oder so ähnlich) wieder abbricht, habe ich nicht. Irgendwie doof.

Themenwechsel

Unsere Sicht auf die Bühne

Unsere Sicht auf die Bühne

Vergangenen Samstag war es endlich (!) soweit: Video Games Live war zu Gast in Frankfurt am Main in der Alten Oper. Sogar Videospielekomponist und Co-Erfinder dieses Konzerts Tommy Tallarico (Advent Rising) war vor Ort mit dabei. Ein nicht unwichtiges Detail, wenn man so die Rezensionen liest. Fehlt er, scheint die Show nicht ganz so gut zu sein. Ach und Azzkickr, Lysanda und ich waren auch da. 85 Euro pro Person für rund 3 Stunden (mit Pause), also nicht gerade das billigste Konzert aber auch nicht das teuerste.

Aber um was geht es bei Video Games Live denn? Nun, ein Symphonieorchester spielt ausgewählte Lieder bzw. Medleys aus mehr oder weniger bekannten Spielen. Dazu laufen auf der Leinwand über den Musikern Szenen aus dem jeweiligen Spiel/Franchise oder zumindest thematisch passende Bilder (gestern zum Beispiel unter anderem Fotos von Cosplayern zu Final Fantasy VII. Dabei ist jedes Konzert im Detail etwas unterschiedlich aufgebaut was die Songs und die Reihenfolge angeht. Also sie haben quasi ein Repertoire aus dem sie dann auch auf Fan-Wünsche (auf Facebook wird vorher abgefragt was die Leute hören wollen) ihre Setliste zusammensetzen. Und auch die Musiker, Dirigenten und Solisten wechseln je nach Spielort. Deswegen auch die Aussage, dass Tallarico mit seiner E-Gitarre selbst vor Ort war, denn das ist nicht selbstverständlich.

Das führt natürlich ein Stück weit zu einem ungleichmäßigem Erlebnis, welches sich nicht immer vergleichen lässt. Hat aber wiederrum den Vorteil, dass nicht jedes Konzert 100% gleich ist (die dicken Dinger wie Halo werden vermutlich schon immer gespielt). Aber gehen wir doch mal genauer ins Detail.

Die guten und schlechten Seiten

Das Orchester (irgendwo aus Ungarn – ich habe nie den Namen verstanden) war am Samstag etwas übersichtlich, also nicht die aus den Videos bekannte Vollbesetzung. Das hat dem Sound aber keinen Abbruch getan, da die Show sowieso aufgrund von nicht immer allen vorhandenen Instrumenten sehr stark auf einen Mix aus Live-Musik und Playback setzt (zumindest unterstelle ich ihr das). Man kann entsprechend die meiste Zeit gar nicht so recht unterscheiden ob man jetzt die da vorne hört oder nur die Musik aus den Boxen.

Leider galt das auch für den Chor, der sehr gerne im Krawall unterging. Vor allem wenn Tallarico seine E-Gitarre schwang, war vom Rest nicht mehr allzu viel zu hören – was ausdrücklich negativ gemeint ist! Den hätten sie definitiv ein Stück weiter runterregeln sollen. War nicht nur sehr laut, sondern auch sehr übersteuert das Ganze und dadurch speziell Tallaricos Lieblingsstück, der Hell March aus Command & Conquer: Alarmstufe Rot, fast schon eine Qual anzuhören. Auch der einzige Solist des Abends, ein Violinenspieler, kam überhaupt nicht zur Geltung. Wäre er nicht erschienen, hätte es keinen Unterschied gemacht. Da wäre es definitiv cooler gewesen wenn zum Beispiel bei The Legend of Zelda die Flötensolistin mitgewirkt hätte oder das WarCraft Medley mit der Sängerin auf der Setliste gestanden hätte.

Aber natürlich kam die Setlist nicht ganz ohne ein Blizzard-Werk aus. Stattdessen wurde ein Stück aus World of WarCraft: Warlords of Draenor gespielt. Und auch insgesamt hat die Mischung gestimmt. Gut: Direkt mit Castlevania anzufangen mag auf dem Papier eine gute Idee gewesen sein. Aber die „Vorband“ (zwei Typen in hässlichen 80iger-Jahre Outfits, die 2-3 C64-Remixe spielten) hatte den Saal noch nicht heiß genug gemacht. Entsprechend moderat fiel die Reaktion auf das eigentlich ziemlich geniale Medley aus. Aber was die Auswahl der Lieder betrifft konnte ich mich definitiv nicht beschweren. Monkey Island, Halo, Metroid, The Legend of Zelda, die schon erwähnten Darbietungen von Castlevania und Command & Conquer und was weiß ich noch alles waren genauso vertreten (so um die 15 Stück) wie eher unbekannteres Zeug wie Syberia oder Heroes of Might & Magic. Es war absolut nichts dabei, was irgendwie doof oder unpassend war, sondern das gesamte Konzert extrem kurzweilig. Man konnte sich nur irgendwie nie entscheiden ob man jetzt auf die Leinwand oder auf die Musiker schaut (meistens hat die Leinwand gewonnen).

Die Alte Oper mit dem Opernturm
Quelle: Wikipedia / Pedelecs unter CC BY-SA 3.0

Die paar Mängel in Sachen Organisation (hatten bis kurz vor Schluss nur einen Scheinwerfer, einmal wurde kurz ein Lied angefangen obwohl sie noch nicht soweit waren und in Sachen Cosplayer war nur ein einziger da, weil das dieses Mal wohl nicht vorher ausgeschrieben worden war – normalerweise ist da immer ein kleiner Wettbewerb welches Kostüm am coolsten ist) waren entsprechend vernachlässigbar. Und auch die beschissenen Stühle verzeihe ich ihnen dadurch ein Stück weit, auch wenn mir der Hintern immer noch ein wenig weh tut. Die Alte Oper ist für sowas einfach nur suboptimal geeignet.

Abschließendes Fazit

Ich kann zusammenfassend nur sagen: Der Samstagabend verging wie im Fluge und ich hatte extrem viel Spaß. Ich lehne mich sogar aus dem Fenster und behaupte, dass ich so viel Spaß noch bei keinem Live-Konzert hatte. Endlich mal meine absolute Lieblingsmusik live auf der Bühne zu sehen und zu hören war ein absolut fantastisches Erlebnis. Ich war eindeutig in meinem Element und es hätte (bis auf die Schmerzen im Hintern) auch gerne noch 1-2 Stunden weitergehen können. Ich werde auch die nächste CD wieder kaufen (oder auf Kickstarter unterstützen) und das Konzert auf jeden Fall erneut besuchen, sollten sie mal wieder in der Nähe sein! Entsprechend gibt es von mir eine absolute Empfehlung! Geht dahin, wenn ihr die Chance habt!

In diesem Sinne: Bis Montag! Und ob ich mit dieser Aussage alleine dastehe oder Azzkickr meine Sicht teilt, wird er vermutlich in den Kommentaren kundtun.

P.S.: Am Samstag um 19 Uhr deutscher Zweit war es zum mittlerweile 9. Mal soweit: Der Startschuss für Desert Bus for Hope! Also los, den Stream anmachen und fleißig spenden!

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