Sicarius

Tagebuch eines Hausherrn #7

Die erste Wand im Wohnzimmer ist verputzt

Die erste Wand im Wohnzimmer ist verputzt

Die letzte Woche hat begonnen. Am Samstag findet der Umzug statt und am Sonntagnachmittag übergebe ich die alte Wohnung zurück an den Vermieter. Und es gibt logischerweise immer noch viel zu tun obwohl wir eindeutig Fortschritte machen. Ich hatte es vermutlich schon einmal erwähnt, dass wir uns schon länger von der Vorstellung verabschiedet haben 100% fertig zu werden bis zum 30. Januar. Daran hat sich nichts geändert, im Gegenteil. Wobei wir natürlich nur von den großen Sachen reden. Kleinigkeiten, die den Umzug nicht verhindern, stellen wir schon die ganze Zeit hinten an.

Den Flur werden wir bis dahin höchstens bis auf den Putz/die Regibsplatten frei gelegt haben. Aber neu Verputzt oder gar gestrichen? Vergesst es. Aber das ist logischerweise nicht für den Einzug hinderlich und kommt entsprechend im Februar. Mehr Sorgen macht uns das Wohnzimmer wo es vermutlich auch darauf hinausläuft, dass zumindest eine Hälfte (der Essbereich) nicht komplett fertig wird (vermutlich werden der Anstrich und die Deckenleisten noch fehlen). Unser Ziel ist es entsprechend aktuell bis Freitag auf alle Wände den Putz zu kriegen, nach dem Austrocknen alles zu grundieren und zumindest den Wohnbereich gestrichen zu bekommen.

Es ist schon ein Stück weit ungerecht, dass der Haftgibs innerhalb von 20 Minuten an der Wand sein muss, sonst hat man nur noch einen harten Klotz im Eimer. Aber dann braucht er mindestens zwei Tage bis er komplett trocken ist. Grundierung/Tiefengrund muss auch erst 24 Stunden einwirken, bevor man weitermachen kann. Und auch die zweite Schicht Farbe kann man frühestens am Nachmittag draufhauen, wenn man frühmorgens gestrichen hat. Das führt natürlich erst einmal nur bedingt zu Zeitverlust, weil wir natürlich an mehreren Räumen parallel arbeiten. Aber ein wenig nervig ist es in unserer heutigen, schnelllebigen Zeit schon :smile: .

Erledigt

Die Anfänge des Korkbodens

Die Anfänge des Korkbodens

Aber man soll ja nicht immer so negativ denken. Es ging auch in der vergangenen Woche gut voran mit Lysanda und mir. Zum Beispiel wird die Wohnung immer leerer und dafür stapeln sich im Hauskeller die Umzugkartons mittlerweile gefühlt bis zur Decke (bin echt froh, dass wir den riesigen Keller haben!). Ich fahre logischerweise nicht mit einem leeren Auto zum Haus. Vor allem der Kleinkram muss ja nicht zwingend am Umzugstag erst erledigt werden – geht dann auch schneller. Außerdem ist das Schlafzimmer mit Ausnahme der Boden- und Deckenleisten und dem Verschlag für die Heizungsrohre tatsächlich soweit fertig. Sprich die Wände sind verputzt und gestrichen, der Kork an die Decke geklebt und der Korkboden verlegt.

Ich kann an dieser Stelle übrigens Klebekork quasi uneingeschränkt empfehlen. Ja, das Einstreichen der Fläche sowie der Platten dauert und der Kleber braucht seine Zeit zum Eintrocknen (laut Verpackung 30-45 Minuten – je nach Dicke aber auch mal 1-2 Stunden). Aber das ist eine vergleichweise leichte Arbeit und anschließend geht der Rest extrem fix. Vom Grundprinzip wie Laminat aber da ihr mit einem Cuttermesser zuschneiden könnt und das Zeug nicht in irgendwelche Fugen einschlagen müsst (nur zum Abschluss etwas festklopfen), geht selbst das Anbringen der Lampen ratzfatz (ja, einfach Durchbohren geht auch).

Da haben wir für den Korkboden bislang definitiv etwas länger gebraucht. Letzteres ging aber, nachdem wir genug Abstandskeile gekauft hatten, auch sehr gut und zügig von der Hand. Nur die üblichen Problemstellen (Türrahmen, unter der Heizung, etc.) sind nervig. Vor allem unter der Heizung, weil man nicht gescheit Platz hat, um genug Kraft zu entwickeln mit dem Hammer die Dielen reinzujagen. Da kann Lysanda mit ihrem zarten Elfen-Skelett ganz froh sein mich zu haben.

Im Arbeitszimmer steht hingegen nur noch das Streichen an (wie angekündigt ein etwas helleres Türkis) aber da wir den Bereich derzeit als Lagerplatz nutzen (war bislang das Wohnzimmer), muss das vermutlich noch bis Mitte/Ende der Woche warten. Im Wohnzimmer sind hingegen alle Eckleisten gesetzt und auch schon ein Teil der Wände verputzt (zum Verfassungszeitpunkt zwei Stück aber, wenn ihr diese Zeilen lest sind wir schon weiter).

Status der anderen

Der Sanitär bei der Kernbohrung

Der Sanitär bei der Kernbohrung

Und die Handwerker? Nun die Elektriker sind heute tatsächlich das letzte Mal im Haus. Waren dann insgesamt neun Tage da (wobei sie freitags nur sechs Stunden gearbeitet haben und heute garantiert auch nur noch maximal den halben Tag brauchen werden). Dafür ist die Hütte jetzt nicht nur in Sachen Elektrik halbwegs auf Vordermann (und nach unseren Wünschen ausgestattet), es sieht im Keller jetzt auch extrem aufgeräumter aus dank der vielen neuen Kabelkanäle (und gleichzeitig wesentlich weniger Kabeln). Erleichtert uns logischerweise in Zukunft ebenfalls das Arbeiten (Stichwort Netzwerkkabel). Der Sanitär hat hingegen letzte Woche die Kernbohrung für den Abfluss der Dusche getätigt. Hat etwas länger gedauert das Ganze, weil vergleichsweise viel Eisen drin war auf dem Stück. Aber nun kann der Fliesenleger im Laufe der Woche endlich das Duschelement setzen und alles komplett verfließen (wir haben uns für Bruch entschieden – aber dazu das nächste Mal mehr). Anschließend muss der Sanitär nur noch einmal kommen und die Armaturen überall setzten (Dusche, Badewanne und Waschbecken), dann ist auch das Bad auf gutem Weg fertig zu sein (Deckenleisten, noch ein paar Armaturen wie Klopapierhalter und alle Griffe an den Schränken auswechseln).

Der Sanitär hat aber nicht nur die Kernbohrung erledigt, sondern auch den Wasseranschluss wie erwähnt komplett neu gemacht. Sieht jetzt nicht nur schicker und moderner aus (der Filter ist ein absolutes Hightech-Monster). Es nimmt nun auch alles weniger Platz weg und es gibt mehr „Bums“ auf den Leitungen, Zwar konnte er nicht alle Rohre auswechseln (das kostet dann doch zu viel). Aber schon die Auswechslung der ersten rund zwei Meter von 18 auf 26mm Rohrdurchmesser hat den Druck im Haus gut ansteigen lassen. Sehr schön! Hier fehlt jetzt nur noch die Verbindung zum Außenhahn. Aber das Loch ist schon gebohrt, er muss also nur noch alles anbringen und das sollte diese Woche zusammen mit den Armaturen passieren.

Epilog

Der einzige Handwerker, auf den wir uns nicht verlassen können, ist der von meinem Arbeitgeber. Da meldet man schon vier Wochen vorher den Umzug für Ende Januar an und dann kriegt man trotzdem erst eine Woche später einen Termin. Ja, ich bin dann von 30. Januar bis 9. Februar ohne Internet. Immerhin kriege ich für die Zeit die Gebühren erstattet. Echt doof. Und ja: Natürlich stehen auch im Haus 100Mbit/s zur Verfügung (bzw. annähernd). Darauf habe ich selbstverständlich geachtet :smile: .

So viel aber nun zum aktuellen Stand. Ich muss noch frühstücken und dann geht es wieder ab auf die Baustelle. Ihr glaubt gar nicht wie froh ich sein werde, wenn der Umzug rum ist. Auch wenn dann noch nicht alles erledigt ist: Das Schlimmste ist dann vorüber. Bis Montag!

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