Die wichtigste Änderung: Das Copyright wurde hochgesetzt!

Die wichtigste Änderung: Das Copyright-Datum wurde hochgesetzt!

Vergangenen Donnerstag war es „endlich“ soweit: Das langerwartete Herbstupdate („Threshold 2“) von Windows 10 wurde über Windows Update verteilt. Warum es langerwartet war? Keine Ahnung. Ich hatte mit Windows 10 keinerlei Probleme außer der Sache mit dem Lautstärkeregler der Logitech G510. Zur Erinnerung: Hat man den zu schnell gedreht, wurde der Bildschirm kurz schwarz und es kam ein „Beep“ aus den Boxen – und das unter Umständen mehrmals hintereinander. Bislang gab es dafür nur einen von Fans gebauten Hotfix, der aber an anderer Stelle Probleme machte (in einigen Spielen wurden dann eingaben getätigt). Insofern war meine Hoffnung tatsächlich, dass sich mit dem ersten großen Update für Microsofts Next-Gen-Windows in der Hinsicht etwas tun würde.

Und was soll ich sagen? Meine Hoffnung wurde tatsächlich nicht enttäuscht: Der Fehler ist weg! Zwar eine Sauerei, dass sich dazu Logitech bis heute nicht wirklich zu Wort gemeldet hat aber wichtiger ist definitiv, dass die Sache nun erledigt ist. Mehr kann ich in Bezug auf meinen Desktop-Rechner auch nicht zum Update sagen. Ich habe keine großartigen Veränderungen bemerkt. Nur die Ankündigung, dass die Neuinstallation von Windows 10 nun auch ohne vorheriges Upgrade einer bestehenden Windows-Version funktioniert ist mir noch als relevanter Punkt im Kopf.

Die zwei Kleinen

Auf meinem Notebook war das Update hingegen etwas umständlich. Zugegeben: Das lag erst einmal an mir, weil ich vergessen hatte den Strom einzustecken. Mitten während der Aktualisierung ging er aus, was ihm logischerweise nicht gefiel. Aber zum Glück schafft er es ja mittlerweile immer die vorherige Version von Windows wiederherzustellen. Anschließend war nur das Problem ihn wieder dazu zu bringen da Update herunterzuladen. Das dauerte irgendwie etwas länger als ich erwartet hätte. Am Ende ging aber auch das irgendwann und ich konnte die Installation erfolgreich durchführen.

Mein Sorgenkind ist weiterhin mein Netbook. Zwar hatte ich es seit Ende August nicht mehr probiert, aber es sieht immer noch nicht so aus, als bekäme ich da Windows 10 drauf. Das Symbol in der Taskleiste fehlt immer noch obwohl die Diagnosefunktion von Microsoft sagt, dass eigentlich alles passt und sie angezeigt werden sollte. Aktuell versuche ich es mal wieder über das Media Creation Tool mit der allerneusten Windows-Version. Aber die große Hoffnung, dass er nicht doch wieder bei Schritt 3 der Installation (Konfiguration der Einstellungen oder so ähnlich) wieder abbricht, habe ich nicht. Irgendwie doof.

Themenwechsel

Unsere Sicht auf die Bühne

Unsere Sicht auf die Bühne

Vergangenen Samstag war es endlich (!) soweit: Video Games Live war zu Gast in Frankfurt am Main in der Alten Oper. Sogar Videospielekomponist und Co-Erfinder dieses Konzerts Tommy Tallarico (Advent Rising) war vor Ort mit dabei. Ein nicht unwichtiges Detail, wenn man so die Rezensionen liest. Fehlt er, scheint die Show nicht ganz so gut zu sein. Ach und Azzkickr, Lysanda und ich waren auch da. 85 Euro pro Person für rund 3 Stunden (mit Pause), also nicht gerade das billigste Konzert aber auch nicht das teuerste.

Aber um was geht es bei Video Games Live denn? Nun, ein Symphonieorchester spielt ausgewählte Lieder bzw. Medleys aus mehr oder weniger bekannten Spielen. Dazu laufen auf der Leinwand über den Musikern Szenen aus dem jeweiligen Spiel/Franchise oder zumindest thematisch passende Bilder (gestern zum Beispiel unter anderem Fotos von Cosplayern zu Final Fantasy VII. Dabei ist jedes Konzert im Detail etwas unterschiedlich aufgebaut was die Songs und die Reihenfolge angeht. Also sie haben quasi ein Repertoire aus dem sie dann auch auf Fan-Wünsche (auf Facebook wird vorher abgefragt was die Leute hören wollen) ihre Setliste zusammensetzen. Und auch die Musiker, Dirigenten und Solisten wechseln je nach Spielort. Deswegen auch die Aussage, dass Tallarico mit seiner E-Gitarre selbst vor Ort war, denn das ist nicht selbstverständlich.

Das führt natürlich ein Stück weit zu einem ungleichmäßigem Erlebnis, welches sich nicht immer vergleichen lässt. Hat aber wiederrum den Vorteil, dass nicht jedes Konzert 100% gleich ist (die dicken Dinger wie Halo werden vermutlich schon immer gespielt). Aber gehen wir doch mal genauer ins Detail.

Die guten und schlechten Seiten

Das Orchester (irgendwo aus Ungarn – ich habe nie den Namen verstanden) war am Samstag etwas übersichtlich, also nicht die aus den Videos bekannte Vollbesetzung. Das hat dem Sound aber keinen Abbruch getan, da die Show sowieso aufgrund von nicht immer allen vorhandenen Instrumenten sehr stark auf einen Mix aus Live-Musik und Playback setzt (zumindest unterstelle ich ihr das). Man kann entsprechend die meiste Zeit gar nicht so recht unterscheiden ob man jetzt die da vorne hört oder nur die Musik aus den Boxen.

Leider galt das auch für den Chor, der sehr gerne im Krawall unterging. Vor allem wenn Tallarico seine E-Gitarre schwang, war vom Rest nicht mehr allzu viel zu hören – was ausdrücklich negativ gemeint ist! Den hätten sie definitiv ein Stück weiter runterregeln sollen. War nicht nur sehr laut, sondern auch sehr übersteuert das Ganze und dadurch speziell Tallaricos Lieblingsstück, der Hell March aus Command & Conquer: Alarmstufe Rot, fast schon eine Qual anzuhören. Auch der einzige Solist des Abends, ein Violinenspieler, kam überhaupt nicht zur Geltung. Wäre er nicht erschienen, hätte es keinen Unterschied gemacht. Da wäre es definitiv cooler gewesen wenn zum Beispiel bei The Legend of Zelda die Flötensolistin mitgewirkt hätte oder das WarCraft Medley mit der Sängerin auf der Setliste gestanden hätte.

Aber natürlich kam die Setlist nicht ganz ohne ein Blizzard-Werk aus. Stattdessen wurde ein Stück aus World of WarCraft: Warlords of Draenor gespielt. Und auch insgesamt hat die Mischung gestimmt. Gut: Direkt mit Castlevania anzufangen mag auf dem Papier eine gute Idee gewesen sein. Aber die „Vorband“ (zwei Typen in hässlichen 80iger-Jahre Outfits, die 2-3 C64-Remixe spielten) hatte den Saal noch nicht heiß genug gemacht. Entsprechend moderat fiel die Reaktion auf das eigentlich ziemlich geniale Medley aus. Aber was die Auswahl der Lieder betrifft konnte ich mich definitiv nicht beschweren. Monkey Island, Halo, Metroid, The Legend of Zelda, die schon erwähnten Darbietungen von Castlevania und Command & Conquer und was weiß ich noch alles waren genauso vertreten (so um die 15 Stück) wie eher unbekannteres Zeug wie Syberia oder Heroes of Might & Magic. Es war absolut nichts dabei, was irgendwie doof oder unpassend war, sondern das gesamte Konzert extrem kurzweilig. Man konnte sich nur irgendwie nie entscheiden ob man jetzt auf die Leinwand oder auf die Musiker schaut (meistens hat die Leinwand gewonnen).

Die Alte Oper mit dem Opernturm
Quelle: Wikipedia / Pedelecs unter CC BY-SA 3.0

Die paar Mängel in Sachen Organisation (hatten bis kurz vor Schluss nur einen Scheinwerfer, einmal wurde kurz ein Lied angefangen obwohl sie noch nicht soweit waren und in Sachen Cosplayer war nur ein einziger da, weil das dieses Mal wohl nicht vorher ausgeschrieben worden war – normalerweise ist da immer ein kleiner Wettbewerb welches Kostüm am coolsten ist) waren entsprechend vernachlässigbar. Und auch die beschissenen Stühle verzeihe ich ihnen dadurch ein Stück weit, auch wenn mir der Hintern immer noch ein wenig weh tut. Die Alte Oper ist für sowas einfach nur suboptimal geeignet.

Abschließendes Fazit

Ich kann zusammenfassend nur sagen: Der Samstagabend verging wie im Fluge und ich hatte extrem viel Spaß. Ich lehne mich sogar aus dem Fenster und behaupte, dass ich so viel Spaß noch bei keinem Live-Konzert hatte. Endlich mal meine absolute Lieblingsmusik live auf der Bühne zu sehen und zu hören war ein absolut fantastisches Erlebnis. Ich war eindeutig in meinem Element und es hätte (bis auf die Schmerzen im Hintern) auch gerne noch 1-2 Stunden weitergehen können. Ich werde auch die nächste CD wieder kaufen (oder auf Kickstarter unterstützen) und das Konzert auf jeden Fall erneut besuchen, sollten sie mal wieder in der Nähe sein! Entsprechend gibt es von mir eine absolute Empfehlung! Geht dahin, wenn ihr die Chance habt!

In diesem Sinne: Bis Montag! Und ob ich mit dieser Aussage alleine dastehe oder Azzkickr meine Sicht teilt, wird er vermutlich in den Kommentaren kundtun.

P.S.: Am Samstag um 19 Uhr deutscher Zweit war es zum mittlerweile 9. Mal soweit: Der Startschuss für Desert Bus for Hope! Also los, den Stream anmachen und fleißig spenden!

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Ein Kommentar

Immer dieser miese Trick, Antworten von Personen anzukündigen…

Nun gut: ich war (und bin immer noch) rundum begeistert von VGL. Ausnahmslos jedes Stück, das gespielt wurde, war grandios. Der Fokus lag auf epischen Stücken. Und damit haben sie genau meine Vorliebe getroffen. Und immer dann, wenn der Chor aktiv wurde, bekam ich Gänsehaut. Grandios!

Ich bin im Übrigen auch der Meinung, dass es sein Geld wert war. Klar: mit 85 Euro war es sehr, sehr teuer. Aber man es eben auch sehen, dass da locker 30 Leute bezahlt werden wollen. Außerdem ist VGL bislang etwas Einzigartiges. Da kann schon etwas mehr verlangen.

Einziger Kritikpunkt: ich hatte mehrmals den Eindruck, das Orchester würde garnicht wirklich spielen, sondern nur vortäuschen zu spielen. Stimmt natürlich nicht. Sobald man hingeschaut hat, wurde man eines besseren belehrt. Aber wenn man die Augen geschlossen und nur zugehört hat, hätte man schon denken können, da würde nur ein Trailer abgespielt. Dieser Eindruck wird natürlich dadurch verstärkt, dass ja tatsächlich Musik vom Band läuft und das Orchester nur dazu spielt. Ich hätte mir also eine bessere Abstimmung gewünscht. Mehr Orchester, weniger Trailer. Das wäre dann vermutlich in der Summe leiser und weniger bombastisch gewesen, hätte aber mehr Stil gehabt.

Besuche ich VGL noch einmal: ja, das kann ich mir durchaus vorstellen !

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