Sicarius

Tagebuch eines Hausherrn #6

Ja, schon wieder so ein Eintrag. Aber angesichts von langen Tagen auf der regulären Arbeit und anschließendem Weiterarbeiten auf unserer Großbaustelle ist nun einmal aktuell überhaupt keine Zeit zum Zocken. Okay, stimmt nicht ganz: The Ramen Sensei, der aktuell neue iOS-Titel von Kairosoft, hole ich schon hin und wieder raus. Aber der Hauptrechner war und ist bislang dieses Jahr die meiste Zeit einfach aus. Und wenn er an ist, dann höchstens zur Internetrecherche wegen baulichen Dingen und, wie jetzt, zum Eintrag schreiben. Hat natürlich auch Vorteile: Der Stromverbrauch ist niedriger. Aber gut, kommen wir zum aktuellen Statusbericht von der Casa Sicarius:

Ein Haus voller Handwerker

Ja, dieses uralte Ding war tatsächlich noch in Betrieb.

Ja, dieses uralte Ding war tatsächlich noch in Betrieb.

Diese Woche war richtig was los im Haus. Nicht nur weil wir natürlich jeden Tag drüben waren und fleißig was geschafft haben. Nein, auch der dritte Handwerker hat endlich losgelegt: der Elektriker. Drei ganze Tage haben sie nun schon gewuselt und haben noch mindestens zwei weitere vor sich, bevor das Haus in einem halbwegs guten Zustand ist. Bislang ging es vor allem um die Vorbereitung. Sprich überhaupt erst einmal Herausfinden wo die Dutzenden von Kabeln überhaupt hingehen, wie die Räume verkabelt sind und im Keller schon einmal neu anfangen unnötige Kabel rauszuziehen und neuen Kram zu verlegen. Heute wird das Haus dann den ganzen Tag ohne Strom sein während sie den Stromkasten versetzen und komplett neu anschließen.

Dabei sind so einige tolle Sachen zu Tage gefördert worden: Kabel, die einfach abgeschnitten und immer noch unter Strom im Putz lagen; viele Fälle in denen das braune Kabel für die Erdung verwendet wurde; eine Steckdose, die mit zu wenig Adern angeschlossen war (und deswegen nun tot ist); ein Heizungsnotschalter, der einfach so irgendwo frei an der Decke hing; ein einfach abgeschnittenes Hauptzuführungskabel; eine abgeschnittene Erdung (einen Potentialausgleich gibt es im Haus aktuell aber auch nicht – wird diese Woche aber gesetzt logischerweise); viele Freiluft verlegte Kabel, die kreuz und quer in der Gegend rumhängen und so weiter und so fort. Wie gesagt: der Elektriker war alleine mit dem Prüfen der Kabel und dem „Sich eine Orientierung verschaffen“ einige Zeit beschäftigt.

War entsprechend auch ganz gut, dass wir zum einen in allen Räumen die Tapete entfernt haben und zum anderen dann mit dem Verputzen doch noch nicht so weit waren. So konnte er hier und da dann doch noch einfach einen Schlitz klopfen. Zum einen, um zu schauen was Sache ist und zum anderen, um unsere Sonderwünsche zu erfüllen. Mir lag beispielsweise aus naheliegenden Gründen schwer am Herzen, dass das Arbeitszimmer einen eigenen Stromkreis hat. Wäre nicht das erste Mal, dass mein Monster-PC die Sicherung raushaut.

Gas-Wasser-Scheiße

Die Dusche nimmt Form an

Die Dusche nimmt Form an.

Aber nicht nur der Elektriker hat fleißig geschafft, auch der Fliesenleger war so einige Stunden aktiv und hat in der Dusche weitergemacht. Musste ja, nachdem der Pfusch des Vorbesitzers entfernt wurde, wieder komplett neu aufgebaut werden mit verdichtenden Bauplatten (natürlich von wedi) an den Wänden. Hier ist der nächste Schritt die Kernbohrung in den Keller für den Abfluss. Die bisherigen Löcher (alter Abfluss und alte Entlüftung) haben wir am Samstag mit Blitzzement (von Quick-Mix) erfolgreich zugemacht. Hatten alle Beteiligten ein wenig Angst, dass ansonsten die Decke einbricht, wenn nun noch ein drittes Loch (160mm) genau in die Mitte von den zwei anderen reinkommt. Ging auch erstaunlich gut mit dem Zement. Brett drunter gehalten, erstes Kilo Material ins Loch rein, 2-3 Minuten gewartet und schon war das Material soweit stabil, dass wir kein Brett mehr brauchten, um es oben fertig aufzufüllen.

Nun heißt es warten bis am Mittwoch der Sanitär wiederkommt und nicht nur besagte Kernbohrung durchführt, sondern auch unten im Heizungsraum die komplette Wasserzuführung erneuert. Hatte ja schon erwähnt, dass der Filter komplett dicht ist, die Druckanzeige falsch sitzt und die Rohre sowieso viel zu klein sind, um anständig das ganze Haus zu versorgen. Außerdem bringt er neue Armaturen (alle von Hansgrohe – soll ja auch einige Zeit halten) für die Badewanne und das Waschbecken mit. Baumarkt mag ja hier und da durchaus Qualität haben. Aber was der Vorbesitzer da alles vom TOOM-Baumarkt angeschleppt hat, taugt absolut gar nichts. Da werden wir auch nach dem Einzug mittelfristig im Bad noch weiter unseren Spaß haben (das Waschbecken hat quasi gar kein Gefälle hin zum Abfluss…).

Nicht Untätig

Das Schlafzimmer nach dem ersten Anstrich

Das zukünftige Schlafzimmer nach dem ersten Anstrich.

Aber nicht nur Handwerker haben wie erwähnt bei uns im Haus was geschafft. Auch wir sind mit großen Schritten vorangekommen. Nicht nur ist das Schlafzimmer fertig verputzt, es ist auch schon komplett gestrichen und wenn alles klappt hängt sogar der Kork bereits an der Decke, wenn ihr diese Zeilen lest. Wir mussten zwar ein zweites Mal drüber streichen, weil die Farbe den Putz bei ersten Mal nicht ganz so gut abgedeckt hat. Aber das war okay und geht vergleichsweise fix. Wir hatten zwar geplant uns am Wochenende komplett mit dem Kork zu beschäftigen (Decke wie Boden) aber dafür haben wir immerhin nun die Küche schon gestrichen. Also definitiv kein Stillstand.
Im Arbeitszimmer sind hingegen alle Wände verputzt. Jetzt nur noch einmal Grundieren und es kann auch hier die Farbe an die Wand. Mehr ist hier, abseits von Leisten an Decke und Boden, dann auch nicht zu tun. Bleibt das Wohnzimmer (Grundieren, Verputzen und Streichen) und der Flur (Tapeten fertig runter, grundieren, verputzen und streichen), für die wir dann vermutlich noch so 1 1/2 Wochen Zeit haben. Wobei der Flur, wenn es hart auf hart kommen sollte, erst nach dem Umzug fertig renoviert werden würde. Da stehen ja nicht so viele Möbel. Entsprechend wäre das kein Problem ihn dann erst zu verputzen und zu streichen. Aber schauen wir mal. Ich hoffe natürlich immer noch auf das Beste :smile: .

Jetzt stellt ihr euch sicherlich noch die Frage, für welche Farben wir uns überhaupt entschieden haben. Nun, sicher ist derzeit nur das Schlafzimmer (da ist wie gesagt die Farbe schon an der Wand) sowie eine Hälfte des Wohnzimmers (dafür steht der Farbeimer schon im Flur). Aber wir haben uns natürlich schon ausführlich Gedanken gemacht. Entsprechend wird sich nur der genaue Farbton noch etwas ändern. Grob wird die Hütte am Ende so aussehen: Schlafzimmer, Küche und vermutlich Abstellkammer (weil wir noch genug Restfarbe haben dürften) sind Lachsfarben (siehe Bild), das Arbeitszimmer bekommt vermutlich einen türkisenen Anstrich, der Flur wird in einem etwas helleren Rot gestrichen und das Wohnzimmer wird die eine Hälfte dunkleres Violett, die andere Violettgrau (also etwas helleres Violett). Aber ich werde ich euch garantiert beizeiten mit Fotos quälen.

Bis Montag!

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