Sicarius

Tagebuch eines Hausherrn #8

Von 70m² auf 20m²!

Von 70m² auf 20m²!

Wisst ihr was? Wir haben uns das mit dem Haus doch wieder anders überlegt. Viel zu teuer das Ganze. Stattdessen haben wir uns für kompaktes Wohnen entschieden. Wie das aussieht, seht ihr rechts auf dem Bild. Mag auf den ersten Blick etwas eng wirken aber man gewöhnt sich an alles. Ist auf jeden Fall schön kuschelig und alles ist in Reichweite.

Nein, natürlich ist es das nicht. Das ist das vollgestellte Arbeitszimmer. Wie erwartet sind wir auch mit dem Wohnzimmer nicht fertig geworden (der komplette Anstrich fehlt noch). Entsprechend haben wir alles, was nicht in den Keller, in die Küche oder ins Schlafzimmer gehört, einfach aus dem 7,5-Tonnen-LKW (über Sixt gemietet) ins Arbeitszimmer gepackt. Da steht es jetzt erst einmal ganz gut würde ich sagen bis wir bereit zum finalen Umräumen sind. Ja, meinen Hauptrechner kann ich dadurch erst einmal nicht aufbauen. Aber ich hatte ja schon erwähnt, dass wir sowieso bis kommenden Dienstag ohne Internetanschluss auskommen müssen. Diesen Eintrag konnte ich auch nur dank Handy und Tethering online bringen. Moderne Technik ist schon echt praktisch muss ich mal wieder feststellen.

Der Umzug

Der Umzug selbst hätte nicht perfekter ablaufen können. Freitags hatten wir uns darauf konzentriert sowohl im Haus als auch in der Wohnung alles soweit fertig zu machen (bisschen Putzen und die Reste in Kartons packen) weshalb wir dann wie gesagt das Wohnzimmer doch nicht mehr gestrichen haben. Samstags ging es dann um 8 Uhr mit sieben Mann los den LKW zu beladen und klar Schiff machen. Am Ende war der LKW voller als ich erwartet hatte (sehr viel mehr hätte nicht mehr reingepasst) aber es die Wohnung plus Keller waren nach nur rund 2 1/2 Stunden komplett leer. Man hat definitiv gemerkt, dass Lysanda und ich in den letzten sechs Wochen schon extrem viele Umzugskartons ins Haus geschafft hatten. So blieben zu 95% nur noch Möbel übrig und davon auch nur wenige zum auseinanderbauen (Bett, Kleiderschrank, ein paar Schubladen aus den Kommoden und Sideboards – sowas halt).

Das Ausladen war dann in rund 1 1/2 Stunden erledigt. Wir haben den LKW rückwärts an das Schlafzimmerfenster gefahren und konnten dann über die Rampe problemlos und ohne große Anstrengungen alles rausschaffen. Das meiste musste ja nur einen Raum weiter getragen werden und nicht erst der Stockwerke runter wie in der Wohnung. Geregnet hat es passenderweise dann auch erst nachdem wir mit allem fertig waren. Wie gesagt: Hätte nicht besser laufen können.

Hier stand mal der Hauptrechner

Hier stand mal der Hauptrechner

Sonntagnachmittag stand dann auch gleich die Übergabe an den Vermieter an. Entsprechend vorher noch ein bisschen geputzt (auch während der Übergabe noch, weil der Zustand der Küche bemängelt wurde) und die Sache hinter mich gebracht. Jetzt muss nur noch die Kaution kommen und das Thema ist bis auf die Nebenkostenabrechnung im Sommer auch endlich komplett vom Tisch. Da fällt mir auch ein großer Stein vom Herzen, sage ich euch. Es war natürlich nicht einmal annähernd so Nervenaufreibend wie mein Wegzug von Eckental. Aber angespannt bin ich bei sowas schon, weil man den Launen des Vermieters natürlich ein Stück weit ausgeliefert ist (siehe Küche noch genauer putzen). Deswegen atme ich erst komplett aus, wenn ich die Kaution auf dem Konto habe.

Die restliche Woche

Bis zum Umzugstag waren wir natürlich auch nicht untätig. Die Elektriker sind wie erwartet montags endlich fertig geworden. Da heißt es jetzt nur noch auf die Rechnung warten bzw. noch ein paar Abdeckungen auf die Schalter und Steckdosen montieren sobald wir in allen Räumen fertig sind. Auch der Fliesenleger hat seine Arbeiten an der Dusche am Freitagabend erfolgreich abgeschlossen und uns seine Rechnung in die Hand gedrückt. 40 Stunden hat er gebraucht. Und auch das Material hat einiges gekostet (Bruchfliesen sind weder billig noch schnell an die Wand geklebt). Dafür ist es jetzt anständig gemacht und sieht, zumindest finde ich das, auch sehr gut aus. Samstags haben wir dann auch gleich noch das Abwasser für die Dusche verlegt (das kann ich mittlerweile!).

Heute Morgen kommt hingegen noch ein letztes Mal der Sanitär, um die Armaturen an Dusche und Badewanne zu befestigen. Anschließend ist das Thema Handwerker bis auf das Begleichen der Rechnungen auch erledigt. Ja, die drei sind jetzt nochmal teuer gewesen (hoher vierstelliger Betrag). Aber zum einen hatten wir tatsächlich mit rund 10.000 Euro Renovierungskosten geplant und zum anderen hat es sich, denke ich, gelohnt und war auch einfach notwendig. Sonst wären wir langfristig garantiert nicht glücklich geworden (und im Falle der Elektrik auch die Versicherung nicht). Und vor allem bei der Elektrik wäre ein späteres Arbeiten noch schwieriger geworden. So konnte er noch fast überall einfach einen Schlitz klopfen, um Kabel zu finden/zu verlegen. Dafür haben wir uns die Umzugsfirma, den Verputzer, den Maler und was weiß ich noch alles gespart. Hat mit Lysanda und mir ganz gut funktioniert (und der tatkräftigen Unterstützung meiner Familie und ein paar Arbeitskollegen hier und da) auch wenn es selbstverständlich nicht 100% perfekt ist.

Komische Sachen

Es fehlt nur noch die Brause

Es fehlt nur noch die Brause

Wobei die Wände im Wohnzimmer definitiv wesentlich besser aussehen als im Schlafzimmer. Wir haben also kräftig dazu gelernt in den sechs Wochen Renovierarbeit. Und auch mit der Farbe im Arbeitszimmer hat es besser geklappt. Wobei das auch komischerweise am Material lag. Die Farbe im Schlafzimmer war wesentlich dünnflüssiger – deswegen mussten wir zweimal ran. Im Arbeitszimmer habe ich hingegen schon beim Streichen gemerkt, dass ich irgendwie mehr auf der Rolle habe. Und siehe da: Ein Anstrich genügte, um den Rotband-Putz zu verstecken.

Das ist insofern komisch, weil es die exakt gleiche Grundfarbe war (Südwest EuroClassic). Die einzigen Unterschiede: Welche Farbpigmente untergemischt wurden (damit aus dem Weiß eben grün oder rosa wird) und von welchem Mitarbeiter. Und da ich davon ausgehe, dass die Farbpigmente keine Auswirkungen auf die Konsistenz der Farbe haben, muss es am Mischen also am Mitarbeiter liegen würde ich sagen. Aber mal schauen. Einen Farbtopf brauchen wir ja noch (Flur). Wobei wir, je nachdem wie unsere Erfahrungen jetzt im Wohnzimmer mit dem Streichputz von Hornbach sind, vielleicht auch im Flur umsteigen werden.

Aber da werden wir uns jetzt tatsächlich erst einmal nicht hetzen lassen und die weitere Sache in Ruhe angehen. Zum einen brauchen wir beide dringend mal eine Pause und zum anderen sollten wir so langsam auch mal wieder auf der Arbeit ein wenig mehr tun (waren jetzt im Januar jede Woche maximal zwei Tage da – und selbst die teilweise nicht komplett). Der Umzug ist erledigt und wir können Schlafen, Essen und haben ab heute auch wieder ein komplett funktionsfähiges Bad. Somit sind die Grundbedürfnisse erst einmal gedeckt. Alles andere kommt dann in den nächsten Wochen nach und nach.

Bis Montag! Dann vermutlich endlich mal wieder mit einem anderen Thema :smile: .

Print Friendly
Tweet about this on TwitterShare on FacebookEmail this to someone

2 Kommentare

Kleines Update zur nicht-deckenden Farbe: Wir hatten es bei Prosol erwähnt und dann auf ihre Bitten den Eimer ins Geschäft zurück getragen: Siehe da: Damit stimmte tatsächlich irgendwas nicht. Die war definitiv zu wässrig. Haben dann netterweise (wir haben ja schon 3/4 des Inhalts des Farbeimers an die Wand gepackt) kostenlosen Ersatz bekommen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

:smile: :sad: :wink: :tongue: :-x :roll: mehr »
*